FEBRUAR 2011 KREISLÄUFER. Das offi zielle Clubmagazin des HC Kriens

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1 HC Kriens-Luzern FEBRUAR 2011 KREISLÄUFER Das offi zielle Clubmagazin des HC Kriens

2 FELDER + FRY AG Felder + Fry Töff-Garage Rengglochstr Kriens-Obernau Tel S 1000 RR R 1200 RT New G 650 GS R 1200 R Classic New K 1600 GTL R 1200 GS «Triple Black»

3 EDITORIAL INHALT FEBRUAR 2011 BRENNPUNKT Marius Aleksejev 5 9 TEAMS Herren Herren 3 21 Frauen 1 / MU20 Regional 23 MU19 Elite / MU19 Inter 25 MU17 Elite / MU17 Inter 27 MU17 Regional / MU15 Inter 29 U13 > U15 31 U11 33 EVENTS HCK-Donatorenclub Hüttenplausch Schüler-Handball-Turnier Businet-Anlass 47 Final Four in Sursee 49 Champions League in Köln 51 CLUB Kurzfutter 53 Sitzplatz-Konzept 55 HCK-Fan-Collection 57 «Lucky Dragon» 59 HCK-Day Kolumne 61. Minute 63 MENSCHEN Ruedi Burkard ZIELSETZUNGEN Es ist wieder einiges gelaufen seit unserer letzten Ausgabe. Die Rückrunde ist in vollem Gange und jede einzelne Mannschaft tut alles, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ob es dabei auch wirklich so rund läuft, wie ein Handball sein sollte, das ist natürlich auch in diesem Kreisläufer wieder nachzulesen. Zumindest von jenen Teams, die das auch gemeldet haben! Ein ganz hohes Ziel hatte man sich bei einem längst traditionellen HCK- Event abseits des Spielfeldes gesetzt: unser Winterzauber und Hüttenplausch wollte die Titelseite des «Kreisläufers» erstürmen. Wer originell und kreativ ist, schafft auch das mehr dazu im Bericht von der Zipfelmützenwanderung und natürlich auf dem begehrten Platz auf der Titelseite. Ziele erreicht. Um hohe Zielsetzungen geht es aber auch hinter den Kulissen des HCK. Dort läuft noch die aktuelle Saison, vieles aber wird bereits für die kommende auf die Schienen gestellt. Schon in dieser neusten Kreisläuferausgabe gibt es deshalb viel Neues zu lesen. Keine Frage: Die Zielsetzungen gehen dem HCK auch in Zukunft nicht aus. Sicher ist, dass es nicht nur für die Mannschaft auf dem Spielfeld etwas zu gewinnen gibt, sondern jeder einzelne Matchbesucher zum Gewinner werden kann. Versuchen Sie ihr Glück mit dem Lucky Dragon. Oder setzen Sie sich einmal zum Ziel, dieses Jahr auf eine sportliche «Bildungsreise» zu gehen. Das Angebot dazu finden Sie ebenfalls in diesem Kreisläufer. «Kölle, alaaf!» Wir wünschen allen Mannschaften viel Erfolg beim Erreichen ihrer Zielsetzungen. Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dasselbe für Ihre ganz persönlichen Ziele. Mit handballerischen Grüssen Das Kreisläuferteam KREISLÄUFER FEBRUAR

4 Hier läuft s rund... Verlangen Sie viel von uns fordern Sie uns heraus. Wir sind bereit, machen für Sie das (fast) Unmögliche möglich. Zusammen mit Ihnen bestimmen wir das Druck- oder Kopierverfahren, die Papierarten, die Veredelungsmöglichkeiten, die Ausrüst- Optionen, den Versand. Delegieren Sie uns das Print-Management ihrer Drucksachen von A Z. Wir koordinieren sämtliche Arbeitsabläufe, vom Auftragseingang bis zur Auslieferung. Also die Texterfassung, die Datenübernahme, die Gestaltung, den Umbruch, das «Gut zum Druck» und den Druck. Fachberatung Beschriftungen/Plot,CAD Grafik / Vorstufe Druck/Ausrüsten Kopie / Plakatdruck Hauptgeschäft Gamma-Print AG Reussinsel Luzern 7 Tel Fax F Filiale G Gamma-Print AG Z Zürichstrasse Luzern T Tel Filiale AHA Kopie+Druck GmbH Moosstrasse Luzern Tel

5 BRENNPUNKT Marius Aleksejev Marius, der 28jährige Torhüter aus Estland. DER COOLE ESTE TRAT AUS DEM SCHATTEN Ein sackstarkes Torhüter-Duo stand am Anfang des HCK-Höhenfluges in der NLA in dieser Saison. «Hexer» Roman Schelbert hat mit dem estnischen Nationalgoalie Marius Aleksejev einen starken Partner erhalten. Der will hoch hinaus und steht dazu: «Ich bin ehrgeizig. Verdammt ehrgeizig!» Torhüter haben in Teamsportarten oft einen schweren Stand: Sie können zumeist nur verlieren, wenn sie das Duell mit den satten Würfen der Angreifer verlieren. Wenn das Team gewinnt, heimsen den Ruhm ohnehin die Torschützen ein. Auch wenn eigentlich jeder weiss, dass ein Spiel ohne eine starke Deckung nicht zu gewinnen ist. Nicht ganz so beim HCK: Mit Roman Schelbert und Marius Aleksejev verfügt der HCK über ein Torhüterduo, das mit seiner Leistung in den letzten Monaten weit über dem nationalen Torhüter-Mittel lag und sich in praktisch jeder Partie Sonderlob erspielte. Erstaunlich ist es nicht: Beide gehören zu den Meistern ihres Fachs, beide tragen das Nationaltrikot ihres Landes und beide stellen den Teamerfolg weit über das eigene Ego. Der Schatten des Thuner Vorgängers Einer von ihnen ist Marius Aleksejev. Mit einer Grösse von 1.95 Meter und 93 Kilogramm Körpergewicht ein Athlet mit Gardemassen. Mit 28 Jahren langsam im besten Torhüter-Alter. Und trotzdem mit einem schweren Start in Kriens. Denn seine wahren Qualitäten als Torhüter hatte er bei seinem ersten Jahr in der Schweiz nicht zeigen können. Bei Wacker Thun musste er in die Fusstapfen von Suik Hun Lee treten. Eine «mission impossible» für den Estländer. Denn bei jeder Aktion wurde er am Thuner Sympathieträger mit Kultstatus (Übername des Koreaners: «Wacki») gemessen. Mit jeder Aktion nahm der Druck zu, diesem Vergleich standzuhalten. Und mit jeder missglückten Parade nagten mehr Selbstzweifel: «Schaffe ich das?» An diesem Druck drohte der coole Este zu zerbrechen. Weshalb er nach einem Jahr in Thun die Flucht nach vorne ergriff, als er aus Kriens ein Angebot erhielt. Bereut hat er es bis jetzt nicht genauso wenig wie auch die Fans in Kriens! Eine Mentalitätsfrage Dabei kam er mit der Reputation in die Schweiz, schon seit acht Jahren als Profi und seit sieben Jahren als estnischer Nationalgoalie aktiv zu sein. Dass er erst so spät sein Heimatland verliess, um im Sport Fuss zu fassen, ist wohl eine Frage der Herkunft, der Mentalität und der Geschichte. Estland ist ein Staat etwas kleiner als die Schweiz im Bal tikum, zwischen Finnland und Russland an der Ostsee gelegen. Die wechselvolle Geschichte (schwedisch, dänisch, deutsch), zuletzt die 200 Jahre lange Zugehörigkeit zu Russland mit der Hauptstadt Moskau tausende Kilometer entfernt, hat die Menschen im rauhen Nordland-Klima entscheidend geprägt. Esten gelten als ruhig und introvertiert, was mit unter auch eine Frage der Sprache ist: Estnisch wird weltweit von knapp einer Millionen Menschen gesprochen davon leben in Estland selber. KREISLÄUFER FEBRUAR

6 TUT UNS GUT. EINE FAMILIENPACKUNG GLÜCK. Das wünschen wir Ihnen von Herzen. Wir tragen gerne etwas zu Ihrem Glück bei. Mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis und mit attraktiven Versicherungslösungen für die ganze Familie! Herzlich willkommen bei SWICA. Weitere Informationen unter oder GESUNDE SICHERHEIT

7 BRENNPUNKT Gründung eines eigenen Staates hatte die Gesellschaft andere «Sorgen» als die Sportförderung. So blieb Marius seinem damaligen Club treu, bis er im Winter 2000 mit 18 Jahren gegen Finnland seine internationale Premiere im Nationalteam erlebte. «Sieben Minuten Spielzeit aber ein prägendes Erlebnis,» wie Marius heute sagt. «Ich kann mich noch an fast jede Aktion erinnern!» Nicht nur, weil Estland mit ihm das Spiel gewann, tags darauf ohne ihn aber verlor Und trotzdem dauerte es bis 2008, bis er den Schritt aus dem Heimatland definitiv wagte. Er startete die Zusammenarbeit mit einem Manager und fand den Weg zuerst nach Thun, jetzt nach Kriens. Romantische Gasse in Estlands Hauptstadt Talinn erst wurde Estland ein eigener Staat und begann sich zu öffnen. Eine Modernisierung mit westlichen Einflüssen setzte ein etwas, das auch die Menschen in Estland merkten, weil sich russische und finnische Strömungen zu durchmischen begannen. «Talinn ist im Zentrum heute eine moderne Grosstadt,» erzählt Marius aus seiner Heimat. «Aber wenn Du nur etwas in die Agglomeration fährst, begegnest Du vielen Plattenbausiedlungen nach russischem Vorbild.» Handball oder Basketball? Genau dort wuchs auch Marius Aleksejev auf am Rand der estnischen Hauptstadt Talinn. 9jährig war der «kleine» Marius damals, als sich im Baltikum die Welt veränderte. Damals stand das Land vor einer ungewissen Zukunft, Marius aber hatte seinen Handball-Sport. Die Mutter als Kindergärtnerin mit einem guten Auge für Talente von Kindern hatte früh gemerkt, dass Marius stets den Bällen nachjagte. Der Vater (ein Tüftler mit Elektro-Geräten) hoffte auf etwas Basketball-Begeisterung bei seinem Filius, weil das Spiel mit den Körben in Estland deutlich populärer war als alles andere. Er gab aber bald nach, als Marius den kleinen Lederball mehr mochte. Früh gestartet, spät durchgestartet Schule und Ausbildung durchlief Marius in Talinn und nebenbei spielte er stets Handball. Das Problem: Im russischen Riesenreich herrschten für die Förderung junger Handballer gerade in Randregionen wie Talinn wenig optimale Voraussetzungen. Und direkt nach der Profi mit Ambitionen Und hier hat Marius definitiv den Durchbruch geschafft. «Wir haben ein Superteam und den wohl besten Trainer,» kennt Marius den Grund für den Höhenflug. Mit Goaliepartner Roman Schelbert verbindet ihn viel: «Wir sind als Team stark, weil wir uns beide zu Topleistungen anstacheln, ohne Konkurrenten sein zu müssen. Wir wollen unseren Teil zum Teamerfolg leisten egal welcher von uns spielt.» Was einfach tönt, hat andere auch schon am Aufstieg gehindert. Dabei hat Marius aber auch enorm viel an sich selber gearbeitet. (Zusatz-)Trainings im Kraftraum, Ausdauertrainings und der regelmässige Austausch via Skype- Telefonie mit einem Sportpsychologen in Finnland helfen ihm, den Blick aufs Wesentliche zu bewahren. «Ich will kein Showman sein, sondern habe meine Aufgabe, als Goalie fürs Team da zu sein.» Deshalb sieht man Marius Aleksejev denn auch wenig mit emo tionalen Estland, seit 1991 ein eigener Staat. «Talinn, Estlands Hauptstadt ist mein Heimatort». KREISLÄUFER FEBRUAR

8 Ihr IT-Arbeitgeber in Kriens / Luzern Der Krienser Softwarehersteller blickt auf erfolgreiche 22 Jahre in der Entwicklung, Implementierung und Betreuung von Business Software zurück. Auch im laufenden Jahr wurden neue Stellen geschaffen. Opacc ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Schweizer Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden, darunter 4 Mediamatiker-Lehrlingen. Das Kerngeschäft ist die Entwicklung und der Ausbau der eigenen Software- Familie OpaccOne sowie deren Implementierung und Betreuung bei den Kunden. Opacc automatisiert die Geschäftsprozesse ihrer Kunden auf einer einzigen Anwendungsplattform. Alles aus einer Hand Mit dem bewährten Geschäftsmodell als Software-Hersteller, System-Integrator und Systemplattform-Anbieter ist das gebündelte Know-how für Gesamtlösungen vorhanden. Das Unternehmen ist im Besitz des Gründers und des Managements, ist unabhängig und eigenfinanziert. Dass überdurchschnittlich viele Mitarbeitende dem Unternehmen sehr lange treu bleiben, spricht für Kontinuität und langfristige Ausrichtung. Innovation, Mobilität, Fortschritt Opacc lanciert unter dem Codenamen «Gottardo» umfassende Erneuerungen und Erweiterungen für die Software-Familie OpaccOne. Damit will Opacc den technologischen und appli katorischen Vorsprung vorausschauend weiter ausbauen. 100 % Update Garantie Opacc liefert die Updates zur Business Software OpaccOne so an die Kunden aus, dass die gesamte Applikation nach der In stallation der DVD störungsfrei und mit vollem Funktionsumfang weiterläuft. Neue Entwicklungen, Möglichkeiten und Erkenntnisse stehen den Opacc Kunden somit immer direkt und ohne Umwege offen. Die Investitionen sind mit dieser einzigartigen Update-Garantie langfristig geschützt. Opacc baut weiter aus. Offene Jobs: Junior / Senior-ProjektleiterIn OpaccOne / ERP Systemtechnik-KundenmanagerIn PreSales-BeraterIn Applikations-SupporterIn Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bei Natalie Schürmann , Weitere Infos immer aktuell unter Spezialisten gesucht Um den hohen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, braucht es gut qualifizierte und aus gebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Opacc bietet attraktive Anstellungsbedingungen sowie eine solide und fachkompetente Einführung und Ausbildung im eigenen OpaccCampus in Kriens. IT-Spezialisten bei Opacc profitieren von hochmotivierten Teams und vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten in einem gesunden, stetig wachsenden Schweizer Unternehmen. Referenzen (Auszug): Attika Feuer, Balthasar, Cosanum, Credimex, E.C. Fischer, E.J. Gmür, Electronic Partner, ERO-Frikart, F. + H. Engel, Fritz Blaser, Gyso, Möbel Pfister Interior Service, KDMZ, Keramikland KN, Kiener + Wittlin, Neoperl International, Newemag, Notterkran, STEG Computer, Swissphone Wireless, Toshiba Europe, Trisa Electro, Vermo Tiefkühl-Pool Opacc Industriestrasse Kriens / Luzern Telefon

9 BRENNPUNKT Den Gästen aus Estland zeigt Marius gerne den Pilatus. MARIUS und die Bonsai-Vuvuzelas Engagement total für sein Ziel zeichnet Marius Aleksejev aus. Muster gefällig? Ihm war es manchmal zu leise in der Krauerhalle «auch wenn wir in der Schweiz wohl mit die besten Fans haben!». Er setzte sich an den Computer und bestellte im Internet eine Kiste voller «Tröötis». Die Bunten Bonsai-Vuvuzelas lagen am Spiel gegen Pfadi erstmals für die Fans bereit gratis. Der Test klappte: Kriens siegte und sicherte sich zwei wertvolle Punkte und machte in Sachen Atmosphäre einen weiteren Schritt nach vorne. Meister Aleksejev schmunzelte verschmitzt er hatte mit einem brillanten Vierminuteneinsatz (bis er nach einem Gesichtstreffer ausschied) UND den Trötis seinen Anteil geleistet Ausbrüchen nach guten Paraden. Warum er das nicht tut, begründet er ebenso trivial wie logisch: «Mein Fokus ist klar: Ich will immer noch besser sein. Würde ich nach einer Parade zu schnell jubeln, verliere ich meinen Fokus und wäre mit dem zufrieden, was ist.» Gleichzeit aber verrät er: «Auch wenn es nach aussen cool wirkt innerlich in mir brodelt es dann. Das ist das, was mich eben reizt an dieser Aufgabe!» Das Sommerhaus wächst Starke Leistungen, ein gutes Umfeld inzwischen ist Marius Aleksejev endgültig in Kriens angekommen. Nach einer ersten Wohnung mit etwas (Schlaf-)Schwierigkeiten fühlt er sich jetzt am Gärtnerweg bestens aufgehoben. Der Este wohnt alleine im Gegensatz zu seinen in Sichtweite weg wohnenden Teamkollegen Hof stetter und Vukelic. «Ich brauche diese Ruhe, diese Insel für mich,» weiss Marius Aleksejev das zu schätzen. Täglich zwei Trainings, Zusatztrainings, Videostudium, Kraftraum viel Freizeit bleibt da wirklich nicht. Wenn doch noch mal was frei ist, bleibt Marius via Skype und Facebook mit seinen Freunden in Estland in Kontakt. Dazu gehört auch, dass er im Moment gerade handwerklich vielbeschäftigt ist. Zusammen mit einem Freund arbeitet er die Pläne aus, um sein Sommerhaus in der estnischen Natur in den kommenden Sommerferien auf Vordermann zu bringen. Als gelernter Schreiner bringt Marius Aleksejev da optimale Voraussetzungen mit. Und im Sommer hat er seinen Besuchern aus Estland auch schon verschiedentlich die nahe Umgebung gezeigt. Am Krienser Hausberg Pilatus lässt sich vom Balkon seiner Wohnung aus schon mal Mass nehmen Bundesliga als Fernziel Bevor er aber in den estnischen Wäldern am Sommerhaus handwerklich aktiv wird, will er beim HCK noch ganz grosse Stricke zerreissen, will mit dem Team weiter Fortschritte erzielen und seinen bisher drei Titeln vielleicht sogar noch einen weiteren hinzufügen. Mit Estlands Nationalteam will er Er folge feiern, auch wenn dort die Voraussetzungen wegen Geldmangels nicht immer optimal seien. Letztlich aber arbeitet Marius Aleksejev für einen grossen Traum: «Einmal in einer der ganz grossen Ligen Europas zwischen den Pfosten zu stehen.» Deutschland, Spanien, Dänemark Und er weiss, dass das für einen Torhüter ungleich schwerer ist als für Spieler, die mit grossen Skorerqualitäten brillieren können. Aber auch er weiss, dass ihm der aktuelle Höhenflug beim HCK dabei helfen könnte. Auch deshalb tut er alles dafür, dass der Höhenflug weitergeht. Benedikt Anderes KREISLÄUFER FEBRUAR

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11 TEAMS Herren 1 «DER EUROPACUP IST EINE ERNSTHAFTE PLANUNGS-OPTION» Das Fanionteam des HC Kriens-Luzern kämpft in den kommenden Wochen darum, die hervorragende Position in der NLA-Rangliste zu verteidigen. Mit Rang 2 und der Teilnahme am Final-Four-Turnier in Sursee sind die Perspektiven vielversprechend. Geschäftsführer Nick Christen aber denkt bereits weiter. Er ist bereits weit fortgeschritten mit der Planung der Eine zusätzliche Aufgabe also in der Teamplanung? «Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich aber sind wir auf der Rückraum Mitte Position mit einem wieder gesunden Nyffenegger und Sven Hess sehr gut aufgestellt. Da bereiten mir andere Positionen schon etwas mehr Kopfzerbrechen.» kommenden Saison. Nick Christen, welches ist Dein Fazit zur ersten Saisonhälfte? Nick Christen: «Es hat sich gezeigt, dass wir den erhofften Schritt nach vorne gemacht haben. Trotz erneut einigem Verletzungspech mit David Nyffenegger gleich am Anfang und später Michi Schlegel und Dani Schmid haben wir eine konstante erste Saisonhälfte gezeigt. Das Team aber hat sehr seriös gearbeitet und ist auf gutem Weg, eine Winnermentalität zu entwickeln. Keine Frage: Die seriöse und hochprofessionelle Arbeit des ganzen Teams zahlt sich jetzt aus.» Also hast Du etwas Zeit zum Geniessen? «Da wären wir schlecht beraten. Im Gegenteil: Erfolg verpflichtet. Und Erfolg schafft neue Aufgaben. Zum Geniessen bleibt da herzlich wenig Zeit. Einmal abgesehen davon: Von der Tatsache, dass wir X Wochen auf Rang 2 der Tabellen waren, können wir uns absolut nichts kaufen. Die wirkliche Bewährung steht uns noch bevor. Dabei darf man nicht vergessen, dass wir erst in der vierten NLA-Saison sind. Da sind Erfolge wie im Moment alles andere als selbstverständlich!» An welche neuen Aufgaben denkst Du? «Unsere Stärke war es in der Vergangenheit, dass wir uns eben nicht vom Moment, sondern von einer klaren Strategie leiten liessen. Das ist auch jetzt so. Konkret sind wir bereits jetzt daran, die nahe Zukunft zu planen.» Aber man weiss ja noch gar nicht, was einen da erwartet? «Mit unserer aktuellen Ranglistensituation und der Teilnahme am Final-Four- Turnier des Schweizer Cups ist die Teilnahme am Europacup für uns eine ernsthafte Planungsoption geworden. Selbstverständlich ist dieses sehr ehrgeizige sportliche Ziel noch lange nicht erreicht. Aber in der Planung müssen wir bereits heute die entsprechenden Weichen stellen.» Etwa in der Kaderbildung? «Auch, ja. Vor allem aber auch in der wirtschaftlichen Planung. Es ist heute unsere Aufgabe, vorzuspuren für den Fall des Europacups. Das heisst wir müssen entsprechende Positionen im Budget bereit stellen.» Lässt man deshalb einen Spieler wie Tom Hofstetter ziehen, um Gelder freizubekommen? «Wir lassen ihn nicht ziehen er will nach Bern zurück in die Nähe von Familie und Kollegen. Das war sein freier Entscheid. Wir bedauern das zwar, aber ändern können wir nichts. Mit Geldeinsparen hatte das absolut nichts zu tun.» Welche? «Auf der Kreisläuferposition etwa müssten wir anpacken. Michi Schlegel kann aus gesundheitlichen Gründen nicht weitermachen, und bei Andraz Podvrsic haben wir uns entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern.» Ist das nicht etwas viel Risiko? «Ich denke, dass wir auch hier eine gute Lösung haben werden. Bei Andraz war es ein sehr harter Entscheid. An sich wollten wir dem jungen Familienvater in der Schweiz weiter eine Chance geben. Letztlich aber haben wirtschaftliche und sportliche Überlegungen dazu geführt, dass wir hier eine andere Lösung haben müssen. In einer emotionslosen Analyse gab es genügend Gründe diese haben wir Andraz auch geschildert. So schwer es uns fiel.» Besteht jetzt nicht die Gefahr, dass es zu einem Leistungsabbau kommt bei einzelnen Spielern? «Die sind Profi genug, dass sie wissen, wie sie sich verhalten müssen. Nur wer sich jetzt voll für den HC Kriens-Luzern einsetzt, kann sich für kommende Aufgaben oder andere Vereine empfehlen.» Benedikt Anderes KREISLÄUFER FEBRUAR

12 Allzeit gute Fahrt wünscht

13 TEAMS Herren 1 NEUES AUS DEM TEAM BALLPUTZMASCHINE Der HC Kriens-Luzern nahm aus dem norwegischen Stavanger auch noch eine blendende Idee mit nach Hause. In der ultramodernen Halle Mitten in Stavanger steht nämlich eine Ballputzmaschine, die es den Spielern angetan hatte. Die Maschine erlaubt es, die Bälle vom Harz zu befreien. Maschinell, einfach, sauber und schnell. Dass beim nächsten Ballgebrauch damit weniger Schmutzharz am Ball (und später irgendwann auf dem Boden) klebt, leuchtet ein. Also machte sich die HCK-Delegation aufgrund des Typenschilds noch in Stavanger daran, den Hersteller des Gerätes zu kontaktieren. Gute Ideen soll man schliesslich übernehmen. Michael Schlegel tritt aus gesundheitlichen Gründen vom Spitzensport zurück. Daniel Schmid an der Hand operiert Daniel Schmid wurde an der rechten Hand operiert und muss bis Ende März pausieren. Der Arther verletzte sich im Dezember-Spiel gegen Wacker Thun und zog sich einen Bänderabriss zu. Die Teamleitung entschloss sich dann im Januar zu einem operativen Eingriff. Damit sollen Folgeschäden verhindert werden. Gleichzeitig wurde die Operation so festgelegt, dass Schmid rechtzeitig aufs Final-Four-Turnier in der Surseer Stadthalle und die darauf folgenden, entscheidenden Spiele in der NLA-Meisterschaft wieder einsatzbereit sein sollte. Vertragsverlängerungen Die Krienser Handballer haben weitere Steine gesetzt am Team der Zukunft. Mit Linksaussen Pascal Willisch, Goalie Roman Schelbert und Rechtshänder Benjamin Steiger haben drei wichtige Teamstützen ihre Verträge beim Zentralschweizer Handball-Aushängeschild und aktuellen Tabellenzweiten der NLA verlängert. Zusammen mit den vertraglich weiterhin an den HC Kriens-Luzern gebundenen Spielern (unter anderem Aleksejev, Nyffenegger, Schmid, Stankovic und Vukelic) nimmt das Team der kommenden Saison damit weiter konkrete Konturen an. Tom Hofstetter verlässt den HC Kriens- Luzern Richtung Bern Nicht mehr dabei sein wird ab nächster Saison Thomas Hofstetter. Er wechselt zum Ligakonkurrenten BSV Bern Muri. Hofstetter hatte unter Trainer Torben Winther grosse Fortschritte gemacht und sich zu einer Teamstütze entwickelt. Trotz vielversprechender sportlicher Perspektiven hat sich Hofstetter aber für den Wechsel zum Stadtberner Club entschieden. Hofstetter wird in Bern nach seinem «Zwischenjahr» in Kriens ein Wirtschaftsstudium aufnehmen und entschied sich für kurze Wege und die Nähe zum eigenen Kollegenkreis. Kreisläufer-Wechsel Veränderungen wird es auf die kommende Saison beim HC Kriens-Luzern auf der Kreisläufer-Position geben. Michael Schlegel kann seit November 2010 wegen einer erneut ausgebrochenen Verletzung nicht mehr richtig trainieren und hat sich deshalb schweren Herzens entschlossen, mit dem Spitzensport zum Saisonende aufzuhören. Ob er noch einmal zu Einsätzen kommt in dieser Saison ist offen. Nicht verlängert wurde das Engagement von Andraz Podvrsic. Der slowenische Kreisläufer muss sich nach zwei Jahren in der Innerschweiz nach einer neuen sportlichen Herausforderung umsehen. Benedikt Anderes KREISLÄUFER FEBRUAR

14 KOMPETENTE UNTERSTÜTZUNG: Ihre Bedürfnisse sind uns ein Anliegen Qualität auch.

15 TEAMS Herren 1 DER «HC ZENTRALSCHWEIZ» WÄCHST WEITER Gleich doppelt kann der HCK für die kommende Saison auf neue Zentralschweizer Handball-Power zählen: Mit Nationalspieler Daniel Fellmann und Linksaussen Yves Petrig kehren zwei weitere Zentralschweizer in ihre engere Heimat zurück, um ihre sportlichen Ambitionen zu verfolgen. Daniel Fellmann. Handball-Nationalspieler Daniel Fellmann (27) stösst von Ligakonkurrent GC Amicitia Zürich zum HC Kriens-Luzern. Der vielseitige Rückraumspieler mit ausgesprochenen Defensivqualitäten (1.94 m gross, 91 kg schwer) passt exakt auf die Anforderungen der Zentralschweizer, eine Equipe mit möglichst vielen Innerschweizern und viel Ausstrahlung zu haben. kommenden Jahr in Zürich sein Studium als Lehrer ab und wird vorerst nach Kriens pendeln. Er wurde mit den Zürchern zwei Mal Meister, einmal Cupsieger, spielte in der Champions League und erreichte das Halbfinale im Europacup der Cupsieger. Im Nationalteam debütierte Fellmann im Dezember 2003 gegen Luxemburg und brachte es bis heute auf 93 Einsätze (173 Tore). gestossen und wechselte 2007 zum damaligen B-Ligisten C GS Stäfa. Petrig hatte bei Stäfa an sich bereits für eine weitere Spielzeit zugesagt. Dann aber klopfte der HC Kriens-Luzern an auf der Suche nach einem Ersatz für Thomas Zimmermann, der Ende Saison seine Spitzensportkarriere wegen eines Knorpelschadens im Knie beenden muss. Student Yves Petrig wollte diese Herausforderung zu einem Sprung in seiner sportlichen Karriere unbedingt annehmen und stiess bei seinem heutigen Verein auf das entsprechende Verständnis. Die Lakers Stäfa legten dem jungen Einsiedler keine Steine in den Weg und fanden mit dem Spieler und dem HC Kriens-Luzern einen Weg zu einem Vereinswechsel. Dieser wird bereits im Sommer nach Kriens umziehen und mit dem HCK vorerst die zwei kommenden Spielzeiten absolvieren. Petrig war bei den Lakers Stäfa mit 71 Treffern der bisher drittbeste Torschütze der Saison. Er bildet ab kommender Saison zusammen mit Pascal Willisch das Duo auf der Flügelposition beim HC Kriens-Luzern. Benedikt Anderes Daniel Fellmann, Sohn des früheren HC Kriens-Spielers Paul Fellmann, spielte nach seinem Weggang beim HC Malters einst bei Borba Luzern beziehungsweise BSV Stans und der SG Zentralschweiz, ehe er mit seinem Wechsel zu den Zürcher Grasshoppers (2001) und später zur SG GC Amicitia in seiner Karriere einen Schritt vorwärts machte. Daniel Fellmann schliesst im Einsiedler Linksaussen Von den Lakers Stäfa wechselt der Einsiedler Linksaussen Yves Petrig zu den Kriensern. Der 22jährige Flügelspieler (1.84 m gross, 83 kg schwer) absolviert zurzeit mit den Zürcher Oberländern seine 2. NLA-Saison und gilt als willensstarkes Talent auf dieser Position. Er war im Jahr 2002 vom HC Einsiedeln als Junior zum TV Uster Yves Petrig. KREISLÄUFER FEBRUAR

16 ASICS ist offizieller Ausrüster von Bei einem Spiel, das extreme Beweglichkeit verlangt, brauchst Du einen Schuh, der mithalten kann. Der neue ASICS GEL-Blast 3 kombiniert die Wet Grip- und Propulsion Trusstic-Technologien und verbessert so die Griffig keit und hilft Dir, nach schnellen Richtungswechseln zu beschleu - ni g en. Mit Solyte für eine leichtere Mittelsohle und ASICS berühmter GEL -Technologie ist ein Schuh entstanden, mit dem Du schnell und leichtfüssig bist, den Boden im Griff hast und das Spiel kontrollierst. Mehr erfährst Du auf asics.ch

17 TEAMS Herren 1 Turnier-Teilnahme in Norwegen TOPTURNIER UNTER BESTEN VORAUSSETZUNGEN In Stavanger gibt s auch Frisches aus dem Meer. Einen ungewöhnlichen Jahresbeginn hatte das NLA-Team des HC Kriens- Luzern: Das Team war für ein Turnier in der norwegischen Erdölmetropole Stavanger eingeladen. Gegner des HC Kriens-Luzern waren der örtlichen Club Viking Stavanger, der schwedische Meister und Champions League-Teilnehmer «IK Sävehof» aus Göteborg sowie der ambitionierte deutsche Zweitbundesligist GWD Minden. Nach einem Flug via Frankfurt landete das Team in der norwegischen Erdölstadt Stavanger. Die Stadt mitten in der faszinierenden Fjordlandschaft Südwestnorwegens gilt als teuerste Stadt Europas auch deshalb, weil das Erdöl einiges an Einnahmen in die Staatskassen spült. In Stavanger ist der frühere Schweizer Handball-Nationaltrainer Gunnar Blombäck (er wohnte in seinem Amtsjahr in der Schweiz im Obernau) in seiner zweiten Amtszeit als Trainer tätig. Der Schwede führte Stavanger einst zu grossen Erfolgen, ehe dann beide Stadtclubs abstiegen und später fusionierten. Vor zwei Jahren kehrte Blombäck zurück und führte den Club wieder in die höchste Liga Norwegens. Blombäck organisierte jetzt ein internationales Topturnier und zeigte, dass er seinen Bezug zu Kriens nicht ganz verloren hat. Er lud den HC Kriens- Luzern als viertes Team zu diesem Turnier ein und verschaffte dem HC Kriens damit eine erstklassige Trainingsmöglichkeit. Dass die Krienser Delegation dabei mehr als einmal staunte über die Bedingungen in Norwegen, versteht Unsere beiden «Trolls». KREISLÄUFER FEBRUAR

18 Mode Marco AG Luzernerstrasse Kriens Tel

19 TEAMS sich. Die vierfache Dreifachsporthalle bietet zum Training geradezu paradiesische Zustände und steht dem Club fast immer zur Verfügung. Das Gross- Hotel in Fussdistanz zur Halle, in dem die drei Gastteams untergebracht waren, liess ebenfalls keine Wünsche offen. So war dann das Turnier absolut erstklassig und mustergültig organisiert. In diesem Umfeld profitierte der HC Kriens-Luzern von optimalen Trainingsbedingungen. Dass das gemeinsame Erlebnis im Land der kurzen Tage die Spieler noch näher zusammenrücken liess, ist klar. Und legte hoffentlich die Grundlage für eine starke zweite Saisonhälfte. Das Fanionteam ist bereit für die zweite Saisonhälfte. Benedikt Anderes Von links: Torben Winther, Gunnar Blombäck, Nick Christen. Spiel gegen Sävehof (SWE), CL-Teilnehmer. KREISLÄUFER FEBRUAR

20 Wer frische Zutaten schätzt, wird Feldschlösschen lieben. Seien Sie unser Gast und besuchen Sie unsere schöne Brauerei. Anmeldung auf oder Tel

21 TEAMS Herren 3 MIT NEUER MOTIVATION WIEDER AUF ERFOLGSKURS BRIEF AUS DEUTSCHLAND Wir haben die wohl schlechteste Vorrunde in der jüngeren Geschichte der dritten Mannschaft gespielt. Die Gründe dafür waren neben ungewöhnlich vielen Verletzungen, auch oft nur der fehlende Wille. Die Mannschaft befindet sich in einer schwierigen Situation und wir müssen nun alle miteinander am gleichen Strick ziehen, um aus diesem Loch wieder hinaus zu klettern. Dabei fing die Saison mit einem Knall an: Sieg gegen den aktuellen Tabellenführer und heissesten Anwärter für den Aufstieg. Gegen Sursee konnten wir beweisen, was mit Wille und einer guten kämpferischen Leistung alles möglich ist. Wahrscheinlich fand dieser tolle Sieg zu einem falschen Zeitpunkt statt. Anstatt weiter konzentriert zu trainieren und zu spielen, verfiel die Mannschaft in eine kollektive Selbstzufriedenheit. Die Trainingsabsenzen wurden immer grösser. Dazu kamen viele, leider auch schwerwiegende Verletzungen. Die Bandbreite reicht von Knochenbrüchen über Bänderrisse bis zu chronischen Rückenbeschwerden. Es ging sogar soweit, dass wir selbst an einem Donnerstag, wo normalerweise die Halle aus allen Nähten platzt, kaum mehr als 12 Spieler in der Halle hatten. Weil wir immer wieder andere Zusammensetzungen der Mannschaft im Training hatten, litt das Zusammenspiel, die Automatismen griffen nicht mehr. In den Spielen sieht man das in erster Linie an unserem Angriff, wo wir uns teilweise gegenseitig auf den Füssen standen. Mit der Rückkehr der wieder Gesunden, und hoffentlich keinen neuerlich verletzten Spieler, arbeiten wir an unserer Gefährlichkeit. Und wenn wir wieder genügend Spieler an einem Match dabei haben, reicht sogar die Luft bis ganz am Schluss. Traurige Minusrekorde waren die zwei Spiele mit nur acht Feldspielern am Start. Weniger traurig war dessen Einsatz mehr als sonst haben diese Acht gekämpft und zwei Mal ein sehr annehmbares Ergebnis erzielt! Positives zu berichten gibt es vor allem aus der Defensive. Langsam haben wir alle gemerkt, dass Verteidigung in erster Linie eine Willenssache ist. Die ersten Spiele in der Rückrunde gingen zwar allesamt verloren, aber die Leistung in der Deckung war sehr gut. Was am erfreulichsten ist, dass die bisherige Auf- und Ab-Bewegung der Verteidigungsleistung in den ersten zwei Spielen der Rückrunde sich auf einem sehr guten Niveau eingependelt hat. Nur, mit Verteidigen alleine gewinnt man noch keine Spiele, aber es hilft ungemein. Dass wir auch angreifen können, haben wir im schon beinahe geschichtsträchtigen Nachtragsspiel gegen Ruswil gezeigt. 40 Tore in einem Spiel! Normalerweise brauchen wir zwei Spiele um so viele Treffer zu erzielen. Vielleicht hatte uns da der gute Zweck, wir spendeten für «Jeder Rappen zählt», richtig motiviert. Für uns gilt nun das Motto: «Jeder Punkt zählt». Mit dieser Einstellung versuchen wir, die bis dahin doch ziemlich verkorkste Saison noch zu retten. Wir wollen schliesslich mit einem guten Gewissen auf die Saison zurück blicken können und bereits schon die positiven Punkte für nächste Saison mitnehmen. Cyrill Schärli Der Baum brennt Der Januar war für mich sehr speziell. Da genau 12 von 14 Spielern mit ihren Mannschaften an der Weltmeisterschaft in Schweden engagiert waren, trainierte ich mit Henning Fritz und unserem Konditionstrainer im Trainingszentrum in Kronau. Natürlich blieb auch Zeit für die Erholung und um die WM-Spiele, leider nur am TV, zu verfolgen. Es muss endlich wieder gelingen, dass wir uns mit der Schweizer Nationalmannschaft für eine grosse Meisterschaft qualifizieren können. Den normalen Trainingsbetrieb nahmen wir dann erst wieder am 3. Februar auf, nachdem die WM-Fahrer auch noch ein paar freie Tage erhielten. In den beiden ersten Spielen enttäuschten wir masslos. Gegen Ahlen-Hamm gelang uns wenigstens noch ein Vollerfolg, doch danach kamen wir gegen Wetzlar nicht über einen Punkt hinaus. Jetzt brennt der Baum, wie man es hier zu sagen pflegt, doch auch da muss man durch. Der HCK hat ja den Bernern kaum eine Chance gelassen, ich hoffe auch, dass im Spitzenspiel gegen Schaffhausen was zu holen ist. Und an den Zuschauerzahlen kann man erkennen, dass man die Krauerhalle bald ausbauen sollte. Bis bald! Andy KREISLÄUFER FEBRUAR

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