IQ Netzwerk Baden-Württemberg Newsletter 01/2013

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1 Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, im Juli 2011 hatte das IQ Netzwerk Baden-Württemberg mit acht Teilprojekten die Arbeit aufgenommen. Die Aufgabe des Netzwerkes ist es, die Arbeitsmarktintegration von erwachsenen Migrantinnen und Migranten im Land zu fördern. Dazu entwickeln die Teilprojekte bedarfsorientierte Konzepte und Instrumente, transferieren sie in die Fläche, sensibilisieren Arbeitsmarktakteure und bringen sich auf unterschiedlichen Ebenen in Netzwerke ein, um nicht zuletzt Strukturen zu ändern. Im Januar 2013 fand nun eine Netzwerkerweiterung statt. Die Zahl der operativen Teilprojekte hat sich auf 21 erhöht. Das Netzwerk ist mit Kommunen, Kammern, einem Jobcenter, Migrantenvertretungen, freien Trägern, einer Forschungseinrichtung sowie der Liga der freien Wohlfahrtspflege sehr breit aufgestellt. Alle bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen ein und tragen dazu bei, dass wir als Netzwerk kommunal, regional und landesweit stärkere Akzente zur Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten setzen können. Vielfältig sind auch die Handlungsfelder der Partner im IQ Netzwerk-Baden-Württemberg: Beratungs- und Schulungsangebote zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse sind nach wie vor eine wichtige Säule, ebenso die Qualifizierung und die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen. Themen wie Existenzgründung, Migrantenökonomie, interkulturelle Öffnung von Arbeitmarkteinrichtungen und Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen werden nun mit den entsprechenden Experten bearbeitet. Zahlen vom IQ Netzwerk Baden-Württemberg 21 Partner im IQ Netzwerk Baden-Württemberg 4 Erstanlaufstellen und Kompetenzzentren zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Qualifikationen Das IQ-Netzwerk wird gefördert vom: Wir freuen uns sehr, mit so vielen kompetenten Partnern in den nächsten zwei Jahren zusammen arbeiten zu können. In dieser Ausgabe von vernetzt stellen wir Ihnen das neue IQ Netzwerk Baden-Württemberg vor. Hüseyin Ertunç, Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim ggmbh (Koordination IQ Netzwerk Baden-Württemberg) Seite 1

2 Vernetzt mit Bilkay Öney Ministerin für Integration des Landes Baden- Württemberg Bildung und Arbeit sind Bedingungen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. In diesem Punkt berühren sich die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben jedes einzelnen und für Wohlstand und sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Um Chancengerechtigkeit und Teilhabe einerseits sowie das Sichern von Fachkräften andererseits zu ermöglichen, braucht es den Einsatz vieler Partner: Landesregierung, Kammern, Verbände, Vereine, Arbeitsagenturen und Jobcenter, Sozialpartner, Migrantenorganisationen, Bildungs- und Sozialträger. Das IQ Netzwerk Baden-Württemberg ist einer dieser wichtigen Partner. Zusammen mit dem Ministerium für Integration, der Liga der freien Wohlfahrtspflege und dem IQ Netzwerk Baden-Württemberg ist es gelungen, in allen vier Regierungsbezirken Beratungsstellen für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse einzurichten. Die Standorte befinden sich in Mannheim, Stuttgart, Ulm und Freiburg. Die dortigen Experten teilen ihr Wissen und geben das Know-how im Rahmen von Schulungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Migrationsberatungsstellen in den Kommunen weiter. Von dieser Zusammenarbeit profitieren sowohl die Ratsuchenden als auch die Arbeitsmarktateure im Südwesten. Seit diesem Jahr begleitet das Netzwerk 21 Teilprojekte im Land, um Hürden bei der Arbeitsmarktintegration abzubauen. Es geht zum Beispiel um Qualifizierung, Existenzgründung, berufsbezogene Sprachkenntnisse, Diversity-Strategien und Arbeit mit Migrantenvereinen. Mannheim Karlsruhe Pforzheim Heilbronn Stuttgart Buchen Foto: Ministerium für Integration Baden-Württemberg Neue Publikation zum Thema Vielfaltsorientierte Personalstrategien in KMU Freiburg Hornberg Tübigen Konstanz Reutlingen Ulm Biberach Friedrichshafen Die IQ Fachstelle Diversity hat das Arbeitspapier zum Thema Demographischen Wandel gestalten, Fachkräftebedarf sichern vielfaltsorientierte Personalstrategien in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) erstellt. Neben ausführlichen Informationen zum Thema finden sich darin Argumentationshilfen, zahlreiche Praxis- und Anwendungsbeispiele sowie Leitlinien für die eigene Projektarbeit in den Netzwerken mit KMU. Standorte der Teilprojekte des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg Download unter: vielfalt-gestalten.de/images/fs_dim_ Arbeitspapier_KMU.pdf Seite 2

3 Zielgruppe: Zuwander/innen aus Spanien Willkommen in Baden-Württemberg! Die Academia Española Formacion (AEF) entstand 1984 direkt aus den Erfahrungen und Strukturen der spanischsprachigen Katholischen Missionen und der spanischen Elternvereine in dem Bereich der Bildungsarbeit mit erwachsenen Migranten/- innen. Das strategische Ziel des Projekts Willkommen in Baden-Württemberg! ist es, Fachkräfte und neue Zuwanderer/innen aus Spanien in Baden-Württemberg aufzunehmen, willkommen zu heißen und eine erfolgreiche Erstintegration zu ermöglichen. Ziel ist es, das Angebot aus Spanien mit der Nachfrage an Fachkräften, besonders von den kleinen und mittleren Unternehmen im ländlichen Raum in Baden-Württemberg, modellhaft zusammen zu führen. Schwerpunkt des Projekts ist die Region Hornberg und Umgebung mit dem Kinzigtal von Offenburg über Villingen bis Tuttlingen. Dazu wird ein sprachlichkulturkompetentes Begleit- und Unterstützungsprogramm angeboten und eine Vernetzung mit den Akteuren des Arbeitsmarktes aufgebaut. Die spanischsprachigen Migrantenorganisationen in Baden-Württemberg werden dabei als Anlaufstellen und Kommunikationszentren genutzt werden, um Zeitverluste für die Migranten/innen in der Arbeitssuche und Integration zu vermeiden. Dr. Artur Kalnins c m Erweitertes Team bei der AWO Stuttgart Beratungs- und Schulungsangebot zum Thema Anerkennung von ausländischen Abschlüssen Seit August 2011 wurden in der IQ Erstanlaufstelle in Stuttgart über 1500 Migranten/innen in Bezug auf die Anerkennung ihrer ausländischen Qualifikationen beraten. Die Beratungsstelle wurde bei der Arbeiterwohlfahrt Stuttgart aufgebaut und ist dort integraler Bestandteil des Teams der Migrationsdienste. Seit Herbst 2012 wurde das Team der Erstanlaufstelle in Stuttgart um zwei weitere Mitarbeiterinnen ergänzt. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg und dem Integrationsministerium Baden-Württemberg. Dadurch konnte das Erstberatungs- sowie das Schulungsangebot zum Anerkennungsgesetz und zur Anerkennungsberatung in der Region Stuttgart ausgeweitet werden. Ziele der Beratungsstelle in Stuttgart sind: Beratung von Personen mit ausländischen Abschlüssen im Regierungsbezirk Stuttgart. Informations- und Schulungsveranstaltungen für Arbeitsagenturen, Jobcenter, Kammern und Migrationsdienste im Regierungsbezirk Stuttgart. Fachliche Beratung und Unterstützung der Beratungsstrukturen vor Ort. Georg Ceschan c m Bindeglied zwischen Unternehmen und qualifizierten Migranten INTERPROF BEN EUROPE-Institute Qualification & Project Management UG ist ein junges, innovatives Dienstleistungsunternehmen für europäisches Projektmanagement (european brain circulation, Bildung, Arbeitsmarkt) und Seminarleistungen mit internationaler Ausrichtung in Pforzheim. Die konkreten Aktivitäten von BEN EUROPE im IQ Netzwerk Baden-Württemberg sind die Sensibilisierung, Gewinnung und Bindung der Unternehmen für eine beschäftigungs- und migrantenorientierte Willkommenskultur in der Region Pforzheim. Im Rahmen des Projektes INTERPROF sollen Unternehmen in der Region Pforzheim für eine beschäftigungs- und migrantenorientierte Willkommenskultur sensibilisiert und als Kooperationspartner gewonnen werden. Zudem werden qualifizierte Migranten/innen aus Europa für diese Unternehmen akquiriert. Manuela Montesinos c m Seite 3

4 Fachspezifische Vernetzung IQ in den Berufen der Gesundheit, Pflege und Medizin Das Berufsfortbildungswerk (bfw) ist eine gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB. Es leistet mit verschiedenen Bildungsangeboten u.a. im Bereich Soziales/Gesundheit einen aktiven Beitrag im Bereich beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung. So wird z.b. für ausländische Kollegen/innen mit einem Abschluss in der Pflege ein Vorbereitungslehrgang auf die so genannte Anerken nungsprüfung angeboten und die Prüfung abgenommen. Diese Erfolge fördern nachhaltig die In te gration von ausländischen Pflegekräften. Im Rahmen von IQ will das bfw Stuttgart ein Netzwerk im Bereich Pflege und Medizin aufbauen, um die Anerkennung von ausländischen Ärzten/- innen und Pflegekräften passgenau und schneller zu gestalten. Das Netzwerk soll dauerhaft installiert werden, um so jederzeit aktuell an Ideen und Lösungen arbeiten zu können. Hierzu werden eine Internetseite und eigene Lehrgangsangebote entwickelt sowie Praktikumsplätze für die Nachqualifizierung vermittelt. Uwe Seelhof c m Passgenaue und nachhaltige Arbeitsmarktintegration von Migranten/innen am Bodensee Integrationscoaches der bfz Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft ggmbh (bfz) gehören zu den führenden Systemanbietern für Bildung, Beratung und Integration in Deutschland. In der Region Bodensee und Bodensee-Oberschwaben sind die bfz seit 1983 tätig. Seit 2013 sind die bfz mit dem Angebot Integrationscoach Partner im IQ Netzwerk Baden-Württemberg. An den Standorten Friedrichshafen, Überlingen und Radolfzell werden erwachsene Migranten/innen durch gezieltes individuelles Coaching aktiv auf dem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Zum Angebot gehören Profiling, Kompetenzermittlung und -testung. Gegebenfalls erfolgt die Vermittlung in die Anerkennungsberatung oder in Praktika bei kooperierenden Betrieben. Auch werden Bewerbungscoaching, sowie die Betreuung von Migranten/ innen nach der Arbeitsaufnahme angeboten. Um die passgenaue und nachhaltige Arbeitsmarktintegration von Migranten/innen zu erreichen, arbeiten die insgesamt drei Integrationscoaches in Abstimmung mit lokalen Netzwerkpartnern zusammen. Klaus Albrecht c m Für mehr Diversity-Kompetenzen in Baden-Württemberg k.l.e.v.e.r. IQ Im IQ Netzwerk Baden-Württemberg arbeitet das Projekt k.l.e.v.e.r IQ unter Trägerschaft der BruderhausDiakonie zum Thema Diversity. Die BruderhausDiakonie bietet in 15 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs vielfältige Assistenz- und Unterstützungsleistungen, Pflege und Beratung vor Ort, wo Menschen leben und wohnen. Die BruderhausDiakonie ist Partnerin von zahlreichen Kommunen und entwickelt gemeinsam mit diesen Lösungen für soziale Fragen. Das Projekt k.l.e.v.e.r IQ steht für kreative, lokale, effiziente, vernetzte, ergebnisorientierte und regionale Integration durch Qualifizierung. Um die Erhöhung der Diversity-Kompetenz von Arbeitsmarktakteuren zu erreichen, verfolgt k.l.e.v.e.r IQ konzeptionell zwei Schwerpunkte: überregionale Qualifizierungen und lokale, gemeinwesenorientierte Modellprojekte an ausgewählten Standorten (Tübingen, Reutlingen, Konstanz und Buchen). Bei den überregionalen Qualifizierungsangeboten für Arbeitsmarktakteure/innen werden Mitarbeitende in Jobcentern und Arbeitsagenturen zu den Themen Interkulturelle Kompetenz und Diversity fortgebildet. Bei den regionalen, gemeinwesenorientierten Modellprojekten handelt es sich um Kooperationsprojekte, die mit lokalen Organisationen (Jobcenter, Kammern, Wohlfahrtsverbände, kommunale Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte, Migrantenorganisationen) entwickelt und durchgeführt werden. Katrin Muckenfuß c m Seite 4

5 Fachkräfte für den IT-Bereich OpenIT in Karlsruhe Der CyberForum e.v. vernetzt mehr als 1000 Mitglieder aus der Hightech- und IT-Branche in der TechnologieRegion Karlsruhe. Hier haben sich aufgrund der Nähe zu exzellenten Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen viele IT-Unternehmen angesiedelt. Diese Branche leidet zunehmend unter dem IT-Fachkräftemangel. Das CyberForum hat deshalb das Projekt OpenIT gestartet, ein Teilprojekt des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg. Bis Ende 2014 verfolgt OpenIT zwei Ziele: IT- Unternehmen in der Region Karlsruhe sollen für die Potentiale von Migranten/innen sensibilisiert werden und Migranten/innen sollen in Kooperation mit diesen Unternehmen qualifiziert werden und Beschäftigungsperspektiven erhalten. Pilotcharakter gewinnt das Projekt vor allem dadurch, dass versucht wird, den Prozess vom Probearbeiten und Praktikum bis hin zur Festanstellung mit einem fachlichen Coach zu begleiten und zu unterstützen. Günter Breuninger c m Landesweiter Einsatz Sensibilisierung und Weiterbildung für kommunale Migrantenvertretungen Der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg (LAKA) setzt sich auf Landes- und Bundesebene für die gleichberechtigte Teilhabe von Migranten/innen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ein. Im Rahmen des IQ Netzwerks Baden-Württemberg bietet LAKA landesweit Sensibilisierungsund Weiterbildungsangebote für Migrantenvertretungen und Migrantenselbstorganisationen sowie für lokale Akteure der Migrationsarbeit an. Zum Angebot gehört die Weiterbildung Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie eine modulare Veranstaltungsreihe zu weiteren Themenfeldern der IQ-Prozesskette. Ziel ist es, Migrantenvertretungen und Migrantenselbstorganisationen in der Projektarbeit vor Ort zu unterstützen und sie als kommunale Akteure der Migrationsarbeit zu stärken, so dass sie mit ihren vielfältigen Ressourcen als Partner in den Kommunen noch besser wahrgenommen und eingebunden werden. Aline Baumstark c m Schwerpunkt Qualifizierung IQ im Handwerk Südbaden IQ im Handwerk Südbaden wird durchgeführt durch das seit 16 Jahren bestehende Tochterunternehmen der Handwerkskammer Freiburg, der Fördergesellschaft der Handwerkskammer mbh. Die Arbeit der Fördergesellschaft liegt in der beruflichen Bildung, der beruflichen Integrationsarbeit und der Benachteiligtenförderung im ganzen Kammerbezirk. Ziel der Arbeit ist es, Jugendliche und Erwachsene zu fördern, zu qualifizieren und auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, bzw. durch Qualifizierungen deren Arbeitsverhältnissen zu festigen. Inhalt von IQ im Handwerk Südbaden ist einerseits der Auf- und Ausbau von dauerhaften Unterstützungsstrukturen für die berufliche Anpassungsund Nachqualifizierung für Migrant/innen durch regionale Netzwerkarbeit. Andererseits sollen in Berufen, die besonders durch Migranten/innen nachgefragt werden, Methoden zur Kompetenzfeststellung entwickelt und erprobt werden. Dadurch sollen die Chancen zur dauerhaften Integration von Migranten/innen in den Arbeitsmarkt erhöht werden. Dazu gehört insbesondere auch die Erarbeitung modularer Angebote. İbrahim Sarıaltın c m Seite 5

6 Kooperationen mit Betrieben Qualifiziert im Handwerk Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar- Odenwald ist der Dienstleister in Sachen Handwerk, Bildung und Beratung. Als Partner von knapp Mitgliedsbetrieben mit ca Beschäftigten und mehr als Auszubildenden unterstützt die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald in allen Fragen rund um den Handwerksbetrieb. Die Aufgaben im IQ Netzwerk umfasst zum einen die Entwicklung von Kompetenzfeststellungsverfahren für Migrant/innen und sowie die Konzeption und Erprobung von Qualifizierungsmaßnahmen. Der Ansatz Betriebliche individuelle Qualifizierung (BiQ) zielt dabei auf die Qualifizierung zum Facharbeiter. Teil des Programms sind u.a. eine Prozessbegleitung, Sprachförderung und Weiterbildungsbegleitende Hilfen, die jeweils individuell auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter/innen abgestimmt werden. Außerdem werden im Rahmen des BQFG die Antragssteller/innen während des gesamten Prozesses begleitet. In der Region arbeitet die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald mit Partnern wie den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, den Agenturen und Jobcentern, Integrations- und Frauenbeauftragten sowie den Migrationsberatungsstellen. Rainer Kettner c m Informationsveranstaltungen für Migrant/innen und Zusammenarbeit mit dem Verband italienischer Unternehmen IAL CISL in der Region Stuttgart Das Institut IAL wurde 1955 in Rom von CISL dem zweitgrößten Gewerkschaftsbund Italiens gegründet und ist eine der größten Bildungseinrichtungen Europas. In Deutschland ist IAL seit 1969 tätig, Sitz ist in Stuttgart. Die Aufgabe im IQ Netzwerk ist die Durchführung von Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen des Arbeitsmarktes ( berufliche Qualifizierung, berufsbezogenes Deutsch, Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen und Existenzgründung ). Ziel ist die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und die gleichberechtigte Teilhabe von Migranten/innen an gesellschaftlichen und politischen Prozessen. Zudem wurde eine Kooperation mit dem italienischen Unternehmerverband VIU-FIDI aufgebaut. Dabei sollen die Verbandsmitglieder, Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund, als mögliche Arbeitgeber (Praktika etc.) und Ansprechpartner für die Themen Arbeits marktintegration und Existenzgründung gewonnen werden. Tony Màzzaro c m Regionaler- und branchenspezifischer Ansatz gegen den Fachkräftemangel Interkulturelle Öffnung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch die imap GmbH Die imap GmbH Institut für interkulturelle Management und Politikberatung ist ein Beratungsinstitut für interkulturelle Personal- und Organisationsentwicklung. Imap berät bundesweit Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Stiftungen, Verbände und Unternehmen. Die imap GmbH ist in den drei Geschäftsfeldern International Consulting, interkulturelle Trainings sowie Integration und Migration tätig. Zu den Themenschwerpunkten im Bereich Integration und Migration zählen die interkulturelle Öffnung von öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen sowie die kommunale Integrationsarbeit. Die Aktivitäten der imap GmbH im IQ Netzwerk Baden-Württemberg sind: Sensibilisierung und Beratung der KMU (Schwerpunkt Elektrotechnik) zur Fachkräftegewinnung und interkulturellen Öffnung Aufbau eines Netzwerks zur Fachkräftegewinnung und Willkommenskultur Interkulturelle Kompetenztrainings Workshops zur Qualifizierung von potenziellen Fachkräften Diese Aufgaben werden insbesondere in der Region Donau Iller (Landkreis Biberach, Alb- Donau-Kreis, Ulm) durchgeführt. Yalçın Bayraktar c m Seite 6

7 Landesweite Koordinierung und regionale Arbeit Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim (ikubiz) Das Interkulturelle Bildungszentrum Mannheim ggmbh (ikubiz) ist einer der wichtigen Akteure der Migrationsarbeit in Mannheim und in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der inhaltliche Fokus der Aktivitäten richtet sich auf die schulische und berufliche Integration von Migranten/innen. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit beteiligt sich das ikubiz aktiv an der Entwicklung von Strukturen und kooperiert mit allen wichtigen kommunalen, regionalen und überregionalen Bildungs- und Arbeitsmarktakteuren (Arbeitsverwaltung, Kommunen, Kammern, Schulen sowie Migrantenunternehmen und vereinen). Aktivitäten des ikubiz im IQ Netzwerk Baden- Württemberg: Landesweite Gesamtkoordinierung und Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerkes Koordination der Prozesskette in der Region Rhein-Neckar (Vernetzung sowie Beratung und Unterstützung von Arbeitsmarktakteuren aus der Region) Erstanlaufstelle und Kompetenzzentrum zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse (Beratung und Schulungen) Arbeitsmarktorientierte Beratung und Coaching Sozialräumlich orientierte Qualifizierungsprojekte Qualifizierung von Fachkräften in Migrantenunternehmen Weiterbildungen für Arbeitsmarktakteure zum Thema berufsbezogenes Deutsch Elvira Stegnos (Projektleitung) c m Hüseyin Ertunç (Koordinierung) c m Gemeinsam für Baden-Württemberg Erstanlaufstellen und Kompetenzzentren zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Qualifikationen Die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden- Württemberg e.v. hat gemeinsam mit dem IQ Netzwerk Baden-Württemberg und in enger Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung des Integrationsministeriums Baden-Württemberg das Beratungsangebot der IQ-Erstanlaufstellen zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Qualifikationen zum 1. Oktober 2012 ergänzt. In diesem Rahmen wurden durch die Liga der freien Wohlfahrtspflege für Baden-Württemberg e.v. in Freiburg und Ulm neue Erstanlaufstellen und Kompetenzzentren zur An erkennung ausländischer Abschlüsse und Qualifikationen errichtet. Das bestehende Beratungsangebot in Stuttgart wurde ausgebaut. Damit sind alle Regierungsbezirke in Baden-Württemberg mit spezialisierten Erstanlaufstellen und Kompetenzzentren mit einem einheitlichen Beratungs- und Informationsangebot für Menschen mit ausländischen Abschlüssen ausgestattet, die eine Aner kennungsberatung benötigen. Das Informa tions angebot richtet sich gleichzeitig auch an alle Arbeitsmarkteinrichtungen. Jürgen Blechinger c m Neuer Flyer zur Anerkennungsberatung und -schulung. ¼ ¼ Infos unter: Seite 7

8 Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Region Freiburg IQ Netzwerk Baden-Württemberg, Region Freiburg Das Büro für Migration und Integration (BüMi) entwickelt Integrationsmaßnahmen, unterstützt die Vernetzung von Institutionen, die im Bereich Integrationsförderung tätig sind und stellt sicher, dass bei kommunalen Entscheidungen die Belange von Migranten/innen Beachtung finden. Das BüMi initiiert und begleitet den fachlichen Austausch regionaler Akteure, um Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten zu identifizieren. Hilfen sollen für Ratsuchende und Akteure bedarfsgerechter, leichter zugänglich und transparenter gemacht werden. Im IQ Netzwerk Baden-Württemberg hat das BüMi folgende Aufgaben: Vernetzung der Arbeitsmarktakteure in der Region Freiburg. Entwicklung von Angeboten im Bereich Deutschförderung und Anpassungsqualifizierung im Rahmen eines Modellprojekts (z.b. berufsbezogene Deutschkurse und Vorbereitungskurse auf die Kenntnisprüfung für zugewanderte Ärztinnen und Ärzte). Monitoring im Bereich Anerkennungsberatung. Virginia Gamarra de Lang c m Stabstelle Integration IQ Heilbronn vernetzt und aktiv Die Stabstelle Integration der Stadt Heilbronn wird vier Teilprojekte im Rahmen des IQ Heilbronn vernetzt und aktiv umsetzen. Die Basis aller Projekte ist die Koordinierung und Zusammenführung vorhandener Netzwerke und Akteure und die Erstellung von langfristig wirkenden Konzepten. Die schon aktiven Institutionen, Vereine, Verbände und Einzelpersonen werden hierbei aktiv in den gesamten Gestaltungsprozess implementiert und weitere fachliche Kompetenzen gezielt an die Projekte herangeführt. Schwerpunkt in allen Projekten ist bessere Integration durch die gezielte Vermittlung von Kenntnissen der deutschen Sprache. Ein Projektschwerpunkt liegt auf der Erstellung eines Konzepts und der ersten Umsetzung im Hinblick darauf, Absolventen/innen von Integrationskursen so zu qualifizieren, dass sie eine Ausbildung im Pflegebereich zeitgleich mit begleitender Sprachförderung abschließen können. Die weiteren Projekte beschäftigen sich mit der Herstellung einer besseren Markttransparenz für Sprachkurse auf verschiedenem Niveau in Heilbronn, mit der Initiierung von Multiplikatoren für die Vermittlung von Fachthemen in der Zweitsprache sowie mit der Konzeption sprachlicher Brückenmaßnahmen für Akademiker/innen. Entscheidend ist auch eine ergebnissichernde Ausweitung, damit die Erkenntnisse anderen zugänglich gemacht werden können und Übertragbarkeit möglich ist. Roswitha Keicher c m Teilnetzwerk IQ Netzwerk Baden-Württemberg, Region Stuttgart Die Landeshauptstadt Stuttgart als zugelassener kommunaler Träger erbringt die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II in kommunaler Verantwortung. Die Umsetzung übernimmt das Jobcenter Stuttgart als Amt der Stadtverwaltung. Das Jobcenter Stuttgart ist seit 2011 die Koordinierungstelle für das IQ Netzwerk in der Region Stuttgart, wo von 2,67 Mio. Einwohnern ca. 31 % einen Migrationshintergrund haben. Ziel ist es, die Angebote der verschiedenen Träger und Einrichtungen miteinander zu vernetzen und Akteure mit Schulungen und Informationen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie zu Anpassungs- und Nachqualifizierungen zu unterstützen. Jürgen Peeß c m Seite 8

9 Landeshauptstadt Stuttgart Abteilung Integration Schwerpunkt Migrantenökonomie in Stuttgart Die wachsende Bedeutung der Migrantenökonomie in der Kommunalpolitik macht deutlich, dass ein enormer Handlungsbedarf in der Umsetzung von geeigneten Maßnahmen und Programmen zur Belebung und Unterstützung des migrantischen Unternehmertums herrscht. Trotz der zunehmenden ökonomischen Bedeutung sind Informationen über Migrantenunternehmen in vielen deutschen Großstädten nur unzureichend vorhanden, wie etwa Daten über den Anteil der Migrantenunternehmen, Strukturen dieser Betriebe, Probleme und Hürden bei Unternehmensgründungen oder ihre Rolle als Arbeitgeber und Ausbilder. Die Abteilung Integration der Landeshauptstadt Stuttgart steht im Austausch mit Migrantenunternehmern und -verbänden unterschiedlicher Herkunftsstaaten. Insbesondere türkisch-, arabisch-, griechisch-, russisch- und italienischstämmige Unternehmerverbände wurden schon im Vorjahr im Rahmen eines Runden Tisches kontaktiert und stehen seither in einem Kooperationsverhältnis zur Abteilung Integration. In einem weiteren Expertengespräch mit Vertretern der migrantischen Unternehmerverbände wurde die Durchführung einer gemeinsamen Datenerhebung zur soziostrukturellen und sozioökonomischen Situation der migrantischen Unternehmer als dringend notwendig erachtet. Dies soll im Rahmen des beantragten Projekts erfolgen. Ziel des gemeinsamen Vorhabens ist eine zweistufige Kooperation. Diese sieht vor, mit einer Datenerhebung die Bedürfnisse und allgemeinen Schwierigkeiten der migrantischen Unternehmer zu ermitteln. In einem zweiten Schritt werden, basierend auf den gewonnen Erkenntnissen, spezifische Informationen zur Unterstützung von Existenzgründern, Unternehmern und Wirtschaftsverbänden bereitgestellt. Entscheidend ist die Umsetzung der aus der Befragung gewonnenen Handlungsempfehlungen. Dr. Levent Güneş c m Forschung im IQ Netzwerk Stärkung und Unterstützung für Migrantenunternehmen Das Institut für Mittelstandsforschung (ifm) ist eine Forschungseinrichtung der Universität Mannheim und führt Projekte zu mittelstandsbezogenen Themen durch, wobei die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis ein zentrales Ziel ist. Die Arbeit des ifm im Rahmen des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg ist im Forschungsbereich Neue Selbständigkeit angesiedelt. Im Fokus des Projekts stehen die unzureichenden Unterstützungsstrukturen für Gründer/innen und Selbständige mit Migrationshintergrund sowie die geringeren Chancen, sich und ihr Personal zu qualifizieren und hierdurch die Unternehmen auf dem Markt zu etablieren. Um diese Unterstützungsstrukturen nachhaltig zu stärken, müssen Erkenntnisse über den Wirkungszusammenhang zwischen Förderinfrastrukturen und Unternehmensentwicklung verdeutlicht, aber vor allem mittels langfristig wirksamer Maßnahmen institutionalisiert werden. Das Projekt soll daher handlungsrelevante Erkenntnisse und praxisnahe Unterstützung für Institutionen in Baden-Württemberg bieten, die sich mit der Förderung von Existenzgründungen durch Migrant/innen, mit deren Konsolidierung oder der Beratung etablierter Unternehmen befassen. Mit Blick auf den multiplikatorischen Effekt einer hochwertigen Unternehmensentwicklung liegt ein Schwerpunkt bei der Konzipierung und Implementierung von Maßnahmen zur Fachkräfteentwicklung. Dr. René Leicht c m Seite 9

10 Anerkennungsgesetz im Blick IHK Rhein-Neckar Die IHK Rhein-Neckar vertritt die Interessen ihrer mehr als Mitgliedsunternehmen aus den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistung. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft macht sie sich stark für die Interessen der Unternehmer/- innen und Gewerbetreibenden und vertritt diese gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die Aufgabe im IQ Netzwerk umfasst zum einen die antragsbegleitende Beratung der Antragsteller/innen für alle Berufe die in den Zuständigkeitsbereich der IHK-FOSA fallen. Zum anderen wird eine Verweisberatung durchgeführt, sofern für die Anerkennung des Referenzberufes eine andere Stelle zuständig ist. Ebenso ist die IHK Rhein-Neckar für die Entwicklung von Kompetenzfeststellungsverfahren für Migranten/innen im Anschluss an einen eventuellen Ablehnungsbescheid der FOSA zuständig. Auch die Konzeption und Erprobung von Anpassungsmaßnahmen, die sich am regionalen Fachkräftebedarf orientieren, gehören zu den Aufgaben. Die IHK Rhein-Neckar arbeitet dabei mit ausgewählten Partnern wie Stadtverwaltungen, In te grations- und Frauenbeauftragten sowie Sozialverbänden zusammen. Ferner sollen die Mitgliedsunternehmen, insbesondere mit Migrationshintergrund, als mögliche Arbeitgeber (Praktika etc.) und Ansprechpartner für die Themen Arbeitsmarktintegration sensibilisiert und gewonnen werden. Harald Töltl c m Termine Impressum Vortrags- u. Podiumsdiskussion: Erst Anerkennung, dann Integration? Perspektiven für eine Fachkräftesicherung der Zukunft Ort: Pforzheim, Bürgerhaus Buckenberg-Haidach Info-Tag Wiedereinstieg. Selbst ist die Frau! Ort: Mannheim, Mannheimer Abendakademie Fachtag Berufsbezogene Sprachförderung für Personen mit Migrationshintergrund Ort: Stuttgart, Rathaus Stuttgart, Marktplatz Tagung der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg: Das Anerkennungsgesetz (BQFG) auf dem Prüfstand Ort: Katholische Akademie Hohenheim Weitere Termine finden Sie unter: Herausgeber: Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim ggmbh ikubiz Koordinierungsstelle des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg Lortzingstr Mannheim Telefon: Redaktion: Georgette Carbonilla und Hüseyin Ertunç Texte: Klaus Albrecht, Aline Baumstark, Yalçın Bayraktar, Jürgen Blechinger, Günter Breuninger, Georgette Carbonilla, Hüseyin Ertunç, Virginia Gamarra de Lang, Dr. Levent Güneş, Christoph Häring, Ursel Herrera, Dr. Artur Kalnins, Roswitha Keicher, Harry R. Möller-Stein, Manuela Montesinos, Katrin Muckenfuß, Bilkay Öney İbrahim Sarıaltın, Anne Seth, Martin Silberer, Sabrina Strohlfeldt, Lena Werner Fotos: Fotolia, I-Stockphotos, Ministerium für Integration Baden- Württemberg, Oliver Sachs Layout: Eva Mayer Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Sie möchten künftig vernetzt nicht mehr erhalten? Dann schicken Sie eine an ¼ ¼ Seite 10

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