Jahresbericht 2013 Campus IT / Zentrum für IT-Dienste

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1 Jahresbericht 2013 Campus IT / Zentrum für IT-Dienste Informationstechnik als Rückgrat einer modernen Hochschule Forschung, Lehre und Verwaltung sind in immer stärkerem Maße auf eine sichere und nach abgestimmten Definitionen verfügbare Informations-und Kommunikationstechnologie angewiesen. Einer möglichst flächendeckenden und einheitlichen informationstechnischen Grundversorgung, einem geregelten IT- Betrieb und der Einführung neuer, innovativer Dienste, die den Prozessen der Hochschule und der Hochschulentwicklung entsprechen, kommt eine hohe Bedeutung zu. Daher sind hochschulweite sowie hochschulübergreifende digitale Informations-und Kommunikationsflüsse funktional zu halten, zu sichern und bedarfsgerecht auszubauen. Wie dies in Zukunft geschehen kann, zeigen die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) herausgegebenen Empfehlungen der Kommission für IT-Infrastruktur (KfR). Wie wichtig dies ist, betont auch DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner: Informationstechnik ist zum unverzichtbaren Teil jeder Forschungsinfrastruktur, Information zu einem zentralen Standortfaktor für Wissenschaft und Wirtschaft geworden. Die IT-Infrastruktur ist somit zum Rückgrat moderner Hochschulen geworden, resümiert der KfR-Vorsitzende Professor Hans-Joachim Bungartz. Sie betrifft und beflügelt alle deren Bereiche wie Forschung, Lehre, Verwaltung, Leitungsstrukturen oder Hochschulmedizin. Nicht Kostenersparnis, sondern optimal unterstützte Prozesse sind dabei das Ziel. Für die Hochschulen bedeutet dies neben einer ganzheitlichen Konzeption und Definition aller Prozesse vor allem auch die Bereitstellung der qualitativ und quantitativ erforderlichen Ressourcen, insbesondere hoch qualifizierten Personals. Fachhochschule Kiel, Zentrum für IT-Dienste Sokratesplatz 1, Kiel Internet: Die Campus IT der Fachhochschule Kiel betreibt zentrale IT-Infrastrukturen und - dienste im Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken. Sie ist verantwortlich für die Hard- und softwaretechnische Bereitstellung und Weiterentwicklung der benötigten IT-, Netz- und Telekommunikationsinfrastruktur der Hochschule. Hierzu gehören zentrale Server-, Datensicherungs- und \\ \a_zv1-edv$\0254 IT-Planungen\ IT-Berichte\FH-Kiel Berichte\Jahresbericht Campus IT.docx

2 Authentifizierungsdienste, sowie die zentrale Versorgung von , Content- Management und e-learning. Sie unterstützt und betreibt das Campus-Management-System (HIS Zulassungsund Prüfungsverfahren). Weiterhin erbringt sie den Desktop-Support für alle Verwaltungsbereiche einschließlich der Dekanate und Sekretariate in den Fachbereichen. Schwerpunkte der Campus IT 2013 Campus Netzausbau Die Hochschule erneuert Ihre Netzwerkinfrastruktur durch eine Baumaßnahme um allen Anforderungen an hohe Verfügbarkeiten und zeitgerechten Bandbreiten gerecht zu werden. Insgesamt werden 650 km CAT7 Kabel und 7 km Lichtwellenleiter auf dem Campus verlegt. Hierfür wurden 2012 ein neues 10Gigabit Campus- und Rechenzentrumsbackbone im Clusterbetrieb sowie redundanten Gebäude- bzw. Etagenanbindungen installiert. Im Jahr 2013 konnten fertig gestellt werden: 1. Heikendorfer Weg Sokratesplatz 1 3. Grenzstraße Grenzstraße 1 1.BA Die Internetanbindung der Hochschule beträgt jetzt 330 Mb/s Kiel Hannover bzw. 330Mb/s Kiel-Rostock Mit Stand 2013 besteht das Tertiärnetz aus 86 Stacks mit 160 Switchen, 5700 Ports, aufgeteilt in 50 Verteilerräume über 20 Gebäude. 2-6

3 Die Beschaffung neuer WLAN-Controller und 250 Accesspoints auf dem Campus Kiel und Osterrönfeld wurde projektiert, geplant und ausgeschrieben. Das neue WLAN soll 2014 in Betrieb genommen werden. Grünes Rechenzentrum Eine sichere physikalische Infrastruktur ist die Basis einer hochverfügbaren IT-Umgebung. Um den heutigen hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Datenschutz und Datensicherheit Rechnung zu tragen, wurde ein moderner Serverraum eingerichtet. Dieser wurde mit einer redundanten Kühlung, Notstromversorgung, einer Brandfrühsterkennung sowie verschiedenen Systemen zur Vermeidung von Wasser-, Feuer-Schäden, Vandalismus- oder Einbruchs- Versuchen ausgestattet und bietet Platz für mehr als 300 Server. Das Rechenzentrum setzt auf "Green IT", einen ganzheitlichen Ansatz zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Senkung der C02-Emissionen in der IT. Dazu trägt auch die Unterbringung des neuen Rechenzentrums im Kellergeschoss bei. Weil es im Keller deutlich kühler ist, können die energieintensiven Kältekompressoren zur Kühlung der Server mit einem wesentlich besseren Wirkungsgrad betrieben werden. Zur Kühlung kommt die sogenannte "freie Kühlung" zum Einsatz. Nach diesem Prinzip wird bis 16 Grad Umgebungstemperatur mit der Kälte aus der Außenluft gekühlt, statt sie mittels Kompressionstechnik energieintensiv herab zu kühlen. Durch die Verwendung einer freien Kühlung wird die Verlustwärme in der kühleren Jahreszeit einfach an die Umgebung abgeführt. Hierdurch erreicht diese Anlage einen sehr hohen Wirkungsgrad bei geringer möglicher C02-Emission. Zur Kühlung der Schrank-Systeme wird eine skalierbare, flüssigkeitsbasierende Klimalösung mit Luft-Wasser-Wärmetauschern eingesetzt. Damit lässt sich das Rechenzentrum raumtemperaturneutral erweitern und es konnte auf einen konventionellen Doppelboden verzichtet werden. Diese Rack basierte Flüssigkeitskühlung führt Verlustleistungen bis 24 kw pro Schrankreihe zuverlässig ab und bietet einen sehr hohen Wirkungsgrad. denn es muss nicht das gesamte Rechenzentrum auf sehr niedrige Temperaturen gekühlt werden Die Landeshauptstadt Kiel hat sich mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Fachhochschule Kiel und dem Kirchenkreis Altholstein / Nordkirche zusammengeschlossen, um gemeinsam diesen Förderantrag für das Projekt Green-IT-Rechenzentren in der Kiel-Region innerhalb der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen sowie sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative 3-6

4 einzureichen. Hierzu haben die vier genannten Antragsteller eine Vereinbarung zum Zusammenschluss getroffen, um den Stromverbrauch in den Rechenzentren und dezentralen Serverräumen um mindestens 40 % zu senken. Identity-Management Der treibende zentrale Dienst, der kooperatives und verteiltes Arbeiten, auch über Hochschulgrenzen hinweg ermöglicht ist Identity- und Access- Management (IAM), Rechte- und Rollenmanagement mit seinen angehängten Verfahren zur Authentifikation. Hier wurde im Mail 2013 ein neu entwickeltes IDM-System auf Basis von Microsoft Forefront Identity Manager in Betrieb genommen. Die Planungs- und Vorbereitungszeit betrug 1 Jahr. Mit dem System wird der so genannte Student Life-Cycle unterstützt, der Studierenden sofort nach ihrer Immatrikulation Zugang zu allen IT- Ressourcen der Hochschule automatisiert zur Verfügung stellt und im Laufe des Studiums an der FH Kiel verwaltet. Kollaborationslösung Microsoft Sharepoint Einführung der Kollaborationslösung Microsoft Sharepoint 2012 für Zusammenarbeit in Präsidiums-Projekten und als Portal für den Zugriff auf die Dokumentation der Geschäftsprozesse. Modernisierung Backup und Backup-Speicher Einführung der Datensicherungssoftware Microsoft Data Protection Manager Die Ablage der Datensicherungen erfolgt auf einem SAN-Storage der Firma NetApp mit einer Kapazität von 12 TB Storage und Virtualisierung In diesem Jahr wurde ein weiteres SAN-System mit einer Kapazität von 14 TB in Betrieb genommen. Dieses System beherbergt die - und Sharepoint 4-6

5 Infrastruktur. Die Anbindung an das Campusnetz wurde hierbei auf 4 x 10Gigabit/Sekunde erhöht. WebDAV Zusätzlich zum Übertragungsprotokoll FTPS wurde der Dienst WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) eingeführt. WebDAV ist ein offener Standard zur Bereitstellung von Dateien im Internet. Dabei können Benutzer auf ihre Daten wie auf eine Online-Festplatte zugreifen. Mit diesem Dienst können komfortabel Datenbestände von Endgeräten auf die Onlinespeicher der Hochschule transferiert werden. LDAP via SSL Benutzerabfragen zur Authentifizierung an der IT-Infrastruktur der Hochschule erfolgen nicht mehr unverschlüsselt, sondern zertifikatsbasiert mit LDAP über SSL. Automatischer Shutdown des Rechenzentrums bei Strom- oder Klimaanlagenausfall Durch die Installation eines Relay-Servers und entsprechenden Clients werden die Server im Rechenzentrum zur Vermeidung von Hardwareschäden und Datenverlusten im Falle eines länger andauernden Strom- oder Klimaanlagenausfalls automatisch herunter gefahren. Campus Management Im Rahmen von Auswertungen wurden routinemäßig Personalzahlen für den Geschäftsbericht der Hochschule, die Gleichstellungsbeauftragte und die Daten für die jährliche Krankenstatistik erstellt. Zur vereinfachten Verwaltung wurden für die Personalabteilung Updates von Schlüsseltabellen erzeugt und Mailadressen in das Personalverwaltungssystem SVA transferiert. Zusätzlich wurden neue Crystal-Reports implementiert. Eine neue Software zur Verwaltung des Hochschul- und Studierendenausweises wurde in Betrieb genommen Zur Umsetzung der Personalverwaltung HISSVA auf eine neue IT-Infrastruktur wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Die Umstellung ist für Q1/2014 geplant. 5-6

6 Umfangreiche Anpassungen der Software 2012 im Bereich der Personalverwaltung ermöglichen eine effizientere Bearbeitung und Auswertung der Personaldaten. Zu den Aufgaben des Campusmanagementbereiches Prüfungsverwaltung gehört u.a. die Erweiterung der Selbstbedienungsfunktionen für das Internet in QISPOS. Hier ein Auszug der Neuerungen aus dem Jahr 2013: Selbstbedienungskomponenten für die Dekaninnen und Dekane mit den Funktionen: Das Modul Studienberatung erlaubt Dekanen, eine Übersicht über alle Leistungen und Studienverläufe eines Studierenden ihrer Fachbereiche zu erstellen Das Modul Übersicht über alle Prüfungen erlaubt Dekanen, die Prüfungsleistungen aller Prüfungen ihrer Zuständigkeitsbereiche einzusehen. In der vorgeschalteten Suchmaske kann zum Beispiel ein Prüfer des Fachbereichs ausgewählt werden, dessen Prüfungen dann in der Notenansicht dargestellt werden. Die Ansicht der Prüfungen erfolgt in einer Baumstruktur, gruppiert nach Semester und Termin. Modul Übersicht über alle Studierenden: Mit diesem Modul steht den Dekanen eine Übersicht über alle Studierenden zur Verfügung, die in ihren Fachbereichen studieren. Diese Übersicht enthält Kontaktdaten (wie Name, Adresse, ), Matrikelnummer, Studiengang, Prüfungsordnungsversion und Status. Diese Liste kann auch nach MS-Excel exportiert werden. Abschlussurkunde: In den Prüfungsämtern können die Urkunden jetzt mit QISPOS gedruckt werden. 6-6

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