Antide. Forum PHARMAZIE UND MEDIZIN PHARMACIE ET MÉDECINE. Wichtige Indikationen der Antidepressiva und ihre Dosierung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Antide. Forum PHARMAZIE UND MEDIZIN PHARMACIE ET MÉDECINE. Wichtige Indikationen der Antidepressiva und ihre Dosierung"

Transkript

1 Wichtige Indikationen der Antidepressiva und ihre Dosierung Antide Christina Ruob Fuchs, Marianne Beutler Forum A K A Täglich werden wir in der Offizin mit Verordnungen von Antidepressiva konfrontiert. Sind wir uns dabei bewusst, dass Antidepressiva neben ihrer Wirkung gegen Depressionen auch für eine Reihe weiterer Indikationen nützlich sind? Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die aktuellen Einsatzmöglichkeiten der Antidepressiva. Ausser gegen Depressionen dienen Antidepressiva vorwiegend als adjuvante Therapie auch zur Behandlung von verschiedenen anderen psychischen Erkrankungen sowie von Krankheiten, an deren Symptomatik Veränderungen im ZNS beteiligt sind oder vermutet werden. Im Folgenden werden solche Erkrankungen und ihre Behandlung kurz dargestellt und die Anwendungsmöglichkeiten der Antidepressiva detailliert beschrieben (vgl. auch Kasten Anwendungsmöglichkeiten von Antidepressiva Angststörungen Generalisierte Angststörung Spezifische Phobien Zwangsstörungen Essstörungen Anorexia nervosa, Bulimie, Binge eating disorder Prämenstruelles dysphorisches Syndrom Chronische Schmerzen Polyneuropathie Postherpetische Neuralgie Migräne Chronische Spannungskopfschmerzen Reizdarmsyndrom AufmerksamkeitsdefizitHyperaktivitätsstörung (ADHS) und Tabelle). Dabei unterscheiden wir zwischen in der Schweiz zugelassenen Indikationen sowie Dosierungen und Verwendungsmöglichkeiten, die zwar in der Literatur beschrieben, aber im Arzneimittelkompendium nicht aufgeführt, also von der Swissmedic nicht zugelassen sind. Wenn immer möglich sollten diejenigen Antidepressiva Verwendung finden, die in der Schweiz für die zu behandelnde Krankheit zugelassen sind. Ein OffLabelUse (Einsatz eines nicht zugelassenen Arzneimittels oder in einer nicht zugelassenen Indikation) ist vom Gesetz her möglich, aber der verschreibende Arzt trägt dabei die volle Verantwortung für die Therapie. Angststörungen Etwa 15 bis Prozent der Menschen leiden irgendwann unter einer Angststörung. Durch eine fachgerechte Behandlung lassen sich die Ängste in der Regel günstig beeinflussen und komorboide Störungen wie Depressionen und Suchterkrankungen können verhindert werden. Viele Patienten brauchen keine medikamentöse Behandlung. In leichten Fällen kann eine Aufklärung über Ursachen und Wesen der Angst oder die Umstellung der Lebensweise (z. B. Reduktion von Stress) zum Ziel führen. Psychotherapeutische Massnahmen in erster Linie verhaltenstherapeutische Methoden können alleine oder in Kombination mit pharmakotherapeutischen Massnahmen mit grossem Erfolg eingesetzt werden. Bei der medikamentösen Therapie sind die Benzodiazepine die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten angstlösenden Substanzen. Alle Benzodiazepine sind bereits in niedriger Dosierung anxiolytisch wirksam. Wegen ihrer Nebenwirkungen wie Tagessedation, Gleichgültigkeit, Muskelschwäche und des Risikos einer Abhängigkeit sollten sie nur zur Behandlung der akuten Angst, also kurzfristig, eingesetzt werden. Bevorzugt zur mittel- bis langfristigen Behandlung der Angst werden Antidepressiva eingesetzt, da sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dass verschiedene Antidepressiva auch ein gutes anxiolytisches Wirkpotenzial entfalten. Diese angstlösende Eigenschaft lässt sich nicht auf die sedierende Eigenschaft einiger An- Journal suisse de pharmacie, 3/06 76

2 Bilder: PhotoCase.com tidepressiva zurückführen, da auch nicht sedierende Antidepressiva wirksam sind. Ferner ist die Wirkung nicht von einer gleichzeitig vorhandenen Depression abhängig. Die verwendeten Dosierungen bewegen sich bei den Angststörungen in einem ähnlichen Rahmen wie bei der Depression. Die Wirkung setzt mit einer Latenz von 2 bis 4 Wochen ein. Ein Erfolg der Behandlung ist nach 8 Wochen Behandlung erst bei 40 bis Prozent der Patienten erreicht, die Ansprechrate steigt nach längerer Therapie. Nach einer erfolgreichen Akutbehandlung soll eine 12- bis 24-monatige Erhaltungstherapie angeschlossen werden, die über 4 bis 6 Monate ausgeschlichen wird [1,2]. Die Wirksamkeit einer Kombinationsbehandlung von Verhaltens- und Psychopharmakotherapie ist am besten belegt. Aufgrund der guten Verträglichkeit sind die (selective serotonine reuptake inhibitors) Sertralin, Paroxetin, Citalopram, Fluoxetin und Fluvoxamin Substanzen der ersten Wahl [3], Bei der, die mit einer Prävalenz von 2 bis 3 Prozent auftritt, kommt es zu wiederkehrenden, unerwarteten und nicht durch äussere Umstände ausgelösten Panikattacken. Meist erreichen sie innerhalb von 1 bis 3 Minuten ihr Maximum und klingen in der Regel nach bis 30 Minuten ab. Typisch ist der plötzliche Beginn von vegetativen Symptomen wie Tachykardie, Brustschmerz, Hitzewallungen, Zittern und Hyperventilation. Es gibt Anzeichen dafür, dass bei Patienten mit einer die serotonerge Aktivität verringert ist, während die noradrenerge Aktivität erhöht ist. wobei für diese Indikation in der Schweiz nur Sertralin, Paroxetin und Citalopram zugelassen sind. Für den spezifischen Serotoninund Noradrena- lin-wiederaufnah- Betroffene der sozialen Phobie fürchten sich vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt stehen. Sie haben Angst, etwas zu sagen oder zu tun, was demütigend oder peinlich sein könnte. In den gefürchteten Situationen können alle psychischen, körperlichen und vegetativen Symptome der Angst einschliesslich Panikattacken auftreten. Die Vermeidung angstauslösender Situationen führt oft zu Behinderungen im Alltag bis hin zur sozialen Isolierung. Die soziale Phobie tritt mit einer Prävalenz von 13 Prozent auf und ist in der Regel mit Schüchternheit, niedrigem Selbstwert gefühl und Furcht vor Kritik verbunden. Als Ursache wird eine Störung der noradrenergen, der serotonergen und eventuell der dopaminergen Aktivität vermutet. mehemmer Venlafaxin ist die Zulassung beantragt. Die trizyklischen Antidepressiva Imipramin und Clomipramin sind wirksam, werden aber wegen ihrer Nebenwirkungen seltener verordnet [2,3]. Der Eintritt der Wirksamkeit kann bei dieser Erkrankung länger dauern (typischerweise zwischen 4 und 6 Wochen) [3], und die für die Behandlung der nötigen Dosierungen sind höher als bei der Depression [3]. Die Wirkung der (insbesondere Paroxetin und Sertralin) und des reversiblen MAO-Hemmers Moclobemid sind gut belegt, die Trizyklika sind wenig wirksam [2]. Ferner kann Venlafaxin bei dieser Indikation eingesetzt werden [15]. Wegen des meist nur partiellen Ansprechens wird grundsätzlich versucht, auch den oberen Dosisbereich auszutesten. Neben der Pharmakotherapie wird eine Verhaltenstherapie angewendet. Generalisierte Angststörung Benzodiazepine haben sich als effektiv in der Behandlung der generalisierten Angststörung erwiesen. Wegen ihrer unerwünschten Wirkungen werden sie Die generalisierte Angststörung tritt mit einer Prävalenz von bis zu 8 Prozent auf. Sie besteht aus einer andauernden Angstsymptomatik über mindestens 6 Monate. Den Betroffenen quälen anhaltende, im Ausmass übertriebene Befürchtungen, die sich auf alles beziehen können. Dabei ist ihnen das übertriebene Ausmass der Ängste und Befürchtungen durchaus bewusst, wodurch die Sorgen selbst zum Gegenstand der Besorgnis werden. Die anhaltende Symptomatik verhindert eine Entspannung, was zu Konzentrationsstörungen, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Muskelverspannungen und Kopfschmerzen führt. Die vegetative Übererregbarkeit zeigt sich unter anderem in Schwindel, Schwitzen, Hitzewallungen und Tachykardie. Üblicherweise wird diese Erkrankung von einer Depression begleitet. Es wird vermutet, dass Abnormalitäten im BenzodiazepinGABARezeptor Komplex zur Störung beitragen. 77 Schweizer Apothekerzeitung, 3/06

3 Wirkung der antidepressiven Substanz angenommen, da ein Effekt häufig bereits nach einer Woche eintritt. Zudem kommt es auch bei Patienten ohne depressive Symptomatik zu einer signifikanten Reduktion der bulimischen Ataber heute durch Buspiron (1560mg/ Tag), Paroxetin und Venlafaxin ersetzt [1,2]. Zusätzlich wird die Störung psychotherapeutisch behandelt. Spezifische Phobien Spezifische Phobien sind die Domäne der Verhaltenstherapie. Am wirkungsvollsten ist ein Expositionstraining kombiniert mit Entspannungsverfahren. Es werden allenfalls kurzfristig Betablocker oder Benzodiazepine eingesetzt [2]. Spezifische Phobien gehören mit einer Prävalenz von bis zu 11 Prozent zu den häufigsten Angsterkrankungen. Dabei wird Angst ausschliesslich oder überwiegend durch eindeutig definierte, im Allgemeinen ungefährliche Situationen oder Objekte hervorgerufen. Sie sind durch Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten gekennzeichnet. Obwohl den Betroffenen bewusst ist, dass ihre Angst übertrieben ist, können sie diese nicht unterdrücken. Zwangsstörungen Antidepressiva haben nur einen geringen Einfluss auf die Symptome. Verhaltenstherapeutische Methoden zeigen einen besseren Effekt. In der Praxis werden die beiden Methoden häufig kombiniert. Nur die vorwiegend serotonerg wirksamen Antidepressiva, die (Fluoxetin, Fluvoxamin, Sertralin, Paroxetin, Citalopram) und Clomipramin haben sich bewährt [4], wobei Fluoxetin in der Schweiz für die Therapie der Zwangsstörung nicht zugelassen ist. Die Therapie muss über bis 12 Wochen mit der maximal tolerierten Dosis durchgeführt werden, um einen Effekt zu erzielen [1,4]. Zwangsstörungen haben eine Prävalenz von 1 bis 2 Prozent. Die Erkrankung beginnt meist in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Die Betroffenen leiden unter unangenehmen, übertriebenen und sich häufig wiederholenden Handlungen oder Gedanken, gegen die sie erfolglos Widerstand zu leisten versuchen. Die häufigste Form stellen Zwänge dar, alltägliche Abläufe immer wieder zu kontrollieren, sich zu häufig zu waschen, zu oft und intensiv zu putzen oder Dinge zu ordnen. Es wird vermutet, dass Abnormitäten im neurochemischen und neuroanatomischen System (serotonerg und dopaminerg) zu der Störung führen könnten. Über die Hälfte der Menschen machen im Verlauf des Lebens mindestens einmal eine traumatische Erfahrung durch. Etwa Prozent davon entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung, die Hälfte davon erholt sich ohne spezielle Therapie. Die posttraumatische Belastungsstörung ist eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine aussergewöhnliche Bedrohung. Oft treten die Reaktionen erst Monate bis Jahre nach dem Ereignis auf. Dabei kommt es unter anderem zu Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Flashbacks, Depressionen, Angstzuständen, Vermeidungsverhalten oder erhöhter Schreckhaftigkeit. derlich [1]. Dabei kommen in erster Linie die Sertralin, Paroxetin und Fluoxetin zum Zuge. Erste Hinweise auf eine Wirksamkeit werden nach 4 Wochen Therapie erzielt, der vollständige Effekt kann aber auch erst nach 6 bis 8 Wochen auftreten [5]. Fluoxetin ist in der Schweiz für die Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung nicht zugelassen. Essstörungen Bei Essstörungen ist die Therapie der ersten Wahl die Psychotherapie [6]. Ergänzend haben bei der Bulimia nervosa die Antidepressiva einen festen Platz in der Behandlung. Die Essanfälle nehmen zwischen 40 und 90 Prozent ab. Es wird eine direkte antibulimische Es werden zwei Formen von Essstörungen unterschieden: Anorexia nervosa, mit beabsichtigtem, selbst herbeigeführtem Gewichtsverlust, und die Bulimia nervosa, bei der exzessive, meist hochkalorische Nahrungsmengen in kurzer Zeit zugeführt (Essanfall) und anschliessend Massnahmen ergriffen werden, um das Körpergewicht in einem (sub)normalen Rahmen zu halten. Die zentralen Symptome bei beiden Störungen sind das abnormale Essverhalten und eine alles beherrschende Angst vor dem Dickwerden. Dabei unterliegen die Patienten meistens einer falschen Wahrnehmung ihres Körpers, dessen Umfang sie in der Regel überschätzen. Sie entwickeln strenge Essensregeln und rituale. Die Störungen treten vorrangig bei Frauen (90 bis 95 Prozent) in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter auf. Die Prävalenz der Anorexia nervosa liegt in dieser Risikogruppe bei 0,5 bis 1 Prozent, die der Bulimie bei 1 bis 3 Prozent. Für das Binge eating disorder typisch sind subjektiv unkontrollierbare Essanfälle, die von Schuld- und Schamgefühlen begleitet sind, ohne dass gegensteuernde gewichtskontrollierende Massnahmen ergriffen werden. behandelt man primär psychotherapeutisch. Bei schweren Symptomen, die länger als 3 Monate andauern, ist der Einsatz von Psychopharmaka erfor- Journal suisse de pharmacie, 3/06 78

4 tacken [6]. Als wirksam haben sich trizyklische Antidepressiva, MAOHemmer und gezeigt [1]. Es gibt keine Hinweise auf die therapeutische Überlegenheit eines bestimmten Antidepressivums. Aufgrund der grossen Erfahrung und der erwiesenen Wirksamkeit wird heute jedoch Fluoxetin als Medikament erster Wahl angesehen [6]. Die zugelassene Dosierung beträgt 60 mg/tag. Die Dauer der Therapie sollte 6 bis 12 Monate betragen. Bei der BingeEatingStörung deuten Studien darauf hin, dass hilfreich in der Behandlung sind. Der Effekt über längere Zeit ist noch nicht untersucht [1]. Eine medikamentöse Therapie wird bei der Anorexia nervosa nicht empfohlen. Allerdings scheint sich Fluoxetin für den Einsatz als Rückfallprophylaktikum nach erfolgreicher Gewichtsrestitution bewährt zu haben [1,6]. Prämenstruelles dysphorisches Syndrom PMDS können die physischen und die emotionalen Symptome innerhalb von drei Menstruationszyklen reduzieren. Vom prämenstruellen dysphorischen Syndrom PMDS sind 3 bis 8 Prozent der Frauen betroffen. Es handelt sich um eine Untergruppe und besondere Form des prämenstruellen Syndroms. Es präsentiert sich als massive, dysphorischdepressive Verstimmung, die etwa eine Woche vor Menstruationsbeginn einsetzt und mit einem erheblichen Leidensdruck assoziiert ist. Differenzialdiagnostisch ist eine Angststörung oder eine Depression auszuschliessen. Sowohl die Gabe während der Lutealphase als auch eine kontinuierliche Gabe sind erfolgreich. Am besten sind Fluoxetin und Sertralin untersucht, verabreicht in einer bei Depressionen üblichen Dosis [1]. In der Schweiz sind keine Antidepressiva für diese Indikation zugelassen. Chronische Schmerzen Antidepressiva zeigen hier einen analgetischen Effekt, der unabhängig von einer Depression eintritt. In der Regel werden tiefere Dosen als in der Behandlung der Depression eingesetzt. Die Wirkung tritt innerhalb einer Woche ein. Die trizyklischen Antidepressiva Amitriptylin, Imipramin und Clomipramin sind wirksam bei Polyneuropathie (meist diabetischer Genese). Die postherpetische Neuralgie kann mit Amitriptylin behandelt werden. In der Behandlung der Neuropathien zeigen die Substanzgruppen trizyklische Antidepressiva, Gabapentin, Pregabalin und die Opioide Tramadol und Oxycodon ähnliche Erfolgschancen. Die Wahl des Arzneimittels und die Dosierung richten sich nach Schmerzart und -intensität, Alter, Begleiterkrankungen, schmerzbedingten Schlafstörungen und Tagesaktivitäten. Eine Kombination von Opioiden und trizyklischen Antidepressiva kann sinnvoll sein. Analgetika lassen sich möglicherweise durch den Einsatz der Trizyklika tiefer dosieren. Die Wirkung von Amitriptylin in der prophylaktischen Therapie der Migräne und bei chronischen Spannungskopfschmerzen ist in Dosierungen von 0 mg/tag gut dokumentiert [8]. Im Gegensatz zu den trizyklischen Antidepressiva sind die in der Tabelle: Antidepressiva Indikationen und Dosierungen (Reizdarm, Prämenstruelles dysphorisches Syndrom und ADHS: vgl. Text) 1. Zeile Initialdosis 2. Zeile mittlere Erhaltungsdosis (Maximaldosis) In der Schweiz zugelassene Indikationen und Dosierungen (gelb) Indikationen und Dosierungen aus der Literatur (grün) Citalopram Seropram Escitalopram Cipralex Fluoxetin Fluctine Fluvoxamin Floxyfral Paroxetin Deroxat Sertralin Zoloft Mirtazapin Remeron NaSSA Venlafaxin Efexor SNRI Moclobemid Aurorix RIMA Amitriptylin Saroten Clomipramin Anafranil Imipramin Tofranil Depression Generalisierte Angststörung Zwangsstörung Posttraumatische Belastungsstörung Bulimie Schmerzen : NaSSA: SNRI: RIMA: : 60 () 30 (60) () 60 (80) (60) () () 40(60) () (0) (0) (0) (0) (0) ,5 75(2) ,7537, (1) 75(2) 75 (0) Spezifischer Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, selective serotonine reuptake inhibitor Noradrenerges und spezifisches serotoninerges Antidepressivum Spezifischer Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, selective serotonine and noradrenaline reuptake inhibitor Reversibler MAO-Hemmer, reversible inhibitor of monoamine oxidase type A Tricyclisches Antidepressivum. Clomipramin: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Amitriptylin, Imipramin: Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer 75 0 (0) 2 (1) 751 (0) 75 75(2) 75 75(2) 1 75 (300) Journal suisse de pharmacie, 3/06 80

5 Schmerztherapie wenig wirksam [8,9]. Interessante Ergebnisse wurden für Venlafaxin, ein spezifischer Serotoninund Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, gefunden. Es erwies sich unter anderem als wirksam bei neuropathischen Schmerzen und bei Migräne (in der Schweiz nicht zugelassen) [8]. Dies lässt auf eine notwendige Beeinflussung des noradrenergen Systems zur Behandlung der Schmerzsymptomatik schliessen [9,]. Daher dürfen wir sicher gespannt sein auf die Ergebnisse von Studien mit neueren Substanzen wie Reboxetin (spezifischer Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer sna- RI) und Mirtazapin (noradrenerges und spezifisch serotonerges Antidepressivum NaSSA). Reizdarmsyndrom (Colon irritabile) Zur Behandlung des ReizdarmSyndroms gibt es keine standardisierte Therapie. Neben stuhlregulierenden Massnahmen und Spasmolytika werden zur Schmerzbehandlung in zunehmendem Masse psychotherapeutische Massnahmen und trizyklische Antidepressiva wie Imipramin, Amitriptylin, Nortriptylin und Trimipramin eingesetzt. Die Antidepressiva verbessern bei einem grossen Teil der behandelten Patienten die Symptomatik [11]. Die verabreichten Dosen zwischen und 1 mg sind zu tief, um einen antidepressiven Effekt zu erreichen, und die Wirkung tritt rasch ein. Die trizyklischen Anti depressiva sollen die Schmerzschwelle für Dehnungsreize der glatten Muskulatur anheben. Die Resultate für die sind weniger überzeugend. NoradrenalinWiederaufnahmehemmer scheinen effektiver zu sein als spezifische SerotoninWiederaufnahmehemmer, was wiederum das Interesse auf neuere Wirkstoffe wie Venlafaxin, Reboxetin und Mirtazapin lenkt [11,12]. In der Schweiz sind keine Antidepressiva für die Behandlung des Colon irritabile zugelassen. Das Colon irritabile geht meistens mit einem chronisch fluktuierenden Symptomenkomplex von Bauchschmerzen/ Missempfindungen und Stuhl unregelmässigkeiten einher. Die Inzidenz der Erkrankung liegt bei 1 bis 2 Prozent. Es liegt eine grundsätzliche Störung der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung vor. Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung ADHS Neben der bekannten Therapie mit dem Stimulans Ritalin (Methylphenidat), das bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt wird, wurden bisher noradrenerg wirksame trizyklische Antidepressiva als Mittel zweiter Wahl eingesetzt. Jetzt zeichnen sich neue Wege in der Behandlung des ADHS ab. Das Antidepressivum Atomoxetin, das zur Gruppe der spezifischen Noradrenalin- Wiederaufnahmehemmer gehört, ist in den USA zur Behandlung von ADHS bei Kindern und Erwachsenen bereits zugelassen. Für die Durchsicht des Manuskriptes danken wir PD Dr. med. Josef Schöpf, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich. Dieser Artikel wurde im Auftrag der AKA geschrieben von: Dr. Christina Ruob Fuchs, Apothekerin, Zürich, Dr. Marianne Beutler, Geschäftsführerin AKA Korrespondenzadresse: Arzneimittelkommission der Schweizer Apotheker AKA Postfach Bern Tel Fax Literatur auf Anfrage Bild: PhotoCase.com ADHS ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Störung der Konzentrationsfähigkeit, der Planungs- und Handlungskontrolle und der Impulskontrolle sowie durch motorische Hyperaktivität. Etwa 5 bis 6 Prozent der Kinder und 1 bis 4 Prozent der Erwachsenen sind von ADHS betroffen. Man geht heute davon aus, dass eine gestörte Signalübermittlung in Gehirn die Ursache für die Erkrankung ist, die genetische Grundlagen hat. Eine wichtige Rolle spielen Dopamin und Noradrenalin, deren Stoffwechsel gestört ist. Neben Lern- und Verhaltensstörungen kann ADHS auch Depressionen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen auslösen. Alle Publikationen der AKA sind als pdf-datei auf der AKA-Homepage (www.aka.ch) unter der Rubrik Publikationen zu finden. La traduction française paraîtra dans un prochain numéro du JPSh. 81 Schweizer Apothekerzeitung, 3/06

DiewichtigstenPsychopharmaka

DiewichtigstenPsychopharmaka DiewichtigstenPsychopharmaka 1. Antidepressiva Antidepressiva sind eine heterogene Gruppe von Pharmaka, die bei depressiven Syndromen unterschiedlichster Herkunft und Charakteristik einen stimmungsaufhellenden

Mehr

Internationales Tinnitus Symposium

Internationales Tinnitus Symposium Internationales Tinnitus Symposium Samstag, 11. Dezember 2010 Anlässlich der Veröffentlichung des Buches Textbook of Tinnitus 09:00 Begrüßung J Strutz, G Hajak INTERNATIONALES TINNITUS SYMPOSIUM 2010 09:10-09:45

Mehr

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Generalisierte Angststörung 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Überblick GAS: Einführung, Erscheinungsbild, Epidemiologie, Komorbidität, DiagnosLk, 3- Faktoren- Modell Medikamente

Mehr

Der Angst die Zähne zeigen

Der Angst die Zähne zeigen Der Angst die Zähne zeigen Angstbewältigungsgruppe DentaPsychHH Universität Hamburg Dentalphobien (Zahnbehandlungsängste) mit einem psychologischen Kurzzteittraining überwinden Zahnbehandlungsangst Zahnbehandlungsphobie

Mehr

Verlassen Sie den Teufelskreislauf

Verlassen Sie den Teufelskreislauf Verlassen Sie den Teufelskreislauf Wir begleiten Sie! Den Teufelskreislauf verlassen: Wo ist der Ausgang? Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen großen Leidensdruck. Ihr Alltag insbesondere ihre

Mehr

Die Behandlung der Angsterkrankungen

Die Behandlung der Angsterkrankungen Die Behandlung der Angsterkrankungen Teil 1: Panikstörung, Agoraphobie, generalisierte Angststörung, soziale Phobie, spezifische Phobien 1 Martin E. Keck a, Axel Ropohl a, Michael Rufer b, Ulrich Michael

Mehr

Neue Schweizerische Empfehlungen für die Behandlung von Angsterkrankungen

Neue Schweizerische Empfehlungen für die Behandlung von Angsterkrankungen Panik, generalisierte ngststörung und Phobien Neue Schweizerische Empfehlungen für die Behandlung von ngsterkrankungen MRTIN EKKEHRD KECK, ZÜRICH* Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Martin E. Keck martin.keck@clienia.ch

Mehr

Vortrag zum Thema: Angst

Vortrag zum Thema: Angst Rehazentrum Bad Dürrheim Klinik Hüttenbühl der Deutschen Rentenversicherung Bund Vortrag zum Thema: Angst Formen der Angst: Wie viele sind betroffen? Alltagsängste und Stress: Alle Menschen sind betroffen

Mehr

Angststörungen. Medikamentöse Therapie. Konsensus-Statement State of the art 2004

Angststörungen. Medikamentöse Therapie. Konsensus-Statement State of the art 2004 sonderausgabe november 2004 Das Medium für Psychiatrie und Neurologie in Kooperation mit der ÖGPB Angststörungen Medikamentöse Therapie P.b.b. Verlagspostamt 1050 Wien, Zulassungsnummer: GZ 02Z032080 M

Mehr

Angst- und Zwangsstörungen

Angst- und Zwangsstörungen HEICUMED Angst- und Zwangsstörungen Annett Pröger Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg Überblick 1. Beschreibung der Störungen, Klassifikation 2. Epidemiologie 3. Erklärungsansätze 4. Behandlungsansätze

Mehr

Angststörungen Medikamentöse Therapie

Angststörungen Medikamentöse Therapie sonderausgabe september 2009 Angststörungen Medikamentöse Therapie P.b.b. Verlagspostamt 1050 Wien, Zulassungsnummer: GZ 02Z032080 M Konsensus-Statement State of the art 2009 Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael

Mehr

Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen. Grundbedingungen

Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen. Grundbedingungen Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen Grundbedingungen Multimorbidität Psychisch kranke Ältere leiden häufig auch an körperlichen Gesundheitsstörungen. Körperliche und psychische Erkrankungen

Mehr

Elterninformation zu Angststörungen

Elterninformation zu Angststörungen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie St. Annastiftskrankenhaus Karolina-Burger-Straße 51 67065 Ludwigshafen am Rhein www.st-annastiftskrankenhaus.de Elterninformation zu Angststörungen

Mehr

Psychische und Physische Probleme beim Absetzen von Antidepressiva

Psychische und Physische Probleme beim Absetzen von Antidepressiva Psychische und Physische Probleme beim Absetzen von Antidepressiva Inhalt: 1. Verlauf der Zirkelarbeit 2. Anhang: Verweis auf die Bearbeitung des Themas im Interne 3. Anhang: Übertragung und Gegenübertragung

Mehr

Ohrgeräusch oder Tinnitus?

Ohrgeräusch oder Tinnitus? Ohrgeräusch oder Tinnitus? Ja und!. med. Joachim Wichmann. Joachim Wichmann, Kölner Str. 566, 47807 Krefeld, 02151-301282. Definition Akustische Wahrnehmung, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr

Mehr

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen 1 Ausdruck 2 Auflösung Kuchendiagramm Drogen 2 Ausdruck 3 Gebrauchsinformation Alkohol A l k o h o l Wirkstoff: Ethanol C2H5OH Arzneimittel müssen für Kinder unzugänglich

Mehr

Behandlungsthemen: Hypnose ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wirksam eingesetzt verbessert sie die Symptomatik.

Behandlungsthemen: Hypnose ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wirksam eingesetzt verbessert sie die Symptomatik. Behandlungsthemen: Alkohol kontrollieren und reduzieren Allergische Reaktionen mindern Ängste, Zwänge & Phobien Angstfrei sprechen und kommunizieren Ausgebrannt sein, Burnout Beängstigende Situationen

Mehr

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen von Dr. Christine Amrhein und Fritz Propach In diesem Dossier behandeln wir u.a. folgende Themen: Was ist Psychotherapie? Was ist ein Psychotherapeut?

Mehr

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Diabetes und Depression von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Gliederung 2 Einfluss von Stimmung auf das Wohlbefinden Was ist eine Depression? Beschwerdebild, Auftreten, Entstehung

Mehr

Panikstörungen. Angst und. Eine Information für Patienten und deren Angehörige. Angst 114x210 3. 26.11.2000 10:49 Uhr Seite 1

Panikstörungen. Angst und. Eine Information für Patienten und deren Angehörige. Angst 114x210 3. 26.11.2000 10:49 Uhr Seite 1 Angst 114x210 3. 26.11.2000 10:49 Uhr Seite 1 Angst und Panikstörungen Eine Information für Patienten und deren Angehörige Lundbeck Arzneimittel Ges.m.b.H., A-1201 Wien, Brigittagasse 22 24, Tel: 01 /

Mehr

Funded by Fonds Gesundes Österreich

Funded by Fonds Gesundes Österreich Workshop held at Eating Disorders Alpbach 2012, Health Promotion and Prevention in Eating Disorders and Obesity, The 20th International Conference, October 18-20, 2012 Funded by Fonds Gesundes Österreich

Mehr

Angst- und Zwangsstörungen. Eine Information für Patienten und Angehörige

Angst- und Zwangsstörungen. Eine Information für Patienten und Angehörige Angst- und Zwangsstörungen Eine Information für Patienten und Angehörige Autoren und Redaktion haben die Angaben zu Medikamenten und ihren Dosierungen mit größter Sorgfalt und entsprechend dem aktuellen

Mehr

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Patienten mit Tinnitus

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Patienten mit Tinnitus Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Patienten mit Tinnitus der kleinen Fächer ganz gross Rheinfelder Tage lic. phil., Klinische Psychologin, Psychotherapeutin Abteilung, Bereich Medizin

Mehr

Medikamentöse Schmerztherapie - Wirkung ohne Nebenwirkungen? Welche Bedenken sind berechtigt?

Medikamentöse Schmerztherapie - Wirkung ohne Nebenwirkungen? Welche Bedenken sind berechtigt? Dr. med. Lienhard Dieterle Medikamentöse Schmerztherapie: Wirkung ohne Nebenwirkungen? Welche Bedenken sind berechtigt? Vortrag an den 2. Schmerztagen Bodensee-Oberschwaben 27. Februar 2010 Sehr geehrte

Mehr

Merkblatt bei starker Zahnarztangst und Dentophobie

Merkblatt bei starker Zahnarztangst und Dentophobie Merkblatt bei starker Zahnarztangst und Dentophobie Was ist Zahnarztangst bzw. Dentophobie? Unter dem Begriff Dentophobie versteckt sich eine häufig belastende, übersteigerte Angst vor Zahnbehandlungen

Mehr

Psychische Folgen, die ein Angriff nach sich ziehen kann

Psychische Folgen, die ein Angriff nach sich ziehen kann Psychische Folgen, die ein Angriff nach sich ziehen kann Gewalterfahrungen können das seelische, körperliche und soziale Gleichgewicht eines Menschen in erheblichem Ausmaß beeinträchtigen und zu gesundheitlichen

Mehr

Essstörungen Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ) Köln J. Paruch, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin

Essstörungen Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ) Köln J. Paruch, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin Definition und Beschreibung der Symptomatik: Innerhalb der Essstörungen werden vorrangig zwei Störungsbilder unterschieden, die Anorexia nervosa (Anorexie, Magersucht ) und die Bulimia nervosa (Bulimie,

Mehr

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen.

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen. Medical Tribune Praxis-Handbuch Experten 271 Unsere Experten An diesem Buch haben verschiedene Experten mitgewirkt, indem sie Know-how und Material beigesteuert haben. Es sind auf die Beratung, Betreuung

Mehr

Gene, Umwelt und Aktivität

Gene, Umwelt und Aktivität Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Ein aktiver Lebensstil beeinflusst vielleicht die Krankheitssymptome

Mehr

AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT

AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT Prof. Dr. med. habil. Dipl. Psych. Dieter Seefeldt 30.08.2006 1 2 Tinnitus: Grundsätzliches Definition Häufigkeit Geräuschqualität Einteilung akut /

Mehr

Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt?

Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt? Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt? 5 6 Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt? Dieser Test vermittelt Ihnen selbst einen Eindruck darüber, wie sehr

Mehr

Hepatitis C und Psyche. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien

Hepatitis C und Psyche. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Hepatitis C und Psyche Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Bedeutung der Diagnose Aussage einer Betroffenen nach Information über eine Hepatitis C - Infektion.ich

Mehr

Die Last der kranken Leber auf Leib und Seele. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien

Die Last der kranken Leber auf Leib und Seele. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Die Last der kranken Leber auf Leib und Seele Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Lebensqualität bei Lebererkrankung Chronic Liver Disease Questionnaire 8

Mehr

Angststörungen: Klassifikation, Diagnostik und Therapie

Angststörungen: Klassifikation, Diagnostik und Therapie Angststörungen: Klassifikation, Diagnostik und Therapie Angststörungen stellen ein Erkrankungsspektrum dar, dessen Therapie einen substanziellen Anteil der allgemeinärztlichen und psychiatrischen Behandlungstätigkeit

Mehr

Angststörungen - psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte. Prof. Dr. Eric Leibing. SoSe2012

Angststörungen - psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte. Prof. Dr. Eric Leibing. SoSe2012 - psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte Prof. Dr. Eric Leibing SoSe2012 Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Fight and Flight Aktivierung HPA-Achse mit Erhöhung von: Frequenz

Mehr

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Dr. rer. nat. Christian Franken Chief Pharmacist DocMorris Dr. rer. nat. Friederike Geiss Senior Pharmacist DocMorris Ing. Bogdan Vreuls Corporate

Mehr

Lass die dunklen Wolken ziehen!

Lass die dunklen Wolken ziehen! Lass die dunklen Wolken ziehen! Wege aus Angst und Depression P A T I E N T E N - I N F O R M A T I O N Lass die dunklen Wolken ziehen! Wege aus Angst und Depression 1. WENN DIE SEELE KRANK WIRD INHALT

Mehr

Acetaminophen F (Paracetamol) N-Acetylprocainamid F (NAPA) Acetylsalicylsäure F. Ajmalin F. Amantadin F. Amikacin F. Amiodaron.

Acetaminophen F (Paracetamol) N-Acetylprocainamid F (NAPA) Acetylsalicylsäure F. Ajmalin F. Amantadin F. Amikacin F. Amiodaron. 5-25 g/ml toxisch: > 100 g/ml 6 20 g/ml toxisch: > 40 g/ml Acetaminophen F (Paracetamol) N-Acetylprocainamid F (NAPA) Acetylsalicylsäure F Analgetikum: 20 50 g/mi Antirheumatikum: 50 250 g/ml toxisch:

Mehr

MS 10 Fragen und Antworten

MS 10 Fragen und Antworten Hintergrundinformation MS 10 Fragen und Antworten Was ist MS? Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Bei der MS handelt

Mehr

S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen. Schnelleinstieg

S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen. Schnelleinstieg 1 S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen Bandelow, B.; Wiltink, J.; Alpers, G.W.; Benecke, C.; Deckert, J.; Eckhardt-Henn, A.; Ehrig, C., Engel, E.; Falkai, P.; Geiser, F.; Gerlach, A.L.; Harfst, T.;

Mehr

Wir reden über alles. Auch über psychische Gesundheit und Krankheiten. Informationen und Gesprächstipps

Wir reden über alles. Auch über psychische Gesundheit und Krankheiten. Informationen und Gesprächstipps Auch über psychische Gesundheit und Krankheiten. Informationen und Gesprächstipps Darüber reden ist wichtig Die Kampagne «Wie geht s Dir?» Über psychische Erkrankungen zu sprechen, fällt den meisten von

Mehr

Schmerz- und Palliativzentrum Rhein-Main

Schmerz- und Palliativzentrum Rhein-Main Schmerz- und Palliativzentrum Rhein-Main in Wiesbaden und Frankfurt IGeL Individuelle Gesundheits- Leistungen IGeL Individuelle Gesundheits-Leistungen IGeL-Leistungen sind Leistungen, welche nicht von

Mehr

4. Aalener Schmerztag. Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie

4. Aalener Schmerztag. Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie 4. Aalener Schmerztag Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie Dr. med. Martin von Wachter Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin bio Differentialdiagnostik Gewebeschädigung

Mehr

Wissenswertes über. Angststörungen. Ein Patientenratgeber der HEXAL AG

Wissenswertes über. Angststörungen. Ein Patientenratgeber der HEXAL AG Wissenswertes über Angststörungen Ein Patientenratgeber der HEXAL AG Impressum Inhalt 3 Inhalt Vorwort 6 Angst Schutz und Qual zugleich 9 Alarm im Körper Angst als Schutzfunktion 9 Qual ohne Ende Angst

Mehr

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien: Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung u Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung

Mehr

Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor

Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor Die Sprechstunde für Kopf- und Gesichtsschmerzen In der Sprechstunde für Patienten mit Kopf- und Gesichtsschmerzen erfolgt die Diagnostik und Behandlung

Mehr

Somatopsychische Zusammenhänge bei Diabetespatienten in Psychotherapie

Somatopsychische Zusammenhänge bei Diabetespatienten in Psychotherapie Somatopsychische Zusammenhänge bei Diabetespatienten in Psychotherapie Dipl. Psych. Susan Clever Psychol. Psychotherapeutin/Psychodiabetologie Fachpsychologin DDG Diabetespraxis Hamburg-Blankenese Für

Mehr

1. Angst-, Zwangs- & posttraumatische Störungen. Überblick über wichtige und häufige psychische Störungen. Worüber sprechen wir heute?

1. Angst-, Zwangs- & posttraumatische Störungen. Überblick über wichtige und häufige psychische Störungen. Worüber sprechen wir heute? Überblick über wichtige und häufige psychische Störungen (Vorlesungen 03-09) 1. Angst-, Zwangs- & posttraumatische Störungen (Vorlesung 03) 1 4 2 Überblick über die Vorlesung 01 02 03 04 (05 06 07 08 09

Mehr

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier:

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier: Keine Sorge, es gibt schnelle Hilfe. Überreicht durch: Fest steht: Es bringt gar nichts, einfach nur abzuwarten. Wann? Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser eventuell kann es sogar sein, dass

Mehr

Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung

Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Dr. Michael Svitak Zentrum für verhaltenstherapeutische Medizin Klinikum Staffelstein Handbuch zum Leitfaden 2005

Mehr

Wir reden über alles. Auch über psychische Gesundheit und Krankheiten.

Wir reden über alles. Auch über psychische Gesundheit und Krankheiten. Mehr Informationen auf www.wie-gehts-dir.ch Gesprächstipps für Betroffene und ihr Umfeld Informationen zu verschiedenen psychischen Erkrankungen Anregungen zur Pflege der psychischen Gesundheit Informationen

Mehr

komorbiden Störungen

komorbiden Störungen Übersicht Review Neuropsychiatrie, Band 21, Nr. 3/2007, S. 187 206 Medikamentöse Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) und komorbiden Störungen Georg Wiesegger 1, 2, Christian

Mehr

WAHN ODER WIRKLICHKEIT? Informationen zum Thema Psychose. allesgutebasel.ch

WAHN ODER WIRKLICHKEIT? Informationen zum Thema Psychose. allesgutebasel.ch WAHN ODER WIRKLICHKEIT? Informationen zum Thema Psychose allesgutebasel.ch Psychose zwischen Wahn und Wirklichkeit Psychose ist ein Überbegriff für Erkrankungen, bei denen es bei Betroffenen zu einer Veränderung

Mehr

THERAPIEEMPFEHLUNGEN DER ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT 2. AUFLAGE 2003 ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT

THERAPIEEMPFEHLUNGEN DER ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT 2. AUFLAGE 2003 ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT Arzneiverordnung in der Praxis THERAPIEEMPFEHLUNGEN DER ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT 2. AUFLAGE 2003 ARZNEIMITTELKOMMISSION DER DEUTSCHEN ÄRZTESCHAFT Evidenz in der Medizin Die Wirksamkeit

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort zur deutschen Ausgabe... Geleitwort... Vorwort... XVII

Inhaltsverzeichnis. Vorwort zur deutschen Ausgabe... Geleitwort... Vorwort... XVII Inhaltsverzeichnis Vorwort zur deutschen Ausgabe.................................... Geleitwort...................................................... XIII XVI Vorwort........................................................

Mehr

Bei Depressionen ist eine rasche Behandlung entscheidend. Eine Informationsbroschüre der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz

Bei Depressionen ist eine rasche Behandlung entscheidend. Eine Informationsbroschüre der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz Bei Depressionen ist eine rasche Behandlung entscheidend Eine Informationsbroschüre der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz Depression: die häufigste psychische Erkrankung...4 Eine Depression

Mehr

Posttraumatischer Stress: Eine normale Reaktion auf abnormale Erlebnisse

Posttraumatischer Stress: Eine normale Reaktion auf abnormale Erlebnisse Posttraumatischer Stress: Eine normale Reaktion auf abnormale Erlebnisse Typische Reaktionen und Gefühle nach einem traumatischen Erlebnis oder seelischen Schock und wie Sie unter anderem mit Hilfe Ihres

Mehr

Posttraumatische Belastungsstörungen nach Misshandlung/Missbrauch Behandlungsansätze

Posttraumatische Belastungsstörungen nach Misshandlung/Missbrauch Behandlungsansätze 1. Symposium der Kinderschutzgruppe am UKS 25. April 2012 Posttraumatische Belastungsstörungen nach Misshandlung/Missbrauch Behandlungsansätze Dr. phil. Monika Equit, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Mehr

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Substanzinduzierten Störungen

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Substanzinduzierten Störungen Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Substanzinduzierten Störungen Psychopharmaka Neuropharmaka Richtig angewandt ist das Medikament in der Psychiatrie ein Instrument der Befreiung - Franco Basaglia

Mehr

Prüfungsangst Sämtliche CD-Inhalte als MindMap zur Übersicht und Lernkontrolle

Prüfungsangst Sämtliche CD-Inhalte als MindMap zur Übersicht und Lernkontrolle Sämtliche CD-Inhalte als MindMap zur Übersicht und Lernkontrolle Du kannst es! 2 1 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Waagrecht 1 Was sollte man sich nach einer Prüfung gönnen? 2 Welches Hormon wird durch die Nebenniere

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort

Inhaltsverzeichnis. Vorwort Inhaltsverzeichnis Vorwort 1. Was ist Angst? 1.1 Angst ist ein normales Gefühl 1.2 Angst zeigt sich unterschiedlich 1.3 Angst hat verschiedene Gründe 1.4 Warum entwickeln Menschen Angst? 1.5 Wie verläuft

Mehr

Wenn Eltern erkranken Belastungen von Kindern und Jugendlichen krebserkrankter Erwachsener

Wenn Eltern erkranken Belastungen von Kindern und Jugendlichen krebserkrankter Erwachsener CAMPUS GROSSHADERN PSYCHO-ONKOLOGIE AN DER MEDIZINISCHEN KLINIK UND POLIKLINIK III Wenn Eltern erkranken Belastungen von Kindern und Jugendlichen krebserkrankter Erwachsener Pia Heußner Psycho-Onkologie

Mehr

Depression und autobiographisches Gedächtnis. Daniel Konermann

Depression und autobiographisches Gedächtnis. Daniel Konermann Depression und autobiographisches Gedächtnis Daniel Konermann Was ist autobiographisches Gedächtnis? 2 Autobiographical Memory Test (AMT) von Williams und Broadbent (1986) Nennen sie auf die im Folgenden

Mehr

Die Soziale Phobie: Ätiologie, Diagnostik und Behandlung

Die Soziale Phobie: Ätiologie, Diagnostik und Behandlung PRAXIS Schweiz Med Forum 2007;7:225 230 225 Die Soziale Phobie: Ätiologie, Diagnostik und Behandlung Torsten Berghändler, Rolf Dieter Stieglitz, Noortje Vriends Psychosomatik, Klinik Gais AR Quintessenz

Mehr

Medikamente zur Behandlung von Essstörungen

Medikamente zur Behandlung von Essstörungen 31 Medikamente zur Behandlung von Essstörungen.1 Übersicht Unter Essstörungen versteht man persistierende Störungen des Essverhaltens, die zu einem veränderten Konsum oder einer Malabsorption von Nahrung

Mehr

IPVT - Institut für Psychosomatik und Verhaltenstherapie Alberstraße 15, 8010 Graz, Tel. +43 316 84 43 45, office@psychosomatik.

IPVT - Institut für Psychosomatik und Verhaltenstherapie Alberstraße 15, 8010 Graz, Tel. +43 316 84 43 45, office@psychosomatik. ZWANGSSTÖRUNG Zwänge sind eine besondere Form der Ängste. Bei Zwängen ist es so, dass man ein Unheil befürchtet, und alles tut, um diese befürchtete Katastrophe zu verhindern. Es gibt z.b. bestimmte Gedanken

Mehr

Tinnitus und Hörschädigung RATGEBER 9

Tinnitus und Hörschädigung RATGEBER 9 Tinnitus und Hörschädigung RATGEBER 9 Was ist Tinnitus? auf. Ohrgeräusche, Ohrensausen klingeln, brummen, pfeifen Hörempfindungen unterschiedlichster Art, die nicht von einer Schallquelle außerhalb des

Mehr

Begutachtung von Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma. Martin Tegenthoff Neurologische Universitätsklinik BG-Kliniken Bergmannsheil Bochum

Begutachtung von Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma. Martin Tegenthoff Neurologische Universitätsklinik BG-Kliniken Bergmannsheil Bochum von Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma Martin Tegenthoff Neurologische Universitätsklinik BG-Kliniken Bergmannsheil Bochum Schädel-Hirn etwa 200.000-280.000/Jahr 80% leicht 10% mittelschwer 10% schwer

Mehr

Fragebogen nach Dr. med. Carl Pfeiffer

Fragebogen nach Dr. med. Carl Pfeiffer -1/6- Dr.med.Ulrich Kraft Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Ernährungsmedizin Buttlarstr.20, 36039 Fulda Tel. 0661-48 01 24 22 Fax 0661-48 01 24 24 Email: mein-kinderarzt@arcor.de www.ulrich-kraft.de

Mehr

Anmeldebogen. Spezialsprechstunde Depersonalisation und Derealisation

Anmeldebogen. Spezialsprechstunde Depersonalisation und Derealisation Direktor: Univ.-Prof. Dr. M.E. Beutel Anmeldebogen Spezialsprechstunde Depersonalisation und Derealisation Liebe Patientin, lieber Patient, Sie interessieren sich für eine Beratung in unserer Spezialsprechstunde

Mehr

Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose

Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose Prof. Dr. Sylvia Kotterba Ammerland-Klinik GmbH Westerstede, Neurologische Klinik Was versteht der Patient unter Schläfrigkeit? Schlafdrang Antriebslosigkeit

Mehr

Was sind die häufigsten psychischen Störungen in Deutschland?

Was sind die häufigsten psychischen Störungen in Deutschland? Was sind die häufigsten psychischen Störungen in Deutschland? Hans-Ulrich Wittchen & Frank Jacobi Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie und Center for Clinical Epidemiology and Longitudinal

Mehr

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern U N I V E R S I TÄRE PSYCHIATRISCHE D I E N S TE B E R N ( U P D ) D I R E K T I O N AL T E R S P S Y C H I AT R I E Alkohol im Alter Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012

Mehr

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld -

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - zur Prophylaxe von Thrombosen und Schlaganfällen und Therapie bei thromboembolischen Erkrankungen Ersatz für Marcumar oder Heparin? Seit 2011 werden

Mehr

Inhalt Aktuelles: Gesetze... 1. Betäubungsmittelrecht... 1 Aktuelles: Arzneimittel... 4

Inhalt Aktuelles: Gesetze... 1. Betäubungsmittelrecht... 1 Aktuelles: Arzneimittel... 4 Ausgabe 5, September-Oktober 2012 APM Newsletter Neuigkeiten von Arzneimittel in der Palliativmedizin APM Inhalt Aktuelles: Gesetze... 1 Betäubungsmittelrecht... 1 Aktuelles: Arzneimittel... 4 Bisphosphonate...

Mehr

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients BASG / AGES Institut LCM Traisengasse 5, A-1200 Wien Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen: 27.05.2015 Mag. pharm. Dr. Ulrike Rehberger REGA +43 (0) 505 55 36258 pv-implementation@ages.at

Mehr

MEDIZINISCHE VERSORGUNG Niedergelassene Psychotherapeuten

MEDIZINISCHE VERSORGUNG Niedergelassene Psychotherapeuten MEDIZINISCHE VERSORGUNG Niedergelassene Psychotherapeuten Dipl.-Psych. Antoinette v. Egidy Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie In den Gassäckern 11 -Sickingen Tel.: 07471/620281 Fax: 07471/933159

Mehr

Traditionelle Chinesische Medizin und Osteopathie

Traditionelle Chinesische Medizin und Osteopathie Traditionelle Chinesische Medizin und Osteopathie Die Traditionelle Chinesische Medizin Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet Krankheiten aus einer völlig anderen Sicht als die Schulmedizin.

Mehr

Lithium? Und sonstige?

Lithium? Und sonstige? Lithium? Und sonstige? Renate Schepker Pharmageld? Für Vorträge von Astra - Zeneca von Janssen-Cilag Keine Studien, keine Gremien, keine Aktien Lithium immer noch 1. Wahl in den kinder-jugendpsychiatrischen

Mehr

für Psychotherapie Individuelle intensive Kurzzeittherapie für Erwachsene und Jugendliche bei: Angststörungen Zwangserkrankungen

für Psychotherapie Individuelle intensive Kurzzeittherapie für Erwachsene und Jugendliche bei: Angststörungen Zwangserkrankungen für Psychotherapie Individuelle intensive Kurzzeittherapie für Erwachsene und Jugendliche bei: Angststörungen Zwangserkrankungen Bulimische Essstörungen (auch Binge Eating) Magersucht (anorektische Essstörung

Mehr

Zur Psychotherapie und Pharmakotherapie der Angststörungen

Zur Psychotherapie und Pharmakotherapie der Angststörungen Übersicht Review Neuropsychiatrie, Band 22, Nr. 2/2008, S. 51 70 Zur Psychotherapie und Pharmakotherapie der Angststörungen Hans-Peter Kapfhammer Klinik für Psychiatrie, Medizinische Universität Graz Schlüsselwörter:

Mehr

Luftnot - was tun? Symptomkontrolle bei Palliativpatienten

Luftnot - was tun? Symptomkontrolle bei Palliativpatienten - was tun? Symptomkontrolle bei Palliativpatienten Atmung Norbert Krumm HOPE 2006: Probleme 2-3 zu Beginn 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Schmerzen 2006 Übelkeit 2005 Erbrechen Verstopfung Schw äche Appetitmangel

Mehr

Was Sie schon immer zum Reizdarmsyndrom wissen wollten. Interessante Informationen Zur Erkennung und Behandlung

Was Sie schon immer zum Reizdarmsyndrom wissen wollten. Interessante Informationen Zur Erkennung und Behandlung Was Sie schon immer zum Reizdarmsyndrom wissen wollten Interessante Informationen Zur Erkennung und Behandlung 1 Was Sie schon immer zum Reizdarmsyndrom wissen wollten Was sind die typischen Beschwerden?

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Volkskrankheit Diabetes 32

Labortests für Ihre Gesundheit. Volkskrankheit Diabetes 32 Labortests für Ihre Gesundheit Volkskrankheit Diabetes 32 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Volkskrankheit Diabetes Das sollten Sie wissen Sechs Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes Tendenz

Mehr

Was tun, wenn die antidepressive Behandlung versagt?

Was tun, wenn die antidepressive Behandlung versagt? Therapieresistenz Was tun, wenn die antidepressive Behandlung versagt? Die Therapie mit dem ersten Antidepressivum wirkt längst nicht bei jedem Patienten. In diesen Fällen gibt es verschiedene medikamentöse

Mehr

AUSWEGE. EIN PATIENTEN-LEITFADEN BEI DEPRESSION UND ANGST.

AUSWEGE. EIN PATIENTEN-LEITFADEN BEI DEPRESSION UND ANGST. AUSWEGE. EIN PATIENTEN-LEITFADEN BEI DEPRESSION UND ANGST. Die vorliegende Broschüre wurde unter der Ägide der Österreichischen Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB)

Mehr

Info. Epilepsie-Liga. Epilepsie. Medikamentöse Behandlung

Info. Epilepsie-Liga. Epilepsie. Medikamentöse Behandlung Epilepsie-Liga Schweizerische Liga gegen Epilepsie Ligue Suisse contre l Epilepsie Lega Svizzera contro l Epilessia Swiss League Against Epilepsy Info Epilepsie Medikamentöse Behandlung Muss eine Behandlung

Mehr

Informationen zum Thema Arzneimitteldokumentation und Arzneimitteltherapiesicherheit

Informationen zum Thema Arzneimitteldokumentation und Arzneimitteltherapiesicherheit Gesundheitskarte AKTUELL Informationen zum Thema Arzneimitteldokumentation und Arzneimitteltherapiesicherheit Arzneimittel sind ein elementarer Bestandteil in der modernen medizinischen Behandlung. Bei

Mehr

Entwicklungsaspekte. Inanspruchnahme professioneller Hilfen. Prävalenz psychischer Auffälligkeiten (introversive Störungen)

Entwicklungsaspekte. Inanspruchnahme professioneller Hilfen. Prävalenz psychischer Auffälligkeiten (introversive Störungen) Das psychisch auffällige Kind Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne Beispiel Depression: Direkte Kosten in der BRD in 2002-4 Milliarden Euro Depression beginnt meist im Kindes- und Jugendalter und verläuft häufig

Mehr

Therapie von Angststörungen ein Überblick über sporttherapeutische Behandlungskonzepte verschiedener Kliniken (Internetrecherche Januar 2010)

Therapie von Angststörungen ein Überblick über sporttherapeutische Behandlungskonzepte verschiedener Kliniken (Internetrecherche Januar 2010) Therapie von Angststörungen ein Überblick über sporttherapeutische Behandlungskonzepte verschiedener Kliniken (Internetrecherche Januar 2010) Klinikgruppe Enzensberg Parklandklinik Angststörungen - Angsterkrankungen

Mehr

Depression. Informationen für Patienten und Angehörige.

Depression. Informationen für Patienten und Angehörige. Depression. Informationen für Patienten und Angehörige. INHALTSVERZEICHNIS Depression. Liebe Leserin, lieber Leser, in bestimmten Situationen ist es ganz normal und auch wenig überraschend, niedergeschlagen,

Mehr

Spezifische Immuntherapie SCIT & SLIT. Dr. Gertrude Grander

Spezifische Immuntherapie SCIT & SLIT. Dr. Gertrude Grander Spezifische Immuntherapie SCIT & SLIT Dr. Gertrude Grander Relevanz? 25-30% Allergiker in der westl. Welt Pollenflug in Europa: früher länger intensiver Hitliste Allergene (westliche Welt) Gräser ( Phlp5,

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER. Normhydral - lösliches Pulver

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER. Normhydral - lösliches Pulver GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER Normhydral - lösliches Pulver p 1/5 Wirkstoffe: Wasserfreie Glucose, Natriumchlorid, Natriumcitrat, Kaliumchlorid Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage

Mehr

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Gynäkologie Schwangerschaft Infertilität Kinderwunsch

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Gynäkologie Schwangerschaft Infertilität Kinderwunsch Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Gynäkologie Schwangerschaft Infertilität Kinderwunsch Inhaltsverzeichnis Infertilität und Kinderwunsch Schwangerschaftsbegleitung Stillzeit Menstruationsbeschwerden

Mehr

JT Stahmeyer, S Zastrutzki, N Nyenhuis, B Kröner-Herwig, B Jäger, C Krauth

JT Stahmeyer, S Zastrutzki, N Nyenhuis, B Kröner-Herwig, B Jäger, C Krauth Kosteneffektivität sekundärpräventiver Maßnahmen zur Vermeidung einer Anpassungsstörung bei akutem Tinnitus medienbasierte Programme vs. Gruppenschulung, S Zastrutzki, N Nyenhuis, B Kröner-Herwig, B Jäger,

Mehr

Antidepressiva: Innovationen und Scheininnovationen

Antidepressiva: Innovationen und Scheininnovationen Antidepressiva: Innovationen und Scheininnovationen Klaus Lieb Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Unabhängige Fortbildung Prof. Lieb Klinik für Psychiatrie und Verordnungen von Psychopharmaka

Mehr

ZENTRUM FÜR ALTERSMEDIZIN und Entwicklungsstörungen

ZENTRUM FÜR ALTERSMEDIZIN und Entwicklungsstörungen ZENTRUM FÜR ALTERSMEDIZIN und Entwicklungsstörungen Dr. I. Paikert-Schmid B. Wermuth ärztliche Leitung Pflegedienstleitung Derzeitige Struktur Versorgungsbereich und Spezialangebote kbo-isar-amper-klinikum

Mehr

Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR:

Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR: München, den 08.01.2015 Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR: TRANSLARNA TM mit dem Wirkstoff Ataluren Liebe Patienten, liebe Eltern, In einem Schreiben

Mehr

Glücksspiel ist kein Kinderspiel

Glücksspiel ist kein Kinderspiel Glücksspiel ist kein Kinderspiel Wien, 06. April 2013 Mag. Doris Malischnig Leiterin Abteilung Prävention Casinos Austria-Österreichische Lotterien Historie Glücksspiel Jüngere Steinzeit: Würfel und Brettspiele

Mehr

Fall Nicht verhungern, nicht verdursten zum Problem der Sondenernährung

Fall Nicht verhungern, nicht verdursten zum Problem der Sondenernährung Ethik Med (2001) 13:253 Fall Nicht verhungern, nicht verdursten zum Problem der Sondenernährung Herr A., ein 88jähriger Patient mit einem insulinpflichtigen Diabetes wird Anfang Juni in seiner Wohnung

Mehr