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2 Inhalt 1 In eigener Sache Sehr geehrte Privatanleger! Lassen Sie uns gemeinsam den Index schlagen! Große gehen. Wir bleiben! Don t lose! Ausgeladen! Meine Tante, das Aktiengenie! Um das Rennen als Erster zu beenden, müssen Sie zuerst das Rennen beenden! Rückblick auf ein Börsenjahrzehnt Einleitung Beginnender Optimismus und erste Crashwarnungen ( ) Erste Warnsignale: Der Markt straft überproportional Ich ärgere mich! Krisenvorsorge Sieben fette Jahre, sieben magere Jahre Börsengang für Private Equity ist das der Anfang vom Ende? Die Finanzkrise ( ) Es geht los! Die Immobilienkrise das Schlimmste kommt noch Kaufen Sie keine Aktien aufgrund der Subprime-Krise! Verkaufen Sie keine Aktien aufgrund der Subprime-Krise! Drei Komma drei Prozent Wirtschaftswachstum: Ha, ha, ha! Die Krise ist da! Panik, Panik, Panik... 48

3 2.2.7 Bitte keine Euphorie! Derzeit läuft Schrott am besten Anlageperspektiven Die Eurokrise ( ) Was heißt die Griechenland-Krise für Sie? Ich bin stolz auf Sie! Wer spricht noch vom schwachen Euro? China ist Nummer 2! Night of the Living Fed Fällt der Dollar? Libyen, Griechenland, Spanien Der Zusammenbruch des Dollar? USA, Dollar, Europa, Gold es geht los Endspiel Stichtag 2. August Lebensversicherungen in Gefahr? Euro-Gipfel: Zaghafte Ansätze, viel Kosmetik Der Schwanz wackelt mit dem Hund In Spanien gehen die Lichter aus Warum sind Südaktien so billig? Fakten, Fakten, Fakten Die Bazooka ist in Stellung gebracht Gesund ist das alles nicht Kommt die Inflation? Eurokrise ist das Schlimmste vorüber? Wo ist sie denn, die Eurokrise? Jetzt kommt bald der Crash! In Japan fängt es an! Fünf Komma vier Prozent Produkte und Praktiken vor allem negative und betrügerische Praktiken der Branche Einleitung Finger weg von Hedgefonds Aktienanleihen und Discountzertifikate ein riskantes Spiel... 97

4 3.3 Rollierende Discountzertifikate eine sinnvolle Anlage? Strukturierte Produkte Hedgefonds: Ich habe es Ihnen gesagt! Zu Tisch mit einer Heuschrecke Kommen Sie mir nicht noch einmal mit Dach-Hedgefonds! Expresszertifikate und warum Sie die Finger davon lassen sollten Verbraucherzentrale unterliegt Peinlich, peinlich (aber zu erwarten) Es geht schon wieder los Börsengänge: Produkte, um Anlegern das Geld aus der Tasche zu ziehen Warum ich Goldman Sachs verlasse Investieren, die Grundlagen Einleitung Grundlagenwissen/Akademie Value Investing Was ist Value Investing? Großes Interview mit Bruce Greenwald Investoren-Akademie: Graham-Investing und Buffett-Investing Investoren-Akademie: Growth, Value und Momentum Aktienstrategien, die funktionieren Warum Indexinvesting nicht das Gelbe vom Ei ist Festverzinsliche Wertpapiere Investoren-Akademie: Asset Allocation: Liquidität (Termingeld, Anleihen) oder Aktien? Wie teuer sind die Märkte? Wann raus? Investoren-Akademie: Investieren in Seitwärtsmärkten Manager und Eigentümer

5 4.2 Börsenstrategien Mein Bruder, der Superinvestor Warum»Halteempfehlungen«gute Empfehlungen sind! Nicht jeder Tag ist Kauftag! Stop! Im Namen des Loss! Gewinner- und Verliererspiele Zwei Arten von Unsicherheit Auf dem Weg nach unten kaufen, auf dem Weg nach oben verkaufen! Take care of the downside Rückenwind oder Gegenwind? Garantien gibt Dir keiner! Halten Sie sich an das Reinheitsgebot! und wenn alle Leute im Land Wertpapieranalysten würden Wie man sich auch als Value-Anleger etwas selbst vormachen kann Wann aussteigen? Was weiß BlackRock, was die Deutschen nicht wissen? Eine Strategie ist eine Strategie ist eine Strategie Weniger ist mehr! Anlegerfallen und Börsenpsychologie Hedgefonds die»piratenschiffe von heute« Richten Sie sich auf einen Absturz von 30 % ein Auch Value Investoren irren Hüten Sie sich vor der dunklen Seite! Schockstarre Kämpfen Sie nicht den letzten Kampf! Große Sorgen Krank. Aktienkrank! Finger weg von Mittelstandsanleihen! Das ist nicht vermittelbar

6 Sie sind nicht so dumm, wie Sie meinen (Psychotherapie für Bärenmärkte) Der Drang, zu handeln Noch einmal: Finger weg von Mittelstandsanleihen Aktien Einleitung Berkshire Wie viel ist Berkshire Hathaway wert? Berkshire, Berkshire, Berkshire! Last Man Standing So dumm sind Zeitungsjournalisten Beispiel Berkshire Noch mal Berkshire Berkshire so gut wie Cash Das neue Jahr 2013 fängt gut an United Internet freenet.de und United Internet Haben Sie den Mut? In wen würden Sie investieren? Analyse: Internet Service Provider mit Biss Analyse: Härtere Zeiten, aber top bleibt top United Internet einen Unternehmer haut nichts um! Nestlé Genießen Sie sichere zukünftige Gewinne Basisinvestment für jedes Depot Nach starkem Anstieg leicht unterbewertet Hightech, Internet, E-Commerce Google oder nicht Google? Freenet und die Analysten Müde Giganten Internet und E-Commerce: Eine Branche wird erwachsen

7 5.4.5 Technologie neue Value-Werte? Viel heiße Luft bei Facebook Microsoft ein hervorragendes Investment Andere Aktien Ölwerte weiterhin attraktiv Warum ich BP-Aktien kaufe und keine Probleme damit habe DaimlerChrysler und Shareholder Value Die Aktie, die keiner hatte GlaxoSmithKline und Sanofi-Aventis Juckt es schon wieder in den Fingern? Coca-Cola: Besser als Festgeld Was ist eigentlich aus XYZ geworden? Andere Anlageklassen Gold, Immobilien, Anleihen Einleitung Gold Kaufen Sie Gold! (Silber, Platin) Gold, Gold, Gold! (I) Goldrausch! Gold, Gold, Gold (II) Gold gehört in jedes Depot! Immobilien Immobilienboom? Schrecklich: minus 37 Prozent! Die Immobilie. Das»Betongold«? Anleihen Wer zocken will, kauft Anleihen! Wann kommt der Beipackzettel für Bundesanleihen? Unternehmensanleihen I Unsere Musterportfolios aus DER PRIVATINVESTOR Absichern oder laufen lassen? Vier Jahre Wachstumsportfolio und weiter top!

8 7.3 Die Entwicklung unserer Portfolios Bumm, bumm zweimal Volltreffer Na bitte, geht doch! Praktiker muss Insolvenz anmelden Armes Deutschland Private Altersvorsorge: Schlusslicht Deutschland Stabilitätspakt ade Opel: Das kommt davon! Deutschland geht s gut! Das System der Produktivkräfte Herr Bundespräsident, ich verstehe Sie! Weber, Sanio, zu Guttenberg Währungspolitische Kapitulation Es ist schon bedenklich Ich bin es langsam leid Schuldenschnitt für Griechenland: Business as usual Frau Merkel, Sie treiben Europa in den kollektiven Selbstmord! Europa ist sturmreif geschossen Nun ist es offiziell: Deutschland verarmt! Der Crashprophet-100-Prozent-Aktien-Mann Über den Autor Börsenbrief DER PRIVATINVESTOR Anlagefonds nach der Strategie von Max Otte Individuelle Vermögensberatung und verwaltung

9 1 In eigener Sache 1.1 Lassen Sie uns gemeinsam den Index schlagen! Ausgabe 41/2003 vom Es gibt eine ganz einfache Frage, mit der Sie sofort erkennen können, ob ein Portfoliomanager oder Analyst etwas taugt: Schlägt er mit seinem Portfolio den Vergleichsindex? Gelingt ihm dies, können Sie sich näher mit seinen Empfehlungen beschäftigen. Gelingt ihm dies nicht, vergessen Sie besser seine Empfehlungen. Es ist dann sehr wahrscheinlich, dass er sein Geld mit dem Füllen von Papierseiten verdient, nicht mit dem Herausfinden erfolgreicher Investments. Alle meine Musterportfolios haben den DAX geschlagen ( ), und zwar ohne häufiges Kaufen und Verkaufen. Wenn Sie mein erstes Aktienbuch Investieren statt Sparen (Econ, 2000) gelesen haben, kennen Sie das Wunder des Zinseszinses. Hätten Sie 1949 zur Gründung der Bundesrepublik in beliebige DAX-Werte investiert, hätten Sie bis heute durchschnittlich 10,1 % p. a. Rendite erzielt. Aus 1000 DM wären DM geworden. Mit meinem Kaufleute- und meinem Königsportfolio habe ich den DAX in den letzten vier Jahren um 1,9 und 1,7 % pro Jahr geschlagen. Aus 1000 DM im Jahre 1949 wären DM (Königsportfolio) und DM (Kaufleuteportfolio) geworden. In wenigen Wochen wird die Idee der IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH fünf Jahre alt. Trotz aller Turbulenzen der letzten Zeit ist es meine Verpflichtung, langfristig für Sie da zu sein. Am fand in Köln der fünfte Investorentag statt. Im Dezember 1998 wurde mir klar, dass Deutschland dringend einen unabhängigen Aktieninformationsdienst braucht. Viele Anleger waren im Neue-Markt-Fieber. Die»Hausfrauen-Hausse«bahnte sich an. Die Finanzmedien und die Analysten der Banken empfahlen unkritisch einen NEMAX-Wert nach dem anderen. Und ich warnte vor Neuemissionen und empfahl stattdessen, in solide Werte zu investieren (aber eben NICHT ganz normale 15

10 Sehr geehrte Privatanleger DAX-Werte, denn die hielt ich auch für unsolide). In meinem Regal steht noch die Kopie eines Bloomberg-Interviews aus dem Jahre 2000, in dem ich zum Beispiel vor EM.TV und Intershop warnte. Dabei bin ich kein Crash-Prophet, sondern von Natur aus ein Bulle. Gute Aktien können um viele tausend Prozent steigen, schlechte Aktien bestenfalls um 100 % fallen. Bei Aktien ist zunächst einmal die Auswahl besonders wichtig; erst an zweiter Stelle folgt die Bewertung. Hierzu habe ich die Königsanalyse entwickelt und auf meinen Namen markenrechtlich schützen lassen. Auch im Jahre 2003 haben wir einige solcher guten Aktien identifiziert: Stada (+20 %), Web.de (+142 %), Qiagen (+103 %), und die erstaunliche Bijou Brigitte (+138 %). Eine meiner Empfehlungen hat sich schlecht entwickelt: E-loan (-24 % seit meiner Empfehlung). ebay (+54 %) für mich das beste in den 90er-Jahren gegründete Unternehmen gehört für mich zu den absoluten Dauerinvestments. Langfristig kann sich der Aktienkurs dieses Unternehmens immer noch vervielfachen. Lassen Sie uns gemeinsam den Index schlagen! Im Jahre 2003 hat ebay gezeigt, was in ihm steckt und seine früheren Allzeithochs weit übertroffen. (Zum Vergleich: Trotz seines rasanten Kursanstiegs in jüngster Zeit liegt Yahoo! immer noch bei ca. 15 % seines Allzeithochs.) Für das Jahr 2003 hatte ich auf Aktien kleinerer, aber etablierter Wachstumsunternehmen gesetzt, die sich am Markt bewiesen, aber noch Potenzial hatten. Insgesamt bin ich damit hervorragend gefahren. Den Aufschwung am DAX habe ich weitgehend verpasst. Bis heute bin ich nicht davon überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft die Kurve kriegen wird. Aber auch das ist ein Zeichen einer guten Börsenstrategie: Sie können nicht alles auf einmal machen. Sie müssen auch den Mut haben, an einer Strategie festzuhalten und gewisse Trends NICHT mitzumachen. 16

11 1 In eigener Sache In den letzten Monaten haben mich sehr viele Briefe, Anrufe und s von Ihnen erreicht, mit denen Sie mir Ihre Unterstützung bekundet haben. An dieser Stelle möchte ich Ihnen allen ganz herzlich danken. IFVE hat in den letzten Monaten einige wesentliche Erneuerungen erhalten. Auch in Zukunft wollen wir unsere Methoden und Instrumente weiterentwickeln. Dazu sind wir auf Sie angewiesen. Gemeinsam sind wir weit gekommen. In den nächsten Wochen werden wir die Investmentideen für das Jahr 2004 ausloten. Die Börse ist keine Einbahnstraße, langfristig kennt Sie aber nur einen Weg: nach oben. Lassen Sie uns gemeinsam den Index schlagen! 1.2 Große gehen. Wir bleiben! Ausgabe 47/2003 vom Gestern erreichte mich die Nachricht, dass multexinvestor.de seine kostenlosen Services und Newsletter beenden wird, unter anderem den Newsletter Multex am Morgen und den kostenlosen Report des Tages. Was bleibt, ist ein Vertriebskanal für Broker- Research. Ich finde das sehr bedauerlich. Ich habe in den letzten Jahren gerne mit Multex kooperiert. Oft waren Analysen meiner Mitarbeiter bei Multex zu finden. Multex ist weiterhin eine sehr interessante und umfassende Informationsquelle für Broker Research. Aber vor einigen Monaten wurde Multex von dem großen Nachrichten- und Finanzmarktdatenanbieter Reuters übernommen. Die Redaktion wurde praktisch aufgelöst. Selbst jetzt, wo sich die Börsenkurse seit einigen Monaten erfreulich erholen, geht das Schrumpfen im Bereich der Finanzmarktanbieter weiter. Überall schrauben die letzten noch verbliebenen Anbieter von Finanzmarktinformationen ihr Angebot zurück oder machen es 17

12 Sehr geehrte Privatanleger kostenpflichtig. Finanztreff.de wurde schon vor einiger Zeit von VWD übernommen. Auf den Webseiten von wallstreet:online und OnVista erscheint mittlerweile das Logo»Data supplied by Thomson Financial«, einem Finanzdatenkonzern, der zwar noch nicht die Größe von Reuters hat, aber ein großer Player ist. Aktiencheck.de wurde von der freenet Group (freenet.de) übernommen. Web.de hat seinen Börsenbereich, insbesondere die Portfoliofunktion, weitgehend eingestellt. Die comdirect bank AG hatte aus meiner Sicht eines der besten kostenlosen Informationsangebote im Netz. Dieses Angebot wurde im Zuge des Relaunchs der Seite stark ausgedünnt. Handelsblatt.com hat vor gut einem Jahr seine Online-Redaktion so gut wie aufgelöst. Auch hinter den Kulissen wird zusammengelegt: IS.Teledata, die unter anderem die Seite von comdirect betreibt, und OnVista Technologies GmbH wollen verschmelzen. Gegen diese Verschmelzung wurde allerdings Anfechtungsklage erhoben. Die IFVE GmbH bietet Ihnen persönliche und kontinuierliche Beratung in Aktienfragen. Sie können sich vorstellen, dass es viel Kraft und meinen ganz persönlichen Einsatz gekostet hat, die IFVE als unabhängiges Unternehmen zu erhalten, wenn schon Unternehmen wie Multexinvestor übernommen werden. Sie können sich aber darauf verlassen, dass wir auch weiterhin unsere Unabhängigkeit bewahren werden. 1.3 Don t lose! Ausgabe 30/2005 vom Am 26. und 27. Juli 2005 führte die Bayerische Landesbank ihr erstes Value-Intelligence-Seminar durch. An zwei Tagen referierten führende amerikanische und deutsche Experten über Geldanlage, Fundamental- und Value-Analyse sowie über die Entwicklung einzelner Branchen. Der Fokus lag darauf, die wirtschaftliche Entwick- 18

13 1 In eigener Sache lung einzelner Branchen und Werte zu analysieren, um damit die inneren Werte von Aktien zu bestimmen. ( ) Die Menge der Informationen ist viel zu groß, als dass ich sie hier angemessen wiedergeben könnte. Deswegen beschränke ich mich heute auf einen Punkt:»Don t lose!«einer der Referenten war Charles Ellis, der seit weit mehr als 30 Jahren Banken und Finanzinstitutionen in ihren Geldanlageentscheidungen berät und nebenbei Professor an der Harvard Business School, Yale und anderen angesehenen Universitäten war. Charles erzählte von seinem Karrierebeginn, als er frisch von der Harvard Business School für ein Unternehmen zu arbeiten begann, das die Gelder der Rockefeller-Familie verwaltete. Nach seinem ersten Aktienreport rief sein Chef ihn zu sich und sandte ihn mit den Worten»Charlie, die Rockefellers sind eine reiche Familie, aber sie sind nicht so reich, dass sie sich Dich leisten könnten«, auf ein weiteres Fortbildungsprogramm an der Wall Street. Dort sprachen Referenten aus der Praxis. An einem Tag referierte auch der Eigentümer eines Unternehmens, ein stattlicher, eleganter und sehr reicher Mann. Am Ende stellte Charlies Klassenkamerad eine Frage:»Ich möchte so reich sein wie Sie! Sagen Sie mir doch, wie ich das anstellen soll.«der Firmenchef stand lange da. Charles dachte zuerst, dass er sich vielleicht über die respektlose Art der Fragestellung ärgern würde. Dann merkte er, dass der Referent einfach nur gründlich nachdachte. Schließlich fixierte er den Fragesteller und sagte zwei Worte mit Nachdruck: Don t lose!»wenn man eine dumme Frage stellt, bekommt man eine dumme Antwort«, war die erste Reaktion der Trainees. Im Laufe eines mehr als 40-jährigen Berufslebens erschloss sich die Tiefe dieser einfachen Wahrheit für Charlie immer mehr. Auch ich habe in den letzten Jahren die Weisheit dieses kurzen Statements immer mehr schätzen gelernt. 19

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