3. Frauenstudie der DAB bank: Frauen schlagen Männer bei der Geldanlage

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1 DAB bank AG Corporate Communications Dr. Jürgen Eikenbusch Frauenstudie der DAB bank: Frauen schlagen Männer bei der Geldanlage Zum dritten Mal hat die DAB bank AG eine umfassende Studie zum Anlageverhalten von Frauen durchgeführt. Hierzu wurden Privatkundendepots der DAB bank ausgewertet. Das Fazit: Frauen agieren an der Börse erfolgreicher als Männer sowohl in fallenden als auch in steigenden Märkten. Wie bereits in den Jahren 2000 und 2001 hat die DAB bank die Depots von Frauen und Männern unter die Lupe genommen. Die Studie beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Welche Investments tätigen Frauen und Männer? Wer erzielt die bessere Performance? Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Depotvolumen? Wer verändert die Zusammensetzung des Depots häufiger? Sind Frauen sicherheitsorientierter als Männer? Für die Auswertung wurden die relevanten Daten der DAB bank für das Jahr 2008 herangezogen. Zum Stichtag verwaltete die DAB bank in Deutschland insgesamt Privatanlegerdepots. Bei der Analyse der Performance wurden die Daten für 2007 und 2008 analysiert.

2 Anteil der Frauendepots Seit der Gründung im Jahre 1994 konnte die DAB bank den Anteil der weiblichen Kunden kontinuierlich steigern. Im Jahr 2000, bei der Vorlage der ersten Frauenstudie, lag der Anteil der Frauendepots bei 23 %. Im Folgejahr stieg er auf 24 %. Zum gehörten 27 % aller Privatkundendepots der DAB bank Frauen. Ein weiterer Anstieg gegenüber der letzten Frauenstudie aus dem Jahr Anteil der Privatanleger bei der DAB bank 2008 Frauen 27% Männer 73% 2

3 Depotvolumen Der Anteil der Frauendepots liegt bei 27 %, ihr Anteil am Gesamtdepotvolumen ist allerdings niedriger. Insgesamt halten die Frauen 20 % am gesamten Depotvolumen. Das bedeutet: Frauen haben ein geringeres durchschnittliches Depotvolumen als Männer. Anteil am Depotvolumen der Privatanleger bei der DAB bank 2008 Frauen 20% Männer 80% Die Detailanalyse zeigt: Ende 2008 war das Depotvolumen der Frauen im Schnitt um 33 % geringer im Vergleich zu den männlichen Anlegern. Dies lässt sich damit erklären, dass Männer nach wie vor mehr verdienen als Frauen und mehr Geld anlegen können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Bruttomonatsverdienst eines vollzeitbeschäftigten männlichen Arbeitnehmers im vierten Quartal 2008 durchschnittlich bei Euro. Die Frauen verdienten hingegen nur Euro pro Monat. 3

4 Performance Besonders interessant ist die Analyse der Performance, das heißt die Wertentwicklung der Portfolios. Hierzu wurde in einer ausführlichen Analyse die Performance von Frauen und Männern für die Jahre 2007 und 2008 untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen erzielen sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten eine bessere Performance als Männer. Im Jahr 2007 erwirtschafteten die Frauen eine durchschnittliche Rendite von 18 %. Männer schafften hingegen nur eine Performance von 14 %. Ein Renditeunterschied von immerhin 4 Prozentpunkten. Zum Vergleich: Der bekannte MSCI World Index legte im selben Zeitraum um 7 % zu. Damit konnten beide Geschlechter den Index deutlich schlagen, aber die Frauen waren noch erfolgreicher mit ihren Investments. Diese Entwicklung zeigt sich auch im Umfeld der schwierigen Börsensituation im Jahr Während der MSCI World um 42 % an Wert verlor, schnitten die Frauen um 12 Prozentpunkte besser ab und ließen auch hier die Männer hinter sich, die den Index nur um 6 Prozentpunkte schlugen. Weibliche Anleger schnitten also im Krisenjahr 2008 ebenfalls besser ab als männliche Anleger. Dieses bestätigt die Ergebnisse der früheren Frauenstudien der DAB bank. Bereits 2000 und 2001 zeigte sich, dass Frauen mit ihren Anlageentscheidungen die bessere Rendite erzielten. Ihre durchschnittliche Performance war im Jahr 2000 um rund 3 Prozentpunkte höher als bei männlichen Anlegern, im Jahr 2001 sogar mehr als 9 Prozentpunkte. Performance der Privatanleger bei der DAB bank 14% 18% 7% -36% -30% -42% Männer Frauen MSCI World Männer Frauen MSCI World

5 Outperformance des MSCI World der Privatanleger bei der DAB bank 11% 12% 7% 6% Männer Frauen Männer Frauen

6 Zusammensetzung der Depots Wie ist es zu erklären, dass Frauen besser abschneiden als Männer? Hierzu hat die DAB bank die Zusammensetzung der Depots untersucht. Das Ergebnis: Zum haben Frauen 41 % des Depotvolumens in Aktien investiert, Männer 48 %. Frauen haben bei Anleihen, die als relativ sichere Anlageform gelten, mit 16 % einen höheren Anteil als Männer, die rund 13 % ihres Depotvolumens in Anleihen investieren. Bei Investmentfonds sind ebenso Unterschiede festzustellen. Bei Frauen machen Fonds rund 36 % des Depotvolumens aus, bei Männern sind es 31 %. Die folgende Übersicht zeigt die genaue Zusammensetzung der Depots. Anteil der Wertpapierarten in den Privatanlegerdepots (nach Volumen) bei der DAB bank in % Stand: Männer Frauen Aktien 48,0 41,0 Investmentfonds 31,3 35,6 Anleihen 12,9 16,0 Zertifikate 6,5 5,9 Optionsscheine 0,7 0,4 Genussscheine 0,6 1,1 In diesem Zusammenhang ist ein Vergleich aus dem Jahre 2004 interessant. Damals hatte die DAB bank eine repräsentative Studie unter den Deutschen zwischen 25 und 45 Jahren durchgeführt und unter dem Titel Faszination Wertpapier veröffentlicht. Das Ergebnis: Frauen sind bei der Geldanlage mehr auf Sicherheit bedacht als Männer. Fast jede zweite Frau (49,7 %), aber nur jeder dritte Mann (34,0 %) bezeichneten sich selbst als sehr sicherheitsorientiert. Zudem war der Anteil der risikofreudigen Anleger bei Männern höher als bei Frauen (21,3 % versus 13,3 %). Diese Ergebnisse aus 2004 spiegeln sich auch in der Zusammensetzung der Depots der DAB bank wider. Frauen halten, bezogen auf das Depotvolumen, weniger Aktien und Optionsscheine, die riskanter sind im Vergleich zu Fonds oder Anleihen. Im Krisenjahr 2008 zahlte sich die Sicherheitsorientierung der weiblichen Anleger aus. Allerdings schnitten sie auch 2007 bei steigenden Aktienmärkten besser ab als die männlichen Anleger obwohl die Frauen eine geringere Aktienquote aufweisen. Ende 2007 hatten Frauen eine Aktienquote, bezogen auf das Depotvolumen, von 44 %, während es bei Männern 50 % waren. Anleihen machten bei weiblichen Anlegern 10 % aus, männliche Anleger hatten Ende 2007 hingegen durchschnittlich nur 6

7 8 % in diese relativ sichere Anlageform investiert. Diese Daten zeigen, dass Frauen im Jahr 2007 trotz geringerer Aktienquote eine höhere Rendite einfuhren. Sie treffen offenbar die bessere Auswahl bei ihren Investments. 7

8 Transaktionsverhalten Im schwierigen Börsenjahr 2008 waren die Männer an der Börse aktiver als die Frauen. So führten die Frauen im Schnitt 5,3 Transaktionen durch, während die Männer 9,0 Transaktionen tätigten. Anzahl durchschnittlicher Depottransaktionen der Privatanleger bei der DAB bank ,0 5,3 Männer Frauen Zeitaufwand Dass Männer häufiger handeln als Frauen korrespondiert ebenfalls mit den Ergebnissen der DAB-Studie Faszination Wertpapier aus dem Jahr Die Befragung damals ergab, dass sich Männer mit durchschnittlich zwei Stunden pro Monat fast doppelt so lange wie Frauen mit ihrer Geldanlage beschäftigen. Dass der Aufwand hier nicht unbedingt mit dem Ertrag korreliert, zeigen die aktuellen Ergebnisse. Sowohl in steigenden als auch in nachlassenden Märkten haben Frauen eine bessere Performance mit ihren Wertpapieranlagen erzielt als Männer. Insgesamt zeigte die Studie 2004, dass der eingesetzte Zeitaufwand der Deutschen vergleichsweise gering ist: Über die Hälfte der Befragten beschäftigte sich im Monat weniger als eine halbe Stunde mit ihrer Geldanlage. Im Durchschnitt lag der Zeitaufwand der Befragten im Alter zwischen 25 und 45 Jahren monatlich bei 1,5 Stunden. Manchmal ist es besser eine Stunde über sein Geld nachzudenken, als eine Woche zu arbeiten, sagte einmal der Börsenaltmeister Andre Kostolany. Die DAB Kunden scheinen diese Börsenregel zu befolgen; schließlich haben sie sowohl im Bullenjahr 2007 als auch im Bärenjahr 2008 eine bessere Rendite als der MSCI World Index erzielt. 8

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