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1 allensbacher berichte Institut für Demoskopie Allensbach 2003 / Nr. 6 ERHOLUNG, GESUNDHEIT, VITALITÄT Was bedeutet Schlaf? In letzter Zeit klagen immer weniger über zuwenig Schlaf Allensbach am Bodensee, Mitte März Rund siebeneinhalb Stunden Schlaf brauchen die Deutschen im Durchschnitt - nach eigenen Angaben. Daß einzelne Menschen in Abweichung von dieser Durchschnittszahl mit mehr oder weniger Schlaf pro Nacht auskommen, hat offenbar in der Hauptsache mit biologischen Faktoren (Geschlecht, Alter) und mit den Lebensumständen zu tun, vor allem mit Familiensituation, Arbeit und Beruf. In einer aktuellen Befragung, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Februar dieses Jahres durchgeführt hat, wird das sehr deutlich. Mehr als jede zweite Frau (52 Prozent) glaubt, daß sie mindestens 8 Stunden und mehr Schlaf braucht, von den Männern sagen das nur 39 Prozent. Porträt des Instituts - Leistungsspektrum - Aktuelle Studien Belege an INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH, Allensbach am Bodensee

2 Wieviel Schlaf? FRAGE: "Wieviel Stunden Schlaf brauchen Sie?" über 9 Stunden Stunden Stunden 6-7 Stunden unter 6 Stunden Bevölkerung insgesamt Insges. Männer Frauen 8 Männer 5 Frauen Unter-Dreißigjährige haben ebenfalls zu 52 Prozent einen subjektiven Schlafbedarf, der über dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt, Menschen, die 60 Jahre und älter sind, nur zu 45 Prozent. Am wenigsten Schlafbedürfnis bekunden Befragte im Alter zwischen 45 und 59 Jahre. Zwar gibt es auch hier 41 Prozent, die täglich 8 und mehr Stunden Schlaf brauchen, 29 Prozent dieser Altersgruppe haben aber auf der anderen Seite die Erfahrung gemacht, daß sie mit weniger als 7 Stunden auskommen

3 Wieviel Schlaf? (Altersgruppen) FRAGE: "Wieviel Stunden Schlaf brauchen Sie?" "Brauche 8 Stunden und mehr" Jahre Jahre Jahre 60 Jahre und älter Der regelmäßige Rhythmus von Schlafen und Wachen gehört zu den wesentlichen Voraussetzungen für das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden. Die Forschung hat inzwischen herausgefunden, daß mehr als 100 Körperfunktionen wie etwa die Körpertemperatur, die Herz- und Atemfrequenz und die Muskelspannung über den Schlaf-Wachrhythmus gesteuert werden. Die Mehrheit der Menschen weiß dementsprechend ganz intuitiv, wie wichtig der Schlaf ist. Auf die Frage, was der Schlaf für einen selbst bedeutet, stimmen fast alle überein: Erholung (89 Prozent), Gesundheit (78 Prozent), Abschalten vom Streß (62 Prozent) und Vitalität, Lebenskraft (56 Prozent) "Schlaf ist Frieden", sagen vor allem Frauen (41 Prozent; Männer: 33 Prozent). Für 35 Prozent der Befragten bedeutet Schlafen zugleich angenehm zu träumen. "Schlaf ist ein Genuß", betont etwa jeder dritte (32 Prozent). Daß Schlaf sogar Luxus ist, empfinden vor allem die Angehörigen aus dem Berufskreis der Selbständigen und Freiberufler, die das doppelt so oft (24 Prozent) aussprechen wie der Bevölkerungsdurchschnitt (12 Prozent). Prozent denken bei der Frage, was einem der Schlaf bedeutet, an Schlafstörungen. Bei 11 Prozent ergibt sich in diesem Zusammenhang sogar eine Todesassoziation

4 Was bedeutet Schlaf für Sie? FRAGE: "Hier auf dieser Liste ist einmal aufgeschrieben, was uns andere gesagt haben, was Schlaf für sie bedeutet. Was davon würden auch Sie sagen?" Erholung 89 Wichtig für Gesundheit 78 Abschalten vom Streß 62 Vitalität, Lebenskraft 56 Frieden Angenehme Träume Genuß Schlafstörungen Alpträume Luxus Faulheit, Trägheit Etwas vom Tod Verlorene Zeit Unterbrechung von Wichtigem Bewußtlosigkeit Langeweile Schlafwandeln Nichts davon

5 Da der Schlaf-Wachrhythmus im wesentlichen biologisch verankert ist, hat sich am Schlafbedürfnis, also in den Ergebnissen auf die Frage, wieviel Schlaf man braucht, über Jahrzehnte hinweg kaum etwas geändert. Geändert hat sich dagegen in den letzten Jahren das Gefühl, man bekomme zu wenig Schlaf. 42 Prozent haben im Moment diesen Eindruck. Vor wenigen Jahren lag die Zahl derjenigen, die dieses manchmal zermürbende Gefühl hatten, allerdings mit 52 Prozent noch deutlich höher. Sind die Deutschen ausgeschlafen? FRAGE: "Haben Sie häufig das Gefühl, daß Sie mehr Schlaf brauchten, als Sie meistens bekommen?" "Ja, brauche mehr Schlaf" Juli 2000 Sep./Okt. '01 Nov./Dez. '01 Feb. '03 Bis 2001 nur: "Haben Sie häufig das Gefühl, daß Sie mehr Schlaf brauchten?" QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfragen, zuletzt 7039 TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION Anzahl der Befragten: 1064 Repräsentanz: Gesamtdeutschland, Zeitraum der Befragung: 1. bis 11. Februar 2003 Archiv-Nummer der Umfrage: 7039A - 5 -

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