Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen 2005

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1 290 Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen Petra Meister Personal der Frankfurter Pflegedienste Anteil der Teilzeitbeschäftigten lag deutlich über 50 % Ende des Jahres gab es 117 Pflegedienste in Frankfurt am Main. Die überwiegende Anzahl der Pflegedienste (110) waren eingliedrige Einrichtungen, die ausschließlich ambulante Pflegeleistungen anbieten. Mehrgliedrige Pflegedienste sind als eigenständiger Dienst an ein Pflegeheim angegliedert und können somit auch im stationären tätig werden. Vier Fünftel der Pflegedienste hatten einen privaten Träger. Die 117 Frankfurter Pflegedienste betreuten Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen. Im Schnitt waren das 32 Pflegebedürftige pro Pflegedienst. Das Personal der Frankfurter Pflegedienste hat zwischen 1999 und kontinuierlich um 762 Beschäftigte zugenommen. Es gab sowohl bei den Vollzeitbeschäftigten als auch bei den Teilzeitkräften eine Zunahme. Jedoch blieb der Anstieg der Vollzeitbeschäftigten mit fast 30 % sichtbar hinter dem Anstieg der Teilzeitbeschäftigten von 63,4 % zurück. arbeiteten in den Frankfurter Pflegediensten Personen Vollzeit und Personen Teilzeit. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Beschäftigten, der 1999 noch bei 48,7 % lag, erreichte bereits 55,8 %. Personal der Frankfurter Pflegedienste 1999 bis nach Beschäftigung Personal Personal insgesamt Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte Sonstige (Praktikant(inn)en, Schüler/innen und Auszubildende, Helfer/innen im freiwilligen Jahr und Zivildienstleistende) Drei von vier Stellen waren mit besetzt Pflege als Beruf ist eine Domäne der. Gut drei Viertel der Stellen der Frankfurter Pflegedienste waren Ende mit besetzt. Gründe dafür liegen zum einen in der nach wie vor traditionellen Ausbildungs- und Berufswahl von, die sich unter anderem auf soziale Berufe konzentrieren. Zum anderen gelten die sozialen Berufe als Berufe, in denen sich der Wunsch nach Teilzeitarbeit gut realisieren lässt. Für ist dies häufig eine zentrale Voraussetzung, um Berufs- und Familienarbeit besser vereinbaren zu können. Gleichzeitig gehört die Pflegearbeit zu den Tätigkeiten, die wie andere im sozialen oder sozialpädagogischen, eher gering entlohnt werden und geringe Karrierechancen bieten. Die Entwicklung in den vier Berichtsjahren zeigt, dass der Anteil der männlichen Beschäftigten in den Pflegediensten, wenn auch geringfügig, weiterhin zurückgeht.

2 Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen 291 Personal der Frankfurter Pflegedienste 1999 bis nach Geschlecht Jahr Personal insgesamt absolut in % absolut in % , , , , , , , ,6 Deutlich höherer Anteil der im Pflegemanagement Aber die Beschäftigung von und n in den Frankfurter Pflegediensten unterscheidet sich nicht nur bezüglich des Umfangs. Geschlechtsspezifische Unterschiede werden auch deutlich bei der Betrachtung der Anteile der weiblichen und männlichen Beschäftigten in den einzelnen Tätigkeitsbereichen. So arbeiteten 7,3 % der im Pflegedienstleitung und 11,6 % im Verwaltung und. Bei den betrug der vergleichbare Anteil im Pflegemanagement jeweils 5,5 %. Die Pflegedienstleitung ist für die Planung, die Organisation, die Kontrolle und die Sicherstellung der bestmöglichen Pflege verantwortlich. Sie hat die pflegerische Gesamtverantwortung. Personal der Frankfurter Pflegedienste am 15. Dezember nach Tätigkeitsbereich 5,5% 4,4% Pflegedienstleitung 5,5% 8,8% 11,6% Pflegedienstleitung 7,3% hauswirtschaftliche Versorgung 14,7% Grundpflege 69,9% hauswirtschaftliche Versorgung 8,4% 604 Grundpflege 63,9% Bürgeramt, Statistik und Wahlen / Frankfurt am Main In den Tätigkeitsfeldern Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung dagegen waren knapp 64 % bzw. 8,4 % der, aber fast 70 % bzw. fast 15 % der beschäftigt. Grundpflege beschreibt die eigentliche Pflege: Unterstützung bei Ernährung, Körperpflege und Mobilität. Hauswirtschaftliche Versorgung umfasst Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen etc. Im Sonstiges lag der Anteil bei den n mit 8,8 % doppelt so hoch wie der Anteil der mit 4,4 %. Zum sonstigen zählen z.b. Hausmeistertätigkeiten.

3 292 Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen Personal der Frankfurter Pflegedienste 1999 bis nach Berufsabschluss Berufsabschluss Personal insgesamt darunter Pflegerischer Beruf Abschluss im der nichtärztlichen Heilberufe Heil-/sozialpädagogischer/sozialarbeiterischer Abschluss Hauswirtschaftlicher Berufsabschluss Sonstiger Berufsabschluss Ohne Berufsabschluss/noch in Ausbildung Fast jede/r vierte Beschäftigte eines Pflegedienstes hatte keinen Berufsabschluss oder befand sich in Ausbildung Am 15. Dezember hatten 463 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Pflegedienstes einen Berufsabschluss in einem pflegerischen Beruf und 797 in einem nichtärztlichen Heilberuf. Das entspricht einem Anteil von 18,1 % bzw. 31,2 %. Fast jeder zweite Mitarbeiter / jede zweite Mitarbeiterin (49,3 %) verfügte somit über einen Abschluss in diesen beiden Berufsfeldern. Darunter waren der Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpflegerin / zum staatlich anerkannten Altenpfleger mit 253 Personen und zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger mit 601 n und die beiden häufigsten. Damit war fast jede/ jeder zehnte Beschäftigte (9,9 %) ausgebildete Altenpflegerin bzw. Altenpfleger und bald jede/ jeder vierte (23,5 %) Krankenschwester oder Krankenpfleger. Fast ein Viertel des Personals der Frankfurter Pflegedienste hatte jedoch keinen Berufsabschluss oder befand sich noch in Ausbildung. Der Anteil dieser Beschäftigten lag mit 23,3 % deutlich über dem der übrigen Berichtsjahre. Am niedrigsten war er 2001 mit 19,8 %. Personal der Frankfurter Pflegeheime Anteil der Vollzeitbeschäftigten lag deutlich über 50 %, ist aber rückläufig Ende gab es 39 Pflegeheime in Frankfurt am Main, von denen 35 Heime für ältere Menschen waren. Im Unterschied zu den Pflegediensten wurden die Pflegeheime überwiegend von freigemeinnützigen Trägern betrieben. Am 15. Dezember standen Pflegeheimplätze zur Verfügung Plätze und damit fast alle waren Plätze zur vollstationären Pflege. In den Frankfurter Pflegeheimen wurden Menschen betreut. Im Schnitt kamen somit 96 Pflegebedürftige auf ein Pflegeheim. Im Unterschied zur Personalentwicklung der Frankfurter Pflegedienste nahm die Entwicklung bei den Beschäftigten der Frankfurter Pflegeheime keinen kontinuierlichen Verlauf. Von 1999 zu 2001 kam es zu einem Anstieg der Beschäftigten, 2003 und dann zu einem Rückgang. Im Vergleich zu 2001, dem Berichtsjahr mit der höchsten Beschäftigtenzahl, gab es bei den Beschäftigten in Frankfurter Pflegeheimen einen deutlichen Rückgang um 234 Personen. Jedoch verlief die Entwicklung bei den verschiedenen Beschäftigungsarten unterschiedlich. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten hat um 260 Personen ab- und die der Teilzeitbeschäftigten um 27 zugenommen. Anders als bei den ambulanten Pflegediensten lag in den Pflegeheimen die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten immer deutlich über

4 Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen 293 der der Teilzeitbeschäftigten. Allerdings ist der Anteil der Vollzeitbeschäftigten ausgehend von einem Höchststand im Jahr 2001 von 59,7 % stetig zurückgegangen. arbeiteten noch bzw. 55,6 % Beschäftigte in Frankfurter Pflegeheimen Vollzeit und Beschäftigte (38,8 %) Teilzeit. Personal der Frankfurter Pflegeheime 1999 bis nach Beschäftigung Personal Personal insgesamt Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte Sonstige (Praktikant(inn)en, Schüler/innen und Auszubildende, Helfer/innen im freiwilligen Jahr und Zivildienstleistende) Vier von fünf Stellen waren mit besetzt Was für die Beschäftigten der Pflegedienste gilt, verstärkt sich noch einmal bei den Pflegeheimen: Pflege ist als Beruf eine Domäne der. Bald vier Fünftel der Stellen der Frankfurter Pflegeheime waren mit besetzt. Die Entwicklung der vier Berichtsjahre zeigt auch, dass sich der Anteil der männlichen Beschäftigten in den Pflegeheimen von 22,3 % im Jahr 1999 auf 21,6 % im Jahr weiter verringert hat. Personal der Frankfurter Pflegeheime 1999 bis nach Geschlecht Jahr Personal insgesamt absolut in % absolut in % , , , , , , , ,6 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den einzelnen Tätigkeitsbereichen Wie schon bei den Beschäftigten der ambulanten Pflegedienste gab es auch bei den Beschäftigten in Pflegeheimen zum Teil deutliche Unterschiede bei den Anteilen an den jeweiligen Beschäftigungsbereichen. In den beiden en Pflege und sowie Hauswirtschaft zusammen waren 87,4 % der beschäftigt, aber nur 70,4 % der. Pflege und umfasst die Tätigkeiten, welche bei den Pflegediensten unter Pflegedienstleitung und Grundpflege beschrieben wurden. Zur Hauswirtschaft gehören z.b. Reinigungsarbeiten oder das Vorbereiten von Mahlzeiten. Hier waren 21,1 % der und 9,6 % der beschäftigt. Im Tätigkeitsfeld soziale war der Anteil von und n fast gleich. Unter sozialer sind persönliche Gespräche mit den Pflegebedürftigen sowie Beratung und Hilfe bei persön-

5 294 Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen lichen und seelischen Problemen zu verstehen. Dagegen lag der Anteil der in Haustechnik, Verwaltung und sowie im Sonstiges beschäftigten über dem der. Personal der Frankfurter Pflegeheime am 15. Dezember nach Tätigkeitsbereich 6,3% Haustechnik 0,1% Hauswirtschaft 21,1% ,5% Pflege und 66,3% 8,8% Haustechnik 10,6% Hauswirtschaft 9,6% 625 5,6% Pflege und 60,8% soziale 4,7% soziale 4,6% Bürgeramt, Statistik und Wahlen / Frankfurt am Main Der Haustechnik, in dem nur 0,1 % der, aber 10,6 % der arbeiten, umfasst z.b. Hausmeistertätigkeiten oder Gartenund Reparaturarbeiten. Zum sonstigen zählen alle die Tätigkeiten, die den übrigen Tätigkeitsfeldern nicht zugeordnet werden können, z.b. Pförtnerdienste. Personal der Frankfurter Pflegeheime 1999 bis nach Berufsabschluss Berufsabschluss Personal insgesamt darunter Pflegerischer Beruf Abschluss im der nichtärztlichen Heilberufe Heil-/sozialpädagogischer/sozialarbeiterischer Abschluss Hauswirtschaftlicher Berufsabschluss Sonstiger Berufsabschluss Ohne Berufsabschluss/noch in Ausbildung

6 Personal der Frankfurter Pflegeeinrichtungen 295 Fast jede/r dritte Beschäftigte in Pflegeheimen hatte keinen Berufsabschluss oder befand sich in Ausbildung Ende des Jahres hatten 908 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Pflegeheim einen Berufsabschluss in einem pflegerischen Beruf und 467 in einem nichtärztlichen Heilberuf. Somit verfügten oder 47,5 % der in einem Pflegeheim Beschäftigten über einen Abschluss in diesen beiden en. Wie schon beim Personal in den Pflegediensten waren der Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpflegerin / zum staatlich anerkannten Altenpfleger mit 662 Personen und zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger mit 265 n und die beiden häufigsten. Ihr Anteil an allen Beschäftigten lag bei 22,9 % und 9,2 %. Fast 30 % des Personals der Frankfurter Pflegeheime hatte keinen Berufsabschluss oder befand sich noch in Ausbildung. Im Gegensatz zu den Pflegediensten ist der Anteil dieser Beschäftigtengruppe somit im Berichtszeitraum gesunken. Im Jahr 2001 hatten noch 41,2 % des Personals keinen Berufsabschluss oder befanden sich in Ausbildung. Schlussbemerkung Pflege als Beruf ist eine Domäne der. Gut drei Viertel der Stellen der Frankfurter Pflegedienste sowie fast vier Fünftel der Stellen in den Pflegeheimen waren Ende mit besetzt. Auffallend hoch ist der Anteil der Teilzeitstellen. waren 55,8 % der Beschäftigten der Pflegedienste und 38,8 % des Personals der Pflegeheime Teilzeitkräfte. Die vergleichbare Teilzeitquote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt am Main insgesamt betrug dagegen Ende nur rund 15 %. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich der Anteil der pflegebedürftigen Menschen in Zukunft voraussichtlich weiter erhöhen. Die Veränderungen in den Familienund Haushaltsstrukturen und in der Arbeitswelt, die sich z.b. im Ansteigen von Einpersonenhaushalten und der höheren beruflichen Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausdrücken, werden zu einer stärkeren Inanspruchnahme der ambulanten Pflegedienste und der Pflegeheime führen. Somit ist auch mit einem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften im professionellen Pflegebereich zu rechnen.

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