Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 17. Februar 2014

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1 Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen Gothaer Asset Management AG Köln, 17. Februar 2014

2 Agenda 1. Vorbemerkung 1. Studienergebnisse 2. Fazit 2

3 1. Vorbemerkung Vierte repräsentative Studie über das Anlageverhalten deutscher Privatanleger. Die Studie wurde im Auftrag der Gothaer Asset Management AG von der GfK Marktforschung Nürnberg im Februar 2014 durchgeführt. Dabei wurden Bundesbürger nach dem Prinzip Classic Bus befragt. Methodisch liegt der Untersuchung eine Quotenstichprobe zugrunde. Ziel der Studie war es, aussagekräftige Informationen über das Risikoverhalten der deutschen Anleger zu erzielen. Wie gehen Privatanleger mit den Auswirkungen der Krise um, welche Rolle spielt die Sicherheit in ihrem Anlageverhalten? Die Befragung knüpft thematisch an eine Studie an, die die Gothaer Asset Management AG in den letzten Jahren schon mehrfach mit der GfK Marktforschung durchgeführt hat. 3

4 Agenda 1. Vorbemerkung 1. Studienergebnisse 2. Fazit 4

5 Unzufriedenheit mit der Geldanlage Hoher Frustrationsgrad 63,6 Prozent der Bundesbürger sind nicht zufrieden, wie sie ihr Geld angelegt haben Nur ein gutes Drittel der Befragten (34 Prozent) gab an, mit der derzeitigen Geldanlage zufrieden zu sein 5

6 Bundesbürger meiden ein höheres Risiko Geringe Risikobereitschaft Risikobereitschaft der Deutschen tendiert gegen Null Im Vorjahr hatten über 93 Prozent erklärt, kein höheres Risiko eingehen zu wollen 6

7 Bundesbürger möchten ihr Geld sicher anlegen Hohes Sicherheitsbedürfnis Für 57,8 Prozent der Befragten steht die Sicherheit bei der Geldanlage an erster Stelle An zweiter Stelle rangiert die Flexibilität mit 24,5 Prozent Eine hohe Rendite sehen nur 9,5 Prozent als vorrangiges Ziel 7

8 Rendite spielt für die Deutschen kaum eine Rolle Sicherheit versus Rendite Die Bedeutung der Sicherheit bleibt mit 57,8 Prozent auf einem hohen Niveau Die Bedeutung der Rendite ist für die Anleger auf nur noch 9,5 Prozent gesunken 8

9 Frauen achten besonders auf Sicherheit, für Männer ist die Rendite wichtiger Frauen wünschen sich nach wie vor mehr Sicherheit als Männer Bei beiden Geschlechtern ist das Sicherheitsbedürfnis im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken Für Männer ist die Bedeutung der Rendite leicht angestiegen 9

10 Sparbuch bleibt Klassiker, Aktien völlig abgeschlagen Wahl sicherer Anlagen Sparbuch, Fest- und Tagesgeld sind bei den Anlegern nach wie vor beliebt 33,1 Prozent gaben an, gar kein Geld zu investieren Die Anlage in Aktien und Fonds spielt bei den Deutschen nur eine kleine Rolle Mehrfachnennungen möglich 10

11 Bei der Fondsanlage wird etwas stärker gestreut Die Bundesbürger diversifizieren stärker 2013 Gut ein Fünftel der Befragten, die in Fonds investieren, hat nur einen Fonds im Depot, im Vorjahr waren es ein Viertel Mehr als die Hälfte hat nach wie vor zwei oder drei Fonds im Depot Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Befragten, die in vier bis fünf Fonds investieren, fast verdoppelt 11

12 Die meisten Deutschen haben Angst vor Inflation und sinkendem Lebensstandard Angst vor Inflation bleibt Obwohl die Zahl leicht gesunken ist, bleibt die Angst vor Inflation als größte Sorge bestehen Deutsche sorgen sich zunehmend darum, dass ihr Lebensstandard sinkt An dritter Stelle folgt mit deutlichem Abstand die Angst vor einem Ende der Währungsunion 12

13 Bleiben Ziele bei der Altersvorsorge erreichbar? Ziele bei Altersvorsorge schwerer zu erreichen Im Vorjahr glaubten 34 Prozent der Bundesbürger, dass es durch die Schuldenkrise schwieriger geworden sei, die Ziele bei der Altersvorsorge zu erreichen sind es schon über 43 Prozent Die Ansicht, dass es gleich schwierig geblieben ist, teilen noch 43,4 Prozent der Befragten (2013 waren es 56,4 Prozent) 13

14 Finanzkrise ist noch nicht vorüber Einigkeit unter Bundesbürgern 83,3 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass die Finanzkrise noch nicht vorbei ist Nur eine Minderheit von 10,5 Prozent ist der Ansicht, dass die Krise überwunden ist 14

15 Agenda 1. Vorbemerkung 2. Studienergebnisse 3. Fazit 15

16 3. Fazit 1. Starke Unzufriedenheit Die Bevölkerung hat ein sicheres Gespür dafür, dass sich die Grundlagen der Geldanlage verschoben haben. Die anhaltende Niedrigzinsphase macht es schwierig, nachhaltig auskömmliche Renditen zu erzielen. Die niedrigen Renditen haben dazu geführt, dass die Bundesbürger stark verunsichert sind. 63,6 Prozent der Bundesbürger sind nicht damit zufrieden, wie sie ihr Geld angelegt haben. Trotzdem sind 91,6 Prozent der Befragten nicht bereit, bei der Geldanlage ein etwas höheres Risiko einzugehen als früher. Über 57 Prozent der Geldanleger räumen der Sicherheit absolute Priorität in der Geldanlage ein. Der Wunsch nach einer hohen Rendite spielt bei den Deutschen nur eine untergeordnete Rolle. Nur für 9,5 Prozent der Befragten ist eine hohe Rendite das vorrangige Ziel der Geldanlage. Sicherheitsdenken prägt die Anleger 16

17 3. Fazit 2. Angst vor einem sinkenden Lebensstandard nimmt zu Die Finanzkrise führt dazu, dass eine Mehrheit der Deutschen Befürchtungen hinsichtlich ihrer Geldanlage hegt. Die Angst vor der Inflation bleibt mit 43,9 Prozent weiterhin hoch, hat aber gegenüber dem letzten Jahr abgenommen. Die Angst vor einem Zerbrechen der Währungsunion ist mit 10 Prozent deutlich zurückgegangen, die Interventionen der EZB zeigen Wirkung. Im letzten Jahr waren es noch 18 Prozent. Die Ängste der Deutschen konzentrieren sich auf einen sinkenden Lebensstandard und die Inflation 17

18 3. Fazit 3. Sparbuch bleibt Klassiker Niedrige Zinsen schrecken die Anleger nicht ab: Das Sparbuch bleibt der Klassiker bei der Geldanlage. 39,7 Prozent der Befragten parken dort ihr Geld, gefolgt von Festgeld. Aktien und Fonds konnten in der Gunst der Anleger trotz der guten Wertentwicklung im letzten Jahr kaum aufholen. Aktien landen mit 4,4 Prozent auf dem letzten Platz, Fonds mit 7,9 Prozent auf dem vorletzten Platz. Deutsche vertrauen auf traditionelle Anlageformen 18

19 3. Fazit 4. Diversifikation bei Investmentfonds etwas breiter Während im letzten Jahr noch ein Viertel der Befragten angab, nur einen Fonds im Depot zu haben, sind es in diesem Jahr lediglich 20 Prozent. Mehr als 53 Prozent der Befragten gaben an, zwei oder drei Fonds im Portfolio zu haben waren es mehr als 54 Prozent. 18,2 Prozent der Deutschen haben inzwischen vier oder mehr Fonds im Depot, im Vorjahr waren es nur 11,7 Prozent. Diversifikationsbereitschaft steigt, Anleger wissen zunehmend um Streueffekte 19

20 3. Fazit 5. Anlageziele bei der Altersvorsorge bleiben trotz der Krise noch erreichbar Die Bundesbürger beantworten die Frage differenzierter, ob es durch die Schuldenkrise schwieriger geworden ist, ihre Ziele bei der Altersvorsorge zu erreichen. 43,4 Prozent der Befragten gaben an, dass es gleich schwierig geblieben ist, die Ziele bei der Altersvorsorge zu erreichen. Im Vorjahr hatte dies noch über 56 Prozent der Befragten gesagt. 43,2 Prozent glauben, dass die Schuldenkrise das Erreichen der Ziele erschwert hat. Im Vorjahr waren nur 34 Prozent der Befragten dieser Meinung. Die Bundesbürger glauben nicht, dass die Schuldenkrise die finanzielle Vorsorge für das Alter unmöglich machen wird. Aber deutlich mehr als im Vorjahr erkennen an, dass es schwieriger geworden ist, die Ziele der Altersvorsorge zu erreichen. 20

21 3. Fazit 6. Finanzkrise ist noch nicht überwunden Mit einer deutlichen Mehrheit von 83,3 Prozent ist der Großteil der Deutschen der Ansicht, dass die Finanzkrise noch nicht vorbei ist. Lediglich 10,5 Prozent zeigen sich zuversichtlich und sind der Meinung, die Finanzkrise sei überwunden. Die Deutschen bleiben skeptisch: Finanzkrise hält an 21

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