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1 MeineFIRMA Das Servicemagazin für Unternehmer mit grossen Zielen Ausgabe 2 /2014 Business-Software Die passende Lösung finden Seite 20 Interview mit Heinz Karrer «Wir müssen die Wirtschaft besser erklären» Seite 28 Risikomanagement Gut behütet KMU gehen oft unbemerkt hohe Risiken ein. Neue IT-Tools helfen, ein wirksames Risikomanagement aufzubauen. Seite 6

2 Extended Enterprise Software Die Enterprise Software mit dem höchsten Weiterempfehlungsgrad OpaccERP OpaccEnterpriseShop OpaccOxas Die neue digitale Collaboration zwischen Mitarbeitenden, Unternehmen und Systemen

3 EDITORIAL Inhalt 04 Panorama Fünf Fragen an Reinhard Müller, Gründer und Mitinhaber der Brauerei Stadtguet in Winterthur. Titelbild: Jolanda Flubacher Derungs 06 Meine Sicherheit Die Firma wederundgut AG aus Zürich betreibt ein einfaches und effizientes Risikomanagement. 08 Meine Verantwortung Wie die Kadermitarbeiter von Moser s Backparadies im Betrieblichen Gesundheitsmanagement den positiven Umgang mit Stress lernen. 10 Meine Verantwortung Betriebe mit mehr als fünf Fahrzeugen profitieren von den Vorteilen eines Flottenvertrags. So auch die Neue Grasshopper Fussball AG. 12 Meine Zukunft Warum das Ingenieurbüro Fritz + Partner AG und der Holzverarbeiter RS-Furniere auf eine teilautonome Vorsorgelösung setzen. 15 Mein Geld Privatanlegern offeriert die AXA Winterthur neue Anlagezertifikate, die attraktive Gewinne mit kalkulierbaren Risiken in Aussicht stellen. 16 Mein Anliegen Experten der AXA Winterthur beantworten Fragen unserer Leser. IMPRESSUM 20 Meine Welt Business-Software erleichtert den Alltag in einer Firma. Drei Betriebe berichten, wie sie die passende Lösung gefunden haben. 23 Mein Mehrwert Gewinnen Sie mit «Meine Firma» ein hochwertiges Topfset der Schweizer Firma Kuhn Rikon. 28 Im Gespräch Heinz Karrer ist als Präsident der Economiesuisse das Gesicht der Schweizer Wirtschaft. Er weibelt an allen Fronten, um optimale Rahmenbedingungen für Firmen zu schaffen. 31 Mein Augenblick Sarah C. Bachmann zaubert mit ihrer Firma RundumGenuss die schönsten Torten für jeden Kunden individuell. Herausgeber: AXA Winterthur, Internal Communication & Publications. Adresse der Redaktion: AXA Winterthur, «Meine Firma», General Guisan-Strasse 40, Postfach, 8401 Winterthur, Tel axa-winterthur.ch. Redaktion: Sandra Willmeroth (Leitung), Melanie Ade. Mitarbeit an dieser Ausgabe: Urs Binder, Andrina Speziale, Robert Wildi. Online: Urs Wildi. Übersetzung: Language Services, AXA Winterthur. Gestaltung und Produktion: Infel Corporate Media, Zürich. Druck und Versand: Swiss Printers AG, 4800 Zofingen. Erscheinungsweise: viermal jährlich in Deutsch, Französisch und Italienisch. Gesamtauflage: , Anzeigenverkauf: Axel Springer Schweiz AG, Fachmedien, 8005 Zürich, Tel Adressänderungen: Abo-Bestellungen: Rechtlicher Hinweis: Zweck dieser Publikation ist die Vermittlung von Informationen über unsere Dienstleistungen und Produkte. Sie stellt kein Angebot im rechtlichen Sinn dar. Über die Wettbewerbe wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ihre «Meine Firma»-Redaktion: Sandra Willmeroth (l.) und Melanie Ade. Zeit fürs Wesentliche Wer einen Holzverarbeitungsbetrieb leitet oder ein Ingenieurbüro führt, will seine Zeit weder mit der Administration der Vorsorge noch mit dem Ausfüllen von Steuererklärungen oder dem Zusammensuchen von Kundenadressen verbringen. Man will eigentlich nur Furnier herstellen oder Wohnanlagen planen. Schweizer KMU mit 10 bis 20 Beschäftigten verbringen gemäss einer Studie der Universität St. Gallen monatlich 55 Stunden mit administrativen Tätigkeiten sprich: lästigem Papierkram und nervigen Computerprogrammen. Nur schon eine grössere Excel-Datei in ein anderes Format zu konvertieren, braucht viel Nerven und Zeit. Dennoch arbeiten viele Kleinunternehmen genau so: mit einem Flickwerk an Computerprogrammen. Sie schreiben Rechnungen im Word, führen Lieferantenlisten in Excel und rechnen die Mehrwertsteuer über das Buchhaltungstool ab. Aus einem solchen Patchwork resultiert unter dem Strich ein grosser Effizienzverlust. Einfacher, schneller und sicherer wäre es, wenn nur eine, aber dafür auf den Betrieb zugeschnittene Business-Software alles aus einem Guss liefern würde. Dreh- und Angelpunkt für die Suche nach einer passenden Software ist der eigene Betrieb und seine individuellen Abläufe. Darauf abgestimmt, lässt sich die passende IT einfach finden, auch wenn das Angebot für den Laien unüberschaubare Dimensionen angenommen hat. Unser Fachautor Urs Binder hat mit drei KMU-Chefs sowie mit drei Softwareherstellern gesprochen und sie gefragt, wie ein KMU am besten vorgehen soll, wenn es seine Business-Software optimieren will. Damit man als Firmeninhaber künftig weniger Zeit mit der Administration verbringt und wieder mehr Zeit für das eigentliche Geschäft hat. Was letztlich bare Münze wert ist. Sandra Willmeroth Foto: Gataric Fotografie 02/2014 Meine FIRMA 3

4 PANORAMA Viele selbstständig Erwerbende sind ungenügend gegen Erwerbsunfähigkeit abgesichert. Selbstständige checken ihr Risiko Selbstständig Erwerbende tragen viele Risiken auf den eigenen Schultern. Ohne private Absicherung drohen ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. So erhalten sie im Falle der Erwerbsunfähigkeit ohne die 2. Säule maximal 2340 Franken IV-Rente pro Monat. Im noch schlimmeren Todesfall ist oftmals nicht nur der Fortbestand des Betriebs gefährdet, sondern Verschuldung und Erbansprüche können Geschäftspartner und Hinterbliebene in Bedrängnis bringen. Diese Risiken lassen sich durch private Versicherungen einfach decken. Mit dem Absicherungs-Rechner der AXA Winterthur kann jeder seine individuelle finanzielle Situation im Fall des Falles berechnen: Hohe Kundenzufriedenheit Die Zufriedenheit der AXA-Kunden liegt auf einem neuen Rekordwert. Dies zeigt sich in der jüngsten Umfrage zur Messung der Kundenzufriedenheit, dem sogenannten «Customer Scope». 95 Prozent der Befragten sind entweder zufrieden oder sehr zufrieden mit der AXA Winterthur. Beim Verkaufsprozess loben die Privatkunden vor allem die Freundlichkeit und Zuverlässigkeit der Berater, deren Fachkenntnisse und Schnelligkeit bei der Angebotszustellung. Die Messung zeigt aber auch auf, wo Handlungsbedarf besteht. Bei negativen Rückmeldungen werden Defizite besprochen und Verbesserungsmassnahmen entwickelt. Die Umfrage erfolgte mittels eines Fragebogens, der an zufäl- Fotos: Jolanda Flubacher Derungs; Schlierner-Fotolia.com; istockphoto/leaf Die Grafik: KMU sind begehrte Übernahmeobjekte Das Thema Unternehmensnachfolge bleibt ein Dauerbrenner. Immer häufiger werden Firmen nicht an die nächste Generation weitergegeben, sondern an Aussenstehende verkauft. Im vergangenen Jahr waren Schweizer KMU an 205 Firmenübernahmen beteiligt. Firmenübernahmen 2013 mit KMU-Beteiligung Anzahl Transaktionen Ausländische KMU von Schweizer KMU übernommen Total Schweizer KMU von Schweizer Unternehmen übernommen Schweizer KMU von ausländischen 63 Unternehmen übernommen 46 Transaktionspreise bei Übernahmen von Schweizer KMU Anteil an Preiskategorie (geschätzt) CHF Mio. 11 % 10 % CHF Mio. CHF 0 50 Mio. 79 % Quelle: Mergermarket, Deloitte M&A Database 4 Meine FIRMA 02/2014

5 - lig ausgewählte Privatkunden gesandt wurde, die zwischen Juni und September 2013 einen Vertragsabschluss, eine Schadenbearbeitung oder Vertragsänderung getätigt hatten. Diese gezielte Erhebung zur Kundenzufriedenheit soll Ende 2014 auf die Unternehmenskunden der AXA Winterthur ausgeweitet werden. Steuerpflichtig von Basel bis Chiasso Jährlich zahlt die AXA Winterthur Steuern in Höhe von 220 Millionen Schweizer Franken. Rund ein Drittel dieses Betrags entfällt auf die direkten Bundessteuern, ein zweites Drittel geht an den Kanton Zürich, und mit den verbleibenden 70 Millionen Schweizer Franken werden die Steuern in allen übrigen Kantonen der Schweiz abgegolten. Denn im Unterschied zu Privatpersonen ist die AXA Winterthur nicht nur am Geschäftssitz in Winterthur steuerpflichtig, sondern an insgesamt 320 Steuerdomizilen der ganzen Schweiz. Für Anton Lay, Leiter des Bereichs Taxes, ist es essenziell, dass die AXA Winterthur in allen Kantonen Steuern bezahlt, denn «das Versicherungsgeschäft ist ein standortgebundenes Geschäft, das auch lokal abgeschlossen wird». Zu stark aufsplitten sollte man das Steuersubstrat aber nicht, daher wird die AXA Winterthur lokal erst dann steuerpflichtig, wenn an einem Verkaufsstützpunkt mindestens drei Personen arbeiten. Das Wetter im Sommer ist wichtiger als die Fussball-WM: Reinhard Müller. 5 Fragen an: Reinhard Müller, VR-Präsident Brauerei Stadtguet AG Seit zehn Jahren gibt es die Brauerei Stadtguet in Winterthur. Lokal verankert, produziert sie kein Industriebier, sondern edlen Gerstensaft. Sie feiern dieses Jahr das Zehnjährige. Was hat Sie damals bewogen, die Brauerei zu gründen? Die Idee kam uns, einem privaten Kreis von Bierliebhabern, als die Produktion des Haldengut-Biers im Jahr 2002 hier in Winterthur eingestellt und nach Chur verlegt wurde. Wir fanden es sehr schade, kein eigenes Stadtbier mehr zu haben, und schmiedeten erste Pläne. Diese setzten wir dann 2004 in die Tat um, indem wir Kapital gesammelt und unsere Aktiengesellschaft gegründet haben. Das erste Stadtguet-Bier floss dann ein Jahr später, 2005, aus dem Hahn respektive der Flasche. Haben Sie damals auch andere Finanzierungsformen geprüft? Ja, haben wir. Bei einer lokal verankerten Brauerei wie Stadtguet ist es aber naheliegend, Aktien an die heimischen Bierliebhaber auszugeben. Das ist für uns zudem ein gutes Marketinginstrument. Heute, nach drei Kapitalerhöhungen, beträgt das Aktienkapital Franken, und die Brauerei zählt 512 Aktionärinnen und Aktionäre. Kommen alle zur jährlichen Generalversammlung? Nicht alle, aber sehr viele! (Lacht.) Letztes Jahr waren über 200 Aktionä- rinnen und Aktionäre an der Generalversammlung, und das begrüssen wir natürlich auch! Wir machen ein volksnahes Fest daraus, wo man sich trifft und einen bunten Abend miteinander verbringt, hier in den geschmückten Lagerräumen der Brauerei. Der offizielle Teil der Generalversammlung ist dann auch meist recht kurz, und danach gibt es Schinken im Brotteig und natürlich Stadtguet-Bier. Kann man noch Aktien kaufen? Eigentlich sind alle weg. Einige Grossaktionäre sind aber bereit, aus ihren Beständen zu verkaufen. Eine Namenaktie kostet nach wie vor 700 Franken. Auf unserer Homepage kann man den Zeichnungsschein laden und ausgefüllt per Post einreichen. Demnächst startet die Fussball-WM. Ist das für eine lokale Brauerei wie Stadtguet ein starker Absatztreiber? Wir verkaufen während der WM schon mehr Bier als gewöhnlich, aber auf das ganze Jahr gesehen macht das keine wahnsinnige Umsatzsteigerung aus. Da ist das Wetter im Sommer schon wichtiger. Wir freuen uns aber natürlich auf die Weltmeisterschaft, hoffen auf Siege der Schweizer Nati und trinkfreudige Stadtguet-Geniesser. 02/2014 Meine FIRMA 5

6 Meine SICHERHEIT Fotos: Jolanda Flubacher Derungs Gefahren im Visier behalten KMU gehen oft unbemerkt hohe Risiken ein. Neue IT-Tools helfen, ein einfaches und wirksames Risikomanagement aufzubauen. Eine Bestellung für 200 neue Uniformen flattert ins Haus. Jetzt muss die wederundgut AG in Zürich aufs Gaspedal drücken. «Termintreue gepaart mit einer einwandfreien Qualität ist für unser Geschäft essenziell», sagt Ueli Fisch, Inhaber und CEO beim Anbieter von Arbeitskleidung und Corporate Fashion. Frei von unternehmerischen Risiken ist das Geschäft nicht. «Als KMU produzieren wir oft in grossen Auflagen und müssen bei den Lieferanten teils hohe Vorfinanzierungen leisten», gibt Ueli Fisch zu bedenken. Verzögerte oder gar Fehllieferungen könnten sofort finanzielle Schäden nach sich ziehen, fügt er an. Treuhänder übernimmt Coachfunktion Als Ueli Fisch die Firma wederundgut vor gut zwei Jahren kaufte, wusste er, dank seiner 20 Jahre Berufserfahrung in der Bekleidungsindustrie, um die dringliche Notwendigkeit eines griffigen Risikomanagements. Im Rahmen der Due-Diligence- Prüfung erstellte er gemeinsam mit seiner Treuhandfirma Consultive Revisions AG eine detaillierte Risikoanalyse. Alle finanziellen und betriebswirtschaftlichen Aspekte rund um das Unternehmen, Produkte, Personal, Markt, Konkurrenzsituation etc. wurden umfassend analysiert. Begleitet wurde das Projekt von Stefan Kuhlow, Revisionsexperte und Partner bei Consultive Revisions. Für die Ausarbeitung des Risikomanagements holte er alle bei wederundgut involvierten Parteien an einen Tisch. «Eine lückenlose Präsenz aller Beteiligten ist wichtig, um optimale Transparenz in den Prozess hineinzubringen», so Kuhlow. Die Rolle des Treuhänders oder Wirtschaftsprüfers ist für ihn die des beratenden Coachs. «Unser Job ist es, die wichtigen 6 Meine FIRMA 02/2014

7 und kritischen Fragen zu stellen, welche die Unternehmer zu den richtigen Schlussfolgerungen führen sollen.» Die effektive Beschliessung, Durchführung und Beurteilung des Risikomanagements obliegt von Gesetzes wegen dem Verwaltungsrat der Firma. «Es ist für KMU wichtig, dass dies auch faktisch so umgesetzt wird und das angewendete Risikomanagement nicht nur auf der Einschätzung eines Beraters oder Treuhänders basiert», erklärt Stefan Kuhlow. Deshalb könne der Treuhänder auch keinerlei Verantwortung für den Erfolg des Risikomanagements übernehmen. Ueli Fisch hat entschieden, bei wederund- Für Ueli Fisch, Inhaber und CEO der Firma wederundgut, ist ein Riskmanagement essenziell. Meine FIRMA Die Partnerunternehmen Consultive Treuhand AG und Consultive Revisions AG sind spezialisiert auf die Themenbereiche Finanz- und Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung, Salär- und Personaladministration, Steuern sowie Unternehmensberatung. Das 16-köpfige Team betreut mit umfassenden Dienstleistungen in diesen Segmenten vor allem KMU-Kunden und verteilt sich auf die beiden Bürostandorte Winterthur und Gossau SG. Die wederundgut AG in Zürich konzipiert, designt, schneidet, produziert und liefert Arbeitskleider, Uniformen und Corporate Fashion vornehmlich für Firmenkunden und Vereine. Gegründet wurde das KMU im Jahr 2001 von den zwei Unternehmerinnen Caroline Weder und Beatrix Gut. Vor zwei Jahren kaufte ihnen der grünliberale Thurgauer Kantonsrat Ueli Fisch den Betrieb ab und führt ihn heute mit einem fünfköpfigen Team. Neu bietet wederundgut auch funktionelle Unterwäschekollektionen für Privatkunden an. gut das IT-basierte Risikomanagement- Tool zu etablieren, das die Consultive Revisions AG in Zusammenarbeit mit dem Winterthurer Strategie- und Beratungsunternehmen esp Business GmbH entwickelt hat. «Das System ermöglicht uns eine ganzheitliche Risikobewertung sämtlicher Bereiche und Prozesse», führt Fisch aus. Vorteilhaft am Tool sei, dass es sowohl die Risiken innerhalb des Betriebs erkenne als auch solche, die sich aus der Zusammenarbeit mit Partnern und Zulieferanten ergeben. Die Software bewertet sämtliche Risiken auf Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Schadenpotenzial und priorisiert sie entsprechend. «Bei mittleren und hohen Risiken werden notwendige Massnahmen zur frühzeitigen Behebung festgelegt und mit Hilfe eines integrierten Controllings inhaltlich und terminlich auf Erledigung geprüft», erklärt der Unternehmer. Zuhanden der Revisionsstelle werde zusätzlich auf Knopfdruck ein Risikomanagement-Report erstellt. Er könne das System oder generell die Nutzung eines Risikomanagement-Tools speziell kleineren KMU nur empfehlen, hält Ueli Fisch fest. Bei wederundgut habe die Einführung zu einer deutlichen Verbesserung der Prozesse mit den Lieferanten geführt und das eigene Debitorenrisiko erheblich verringert. Keine Pflicht zur Risikobeurteilung Oft fehlten gerade in Kleinbetrieben bis 20 Mitarbeitende standardisierte, durchgängige und dokumentierte Prozesse, weiss auch Stefan Kuhlow aus Erfahrung. «Dies kann schnell dazu führen, dass Risiken übersehen oder zu spät erkannt werden.» Seit Einführung des neuen Rechnungslegungsrechts per 1. Januar 2013 sind Organisationen, die dem eingeschränkten Revisionsverfahren unterstellt sind, auch nicht mehr verpflichtet, ihre Risikobeurteilung im Anhang zur Jahresrechnung offenzulegen. «Trotzdem raten wir den verantwortlichen Organen, sich regelmässig mit dem Risikomanagement der Gesellschaft auseinanderzusetzen.» Wer ein solches vorweisen könne, erhöhe auch seine eigenen Chancen vor dem Richter im Schadenfall, gibt er zu bedenken. Den Rat befolgt er auch in seinem Betrieb. Mindestens einmal jährlich tagen die Partnerfirmen Consultive Treuhand und Consultive Revisions zum Thema Risikomanagement in eigener Sache und nutzen das gleiche IT-Tool, welches sie Kunden wie wederundgut nähergebracht haben. Finanzielle Ausfälle etwa im Zusammenhang mit Grossbestellungen von Uniformen sind beim Zürcher KMU seither kein Thema mehr. Robert Wildi Den Notfall im Griff/ Risiken lauern in sämtlichen Tätigkeitsfeldern einer Firma. Manche sind offensichtlich, manche bedürfen eines genaueren Hinsehens. Ein umfassendes Riskmanagement verschafft Ihnen Überblick über Ihre Situation und die Schwachstellen in Ihrem Betrieb ganz einfach mit den Anleitungen der AXA. 24-Stunden-Telefon busin02/2014 Meine FIRMA 7

8 Meine VERANTWORTUNG Fotos: Valentina Verdesca; Matthias Jurt; zvg Workshop für die Wertschätzung: Die Filialleiter von Moser s Backparadies tauschen sich aus. Gipfeli verkaufen ohne Bauchschmerzen Der Umgang mit Stress und eine Wertschätzung der Mitarbeitenden sind im hektischen Alltag wichtig. Nicht nur deshalb werden die Kadermitarbeitenden der Firma Moser s Backparadies im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements regelmässig geschult. Das geht bei Guido Moser runter wie Honig. Zwei Frauen unterhalten sich in Hörweite von ihm und loben den Inhaber von Moser s Backparadies. «Ich finde, dass Herr Moser seinen Mitarbeitenden stets korrekt und mit einem freundlichen Lächeln begegnet», sagt die eine. «Und es ist vorbildlich, wie er in seinem Betrieb ein aktives Gesundheitsmanagement etabliert und bis heute konsequent durchgezogen hat», ergänzt die andere. Der Chef strahlt über beide Ohren. Solche Worte tun gut, selbst wenn die Unterredung nur inszeniert und Teil einer Gruppenübung ist. Vordemonstriert haben sie Esther Studer und Barbara Keller, Workshop-Leiterinnen beim Forum BGM Aargau und ifa Institut für Arbeitsmedizin. Gelauscht haben neben Guido Moser 15 weitere Kaderangestellte von Moser s Backparadies. Gemeinsam bestreiten sie gerade eine halbtägige Schulung zum Thema «Wertschätzung und Kommunikation während Veränderungsprozessen». Organisiert wird dieser sogenannte «BGM-Halbtag» (Betriebliches Gesundheitsmanagement) vom Forum BGM Aargau und vom ifa Institut für Arbeitsmedizin in Kooperation mit der AXA Winterthur. Aktuelle Relevanz der Thematik «Das Rollenspiel soll den anwesenden Filialleiterinnen und Filialleitern vor Augen führen, wie wenig Aufwand es braucht, um den Mitarbeitenden im Alltag hin und wieder Wertschätzung zu zeigen und sie zu motivieren», erklärt Esther Studer. An den BGM- Halbtagen, die sie und ihre Kollegin Barbara Keller regelmässig für Unternehmen durchführen, werden den Teilnehmenden Denkanstösse zum Zusammenhang von Führung, Gesundheit und Arbeit vermittelt. Denn für ein gutes Klima am Arbeitsplatz habe grundsätzlich jeder Sorge zu tragen. Allen voran natürlich jene Personen mit Führungsverantwortung. «Wir zeigen mit praktischen Übungen und Beispielen auf, wie ein motivierendes Arbeitsumfeld gestaltet werden kann.» Wie wertvoll eine aktive Auseinandersetzung mit Themen wie Stress und Gesundheit auch für seinen Betrieb ist, hat Guido Moser in den letzten Jahren zunehmend erkannt. «Vor zwei Jahren sind wir dem Forum BGM Aargau beigetreten und betreiben seither eine regelmässige und intensive Präventionsarbeit.» Ein- bis zweimal jährlich absolvieren alle Filialleiterinnen und Filialleiter von Moser s Backparadies am Unternehmenssitz in Baden einen BGM-Halbtag mit anschliessender Verkaufsschulung. «Die Workshop-Inhalte stimmen wir auf unsere individuellen Bedürfnisse ab», erklärt Moser. Das Thema «Wertschätzung und Kommunikation in Veränderungsprozessen» hat für die Filialleiterinnen und Filialleiter von Moser s Backparadies eine aktuelle Rele- Meine FIRMA Die Moser s Backparadies AG wurde 1998 in Abspaltung von einem über 100-jährigen Familienbetrieb von Guido Moser (Bild) gegründet. Das Unternehmen betreibt heute neben dem Hauptsitz in Baden insgesamt zehn Filialen im Kanton Aargau, in Schlieren und der Stadt Zürich. Wichtigste Umsatzträger sind neben ofenfrischen Backwaren auch Sandwiches und Zwischenverpflegung wie Salate, Birchermüesli, Früchtequark oder Joghurt. Auch alle Take-away-Produkte werden vor Ort frisch zubereitet. Moser s Backparadies beschäftigt inklusive Teilzeitkräften insgesamt 120 Mitarbeitende und erreichte im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 13 Millionen Franken. 8 Meine FIRMA 02/2014

9 Martin Rüthemann, Mitarbeiter Betriebliches Gesundheitsmanagement, AXA Winterthur «Unternehmen profitieren» Seit wann führt die AXA Winterthur für Kunden solche BGM-Halbtage durch? Begonnen haben wir Die Workshops sind Teil unseres umfassenden Dienstleistungsangebots rund um das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Was beinhaltet dieses Angebot? Wir unterteilen es in die drei Säulen «Gesundheit fördern», «Absenzen verringern» und «Invalidität vermeiden». Zu unserem ganzheitlichen BGM-Ansatz gehören Dienstleistungen wie Care- und Case- Management sowie ein spezielles IT-Tool zur elektronischen Absenzbewirtschaftung. Wir unterstützen die Kunden auch in Fragen der Prävention im Betrieb. Diesbezüglich arbeiten wir mit externen Dienstleistern zusammen, etwa mit dem ifa Institut für Arbeitsmedizin in Baden, bei welchem auch das Forum BGM Aargau angesiedelt ist. Mitarbeiterschulungen sollen interaktiv sein: Barbara Keller (r.) vom ifa Institut für Arbeitsmedizin. Welche Kundenfeedbacks erhalten Sie auf die BGM-Halbtage? Sehr positive. Viele berichten uns, dass der Workshop ein nützlicher Baustein bei der Entwicklung eines nachhaltig funktionierenden BGM innerhalb des Betriebs sei. In Zufriedenheitsbefragungen schneiden wir mit einer durchschnittlichen Bewertung von 8 9 bei 10 möglichen Punkten erfreulich gut ab. vanz, weil sie seit Anfang Mai an einen neuen Verkaufsleiter in Baden rapportieren. Bereits Ende 2013 wurde die neue Personalie im Unternehmen thematisiert. «Es war mir wichtig, dass alle Filialleiter sich selbst und ihre sechs- bis zwölfköpfigen Mitarbeiterteams rechtzeitig auf diese Veränderung vorbereiten konnten», erklärt Guido Moser. Dank der proaktiven Kommunikation kamen Unsicherheiten und Ängste gar nicht erst auf und werden Brote und Gipfeli in den Moser s-filialen weiterhin mit Motivation statt mit Bauchschmerzen gebacken und verkauft. Denn eines hält Esther Studer vom ifa Institut für Arbeitsmedizin unmissverständlich fest. «Etliche Untersuchungen be-legen, dass eine anhaltend fehlende Wertschätzung am Arbeitsplatz Erkrankungen psychischer und auch körperlicher Art begünstigt.» Genau dieses Szenario soll in Moser s Backparadies zugunsten von gesunder Arbeitsfreude nachhaltig verhindert werden. Da will der Chef auch künftig als gutes Beispiel vorangehen. Der verbale Ritterschlag durch die beiden Workshop- Leiterinnen dürfte ihm entsprechend Schub verleihen. Robert Wildi Berichten Kunden auch von direkt messbaren Erfolgen? Dass ein BGM-Halbtag unmittelbar die Absenzzahlen eines Unternehmens verbessert, ist selten. Wird die Präventionsarbeit in diesem Unternehmen aber nachhaltig betrieben und eventuell mit ergänzenden Dienstleistungen wie unserem Care-Management gekoppelt, kann ein Betriebsklima geschaffen werden, in dem auf Dauer eine Verringerung der Absenzen zu beobachten ist. Internationale Studien belegen, dass Unternehmen mit einem funktionierenden BGM nachhaltig finanziell profitieren. row 02/2014 Meine FIRMA 9

10 Meine VERANTWORTUNG Flott unterwegs Hat ein Betrieb mehr als fünf Fahrzeuge im Einsatz, erleichtert ein Flottenvertrag nicht nur die Administration und optimiert die Prämie er bietet auch viele Hilfen zur Prävention im Strassenverkehr. Nicht nur Taxiunternehmen und Baufirmen unterhalten einen Fuhrpark auch ein professioneller Fussballverein wie der Zürcher Grasshopper Club. «Wir haben 16 Personenwagen und fünf Kleinbusse im Einsatz», zählt Soraya da Fonseca, Leiterin Spielbetrieb, Projekte und Events und Flottenverantwortliche der Neue Grasshopper Fussball AG aus Niederhasli, auf. Die Personenwagen werden von den Spielern und Mitarbeitenden genutzt, mit den Bussen werden die Nachwuchsspieler zu ihren Turnierspielen gefahren, und ein Bus fungiert als Materialbus für die 1. Mannschaft. Wie viele Kilometer die Autos der Grasshoppers im Jahr machen, ist schwer zu schätzen, aber die Schadenquote der Flotte ist erfreulich gering. «Meistens sind es nur Bagatellschäden wie Kratzer an der Karosserie vom Einparken oder Aussteigen», sagt Soraya da Fonseca. Nicht nur deswegen hat sie wenig administrativen Aufwand mit der Flottenversicherung, die die Grasshoppers Ende 2012 bei der AXA abgeschlossen haben. Denn hier sorgt eine einzige Police für die Absicherung unterschiedlicher Fahrzeuge und individuell versicherbarer Risiken. Hat eine Firma wie der Grasshopper Club mehrere Fahrzeuge vom PW über den Kleinbagger bis zur Vespa in Betrieb, lohnt sich der Abschluss einer Flottenversicherung die Verwaltung wird einfacher und überschaubarer, auch was die Finanzen betrifft. Ein Flottenvertrag ermöglicht mehr Planungssicherheit in den Finanzen, da pro Fahrzeugart und Versicherungsdeckung eine einheitliche Stückprämie vereinbart werden kann. Unabhängig von Fahrzeugwert, Hubraum oder Gesamtgewicht ist die Prämie für jedes Fahrzeug einer Leistungskategorie gleich hoch, und die Versicherungskosten sind explizit budgetierbar. Im Gegensatz zum Schadenfreiheitsrabatt bleiben die Prämien immer gleich. «Natürlich gibt es auch Flotten, die schon branchenbedingt eine höhere Schadenquote als der Durchschnitt haben», wendet Meine FIRMA Fotos: Jorma Müller Der Grasshopper Club Zürich wurde 1886 gegründet und ist nach dem FC St. Gallen der zweitälteste Fussballverein der Schweiz. Der Verein zählt 1135 eingetragene Mitglieder. Der Profibetrieb wird von der Neue Grasshopper Fussball AG geführt und beschäftigt 82 Angestellte und 62 Spieler in der 1. Mannschaft und bei den Junioren. gcz.ch 10 Meine FIRMA 02/2014

11 Andreas Schumacher, Prevention Manager bei der AXA Winterthur, ein und meint vor allem Flotten von Nutzfahrzeugen, die jährlich mehrere zehntausend Kilometer fahren. «Hier versuchen wir, die Kunden zur aktiven Präventionsarbeit zu motivieren, und bieten ihnen mit dem Servicepaket driving at work Hilfsmittel, Fahrtrainings und Services an, um die Unfallquote zu verringern», sagt Andreas Schumacher. Rund 400 der gut 4000 Flottenkunden der AXA Winterthur nutzen dieses Angebot, und die Entwicklung der Schadenfrequenz derjenigen, die gezielte Präventionsmassnahmen durchführen, ist messbar besser als die anderer Kunden. In diese Präventionsarbeit fliessen die umfangreichen Erkenntnisse aus der Unfallforschung der AXA Winterthur ein. «Unsere Abteilung betreibt professionelle Grundlagenforschung für die Unfallanalyse und Unfallursachenforschung», erklärt die Leiterin der Unfallforschung & Prävention, Bettina Zahnd. «Damit die gewonnenen Erkenntnisse auf der Strasse auch Wirkung zeigen, engagieren wir uns in der Prävention und erarbeiten die technischen Grundlagen für die Präventionsprojekte der AXA: Crash Recorder, Safety Sim, Crash Simulator oder das Kundenprogramm driving at work sind nur einige Initiativen, um Gross und Klein auf die Gefahren im Strassenverkehr aufmerksam zu machen», fügt Bettina Zahnd an. Und so wie auf der einen Seite für mehr Sicherheit auf den Strassen geforscht wird, arbeiten Versicherungsexperten daran, die Policen den geänderten Bedürfnissen der Kunden anzupassen auch in der Flottenversicherung, die erst in diesem Jahr angepasst wurde und noch mehr Leistungen und Flexibilität bietet (siehe Box). Denn so wie ein Fussballverein immer wieder neue Trainingsmethoden anwendet, um noch besser zu werden, ein Speditionsunterneh- Soraya da Fonseca, Leiterin Spielbetrieb, Projekte und Events und Flottenverantwortliche der Neue Grasshopper Fussball AG, abfahrtsbereit mit den U-15-Junioren. «Wir betreiben professionelle Grundlagenforschung für die Unfallanalyse und -ursachenforschung.» Bettina Zahnd, Leiterin der Unfallforschung & Prävention men die neusten Fahrerassistenzsysteme einbaut, um den Chauffeuren die Arbeit zu erleichtern, sucht auch ein Versicherungskonzern immer nach neuen Möglichkeiten, seine Produkte bedarfsgerecht zu optimieren. Sandra Willmeroth Flottenmanagement/ Die AXA Winterthur ist die Nummer 1 unter den Motorfahrzeug-Versicherern der Schweiz und hat die Flottenversicherung grundlegend überarbeitet und optimiert. Neu werden Fahrzeugparks nach Fahrzeugtyp, Alter der Fahrzeuge und weiteren Merkmalen in Leistungskategorien eingeteilt und für jede Leistungskategorie bedürfnisgerecht die optimale Deckung bestimmt. Bei älteren Fahrzeugen kann die Deckung automatisch dem sinkenden Wert angepasst werden; die Prämie ist dadurch für die ganze Lebensdauer eines Fahrzeugs optimiert. Bei der Variante mit Schadenfreiheitsrabatt erhalten Kunden eine individuelle Tabelle mit der Prämieneinstufung, aus der ersichtlich ist, wie sich die Einstufung bei Schadenfällen und die Prämie im nächsten Jahr ändern. Ein Bonusschutz schützt gegen starke Prämienerhöhungen. Um die Motorfahrzeug-Flottenversicherung auf individuelle Bedürfnisse abzustimmen, können Deckungserweiterungen wie beispielsweise eine neue Rechtsschutz- oder Transportversicherung abgeschlossen werden. Im Rahmen des Servicepakets «driving at work» bietet die AXA Winterthur eine übersichtliche und aussagekräftige Schadenauswertung, welche die Flottenverantwortlichen bei der Prävention unterstützt Schadenursachen können dann mit gezielten Massnahmen angegangen werden. 24-Stunden-Telefon /2014 Meine FIRMA 11

12 Meine ZUKUNFT Für Lukas Fritz, Inhaber der Fritz + Partner AG, ist das Vorsorgemodell seiner Firma eine Trumpfkarte im Kampf um Fachkräfte. Meine FIRMA Das Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau wurde 1976 unter dem Namen Gasser und Scepan als einfache Gesellschaft gegründet erfolgte die Umwandlung in die Scepan AG, und 2006 übernahm Lukas Fritz die Firma. Seit Oktober 2008 lautet die Firmenbezeichnung Fritz + Partner AG. Heute beschäftigt das erfahrene Ingenieurunternehmen 14 Mitarbeitende. Das Büro mit Sitz in Baar plant Wohn- und Geschäftsbauten, unter anderem zuletzt den Edenpark und den Rötelpark in Zug. Seit mehreren Jahrzehnten zählt die Fritz + Partner AG zu den führenden Ingenieurbüros im Kanton Zug. Fotos: Daniel Winkler 12 Meine FIRMA 02/2014

13 Schuster, bleib bei deinem Leisten Ein KMU-Chef will arbeiten und seine Firma in Schwung halten aber er will sich möglichst nicht mit Versicherungs- oder Vorsorgefragen herumschlagen. Wenn das Vertrauen stimmt, sollen das lieber die Versicherungsfachleute machen, die sich täglich damit auseinandersetzen. Wenn er sich auch noch um den ganzen Papierkram kümmern würde, müsste er jemanden einstellen, der dann seine eigene Arbeit erledigt, scherzt Firmeninhaber Lukas Fritz. Vor acht Jahren hat er das heute auf den Namen Fritz + Partner AG lautende Ingenieurbüro in Baar mitsamt den Büroräumen sowie den damaligen Mitarbeitenden und Kunden übernommen. Und zunächst auch mit der Vorsorgelösung, die der ursprüngliche Firmengründer einst in den Achtzigerjahren für den Betrieb bei der AXA Winterthur abgeschlossen hatte. «Mir schien die gewählte Pensionskassenlösung durchaus solide», sagt Diplom-Bauingenieur Fritz. Dennoch wollte er sich einen Überblick verschaffen und hat verschiedene Angebote auf dem Markt verglichen. Sein Berater bei der AXA Winterthur, Andreas Baumann, hat ihn dabei beraten. «Herr Fritz hat sich dann für einen Verbleib in der teilautonomen Lösung Group Invest der AXA Winterthur entschieden. Gemeinsam haben wir dann aber noch die versicherten Leistungen an die geänderten Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst», erinnert sich Andreas Baumann. Über diesen Vorsorgevertrag ist seine Firma an die Columna Sammelstiftung Group Invest angeschlossen. Diese Pensionskasse investiert die Altersguthaben der Mitarbeitenden von allen angeschlossenen Firmen nach einer festgelegten Anlagestrategie am Finanzmarkt mit dem Ziel, ohne viel zu riskieren eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Für die Sammelstiftung Group Invest verwaltet die Credit Suisse die Vermögen nach einer marktorientierten Anlagestrategie. Dank dieser breit abgestützten und diversifizierten Anlagestrategie sind insbesondere in einer lang andauernden Tiefzinsphase deutliche Mehrrenditen möglich. Seit 1985 konnte denn die Sammelstiftung Group Invest im Vergleich zur gesetzlichen Mindestverzinsung eine jährliche Mehrverzinsung von 0,75 Prozent auf den Altersguthaben der Versicherten gewähren. Im Jahr 2013 erwirtschaftete die Sammelstiftung eine überdurchschnittlich gute Anlagerendite und konnte den Versicherten ihr Altersguthaben mit 3,5 Prozent verzinsen, was deutlich mehr ist als die vom Gesetz vorgeschriebenen 1,5 Prozent Mindestverzinsung, die jede Pensionskasse derzeit auf die Altersguthaben zahlen muss. Auf die lange Frist von zehn, zwanzig, dreissig und vierzig Jahren, die man heute im Erwerbsleben steht, machen ein oder zwei Prozent Verzinsung des Altersguthabens jährlich am Ende einen beträchtlichen Unterschied aus. «Wir haben die Leistungen an die geänderten Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst.» Andreas Baumann, AXA-Berater Vorsorgelösung macht Firma attraktiv «Die überdurchschnittliche Verzinsung haben meine Angestellten durchaus mit Wohlwollen registriert», sagt Lukas Fritz. Immerhin haben seine Baufachleute schon von Berufs wegen eine hohe Affinität zu Zahlen und schauen daher ganz genau, was auf ihrem jährlichen Pensionskassenausweis steht. «Aber nicht nur für bestehende Mitarbeiter ist die Vorsorge ein Thema», sagt Lukas Fritz. Immer häufiger werde er auch bei Einstellungsgesprächen nach dem vorhandenen Modell gefragt. «Da bin ich immer froh, wenn ich einem potenziellen Mitarbeiter die Kennzahlen über die solide Entwicklung meiner Pensionskasse zeigen kann», sagt der Firmenchef. Es sei ohnehin schwierig, qualifizierte Ingenieure zu finden er hätte Arbeit und Aufträge genug, um auf der Stelle noch fünf weitere Bauingenieure einzustellen, und seiner Erfahrung nach steigert ein gutes und grosszügiges Vorsorgemodell die Loyalität der Mitarbeitenden mehr als andere Vergünstigungen wie Lunch-Checks oder Benzingutscheine. «Vorsorge ist für die Leute ein wichtigeres und langfristigeres Thema», weiss Lukas Fritz. So wie bei den millionenschweren Wohn- und Geschäftsanlagen, die er mitbaut beispielsweise der Edenpark und der Rötelpark in Zug, braucht es bei der Vorsorge ein solides Fundament, eine weitsichtige Bauleitung, und zudem darf nicht an der Qualität der Materialien gespart werden. «Was bringt es mir unter dem Strich, wenn ich nur die vorgeschriebene Menge an Bewehrungsstahl verbauen würde und dann nach einem Jahr die Reklamationen auf den Tisch flattern und ich überall nachbessern muss?», fragt der Bauingenieur und gibt sich selbst sogleich die Antwort: «Nichts. Ausser viel Ärger und unnötigen Aufwand.» Dann lieber heute ein wenig mehr investieren und eine langfristige, solide und sorgenfreie Basis schaffen. Deckungsgrad ist die Basis In der Pensionskasse steht der Deckungsgrad für die solide Basis. Der Deckungsgrad gibt an, zu wie viel Prozent die Altersguthaben einer Vorsorgeeinrichtung an einem bestimmten Stichtag durch entsprechende Vermögenswerte gedeckt sind. «Ich schaue vor allem auf den Deckungsgrad der Pensionskasse, die anderen Kennzahlen sind mir weniger wichtig», sagt Marcel Heiniger, Inhaber der Firma RS-Furniere in Unterstammheim im Zürcher Weinland, die 02/2014 Meine FIRMA 13

14 Meine ZUKUNFT Meine FIRMA Marcel Heiniger, Inhaber der RS-Furniere, verlässt sich auf seinen Berater. Der Familienbetrieb RS-Furniere aus Unterstammheim produziert hochwertige Furnierblätter für den Innenausbau. Dabei steht der persönliche Rundholzeinkauf aller von Marcel Heiniger produzierten europäischen Holzarten für die hochstehende Qualität. Die 1942 gegründete Firma konnte von den Eltern des heutigen Inhabers 1969 erworben werden. Seit dem Tod seines Vaters 1973 leitet Marcel Heiniger den Betrieb. Die Firma beschäftigt sieben langjährige Mitarbeiter. Fotos: Daniel Winkler; istockphoto/deepblue4you Vorsorgelösung sicher und bedarfsgerecht/ Die Vorsorgespezialisten der AXA erstellen für jedes Unternehmen, vom kleinen Start-up bis zum international tätigen Grosskonzern, eine bedarfsgerechte Vorsorgelösung. Die Risikoleistungen sind bei der AXA Leben rückgedeckt, der Sparprozess wird je nach Sammelstiftung bei der AXA Leben oder bei einem externen Vermögensverwalter geführt. Das sind Sicherheiten, die Ihnen nur ein Lebensversicherer bieten kann. Bei der Gestaltung der beruflichen Vorsorge stellt sich immer die Grundsatzfrage: Wie viel Verantwortung möchten Sie als Unternehmer selbst übernehmen? Die Lösungen der AXA decken die gesamte Bandbreite ab. Kontaktieren Sie Ihren Berater oder rufen Sie an: 24-Stunden-Telefon: ebenfalls bei der AXA Winterthur an die Columna Sammelstiftung Group Invest angeschlossen ist. Der gelernte Kaufmann hat den Familienbetrieb 1973 nach dem frühen Tod des Vaters im jungen Alter von 22 Jahren übernommen. Heute beschäftigt der Patron alter Schule noch sieben Mitarbeitende, und der Betrieb fertigt hochwertige Furniere für die Möbel-, Tür- und Plattenindustrie sowie den Innenausbau. Ein schwieriges Geschäft angesichts des Lohndrucks aus dem Osten und einer sich wandelnden Konsumgesellschaft, die immer mehr auf den Preis schaut statt auf das Material, aus dem die Dinge gefertigt sind, wie Marcel Heiniger erklärt. Umso wichtiger ist es für ihn, dass seine Mitarbeitenden gut abgesichert sind. «110 Prozent betrug der Deckungsgrad der Columna Sammelstiftung Group Invest letztes Jahr», weiss er denn auch ohne Zögern zu berichten. Börsenkurse schwanken Er hat auch schon magerere Jahre erlebt. Aufgrund der Börsen- und Finanzkrise war der Deckungsgrad der Columna Sammelstiftung Group Invest im Jahr 2008 wie bei den meisten Pensionskassen vorübergehend und zum ersten Mal in ihrer Geschichte leicht unter 100 Prozent gesunken. «Kein Grund zur Panik», sagt Bauingenieur Lukas Fritz. Denn an den Börsen gehe es immer mal wieder ein oder zwei Jahre bachab, aber langfristig steigen die Kurse, meint der Ingenieur, der aus einer Familie stammt, die im Börsenhandel tätig war. Auch Marcel Heiniger steckt solche Erfahrungen ruhig weg. «Wenn es wirklich schlimm stünde, hätte sich Urs schon bei mir gemeldet», sagt er und meint damit seinen BVG-Berater Urs von Burg, mit dem er seit vielen Jahren zusammenarbeitet. «Das hätte ich sicher getan, darauf kann Marcel sich verlassen, schliesslich haben wir ein starkes Vertrauensverhältnis aufgebaut», bestätigt Urs von Burg. Seit 2009 hat Marcel Heiniger die Vorsorge seines Betriebs über die AXA Winterthur versichert, und er schätzt es sehr, für alle Fragen zur Altersund Invaliden- oder Erwerbsunfähigkeitsrente seither einen einzigen, kompetenten Ansprechpartner zu haben. «Das ist mir mehr wert als alles andere», sagt Heiniger. Selbst wenn er bei anderen Anbietern ein paar Rappen sparen könnte das Persönliche ist ihm wichtiger. «Ich will doch nicht meine Zeit mit Dingen verschwenden, von denen ich keine Ahnung habe! Das sollen Leute machen, denen ich vertraue und die sich auskennen», sagt Heiniger und meint «Wir haben ein starkes Vertrauensverhältnis aufgebaut.» Urs von Burg, AXA-Berater das ganze Vorsorgegeschäft. «Schuster, bleib bei deinem Leisten» sei denn auch sein Leitmotiv. Schliesslich käme es vermutlich auch nicht gut, wenn der Versicherungsexperte Urs von Burg plötzlich auf die Idee käme, Furnierblätter herstellen zu wollen, oder Andreas Baumann eine Wohnanlage für Hunderte Millionen Franken planen würde! Sandra Willmeroth 14 Meine FIRMA 02/2014

15 Mein GELD Renditeglück mit Kapitalschutz Die AXA Winterthur bietet seit Anfang Jahr in Kooperation mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) neue Anlagezertifikate an, die attraktive Gewinne mit kalkulierbaren Risiken in Aussicht stellen. Plus 17 Prozent im Jahr 2012, dann nochmals eine Steigerung von über 10 Prozent im Jahr Der Swiss Market Index (SMI) hat Anleger in den vergangenen zwei Jahren redlich verwöhnt. Tolle Gewinne konnte einfahren, wer mit einem gut diversifizierten Portfolio im bedeutendsten Schweizer oder auch anderen Aktienindizes investiert hat. Das macht Lust auf mehr. Doch genau hier liegen die Risiken der Kapitalmärkte. Rasant kann es auch wieder abwärtsgehen. Den rechtzeitigen Ausstieg dann zu schaffen, ist eine Kunst, die nicht viele beherrschen. Weltweite Diversifikation Die Börsenhausse der vergangenen zwei Jahre ist also durchaus ein zweischneidiges Schwert für alle Privatanleger, die sich erst jetzt über die richtige Geldanlage Gedanken machen. Sind attraktive Renditen ohne allzu grosse Risiken noch möglich? Eine Frage, die Investoren nicht erst seit gestern umtreibt. Auch die AXA beschäftigt sich permanent mit ihr. Auf Anfang 2014 hat sie in Kooperation mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ein neues Anlagezertifikat im Markt lanciert, das viele Argumente für ein «Ja» auf sich vereinen soll. Die «ZKB Anlagezertifikate» garantieren den Anlegern nach Ende der Laufzeit eine Mindestrückzahlung des investierten Kapitals. Gleichzeitig partizipieren die Anleger an der Entwicklung des ZKB Dynamic Asset Class Index (DACI), der diesem Investitionsprodukt zugrunde liegt. «Dieser äusserst dynamische Index ermöglicht Renditechancen mit weltweit diversifizierten Titeln in den drei Anlageklassen Aktien, Rohstoffe un d Obligationen», sagt Sarah Chiolero vom AXA-Produktmanagement Einzelleben. Aufgrund seiner dynamischen Investmentstrategie wähle der ZKB Anlagezertifikate auf einen Blick tuten ZKB und AXA Gruppe nes professionellem Index-Managements diversifizierten, weltweiten Anlagen kostenlosen Depot und Privat- oder Sparkonto der AXA Winterthur, banking bei bank zweiplus. 24-Stunden-Telefon Attraktive Renditechancen dank professionellem Index-Management Index laufend die Anlagen mit den optimalsten Gewinnpotenzialen aus. «Um bei starken Kursschwankungen grössere Verluste zu vermeiden, wird das Anlagerisiko des ZKB DACI monatlich kontrolliert», erklärt Sarah Chiolero. Verläuft die Entwicklung des Index trotzdem negativ, kommt der Kapitalschutz per Verfalldatum zum Tragen. Dieser beträgt je nach Laufzeit bis 100 Prozent. Seit Anfang 2014 kommen quartalsweise Anlagezertifikate mit unterschiedlichen Kapitalschutzniveaus und Laufzeiten auf den Markt. «Das minimale Investitionsvolumen für den Erwerb der Anlagezertifikate beträgt Franken», erklärt Sarah Chiolero. Transparente Risiken Ganz risikofrei ist der Erwerb der Zertifikate gleichwohl nicht, was grundsätzlich für jede Bankanlage gilt. Da es sich um ein sogenanntes Referenzschuldner-Zertifikat handelt, ist der Anleger dem Gegenparteirisiko sowohl des Emittenten (ZKB) als auch des Referenzschuldners (AXA Gruppe) ausgesetzt. Das heisst: Falls eine dieser beiden Parteien ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt, kann der Anleger sein Kapital teilweise oder vollständig verlieren. Da sowohl die ZKB als auch die AXA Gruppe sehr solide Finanzinstitute sind, profitieren Anleger von einer überdurchschnittlich hohen Sicherheit. Einzig vor den allenfalls negativen Folgen eines vorzeitigen Verkaufs können Anleger nicht geschützt werden. Denn der Kapitalschutz gilt ausschliesslich am Ende der Laufzeit. «Wird ein Anlagezertifikat vor Ende der Laufzeit verkauft, kann dessen Preis je nach Marktsituation natürlich unter dem Rückzahlungswert liegen», erklärt Sarah Chiolero. Doch mit diesem möglichen Szenario muss immer gerechnet werden, sobald in Kapitalanlagen investiert wird. Ganz besonders an der Börse. Robert Wildi 02/2014 Meine FIRMA 15

16 Mein ANLIEGEN Leser fragen AXA-Experten antworten Gerne beantworten unsere Experten auch Ihre Fragen. Die interessantesten Fragen werden hier anonymisiert veröffentlicht. AXA Winterthur, Redaktion «Meine Firma», 8401 Winterthur, Illustration: Peter Gut; Fotos: Stefan Kubli, Martin Guggisberg, Vanessa Püntener, Jolanda Flubacher Derungs, zvg Haftpflichtversicherung Haftpflichtversicherung für Tierhalter Wir wohnen etwas isoliert am Rande des Dorfes, in unserem Quartier wurde schon verschiedentlich eingebrochen. Wir tragen uns daher mit dem Gedanken, zur Verbesserung der Sicherheit einen Hund zu kaufen. Nun wurde uns aber gesagt, als Tierhalter könne man schnell haftbar werden, und es brauche auch obligatorisch eine Haftpflichtversicherung. Trifft das zu, und worauf müssen wir achten? P.B., Wettswil Das Obligationenrecht (Art. 56) sieht bei Schäden durch Tiere eine sogenannte Kausalhaftung des Halters vor. Als Hundehalter tragen Sie also grundsätzlich das Risiko, dass Ihr Tier jemanden schädigt. Sie können sich nur von der Haftung befreien, wenn Sie beweisen, dass Sie alle objektiv gebotene Sorgfalt bei der Verwahrung und Beaufsichtigung des Tieres angewendet haben dieser Nachweis ist nicht immer einfach zu erbringen. Dazu kommt, dass Sie als Halter auch für Hilfspersonen einstehen müssen, z.b. für ein Nachbarkind, dem Sie den Hund eventuell gelegentlich zum Spazieren überlassen. Sofern Ihr Hund eine Drittperson verletzt, wird regelmässig vorerst eine Unfallversicherung oder eine Krankenkasse die Heilungskosten übernehmen. Die leistende Versicherung wird anschliessend meist versuchen, auf den Tierhalter Regress zu nehmen. Für weitere, vom Unfallversicherer nicht abgedeckte Friedrich Frey, Leiter Schaden Haftpflichtversicherungen Schäden werden Sie als Tierhalter vom Geschädigten direkt belangt. Aus diesen Gründen ist ein guter Versicherungsschutz für Tierhalter dringend zu empfehlen. Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht nur den ausgewiesenen Schaden, falls Sie haften, sondern wehrt auch für Sie unbegründete Ansprüche ab. In gewissen Kantonen wird eine Haftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben: Wer z. B. wie Sie im Kanton Zürich einen Hund halten will, muss für diesen eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Million. Franken abschliessen. Sofern Sie bereits über eine übliche Privathaftpflichtpolice verfügen, deckt diese regelmässig auch Ihr Risiko als Tierhalter, allerdings nur im Privatbereich. Soll das Tier auch im Zusammenhang mit einem Gewerbe eingesetzt werden (z. B. als Wachhund im Geschäft), müsste der Versicherungsschutz über eine entsprechende Betriebshaftpflichtpolice abgedeckt werden. Fragen Sie im Zweifel Ihren Berater, ob der vorhandene Versicherungsschutz genügt oder allenfalls ausgebaut werden muss. Kreditversicherung Schutz vor Zahlungsausfällen Ich habe ein Treuhandbüro und berate vor allem KMU. Leider waren zwei meiner Kunden in den letzten Jahren aufgrund von Zahlungsausfällen ihrer Debitoren gezwungen, ihr Geschäft aufzugeben. Nun hörte ich von der Kreditversicherung. Kann diese solche fremdverschuldeten Konkurse abwenden? R.T., Thalwil Die Debitorenausstände machen in mancher Bilanz einen bedeutsamen Teil aus. Hier können Sie ansetzen und gezielt unternehmensschädigende Gefahren abwehren. Unbezahlte Kundenrechnungen kosten viele Strapazen und führen im schlimmsten Fall zum eigenen Fall. Ein relativ unbekannter Ansatz wäre nebst den bereits bekannten wie z.b. Lieferung auf Vorkasse, Ihren Kunden zu einer Versicherung gegen Zahlungsausfälle zu raten. Kalkulierbare Versicherungsprämie anstatt unkalkulierbaren Verlust! Diese Versicherung, auch bekannt als Kreditversicherung, prüft vorgängig die Zahlungsfähigkeit bestehender und neuer Kunden und überwacht sie danach laufend. Zudem erledigt sie das Paolo Larentis, Verkaufsleiter Schweiz Kredit & Kaution Inkasso überfälliger Rechnungen und das ist entscheidend entschädigt die unbezahlt gebliebenen Rechnungen nach kurzer Zeit. So können nicht nur Ihre Kunden sorgloser geschäften, weil ihre Liquidität sichergestellt ist, sondern auch Sie haben Ihre Verantwortung wahrgenommen und Ihren Job gut gemacht. Übrigens, eine Zession der Police ermöglicht Ihren Kunden bessere Konditionen für eine Finanzierung auf dem Markt. 16 Meine FIRMA 02/2014

17 Kollektive Personenversicherung Elektronische Übermittlung von Lohndaten Ich habe erfahren, dass die AXA Winterthur Lohndaten für die Prämienabrechnung elektronisch empfangen kann. Was muss ich machen, damit ich die Übermittlung elektronisch machen kann und die Lohndaten nicht mehr mühsam von Hand aufführen muss? W.P., Glattbrugg Mit der elektronischen Lohnmeldung (ELM) gibt es die Möglichkeit, die jährlichen Lohndatenmeldungen für die Unfall- und Krankentaggeldversicherung sowie die berufliche Vorsorge deutlich einfacher durchzuführen. Voraussetzung für ELM ist eine swissdec-zertifizierte Lohnbuchhaltungssoftware. Ausgestattet mit einem von uns erstellten Versicherungsprofil, stellt Ihre Lohnbuchhaltung die notwendigen Daten zusammen und übermittelt sie an die AXA Winterthur. Der grosse Vorteil für Sie ist dabei, Reinhard Schmid, Leiter Kollektive Personenversicherung dass sich dadurch der Meldeund Prüfaufwand bei Ihnen reduziert. Zudem ist ein Versand auch an weitere Empfänger wie z.b. AHV, Familienausgleichskasse und Bundesamt für Statistik möglich. Recht Tippfehler beim Autoverkauf Ich habe ein Auto im Internet verkauft und aus Versehen geschrieben, dass der Wagen zirka Kilometer gefahren sei. Als der Käufer das Auto abholte, bemerkte er, dass auf dem Tacho aber km stehen. Ich erklärte ihm, dass dies ein Tippfehler meinerseits gewesen sei, und entschuldigte mich für dieses Versehen. Eine Preisreduktion möchte ich dem Käufer deswegen aber nicht gewähren. Ist dieses Vorgehen korrekt? L. F., St. Margrethen Wenn Sie Eigenschaften des Autos wie einen bestimmten Kilometerstand, Jahrgang oder die Bezeichnung «unfallfrei» zugesichert haben, müssen Sie dafür einstehen. Die bloss werbemässige Anpreisung ist hingegen keine Zusicherung. Weil der Kilometerstand Ihres Fahrzeugs nun höher ist als im Internet von Ihnen angepriesen, verringert sich der Wert des Fahrzeuges. Der Käufer kann daher eine nachträgliche Preisminderung Carole Kaufmann, Rechtsanwältin AXA-ARAG oder sogar unter Anwendung von Art. 205 Abs. 1 OR eine Rückabwicklung des Vertrags geltend machen. Wir raten Ihnen daher, auf die Preisminderung einzugehen. 02/2014 Meine FIRMA 17

18 Mein ANLIEGEN Rechtshilfe interaktiv/ MyRight.ch, das Internetportal der AXA-ARAG, bietet einen schweizweiten Service: Kunden der Rechtsschutzversicherung haben die Möglichkeit, online rechtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Website ermöglicht das Erstellen von personalisierten Dokumenten wie Kauf- oder Mietverträgen, und es werden in vier Rechtsbereichen interaktiv Standard-Rechtsfragen beantwortet: Private Vorsorge Erb- und Konkursprivilegien In einem Prospekt über eine Lebensversicherung habe ich gelesen, dass es das Erb- und Konkursprivileg gibt. Was ist damit genau gemeint? F.H., Muttenz Um der Aufgabe als Familienvorsorge gerecht zu werden, geniesst eine Lebensversicherung zum einen Betreibungs- und Konkursprivilegien. In der freien Vorsorge (Säule 3b) bedeutet dies gemäss Art. 80 f. VVG insbesondere Folgendes: Wird über den Versicherungsnehmer Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt, geht die Lebensversicherung auf seinen Ehegatten, eingetragenen Partner, seine eingetragene Partnerin oder seine Nachkommen über, sofern diese als Begünstigte eingesetzt wurden. Sie werden automatisch neue Versicherungsnehmer, während der alte Versicherungsnehmer aus dem Vertragsverhältnis Sarah Holenstein, Produktmanagement Einzelleben ausscheidet. Mit dieser Massnahme entzieht sich das bisher gebildete Vermögen dem Zugriff der Gläubiger, und der Familie bleibt in dieser schwierigen Zeit eine gewisse finanzielle Sicherheit. Wichtig zu wissen ist, dass die Begünstigung ausgesprochen wurde und die Einzahlungen in die Lebensversicherung erfolgen mussten, bevor der Konkursfall oder die Insolvenz absehbar waren. In der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) und in der Pensionskasse funktioniert der Schutz anders: Hier kann der Versicherungsanspruch vor Fälligkeit der Leistungen weder gepfändet noch in die Konkursmasse einbezogen werden. Das Geld ist somit während der gesamten Dauer der Anwartschaft auf Leistungen sicher. Hier ist aber zu beachten, dass, sobald die Versicherungsleistungen zur Auszahlung gelangen, die Gläubiger ihre Forderungen geltend machen können, also zum Beispiel dann, wenn Altersrenten, Kapitalleistungen bei Pensionierung oder Invalidenrenten ausbezahlt werden. In jedem Fall hat aber der Versicherte Anspruch auf das Existenzminimum. Erben haben das Recht, die Erbschaft, die ihnen zugefallen ist, abzulehnen (Art. 566 ZGB). Davon machen sie in der Regel dann Gebrauch, wenn die Erbschaft überschuldet ist. Denn mit dem Vermögen gehen auch die offenen Schulden des Verstorbenen an die Erben über. Hier kommt nun das Erbprivileg gemäss Art. 85 VVG zum Zuge: Sind erbberechtigte Nachkommen, ein Ehegatte, eine eingetragene Partnerin, ein eingetragener Partner, Eltern, Grosseltern oder Geschwister, die Begünstigten einer Lebensversicherung, so fällt ihnen der Versicherungsanspruch zu, auch wenn sie die Erbschaft nicht antreten. Da sie die Erbschaft ausgeschlagen haben, sind sie nicht verpflichtet, mit den erhaltenen Versicherungsleistungen die offenen Schulden des Verstorbenen zu begleichen. Aufgrund der Begünstigung fällt die Kapitalauszahlung der Lebensversicherung im Todesfall auch nicht in den Nachlass, sondern wird direkt an die Begünstigten ausbezahlt. Dank den Erb- und Konkursprivilegien ist eine Lebensversicherung also ein ideales Instrument, um die Familie bei einer Überschuldung des Versicherungsnehmers zu schützen. 18 Meine FIRMA 02/2014

19 Liebe Chefinnen, KMU Office sorgt für einen Konkurrenzvorteil zum Fixpreis. KMU Office bietet Ihrem Betrieb das perfekte Paket für Ihre Kommunikation: schnelles Internet und Gratistelefonie vom Festnetz in alle Fest- und Mobilnetze der Schweiz alles zum Fixpreis und ohne versteckte Kosten. Mehr Informationen gibt s im nächsten Swisscom Shop und auf swisscom.ch/kmu-office Boosten auch Sie Ihr KMU. KMU Office ab CHF 95. /Mt. Jetzt 3 Monate gratis* Scannen für mehr Informationen. * Bei Abschluss eines neuen Breitbandanschlusses mit KMU Office erhalten Sie die ersten 3 Grundgebühren geschenkt. KMU Office CHF 95. /Mt. (Ersparnis CHF 285. ), KMU Office CHF 119. /Mt. (Ersparnis CHF 357. ), KMU Office CHF 149. /Mt. (Ersparnis CHF 447. ). Promotion gültig bis «Unfälle vermeiden und Kosten senken.» Flottenversicherung/ Ein Vertrag für alle Fahrzeuge Individuelle und übersichtliche Schaden auswertung «driving at work»: Das Servicepaket für Unfall prävention AXA.ch/fleet

20 Meine WELT Die Qual der Wahl Es gibt hunderte von Business-Softwarelösungen für KMU. Der Schlüssel zur richtigen Wahl ist die genaue Kenntnis der eigenen Arbeitsabläufe und Bedürfnisse. Fotos: Daniel Ammann; Nique Nager Auch in der kleinsten Firma steht heute mindestens ein Computer. Die Schreibmaschine und das handschriftlich geführte Kassenbuch haben ausgedient; Schreibkrampf und Tipp-Ex ade! Aber auch am PC kann man sich die Arbeit schwer machen. Zum Beispiel mit mühsam zusammengeschusterten Excel-Tabellen, deren Inhalt für eine Offerte dann doch wieder von Hand in ein Word-Dokument übertragen werden muss. Oder mit einer kompliziert zu bedienenden Software, die Kopfschmerzen bereitet, statt die Arbeit zu erleichtern. Verwirrende Begrifflichkeiten Die Softwarewahl fällt nur schon wegen des riesigen Angebots schwer. Das Vergleichsportal verzeichnet hunderte von Herstellern, die teils mehrere Lösungen anbieten. Da gibt es einfache Programme, die gerade mal das Kassenbuch ersetzen, aber auch für KMU angepriesene Gesamtpakete für viel Geld, die für ein kleines Unternehmen aber viel zu umfangreich und zu teuer sind. Dazu kommen all die Begriffe aus dem Informatik-Jargon. Business-Software wird auch unter dem Namen «ERP» verkauft, was für «Enterprise Resource Planning» steht. Eine ausgewachsene ERP-Lösung deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Verwaltung von Bestellungen und Lieferantenrechnungen bis zum Mahnwesen ab. Wenn es vor allem um den Kontakt zum Kunden gehen soll, fällt der Begriff «CRM» (Customer Relationship Management). CRM kann jedoch vom besseren Adressbuch bis zum Webportal mit Live-Chat alles bedeuten. Je nachdem sind CRM-Funktionen in der ERP- Lösung enthalten, oder es gibt ein separates CRM-Produkt. Und was bitte war schon wieder ECM? Business-Software soll die Arbeit vor allem erleichtern. Damit das klappt, muss sich ein Unternehmen aber erst einmal in Ruhe klarmachen, welche Aufgaben besonders wichtig sind, wo der meiste Aufwand anfällt und wo vielleicht der Schuh drückt. Mit anderen Worten: Der Unternehmer muss seine Arbeitsabläufe genau unter die Lupe nehmen. Je nach Art und Grösse genügen bei der einen Firma ein einfaches Kassenbuch und eine Adressverwaltung, während ein anderer Betrieb auf eine ausgefeilte Lagerverwaltung und die exakte Erfassung der geleisteten Arbeitsstunden angewiesen ist. Sind all diese Fragen beantwortet, ergibt sich ein Anforderungskatalog. Auf dieser Grundlage lassen sich die Angebote fundiert prüfen. Bei der Diskussion mit Softwareherstellern und -händlern hat man klare Argumente und muss sich nichts aufschwatzen lassen. Für Künftiges bereit sein Ohne einen gewissen Aufwand geht es aber nicht. Am besten testet man mehrere Lösungen anhand von konkreten Beispielen aus dem eigenen Geschäftsalltag und entscheidet sich dann für die Software, die erstens alle gewünschten Aufgabenstellun- «Entscheidend ist, dass der Anbieter die entsprechende Erfahrung und das Know-how ausweisen kann.» Jean-Jacques Suter, CEO Sage gen abdeckt und zweitens einfach zu bedienen ist und zwar von genau den Mitarbeitenden, die später täglich mit der Software arbeiten. Es bringt wenig, wenn die Chefin von der topmodernen ERP-Lösung begeistert ist, während die meistgebrauchte Eingabemaske dem zuständigen Sachbearbeiter zu kompliziert erscheint. Oder wenn die Software wunderbar mit der Maus bedient werden kann, die Buchhalterin aber lieber mit der Tastatur arbeitet. Gezeichnete Geschichten sind seit seiner Kindheit die Leidenschaft des französischen Verlegers Jacques Glénat. Sein Verlag besteht seit über 40 Jahren und hat seit dem Jahr 2000 eine Niederlassung in der Schweiz mit vier Mitarbeitenden. Dort erledigt Valérie Dafflon, Assistentin der Geschäftsleitung, die Administration mit Sage Start und kann so die Buchhaltung selbst führen. «Vorher mussten wir eine Treuhandgesellschaft beauftragen, jetzt bin ich dafür zuständig. Und es ist unglaublich praktisch, sofort Antworten auf unsere Fragen zu erhalten.» Mit der Bedienung hat Dafflon nach einer Schulung keine Probleme: «Ich habe mich sehr schnell eingearbeitet. Besonders gefällt mir die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche zu personalisieren. Gut finde ich auch, dass 20 Meine FIRMA 02/2014

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