Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs

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1 Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs Informieren Angst nehmen Früherkennung fördern

2 Warum wurde die Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs ins Leben gerufen? Gründung 1995 als bundesweite Aktion mit dem Ziel, in der Öffentlichkeit mehr Bewusstsein für Brustkrebs zu schaffen. Brustkrebs ist trotz seiner Häufigkeit immer noch ein Tabu. Der Umgang mit diesem Thema fällt oft nicht leicht. Durch Aufklärung über Brustkrebs möchten wir die Angst vor dieser Erkrankung nehmen und alle Frauen in Deutschland über die Entstehungsursachen, über die Möglichkeiten der Brustkrebs-Früherkennung und über aktuelle Behandlungsmethoden allgemeinverständlich informieren. Prof. Dr. med. Manfred Kaufmann Direktor der Universitäts-Frauenklinik Frankfurt/M. Vorsitzender und Initiator der Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs

3 Warum engagieren wir uns? Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: jährlich gibt es etwa Neuerkrankungen Jede 10. Frau erkrankt an Brustkrebs Brustkrebs ist bei Frauen im Alter zwischen 35 und 55 Jahren die häufigste Todesursache Brustkrebs ist immer noch ein Tabuthema das oft verdrängt wird Durch qualitätsgesicherte ärztliche Brustkrebs- Früherkennungsmaßnahmen und regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust kann Brustkrebs in einem frühen Stadium erkannt werden Brustkrebs ist heilbar, wenn er früh genug erkannt und richtig behandelt wird

4 Wir haben uns drei Aufgaben gestellt Informieren über die Entstehung, über Risikofaktoren, über Möglichkeiten der Früherkennung und über aktuelle Behandlungsmethoden von Brustkrebs Angst nehmen Je früher eine Brustkrebserkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen Früherkennung fördern Motivation zu mehr Körperbewusstsein auf den eigenen Körper achten und Veränderungen frühzeitig mit dem Arzt besprechen Motivation zur regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust Motivation zur Teilnahme an der jährlichen Krebs- Früherkennungsuntersuchung Unser Ziel ist es, alle Frauen zu bewegen, die Brustkrebs- Früherkennung als Chance zu sehen und sich bewusster damit auseinander zu setzen.

5 Natürliche Vorbeugung gegen Brustkrebs Gesunde Ernährung Körperliche Aktivität verringert das Brustkrebsrisiko: größerer Effekt bei Frauen vor den Wechseljahren bei körperlicher Betätigung von mindestens 4 Stunden pro Woche Medikamentöse Vorbeugung gegen Brustkrebs Es gibt Hinweise, dass bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko durch Medikamente, die die Östrogenwirkung unterdrücken, eine Vorbeugung gegen Brustkrebs möglich ist. Dies wird gegenwärtig in Studien bei älteren (IBIS-II- Studie) und bei jüngeren Frauen (GISS-Studie) untersucht. Wenn Sie Informationen zu den Studien in Deutschland wünschen, wenden Sie sich an die Deutsche Adjuvante Brustkrebsstudiengruppe (GABG): GABG-Studienkoordination Andrea C. Diehl c/o Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Theodor-Stern-Kai Frankfurt/Main Tel Fax Die Studien finden Sie auch auf der GABG-Webseite:

6 Wann ist das Risiko erhöht, an Brustkrebs zu erkranken? im Alter über 60 Jahren (allgemeines Altersrisiko) bei früher erster Regelblutung (vor dem 12. Lebensjahr) bei keiner bzw. später Erstschwangerschaft (nach dem 30. Lebensjahr) bei erblich bedingtem Risiko Brustkrebs bei nahen Verwandten (Mutter, Schwester) bei atypischen Brustzellen (festgestellt bei Gewebeentnahme)

7 Selbstuntersuchung der Brust Wann? 1 x pro Monat am besten: 1 Woche nach Beginn der Regelblutung nach Ausbleiben der Regelblutung am jeweils gleichen Tag im Monat bei einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren monatlich eine Woche nach Beginn einer neuen Monatspackung Selbstuntersuchung der Brust Wie? Betrachten der Brust vor einem Spiegel Achten Sie auf jede neu aufgetretene Veränderung der Brust in Form und Größe. Betrachten Sie die Hautoberfläche und schauen Sie auf Veränderungen wie Vorwölbungen oder Einziehungen und registrieren Sie Rötungen sowie Verdickungen und Verhärtungen der Haut.

8 Selbstuntersuchung der Brust Achten Sie auf blutige Absonderung oder erstmalige Einziehungen der Brustwarze sowie auf entzündliche Veränderungen in dieser Region. Welche Brustbereiche sollen abgetastet werden? Grenzen der Brust oben: Schlüsselbein unten: Umschlagfalte der Brust Mitte: Brustbein außen: Linie, die durch die Mitte der Achselhöhle verläuft Wie tastet man? Die rechte Hand untersucht die linke Brust und umgekehrt. Getastet wird mit den vorderen Abschnitten der drei mittleren Finger. An jeder Stelle, die untersucht wird, machen Sie drei Kreisbewegungen von der Größe eines 10-Cent-Stücks. Die erste Kreisbewegung führen Sie mit leichtem, die zweite mit mittlerem, die dritte mit starkem Druck durch.

9 Selbstuntersuchung der Brust Welche Körperhaltung eignet sich zur Untersuchung der weiblichen Brust? Um die äußeren Abschnitte der Brust zu untersuchen, eignet sich eine Halb-Seitenlage: Drehen Sie sich mit angewinkelten Beinen zur Seite und wenden Sie die Schulter zurück in Rückenlage: Die Brust schwimmt so auf dem Brustkorb, wobei die Brustwarze den höchsten Punkt bildet. Sind Sie mit Ihrer Tastuntersuchung bei der Brustwarze angelangt, drehen Sie sich vollständig zurück in Rückenlage und fahren Sie mit der Untersuchung der inneren Abschnitte der Brust fort.

10 Selbstuntersuchung der Brust Welches Untersuchungsmuster ermöglicht ein systematisches Abtasten der Brust? Beginnen Sie in der Mitte der Achselhöhle und tasten Sie auf- und abwärts, in dicht aneinander liegenden parallelen Bahnen (vergleichbar mit Rasenmähen ). Die Regionen ober- und unterhalb des Schlüsselbeins tasten Sie zusätzlich in waagerechten Bahnen. Denken Sie daran: Untersuchen Sie jede Stelle der Brust mit den vorderen Abschnitten der drei mittleren Finger in drei Kreisbewegungen mit drei unterschiedlichen Druckstärken. Damit Sie keine Stelle der Brust vergessen, tasten Sie in parallelen Bahnen.

11 Qualitätsgesicherte Mammographie Zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Mammographie das geeignetste Verfahren Regelmäßige, qualitätsgesicherte Mammographie senkt die Sterblichkeit durch Brustkrebs (vor allem bei Frauen über 50 Jahren) Im Alter von 50 Jahren bis 70 Jahren: Mammographie alle 2 Jahre * Für Frauen unter 50 Jahren: derzeit gibt es keine allgemeinen Empfehlungen in Deutschland; falls die Mammographie im Sinne einer Screening-Untersuchung ** eingesetzt werden soll, werden international kürzere Zeitabstände empfohlen (1 1 1 /2 Jahre) * Die Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs unterstützt die Forderung nach Einführung des Mammographie- Screenings ** unter interdisziplinärer Qualitätssicherung nach den aktuellen europäischen Leitlinien * evtl. kürzere Zeitabstände bei erhöhtem Brustkrebsrisiko ** Screening = regelmäßige Reihenuntersuchung bei gesunden Frauen

12 Mit welchen Aktionen erreichen wir unsere Ziele? Bundesweite Informationstage Gesundheit für Frauen in Zusammenarbeit mit Universitätskliniken und Krankenhauszentren, Städten und Gemeinden sowie Presse und Rundfunk Informationsbroschüren Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust durch Ärztinnen und Ärzte, Broschüren und Video Vorträge und Informationsstände bei Kongressen und Symposien Informationsveranstaltungen in Betrieben Kooperation mit Frauen-Selbsthilfeorganisationen z.b. Frauenselbsthilfe nach Krebs, Koalition Brustkrebs Einrichtung eines Brust-Telefons (in Planung) als Hotline zur Information der Öffentlichkeit Pressearbeit zu aktuellen Themen über Brustkrebs Informationen im Internet (in Vorbereitung) Durch unsere Aktionen wollen wir das Thema Brustkrebs vermehrt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken und einen Beitrag zur Gesundheit der Frauen in Deutschland leisten.

13 Wer ist die Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs? Unsere Allianz zur Förderung der Brustkrebs-Bekämpfung wendet sich in erster Linie an gesunde Frauen aller Altersstufen. Schirmherrschaft: Prof. Dr. Rita Süssmuth Vorsitzender: Prof. Dr. Manfred Kaufmann Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Manfred Dietel, Berlin Prof. Dr. Wolfgang Eiermann, München Prof. Dr. Fritz Jänicke, Hamburg Prof. Dr. Walter Jonat, Kiel Dr. Hans Junkermann, Bremen Prof. Dr. Rolf Kreienberg, Ulm Prof. Dr. Ernst Kubista, Wien Prof. Dr. Heinrich Maass, Hamburg Prof. Dr. Rolf Rüdiger Olbrisch, Düsseldorf Prof. Dr. Kurt Possinger, Berlin Prof. Dr. Ingrid Schreer, Kiel Prof. Dr. Klaus-Dieter Schulz, Marburg Kooperierende Organisationen: Berufsverband der Frauenärzte Deutsche Gesellschaft für Senologie, Marburg Deutsche Krebsgesellschaft, Frankfurt/M. Deutsche Krebshilfe, Bonn Deutsches Krebsforschungszentrum/ Krebsinformationsdienst (KID), Heidelberg Frauenselbsthilfe nach Krebs, Mannheim Pro Familia, Frankfurt Susan G. Komen Breast Cancer Foundation, Kronberg/Ts. Women`s Health Coalition, Berlin

14 Wer ist die Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs? Fördernde Unternehmen: Amgen AstraZeneca Aventis Pharma Avon Cosmetics Baxter Oncology Bristol-Myers Squibb Estée Lauder Companies Hoffmann La Roche Kessel Marketing & Vertrieb Lilly Deutschland Novartis Organon Pharmacia Geschäftsführung und Kontaktadresse: Dr. Dieter Alt Untere Kippstr Schriesheim Tel.: Fax: Postanschrift für Materialanforderungen: Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs c/o Deutsche Krebsgesellschaft e.v. Hanauer Landstraße 194, Frankfurt/M. Bankverbindung: Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs BHF-Bank Frankfurt/M. Konto-Nr BLZ :

15 Ich will es wissen! Brustkrebs-Risikotest für Frauen ab 35 Jahren Wissenschaftler des National Cancer Institute (NCI) und des Biostatistics Center USA des National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project (NSABP), eine große amerikanische Brustkrebsstudiengruppe, haben ein Programm zum Selbsttest für Frauen ab 35 Jahren entwickelt, das auf über Jahrzehnte gesammelten statistischen Daten aus Mammographie-Screeningstudien basiert. Die deutsche Ausgabe wurde unter Mitwirkung der Goethe- Universität Frankfurt/Main, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Prof. Dr. Manfred Kaufmann) erstellt. Es sind 7 Fragen zu beantworten. Aus den Antworten läßt sich das persönliche 5-Jahres-Risiko und das lebenslange Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, abschätzen. Zur Teilnahme am Risikotest Brustkrebs füllen Sie bitte den umseitigen Fragebogen aus und gehen Sie damit zu Ihrem Arzt. Der CMS Biomedical Verlag stellt im Internetservice die deutsche Fassung des Fragebogens niedergelassenen Ärzten für interessierte Frauen zur Verfügung. CMS Biomedical Verlag Postfach München Internet:

16 Ich will es wissen! Der persönliche Brustkrebs-Risikotest für Frauen ab 35 Jahren 1. Wie alt sind Sie? (Die Berechnung erfolgt erst ab einem Alter von 35 Jahren) Jahre Das Brustkrebsrisiko nimmt mit dem Alter zu. Die Mehrzahl der Brustkrebserkrankungen tritt jenseits des 50. Lebensjahres auf. Die Entwicklung zum Krebs geschieht langsam über einen längeren Zeitraum in mehreren Vorstufen. Deshalb ist Brustkrebs bei älteren Frauen häufiger. 2. Wie alt waren Sie bei der ersten Menstruation? Das Alter ist mir nicht bekannt Ich war 7 bis 11 Jahre 12 bis 13 Jahre älter als 13 Jahre Frauen, die bei der ersten Periode jünger als 12 Jahre waren, haben ein geringfügig erhöhtes Brustkrebsrisiko. Der Spiegel des weiblichen Hormons Östrogen schwankt mit jedem Zyklus. Frauen mit einem sehr frühen Beginn des Menstruationszyklus haben dieses höhere Risiko möglicherweise, weil der Körper länger dem Östrogeneinfluss ausgesetzt ist. 3. Wie alt waren Sie bei der Geburt des ersten Kindes? Ich hatte keine Geburten Bei der ersten Geburt war ich jünger als 20 Jahre... war ich 20 bis 24 Jahre... war ich 25 bis 30 Jahre... war ich älter als 30 Jahre Frauen, die bei ihrer ersten ausgetragenen Schwangerschaft über 30 Jahre alt waren, und Frauen, die nie geboren haben, haben ein größeres Brustkrebsrisiko.

17 Ich will es wissen! Der persönliche Brustkrebs-Risikotest für Frauen ab 35 Jahren 4. Wie viele Angehörige ersten Grades (Mutter oder Schwestern) hatten Brustkrebs? Dies ist mir nicht bekannt keine Angehörige eine Angehörige mehr als eine Angehörige Brustkrebs bei einer oder mehreren weiblichen Angehörigen ersten Grades (Mutter, Schwestern) erhöht das eigene Risiko für Brustkrebs. 5. Wurde bei Ihnen je eine Gewebeprobe (Biopsie) der Brust entnommen? Dies ist mir nicht bekannt Es wurde keine Biopsie durchgeführt Es wurde mindestens eine Biopsie durchgeführt Eine Biopsie ist die Entnahme von Gewebe oder Zellen zur mikroskopischen Untersuchung. Eine Biopsie der Brust wird dann durchgeführt, wenn z. B. im Tastbefund und/oder bei der Mammographie abklärungsbedürftige Veränderungen festgestellt wurden. Nur ausfüllen, wenn mindestens eine Biopsie durchgeführt wurde. Wieviele Biopsien der Brust (positiv oder negativ) wurden bei Ihnen schon durchgeführt? Es wurde eine Biopsie durchgeführt Es wurden mehrere Biopsien durchgeführt Zeigte mindestens eine der Biopsien eine Veränderung des Brustgewebes? Dies ist mir nicht bekannt keine ja

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