Statistik Mehr deutsche Gäste im Land. Tourismus Mit dem Minister auf Sommertour. Bester Schoppen Mittelrhein und Rheinhessen feierten

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1 Nr Jahrgang ISSN Offizielles Magazin für den DEHOGA Rheinland-Pfalz Landesverband Hotel- und Gaststättengewerbe e. V. Statistik Mehr deutsche Gäste im Land Tourismus Mit dem Minister auf Sommertour Bester Schoppen Mittelrhein und Rheinhessen feierten BUGA 2011 Premierenfahrt in der Gondel

2 DEHOGAREPORT 7/2010 Inhalt / Impressum 4 Tourismusbilanz: Mehr deutsche Gäste in Rheinland-Pfalz 5 Sommerreise des Wirtschafts - ministers: DEHOGA-Präsident Haumann begleitete Hendrik Hering 6 Jungfernfahrt mit der BUGA- Seilbahn: Atemberaubende Fahrt über den Rhein 8 Stars & Sterne 9 Gastronomie-Report: Mehrwertsteuerdebatte konstruktiv begleiten 10 Hotellerie-Report: 9 Wahrheiten über die Hotelsteuer 11 Kriterien der G-Klassifizierung angepaßt 12 Die regionale Szene: Rheinland 13 Die regionale Szene: Rheinhessen-Pfalz 16 Die neun Regionalagenturen in Rheinland-Pfalz Teil 2: Die Mosellandtouristik GmbH 17 Rechtstipp 18 Steuertipp 20 Sommerzeit ist Schorlezeit 21 Siegerehrungen für Beste Schoppen in Rheinhessen und am Mittelrhein 22 Fachthema: Sicherheit und Versicherungen 26 Die neue Welt der Mund - propaganda Gedanken über Social Media Titelbild: Bei den heißen Juli-Temperaturen war der Besuch im Wasserpark Neuwied-Feldkirchen für Minister Hendrik Hering auf seiner Sommerreise eine erfrischende Abwechslung. In seiner Begleitung: DEHOGA-Präsident Gereon Haumann. Foto: Frey-Pressebild IMPRESSUM Herausgeber: DEHOGA Rheinland-Pfalz Landes verband Hotel- und Gaststättengewerbe e.v., Brückes 18, Bad Kreuznach, Tel: , Fax: , Redaktion: REGIOPRESS Presse- und Redaktionsbüro Klaus Lammai, Am Heideberg 11, Winningen, Tel: , Fax: , Redaktionsleitung: Andrea Wohlfart Anzeigen CA Medien- und Projektberatung Christa Alsbach Tel: , MMM Medien-Marketing-Meckenheim GmbH MMM Medien-Marketing-Meckenheim GmbH, Tel: , Fax: , Der Bezugspreis ist im Verbandsbeitrag enthalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Alle Rechte vorbehalten. Keine Haftung für unverlangt eingereichte Unter lagen

3 DEHOGAREPORT 7/2010 Editorial Liebe Mitglieder des DEHOGA Rheinland-Pfalz, der Monat Juli brachte nicht nur heiße Sommertage, bei denen unsere Gäste gerne und lange die lauen Abendstunden im Freien genießen konnten. Im Juli unternimmt auch traditionell der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister seine Sommerreise durch die neun touristischen Regionen unseres Heimatlandes, um sich persönlich ein Bild zu machen vom Potenzial des Landes und seiner Menschen. In diesem Sommer durfte ich bereits zum zweiten Mal Minister Hendrik Hering als Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz auf dieser einwöchigen Tour begleiten. Es waren unglaublich interessante Stunden und spannende Begegnungen. Sei es bei der Einweihung der Vitaltouren an der Nahe, beim Besuch des Gysir-Erlebniszentrums in Andernach oder der Tourist-Information in Neustadt/Weinstraße, bei Touren auf schönen Radstrecken entlang von Mosel und Rhein oder beim Wandern oder Klettern überall zeigte sich, wie gut und richtig es ist, in der Tourismusstrategie 2015 auf die vier Säulen Wandern, Radwandern, Wein und Gesundheit zu setzen. Hier haben wir in Rheinland-Pfalz Einzig - artiges zu bieten. Die sehr ermutigende Erfahrung bei dieser Sommerreise für mich war, dass alle Akteure im Tourismus sich dieser Chance bewußt geworden sind, den notwendigen Schulterschluß üben, um die Strategie gemeinsam mit Leben zu erfüllen. Die gemeinsamen Tage mit dem Minister, mit Repräsentanten der Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH und der Regionalagenturen, mit kommunalen Vertretern vor Ort und Kolleginnen und Kollegen der Hotellerie und Gastronomie waren ein eindrucksvolles Zeichen für den Schulterschluß im Tourismus, für den ich mich als Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz immer wieder stark mache. Ohne diesen notwendigen Schulterschluß, wird es uns nicht gelingen, die Tourismusstrategie 2015 erfolgreich umzusetzen. Diese Erfahrungen sollten uns weiter darin bestärken, den eingeschlagenen Weg fortzu - führen. Ihre Bereitschaft dazu, verehrte Kolleginnen und Kollegen, haben Sie schon deutlich gemacht mit der großen Resonanz auf die DEHOGA-eigene Aktion fit für die Zukunft. Qualität ist Trumpf und darauf müssen wir unsere Kräfte und frei werdenden Mittel als Unternehmer konzentrieren. Der leider weiter um sich greifende Irrglaube einiger Kommunalpolitiker mit einer zusätz - lichen Unternehmerbelastung wie Bettensteuer oder Kulturförderabgabe nachhaltig Löcher in den kommunalen Haushalten stopfen zu können, konterkariert leider die Qualitäts- Offensive zur Zukunftssicherung unserer Branche! Es ist doch blanker Hohn, die Tourismusbranche dadurch stärken zu wollen, dass man seinen Leistungsträgern die Preise erhöht. Wir werden uns dagegen mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Sie liebe Kollegen sollten solchen Politikern die rote Karte zeigen, spätestens bei der nächsten Wahl! Denn wir suchen Verbündete, um den starken Wirtschaftszweig Tourismus in Rheinland-Pfalz nachhaltig auszubauen. Mit hoher Qualität, freundlichem Service und viel Engagement. In diesem Sinne sommerliche Grüße Ihr Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz 3

4 DEHOGAREPORT 7/2010 Rheinland-Pfalz hotline hotelsoftware neuer Partner Die hotline hotelsoftware GmbH ist neuer Rahmenvertragspartner der DEHOGA Zentrum GmbH in Bad Kreuznach: Alle DEHOGA-Mitglieder Rheinland-Pfalz erhalten 15% Rabatt auf Produkte der hotline hotelsoftware gmbh. Der Einsatz einer Hotelsoftware erstreckt sich längst nicht mehr auf das Einbuchen und Abrechnen von Gästen. Bei der Auswahl des richtigen Frontoffice-Programms gelten heutzutage weitaus wichtigere Kriterien. Der Blutkreislauf eines Hotels der Marketingkreislauf eines Hauses muss durch ein Hotelprogramm aufrecht erhalten werden. Unterstützende Funktionen für Marketing und zuverlässiges Zahlenmaterial spielen eine entscheidende Rolle. Kleinere Hotelprogramme gelangen hier schnell an Ihre Grenzen. Die hotline hotelsoftware gmbh hat mit Einführung ihrer aktuellen Version großen Wert auf die aktive Kommunikation mit dem Gast gelegt. Sandra Ammer vom Hotel Bergkristall: Bei uns wird über hotline sales & mar - keting die Kundenbindung forciert. Wir fassen über den automatischen Newsletterversand geschrie - bene Angebote automatisch mit Follow-Up- s nach, was zu einer erhöhten Buchungsrate und besserem Feedback der Gäste führt. Unsere internen Abläufe sind ständig danach ausgerichtet, möglichst viele Informationen über unsere Hotelgäste vor Ort zu sammeln um diese Buchungs - vorräte zielgerichtet für Marketingmassnahmen zu nutzen. Die daraus geplanten Mailings und Selektionen erfolgen alle in hotline sales & marketing. Beratung vor Ort: Manfred Feige, Ringstr. 8, Herbolzheim, Telefon: 07643/4429. Viele weitere Informationen zum neuen Rahmenvertrag finden Sie unter: U Wir sind für Sie da! Wir kämpfen für Sie und setzen uns nachhaltig für die Verbesserung der Rahmenbedingungen unserer Branche in Rheinland- Pfalz ein! Ralf Landoll Landesgeschäftsführer des DEHOGA Rheinland- Pfalz Landesverbandes Volljurist, Fachökonom, Personalreferent und Qualitätstrainer Tel.: Mehr Gäste aus Deutschland Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche musste in den ersten vier Monaten trotz steigender Gästezahlen einen leichten Rückgang der Übernachtungen hinnehmen. Laut Statistischem Landesamt besuchten von Januar bis April 1,77 Millionen Übernachtungsgäste Rheinland-Pfalz, 0,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleich - zeitig ging die Zahl der Übernachtungen um 0,6 % auf 4,75 Millionen zurück. Dies ist auf die Reisezurückhaltung der ausländischen Touristen, vor allem aus den Niederlanden, zurückzuführen. Gestiegen ist die Nachfrage aus dem Inland: 1,4 Millionen Gäste aus Deutschland bedeuten ein Plus von 0,8 %. Die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich um 0,5 %auf 3,81 Millionen. Der ehemalige Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz, Alex Jacob ist nach langer schwerer Krankheit am 11. Juli im Alter von 74 Jahren in Bad Kreuznach verstorben. Der jüngste Ehrenbürger der Stadt Bad Kreuznach, Bundes - verdienstkreuzträger und Generalhonorarkonsul Rumäniens war ein erfolgreicher Unternehmer im Hotel- und Gaststättengewerbe (unter anderem Faust haus, Quellen hof, Hofgut Rhein gra fen stein, Mannhei mer Tor), hat sich in zahlreichen Vereinen engagiert und war ein vehementer Verfechter für die Sache der Hotellerie und Gastronomie. Dafür hat er sich viele Jahre lang als Landespräsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz Landesver bandes und natürlich auch als Vorsitzender des Kreisverbandes Bad Kreuznach stark gemacht. Alex Jacob war der erste Bad Kreuznacher, der zum Konsul von Rumänien ernannt wurde und der erste Deutsche, der vom russischen Außenminister persönlich den Orden der Freundschaft erhielt. Als Konsul von Rumänien galt das Interesse von Alex Jacob insbesondere den Straßenkindern in Rumänien, denen er mit seiner Aktion Augenlicht half. Gereon Haumann Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz Geografin M.A. und Dr. phil. Tel.: Tel.: Dr. Britta Stolberg- Schloemer Projektleiterin Aktion Fit für die Zukunft Doriane Schmitt Assistentin der Geschäftsführung DEHOGA Rheinland-Pfalz Landesverband Tel Fax: Internet: 4

5 DEHOGAREPORT 7/2010 Rheinland-Pfalz Minister Hering auf Sommertour und DEHOGA-Präsident Gereon Haumann war dabei Von Vital- und Klettertouren Tourismus und Hightech das sind nur auf den ersten Blick zwei unterschiedliche Themenbereiche. Gute Bedingungen für Firmen und Existenzgründer, verbunden mit Kulturgenuss im Weinbauland Nr. 1 machen aus Rheinland-Pfalz einen starken Standort mit Wachstumsperspek - tiven. Davon überzeugte sich der Wirtschafts - minister Hendrik Hering bei seiner traditionellen Sommerreise vom 12. bis 16. Juli. Und immer, wenn die Tourismusstrategie 2015 auf dem Programm stand, stieg auch Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland- Pfalz, mit aufs Rad oder schnürte sich die Wanderstiefel. Damit lebte er einmal mehr seinen Wunsch des Schulterschlusses zwischen allen Akteuren der Tourismusbranche vor. Es bot sich gleichzeitig aber auch gute Gelegenheiten für den DEHOGA-Landespräsidenten, bestehende Kontakte auszubauen und neue zu knüpfen. Zugleich empfand er die Erfahrungen auf der Tour ganz ähnlich wie der Minister: Im Land gibt es immer noch reizvolles Neue zu entdecken. Es war das zweite Mal, dass der höchste DEHO- GA-Repräsentant des Landes den Wirtschafts - minister auf der Sommerreise begleitete. Ein Blick in das 5-Tage-Programm zeigt, wie abwechslungsreich sich Rheinland-Pfalz seinen prominenten Besuchern darstellte. So eröffnete Minister Hering an der Nahe die fertig gestellten Vital-Touren. Die Naheland-Touristik hat entlang des Saar-Hunsrück-Steigs eine so genannte Traumschleife und entlang des Soonwaldsteigs neun Vital-Touren ausgewiesen. Ins - Wirtschaftsminister Hendrik Hering war auf touristischer Entdeckungstour ob im Familienhotel Hochwald in Horath/Hunsrück (Bild oben) oder in Bad Breisig (rechts). DEHOGA-Präsident Gereon Haumann begleitete den Minis - ter bei den Touren. Foto: Hoffmann, Frey gesamt beträgt die Wegeslänge 128 Kilometer. Immer wieder stieg die Reisegruppe auch aufs Rad. So ging es unter anderem auf dem Rhein- Radweg von Sinzig nach Bad Breisig. Dieser ist einer der sieben Radfernwege des Landes. Rheinland-Pfalz setzt konsequent auf den Ausbau seines Radwegenetzes unter rad - touristischen Aspekten, betonte Hering. Rund 340 Millionen Euro beträgt die jährliche Wertschöpfung des Radtourismus in Rheinland-Pfalz, wie eine Studie im Auftrag des Landes aufzeigt. Wandern, Radwandern, Wein und Gesundheit immer wieder wurden die vier Säulen der Tourismusstrategie herausgestellt, sei es in Rheinessen, an der Ahr oder in der Pfalz. Das ließ sich unter Tage in Oppenheim ebenso beobachten wie beim Klettern am Bremmer Calmont an der Mosel. Zur Freude von Gereon Haumann be - suchte der Minister auch das Familien-Hotel Hochwald im Hunsrück. Sie haben hier einen deutlich über den Durchschnitt liegenden Ausstattungs- und Leistungsstandard realisiert, lobte Hering den DEHOGA-Präsidenten. Ein besonderes Anliegen des Hotels für Familien ist die Integration von Menschen mit Behinderungen. Das 4-Sterne-Hotel gewann 2003 den Titel Gastgeber des Jahres und beim Bundeswettbewerb Will kommen im Urlaub Familien - zeit ohne Barrieren erhielt es den Bundespreis in Gold. Mit fast acht Millionen Gästen im Jahr trägt der Tourismus entscheidend zur Wirtschaftskraft in Rheinland-Pfalz bei. Etwa Arbeitsplätze werden so gesichert. Wesentliche Grundlage für diesen Erfolg ist neben der Landschaft, dem Wein und den Kulturgütern des Landes auch eine gute touristische Infrastruktur, so Wirtschaftsminister Hendrik Hering. 5

6 DEHOGAREPORT 7/2010 Rheinland-Pfalz Spektakuläre BUGA-Seilbahn in Koblenz feierlich eingeweiht Atemberaubende Fahrt über den Rhein Die Bundesgartenschau im kommenden Jahr in Koblenz hat ein erstes, spektakuläres Glanzlicht gesetzt: Die BUGA-Seilbahn wurde im Beisein des rheinlandpfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck und zahlreichen Ehrengästen eingeweiht. Die Premieren-Fahrer unter ihnen auch Lothar Weinand, Präsident des DEHOGA Rheinland, zeigten sich bei ihrer ersten Gondelfahrt vom atemberaubenden Blick ins UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal mehr als fasziniert. Es war ein Ereignis, auf das Koblenz seit 1951 gewartet hat das Jahr, in dem es in Koblenz die ersten Ideen gab, eine Seilbahn vom Deutschen Eck über den Rhein hoch zur Festung 6 Ehrenbreitstein zu bauen. Dieser Traum ist nun im Zuge der Vorbe - reitungen zur Bundesgartenschau Koblenz 2011 endlich wahr geworden. Sie erleben mich begeistert das muss man mitgemacht haben! Die atemberaubende Fahrt mit der neuen Seilbahn wird sicher einer der Höhepunkte während der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, sagte der rheinland-pfälzische Minister - präsident Kurt Beck nach seiner ersten Fahrt mit der neuen BUGA-Seilbahn. Gemeinsam mit dem Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, dem BUGA-Regierungsbeauftragten Roger Lewentz, dem BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas, dem Vorstandsvorsit - zenden der Koblenzer Sparkasse Manfred Graulich und Hanno Ulmer, In nur vier Minuten können Besucher die 850 Meter Entfernung und 100 Meter Höhenunterschied zwischen der Koblenzer Innenstadt und der Festung Ehrenbreitstein überwinden. Das ließ sich Lothar Weinand, Vizepräsident der DEHOGA Rheinland-Pfalz, bei der Jungfernfahrt der BUGA-Gondel nicht nehmen und nahm Platz neben dem Ministerpräsidenten Kurt Beck. Mitglied im Vorstand der Doppelmayr Holding, drückte er den Startknopf für die Jungfernfahrt der neuen Gondelbahn. Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig unterstrich die Bedeutung der Seilbahneröffnung: Das ist ein besonderer Tag für Koblenz und die Region. Der Vorab- Betrieb der Seilbahn bis 3. Oktober 2010 werde sicher Appetit machen auf eine BUGA Koblenz 2011, die ihre Besucher mit vielen weiteren Highlights überraschen und begeistern wird. Die BUGA ist eine Mega-

7 Foto: BUGA 2011 DEHOGAREPORT 7/2010 Rheinland-Pfalz Veranstaltung, von der vor allem die Gastronomie und Hotellerie der Großregion profitieren will. Und die einen maßgeblichen Anteil daran hat, dass die BUGA-Gäste gerne wieder kommen. Ursprünglich war die Seilbahn für uns vor allem ein praktisches und komfortables Transportmittel, das die Besucher der Bundesgartenschau Koblenz 2011 von den innerstädtischen Ausstellungsbereichen zu dem BUGA-Areal auf dem Festungsplateau bringen soll, berichtete BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas, inzwischen ist uns klar geworden, dass diese Seilbahn ein ganz besonderer Anziehungspunkt ist. Hanno Ulmer betonte die Bedeutung der Seilbahn als modernes inner - städtisches Verkehrsmittel. Auch der Ministerpräsident griff diesen Aspekt auf: Andere Städte bauen U-Bahnen und graben in die Tiefe. Koblenz lässt seine Bürger und Gäste über den Rhein schweben. Die Seilbahn eröffne ganz neue Perspektiven und neue rheinübergreifende Verbindungen zwischen den Stadtteilen. Die Seilbahn eine Dreiseilbahn führt vom Deutschen Eck über den Rhein hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Der Name 3S steht für drei Seile und leitet sich aus der Verwendung von zwei Tragseilen und einem Zugseil ab. Eine solche Dreiseilumlaufbahn ist so stabil, dass sie sogar bei Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometer betrieben werden könnte. Die mit einem verbrauchsarmen Elektromotor mit Naturstrom betriebene Seilbahn ist in der Lage, pro Stunde pro Richtung bis zu Menschen zu transportieren. Mit einer stündlichen Kapazität von insgesamt Passagieren ist sie die Luftseilbahn mit der weltweit höchsten Förderkapazität pro Stunde. Während der etwa vier Minuten dauernden Fahrt gleiten die insgesamt 18 Kabinen an 870 Meter langen, freitragend über den Rhein gespannten Seilen entlang. Dabei sind die barrierefreien Gondeln auch mit Kinderwagen und Rollstühlen nutzbar. Um die spektakuläre Aussicht noch besser genießen zu können, sind die Sitzplätze zu den Fensterfronten hin angeordnet. Für das besondere Erlebnis ist eine der Seilbahnkabinen sogar mit einem Glasboden ausgestattet. Von Sonntag, 4. Juli, bis Sonntag, 3. Oktober 2010, wird die Seilbahn im Vorab-Betrieb sein. Der Fahrpreis beträgt in diesem Jahr für einen Erwachsenen 8 Euro (Berg- und Talfahrt) und für Kinder von 6 bis 14 Jahre 4 Euro. Kinder bis 6 Jahre sind frei. Nächstes Jahr wird die Seilbahn dann pünktlich zum Beginn der Bundesgartenschau Koblenz 2011 am 15. April 2011 wieder in Betrieb gehen und eine der zahlreichen Attraktionen dieser Großveranstaltung sein. Lesen Sie in der September-Ausgabe das große Interview zur BUGA mit DEHOGA-Präsident Haumann, BUGA-Geschäftsführer Faas und dem Koblenzer OB Hofmann-Göttig. einfach. perfekt! Foto: regiopress/lammai 7

8 DEHOGAREPORT 7/2010 Stars & Sterne n Sternesegen in Adenau Im Rathaus in Adenau galt es einen Sternesegen zu würdigen. Dazu gratulierte der DEHOGA Rheinland, allen voran die Vizepräsidentin des Verbandes und Vorsitzende des Kreisverbandes Ahrweiler, Marion Wenzel, sowie Gabi Kohlhaas und Frank Vogt von der DEHOGA Rheinland Geschäftsstelle Koblenz und Marion Wamig von der Ahr Rhein Eifel Tourismus & Service GmbH. Die ausgezeichneten und klassifizierten Betrieben sind: das Hotel Ewerts in Insul mit drei Sternen der Hotelklassifizierung, das Restau rant- Gasthaus Eifelstube in Rodder mit drei G-Sternen, das Ringhotel Blaue Ecke in Adenau mit drei Sternen superior, das Hotel garni Retterath in Wiesemscheid mit drei Sternen und das Hotel Hüllen in Barweiler ebenfalls mit drei Sternen. n Hotel-Restaurant Zur Krone Familie Ottmar Bengel, Hotel-Restaurant Zur Krone, Mülheim-Kärlich, freute sich über die Glückwünsche des Verbandes: Adolf Köhn, Vorsitzender des Kreisverbandes Mayen-Koblenz, gratulierte gemeinsam mit Frank Vogt von der Geschäftsstelle Koblenz des DEHOGA Rheinland zu den drei Sternen Superior der Hotelklassifizierung. 8 Q Top Hotel Krämer Nach einer etwa einjährigen Umbauphase eröffnete das Top Hotel Krämer in Koblenz seine Türen und darf sich nun mit der drei Sterne-Superior Klassifizierung zu den vier höchst klassifizierten Hotels in Koblenz zählen. Das sehr persönlich geführte Familien unter - nehmen mit seiner modernen und komfort - ablen Ausstattung ist besonders durch seine zentrale und verkehrsgünstige Lage für Ge - schäftsreisende und Touristen an Rhein und Mosel besonders interessant. Als eine weitere Besonderheit wurde bei der Neugestaltung der Räumlichkeiten auch für Gäste mit einem Handicap durch eine behindertenfreundliche Ausstattung eine sehr attraktive Unterkunft geschaffen. Über die Eröffnung freuten sich (von rechts): Bernd Kießheyer, die stellvertretende Ge - schäftsführerin der Koblenz-Touristik Romy Zahren, DEHOGA-Kreisverbandsvorsitzender Koblenz Hans-Joachim Mehlhorn, Ursula Kießheyer, Nils Kießheyer, sowie Christiane Reif-Lettke, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Rheinland.

9 DEHOGA GASTRONOMIE-REPORT 7/2010 Grußwort Liebe DEHOGA- Mitglieder! Die neue Software Deskline 3.0 wird derzeit ja an der Ahr eingeführt. Die Erwartungen unserer Beherberger an diese neue Software sind natürlich hoch. Für die Gastronomen ist diese Softwareentwicklung von direktem Interesse, da auch angedacht ist, im Bereich der Gastronomie ein buchbares Angebot für unsere Betriebe über TKN in abseh - barer Zeit zu schaffen. Hier stehen die Entwicklungen noch am Anfang. Jedoch ist dies natürlich ein Schritt in die richtige Richtung! Auch unsere Gastronomen haben selbst verständlich hohes Interesse daran, sich im Internet gut und effizient zu vermarkten. Wir als DEHOGA in Rheinland-Pfalz unterstützen nachhaltig auch diese Bemühungen. Es ist schön zu sehen, dass Touristiker und Verbändler an einem Strick ziehen können und ge mein same Bemühungen fruchten bekanntlich besser! Als großen Erfolg muss man insoweit natürlich die Begrün dung des IHK-Arbeitskreises Tourismus in Rheinland-Pfalz bewerten, der letztlich insbesondere auch durch die nachhaltige Einforderung unseres Landesverbandes zunächst begründet wurde und seine Arbeit nunmehr auf genommen hat! Das seinerzeitige Ge spräch in Horath bei Präsident Gereon Haumann mit den IHK-Hauptgeschäftsführern hat zu diesem konkreten Ergebnis maßgeblich beigetragen. Ich kann nur sagen: weiter so! Wir sind in Rheinland-Pfalz auf dem richtigen Weg! Ihr Lothar Weinand Vorsitzender Fachgruppe Gastronomie Vize-Präsident DEHOGA Rheinland -Pfalz DEHOGA-Gastronomentreffen in München Mehrwertsteuerdebatte konstruktiv begleiten Die Gastronomie will sich konstruktiv in die Debatte zur Reform des Mehrwertsteuersystems einbringen und kämpft für ein Ende der Benachteiligung der gastronomischen Betriebe. Auf Einladung des DEHOGA Bundesverbandes kamen am 30. Juni 20 Gastronomen aus ganz Deutschland in München zusammen, um über das wei - tere Vorgehen in dieser Sache zu beraten. In der fünfstündigen Sitzung wurde zunächst ausführlich die aktuelle Lage und Stimmung in der Branche erörtert. Einmal mehr wurde klar, dass die Gastronomie eine extrem kosten- und arbeitsinten - sive Branche ist. Große Sorge bereiten den Unternehmern das Bankenverhalten sowie die Vielzahl von gastronomischen Veranstaltungen in Gemeindehäusern und vergleich - baren Einrichtungen. Stark für die Gastronomie: Auf Einladung des DEHOGA Bundesverbandes treffen sich am 30. Juni 20 Gastronomen aus ganz Deutschland, um das weitere Vorgehen in Sachen Mehrwertsteuer zu beraten, unter ihnen auch Lothar Weinand, Vizepräsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz. Die Enttäuschung über die Entscheidung der schwarzgelben Koalition, die Mehrwertsteuer nur für Übernachtungen zu reduzieren, ist noch nicht verwunden. Dennoch dominiert der Wille, sich konstruktiv und sachlich in die jetzt anstehende Reformdebatte zur Mehrwertsteuer einzubringen. Es bestand Einigkeit darüber, dass die Argumente für die steuerliche Gleichbehandlung der Gastronomie mit dem Lebensmitteleinzelhandel und dem Lebensmittelhandwerk unvermindert Gültigkeit besitzen. Es sei an der Zeit, die offensicht - lichen Widersprüche im geltenden Mehrwert - steuersystem endlich zu beseitigen. Für die Branche heißt das, zu verdeutlichen, welchen wertvollen und vielfältigen Beitrag die Gastronomie für die Lebensqualität in Deutschland leistet. Unter dem Eindruck der Hotel - steuer debatte in den Medien und in der Politik waren sich alle einig, dass hier noch viel Aufklä - rungs arbeit gegenüber Politikern und Journalisten zu leisten ist. Mit großer Spannung erwarten die Gastronomen das Gutachten der Universität des Saarlandes, das vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegeben wurde. In diesem Gutachten sollten die Möglichkeiten einer Neukonzeption des Verwendungsbereiches des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes unter wirtschafts-, finanz- und steuerpolitischen Gesichtspunkten untersucht werden. Mit der Veröffentlichung ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Die Teilnehmer des Treffens verabredeten, neue Kommunikationsprodukte zu entwickeln, die die Branchenargumente anschaulich auf den Punkt bringen. Das Ziel unserer Verbandsaktivitäten ist und bleibt die Durchsetzung eines einheitlichen reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die gesamte Branche, erklärte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. 9

10 DEHOGA HOTELLERIE-REPORT 7/2010 Grußwort Liebe DEHO- GA-Mitglieder! Doch mit gehöriger Verärgerung habe ich das Radio-Interview von FDP-Generalsekretär Christian Lindner vernommen: Hierin rückt Herr Lindner vom angepassten MwSt.- Satz auf Beherbergungsleistungen ab und bezeichnet dessen Einführung als Fehler. Man hätte aus heutiger Sicht diesen Satz nicht vorab senken sollen, sondern auf die große Reform warten sollen, so Lindner. Gerade aus den Reihen der FDP ist mir eine solche Stellungnahme und noch dazu von solch einem wichtigen Funktionsträger nicht begreiflich. Um es ganz deutlich zu sagen: die Hotellerie braucht Verlässlichkeit! Arbeitsplätze und Investitionen kosten Geld! Dies wächst bekanntlich nicht auf Bäumen! Die FDP hatte sich zudem im Bundeswahlkampf klar positioniert. Viele der Betriebe investieren auf Basis von Krediten. Dies sind langfristige Geschäfte und für Hoteliers nicht rückdrehbar! Es darf kein Klima der Verunsicherung bei unseren Betrieben entstehen. Dies führt ansonsten zwangsläufig dazu, dass dringend notwenige Investitionen ausbleiben bzw. neue Arbeitnehmer eben nicht eingestellt werden. Wir brauchen Planungs - sicherheit für unsere Betriebe! Die Politik muss in dieser Frage zu ihrem Wort stehen! 10 Ihr Herbert Boller Vorsitzender Fachgruppe Hotellerie, Vize-Präsident DEHOGA Rheinland-Pfalz Der reduzierte Mehrwertsteuersatz Ein Blick auf die Rechnung Zum 1. Januar 2010 ist die Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen in Kraft getreten. Immer noch gibt es Fragen in der Hotellerie, etwas wie sich die verschiedenen Mehrwertsteuersätze sowohl für den Gast als auch für den Unternehmer auf einer Rechnung darstellen lassen. Das Gesetz besagt: Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent findet Anwendung auf die Vermietung von Wohn- und Schlafräumen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereithält, sowie die kurzfristige Vermietung von Campingflächen. Satz 1 gilt nicht für Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt für die Vermietung abgegolten sind. Das erfordert bei der Rechnungsstellung eine gesonderte Auflistung. Leistungen zu 7 Prozent: n Überlassung von möblierten und mit anderen Einrichtungsgegenständen (z. B. Fernsehgerät, Radio, Zimmersafe) ausgestatteten Räumen n Stromanschluss n Überlassung von Bett - wäsche, Handtüchern und Bademänteln n Reinigung der gemieteten Räume n Bereitstellung von Körperpflegeutensilien, Schuh putz- und Nähzeug n Weckdienst n Bereitstellung eines Schuhputzautomaten n Mitunterbringung von Tieren in den überlassenen Wohn- und Schlafräumen Leistungen zu 19 Prozent (gesondert auf der Rechnung, Paketpreise möglich): n Überlassung von Tagungsräumen n Gesondert vereinbarte Überlassung von Plätzen zum Abstellen von Fahrzeugen n Überlassung von nicht ortsfesten Wohnmobilen, Caravans, Wohnanhängern, Hausbooten und Yachten n Überlassung von Kabinen auf der Beförderung dienenden Schiffen n Unentgeltliche Wertabgabe (z.b. Selbstnutzung von Ferienwohnungen) Leistungen zu 19 Prozent (gesondert in der Rechnung, Sammelposten): n Verpflegungsleistungen (z.b. Frühstück, Halb- oder Vollpension, All inclusive ) n Getränkeversorgung aus der Minibar n Nutzung von Kommunikationsnetzen (insbesondere Telefon und Internet) n Nutzung von Fernsehprogrammen außerhalb des allgemeinen und ohne gesondertes Entgelt zugänglichen Programms ( pay per view ) n Wellnessangebote in Form von kosmetischen Behandlungen. n Transport von Gepäck außerhalb des Beherbergungsbetriebs n Überlassung von Sportgeräten und -anlagen n Ausflüge n Reinigung und Bügeln von Kleidung, Schuhputzservice n Transport zwischen Bahnhof/Flughafen und Unterkunft

11 DEHOGAREPORT 7/2010 Rubrik Halbjahresbilanz zu 7 Prozent Wirkungsvolles Konjunkturprogramm Die Senkung der Mehrwertsteuer für Übernachtungen hat bundesweit Investitionen in Millionenhöhe ausgelöst und für tausende neue Jobs in der Hotellerie gesorgt, so das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). Mit der Mehrwertsteuerreduzierung wurde endlich Steuergerechtigkeit in Europa hergestellt. 23 EU-Staaten gewähren ihrer Hotellerie aus guten Gründen ermäßigte Steuersätze, erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer. Es war und bleibt richtig, dass die Bundesregierung mit der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes zum 1. Januar 2010 die seit Jahrzehnten bestehende Wettbewerbsverzerrung beendet hat. Jetzt sind unsere Betriebe in der Lage, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Handwerker, Zulieferindustrie, Gäste und Mitarbeiter profitieren. Bis zum 30. Juni 2010 lagen dem Verband Rückmeldungen von Hotels vor. Die Addition der angegebenen Maßnahmen und Summen ergibt folgendes Ergebnis: n 717,6 Millionen Euro geben die Betriebe für Neuanschaffungen, Renovierungen und Modernisierungen aus. n die Unternehmen schaffen zusammen zusätzliche Arbeitsplätze, davon Vollzeit-Mitarbeiter, Teilzeit-Mitarbeiter und Azubi-Stellen. n Jeder dritte Betrieb (32,2 Prozent) senkt die Preise um durchschnittlich 6,5 Prozent. n 29,2 Millionen Euro fließen in Lohnerhöhungen, 12,8 Millionen Euro werden in Schulungsmaßnahmen investiert. Die Mehrwertsteuersenkung ist damit auch ein wirkungsvolles Konjunkturprogramm für den Tourismus in Deutschland, so das Zwischenfazit. Kriterien der G-Klassifizierung angepaßt Fünf Jahre nach Markteinführung der Deutschen Klassifizierung für Gästehäuser, Gasthöfe und Pensionen ( G-Klassifizierung ) trafen sich in Berchtesgaden Vertreter der DEHOGA-Landesverbände, des Hotelverbandes Deutschland (IHA), des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), der Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Hotellerie, von Hotelleriesuisse und der Tourismusregion Berchtesgadener Land als Gastgeber, um routinemäßig die Klassifizierungskriterien an sich verändernde Gästeerwartungen anzupassen. Bundesweit sind derzeit bereits rund 800 Gästehäuser, Gasthöfe und Pensionen mit G-Sternen offiziell klassifiziert und im Internet über aufrufbar. An diesem Arbeitstreffen zur G-Klassifizierung nahmen erstmals auch Vertreter unserer österreichischen und schweizerischen Partnerverbände teil, um wie bei der Hotelstars Union Synergien und gemeinsame Vermarktungspotenziale auszuloten, freut sich Markus Luthe, Hauptgeschäfts - führer des Hotelverbandes, über eine sich abzeichnende internationale Perspektive auch für die kleine Schwester der Hotelklassifizierung. Bei der Fortentwicklung der Kriterien zeichnet sich insbesondere eine V - ertiefung in den Bereichen Schlafkomfort, Wellness und Qualitätsmanagement ab, um den Anforderungen der Gäste auch zukünftig gerecht zu werden. Analog den Kriterien der Hotelklassifizierung wird auch die G-Klassifizierung die sich durch das Internet wandelnden Gästeerwartungen zukünftig noch stärker abbilden. Die neuen Kriterien sollen nach dem jetzigen Fahrplan zum 1. Januar 2011 in Kraft treten und für Transparenz auf dem Markt der Gasthöfe, Gasthäuser und Pensionen sorgen. Ihr Großhandelspartner mit Zustellservice für Hotellerie, Gastronomie & Catering Frische & mehr - wann und wo Sie es wünschen Was Sie aus unserem Sortiment benötigen, liefern wir. Pünktlich, zuverlässig und innerhalb von 48 Stunden. Natürlich nach HACCP-Standard dank moderner Mehrkammer-LKW. Bequeme und einfache Bestellung über unsere Kundenberater oder per Telefon und Fax. C+C SCHAPER Monaiser Straße Trier Tel / Fax /

12 DEHOGAREPORT 7/2010 Die regionale Szene: Rheinland Wir sind für Sie da! Die Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsstelle des DEHOGA Rheinland erreichen Sie unter folgender Rufnummer und Adresse: Christiane Reif-Lettke Hauptgeschäftsführerin Soonwald-Nahe Gemeinschaftsaktion von 21 Wirten Unter dem Motto Geniessen und Gewinnen boten 21 Gastronomen im Bereich Naturpark Soonwald-Nahe Gerichte aus regionalen Produkten an. Zwischen Simmern und Schloss - böckelheim, Kirn und Rheinböllen fand der Gast Nahe befaßte sich bei seiner 45. Sitzung im Weinaurant Bach in Bad Münster am Stein- Ebernburg unter anderem mit dem 50. Jubiläum der Runde. Dies soll gewürdigt werden. Kreis - verbandsvorsitzender Karl-Heinz Breidenbach 12 Termin Tel Frank Vogt Mitgliederbetreuung Tel Renate Stenshorn Assistentin der Geschäftsführung Tel Silvia Leidinger Mitgliederbetreuung Tel DEHOGA Rheinland e.v. Simmerner Str Koblenz Tel Fax Der Rhein-Hunsrück-Bad Kreuznach-Stammtisch Nr. 47 ist am 26. Juli um 15 Uhr im Felsenkeller, Sohren. Der Ort für den Stammtisch Nr.48 am 30. August steht noch nicht fest. Der Stammtisch Nr. 49 am 27. September um 15 Uhr ist bei Schwollener Sprudel, Schwollen. Die Ziehung der Gewinner mit Glücksfee Mechthild Wigger (Regionalbündnis Soonwald-Nahe), Dehoga Kreisvorsitzender Karl- Heinz Breidenbach (links) und Helmut Hehner (Hunsrück-Marketing). Wichtiger Hinweis Der DEHOGA Rheinland überprüft derzeit sei - ne Mitgliederdatenbank. Derzeit läuft der telefonische Datenabgleich. Daher der Hinweis an die Mitglieder: Zeitnah werden Sie die Damen und Herren des DEHOGA Rheinland e.v. telefonisch kontaktieren, um mit Ihnen Ihre Daten für die neue Mitgliederverwaltungssoftware abzugleichen. Gerne können Sie auch das Datenblatt unter U down - loaden und unter an die Geschäftsstelle faxen oder online zusenden. auf den Speisekarten mindestens zwei Gerichte. Die Wirte stellten damit die Bandbreite und hohe Qualität der heimischen Lebensmittel unter Beweis. Verbundenheit mit der Heimat, Qualitätssicherung durch kurze Transportwege und das Bestreben, das gastronomische Angebot noch attraktiver zu gestalten, lässt die Akteure zusammenrücken. Jeder Gast, der sechs der teilnehmenden Restaurants besucht hat und dies auf seiner Stempelkarte nachweisen konnte, nahm an der Verlosung teil. Den einen Hauptpreis 2 Übernachtungen mit HP in der Histo rischen Schlossmühle in Horbruch gewann Hildtrud Caron aus Simmern, den anderen Hauptpreis 3 Tage Berlin mit Bahnfahrt und Hotel (gestiftet von Julia Klöckner) ging an Heidi Reuße aus Mainz. Weitere 20 Preise be inhalten Verzehrgutscheine. Der Wirte-Stammtisch der Region Soonwaldinformierte zunächst über die empfehlenswerte DVD der Berufsgenossenschaft, die Arbeitsschutzvorschriften enthalte und kostenlos erhältlich sei. Außerdem diskutierten die Gastronomen eine mögliche Beteiligung an den Putentagen. Der Vorsitzende bat um Vorschläge zu einer verstärkten Tourismus- Werbung über den DEHOGA. Diese könnten dann im Hoga-Report veröffentlich werden und eine Bezuschussung der besten Ideen sei denkbar, so Breidenbach. Am 29. Mai war Ausbildungsbörse in Simmern. Die Resonanz war gut. Allerdings konnten den 13 suchenden Betrieben kaum junge Leute vermittelt werden. Auch mit dem Besten Schoppen beschäftigten sich die Wirte, die allgemein die Liebe zum Wettbewerb ver - mißten. Der Appell zur Teilnahme komme aber an, hieß es. Warnung Wieder ein Mal sind Nepper, Schlepper, Bauernfänger unterwegs, vor deren Machenschaften dingend gewarnt wird: Die Kollegen des DEHOGA Sachsen, RV Chemnitz e.v., warnen zur Vorsicht bei der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE Wirtschaftsinformationsdienst GmbH, Hauptstraße 34, Düsseldorf). Vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen bitte die Geschäftsstelle Koblenz des DEHOGA Rheinland kontaktieren.

13 DEHOGAREPORT 7/2010 Die regionale Szene: Rheinhessen-Pfalz DEHOGA Rheinhessen-Pfalz diskutierte: Mittel für den Mittelstand Zu einer gelungenen Veranstaltung zum Thema Mittel für den Mittelstand hatte der DEHOGA Rheinhessen-Pfalz ins Tagungszentrum des Fritz-Walter-Stadtions in Kaiserslautern eingeladen. Ziel war es, Politik, Medien, Wirtschaftsförderer, Banken und Unternehmer zusammen zu bringen. Thema der Veranstaltung war unter anderem ganz konkret die aktuellen Förderprogramme des Landes zu besprechen interessant für das mittelständische Gastgewerbe. Zu Gast war der Wirtschaftsminister Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, der die Bedeutung des Mittelstands für die nationale Wirtschaft hervorhob. Professor Dr. Wolfgang Wiegard, einer der fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland, sprach über die Gefahr einer zu großen Staatsverschuldung. Als Weg aus der Krise Roland Wagner, Bereichsleiter der Wirtschafts - förderung der ISB Rheinland-Pfalz, erläuterte den mehreren hundert Besuchern der Veranstaltung die wichtigsten Förderprogramme und Möglichkeiten. Danach gab es wertvolle Tipps vom Experten-Quartett Edgar Wilk, Präsident der Steuer - beraterkammer Rheinland-Pfalz, Franz Link, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Kaisers - lautern, Karl-Heinz Reidenbach, Vorstand der Volksbank Kaiserslautern Nordwestpfalz eg, und Bruno Stricker, Geschäftsführer der msp druck und me dien GmbH, Gewinner des Preises Beste Finanz-Kommunikation im Mittelstand 2009 zum Thema: Was muss ich für ein gutes Rating tun? Der DEHOGA Rheinhessen-Pfalz weist darauf hin, dass es sich bei dieser Veranstaltung Nach der Veranstaltung im Gespräch (v.li.): Sybille Lauterbach, Karl- Heinz Schott, Thomas Langhauser, Peter Hemmler und Jürgen Ebnet. Wir sind für Sie da! Die Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsstelle des DEHOGA Rheinhessen-Pfalz erreichen Sie unter folgender Rufnummer und Adresse: Karl-Heinz Schott Hauptgeschäftsführung, Rechtsund Betriebs - beratung, Öffentlichkeitsarbeit Tel Elisabeth Gores Mitglieder- und Beitragsverwaltung, Buchhaltung, Finanzen, Statistik, Sekre - tariat Förder-GmbH, Rahmenverträge favorisierte der Professor unbedingt die Staatshaushalte zu konsolidieren. Die staatlichen Hilfsprogramme in Höhe von Hunderten Milliarden Euro sei in der Krise richtig gewesen nun sollten jedoch die enormen Geldmengen zurück geführt werden. um eine ganze Veranstaltungsreihe handelt. Noch in diesem Jahr wird es weitere Veranstaltungen dieser Art in der Region Mainz und Koblenz geben. Der DEHOGA wird sie rechtzeitig darüber informieren. Tel Martina Baumann Assistentin der Geschäftsführung, Ausbildung, Jugendwettbewerbe, Veranstaltung, Schriftverkehr, Telefonannahme, Rahmenverträge Tel Nicole Cartarius Assistentin der Geschäftsführung, Mitgliederwerbung, Telefonannahme, Umfragen, Schriftverkehr, Rahmenverträge Come together in Kaiserslautern Zum DEHOGA-Aktions-Come-Together hatten der Vorsitzende des Kreisverbandes Kaiserslautern, Alf Schulz, und der Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Rheinhessen-Pfalz, Karl-Heinz Schott, eingeladen. Wichtige Marketingthemen wie Dine out Kaiserslautern geht aus und Ausgehen in Kaiserslautern aber sicher! standen auf der Tagesordnung. Daneben diskutierten die Gastronomen und Hoteliers die Parksituation in der Stadt. Das Park & Ride-System (Betzenberg) rückte ebenso in den Fokus wie die BOB-Präventionskampagne und die Service-Qualität Deutschland. Die Tagungsteilnehmer diskutierten die Auswirkungen der geplanten Einkaufsmall im Bereich des ehemaligen Karstadtkaufhauses und des alten Theaterplatzes. Dabei geht es vor allem um die Dimensionierung der geplanten Mall. Hauptgeschäftsführer Karl-Heinz Schott betonte die Wichtigkeit der für die Stadt zukunftsweisenden Entscheidung, die bald von der Bürgerschaft über die Konzeption und Dimension der Mall zu treffen sei. In den Blickpunkt rückte auch die gegenwär - tige Diskussion um die Auswirkungen der Reduzierung der Mehrwertsteuer für die Hotelbetriebe. Nach ausführlichen Diskussionen wünschten die DEHOGA Come-Together Teilnehmer, dass diese Art des Zusammenkommens regelmäßig fort - geführt werden sollte. DEHOGA Rheinhessen-Pfalz Hotel- und Gaststättenverband e. V. Tel Fax Tel Stephanie Moog Assistentin der Geschäftsführung, Zentrale Telefonannahme, Schrift verkehr, Internet & Medien, Rahmenverträge Tel

14 DEHOGAREPORT 7/2010 Die regionale Szene: Rheinhessen-Pfalz Termin DEHOGA Kreisverband Kandel Lebhafte Debatte um Mehrwertsteuer Die Jahreshauptversammlung des DEHOGA Kreisverbandes Kandel stand im Zeichen der Mehrwertsteuerredu - zierung für das Gastgewerbe. Die öffentliche Kritik an dieser fanden die Kreisverbandsmitglieder nahezu unerträglich. Selbst der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck äußerte sich dazu sehr negativ. Allgemeine Meinung der Kreisverbands-versammlung war, dass es kein besseres Konjunkturprogramm geben könne, als diese Entlastung der mittelständischen Betriebe, die endlich die Möglichkeit hätten, Investitionen in die Betriebe vorzunehmen, in Personalmaßnahmen zu investieren und zum großen Teil auch Preise zu senken. Viel sinnvoller wäre es, als an die Zurücknahme der wirksamsten gesetzlichen Regelung seit Jahren zu denken, wenn dafür gesorgt würde, dass auch die Gastronomie die Reduzierung der Mehrwertsteuer erhalte. Das würde der ganzen Branche einen ungeahnten Aufschwung bescheren. Hauptgeschäftsführer Karl-Heinz Schott des DEHOGA Rheinhessen-Pfalz verdeutlichte, dass Lebensmittel generell mit 7 % versteuert werden. Nur die Gastronomie sei mit einem Mehrwertsteuersatz von 19 % belastet. Dies sei mehrwertsteuerrechtlich unsystematisch und eine klare Benachteiligung gegenüber Bäckern, Metzgern und dem Lebensmittelhandel. Kreis- verbandsvorsitzender Steffen Nuß erstattete im Rahmen der Regularien seinen umfangreichen Tätigkeitsbericht. Schatzmeister Axel Schulz informierte über die Einnahmen und Ausgaben. Die Kassenprüfer Ludwig Gehrlein und Franz Kreger bestätigten die einwandfreie Kassen - führung und der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Nach den Regularien entwickelte sich noch eine spannende Diskussion über die wichtigen politischen und gast - gewerblichen Themen, wie die Ausbildungssituation, die Konjunk - turentwicklung und die für das gastgewerbliche Geschäft ungünstige Wetterlage. Insgesamt forderten die DEHOGA Kreisverbandsmitglieder eine mittelstandsfreundlichere Politik ein. DEHOGA Kreisverband Kandel Der DEHOGA Kreisverband Kandel lädt zu seiner traditionellen Radtour am 3. August ein. Treffpunkt zur Abfahrt ist das Hotel-Restaurant Zum Sternen, Rheinstraße 7 in Neuburg um Uhr. Wie immer beginnt das große Stelldichein mit dem Fahrrad mit einem gemeinsamen Frühstück. Dann geht die gemütliche Tour langsam los. Eingeladen sind alle benachbarten und befreundeten DEHOGA Kreisverbände. Infos bei Steffen Nuß, Tel.: Kreisverband Pirmasens Stadt und Land auf Sommerreise 40 Reiseteilnehmer waren begeistert von der, wie immer von Familie Mack erstklassig organisierten Tour, des DEHOGA Kreisverbandes Pirma sens Stadt und Land. Dieses Mal ging es nach Passau. Logiert wurde im Hotel Residenz direkt am Donauufer im Herzen der Altstadt. Am ersten Abend gab es ein zünftiges Bayerisches Buffet mit Zittermusik zur Unterhaltung der gut gelaunten Pfälzer Reisegruppe. An den nächsten Tagen standen viele Attraktionen auf dem Porgramm. Eine Schiffahrt mit der MS Passau nach Linz in Oberösterreich war einer der Höhepunkte. Nach der Hauptversammlung im Gespräch (v.li.): Ludwig Gehrlein, Günter Gehrlein, Kreisverbandsvorsitzender Steffen Nuß, Ehrenvorsitzender Gert Guckert, Haupt geschäftsführer Karl-Heinz Schott, Manfred Kreger, Axel Schulz. Im Vordergrund Ludwig Müller. Einen ebenso zünftigen Abschluss der Fahrt gab es bei Familie Doppler Zum Schwanen in Landau-Dammheim. Günter Bold, Vorsitzender des DEHOGA Kreisverbandes Pirmasens Stadt und Land, zeigte sich sehr zufrieden mit der sehr erlebnisreichen Sommerfahrt. Die Tafel Pirmasens unterstützt Der Kreisverband Pirmasens Stadt und Land unterstützte die Aktion Die Tafel. 320 Portionen Rindergulasch, Nudeln und Erbsen & Karotten wurden von den Mitgliedern des Vorstandes der Gastro-Runde des DEHOGA Kreisverbandes Pirmasens Stadt und Land an die Tafel Pirmasens übergeben. Eine tolle Aktion, um aktuell Bedürftigen zu helfen. Vorsitzender Günter Bold ( Zum grünen Kranz, Rodalben) Karl Neuner-Jehle, (Hans-Sachs Hof, Pirmasens), Friedrich Neupert (Gasthaus Neupert, Lemberg) und Günter Mack (Pension Margret, Rumbach) zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Unterstützungsaktion ist sehr gut angekommen. Wir sind stolz auf den Zusammenhalt in unserer Region, so Günter Bold. 14

15 DEHOGAREPORT 7/2010 Die regionale Szene: Rheinhessen-Pfalz Jahreshauptversammlung des DEHOGA Kreisverbandes Mainz Über Tip Top und andere Aktionen Regionale und überregionale Themen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des DEHOGA Kreisverbandes Mainz im Hyatt Regency Mainz. Die Regularien wurden zügig vom Vorsitzenden Walter Hubel abgehandelt. Unter der Wahlleitung von Hauptgeschäftsführer DEHOGA Rheinhessen-Pfalz Karl-Heinz Schott wurden Manfred Wappel und Jürgen Axel, die künftig das Amt der Kassenprüfer ausüben werden, einstimmig gewählt. In seinem ausführlichen Tätigkeitsbericht streifte Walter Hubel die zahlreichen Aktivitäten des Kreis - verbandes Mainz. Die Pro-7-%-Kampagne stand im Fokus, wie auch die Stellplatzverordnung, die Aktion Tip Top in Ordnung, die Mitgliedschaft des Kreisverbandes Mainz bei der Great Wine Capital Marketing Organisation, Kooperationen des DEHOGA mit den IHKn Rheinhessen und Koblenz sowie des Rheinhessenwein e. V. zwecks Sommelierausbildung, die rheinlandpfälzische Tourismus-Strategie 2015, sowie Rahmenverträge bezüglich Energieversorgung und vieles mehr. Der Vorsitzende Walter Hubel berichtete auch von seinen Aktivitäten in verschiedenen weiteren Gremien des DEHOGA. Präsident Herbert Boller, DEHOGA Rheinhessen-Pfalz, hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Kreisverbandes Mainz, dem größten im Verbandsgebiet, hervor. Zahlreiche wichtige Angelegenheiten seien derzeit zu regeln. Am Lohn- und Gehaltstarifvertrag und dem Manteltarifvertrag werde derzeit gearbeitet. Er berichtete von zahlreichen Kontrollen durch die Ge - werbeaufsichtsämter bezüglich der Arbeitszeiten. Hier sei das Gastgewerbe gerade be son - ders in den Blickpunkt gerückt. Der 2. Vorsitzende Christian Barth berichtete von der erfolgreich angelaufenen Aktion Tip Top. Bis Anfang September sollen die ersten Zertifikate an die teilnehmenden Betriebe verliehen werden. Im Anschluss daran berichtete Präsident Gereon Haumann, DEHOGA Rheinland-Pfalz, von der schwierigen Mehrwertsteuerdiskus - sion. Er habe mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der FDP Rheinland-Pfalz, Günter Eymael, gesprochen, der dem DEHO- GA weiter Unterstützung in der Mehrwertsteuerfrage zugesichert habe. Er rief alle DEHOGA Mitglieder auf, mit ihnen bekannten Politikern über dieses Thema zu sprechen. Die Beherbergungsbetriebe würden enorme Investitionen tätigen und in die Qualität des Personals und die Mitarbeiteranzahl investieren. Darüber hinaus würden viele Betriebe Preisnachlässe gewähren. Danach berichtet der Präsident vom Fortgang der Baustelle Brückes 18, des DEHOGA Zentrums in Bad Kreuznach, wo alles auf gutem Weg sei. Kreisverband Speyer voller Energie im Strom Unter dem Motto Gastronomie und Hotellerie voller Energie im Strom hatte der DEHO- GA Kreisverband Speyer zu einem Informationsnachmittag auf das Fahrgastschiff Pfälzerland eingeladen. Mehr als 40 Mitglieder und deren Angehörige waren der Einladung gefolgt. Auch Nichtmitglieder waren eingeladen, in Zukunft von den vielen Vorteilen des DEHOGA profitieren zu können. Energiesparen mit dem SWS (Stadt - werke Speyer) war ein Bestandteil im Programm. Frau Hoberg, stellvertretende Leiterin vom Vertrieb der SWS Speyer, sowie Frau Löser-Schulz, vom Vertrieb SWS Speyer, referierten über dieses Thema. Seitens SWS wurde ein Rahmen - vertrag speziell für DEHOGA Mitglieder mit großem Einsparpotenzial Auch wurde von Frau Sachweh, EBS Speyer, auf Möglichkeiten des Einsparpotenzials bei der Müllentsorgung hingewiesen. Barrierefreiheit eine Chance für die Zukunft hieß das weitere Thema. Fritz Knutas vom IBF Speyer sowie Hans-Peter Rottmann vom Vorstand SfB (Stiftung für Behinderte ) haben über die gegenwärtige und vor allem über die zukünftige Notwenigkeit der Barrierefreiheit in Gaststätten und Hotels ausgeführt. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten aufgezeigt, dass bei der Realisierung, der Unternehmer vom Land geförderte Finanzierungs - hilfen seitens ISB Rheinland Pfalz in Anspruch nehmen kann. Aber auch der gesellige Teil auf dem Strom kam nicht zu kurz. Kreisverband Edenkoben auf großer Fahrt Voll ausgebucht war die Tagestour des DEHO- GA Kreisverbandes Edenkoben nach Alpirsbach, Straßburg und Schweigen-Rechtenbach. Erwin Glaser, Vizevorsitzender des DEHOGA Kreisverbandes Edenkoben organisierte den abwechslungsreichen und aufwendigen Ausflug perfekt. Nicht nur die Edenkobener sondern auch Neustadter, Bad Dürkheimer und Kandeler Gastwirte und Hoteliers zeigten sich begeistert von der Brauereibesichtigung der Alpirsbacher Klosterbräu bei natürlich bester Verpflegung. Danach ging es nach Straßburg mit einer Bootsfahrt durch die Stadt und zum Abschluss gab es eine zünftige Feier mit Musik und Tanz im Hotel-Restaurant Schweigener Hof (Bild). Während der Fahrt sorgte auch die Metro für das leibliche Wohl. 15

16 DEHOGAREPORT 5/2010 Die neun Regionalagenturen in Rheinland-Pfalz Teil 2 2 Mosel Die Mosellandtouristik GmbH des Moselhöhenwegs oder zahlreicher Themenwege der MoselErlebnisRoute, die teils auch klettertechnisch anspruchsvoll durch die Steillagen der Weinberge führen. Deren Schätze werden von zertifizierten Kultur- und Weinbotschaftern hautnah und fachkundig präsentiert. Der Moselhöhenweg wird samt so genannter Extratouren, die als Rundwanderwege angeschlossen sind, derzeit gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband auf seine Eignung als Premiumwanderroute hin geprüft. Das Team der in Bernkastel-Kues ansässigen Mosellandtouristik bringt die Region mit dem Begriff WeinKulturLand auf Erfolgskurs. Damit sind die besten Argumente für einen Urlaub an Mosel, Saar und Ruwer bereits genannt: Wein - genuss von höchster Qualität und mit 2000 Jahre alter Tradition, Kulturhighlights mit Weltstars der klassischen Musik bis hin zum zünftigen Winzerfest, eine der schönsten Flusslandschaften Europas. Messbarer Erfolg für die Gastgeber Auf diesem soliden und erfolgversprechenden Fundament ist die Arbeit des Teams der Mosellandtouristik dennoch kein Selbstläufer. Vielmehr werden die Kernthemen Römer und Weinkultur, Aktiv- und Gesundheitsurlaub, Naturerleben und romantische Architektur mit vielen konkreten Projekten bewusst gefördert, so dass die Gast - geber und Dienstleister der Region von der Saar und Obermosel bis zur Mündung in den Rhein einen spürbaren und echten Mehrwert haben. Das Mosel WeinKulturLand gehört seit Jahren zu den beliebtesten Reise- und Ausflugszielen in Rheinland-Pfalz mit beinahe 2 Millionen Gästen und mehr als 6,1 Millionen Übernachtungen im Jahr Rund Betten in knapp 900 gewerblichen und weiteren zahlreichen kleinen Betrieben stehen zur Verfügung. In der Ferien - region Mosel-Saar sind 2128 Betriebe online an das Touristische Kommunikations-Netz angeschlossen, die unter anderem über die Mosellandtouristik gebucht werden können. Gesellschafter mit Engagement Gut vernetzt ist die touristische Regionalagentur an Mosel, Saar und Ruwer: Die GmbH ist seit 2002 Gesellschafterin der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH in Koblenz und seit 2006 auch Hauptgesellschafterin der Moselfestwochen 16 GmbH. Damit ist die Mosellandtouristik eng verbunden mit den Entscheidern über langfristige Perspektiven im landesweiten Fremden -Verkehr. In Einklang mit der neu entwickelten Tourismusstrategie 2015 legt die Mosellandtouristik ihre Marketing- und Vertriebswege auf. Die vier Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz wiederum gehören zu den Gesellschaftern der Mosellandtouristik ebenso wie der Moselwein e. V. und 15 Verbandsgemeinden: Saarburg, Konz, Ruwer, Schweich, Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues, Wittlich-Land, Kröv-Bausendorf, Traben-Trarbach, Zell/Mosel, Ulmen mit der Gemeinde Bad Bertrich, Cochem, Treis-Karden, Maifeld und Untermosel. Hinzu kommen die Städte Trier und Wittlich. Gemeinsam bilden all diese Gesellschafter die engagierte und schlagkräftige Basis der Mosellandtouristik GmbH. Projekte mit Pfiff Gemeinsam mit den Akteuren setzt die Mosellandtouristik eines der schönsten und hochkarätigsten Weinanbaugebiete der Welt in Szene, wenn man Experten wie Stuart Pigott glauben darf. Nicht nur das seit 25 Jahren bei Klassikliebhabern überaus renommierte Mosel Musikfestival überzeugt, auch andere Projekte locken zunehmend internationale Gäste: Das Weltkulturerbe Triers und rund 120 andere antike Stätten werden mit einer Straße der Römer für die modernen Besucher spannend aufbereitet und zugänglich. Eine gut ausgebaute Wasserwanderroute auf der Mosel ermöglicht den Gästen vom Boot aus einzigartige sportliche Einblicke in die Natur und Genusskultur der Region. Aktiv werden Moselfans auch beim Radwandern über reizvolle Trassen wie den Saar- und Moselradweg oder den Mosel-Maare-Radweg; Wanderer erleben atemberaubende Panoramablicke bei der Erkundung Qualität mit Herz Besonderes Augenmerk legt die Mosellandtouristik auf die stetige Weiterqualifizierung der Gastgeber. Dies geschieht seit 2009 im Rahmen einer eigens entwickelten Dachmarke Mosel WeinKulturLand, die Qualitätskonzepte und Kriterienkataloge definiert hat. Angesprochen werden insbesondere Betriebe aus den Bereichen Wein, Gastronomie und Tourismus, die sich von einer Kommission prüfen lassen. Das Niveau ist anspruchsvoll: Hotelsterne-Klassifizierung und zertifizierte Servicequalität sind ein Muss, hinzu kommen moseltypische Angebotselemente wie etwa regionales Ambiente in der Ausstattung und die Verwendung regionaler Frischeprodukte für die Küche. Die Resonanz der Dienstleister ist überzeugend: Bereits 57 Qualitätsgastgeber konnten ausgezeichnet werden. Mit einem unverwechselbaren Logo werben die Mosellandtouristik und der Mosel Wein e. V. gemeinsam für die Region. Weinwerbung und Weintourismus gehen Hand in Hand bei Messeauftritten im In- und Ausland, einem mehrsprachigen Internetauftritt, Pressereisen, Imagebroschüren mit überzeugender Grafik und Fotografie, einem informativen Veranstaltungskalender und einer Fülle anderer wirksamer PR-Maßnahmen. Aktiv umworben werden die Besucher auch über die Schiene des Flughafen Hahn: Vor allem Briten, Skandinavier, Iren, Italiener und Spanier sind in den letzten Jahren als Zielgruppen neu hinzugekommen. Ins Herz geschlossen haben das Moselland seit jeher Gäste aus anderen deutschen Regionen, Niederländer, Belgier und Luxemburger. Die hohe Zahl an Stamm - gästen beweist: Die Angebotsqualität und die Genusskultur sind dauerhaft stimmig. Mosellandtouristik GmbH, Tel ,

17 DEHOGAREPORT 7/2010 Ratgeber Steuertipp von Sascha König Ausnahmesituation Betriebsprüfung Teil 2 Die Außenprüfung durch das Finanzamt stellt für die meisten Steuerpflichtigen eine außerordent - liche Situation dar. Diese zu meistern fällt vielen Unternehmern leichter, wenn sie vorab ein paar Grundregeln kennen. Deshalb nachfolgend Teil II der Leitlinien für die Betriebsprüfung: 4.) Kassenbuchhaltung Gerade im Bereich der Gastronomie kann man es gar nicht oft genug betonen, dass die Kasse zunehmend mehr Hauptprüfungspunkt der Au - ßenprüfung ist: Dass der Prüfer bei Betrieben mit elektronischen Registrierkassen die vollständigen und ordnungsgemäßen Z-Abschläge (insbesondere versehen mit lfd. Nummer und Datum) sehen will wurde im Rahmen dieser Beitragsserie bereits mehrfach betont. Gleiches gilt für die Tageskassenbericht, sofern im Betrieb keine elektronische Registrierkasse, sondern eine so genannte offene Ladenkasse geführt wird. Bei diesen achtet der Prüfer insbesondere darauf, dass die Tagesbareinnahmen rechnerisch von dem ausgezählten Tageskassenendbestand ermittelt werden. Nur diese Form der Kassenbericht genügt den Anforderungen der Finanzverwaltung und Rechtsprechung. Alle anderen, leider im Handel zum Teil sehr weit verbreiteten Kassenbücher garantieren nach Ansicht der Finanzverwaltung nicht die Vollständigkeit der Tageseinnahmen. Ergebnis: Der Prüfer wird formelle Mängel der Buchhaltung feststellen, die bei weiteren sachlichen Mängel, im schlimmsten Fall dazu führen können, dass die Buchhaltung verworfen wird und die Außenprüfung die Einnahmen schätzt. 5.) Chi-Quadrat und Benford s law Neben der Kontrolle, ob die Kassenbuchhaltung den vorstehenden formellen Anforderungen genügt, sollte sie im Vorfeld durch den steuerlichen Berater auch einem so genannten Chi-Quadrat sowie einem Benford s law -Test unterzogen werden. Diese mathematisch-statistischen Verfahren gehören heute zum Grundrüstzeug eines Außen prüfers, der regelmäßig Gastronomiebetriebe prüft. Spätestens wenn der Prüfer ankündigt, dass er die Buchhaltung gerne in digitaler Form haben möchte, ist davon auszugehen, dass er wenigstens die Erlöse anhand der vorstehenden Test verprobt. Insbesondere in diesen Fällen sollte der Steuerpflichtige aber das Ergebnis der Tests vor dem Prüfer kennen. Denn nicht selten ergeben diese Test Auffälligkeiten, die auf den ersten Blick den Verdacht erregen, dass hier Einnahmen nicht vollständig erklärt wurden. Ein zweiter, tieferer Blick auf das Zahlenwerk liefert jedoch nicht selten eine plausible Erklärung für die Auffälligkeiten. Kann man diese Erklärung dem Prüfer bereits zeitnah darlegen, wird nur noch bei sehr hartnäckigen Prüfern eine Diskussion über die Ver - kürzung von Einnahmen entbrennen. Von daher empfiehlt es sich unbedingt, diese Tests bereits im Vorfeld einer Außenprüfung durchzuführen. 6.) Meinungs - verschiedenheiten Erfüllt der Gastronom die wesent - lichen formellen und materiellen Anforderungen an die Buchführung, ist die Betriebsprüfung heute in aller Regel schnell zu Ende, denn auf den Prüfer warten lohnendere Fälle. Problematisch wird es jedoch, wenn insbesondere die Kassenbuchhaltung größere Mängel aufweist. Je nach Art und Umfang der Mängel wird der Prüfer so dann die Einnahmen durch Ergänzungs- oder Vollschätzung erhöhen. Grds. steht die Auswahl der Schätzungsmethode im Ermessen des Prüfers. Sie muss jedoch zu sachgerechten Ergebnissen führen. Im Klartext bedeutet dies: Die Schätzung muss zum Ziel haben, dass Ergebnis mit der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit zu ermitteln. Strafzuschätzungen haben in jedem Fall zu unterbleiben. Diese Grundsätze kommen grds. dem Schutz des Steuerpflichtigen zu Gute. Sie verleiten jedoch zugleich viele Gastronomen und auch deren steuerliche Berater dazu, sich direkt auf die vom Außenprüfer präsentierte Kalkulation zu stürzen und diese nachzurechnen. Zugegebenermaßen nicht selten mit dem Ergebnis, dass dem Prüfer bei seiner Kalkulation der ein oder andere Fehler nachgewiesen werden kann. Leider handelt es sich hierbei meistens um einen Pyrrhussieg, denn in den allermeisten dieser Fälle wurde eine in diesem Stadium der Betriebsprüfung herrschende goldene Regel miss - achtet, die da lautet: Wer rechnet, verliert! In dem Moment, wo Prüfer und Steuerpflichtige über die Art und Weise der Kalkulation und damit der Schätzung diskutieren, rückt die Frage, ob im vorliegenden Fall überhaupt eine Schätzung in Betracht kommt, meist vollständig in den Hintergrund. Diese Frage muss jedoch der erste Verteidigungswall in einem solchen Steuerstreit sein. Den gilt es, unter allen Umständen zu verteidigen. Und bei dieser Ver - teidigung helfen keine Kalkulationskünste, sondern hier geht es einzig um die rechtliche Frage: Wenn trifft für was die Darlegungs- und Be - weis last? Deshalb hat an dieser Stelle der Griff zum Taschenrechner zunächst noch zu unterbleiben. In der nächsten Ausgabe lesen Sie, welche Möglichkeiten zur Verteidigung dem Steuerpflichtigen zur Seite stehen. Sascha König ist Steuerberater bei der HOTAX Koblenz Steuer beratungs gesellschaft mbh, Kooperationspartner des DEHOGA Rheinland e.v. Er ist zudem Mitglied im Bundes ausschuss für Steuern des DEHOGA in Berlin. 17

18 DEHOGAREPORT 7/2010 Ratgeber Rechtstipp von RA Hans Eckhard Bausch Reklamationen im Restaurant Beim Bewirtungsvertrag handelt es sich um einen Vertragstyp, der im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt ist. Er weist Elemente des Kauf-, Werk-, Dienst- und Mietvertrages auf. Aus juristischer Sicht legt dies nahe, in Streit - fällen die jeweiligen Rechtsfolgen desjenigen Vertragstyps anzuwenden, der den betreffenden Leistungsaspekt der Bewirtung am ehesten trifft, also beispielsweise die Regeln des Dienstvertrages für den Service und die Regeln des Kaufvertrages für den eigentlichen Verzehr. Die häufigsten Auseinandersetzungen zwischen Gast und Gastwirt betreffen Wartezeiten (dienstvertragliche Elemente) und die Qualität des Essens (kaufvertraglicher Aspekt). Nachdem es stets um ungleiche Sachverhalte und subjektive Bewertungen geht, lassen sich keine allgemein gültigen Regeln aufstellen, ab wann eine Wartezeit zu lang oder die Essensqualität unzumutbar ist. Daher müssen immer die berechtigte Erwartungshaltung des Gastes und die Umstände des Einzelfalles in Betracht gezogen werden. Wer einen Schnellimbiss aufsucht, braucht nicht mit Wartezeiten von 20 Minuten und mehr zu rechnen, während in einem Sternelokal angesichts aufwendiger Zubereitung auch Wartezeiten bis zu einer Stunde wohl schwerlich zu beanstanden sein dürften. Das Landgericht Karlsruhe hat bei einer Zeitspanne von eineinhalb Stunden eine Preisminderung um 30 % zuerkannt (Urt.v , Az.: 1 S 196/92). Der durchschnittliche Restaurantbesucher wird eine Wartezeit von mindestens 30 Minuten kalkulieren müssen. Bei der Frage der Zumutbarkeit kann für diese Zeitkalkulation vor allem ausschlaggebend sein, wenn sie bei der Terminsplanung des Gastes eine Rolle spielt, was etwa bei der Mittagsmahlzeit im normalen Restaurant eher der Fall ist als beim abendlichen Menü in einem Betrieb der gehobenen Gastronomie. Muss ein Gast zu lange auf sein Essen warten, kann er nicht nur die Bestellung stornieren, sondern gegebenenfalls auch den Mehrpreis für ein gleichartiges Essen in einem vergleich - baren Lokal als Schadensersatz verlangen. Zu lange Wartezeiten bei der Rechnung rechtfertigen nicht, die Gaststätte ohne Bezahlung zuverlassen ( Zechprellerei ). Statt die Rechnung selbst zu erstellen und das Geld auf dem Tisch liegen zu lassen (aus Beweisgründen für cbg GmbH mit neuem Service den Gast nicht empfehlenswert) oder an der Theke zu zahlen, kann auch Name und Anschrift zwecks Rechnungsstellung hinterlassen werden. Die Anwendbarkeit kaufvertraglicher Regeln beginnt bereits bei der Speisekarte, die nicht als verbindliches Vertragsangebot anzusehen ist, sondern als Anregung zur Abgabe einer Bestellung. Da der Vertrag erst mit der Annahme der Bestellung zustande kommt, besteht keine Verpflichtung zur Lieferung zwar auf der Karte abgedruckter aber nicht vorrätiger Speisen und Getränke. Demgegenüber müssen die abgedruckten Preise eingehalten werden, weil andernfalls u.a. ein Verstoß gegen das Verbot unlauteren Wettbewerbs vorläge. Qualitätsmängel können hinsichtlich der Temperatur, des Geschmacks sowie des allgemeinen Zustandes der Speisen und Getränke vorliegen. Sofern sich der Mangel durch sogenannte Nach besserung oder Nachlieferung beheben lässt (etwa durch weiteres Garen des fast rohen Fleisches oder Ersatz des korkgeschädigten Weines durch eine neue Flasche) erschöpft sich darin der Anspruch des Gastes. Ist der Wirt zur Mangelbeseitigung nicht bereit oder nicht in der Lage (etwa weil kein frischer Salat zum Ersatz des vertrockneten vorhanden ist), kann der Gast Foto: DEHOGA/Cordula Giese Die cbg hat sich vom 01. Juli an personell verstärkt und erweitert ihr Beratungs angebot. Die neue Mitarbeiterin, Luisa Staweris, hat in den vergangenen Jahren u. a. in den Bereichen Projektentwicklung und Projektmanagement gearbeitet. Dabei wurden von ihr Hotels und Pflegeheime mit entwickelt, während der Bauphase begleitet und am Markt eingeführt. Ab sofort bietet die cbg auch Interims-Management, operatives Coaching und Controlling direkt vor Ort im Betrieb, auch über einen längeren Zeitraum, an, z. B. für Sanierungsfälle oder 18 Wiedereröffnung nach Erweiterung oder bei grundsätzlicher Konzeptionsänderung. Sie unterstützt Unternehmer aktiv vor Ort bei der Umsetzung der festgelegten Verbesserungsmaßnahmen. Neben Existenzgründungsberatungen und betriebswirtschaftlichen Beratungen wird die cbg ab sofort auch in der wirtschaftlichen Betreuung von Neubau- und Renovierungs - maßnahmen tätig. Sie berät bei der Optimierung der Baukosten und der Flächennutzung und bietet aktive Baubetreuung vor Ort im Hinblick auf Qualitäts - standards und Ausführungen. Die cbg bildet die Schnittstelle zwischen Bauherrn / Betreiber und ausführenden Firmen. Leider werden oft die Kostenbudgets für Inves - titionsvorhaben aufgrund fehlender Erfahrung des Bauherrn nicht eingehalten. Die cbg trägt mit ihrem Projektmanagement dazu bei, Inves - titionen funktionell, zeitsparend und kosten - gerecht durchzuführen. Deshalb kann die cbg auf Wunsch des Bauherrn / Betreibers auch bei der kompletten Einrichtung

19 DEHOGAREPORT 7/2010 Ratgeber vom Bewirtungsvertrag zurücktreten bzw. Schadensersatz verlangen. Seine Zahlungspflicht besteht dann nur in Höhe des Einkaufswertes der bereits verzehrten Speisen und Getränke. Bei Fremdkörpern im Essen (das berühmtberüchtigte Haar in der Suppe und die fast ebenso berühmt-berüchtigte Schnecke im Salat) kann der Gast im Hinblick auf den Ekelfaktor den weiteren Verzehr einstellen, muss aber den bereits verzehrten, einwandfreien Teil des Gerichts bezahlen (sofern der Gastwirt ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Vernunft tatsächlich hierauf besteht). Begegnungen perfekt inszeniert. Rechtsanwalt Hans Eckhard Bausch aus Pirmasens ist regelmäßiger Autor dieser Zeitschrift. Er wird sich zu gastronomierelevanten Rechtsproblemen und aktuellen Gerichtsentscheidungen äußern. Hans Eckhard Bausch ist ein erfahrener Praktiker auf dem Gebiet des Hotel- und Gaststättenrechts. Seit Jahren unterstützt er aufgrund eines Kooperationsabkommens die Mitglieder des DEHOGA Rheinhessen-Pfalz bei der Geltendmachung von Forderungen im Rahmen gerichtlicher Mahnverfahren. Seine Artikel finden Sie auch auf der Internetseite unter der Rubrik Recht., Hans Eckhard Bausch, Dankelsbachstraße 44 48, Pirmasens, Tel: Niederbach Brodenbach Telefon Stühle, Tische, Bänke, mehr Ihr Partner für innovative Gastronomie-Einrichtungen Hohenzollernstrasse 17, Trier-Süd Tel.: , Fax: www. rohdestuhl.de www. schnieder.com www. may-kg.de Bei subjektiven Bewertungen ( zu salzig, nicht frisch usw.) ist die Frage des Nachweises noch wichtiger als sie es im Zusammenhang mit juristischen Sachverhalten ohnehin immer ist. Sofern eine gütliche Einigung (die sich für den Gastwirt häufig aus Kulanzgründen schon wegen seines Rufs aufdrängt) nicht möglich ist, und Ausstattung eines Betriebes bis zur löffel - fertigen Inbetriebnahme beraten oder diese durchführen. Der neue Service im Überblick: n Projektmanagement n Baubegleitung zur Einhaltung funktioneller, zeitlicher und wirtschaftlicher Vorgaben n Schlüsselfertige Einrichtung der flexiblen Innenausstattung n Pre-Opening-Beratung n Interims-Management hat der Gast häufig nur bei eindeutigen, relativ schwerwiegenden Mängeln und geeigneter Beweissicherung (etwa durch Zeugen, Sicherstellung der beanstandeten Speise bzw. Getränke) hinreichende Erfolgsaussichten in einem späteren Gerichtsverfahren. n Operations Management zur Umsetzung notwendiger Verbesserungsmaßnahmen Kontakt: cbg GmbH Betriebsberatung und Sachverständigenbüro des DEHOGA Rheinland-Pfalz Brückes 18, Bad Kreuznach Tel / Fax / U Weltneuheit: Eiskalt aufgeschäumte Milch Milchschaum eisgekühlt + herkömmliche Kaffeespezialitäten Ihr neues Angebot für Ihre Kunden: - Lattino + Lattino Flavour - ohne Mehraufwand - einfach auf Knopfdruck Gerne vereinbaren wir einen Vorstellungstermin in Ihrem Hause. HÜRTER Kaffeemaschinen Service Ubierring Polch Tel / Fax / Servicestützpunkt Langsur Tel /

20 DEHOGAREPORT 7/2010 Wein extra Toujours l amour Immer wieder auf die Liebe Sommerzeit Schorlezeit! Zu den beliebtesten Getränken in Rheinland- Pfalz gehört in der warmen Jahreszeit sowohl auf dem Balkon zu Hause als auch auf der Terrasse des gastronomischen Betriebs zweifellos das Mischgetränk aus Wein und Mineralwasser. Als Schorle darf nach dem deutschen Weingesetz ein weinhaltiges Getränk bezeichnet werden, wenn es durch Vermischen von Wein oder Perlwein mit kohlensäurehaltigem Wasser hergestellt wird. Der Weinanteil im fertigen Getränk muss mindestens 50 Prozent betragen. Bei Verwendung von Wein darf das weinhaltige Getränk auch als Weinschorle bezeichnet werden. Erfrischend ist es, durstlöschend, kalorienarm und aufgrund des niedrigen Alkoholgehalts in Maßen verträglich und bekömmlich. Die Definition der Bestandteiler ist eindeutig, die Herkunft der Bezeichnung Schorle dagegen ganz und gar nicht. Die Erklärungsversuche von Henning Petershagen in der Südwest Presse vom sind spannend, aber nicht wirklich unmissverständlich. Unklar bleibt sogar, ob Schorle männlich, weiblich oder sächlich ist, also ob es der, die oder das Schorle heißt. Dass sich Petershagen wegen der Endung -le für das entscheidet ( Es heißt ja auch Viertele ), entlarvt seine Deutungen als Versuch der feind - lichen Übernahme eines an Rhein und Mosel genauso beheimateten und beliebten Getränks durch einen Württemberger. Nahe liegt, dass Schorle weiblich ist, wegen des Prickelns und der Anziehungskraft, also die Schorle. Sicher ist, Schorle ist die Abkürzung von Schorlemorle, aber dann ist es auch schon vorbei mit sicher. Was danach kommt, sind Spekulationen, von denen die französische Variante aber eindeutig die charmanteste ist. Danach kommt Schorlemorle vom Trinkspruch der Soldaten Napoleons, die sich gerne und oft mit Toujours l amour Immer wieder auf die Liebe! zugeprostet haben. So wie die Mainzer aus dem General Riçambeau, der die Fastnacht verbieten wollte, das berühmte Ritzambo des Narhallamarsches gemacht haben, könnte ihnen auch Schorlemorle eingefallen sein und zu Frü - hformen der deutsch-französischen Freundschaft beim Wein veranlasst haben. Der größte, der mit der Schorle verbundenen Irrtümer, ist aber nicht diese oder eine andere etymologische Auslegung, sondern die Meinung, Wein sei gleich Wein, Wasser sei gleich Wasser und daher sei Schorle gleich Schorle. Das wäre ein unzulässiger Ausdruck der Geringschätzung gegenüber einem Getränk mit kulturellem Wert und historischer Tradition. Schließlich mischte man schon in der Antike gerne Wein und Wasser. Goethe, der Dichterfürst, reimte dereinst in Jena aus dem Stehgreif gegenüber Studenten, die ihn belächelten, weil er eine Schorle trank: Wasser alleine macht stumm, das zeigen im Wasser die Fische. Wein alleine macht dumm, das zeigen die Studenten bei Tische. Und da ich keins von beiden will sein, trinke ich Wasser vermischt mit Wein. Die Bestandteile einer Schorle, den Wein und das Wasser, mit Bedacht zu wählen, ist demnach angebracht und lohnend. Falsch ist der Gedanke, ein mäßiger oder gar schlechter Wein könne noch für eine Schorle Verwendung finden. No go! Die Kohlensäure des Wassers belebt und betont die Inhaltsstoffe des Weines und lässt so auch wenig angenehme besonders deutlich hervortreten. Deshalb verdienen es gute Gäste, dass man guten Wein und gutes Wasser zur Schorle mischt. Der Wein sollte ein junger, leichter, trocken oder halbtrocken ausgebauter mit niedrigem bis mittlerem Säurewert sein. Die Qualitätsstufen QbA oder Kabinett eignen sich am besten; Spät- und Auslesen sind meist zu vollmundig für den gewünschten leicht-beschwingten Charakter der Schorle. Als Wasser passt ein eher neutrales, weniger mineralreiches mit einem hohen Kohlensäure - gehalt von 7 bis 8,5 g/l, damit das unverkenn - bare Prickeln auch bei einem Mischungsverhältnis von 60:40 pro Wein erhalten bleibt. Die Wahl der Weinart (weiß, rot oder rosé) und der Rebsorte (Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner oder andere) ist reine Geschmacksache. Ganz wichtig zum Schluss: Wein und Wasser zur Schorle gut gekühlt und unmittelbar vor dem Servieren mischen. Eine warme und abgestan dene Schorle ist tot, und wer serviert seinen Gästen schon ein totes Getränk? Frieder Zimmermann Wachsender Zuspruch bei Edelbrand-Prämierung Als Siegel für Premiumqualität gilt die Kammerpreismünze der Landesprämierung nicht nur bei Wein und Sekt, sondern seit zwölf Jahren auch bei edlen Destillaten. Bei der Landesprämierung für heimi sche Edel brände verlieh die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz in diesen Tagen Kammerpreis münzen in Gold, Silber und Bronze an die erfolgreichen Teilnehmer. In der Orangerie von Nell s Parkhotel in Trier fand dabei die feier - liche Preis verleihung für die Re gionen Koblenz und Trier statt. Zwei Staats ehren preise des Landes 20 Rheinland-Pfalz, der Ehrenpreis des Bau ernund Winzerver bandes Rheinland-Nassau, der Ehrenpreis der Landwirt schaftskammer und erstmals Ehrenpreise der Landkreise Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Trier-Saarburg waren neben den Kamerpreismünzen Lohn für außergewöhnliches Bemühen um beste Qualität. Nach Angaben des LWK-Präsidenten Ökonomierat Norbert Schindler MdB gab es landesweit eine außerordentliche Steigerung der Teilnehmerzahlen bei der Edel brandprämie rung. Mit einem Plus von 24 %, im Raum Koblenz-Trier sogar +36 %, seien die Anstellungszahlen des Vorjahres deutlich übertroffen worden. In den ersten beiden Aprilwochen hatten 133 Brenner und Stoffbesitzer aus ganz Rheinland-Pfalz 891 Destil late eingereicht, davon kamen 293 Anstel lungen von 55 Betrieben aus den Bereichen Koblenz und Trier. Nach ein - gehender Prüfung der ver deckten Proben vergaben die geschulten Jurymitglieder in die Regi onen Koblenz und Trier 80 Goldmedaillen, 71 Silber - medaillen und 72 Bronzeme daillen.

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