Warum bekommen die Gäste alles umsonst und die Einheimischen müssen zahlen?

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1 Ein Artikel über die Für- und Wider der KönigsCard erschien als Anzeige am im Kreisboten, in gekürzter Form ein paar Tage später nochmals in der Allgäuer Zeitung und wurde zudem an einige Interessierte verteilt. Seitdem gingen von verschiedensten Personen nach genannte Statements ein: Das KönigsCard-System weist einen kanabalistischen Effekt auf. Schließt man sich ihr als Hotelier nicht an verliert man die Gäste, die die Karte möchten. Schließt man sich ihr als Hotelier an verliert man die Gäste, die die Karte nicht möchten. Im ersten Fall geht man unter, da man nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Im zweiten Fall geht man unter, da die Kosten (Gebühr für Karte) die Einnahmen (durch Vergrößerung des Aufwandes) nicht ausreichend gedeckt werden. Tritt man aus der Karte aus, hat man die Gäste die man jetzt ausschließlich hat, also die die Karte möchten auch noch verloren! Wir kämpfen schon seit Anfang an gegen die Königscard. Wir haben uns gegen die sie entschieden, weil unsere Gäste das Produkt nicht wünschen. Nun wird man aber, wie im Artikel beschrieben, diskriminiert, wenn man nicht mitmacht. Es ist mir ein Rätsel warum alle Bürger es hinnehmen, dass unsere kommunalen Vertreter durch staatliche Gelder finanzierte Firmen gründen können wie sie wollen. Ich habe eine Anfrage beim Landratsamt getätigt und wollte wissen wer die Kommunen beim Ausgeben von Werbegeldern beaufsichtigt. Die Antwort: Kommunen dürfen darüber frei verfügen, nichts und niemand kontrolliert sie. Und in geschäftsführenden Positionen werden politische Freunde gehievt und und und. Ich verstehe nicht, warum man ein Gast für eine Leistung nicht bezahlen lässt. Ich habe aufgegeben, mich gegen die Königscard einzusetzen. Hoffnungslos. Außerdem sehe ich viele Missbrauchsfälle, nicht nur von den Konsumenten sondern auch von der Seite der Vermieter, sodass das System früher oder später zusammenbrechen muss. KönigsCard Gäste aus Oy-Mittelberg können keine kostenlosen Nahverkehrsmittel nutzen da es diesbezüglich mit den Landkreisen Probleme gibt. Die meisten der Cardangebote befinden sich im Ostallgäu. Eine Fahrt dorthin kostet letztendlich mehr, als der kostenlose Eintritt einspart und ist bestimmt nicht im Interesse des Umweltschutzes. Viele Angebote im Katalog sind Scheinangebote wie z.b. die geführten Wanderungen in Oy. Diese sind für jedermann und jederzeit kostenlos. Die großen Schilder an den Ortseinfahrten auch von Oy sind mir ein Dorn im Auge und die Aussage Urlaubsspass zum Nulltarif ist eine unverschämte, von den teilnehmenden Gemeinde gestattete, vorsätzliche Lüge. Hier muss öffentliche Aufklärung angemahnt werden. Unser Betrieb läuft auch ohne KönigsCard sehr gut und meine Frau ist mir heute sehr dankbar, dass ich mich damals gegen einen Beitritt entschieden habe. Ein derartiger Eingriff von Seiten der Verwaltung in das freie Wettbewerbsrecht, kann rechtlich nicht mehr legitim sein. Doch in Anbetracht des hohen Streitwertes, wird sich kein Privatmann an die Anbahnung eines Gerichtsprozesses trauen. Die KönigsCard-Leute wissen das natürlich. Ein guter Journalist hätte aufgrund Ihrer Anzeige jetzt die Möglichkeit, genau in diesem Thema herum zu stochern. Sie werden sehen es interessiert niemanden. Den einzigen Tipp den ich Ihnen geben kann: wenden sie sich an den Stern oder an den Spiegel. Warum bekommen die Gäste alles umsonst und die Einheimischen müssen zahlen?

2 Einrichtungen die gut besucht sind, sollten die KöCard ablehnen. Denn dadurch nehmen Gäste die nicht voll zahlen, den Leuten die voll zahlen würden die Plätze weg. Also ein Nachteil für die Leistungsträger, die gute Arbeit leisten. Nach gesetzlichen Vorgaben darf keine Preisabsprache zwischen Unternehmen erfolgen. Preise müssen unterschiedlich sein, dass der Kunde die Auswahl hat. Bei der KönigsCard muss jeder Leistungsträger das Gleiche bekommen, ansonsten ist sie ungerecht. Aber gerade das verstößt ja geben die oben genannten gesetzlichen Vorgaben. Da sollte sich mal das Kartellamt einsetzen. Ein Gewinn für den Gast, kann nur einen Verlust für den Gastgeber bedeuten. Neben den real bilanzierten Kosten sind die Lohnkosten für die Kartenbastler in Marktoberdorf noch mit zu tragen. Das Argument, weniger Einnahmen pro Gast, aber dafür mehr Gäste, ist in vielen Fällen nicht umsetzbar, z.b. wenn ein Betrieb schon vorher so gut arbeitete, dass die Zimmerbelegung bereits ausgelastet war. Dieser Betrieb wird so zu sagen bestraft, da andere Betriebe die nicht so gut arbeiteten, durch die KönigsCard nun auch das Haus voll haben. Jeder KöCard-Betrieb muss pro Gast pro Nacht 4,25 bezahlen + ca. 2 Euro anteilmäßig wegen anfänglicher Einmaleinlage, d. h. der Preis für ein Doppelzimmer muss um 10,50 Euro erhöht werden. Kostet ein Doppelzimmer z.b. 50 Euro muss der Gastgeber den Preis um ca. 20 % anheben damit dies ausgeglichen wird. Kostet ein Doppelzimmer z.b. 100 Euro muss der Gastgeber den Preis nur um ca. 10 % anheben. Kleinere Betriebe werden dadurch also benachteiligt. Pfrontens Tourismusdirektor J. Schubert beklagt in einem Zeitungsartikel im März 2014, dass viele kleine Vermietunternehmen absterben. Warum unterstützt er dann obige Zusammenhänge? Angenommen es gibt in einem Ort drei Fahradverleihgeschäfte. Wenn zwei an dem Königskartensystem teilnehmen, wird der dritte kein Fahrrad mehr verleihen. Er ist also gezwungen mit zu machen! Ist das freie Marktwirtschaft? Wir bekamen schon mit, dass unsere Gäste bei schlechtem Wetter sich den ganzen Tag mit den kostenlosen Bussen herumfahren ließen davon haben wir nichts. Die Vermieter sind angehalten, den Gästen nicht mitzuteilen wie viel der Anteil für die KöCard beträgt. Wenn man das Geheim halten muss, ist das das erste Zeichen, dass da was nicht stimmt. Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mein Berufskollege für 10 Euro eine Tour durchführen kann, griff ich zum Telefon. Ja, er macht die Touren mit der KöCard, hat aber eigentlich nichts damit zu tun. Das Tourismusbüro zahlt ihm einen festen Satz pro Tour, mit dem er klar kommt. Das heißt also seine Gemeinde sponsert nochmalig die KönigsCard. Schade, dass dies in unserer Gemeinde nicht so ist. Schade für wen? Meine Gäste bleiben gerne über einen langen Zeitraum. Sie sagen: Wir wollen nicht jeden Tag etwas unternehmen und für solche Tage aber auch nicht zahlen. Es entsteht ein Zweiklassengesellschaft: Jeder zahlt gleich viel Kurbeitrag und gleich viel für Inserate aber die Königskartler und Klassifizierten bekommen seitenweise kostenlose Werbung in den Ortskatalogen und im www. Das verletzt den Grundsatz der Gleichberechtigung. Wir hatten schon Anfragen von Gästen, die wollten eine Nacht buchen um am nächsten Tag vormittags die Breitenbergbahn auszunutzen, nachmittags die Tegelbergbahn und anschließend kostenlos ins Schwimmbad. Wenn man nur eine Nacht zahlt, also ca. 35 Euro

3 + 4,25 Euro (KöCard) ist das natürlich lukrativ. Ohne KöCard würden die drei Leistungen, ca. 40 Euro kosten! Genauso viel geht den Ostallgäuern allerdings an Einnahmen verloren!!! Unsere Gäste sind meist etwas älter und meist Stammgäste. Nicht 5% davon würden die KöCard ausnutzen, deshalb sind wir auch nicht dabei. Trotzdem müssen wir sie mitfinanzieren. KöCardinhaber zahlen den gleichen Kur- und Fremdenverkehrsbeitrag, werden aber im Ortskatalog und Internet wesentlich intensiver beworben. Das ist ungerecht und darf nicht sein! Ich erfuhr von meiner Bank, dass ich nicht kreditwürdig bin, solange ich bei der KönigsCard mitmache! Selbst das rausgehen, aus der Card ist ein Ärger. Vor März war meine Überlegung noch nicht reif. Jetzt ist sie reif, es ist aber schon später im Jahr als März, die Kündigungsfrist ist 9 Monate, d.h. ich bin verpflichtet dieses und noch nächstes Jahr ganz mitzumachen. Obwohl ich weiß, dass ich ohne Card mehr verdienen würde und ich das Geld zur Insolvenzvermeidung dringend nötig habe! Unangenehm ist, wenn eine Touristenfamilie gratis rein kann, und eine einheimische Familie die direkt dahinter in der Schlange steht zahlen muss! Nachdem ich von dem KöCard-Topf nur etwa 50 % des normalen Eintrittspreises erhalte, gilt das Gratisangebot nur für den Eintritt und nicht für eine Führung in meinem Unternehmen. Die KöCardleute gesellen sich aber, wenn sie herinnen sind zu Normalzahlern und genießen so die Führung auch noch kostenlos. Verspochen hat man mir vom KönigsCard-Management, dass ich für kleinere Kinder, die normalerweise nichts bezahlen, aus dem KöCard-Topf das gleiche Geld bekomme wie für Erwachsene. Sozusagen als Ausgleich, da ich über den Topf ja nur einen Teil des normalen Geldes bekomme. Diese Vereinbarung wurde nach zwei oder drei Jahren kommentarlos ignoriert. Das ist für mich ein Fehlbetrag in Höhe des Monatslohnes eines Mitarbeiters. Wir bekommen das Geld aus dem Topf bis zu 8 Monaten später!! Meine Unkosten (Löhne, Materialien, Heizung u.s.w.) muss ich jedoch sofort zahlen. Dieses Vorhalten ist für mich Existenzbedrohend, außerdem sehe ich nicht ein. dass die KöCard-Gesellschafter mit meinem Geld solange wirtschaften können. Für Strom, Versicherungen, gemeindliche Abgaben u.a. gibt es ja auch Vorausszahlungen, warum bei der KönigsCard nicht? Als Argument für die KöCard nützt man die Vermutung: Wenn die Gäste z.b. für Bergbahnen weniger zahlen, kehren sie dafür in den Berggasthöfen ein. Falls dies wirklich zutreffen sollte, bedeutet dies, dass Gasthöfe profitieren, die wahrscheinlich gar nicht Mitglied im KönigsCard-System sind. Sie profitieren in dem Fall auf Kosten der Bergbahn (die ja weniger Geld für die Beförderung bekommt) und der Vermieter bzw. Hotels die ja pro Gast und Übernachtung zahlen und einen Startbeitrag zusteuern müssen. Außer sie legen den Betrag auf die Gäste um (viele trauen sich das nicht, aus Angst sie zu verlieren), dann zahlen diese es natürlich selbst. Sie zahlen ohne es zu realisieren man schummelt ihnen was vor. Wäre es nicht viel einfacher, wenn unsere Gäste selbst entscheiden könnten wann, was und wie viel sie zahlen möchten? Sind die Träger der KöCard-GmbH nicht hauptsächlich die Gemeinden? Deren Bürgermeister legten doch einen Eid ab, indem sie schworen Gerecht zu sein! Wie können sie dem ungerechten Treiben der KöCard-Manager tatenlos zusehen? Wie können sie die Lügen mit Urlaubsspaß zum Nulltarif u.a. tolerieren?

4 Den Gastronomen und auch den Gästen muss die Freiheit gelassen werden, selbst zu entscheiden für was sie Geld ausgeben wollten. Die KönigsCard ist ein Instrument wie eine Käseglocke: Alles was drin ist stinkt! Wir sind eines der größten Hotels in Pfronten und haben keine KönigsCard, weil das unsere Gäste nicht wünschen. Sie bleiben oftmals drei Wochen, für eine vierköpfige Familie wären das 350 Euro mehr an kosten. Und wenn sie im benachbarten Tannheimertal etwas unternehmen wollten sind die Kosten nicht eingeschlossen. Dass Leistungsträger unterschiedliche Angebote von der KönigsCard-GmbH bekommen (ein städtisches Unternehmen wie die Forggenseeschifffahrt bekommt 66%, private Anbieter teils nur 26%) ist bekannt, zwischenzeitlich spricht sich herum, dass auch Hotels, Vermieter und Campingplätze in keiner Weise tariert sind. Was für ein unseriöses politisches Handeln! Sicherlich gibt es große Gewinner bei der Köcard. Der Wirt einer Alpe, neben der Bergstation einer Seilbahn erzählt, er habe nun auch Gäste bei Regenwetter. Sie nutzen die (regengeschützte) Seilbahngondel (die sonst vielleicht gar nicht in Betrieb wäre) für eine (nutzlose) Ausflugsrunde und kehren oben in der Alpe ein. Der Wirt macht das Geschäft. Er ist aber selbst nicht Mitglied der KöCard, obwohl er einen Übernachtungsbetrieb hat. Regionen ohne XY-Karte sehen sich im Nachteil. Sie werden auch eine Karte entwickeln. Haben alle Regionen in unserem Umfeld, irgend eine Karte juckt die Katz of d alte Fiaß. Keine Region kann sich dann noch durch DIE Karte profilieren, nur dass alle zusammen weniger Umsatz generieren. Die KöCard zielt auf Familien ab und die kommen in den Ferien. Da haben wir unsere Zimmer ohnehin schon voll. Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mein Berufskollege für 10 Euro eine Tour durchführen kann, griff ich zum Telefon. Ja, er macht die Touren mit der KöCard, hat aber eigentlich nichts damit zu tun. Das Tourismusbüro zahlt ihm einen festen Satz pro Tour, mit dem er klar kommt. Das heißt also seine Gemeinde sponsert nochmalig die KönigsCard. Schade, dass dies in unserer Gemeinde nicht so ist. Schade für wen? Auch in Wintersportorten, wie Saalbach-Hinterglemm, gibt es eine Gästekarte. Da gibt es die Leistungen glaub auch umsonst, aber nur im Sommer! Im Winter, wo sie ihr eigentliches Geschäft machen sind sie nicht so blöd! Angenommen es gibt 5 Seilbahnen und eine davon bietet KöCard-Leistungen an. Dann werden nahezu alle diese Seilbahn nutzen. Gut für diese eine Bahn! Gehen die restlichen 4 nun auch zur KöCard, dann hat keine mehr einen Vorteil, aber alle nur noch rund 50% der Einnahmen! Die KöCard-Macher sagen, ein Leistungsträger sollte nur 15% KöCard-Gäste haben und 85% Vollzahler. Sei es nicht so laufe bei dem Leistungspartner etwas falsch eine unverschämte Unterstellung! Es ist einfach nicht steuerbar. Die Seilbahnen haben bereits 25 bis 60 % (!) KönigsCard-Gäste. Dadurch fehlen Einnahmen! Aber man kann, wenn man 15% erreicht hat, doch nicht zu den Gästen sagen: ihr dürft mit der Seilbahn nicht mehr fahren. Leistungsträger im Ostallgäu haben es nicht leicht. Die Konkurrenz, nicht nur durch andere Betriebe, sondern vor allem durch staatliche bzw. vom Staat mit enormen Summen bezuschusste Einrichtungen: Walderlebniszentrum Baumwipfelpfad, mit Steuergeldern finanzierte Billigstangebote von Tourismusbüros, Rodelbahnen, Kletterzentren, Bäder, Eishallen, Tennishallen u.a. Bei diesen Einrichtungen wird bezuschusst, private

5 Gewerbebetriebe zwingt man dass sie nur noch 25% bis 50 % des regulären Eintrittes verlangen dürfen dieser staatliche Eingriff bedeutet den Tot des freien Gewerbes. Die KöCard-Funktionäre argumentieren, dafür dass Leitungsträger weniger Geld bekämen, bekämen sie ja mehr Gäste. Wenn der Leistungsträger also 25% vom Eintrittspreis bekommt, müsste er also vier Mal so viele Gäste bekommen. Andererseits behaupten sie per Zeitung: 15% sollten nur KöCard-Gäste sein! Wenn ein Betrieb gesund gewachsen ist, sind die Kapazitäten ausgefüllt. Keiner ist so blöd und baut seinen Betrieb so groß, dass dreiviertel leer steht. Das heißt in einem gesunden Betrieb müsste man zuerst umbauen, viel mehr an Ausrüstung zulegen und mehr Mitarbeiter beschäftigen und das bei einem Bruchteil des Eintrittpreises? Das geht nicht! Wir sind ein Vermieter und haben fast nur Zimmer für vier Personen. Das heißt, ich müsste das Zimmer um 4 x 4,25 = 17 Euro teurer machen. Das würde viele Abschrecken, meine mühevoll erarbeitete gute Auslastung einbüßen. Wir haben Übernachtungen im Jahr. 4,25 x = Noch dazu zahlen wir ja auch noch andere Steuern. Damit würde ich ein Mehrfaches meines Gewinnes an Abgaben zahlen das kann doch wohl nicht sein? Erst gaukelt man vor das ganze Haus müsse dabei sein, dann erfährt man dass Häuser doch aufgeteilt werden in Bereiche mit und Bereiche ohne Karte. Auch bei Feriensiedlungen ist es so. Außerdem hörte ich, dass Campingplätze nur die Hälfte an Abgaben haben. Warum wir hier so ungerecht vorgegangen? Das ist einfach nur ärgerlich! Außerdem war ganz klar die Vorgabe: jeder Gast, jede Nacht 4,25 Euro. Kürzlich erfuhr ich jedoch, dass bestimmte Hotel für die ersten drei Nächte überhaupt nicht bezahlen müssen, da sie Seminargäste haben. Für Kinder müssen Vermieter auch Abgaben an den KöCardtopf zahlen, der Leistungsträger bekommt für Kinder aber kein Geld! Im Landratsamt erfuhren wir von einem Geschäftsführer, dass die KöCard völlig ohne Zuschüsse funktioniert. Ein anderer Geschäftsführer sagte das Gegenteil! Wer lügt hier? Ich machte mir mal die Mühe und schaute mich in Katalogen in Deutschlands Städten um. Gästekarten gibt es jede Menge, ob in Frankfurt, Salzburg, Amsterdam, Berlin, Nürnberg, Stuttgard oder sonst wo. Doch nirgends entdeckte ich eine Umsonstkarte, wie bei uns. Den Gratiswahn gibt es offensichtlich nur im Allgäu. Diese ganzen Werbetafeln für die KönigsCard, die bei uns aufgestellt sind, sind eigentlich Unsinn, da sie Urlauber u.u. von den Unterkünften weglocken, die sie ins Allgäu brachten. Da uns als Leistungsträger, die Ausschüttung aus dem KöCard-Topf bei weitem nicht reichte, mussten wir die Preise deutlich erhöhen. Die die KöCard GmbH erkannte unsere Erhöhung aber nicht an. So bekamen wir von ihr nicht mehr Geld die Normalzahler blieben uns dann mehr und mehr aus! Durch die KöCard bekomme ich nur Eintrittsgeld für Kinder über 6 Jahre. Ohne KöCard kann ich auch für jüngere kassieren und das ist auch notwendig, da diese viel mehr Arbeit verursachen. Also ein Verlust für mich. Unsere Tourismusinfostelle wirbt hochgradig für die KöCard, somit für Hotels sowohl Leistungsträger die bei dem System dabei sind. Die Hotels und Leistungsträger, die nicht dabei sind werden dadurch benachteiligt, obwohl sie gleichermaßen die Tourismusstelle mit bezahlen.

6 Ein hoher Tourismusangestellter unserer Gemeinde argumentierte in hohem Maße für die KönigsCard, weil das Hallenbad dadurch viel besser besucht werde. Meine Antwort: Wenn ihr für den halben Eintrittspreis noch ein gutes Geschäft macht, warum macht ihr dann nicht für alle Gäste nur den halben Preis? Dann spart man jährlich viel Geld mit der die Königs- Card GmbH bezahlt werden muss. Das Aufhängen von Plakaten z.b. an Pfrontens Plakatwänden ist zeitlich begrenzt. Aber warum hängen die Plakate der KönigsCard das ganze Jahr über. Alle Plakatierer müssen dafür bezahlen. Wieviel zahlt die KönigsCard GmbH dafür? Nichts! Ich habe eine touristische Einrichtung und möchte mich gerne mit einer anderen zusammenschließen. Durch die Kooperation könnten wir eines der bedeutendsten Indoorprogramme für Touristen im Allgäu bieten. Dazu benötigen wir Kredit von einer Bank. Um diesen zu bekommen brauchen wir möglichst viele Empfehlungsschreiben von Gemeinden, Schulen, Tourismusverbänden u.a. So fragte ich auch beim Tourismusverband Ostallgäu an. Mir wurde jedoch kein Empfehlungsschreiben ausgestellt. Man lehnte ab, da man hörte, dass ich mich der Königskarte gegenüber kritisch geäußert hätte. Dadurch wurde mir bewusst mit welchen unseriösen Methoden das KönigCard-Management arbeitet. Wir sind ein größerer Hotelbetrieb im südlichen Ostallgäu. Herr Fleschhut wollte gern, dass wir zur KönigsCard gehen. Wir halten dieses System für unser Marketing jedoch nicht gewinnbringend, weshalb wir einen Beitritt ablehnten. Demnächst werden wir aber trotzdem beitreten, da wir bauen möchten. Uns ist bekannt, dass Bauvorhaben von Seiten des Landratsamtes wesentlich höhere Chancen zur Verwirklichung bekommen, wenn man Mitglied bei der Königskarte ist. Wie leicht man die schädigenden Vorgaben der KönigsCard als Leistungsträger umschiffen könnte, zeigt folgendes Beispiel: Wenn ein Fahrradverleih pro Tag eine Leihgebühr von 10 Euro verlangt, kann er seine Preispolitik so umgestalten, dass er für das Ausleihen am ersten Tag 20 Euro ansetzt. Bekommt er von der KönigsCard GmbH nur die Hälfte hat er bei 20 Euro, trotz KönigsCard tatsächlich 10 Euro. Die weiteren Tage wirkt die KönigsCard ja nicht mehr, da bekommt der Verleiher ohnehin 10 Euro. Ideenreiche Leistungsträger finden noch viel mehr Möglichkeiten Dem Missbrauch, der Undurchsichtigkeit, der Ungerechtigkeit und Betrügereien wir Tür und Tor geöffnet. Wir haben einen Skiverleih. Die Königskarte bewirkt, dass die Verleihdauer sich immer häufiger auf einen Tag verkürzt. Der Aufwand für Beratung, Bindungseinstellung, Wachsen, Rücknehmen, Überprüfen u.a. ist dadurch viel höher geworden. Leiht jemand Ski für 5 Tage, beträgt der o.g. Aufwand nur ein Fünftel! Wir müssten fast einen Mitarbeiter mehr bezahlen, ohne dass mehr raus springt. Die Königskarte ist für uns folglich nicht gewinnbringend. Unser Hotel ist im Sommer ausgelastet. Würde ich zur Karte gehen, würde ich auch nicht mehr Gäste bekommen, da wir ja schon ausgelastet sind. Ich müsste aber mehr verlangen, oder meinen Gewinn um 4,25 Euro pro Gast, pro Nacht senken. Das bringt mir nur Nachteile. Die Königskarte zielt ja vor allem auf Familien ab und die kommen nur in den Ferien, wo ich ohnehin schon voll habe. In der Zwischensaison, bräuchte ich Gäste, da bekomme ich diese durch die Königskarte aber nicht. Es sind 5 Euro pro Nacht pro Gast, nicht 4,25 Euro, denn ich zahle meinem Steuerberater mehr, da ich dadurch einen höheren Umsatz habe, ich muss bei Kreditkartenbuchungen mehr zahlen, da der Umsatz höher ist und das gleiche gilt bei den Provisionen, die ich an die Buchungsplattformen zahlen muss.

7 Wir haben ein Hotel in Pfronten. Als die KönigsCard kam machten wir gleich mit. Die Preise für das kommende Jahr hatten wir bereits veröffentlicht und mussten sie deshalb belassen. So senkten sich für das erste Jahr meine Einnahmen um ca. (16000 Übernachtungen x 3,50 (das war glaub damals die Gebühr) = Euro + Einmalgebühr, höhere Kosten für Steurberater, Kreditkartenbuchungen, Zeitaufwand um den Gästen das zu erklären usw. ca Euro. Das zweite Jahr traute ich mir nicht die ganze Gebühr auf die Gäste um zu legen, so erhöhte ich nur um 2 Euro. Das bedeutete immer noch Übernachtungen x 1,50 Euro plus höhere Kosten für Steuerberater, Kreditkartenbuchungen, Zeitaufwand um den Gästen das zu erklären usw. ca Euro. Insgesamt kostete mich die KönigsCard folglich ca Euro. Um das wieder auszugleichen, bräuchte ich eine enorme Zuwachsrate. Dafür würde meine Zimmerkapazität gar nicht reichen. Leider gehen bei mir die Buchungen, trotz KönigsCard zurück. Ich werde die Euro Verlust nie ausgleichen können!

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