18 Informationstechnologie in der Versorgungswirtschaft Mai 2009 ISSN

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1 Web: Informationstechnologie in der Versorgungswirtschaft Mai 2009 ISSN Die Alternative zum 2-Mandantenmodell: IVU Vertriebs-Service-Portal Bundesnetzagentur akzeptiert diskriminierungsfreie Portallösung IVU VSP mit identischer Datenhaltung für Drittlieferanten Erhalt integrierter IT-Systeme Für alle Abrechnungssysteme im Versorgungsbereich einsetzbar Gerade die kleineren und mittleren Stadtwerke können aufatmen: Nach einem Votum der Arbeitsgemeinschaft der Versorgungsunternehmen VU-Arge wurden die IVU Informationssysteme GmbH und die projektbegleitende Berliner Sozietät Becker Büttner Held am 23. März 2009 bei der Bundesnetzagentur in Bonn vorstellig, um die Akzeptanz des IVU Vertriebs-Service- Portals VSP als diskriminierungsfreie Lösung alternativ zum 2-Mandantenmodell zu erreichen. Gesprächspartner waren Experten der Beschlusskammer 6 der Bundesnetzagentur und hier vor allem Beisitzer Jens Lück. IVU-Prokurist Heiner Kloppe und Uwe Wagner, Leiter Neue Informationssysteme der IVU GmbH, sowie die Rechtsanwälte Dr. Christian de Wyl und Dr. Thies Christian Hartmann, Sozietät Becker Büttner Held, stellten anhand einer umfassenden Tischvorlage den Prototyp des IVU Vertriebs-Service-Portals VSP vor. Das IVU VSP ermöglicht Fremdanbietern über das Internet den synchronen Zugriff auf Kundendaten von Versorgungsunternehmen in identischer Form und Qualität, wie sie deren eigenem assoziierten Vertrieb zur Verfügung stehen. Schon in der Diskussion in Bonn wurde deutlich, dass die von der IVU vorgestellte Portallösung der Festlegung der Bundesnetzagentur hinsichtlich Gleichbehandlung von eigenem assoziiertem Vertrieb und konkurrierenden Vertriebsorganisationen auf der Basis des 1-Mandantenmodells entspricht. Mit Datum 8. Mai 2009 hat die Beschlusskammer 6 der Bundesnetzagentur in einem Schreiben an die IVU GmbH das IVU Vertriebs-Service-Portal als»eine geeignete und dauerhafte«lösung akzeptiert. Der Weg ist damit frei für eine budgetschonende Web-Lösung gerade für kleinere und mittlere Versorger, gleichgültig, welches Softwaresystem sie einsetzen. KHH Gratulation... IVU Vertriebs-Service-Portal: Hier bietet ein Stadtwerk je Lieferant je einen separaten Zugang zu seinen Kunden.... für die Arbeit der IVU GmbH als Software-Dienstleister an der Seite der kleinen und mittleren Stadtwerke, die ja weiß Gott gebeutelt sind durch regulatorische Vorschriften in Legion. Das neue, soeben von der Bundesnetzagentur akzeptierte IVU Vertriebs- Service-Portal macht den KMU, wie es jetzt in der Branche heißt, das Leben wesentlich leichter. Und auch wir als Fachverlag und großer Veranstalter von Tagungen und Fachseminaren für die Versorgungswirtschaft wollen den Kleineren und Mittleren publizistisch in unseren Zeitschriften mehr Gehör verschaffen und auch für diese Unternehmen den Wissenstransfer verstärken. Dazu gehört es aber auch, Einladungen anzunehmen und aktiv teilzunehmen, um mit neuen Anregungen, Ideen und Kontakten zurück zu kommen. Ein wichtiger, unverzichtbarer Branchentreffpunkt für alle ist der BDEW Kongress vom 23. bis 25. Juni 2009, wiederum in Berlin. Die Großen kommen sowieso, um die Teilnahme der kleinen und mittleren Unternehmen werbe ich. Eine Einladung liegt dieser Fachzeitung bei. Kommen Sie mit uns in die Hauptstadt, machen Sie einfach mit! Herzlichst, Ihr Kristian Senn, Geschäftsführender Gesellschafter der VWEW Energieverlag GmbH, Frankfurt am Main, Essen, Heidelberg und Berlin

2 Stadtwerke votieren für IVU Vertriebs-Service-Portal Hearing für VU-Arge-Mitgliedsunternehmen in Fulda Integrierte IT-Systeme haben durch Portallösung weiter Bestand IVU VSP weit kostengünstiger als 2-Mandantenmodell Nicht an bestimmtes Software-System gebunden Der bei vielen Zeitgenossen von einer Influenza gestörte 22. Januar 2009 war dagegen ein guter Tag für kleinere und mittlere Versorgungsunternehmen und die über lange Jahre bewährten integrierten IT-Systeme. Und es ist auch hohe Zeit für eine mit tragbaren Kosten zu realisierende diskriminierungsfreie und rechtskonforme IT-Lösung zur Datenhaltung für Drittlieferanten. Die meisten Energieversorger schweben noch im Status der Ausnahmeregelungen und wurden längst von der Bundesnetzagentur unmissverständlich mahnend auf deren Auslaufen am 1. Oktober 2009 für Strom (GPKE) und am 1. Oktober 2010 für Gas (GeLi Gas) hingewiesen. Flugs wurde allerdings dieser Tage von der BNetzA im Internet behördliche Vollstreckungsmaßnahmen bei Nichtumsetzung der GPKE bis zum 1. Oktober 2010 ausgesetzt. Trotz dieser Atempause ist Eile geboten und Aktion, denn von einer neuen Idee der IVU ist die Rede, die in die Fachöffentlichkeit drängt. Und so waren im vorfrühlingshaft sonnendurchfluteten und lüsterbehangenen Gelben Saal des Maritim Hotels in Fulda Zugangsdaten parallel ein und denselben Datensatz in gleicher Qualität und Form, wie er dem eigenen assoziierten Vertrieb aus dem IVU-Rechenzentrum beziehungsauf Einladung der IVU Informationssysteme GmbH Stadtwerke-Entscheider der Arbeitsgemeinschaft der Versorgungsunternehmen VU-Arge zusammengetroffen, um in einer Art Hearing eine IT-Innovation des Norderstedter Unternehmens zu bewerten, die sich absehbar durchsetzen wird: das IVU Vertriebs-Service-Portal. Erheblich kostengünstiger als ein 2-Mandantenmodell und mit wesentlich geringerem IT- und organisatorischem Aufwand zu implementieren, realisiert IVU VSP die Gleichbehandlung von Drittlieferanten. Konzeption des IVU VSP»Simplex sigillum veri«diese altrömische Sentenz stellte der Leiter Neue Informationssysteme der IVU GmbH, Uwe Wagner, an den Anfang seiner Ausführungen und lieferte für Nicht-Altsprachler die Übersetzung gleich mit dazu:»das Einfache ist das Siegel des Wahren.«Dieser Satz beschreibt philosophisch die Alternative zu dem nur mit einem softwaretechnischen und betrieblichen Kraftakt zu implementierenden 2-Mandantenmodell, das gerade für kleinere und mittlere Energieversorger nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wie Wagner aus aller Erfahrung darlegte. (Und wer dennoch aus unternehmensindividuellen Gründen eine Mandanten- beziehungsweise Systemtrennung wünscht, so ist auch hierfür die IVU GmbH der kompetente und erfahrene Partner.) Ausgerechnet von höchstrichterlicher Seite wurde in der Begründung zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29. April 2008 die Internet-Technologie zur diskriminierungsfreien Datenverfügbarkeit für Drittlieferanten mit einbezogen. Hier setzt die IVU mit ihrem Vertriebs-Service-Portal auf der Grundlage der seit Jahren bewährten integrierten IT-Technologie an. Kern der Lösung ist die Möglichkeit für Drittlieferanten, über das IVU VSP nach Eingabe der Uwe Wagner, IVU GmbH: Mit dem IVU VSP bleibt alles, wie es war. Technische Beschreibung des IVU Vertriebs-Service-Portal VSP, hier Datenhaltung im IVU Rechenzentrum

3 Dr. Thies Christian Hartmann, Becker Büttner Held: Auch aus juristischer Sicht spricht alles für das IVU VSP. weise aus der Datenhaltung des Stadtwerks zur Verfügung steht, diskriminierungsfrei zu erhalten. Ein Berechtigungskonzept schirmt das in der Sache identische Arbeiten ab.»wir von der IVU sind als Entwickler und als für die Implementierung verantwortliche Betreuer an Ihrer Seite. Wir wollen, dass Sie Ihre Arbeit weitestgehend beibehalten können. Es bleibt beim Einvertrags- und Einmandantenmodell.«Derart setzte Uwe Wagner Vertrauen und Ruhe in den Saal. Die juristische Projektbegleitung zur rechtskonformen Umsetzung liegt bei der Berliner Sozietät Becker Büttner Held, deren Expertisen die Vereinbarkeit des IVU VSP mit bisherigen regulierungsbehördlichen und gerichtlichen Stellungnahmen bestätigten. Wie Uwe Wagner ausführte, wird zum Nutzen der von der IVU GmbH betreuten Stadtwerke mit der Portallösung neben der Beibehaltung des Einmandantenmodells das Ziel verfolgt, bestehende Synergieeffekte zu erhalten. Wie schon anfangs in den Raum gestellt, hat IVU VSP erhebliche wirtschaftliche Vorteile: nur 12,5 Prozent der IT-Kosten gegenüber der Mandantentrennung, wie Wagner einschätzte.»das Ersparte kann durchaus bei der Erlöspfadplanung der Anreizregulierung helfen.«juristische Bewertung des IVU Vertriebs-Service-Portals Der nachfolgende Vortrag von Dr. Thies Christian Hartmann, Sozietät Becker Büttner Held, Berlin, war von subtiler Sachkenntnis geprägt. Er setzte sich ausführlich mit der rechtskonformen Umsetzung der Ausnahmebestimmungen der Festlegungen der Bundesnetzagentur zum Datenaustausch bei der Kundenbelieferung mit Energie im Strom- und Gasbereich (GPKE und GeLi Gas) und mit dem von der IVU Informationssysteme entwickelten IVU Vertriebs-Service-Portals auseinander. Nach einer Vorstellung der juristischen Projektbegleitung durch die Rechtsanwaltssozietät BBH wurden dem Fuldaer Plenum ausführlich die rechtlichen Grundlagen zum gesetzeskonformen IT-System dargestellt, insbesondere hinsichtlich der juristischen Auswertung der zahlreichen Gerichtsverfahren gegen die Festlegung GPKE. Auf dieser Basis wurde eine erste positive Antwort auf die Frage gegeben, inwieweit über ein Online-Portal wie das innovative IVU VSP, das dritten Lieferanten gleich dem assoziierten Vertrieb einen Zugriff auf ihre beim Netzbetreiber vorhandenen Kundendaten gewährt, rechtssicher ist und an integrierten IT-Systemen festgehalten werden kann. Dr. Hartmann schloss seine Ausführungen mit einem Ausblick auf die nächsten Schritte bei der rechtlichen Unterstützung der IVU GmbH bei der Durchsetzung ihres IVU Vertriebs-Service-Portals VSP durch Becker Büttner Held.»Ein Meeting in Bonn bei der Bundesnetzagentur steht an.«ivu VSP in technischer Sicht Das IVU Vertriebs-Service-Portal VSP wurde vom Mitte 2008 vorgestellten IVU Online- Service-Portal OSP, das die Kommunikation der Energieversorger mit ihren Kunden optimiert, abgeleitet (siehe IVU EXPRESS 15, Seite 2 f.: Näher mein Stadtwerk zu mir von Stefan Babis und Volker Reiners). Auch das IVU VSP basiert damit auf der Standard-Software der ITC AG. Marc Litim, Leiter Vertrieb und Senior Consultant von ITC, behandelte auf dem Marc Litim, ITC: Diskriminierung von Drittlieferanten ist ausgeschlossen. Technische Beschreibung des IVU Vertriebs-Service-Portal VSP, hier Datenhaltung im Stadtwerk

4 Fuldaer Hearing Zugangsvoraussetzungen und technische Einzelheiten des IVU VSP. Die fremde Vertriebsgesellschaft übermittelt an das jeweilige Stadtwerk zunächst einen Antrag auf Nutzung des IVU Vertriebs-Service-Portals. Nach manueller Überprüfung durch die Mitarbeiter des entsprechenden Stadtwerks erfolgen die Registrierung sowie die Einrichtung eines Virtual Private Network-Accounts (VPN) für den fremden Lieferanten. Nach Anlage seines Online-Zugangs kann er nach Eingabe der IVU VSP-Zugangsdaten (ILN / VDEW-Code und Passwort) via VPN-Tunnel auf die Daten der von ihm belieferten Kunden, also Stammdatensatz und Zählerstände beziehungsweise Zählerwerte, zugreifen. Die Daten sind synchron und in gleicher Qua- Das IVU Vertrieb-Service-Portal in der Diskussion: Jens Willendorf und Heiner Kloppe, beide IVU GmbH (links von oben); Oliver Vetter, IVU GmbH, links neben Peter Saal, Stadtwerk Haßfurth GmbH (rechts oben); Martina Prigl, Stadtwerke Zirndorf GmbH. lität und Form verfügbar, wie sie auch dem assoziierten Vertrieb der jeweiligen Netzgesellschaft zur Verfügung stehen ohne jede Diskriminierung. Die Datenhaltung kann, wie schon weiter oben angemerkt, im IVU Rechenzentrum oder bei den einzelnen Stadtwerken selbst erfolgen. Unter anderem mit seinem Rechte- und Rollen-Management und der gut ausgebauten Suchfunktionalität ist IVU VSP komfortabel zu bedienen. Nicht zuletzt wurde betont, dass die Norderstedter Energiesoftware-Experten ihr IVU Vertriebs-Service-Portal VSP zu jedem DV-System passend konfigurieren können. Zum Ende des Hearings legte Jens Willendorf, Leiter Organisationsberatung und Vertrieb der IVU GmbH, konkrete Zahlen für den Investitionsaufwand für das IVU Vertriebs-Service-Portal auf den Tisch, und Heiner Kloppe, Prokurist und Leiter Anwenderberatung der IVU GmbH, gab weitere Informationen en détail. Draußen am barocken Garten des Maritim-Hotels genoß man im Fachgespräch die Frühlingsahnung und die Aussicht auf eine greifbar nahe, bezahl- und handhabbare Lösung für die nächste den Stadtwerken gesetzte Hürde der Bundesnetzagentur.»Präsentieren Sie in Bonn das IVU Vertriebs-Service-Portal, erreichen Sie deren Akzeptanz durch die Bundesnetzagentur«, so lautete in Fulda, vielfach ausgesprochen, der Auftrag an die IT-Experten von IVU und ITC und nicht zuletzt an die Energie- Advokaten der Berliner Sozietät. Karlheinz Hartmann Fachredaktion Energie IVU Fachthema IVU VSP aus rechtlicher Sicht Rechtskonforme Umsetzung Tenor 5 GPKE/Tenor 3 GeLi Gas über IVU Online-Service-Portal? Juristische Projektbegleitung durch die Sozietät Becker Büttner Held Von Rechtsanwalt Dr. Thies Christian Hartmann, Sozietät Becker Büttner Held, Berlin Die Entwicklung einer Portallösung als Alternative zum 2-Mandantenmodell durch die IVU Informationssysteme GmbH, Norderstedt, wird von der Berliner Sozietät Becker Büttner Held aus rechtlicher Hinsicht begleitet. Nach einem Auftakttreffen, bei dem die grundsätzliche Rechtmäßigkeit von Portalmodellen gemeinsam diskutiert wurde, begutachtet BBH derzeit die vorgelegte technische Konzeption eines Portals durch die IVU GmbH und die ITC Internet- Trade-Center AG, Dresden. Nach der Erstellung der rechtlichen Begutachtung in Form eines juristischen Prüfsiegels wurde das Konzept bei der Bundesnetzagentur vorgestellt, um so eine Einschätzung der Behörde zu erreichen. Zwischenzeitlich liegt eine positive Bewertung vor. Auf dieser Basis soll durch BBH für diejenigen Unternehmen, die das Portal einsetzen wollen, ein Musterangebot zur Vorlage bei der Bundesnetzagentur erstellt werden, das Drittlieferanten auf Nachfrage übersandt werden kann. Rechtliche Grundlagen und gesetzliche Vorgaben zum IT-System Die künftige Ausgestaltung der Prozesse und IT-Systeme im integrierten Energieversorgungsunternehmen ist nach wie vor nicht abschließend klar vorgegeben. Bereits seit 2005 sind die gesetzlichen Vorgaben des 9 EnWG zur Vertraulichkeit durch ein Berechtigungskonzept umzusetzen. Dies ist mit CS/2 ENER:GY möglich. Zusätzlich erfordern die Festlegungen GPKE (Einheitliche Geschäftsprozesse und Datenformate zur Abwicklung der Belieferung von Kunden mit Elektrizität) und GeLi Gas (Festlegung einheitlicher Geschäftsprozesse und Datenformate beim Wechsel des Gaslieferanten) neben der im Außenverhältnis zum Drittlieferanten vorgegebenen Kommunikation in EDIFACT auch im Grundsatz eine sogenannte Prozessidentität zwischen dieser externen Kommunikation und der internen Kommunikation zwischen Netz und Vertrieb im integrierten Energieversorgungsunternehmen. Diese Prozessidentität ist mit CS/2 ENER:GY im 1-Mandanten-Modell nicht gegeben. Durch einen gemeinsam genutzten Datensatz kommt es bei den Prozessen Zählerstand- und Zählwertübermittlung sowie Stammdatenänderung zu Abweichungen in der internen Kommunikation. Während dem Drittlieferanten eine EDIFACT-Nachricht versandt wird, hat der

5 assoziierte Vertrieb die Möglichkeit des Direktzugriffes auf die im gemeinsam genutzten Datensatz geänderten Informationen. Um bei diesen festlegungsrelevanten Abweichungen dennoch an einem integrierten IT-System festhalten zu können, müssen die von den Festlegungen GPKE und GeLi Gas vorgegebenen Ausnahmeregelungen genutzt werden. Tenor 6 GPKE beziehungsweise Tenor 4 GeLi Gas ermöglicht, übergangsweise im integrierten Energieversorgungsunternehmen an der bisherigen internen Kommunikation festzuhalten, ohne Drittlieferanten einzubeziehen. Mit dem 1. Oktober 2009 beziehungsweise bei reinen Gasversorgern mit dem 1. Oktober 2010 läuft diese Ausnahmebestimmung jedoch aus. Für den Strombereich wurde die Befristung zwischenzeitlich dadurch entschärft, dass die Bundesnetzagentur Anfang Februar 2009 ankündigte, für das erste Jahr nach Fristablauf von Sanktionen wegen Nichtumsetzung abzusehen. Damit gilt letztlich für Strom und Gas gleichermaßen der 1. Oktober Danach besteht nur noch nach Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas die Möglichkeit, von den vorgegebenen Formaten und Prozessen dauerhaft abzuweichen, wenn die Abweichung Drittlieferanten auch angeboten wird. Wie integrierte Systeme weiter betreiben? Erfolg der gegen die Festlegung GPKE gerichteten Gerichtsverfahren war, dass in diesen Verfahren sowohl die Bundesnetzagentur als auch das Oberlandesgericht Düsseldorf und schließlich der Bundesgerichtshof betont haben, dass an integrierten IT-Systemen auch über den 1. Oktober 2009 (beziehungsweise 2010) hinaus festgehalten werden kann. So heißt es beispielsweise in der Entscheidung des BGH wörtlich, dass»die Festlegung zu 5 (ermöglicht), bislang intern genutzte Systeme weiterhin zu verwenden«. Dabei war es insbesondere»unerheblich«, ob»ein Angebot nach der Festlegung zu 5 für außenstehende Energielieferanten notwendigerweise uninteressant ist«. Wenn Unternehmen auf dieser Basis über die Aufstellung ihres IT-Systems entscheiden, ist kurzfristig der wichtigste Entscheidungsfaktor, dass nach den Gerichtsurteilen gute Argumente für eine Nutzung des integrierten IT-Systems auch über den 1. Oktober 2009 beziehungsweise 1. Oktober 2010 hinaus bestehen. Mittelfristig wird es darauf ankommen, wie die Bundesnetzagentur auf die am Markt vorhandenen Tenor 5-Lösungen reagiert und ob Unternehmen für sich entscheiden, die teilweise erheblichen Investitionen in 2-Mandanten- Modelle in den Basisjahren der zweiten Anreizregulierungsperiode 2010 und 2011 vorzunehmen. Weitere Entscheidungsfaktoren sind sicherlich die Unternehmensgröße und die Der Autor dieses Beitrages, Rechtsanwalt Dr. Thies Christian Hartmann, ist seit 2009 Partner Counsel bei der überörtlichen Sozietät Becker Büttner Held, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater zu Berlin. Der Text basiert auf einem Vortrag, den er auf einer Informationsveranstaltung der IVU GmbH zum IVU Vertriebs-Service-Portal VSP am 22. Januar 2009 in Fulda gehalten hat. Kosten der Umstellung, die Existenz auch nicht regulierter Sparten sowie die Vorgaben von IT-Anbietern, künftig überhaupt noch integrierte IT-Systeme weiter zu entwickeln und zu pflegen. Letztlich entscheidend kommt es stets auf die technische und rechtliche Umsetzbarkeit der Ausnahmevorschrift nach Tenor 5 GPKE und Tenor 3 GeLi Gas an. Bei den Schritten zum gesetzeskonformen IT-System ist stets zu beachten, dass rechtzeitig vor dem Fristablauf entweder eine Mandanten- oder Systemtrennung erfolgt oder aber bei einem Festhalten an einem 1-Mandanten-Modell ein Angebot an Drittlieferanten nach Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas erstellt sein muss. Ein schlichter Fristverlängerungsantrag für ein Festhalten an den bisherigen IT-Systemen ist von der Festlegung nicht vorgesehen. Bei einer Fristverletzung ist mit behördlichen Sanktionen zu rechnen, zumal die Bundesnetzagentur bereits deutlich gemacht hat, die Umsetzung der Prozessidentität zum 1. Oktober 2010 tatsächlich einzufordern. Rechtssicherheit über Online Portal? Im Detail fordert Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas ab spätestens dem 1. Oktober 2009 beziehungsweise 1. Oktober 2010 die Erstellung eines unterschriftsreifen Angebotes an Drittlieferanten zur Gleichbehandlung mit dem assoziierten Vertrieb, das dem Drittlieferanten auf Nachfrage vorzulegen ist. Das Angebot ist bei der Bundesnetzagentur einzureichen und die Möglichkeit einer Abfrage des Angebotes im Internet anzuzeigen. Zur Ausgestaltung des Angebots werden grundsätzlich zwei Varianten diskutiert. Ausgangsbasis ist, dass dem Drittlieferanten exakt dasselbe anzubieten ist, wie dem eigenen Vertrieb. Netz und assoziierter Vertrieb nutzen Stammdatensatz und Zählerstände/Zählerwerte gemeinsam im integrierten IT-System. Auf dieser Basis kann Drittlieferanten als eine Variante entweder angeboten werden, ebenfalls die Abrechnung auf die Abrechnungsstelle im integrierten Energieversorgungsunternehmen zu übertragen. Nach dieser Übertragung der Abrechnung würden dort auch für den Drittlieferanten die Kundendaten gemeinsam im integrierten IT-System genutzt werden. Die andere Variante ist die von der IVU Informationssysteme GmbH verfolgte sogenannte Portallösung. Drittlieferanten wird angeboten, von außen über ein Internetportal/VPN-Tunnel auf Stammdaten und Zählerstände/Zählerwerte ihrer Kunden zugreifen zu können. Portallösung gangbarer Weg Inwieweit eine solche Portallösung gesetzeskonform ist, lässt sich dem Wortlaut der Festlegung selbst nicht entnehmen. Dieser ist letztlich offen und gibt keine technische Umsetzung vor. Bei genauem Studium der Akten der Bundesnetzagentur aus dem Verwaltungsverfahren zur GPKE und den Schriftsätzen der Behörde in den Gerichtsverfahren wird jedoch deutlich, dass die Bundesnetzagentur wohl ein Portalmodell favorisiert. An verschiedenen Stellen ist von»zugriffsrechten an dem gemeinsamen Datenpool«die Rede, die Drittlieferanten gleichermaßen zu gewähren sind. Zudem findet sich in den Verfahrensakten ausdrücklich der Hinweis auf eine»portallösung [ ] für einen unmittelbaren Systemzugriff«als Möglichkeit des integrierten Energieversorgungsunternehmens, bei entsprechendem Angebot an Drittlieferanten an ihrem integrierten IT-System festhalten zu können. Auch mit den Aussagen des Bundesgerichtshofs ist dieses Portalmodell durchaus konform. Eine gewisse Rechtsunsicherheit schafft zwar das in den Festlegungen vorgesehene Widerrufsrecht in Bezug auf die Ausnahmebestimmungen. Allerdings muss ein solcher Widerruf rechtlich stets ermessensfehlerfrei sein und darf nicht willkürlich erfolgen. Vor diesem Hintergrund wäre ein Widerruf der Ausnahmevorschrift nach Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas in den nächsten Jahren rechtlich problematisch, weil in den Gerichtsverfahren festgestellt wurde, dass allein das fehlende Interesse von Drittlieferanten an den Portalen kein berechtigter Widerrufsgrund ist IVU VSP-Infotage in Berlin und Düsseldorf Das IVU Vertriebs-Service-Portal VSP kann in Systemlandschaften unterschiedlicher Software-Anbieter integriert werden. Für Interessenten lädt die IVU GmbH zu zwei IVU VSP-Infotagen ein: für den 23. Juni 2009 in Berlin und für den 30. Juni 2009 in Düsseldorf. Anmeldungen werden umgehend erbeten: IVU GmbH, Rathausallee 33, Norderstedt, Telefon (0 40) , Telefax (0 40) ,

6 und zudem die Befristung der Ausnahmevorschrift von Tenor 6 GPKE beziehungsweise Tenor 4 GeLi Gas nur deshalb verhältnismäßig ist, weil eben die Alternative über Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas besteht. Letztlich sind diese Ausnahmevorschriften im Grundsatz trotz des Widerrufsrechts als Dauerlösung konzipiert. IVU Vertriebs-Service-Portal: Hohe IT-Kosten werden vermieden Vor diesem Hintergrund spricht für ein Portalmodell insbesondere, dass der Datenzugriff von Drittlieferanten auf die Kundenstammdaten technisch relativ problemlos umsetzbar ist und es sich um ein Modell handelt, das von der Bundesnetzagentur favorisiert wird. Zudem werden unverhältnismäßig hohe IT-Kosten vermieden, die im Rahmen des Effizienzvergleichs nach der Anreizregulierung zu Problemen führen können. Auch das verbleibende Problem, dass der eigene Vertrieb nicht direkt über das Portal geht, dürfte rechtlich deshalb nicht ausschlaggebend sein, weil das Portal so ausgestaltet werden soll, wie auch der interne Zugriff ausgestaltet ist. Insbesondere soll es nach der Konzeption der IVU GmbH mit derselben Suchfunktion ausgestaltet werden, die intern auch der assoziierte Vertrieb nutzt, und»lesend und schreibend«sein. Auf dieser Basis ist das IVU Vertriebs- Service-Portal VSP insbesondere wegen der»optimalen Basis«mit CS/2 ENER:GY wegen der geringen Abweichungen in der internen Kommunikation ein rechtlich zulässiger Weg, weiterhin an integrierten IT-Systemen festzuhalten. Wirkliche messbare Diskriminierungen von Drittlieferanten gibt es bereits jetzt nicht, und die verbliebene formale Ungleichbehandlung wird durch das Portal kompensiert. Zusammenfassung und Ausblick Trotz allem bleibt es sicherlich dabei, dass die»rechtssicherste Umsetzung«der Vorgaben zur Prozessidentität eine Mandanten- beziehungsweise Systemtrennung ist. Nach Auffassung von Becker Büttner Held ist ein Portalmodell jedoch eine grundsätzlich rechtlich zulässige Alternative, die zwischenzeitlich auch die Bundesnetzagentur bestätigt hat. Gerade wenn es darum geht, möglichst dauerhaft am bisherigen IT-System festzuhalten, scheint das Portalmodell im Vergleich zum alternativen Angebot einer Übertragung der Abrechnung auf den shared service eher als Dauerlösung geeignet. Nach der grundsätzlichen Konzeption der Inanspruchnahme von Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas wird es darum gehen, das Musterangebot an Drittlieferanten auf der Basis des IVU-Portalmodells gesetzeskonform auszugestalten. Das Angebot wird im Kern die Abweichungen in der internen Kommunikation in den Prozessen Stammdatenänderung und Zählerstand beziehungsweise Zählwertübermittlung beschreiben und Drittlieferanten über ein Portal ebenfalls anbieten. Die weiteren rechtlichen Knackpunkte bei der vertraglichen Umsetzung werden eine genaue Beschreibung der Vertragspartner sein, die Bepreisung der Leistungen (wobei insbesondere darauf zu achten ist, dass der Aufwand für die Einrichtung jedes Portals bei dem jeweiligen Lieferanten liegen wird) sowie die Regelungen zu Vertragsbeginn und Laufzeit. Bei letzterem ist insbesondere zu beachten, dass die technische Konzeption des Portals feststehen und dem Drittlieferanten angeboten sein muss. Die eigentliche technische Umsetzung erfolgt jedoch erst dann, wenn das Angebot auch durch einen Drittlieferanten angenommen wurde. Bei der Laufzeit gilt, dass diese abhängig von der Dauer der Inanspruchnahme der Ausnahmevorschrift von Tenor 5 GPKE beziehungsweise Tenor 3 GeLi Gas ist. Weitere Punkte, die vertraglich zu beachten sind, sind etwa die Unterbeauftragung Dritter mit der Durchführung (IVU GmbH) sowie Regelungen zu Haftung und Gewährleistung, Verantwortlichkeit, Datenschutz und Datensicherheit. Kontakt: IVU Aktuell Mein Stadtwerk zuhause IVU Online-Service-Portal OSP bei den Stadtwerken Norderstedt jetzt produktiv: optimale Kundenkommunikation im Internet Sie waren auch diesmal mit die Ersten und von Anfang an mit dabei: Einst Gründungsmitglied der Arbeitsgemein schaft der Versorgungsunternehmen VU-Arge und damit traditionell mutig für Neues, haben die Nach der Pilotinstallation ihres IVU Online-Service- Portals OSP haben die Stadtwerke Norderstedt erfolgreich mit dem regulären Betrieb begonnen. Auf dem E-world- Stand der IVU Informationssysteme GmbH gratulierte Jens Willendorf, Leiter Organisationsberatung / Vertrieb IVU, mit einem freundschaftlichen»moin, moin«am 11. Februar 2009 Volker Reiners, hier in seiner Funktion als DV-Verantwortlicher der Stadtwerke Norderstedt. Stadtwerke Norderstedt ihr Pilotprojekt IVU Online-Service-Portal OSP zu einem regulären Dienst für ihre Kunden gemacht. Das IVU OSP basiert wie das von ihm abgeleitete, in dieser Ausgabe umfassend dargestellte IVU Vertriebs-Service-Portal VSP auf dem Portalsystem der ITC AG. Das IVU Online-Service-Portal ist für die Betreuung von Bestandskunden und auch ganz gezielt für die Neukundengewinnung ausgelegt. Hierzu steht eine ganze Anzahl von komfortablen Online-Diensten zur Verfügung. Der Kunde der Stadtwerke Norderstedt kann sich online mit seinen Stammdaten, seinen Zählern, seinen Rechnungen und seinen Verbräuchen sowie Einsparmöglichkeiten befassen. Er kann seine Daten bearbeiten, Namen und Bankverbindung ändern, Stammdaten und Abschläge korrigieren, Zählerstände melden und sogar Simulationsrechnungen durchführen lassen. Neukunden können mit den Stadtwerken im Internet Verträge abschließen, und Umzüge sind ganz leicht online im Portal abzubilden. Das IVU OSP ist auch auf neue Möglichkeiten vorbereitet, wie elektronische Rechnung, Dokumentation der gesamten Versorgungskosten und detaillierte Darstellung der Lastgänge. Vorteile der Kunden sind schnelle Kommunikation und volle Transparenz von zuhause aus. Rationalisierung und Kosteneinsparungen im Service sowie ein großer Imagevorteil sind die Nutzen der Stadtwerke Norderstedt. KHH

7 IVU Branche BDEW: Verband für Mini bis Maxi Aufgaben und Ziele der Vertretung kleiner und mittlerer Unternehmen Klaus Steiner ist neuer KMU-Chef Ein etwas auffälligerer Platz als die Ecke in Halle 1, Stand 400 der E-world 2009 hätte den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW, Berlin, angesichts seiner Bedeutung besser repräsentiert. Die relative Ruhe hier im Vergleich zum Toben der Shows inmitten der Hallen bot allerdings den Vorteil, auch mit leiserem Ton komplexe Themen erörtern zu können. Profi aus der Stadtwerke-Praxis: Klaus Steiner, neuer Leiter der Vertretung der kleinen und mittleren Mitgliedsunternehmen KMU im BDEW Hierzu gehört das verstärkte Engagement des BDEW für seine kleinen und mittleren Unternehmen, die im Verband von der KMU-Vertretung betreut werden. Ihr neuer Chef heißt seit Januar 2009 Klaus Steiner, studierter Betriebswirt. Seine Statur und Haltung zeigen, dass er weiß, was er will. Und dass er sein Handwerk versteht, unterstreicht auch sein Werdegang: Nach Beratungstätigkeiten für Stadtwerke bei der rhenag Rheinische Energie AG und kaufmännischen sowie vertrieblichen Leitungsfunktionen bei der evd Energieversorgung Dormagen GmbH fungierte er seit 2006 als Geschäftsführer der Kreiswerke Grevenbroich GmbH. Am E-world-Mittwoch, dem 11. Februar um 11 Uhr, stellte Klaus Steiner in einer Art Antrittsrede das Aufgabenfeld der Vertretung der kleinen und mittleren BDEW-Mitgliedsunternehmen KMU und Perspektiven ihrer Arbeit auf dem BDEW-Stand vor. Vertrauen und Kundennähe sind Erfolgsfaktoren Einleitend gab Klaus Steiner einen Überblick über die Situation der kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen. Ihre enge Verbundenheit mit ihrem regionalen und kommunalen Umfeld kennzeich- net die Werke, die durch ihre Integration in die Wertegemeinschaft Stadt beziehungsweise Region über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verfügen. Über viele Jahrzehnte gewachsenes Vertrauen und Kundennähe sind bedeutende Erfolgsfaktoren aus Sicht der Unternehmen. Die Anpassung an veränderte Marktbedingungen stellt die kleinen und mittleren Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Steigender Kostendruck aufgrund der Wettbewerbssituation und hoheitlicher Regulierung bedingen vielfach die Neuausrichtung der Unternehmen, unter anderem durch Kooperationen und Erweiterung des Produkteportfolios wie Energiedienstleistungen. Aus vertrieblicher Sicht können Umsatzeinbrüche infolge von Kundenverlusten beim eigenen Netzbetrieb häufig nicht kompensiert werden. Zielgruppe kleine und mittlere Versorgungsunternehmen? Wie Klaus Steiner ausführte, sind objektivierbare Kriterien zur Abgrenzung von kleinen und mittleren Unternehmen von den übrigen BDEW-Mitgliedern kaum festzumachen. Die KMU bilden meist als vertikal integrierte Unternehmen sämtliche Wertschöpfungsstufen innerhalb der jeweiligen Sparte ab und müssen damit identische Herausforderungen wie die großen stemmen. Die Frage, welche Unternehmen zur Gruppe der kleinen und mittleren gehören, ist nach Steiner somit individuell zu beantworten und sollte durchaus pragmatisch diskutiert werden: Dem BDEW sollte es gelingen, seine Dienstleistungen bedarfs - orientiert an alle Gruppen von Mitgliedsunternehmen auszurichten und zielgerichtet zu kommunizieren.»der Umstand, dass ein großer Teil der Besetzungen in den Gremien durch Vertreter der kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen erfolgt, ist objektiv ein Erfolg im Sinne einer repräsentativen Verbandsarbeit«, wie Steiner betonte.»solange diese Aussage jedoch nicht mit der gefühlten Wahrnehmung der KMU korrespondiert, ist der Achtungserfolg nur gering.«im Dienste der kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen Ziel der KMU-Vertretung im BDEW ist es, eine Plattform und Drehscheibe zur Identifikation und Kommunikation KMU-relevanter Themen zu etablieren, das auch als Frühwarnsystem funktionieren soll.»wir wollen eine wertschätzende kommunikative Vermittlung des BDEW als Interessenverband aller seiner Mitglieder«, so Klaus Steiner.»Missverständnisse sollen ausgeräumt werden und eine symbiotische Partnerschaft großer und kleiner Unternehmen etabliert werden, wenn es um die Wahrnehmung der Interessen im Bund oder bei der EU geht.«die Konzeption von Positionen der kleinen und mittleren Unternehmen und deren Einbringen in die Lobby- und Gremienarbeit sind eine weitere Aufgabe. Kleine und mittlere Unternehmen sind mehr auf Lösungen als auf Probleme fokussiert. Entsprechend müssen Dienstleistungen sowie Kommunikationskanäle und -inhalte im Hinblick auf Handeln und Umsetzung ausgerichtet werden.»über Argumentationshilfen in Bezug auf die derzeitigen Geschäftsfelder hinaus werden vom BDEW Orientierungshilfen gegeben für die Etablierung neuer Geschäftsmodelle im Sinne einer proaktiven unternehmerischen Herangehensweise an die veränderten Rahmenbedingungen«, so Klaus Steiner am Ende seines Vortrages. Und nicht nur seine Statur und Haltung, sondern auch sein Händedruck lässt ahnen, dass es der neue KMU-Chef packt. Karlheinz Hartmann Fachredaktion Energie Engagiert für kleine und mittlere Versorgungsunternehmen: Volker Reiners, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Versorgungsunternehmen VU-Arge, Klaus Steiner, Leiter der KMU-Vertretung im BDEW, und Heiner Kloppe, Prokurist der IVU Informationssysteme GmbH, beim Erfahrungsaustausch auf der E-world (von links)

8 IVU Termine Stadtwerke-Chefs: Kongress in Nürnberg IVU und VU-Arge-Managementtagung am 28. und 29. Mai 2009 Einen festen Platz in der Terminplanung von Stadtwerke-Chefs und ihrer leitenden Mitarbeiter hat die Management tagung der IVU Informationssysteme GmbH und der Arbeits gemeinschaft der Versorgungsunternehmen VU-Arge, beide Norderstedt. In diesem Jahr ist das Fachtreffen für den 28. und 29. Mai in Nürnberg terminiert. Aktuelle Praxisthemen für die Werkleitung, längerfristige Branchenperspektiven und unkonventionelle Sichten und Einsichten für die Unternehmensführung werden von hochkarätigen Referentinnen und Referenten vorgetragen. Neben nutzbringendem Wissenstransfer besteht allseits Gelegenheit zum Gedanken-, Ideen-, und Erfahrungsaustausch. Portallösung, IT-Kosten-Transparenz, Fortschrittsfragen Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführenden Gesell schafter der IVU GmbH, Reinhard Stenzel, der auch auf das jüngst von der Bundesnetzagentur als Alternative zum 2-Mandantenmodell akzeptierte IVU Vertriebs-Service-Portal VSP eingehen wird, sprechen der Vorstandsvorsitzende der VU-Arge, Stefan Babis, und VU-Arge- Geschäftsführer Volker Reiners zum drängenden Thema Transparente IT-Kosten. IVU- Philosoph Uwe Wagner und Leiter neue Informations systeme wird danach die Frage Was ist Fortschritt aufgreifen. Energieeffizienzgesetz, Vertriebs- und Einkaufsfragen Smart Metering, Liberalisierung des Messwesens und Energie effizienzgesetz lautet nach der Mittagspause das Thema von Dr. Jost Eder, Partner Sozietät Becker Büttner Held, Berlin. Moderner Vertrieb im Energieversorgungsunternehmen behandelt Rolf Benken, Vorstand EVB Energie AG, Velbert, und die Optimierung der Prozesse zwischen Einkauf und Vertrieb werden danach von Dr.-Ing. Panos Memetzidis, EnWiCon., Norderstedt, erörtert Stadtwerk der Zukunft Vom Berliner Verband kommunaler Unternehmen e.v. (VKU) kommt Dr. Barbara Praetorius nach Nürnberg. Die VKU-Bereichs leiterin Verbands strategie und Grundsatzfragen der Energiewirtschaft wird als letzten Vortrag des ersten Tages ein Stadtwerk der Zukunft zeichnen, das Gute Perspek tiven durch Koopera tionen und Energiedienstleistungen hat. Unternehmens- und Menschenführung Rolf Förster, Geschäftsführer ESN Consult GmbH, Schwen tinental, entwickelt anhand eines magischen Dreiecks am Freitagmorgen das Szenario einer erfolgreichen Unterneh mensstruktur, und Jean Petrahn, ehemaliger Geschäfts führer der Vereinigung Deutscher Aufsichtsräte e.v. und Kaufmänni scher Bereichs leiter der Stadtwerke Hof GmbH, erörtert das Thema Der Aufsichtsrat in der Versorgungs wirtschaft Aktuelle Herausforderung an die EVU-Geschäftsführung. Als vierten Teil der Vortragsreihe Arbeit und Führung wird zum Abschluss der Management tagung von Nadine Kmoth, emc coaching, Hamburg, die Körperrhetorik Vier Tempera mente dargestellt. Auch für die Abendveranstaltung am Donnerstag wird ein attraktives Programm vorbereitet. Die eiserne Poesie alter Lokomotiven im Nürnberger DB Museum ist der Hintergrund der abendlichen Fachgesellschaft, für die ein reiches Buffet gereicht wird und bei dem Nürnberger Rostbrat - würst chen natürlich nicht fehlen dürfen. Anmeldungen sollten umgehend an Dagmar Mikolaiczyk, IVU GmbH, gerichtet werden: oder Telefon (0 40) , Telefax (0 40) KHH Kompetenz in Energie IVU Aktuell Wilken übernimmt Neutrasoft Der IVU-Software-Partner Wilken GmbH, Ulm, hat die Neutrasoft GmbH, Greven, übernommen. Wilken wird damit zum größten deutschen Softwareanbieter für Energieversorger. Ziel der Übernahme ist die Bündelung von Kompetenzen und die beschleunigte und kostengünstigere Entwicklung von neuen Produktlinien. Neutrasoft ist seit über dreißig Jahren auf die Entwicklung und den Vertrieb von Softwarelösungen für Energieversorger spezialisiert. 245 Energieversorger haben die auf der Basis des ERP-Systems Microsoft Dynamics NAV entwickelte Neutrasoft- Software NTS.suite im Einsatz. Für die Ulmer Wilken Gruppe sind Energieversorger eine von sechs Branchensäulen.»Den Neutrasoft-Kunden geben wir mit der Übernahme eine sichere Zukunftsbasis«, erläuterte Wilken-Geschäftsführer Dr. Andreas Lied die Strategie.»Zusammen mit nunmehr 390 Branchenkunden können wir die Entwicklung neuer Produktlinien schneller und kostengünstiger verwirklichen. Unser Motto lautet daher: Alles bleibt anders!«wolfgang Grandjean Neue gestalteter Internet-Auftritt für die IVU GmbH Der neue Web-Auftritt der IVU Informationssysteme GmbH geht im Mai 2009 online. Informationen über das Unternehmen und seine Produkte sowie Branchennews werden übersichtlich unter den Menüpunkten angeordnet. Eine neue Farbumgebung komplettiert den Auftritt, der von Julian Stenzel, IVU Entwicklung, gestaltet wurde. Die IVU freut sich auf viel Besuch unter Dieser Ausgabe von IVU EXPRESS liegt eine Einladung zum BDEW-Kongress bei, der am 24. bis 25. Juni 2009 im Hotel Intercontinental in Berlin stattfindet. Herausgeber und Redaktion bitten um freundliche Beachtung. IVU EXPRESS wird herausgegeben von der IVU Informationssysteme GmbH, Rathaus allee 33, D Norderstedt, Telefon (0 40) , Telefax (0 40) , Internet: Copyright 2009 by IVU GmbH, Norderstedt ISSN Litteraturverlag Karlheinz Hartmann, Schneckenhofstraße 17-19, D Frankfurt am Main, Redaktion: Karlheinz Hartmann, Fachredaktion Energie Satz und Layout: Gerhild Krauß-Kashani für Druckerei Wolf, Ingelheim Reproduktion: Lithostudio Krecksch, Hösbach, Druck: Druckerei Wolf, Helga Winternheimer, Ingelheim, Fotos: Sozietät Becker Büttner Held (1), Herbert Liedel (1), Litteraturverlag (11), IVU GmbH (3)

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