Sachbericht - zum Zwischenverwendungsnachweis für das ESF-Bundesprogramm rückenwind Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft

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1 Sachbericht - zum Zwischenverwendungsnachweis für das ESF-Bundesprogramm rückenwind Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft Der Sachbericht ist gemäß Nr. 6.2 der ANBest-P Bestandteil des (Zwischen)Verwendungsnachweises und erfüllt eine notwendige Berichts- und Informationsfunktion. Darüber hinaus ermöglicht er es dem Projektträger, potenzielle Fehlentwicklungen in einem sehr frühen Stadium zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Aber auch überdurchschnittlich positive Trends werden schnell sichtbar und können aufgegriffen und verstärkt werden. Der Sachbericht ist mit diesem Formular in aussagefähigen Stichworten abzufassen. Gegebenenfalls sind die Antworten gegliedert nach Teilprojekten darzustellen. Der Sachbericht ist zusammen mit dem zahlenmäßigen Nachweis (Siehe Nr der ANBest-P sowie Vordruck auf dem CIRCA-Server) bis zum des jeweils folgenden Haushaltsjahres unterschrieben in Papierform an das Bundesverwaltungsamt Köln zu senden. Vom Umfang her sollte der Bericht insgesamt sechs Seiten nicht übersteigen. Anlagen können beigefügt werden. Eine elektronische Version des Sachberichts ist außerdem über an die ESF-Regiestelle zu übersenden. Alternativ kann die elektronische Version auch auf den CIRCA-Server geladen werden. 1. Angaben zum Projekt Projekt-Name: SOZIALE BERUFE kann nicht jeder Berichtszeitraum: Aktenzeichen: E008 - BE-005 Projektlaufzeit: Projektträger: Diakonie Deutschland ProjektleiterIn: Maja Schäfer -Adresse: Telefonnummer: Berichtsstichtag:

2 2. Fragen zur Methodik und zum konzeptionellen Ansatz: a. Beschreiben und bewerten Sie ihren projektspezifischen methodischen Ansatz (ggf. gegliedert nach Teilprojekten), mit dem Sie das Ziel Ihres Projekts erreichen wollen und fügen Sie ggf. Konzepte bei. Berücksichtigen Sie dabei folgende Punkte: Mehrwert des Projekts Querschnittsziel: Gender Mainstreaming Querschnittsziel: Demografischer Wandel Querschnittsziel Nachhaltigkeit HINWEIS: Dieser Projektabschlussbericht enthält sowohl eine Zusammenfassung der Berichte von 2011 und 2012 als auch neue Berichtteile zum Projektjahr Im Projektantrag war als gezieltes Konzept zur Sicherung und stärkeren Gewinnung von qualifiziertem Fach- und Führungskräftenachwuchs in der Sozialwirtschaft vorgesehen: die Entwicklung einer Online-Plattform rund um die sozialen und pflegerischen Berufe sowie die Einrichtung und aktive Nutzung von Fanseiten in den gängigen sozialen Netzwerken (begleitende Social Media-Kampagne). Jugendliche im Übergang von der Schule ins Berufsleben sollten mit den Mitteln des Web 2.0 zielgerichtet und verstärkt auf die beruflichen Chancen und Wege in der Sozialwirtschaft hingewiesen und im Sinne des "Mitmach-Internet" in die Projektaktivitäten eingebunden werden. Dieses Konzept wurde 1:1 umgesetzt. Folgende Kanäle sind im Rahmen des Projektes entstanden: Berufeportal (2011) Azubi-Blog (2011) Facebook (2011) Twitter (2011) Youtube (2011) Vimeo (2011) Google+ (2012) T-Shirt-Shop (2012) App 2 (2012) Interaktives Flash Tool und App 1 (2012 und 2013) Pinterest (2013) Während es im ersten Projektjahr darum ging, die o.g. Kanäle überhaupt ins Leben zu rufen (einige wurden erst im zweiten und dritten Jahr ins Portfolio aufgenommen), lag der Fokus im zweiten und dritten Projektjahr darauf, die Kanäle im Sinne der Usability zu optimieren, zu professionalisieren, regelmäßig mit aktuellem Content zu bestücken, zu etablieren und sie in der allgemeinen Öffentlichkeit und besonders in der Zielgruppe bekannt zu machen. Die Optimierung erfolgte im zweiten Jahr unter anderem durch einen Umbau der Startseite des Berufeportals und die Anpassung des Designs der Social Media-Kanäle. Per Trial & Error Methode, aber auch durch Auswertung von Social Media-Studien und 2

3 unserer Seitenstatistiken wurde die Kommunikationsstrategie in den Kanälen professionalisiert und noch stärker an die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer angepasst. Als Reaktion auf Nutzerkommentare wurden im Content-Bereich Texte korrigiert und überarbeitet und Informationen ergänzt. Im dritten Projektjahr 2013 wurde das Angebot durch die Implementierung eines Onlinebewerbungstools noch einmal einen großen Schritt in Sachen zeitgemäßes Recruiting vorangebracht. Die Ergänzung von neuen Berufen wie Heilpädagoge und Arbeitserzieher im 2. Projektjahr sowie Entwicklungshelfer und Rettungsassistent im 3. Projektjahr, erfolgten regelmäßig nebenbei. Der Ausbildungsstätten-Navigator wuchs im 2. und 3. Projektjahr von ca. 350 auf 600 Einträge. Die Professionalisierung erfolgte des Weiteren durch selbstständige und fortbildungsbasierte Weiterbildung des Projektteams zu den Themen Personalgewinnung, Social Media und Bewegtbild. Einzelheiten zu Maßnahmen der Bekanntmachung der Onlinekampagne: siehe Punkt 7. Öffentlichkeitsarbeit. Mehrwert des Projektes: Der Mehrwert für die Kernzielgruppe "SchülerInnen in der Berufsorientierungsphase" besteht darin, dass sie sich nun auch dort, wo sie es als "Digital Natives" erwartet, nämlich im Web 2.0, und auf Jugendveranstaltungen umfassend und auf spielerische Art und Weise über die Sozial- und Pflegeberufe informieren kann und dass sie per , Facebook oder Kommentarfunktion kompetente und persönliche Berufsberatung erhält. Vorher beschränkte sich die Nachwuchskommunikation der Branche auf altmodische Broschüren und unpersönliche, allgemein gehaltene Antwortbausteine in der -Beratung. Durch "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder" werden nicht nur die Kommunikationswege, sondern wird auch der Content den Ansprüchen und Bedürfnissen der jungen Leute (laut Studien und persönlichen Befragungen bei unseren Auftritten auf Veranstaltungen) angepasst. Der Mehrwert für die Branche liegt darin, dass das Image der Sozial- und Pflegeberufe durch unsere Angebote gestärkt und modernisiert wird und die Mitarbeiter in Sozialund Pflegeberufen zu einer starken Community zusammenwachsen. Die Erfahrungen mit dem zeitgemäßen Recruiting, die wir im Rahmen unseres Projektes machen und seit 2012 bei Projektpräsentationen, seit 2013 zusätzlich bei ausführlichen Workshops weitergeben (u.a. Fachtag zur Bewerbung sozialer Berufe in Schulen am , Workshop Social Media Strategien am 1. und beim Bundeskongress Kommunikation in Kassel), ermöglichen es den Arbeitgebern der Branche, mit einem soliden Basiswissen und nach dem Beispiel eines konkreten, erfolgreichen Vorbilds in die moderne Personalgewinnung einzusteigen. Der Mehrwert für die Einrichtungen und Träger der Branche liegt darin, dass wir in unserem Downloadbereich kostenlos Ideen und Materialien zur Nachwuchsgewinnung zur Verfügung stellen (z.b. unser in 2012 entwickeltes Unterrichtsmaterial, Unterrichtskonzept, Messekonzept, Druckvorlagen für Informationsmaterial und Give-aways sowie unsere in 2013 zusammengetragene Sammlung von Materialien zur Bewerbung sozialer Berufe in Schulen). Auch bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Webseiten mit unseren Filmen und Tools kostenlos aufzupeppen (z.b. Ausbildungsfilme, Berufetests, Street Art Tool), indem sie diese direkt einbinden. Unsere umfangreiche Content-Produktion (in 2013 z.b. Specials zu den Themen "Multi-Kulti in Pflege und Betreuung" und "Die 3

4 Generalistische Pflegeausbildung" sowie regelmäßig neuen Text-Content im Blog und Film-Content im Youtube-Kanal) ermöglicht es den Anbietern der Branche, ihre eigenen Social Media-Kanäle mit geringem Aufwand durch Teilen unseres Contents zielgruppengerecht zu bestücken. Querschnittsziel Gender Mainstreaming: Da die sozialen Berufe bislang als typische Frauenberufe galten, war im Projektantrag vorgesehen, auch Jungen für diese Berufe zu sensibilisieren. Dazu sollten bei der Konzeption der Online-Plattform die unterschiedlichen Internetvorlieben von Jungen und Mädchen beachtet werden: Community-Elemente für Mädchen, Videoelemente und technische Spielereien für Jungs. Dies wurde umgesetzt. Die Community-Elemente (Facebook-Fankreis, Kommentarfunktionen, Interaktion zwischen Projektteam und Usern in Form von kurzfristiger Online- Berufsberatung) sind ebenso vorhanden wie die Videoelemente (Ausbildungsfilme) und technischen Spielereien (hier besonders unser Street Art Tool mit dem die jungen Leute ihr eigenes Foto als Street Art Plakat stylen können und das seit April 2013 auch als ios-app für mobile Endgeräte zur Verfügung steht). Darüber hinaus gibt es unter eine Sonderseite zum Thema "Jungs in die sozialen Berufe? Na klar!". Auch in unseren Social Media-Kanälen wurde das Thema immer wieder aufgegriffen, 2012 und 2013 wurde der Boys' Day mit umfangreichen bundesweiten Videoproduktionen (eigene Rubrik im Youtube-Kanal: begleitet und wir haben uns mit Initiativen wie "Boys' Day", "Neue Wege für Jungs", "Mehr Männer in Kitas", "Erzieher Nürnberg" vernetzt. Außerdem haben wir bei der Auswahl von Protagonisten für unsere Ausbildungsreportagen auf eine gleichmäßige Geschlechterverteilung geachtet: Von insgesamt bisher 47 Text- und Filmprotagonisten sind 20 männlich, auch im Blog sind männliche Blogger vertreten. Wir setzen auf die Vorbildfunktion unserer männlichen Protagonisten für Schüler in der Berufsorientierungsphase. Die Fanstatistiken bei Facebook zeigen, dass 30% männliche User unter unseren Fans sind, bei Youtube sind es 46% - das sind vergleichweise hohe Anteile, wenn man weiß, dass der Anteil der Männer bei den Erziehern bei 3,8% liegt (2012) und bei den Pflegern bei 15 % (Pflegestatistik 2011, stationäre Pflege). Die männliche Zielgruppe wird also erreicht. Querschnittsziel demographischer Wandel: Der demographische Wandel ist in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft ganz besonders deutlich zu spüren: der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel einerseits steht einer immer größeren Zahl an pflegebedürftigen Menschen andererseits gegenüber. Durch die verbesserten medizinischen Möglichkeiten werden auch Menschen mit schweren Krankheiten und Behinderungen immer älter. Daher ist es für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft besonders wichtig, Nachwuchsgewinnung und Imagepflege zu betreiben, was den Nutzen und Mehrwert unseres Projektes nur unterstreicht. Zur besseren Veranschaulichung des demographischen Wandels für die Jugendlichen gibt es im Portal eine Sonderseite zu diesem Thema: wurde eine Videoanimation/Erklärfilm zur Bevölkerungspyramide realisiert, der außer im Berufeportal seither erfolgreich im Berufsorientierungsunterricht eingesetzt wird und besonders bei den Lehrern einen großen Anklang findet. Ansonsten ist unser gesamter Projektauftrag darauf ausgelegt, dem demographischen Wandel durch moderne Nachwuchskommunikation adäquat zu begegnen. 4

5 Querschnittsziel Nachhaltigkeit: Für unser Projekt als Strukturprojekt bedeutet Nachhaltigkeit für uns, den Nutzen unserer Maßnahmen und Angebote längerfristig zu sichern und für eine größere Anwenderschaft zugänglich zu machen. Grundsätzlich haben wir verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um das Projekt breit anzulegen: Der Titel "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder" sowie das Design der Website lassen den Absender im Hintergrund. Stattdessen steht das Thema soziale Berufe im Vordergrund. Jeder, der sich für die "Arbeit mit Menschen" interessiert, findet hier Informationen und ist in unserer Community willkommen. So dienen unsere Maßnahmen der gesamten Branche. Bei Facebook versammeln sich Menschen mit verschiedensten, nicht nur diakonischen/kirchlichen Hintergründen auf unserer Seite zum Austausch. Präsentationen und Workshops im BMAS, in der BAGFW sowie auf öffentlichen Branchenveranstaltungen wie dem Hauptstadtgesundheitskongress 2012 und 2013 sowie der ConSozial 2012 tragen dazu bei, dass unsere Erfahrungen bzgl. zeitgemäßer Personalgewinnung einem breiten Spektrum von Arbeitgebern zugänglich gemacht wird. Auch innerhalb der dezentral organisierten Diakonie wurde zwecks Nachhaltigkeit eine breite Vernetzung in die Wege geleitet. Durch Projektpräsentationen, Einbindung der Einrichtungen und Träger wurde das Projekt vorgestellt und um Unterstützer geworben, ein Projektbeirat mit Vertretern dreier großer Fachverbände wurde eingerichtet. Bereits jetzt bewerben etliche Diakonie Landes- und Fachverbände das Projekt in ihren Magazinen, Newslettern und Internetangeboten. Rund 50 diakonische Einrichtungen gehören zum engeren Unterstützerkreis. Nachhaltigkeit ist auch dadurch garantiert, dass unsere Ausbildungsfilme, Berufetests und Materialien zur Nachwuchsgewinnung längst nicht mehr nur von uns selbst genutzt und verbreitet werden, sondern zunehmend Interesse von diakonischen und nicht-diakonischen Einrichtungen und Trägern der Sozial- und Gesundheitswirtschaft erfahren, die unsere Ausbildungsfilme auf ihren Webseiten einbinden oder auf Berufsinformationsveranstaltungen nutzen, mit unserem Unterrichtskonzept arbeiten oder unsere Berufetests in ihren Broschüren integrieren. Von den Protagonisten unserer Berufefilme haben wir in 2013 das Einverständnis für die Produktion von DVDs bzw. USB-Sticks mit den Filmen eingeholt und die Produktion in Auftrag gegeben, um den Multiplikatoren den Einsatz der Filme zu erleichtern. Unsere Stellenbörse für Ausbildungs- und Studienplätze wurde für alle Anbieter der Sozial- und Gesundheitswirtschaft geöffnet. Nicht zuletzt ist es uns aufgrund der außerordentlich positiven Resonanz gelungen, die Weiterführung der Onlinekampagne "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder" für mindestens zwei weitere Jahre nach Ablauf der Förderperiode (also 2014 und 2015) zu sichern. b. Welche Änderungen wurden aus welchen Gründen gegenüber dem ursprünglichen Ansatz im Projektantrag notwendig? Inhaltliche Änderungen gegenüber dem Projektantrag wurden in geringem Maße notwendig und mit dem BVA abgestimmt. Aufgrund der nachlassenden Bedeutung der Social Networks VZ und MySpace wurde auf die vorgesehene Aktivierung von Profilen verzichtet, stattdessen wurde das neue und heute auch 5

6 für die Suchmaschinenoptimierung wichtigere Social Network Google+ in die Planungen für 2012 miteinbezogen. Aus der geplanten Online-"Plattform" ist ein Online-"Portal" geworden - der Unterschied besteht darin, dass sich auf einer Plattform User versammeln, um sich dort zu einem Thema auszutauschen oder User Generated Content zum Thema hochzuladen, während ein Portal als Einstiegstür in eine Themenwelt dient. Dieser Ansatz erschien uns für sinnvoller, denn wir möchten uns mit unseren Usern nicht nur eindimensional und abgeschottet auf einer Plattform bewegen, sondern mehrdimensional in die bunte Welt des Web 2.0 hinein agieren. Auf die vorgesehene Implementierung einer eigenen Community-Software mit Registrierung wurde verzichtet, da die Programmierung unnötige Kosten verursacht hätte - dank Facebook lässt sich eine Community heutzutage auch anders umsetzen, und auf diesen Ansatz haben wir zurückgegriffen. Ende 2013 bestand unsere Facebook-Community aus knapp 3000 Fans. Das Konzept der im Projektantrag vorgesehenen Wettbewerbe wurde überarbeitet. Statt eines klassisch-altmodischen Wettbewerbs mit Teilnahmeeinsendung, Expertenjury und Preisverleihung wurden fortlaufende User Generated Content- Wettbewerbe in Form von regelmäßigen Votings bei Facebook und im Blog durchgeführt. Dieses zeitgemäße Wettbewerbskonzept passte wesentlich besser zu unseren Angeboten und diente besser der dauerhaften Erzeugung von öffentlicher Aufmerksamkeit. In 6 Runden in 2012 und 2013 wurden 27 Einsendungen zur Abstimmung gestellt und von ingesamt 715 Nutzern bewertet, die Viralität der wettbewerbsrelevanten Facebookbeiträge war noch um ein Vielfaches höher. Statt eines großen Hauptpreises sind viele kleine Mitmachanreize und Zwischengewinne notwendig geworden, hierfür wurden die durch das BVA bewilligten SOZIALE BERUFE-T-Shirts und -Silikonarmbänder eingesetzt. Laut Projektantrag war vorgesehen, dass wir im letzten Projektjahr ein Handbuch bzw. online zugängliches Projekt-Wiki erstellen, in dem wir unsere Erfahrungen und Strategien während der Entwicklung und Umsetzung der Kampagne SOZIALE BERUFE kann nicht jeder ausführlich darlegen und öffentlich zugänglich machen. Wir haben uns mit Ihrem Einverständnis dagegen entschlossen, dieses Handbuch zu verfassen, und stattdessen unsere Sachberichte und Konzepte sowie einen Imagefilm zum Projekt, eine Powerpoint-Präsentation und zahlreiche Druckvorlagen kostenlos in unserem Downloadbereich auf soziale-berufe.com zum Herunterladen angeboten. In Hintergrund war der unverhältnismäßig hohe Aufwand einer derartigen Aufbereitung, die für verschiedene Zielgruppen (Anfänger, Fortgeschrittene und Profis im Web 2.0) in verschiedenen Versionen hätte umgesetzt werden müssen. Unserem Auftrag der Weitergabe unseres gewonnenen Know Hows sind wir des Weiteren mit rund 80 Projektpräsentationen, Workshops und Seminaren in 2012 und 2013 sowie mit zahlreichen Textbeiträgen für verschiedenste Pressedienste, Blogs und 6

7 Fachmagazine sowie für das Handbuch "Social Media in der Gemeinde" (Hrsg. Ralf Peter Reimann, Verlag eteos Medienverband, 2013) nachgekommen. 7

8 3. Angestrebte und erreichte Ergebnisse im Berichtszeitraum: a. Bitte erläutern Sie kurz die für das Jahr geplanten Ziele und den Grad der Zielerreichung sowie ggf. Abweichungen davon. Ergebnis: Bewertung 1 : Stand/ Ursachen für Abweichungen: Konzeption und Umsetzung eines Web2.0- Berufsorientierungsportals rund um die sozialen und pflegerischen Berufe. Das Portal ist am unter online gegangen und seither kontinuierlich verbessert und mit aktuellem Inhalt befüllt worde. Bis zu Besucher und Klicks im Monat (Spitzenzahlen aus dem Januar und Oktober 2013). 2012: Klicks im gesamten Jahr 2013: Klicks im gesamten Jahr Begleitende Social Media Kampagne zum Berufeportal. Etablierung von Web 2.0-Kanälen in den gängigen sozialen Netzwerken. Kontinuierliche Steigerung der Fanzahlen/Vergrößerung der Community. Die in Punkt 2. genannten Kanäle wurden eingerichtet und erfreuen sich wie beschrieben ständig steigender Beliebtheit. In jedem Projektjahr sind weitere neue Social Media-Kanäle dazugekommen. Fanzahl bei Facebook: knapp 3000 (Stand Ende 2013), Reichweiten bei Facebook (bis zu Userkontakte in der Woche, Spitzenzahlen aus dem November 2012). Follower bei Twitter: knapp 500 (Stand Ende 2013) Besucher im Blog: im Jahr 2012: , im Jahr 2013: (Stand Ende 2013 Videoabrufe in den Videokanälen Vimeo und Youtube: Bekanntmachung der Onlinekampagne "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder" Aktionsstände auf der Jugendmesse YOU 2012, dem Azubi-Kongress "zukunft: pflegen + begleiten" 2012 und dem Kirchentag Öffentlichkeitsarbeit (siehe Punkt 7) User Generated Content- Votings Das Projekt ist in der Öffentlichkeit und in der Zielgruppe weitaus bekannter als andere Förderprojekte. 1 A: plangemäß, B: verzögert um... (Monate angeben); C: gefährdet; D: nicht möglich 8

9 Erfolgskontrolle Auswertung der Seitenstatistiken, erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben zwecks Vergleich mit anderen Web 2.0-Kampagnen, Austausch mit der Zielgruppe, regelmäßiger Soll/Ist-Abgleich im Projektbeirat Insbesondere das zum Projektende (Oktober 2013) gestartete Onlinebewerbungstool wird es in Zukunft ermöglichen, die Projekterfolge noch deutlicher und konkreter darzustellen. b. Gibt es bisher Ergebnisse, die Sie für besonders bemerkenswert halten bzw. die einen besonderen Grad der Übertragbarkeit aufweisen? Besonders bemerkenswert sind die Nominierungen und Auszeichnungen, die unser Projekt erhalten hat: Erhaltene Auszeichnungen: Annual Multimedia Award 2014 in Silber Deutscher Preis für Onlinekommunikation 2013 Comenius EduMedia Siegel 2012 Webfish Internet Award in Gold 2012 Nominierungen: KAUSA Medienpreis 2013 Deutscher Bildungsmedienpreis digita 2013 European Excellence Award Soll-Ist-Vergleich zum Arbeitsplan sowie zum Ausgaben- und Finanzierungsplan: a. Welche inhaltlichen/organisatorischen Veränderungen gegenüber dem ursprünglichen Arbeits- und Zeitplan wurden für das Projekt erforderlich 2? Lediglich in der ersten Jahreshälfte des ersten Projektjahres (2011) enstanden Verzögerungen im Arbeits- und Zeitplan aufgrund der verlängerten Findungsphase und des langwierigen Erstellungsprozesses der 2 U.a. Zeitplan, Methoden, Aktivitäten etc. 9

10 Verdingungsunterlagen für die bundesweite öffentliche Ausschreibung der Agenturleistung. Diese konnten im zweiten Halbjahr 2011 durch ein zügiges Vergabeverfahren und die effiziente Zusammenarbeit mit der Agentur A&B One Digital eingeholt werden. Auf das gesamte Jahr gesehen sind somit KEINE Verzögerungen entstanden, der Zeitplan konnte eingehalten werden: Das Berufsorientierungsportal ist wie geplant Ende 2011 ( ) online gegangen. In den Projektjahren 2012 und 2013 sind keine Verzögerungen entstanden. b. Zu welchen finanziellen Abweichungen vom bewilligten Ausgaben- und Finanzierungsplan haben diese Änderungen geführt? Erläutern Sie an dieser Stelle die im zahlenmäßigen Teil des Zwischennachweises dargestellten wesentlichen Abweichungen der Istvon den Soll-Zahlen. Diese Änderungen im Arbeits- und Zeitplan haben zu keinen finanziellen Abweichungen geführt. Die anderweitig notwendigen Änderungen (Umwidmungen) im Kosten- und Finanzierungsplan wurden in zwei Änderungsanträgen vom und beschrieben und durch das BVA Ref. II B1 bewilligt. Die notwendigen abschließenden Änderungen (Umwidmungen) für 2013 entnehmen Sie bitte dem Gesamtverwendungsnachweis. 5. Zielgruppe a. Hat das Projekt die im Antrag genannte Zielgruppe erreicht? Welche Beschäftigungsgruppe/n werden aktiv in das Projekt eingebunden? Hat es hier Änderungen zur bisherigen Planung gegegeben? Unsere Kernzielgruppe sind 14-25jährige junge Menschen, die sich entweder noch in der Schule und in der Berufsorientierungsphase oder bereits in der Ausbildung/im Studium befinden. Eine weitere Zielgruppe sind Multiplikatoren wie Lehrer, Berufsberater, Journalisten, Mitarbeiter der Jugendhilfe, Gemeindejugendarbeit oder bei Jugendmedien. Eine dritte Zielgruppe sind Fachkräfte in Sozial- und Pflegeberufen (altersunabhängig). Als Unterzielgruppen betrachten wir Menschen mit Lernbeeinträchtigungen, Hörbeeinträchtigungen und Migrationshintergrund, die wir ebenfalls mit speziellen Angeboten ansprechen. Dass wir Interessenten erreichen und die Reichweite steigern konnten, belegt der Blick in die Statistiken: die Zugriffszahlen stiegen bis Januar 2013 steil an und stabilisierten sich danach auf hohem Niveau. Bei Facebook sehen wir, dass rund 37% unserer Nutzer zwischen 13 und 24 Jahren alt sind, also der Kernzielgruppe entsprechen. Dass wir die Medien erreichen, sehen wir auch an unseren Followern bei Twitter, unter denen sich u.a. die Tagesschau befindet. Aktiv in das Projekt eingebunden werden alle Zielgruppen, entweder als Diskussionsteilnehmer in den Social Media-Kanälen, als Teilnehmer von Gewinnspielen und Meinungsumfragen, als Blogger, als Multiplikatoren uvm. 10

11 Auch die Tatsache, dass wir im Jahr 2013 eine Bewerbung einer Studentin der "Sozialen Arbeit" für ein Praktikum explizit in unserem Projekt bekamen, begreifen wir als Beweis für die Akzeptanz des Projekts in der Kernzielgruppe. Praktikantin Laura Fricke war im September/Oktober 2013 für sechs Wochen im Team. Eine weitere Studentin der Sozialen Arbeit, Birte Sellmann, hat uns im Rahmen ihrer Masterarbeit über den Social Media-Einsatz in NGOs zu unseren Strategien befragt und im Arbeitsalltag beobachtet. In 2013 wurde ein Film in Gebärdensprache realisiert: "Soziale Berufe für Menschen mit Hörbeeinträchtigung und Gehörlosigkeit". Darin werden die Betroffenen nicht nur als Hilfebedürftige angesprochen, sondern selbst für eine Karriere in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft geworben. Dieselbe Strategie verfolgt unser in 2013 erstellter Text in Leichter Sprache. Menschen mit Lernbeeinträchtigung werden darin nicht nur über die Sozial- und Pflegeberufe aufgeklärt, sondern selbst als Zielgruppe für die Ausbildungen Hauswirtschaft und Pflegehilfe betrachtet. Mit unserem Special "Multi-Kulti in Pflege und Betreuung" sprechen wir seit 2013 auch die besondere Zielgruppe junge Menschen mit Migrationshintergrund an (http://www.soziale-berufe.com/inhalt/special-multi-kulti-pflege-undbetreuung.html). In einem Hintergrundtext, einem Berufsberatungsinterview, einer Videoumfrage und einer Sammlung aus acht Reportagen und Portraits sowie sieben externen Links gehen wir auf die Fragen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe ein und ermutigen sie zu einer Karriere in den Sozial- und Pflegeberufen. b. Hat die Zielgruppe im geplanten Umfang am Projekt teilgenommen? Wie viele TN sollen insgesamt aktiv in das Projekt eingebunden werden? Wie viele TN sollten in Förderjahr 1,2,3 erreicht werden - wie viele sind jeweils erreicht worden? Gesamtzahl der TeilnehmerInnen: Plan: IST: TN im aktuellen Berichtszeitraum: Plan: IST: Erläuterungen: Das Projekt hat keine TeilnehmerInnen, da es als Strukturprojekt bewilligt wurde. c. Wie schätzen Sie die derzeitige Akzeptanz des Projekts durch die Zielgruppe ein? Wie werden Inhalte und Nutzen des Projekts durch die Zielgruppe selber bewertet? (A: Volle Akzeptanz; B: weitgehende Akzeptanz; C: gefährdete Akzeptanz; D: Ablehnung) Wir genießen die volle Akzeptanz unserer Zielgruppen: 11

12 Community-Mitglied Leonie als Reaktion auf unsere Berufsberatung: "Vielen Dank für die schnelle und äußerst informative Antwort! Daran können sich aber einige Institutionen etwas abschauen! Vielen Dank für die tolle Beratung! Ich komme aus dem Lob gar nicht mehr heraus! Wirklich, für so einen Service könnte man Geld verlangen! Vielen Dank! Viele Grüße aus Aachen, Leonie" Community-Mitglied Maika als Reaktion auf unsere Berufsberatung: "DANKE DANKE DANKE, für die vielen hilfreichen Informationen und die Zeit, die du dir für mich genommen hast. Damit kann ich schon eine Menge anfangen und vor allem habe ich nun auch einen Anhaltspunkt und stehe nicht mehr im Wald mit lauter Bäumen. Viele liebe Grüße, Maika" Gast-Kommentar auf soziale-berufe.com vom : Mir gefällt diese Seite sehr gut, da ich gerade meinen Realschulabschluss mache und ich dank dieser Seite eine Berufsorientierung gefunden habe. :-) Mail der Altenhilfefachberatung im Landkreis Böblingen: Auf diesem Wege wollte ich mich nochmal im Namen des Bildungsforums und der Altenhilfefachberatung bei Ihnen für Ihr im Internet bereitgestelltes Angebot für Messen und Ihre telefonische Unterstützung bedanken. Wir konnten die von ihnen bereitgestellten Materialien gut für unseren Aktionstag Soziale Berufe verwenden. Auszug aus der Jurybewertung beim Wettbewerb Start Social (www.startsocial.de): "Die Jurorentätigkeit für dieses Projekt war die, die mich am meisten begeisterte. Da kann man den Verantwortlichen nur ein ganz, ganz großes Kompliment machen. Da sitzt einfach alles, beginnend mit der Beschreibung des Projektes, der Motivation, der Zielgruppenansprache, der Ökonomie bis hin zur Effizienz des Kräfteeinsatzes. Das begeistert wirklich. Ich gratuliere Frau Schäfer und ihrem Team von Herzen." Frau Christel Gabriel-Mostertz, Gustav-Heinemann-Oberschule, Berlin, als Reaktion auf unseren Lehreinsatz: "Ihre Vorstellung sozialer Berufe in meinen Berufsorientierungsklassen hat mir sehr gut gefallen, die Mischung aus Fragen, Diskussion, Filmbeiträgen und Eignungstest war sehr abwechslungsreich und hat die SchülerInnen motiviert. Gerne würde ich Sie im nächsten Jahr wieder in meine zukünftige 10. Klasse einladen." 6. Evaluation Falls Sie eine projektbezogene Evaluation/wissenschaftliche Begleitung durchführen, erläutern Sie bitte kurz den Aufbau, die Methoden sowie den Stand und die Ergebnisse der Evaluation/wissenschaftlichen Begleitung. Entfällt. 7. Öffentlichkeitsarbeit 12

13 Welche konkreten Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden durchgeführt? Erläutern Sie bitte, welche Reaktionen Ihre Aktivitäten zur Stärkung der Personalentwicklung in der Sozialwirtschaft bisher in der Öffentlichkeit und im politischen Raum fanden. In drei Projektjahren wurden acht Pressemeldungen zum Projekt versandt, aus denen rund 140 Medienberichte hervorgegangen sind. Das Projekt wurde in allen internen und externen Medien der Diakonie (diakonie.de, Newsletter, Fachinformationsdienst, Hausmitteilungen, Intranet, Diakonie Magazin) und ihrer beteiligten Fachverbände vorgestellt und regelmäßig mit neuen Erfolgsmeldungen in Erinnerung gerufen. Die ESF-Regiestelle wurde mit Projektberichten für verschiedene Veröffentlichungen versorgt. Wir haben Artikel und Infotexte über die Sozial- und Pflegeberufe im Allgemeinen und unser Projekt im Speziellen für Fachmagazine, Pressedienste, Sozial- und Pflegeblogs sowie Newsletter zugliefert. Medien und Multiplikatoren sind aber auch über unsere Social Media Kanäle auf uns aufmerksam geworden und haben berichtet, insbesondere Twitter entpuppte sich dabei als relevanter Kanal für die Öffentlichkeitsarbeit. Die Reaktionen der Medien und der Öffentlichkeit auf unser Projekt waren äußerst positiv. Es wird als Pionierarbeit gewürdigt und hat Vorbildcharakter für andere Wohlfahrtsverbände und Akteure in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Als Öffentlichkeitsarbeit betrachten wir auch unsere Auftritte auf der Jugendmesse YOU 2012, auf dem Azubi-Kongress "zukunft: pflegen + begleiten" 2012 sowie auf dem Kirchentag 2013 und unsere rund 30 Einsätze im Berufskundeunterricht in Berliner Schulen (rund 400 Schüler wurden dabei erreicht). Weitere Maßnahmen: - Kooperation mit der Jugendzeitschrift YAEZ im Herbst 2012: sechswöchige Onlineserie mit gegenseitigen Verlinkungen zum Thema "soziale Berufe" - Vorstellung unserer Berufsorientierungsangebot bei der Bundesagentur für Arbeit, die daraufhin im Intranet und im externen Berufenet auf unsere Kanäle verlinkte und es ihren Beratern als Werkzeug zur Berufsberatung empfahl. - Kostenlose Bereitstellung von Flyern, Flyer-Druckvorlagen, Banner-Sets zur Bewerbung und Verlinkung von soziale-berufe.com. Das Angebot wurde rege genutzt. - Produktion von jugendgerechten Give-aways in Form von T-Shirts und Silikonarmbändern, die online verlost (in unseren eigenen und anderen Kanälen) und auf Veranstaltungen verteilt wurden. - Bannerwerbung bei Facebook und Google im Wert von maximal 9000 Euro jährlich in 2012 und 2013 (mit freundlicher Genehmigung des BVA/BMAS) - Bewerbung um rund 25 Auszeichnungen und Awards (Sozialpreise, PR-und Kommunikationspreise, Bildungsmedienpreise), da allein die Teilnahme und Nominierung die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und neuer Gruppen von Multiplikatoren bindet. 13

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