Im Gespräch mit Thomas Vierhaus:

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1 -kontakt- Ausgabe 1/2015 Im Gespräch mit Thomas Vierhaus: Wer die Daten hat, hat den Markt Wenn man sieht, welch hoher Aufwand für den Datenschutz erforderlich ist, kann man auch den Umkehrschluss ziehen: Datenbesitz ist entscheidend wichtig. Auch auf der letzten VTH-Bundestagung stand das Thema Daten im Fokus etwa bei der der Vorstellung des Produktdatenbankkonzeptes im Workshop von Prof. Dr. Ulrich Manz. Über die Bedeutung von Marktdaten sprachen wir mit dem Hauptgeschäftsführer des VTH, Dipl.-Volksw. Thomas Vierhaus (Düsseldorf). - kontakt -: Springer-Chef Mathias Döpfner hat jüngst in der F.A.Z. vor Googles Allmacht gewarnt: Wer die Daten hat, bestimmt unser Schicksal! Muss auch der Technische Handel um seine Daten fürchten? Thomas Vierhaus: Die Produkt- und Bilddaten der Hersteller entsprechen in verschiedener Hinsicht häufig nicht den Anforderungen des Handels. Nun versuchen zunehmend auch gewerbliche Verbundgruppen, diese Lücke zu schließen, indem sie selbst für die Anschlusshäuser das Datenmanagement übernehmen wollen. Das klingt zunächst nach Kosteneinsparung und Erleichterung für die Händler, birgt allerdings deutliche Risiken in sich. Und die haben einiges mit den Befürchtungen von Mathias Döpfner zu tun: Wer die Daten hat, bestimmt unser Schicksal. Für uns gesagt: Wer unsere Daten hat, hat Dipl.-Volkswirt Thomas Vierhaus, unseren Markt. Das sollte Hauptgeschäftsführer VTH Verband Technischer Handel e.v. (Düsseldorf) jedem Technischen Händler zu denken geben. - kontakt -: Aber ist die individuelle Datenpflege im eigenen Haus für den Technischen Handel überhaupt ökonomisch sinnvoll zu meistern? Thomas Vierhaus: Wenn nicht mehr jeder Händler für sich seine Daten beschaffen und pflegen müsste, wäre das Einspar-Potential zweifellos erheblich. Allerdings könnte dieses Potential auch ohne das Risiko dauerhafter Fremdbestimmung erschlossen werden. Dazu müssten sich die Technischen Händler jedoch untereinander auf eine eigenverantwortliche Zusammenarbeit verständigen. Zentral und umfassend für die komplette Branche, soweit sich Kollegen in Gruppen zusammenfinden können, die keine Berührungsängste haben, aber gemeinsame Sortimente und Hersteller unter dem Dach ihres Verbandes VTH. - kontakt -: Ein Beispiel? Thomas Vierhaus: Nehmen wir die Klebstoffe von Henkel. Warum müssen alle Vertriebspartner diese Daten dezentral pflegen? Ist es nicht viel ökonomischer, hierzu eine Datenbörse einzurichten, mit der jeder Händler seine Daten abgleichen kann? Und nach dem Motto Geben und Nehmen" sich nach einem bestimmten Modus vivendi mit anderen austauschen und ergänzen kann? Die PIM-Systeme (=Produktinformationsmanagement), die man dazu benötigt, können heute mehrmandantenfähig und beliebig skalierbar ausgestaltet werden. So lassen sich die Kosten begrenzen und aufteilen. Ich bin mir sehr sicher, dass sich unter den VTH-Mitgliedern solche Nutzergruppen bilden ließen, bei denen jeder Beteiligte im Besitz seiner Daten bleibt und damit sein Marktschicksal auch in Zukunft selbst bestimmt! Gewonnen! Raten musste man nicht, um auf das Lösungswort Leipzig zu kommen es reichte, die -kontakt- 2/2014 genau zu lesen. Die VTH-Glücksfee zog unter den richtigen Einsendungen folgende Gewinner: Aktuell: VTH-Forum 2015 Ersatzteilmanagement in der Industrie Den Termin muss man sich vormerken: 6. Mai Denn da findet 2015 das VTH TOP-Partner-Forum Ersatzteilmanagement in der Industrie statt. Mehr dazu auf Seite 3! Den 1. Preis, einen Gutschein für eine Jack Wolfskin-Trekking- Ausrüstung im Wert von 600,-, gewann Christos Efstathiou, Fa. Gondrom (Köln). Als 2. Preis gab s diesen Gutschein im Wert von 200,- für Benjamin Aigner, Fa. Roderer (Königsbrunn). Den 3. Preis, einen Gutschein im Wert von 100,-, erhielt Sandra Weking, Fa. Gummi-Stricker (Münster). Wir gratulieren und wünschen viel Freude mit den Gewinnen! Volles Haus: VTH-Forum 2013

2 IM FOKUS Maertin & Co. AG (Freiburg): So alt wie die BRD Der Technische Fachhandel Maertin in Freiburg/Breisgau ist ein in mehrfacher Hinsicht besonderes Unternehmen. Zum Beispiel ist es selten in der Branche und selten für ein Unternehmen dieser Größe eine Aktiengesellschaft. Zum Beispiel ist es 2014 zweimal ausgezeichnet worden, einmal mit dem Innovationspreis des Technischen Handels, zum anderen als beispielhaft behindertenfreundlicher Arbeitgeber durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Weil Maertin fest mit Freiburg verwurzelt ist, einer der nachhaltigsten Städte Deutschlands, spielt Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle im ökologisch bewussten Verhalten, in der regionalen Orientierung und im sozialen Anspruch wurde Maertin & Co. 65 Jahre alt ist aber vom Ruhestand Lichtjahre entfernt. Maertin-Land (vom eigenen Hubschrauber aus fotografiert): die hellen Gebäude in der Mitte und vorne rechts. Stephanie Maertin, Assistentin der Geschäftsleitung und Aufsichtsratsmitglied: Als inhabergeführtes Unternehmen ist es seit mittlerweile 65 Jahren unser Bestreben, dem Kunden optimale Problemlösungen anzubieten. Unsere Mitarbeiter verstehen sich weniger als Händler, sondern vielmehr als Spezialisten und Fachberater, die unseren Kunden bei Fragen und Herausforderungen beratend zur Seite stehen! Axel Maertin (71) Vorstand des Unternehmens Sein Motto: Offen und ehrlich! Gutes Gespann: Axel Maertin und Tochter Stephanie. Innovationspreis 2014: Es soll halt ein Schränkle werden sagte Körperwerk-Geschäftsführer Armin Brucker. Für seine beiden Sportstudios schwebten ihm Aufbewahrungsschränke vor, in denen jeder Trainierende an seinem Trainingsplatz alle Geräte findet, die er für sein Trainingsprogramm braucht. Thomas Schneider und Oliver Rock, bei Maertin die Entwickler, Techniker und Konstrukteure vom Dienst, machten sich begeistert an die Realisierung. Thomas Schneider, Fachberater für Kunststoffhalbzeuge, testete verschiedene Kunststoffe auf Schweiß- und Verarbeitungsmöglichkeiten und empfahl ein widerstandsfähiges PE mit spezieller Narbung. So sind Fingerabdrücke nicht zu sehen, und das Gerät wirkt stets sauber und ordentlich. Oliver Rock entwickelte am Computer ein 3D-Modell, in welchem die fertige Corebox samt aufbewahrter Gegenstände zu sehen ist. Schließlich entstand in der Werkstatt eine Kleinserie von 30 um 360 Grad drehbare Coreboxen. Mittlerweile entwickelte sich daraus die Idee, mit der Corebox ein ganzes Trainingskonzept samt Wagen, Software und Geräten zu verkaufen. Aus einer Initialbestellung wurde so ein Serienprodukt mittlerweile sind schon 50 Coreboxen verkauft. Die Konstrukteure mit der preisgekrönten Corebox: links Oliver Rock mit Innovationspreis, rechts Thomas Schneider. Maertin & Co. AG, Freiburg: der technische Fachhandel Maertin & Co. ist so alt wie die Bundesrepublik Deutschland: 1949 von Otto Richard Maertin und Peter Stöhrmann gegründet, zunächst als Freiburger Niederlassung des Lübecker Unternehmens fand ein Generationswechsel statt. Karl Maertin, mittlerweile 86 Jahre alt, zog sich in den wohlverdienten Ruhestand zurück. An seine Stelle trat als Nachfolger Axel Maertin, der auch heute noch die Geschäfte des Unternehmens leitet. Mit dem jungen Geschäftsführer änderten sich die Strukturen des Hauses. Die Sortimente wurden überarbeitet und erweitert. Anhand einer neuen Organisation innerhalb des Vertriebes konnte das Geschäftsgebiet zwischen Karlsruhe und Basel bis hin zum Bodensee ausgebaut werden zog das Unternehmen aus der Innenstadt in das heutige Firmengelände in der Mooswaldallee. Das Sortiment: Lagerartikel aus allen Bereichen des Technischen Handels. Für die Logistik sorgt neben Speditionen der eigene Fuhrpark mit zwei LKWs. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 50 Mitarbeiter, darunter vier Außendienstmitarbeiter und drei Azubis. Maertin ist von Anfang an Mitglied des VTH und zertifiziertes Mitglied der VTH-Fachgruppe SAT. Außerdem gehört Maertin der ASSI TecLog AG und dem WVIB an. Die Maertin-Führungscrew: (v.l.n.r.) Stephanie Maertin BA, Assistentin der Geschäftsleitung, Vorstand Axel Maertin, Prokurist Mario Limone und Betriebswirt Christian Schirm. Kommentar: Mitbestimmung per Unternehmensanteil Seit 2007 ist Maertin & Co. eine Aktiengesellschaft mit Mitarbeiterbeteiligung. Die Folge: Die Mitarbeiter identifizieren sich noch mehr als vorher mit ihrem Unternehmen. Mehr als die Hälfte der Belegschaft besitzt Aktien, erfährt in der jährlichen Hauptversammlung Zahlen, Daten und Fakten und profitiert bisher von einer durchgängig ordentlichen Dividende. Einmal jährlich landet St. Nikolaus höchstpersönlich mit dem Maertin-Hubschrauber auf dem Freiburger Flughafen und besucht kranke Kinder nur eines von vielen sozialen Engagements des Unternehmens. 400 m² Verkaufsraum mit den Maßen eines Supermarktes. 2 Verleihung des Innovationspreises 2014 im Rahmen der VTH-Bundestagung in Leipzig: (v.l.n.r.) Stephanie Maertin, VTH-Vorsitzender Peter Mühlberger und TH-Chefredakteur Bernhard Flacke.

3 VTH-Forum 2015 Daten und Dienstleistungen Ersatzteilmanagement in der Industrie Ersatzteilmanagement in der Industrie eine herausragende Dienstleistung des Technischen Handels? Ja, natürlich. Auf jeden Fall im C-Teile-Bereich, zum Teil auch im Bereich der B-Teile. Aber wie geht es, zu wachsen und gleichzeitig Kosten zu reduzieren? Welche Dienstleistungen im Ersatzteilmanagement kann und soll der Handel anbieten? Was hat die Industrie für Erwartungen an den Technischen Handel? Und was ist die Grundlage für das erfolgreiche Ersatzteilmanagement Beschaffungskompetenz oder das richtige Datenmanagement? Oder beides? Gemeinsam über Fragen nachzudenken, die den Technischen Handel in der Gegenwart bewegen und damit die Zukunft bestimmen, das macht seit Jahren immer aufs Neue den Sinn der VTH-Foren aus. Denn auf Branchenebene sich auszutauschen, Impulse zu geben und Impulse mit nach Hause zu nehmen, das bringt allemal mehr Gewinn als das Nachdenken im stillen Kämmerlein. Zudem bringt es einen Mehrwert, der außer Zeit und Anfahrt nichts kostet, weil das Sponsoring der VTH TOP-Partner die Veranstaltung ermöglicht. Eine Einladung mit ausführlichen Informationen über das Forum und zur Anmeldung erhalten Sie im Februar. Aber es lohnt sich auf alle Fälle, den 6. Mai 2015 zu blocken! VTH-Forum 2015 Dipl.-Kfm. Peter Mühlberger, VTH-Vorsitzender: Für unsere Branche ist häufig das Ersatzteilgeschäft ein hoch interessanter Bereich, in dem der Technische Handel seine Stärken wirkungsvoll ausspielen kann. Richtig erfolgreich wird er aber nur sein, wenn die Voraussetzungen stimmen. Dazu gehören ein effizientes Stammdatenmanagement und sehr gute Daten. Tag: 6. Mai 2015 Ort: Hotel Bredeney, Essen Zeit: 9.00 h bis h Themenübersicht VTH-Forum 2015 Ersatzteilmanagement in der Industrie Einführung ins Thema: Gute Stammdaten ein wesentlicher Erfolgsfaktor Wachstumsstrategien Kosten reduzieren Leistungsfähigkeit im Sortiment Prozesse bewirtschaften Was erwartet der Kunde? Trends, Herausforderungen, Risiken? Was fordert der Kunde? Welche Prozesse stehen hinter dem Beschaffungsmanagement? Wohin bewegt sich der Markt? Regina Arning, Leitung Produktmarktsegment bei ContiTech Power Transmission Group GmbH (Hannover). Als TOP-Lieferindustrie des Technischen Handels müssen wir unsere Partner mit Produktdaten so versorgen, dass sie in der Lage sind, das Ersatzteilgeschäft auf ihren digitalen Medien abzubilden. Dr. Ulrich Manz, Professor für Rechnungswesen und Controlling an der Hochschule Darmstadt und Gründer der IFCC GmbH master.data.management (Dieburg). Datenmanagement ist gerade im Ersatzteilgeschäft die entscheidende Voraussetzung, dauerhaft im Wettbewerb bestehen zu können. Deshalb werden wir dieses Thema exklusiv für den Technischen Handel unter die Lupe nehmen. Welche Dienstleistung im Ersatzteilmanagement können wir anbieten? Plenums- und Podiumsdiskussion Stammdatenmanagement als Bedingung für funktionierendes Ersatzteilmanagement Ausblick Zukunft Moderator: Dipl.-Volksw. Thomas Vierhaus, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied VTH (Düsseldorf). Ersatzteilmanagement für die Industrie ist eines der Kernthemen unserer Branche. Hier verbinden wir hervorragende Beratungs- mit umfassender Beschaffungskompetenz. Was uns bisher fehlt, ist aus meiner Sicht ein VTH-Standard für Produkt- und Beschaffungsdaten, um die Online-Wettbewerber auf Distanz zu halten. 3

4 STARKE MARKEN FÜR STARKE TECHNISCHE HÄNDLER: Marktplatz auch im Taschenformat Auf dem Online-Mitgliederverzeichnis des VTH, wird das Leistungsprofil und die Markenkompetenz der Technischen Händler noch deutlicher sichtbar werden. Künftig werden sowohl auf dem Branchenmarktplatz als auch auf der erweiterten tectop-app nun auch die Marken- Lieferanten des Technischen Handels auf Knopfdruck verfügbar sein, quasi die ganze Branche im Smartphone- Format für die Jackentasche des Endanwenders. Marken suchen Technische Händler finden Bei der Suche nach Produkten hat der Endanwender vor allem die stark beworbenen Marken der Lieferindustrie im Kopf. Nach Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM wird deshalb bei der Onlinesuche häufig die Marke als Suchkriterium eingegeben. Dieses Anwenderverhalten wollen wir künftig für die Technischen Händler nutzbar machen. Sowohl auf als auch auf der App tectop-vth werden wir künftig die Vernetzung von starken Marken der Lieferindustrie mit den regional bestens aufgestellten Technischen Händlern vornehmen. Die Programmierung ist nahezu abgeschlossen und befindet sich in der Testphase. Künftig besteht also die Möglichkeit, dass jeder Technische Händler auf seinem Firmenprofil bei den entsprechenden Kompetenzfeldern auch die Marken der Lieferindustrie einstellen kann, die für diese Anwendung freigegeben sind. Dies ist ein entscheidender Schritt gerade im Kampf gegen Online-Plattformen oder Katalog-Anbieter zur Stärkung der Präsenz des Technischen Handels mit der starken Marke des Lieferanten beim Endanwender. Denn je deutlicher der Technische Handel machen kann, dass er der Vertrauenspartner der Wahl ist, desto höher sind auch die Akzeptanz und das Vertrauen beim Endanwender. Dabei ist die Zuordnung von Händler und Markenlogos natürlich keine einseitige Willenserklärung, sondern nur mit Zustimmung beider Beteiligter machbar. Wie es genau funktioniert darüber wird in Kürze ein Rundschreiben des VTH informieren. Händler-Suche mit Komfortfunktionen Auf dem Online-Marktplatz präsentieren sich die Spezialisten unter den Beschaffern mit ihren kompletten Angeboten nicht nur mit den Produkten, sondern auch mit ihren Dienstleistungen wie C-Teile-Konzepten, Produktkatalogen oder Sonderleistungen. Diese Präsenz hat sich als Instrument zum Suchen und Finden Technischer Händler mit einem bestimmten Profil bzw. Angebot etabliert, natürlich auch von Neuheiten ob Produktinnovationen, neuen Dienstleistungsangeboten oder Branchennachrichten. Die App tectop-vth.de" für mobile Endgeräte wurde nun zusätzlich mit einer ganzen Reihe von Funktionen erweitert. Abgeschlossen ist die Integration der Umkreissuche in die App, die in der Version nunmehr außerdem erweiterte Filterfunktionen nach Produkten und Dienstleistungen innerhalb einer Produktgruppe sowie vorgegebene Favoriten- Gruppen (nach den Haupt-Produktgruppen und Dienstleistungen) zur einfacheren Zuordnung zu individuellen Favoriten-Listen zeigt. Hotline: ! Einfaches Handling Louis Schnabl, Geschäftsführer HS Public Relations GmbH (Düsseldorf): Die neue App mit starken Marken ist push-andpull-marketing der Sonderklasse. Hier werden Innovation & Information nachhaltig vernetzt Networking, das in besonderer Weise das Leistungsprofil und die Kompetenz des Technischen Handels dokumentiert. So macht man Zukunft. Die App ist natürlich kostenlos. Einfach auf das ipad (ios) / Tablet (Android) oder iphone (ios) / Smartphone (Android) laden und installieren einmalig die Funktion Händler aktualisieren" nutzen und schon kann jeder auf über 400 VTH-Mitglieder zugreifen gefiltert je nach Wunsch nach Produktgruppen, Dienstleistungen oder Ort mit Umkreissuche. Der Anwender kann seine ausgewählten Zielgruppen als Favoriten-Listen zur schnellen Wiederverwendung innerhalb der App einfach abspeichern und in eigenen Favoriten-Gruppen kategorisieren. Zusätzlich bekommt er als Top-Themen alle wichtigen News der Branche direkt auf sein Mobilgerät geliefert. 4 Fragen dazu? Einfach die Hotline anrufen: !

5 VTH-TOP-PARTNER-TAGUNG Aktivitäten 2015 auf den Weg gebracht Der Markt des Technischen Handels, so führte Peter Mühlberger in die Tagung ein, verändert sich langsam aber sicher, und diese Veränderungen müssen wir kommunikativ sinnvoll begleiten. Insgesamt sehe ich viele Chancen für den Handel. Aber wir haben uns die Frage zu stellen, für welchen Handel? Wohin entwickelt er sich? Was sind künftig unsere Kernkompetenzen? Hier haben wir gemeinsam mit unseren TOP-Partnern, gerade mit Blick auf das VTH-Forum 2013, gute Ergebnisse erzielt. Diese Aktivitäten gilt es zukunftsgerichtet fortzusetzen. Dipl.-Volkswirt Thomas Vierhaus, Hauptgeschäftsführer VTH Verband Technischer Handel e.v. (Düsseldorf): Auf unserer Kommunikations-Plattform präsentieren wir uns nur mit der handelsorientierten Industrie. Personality-Stories aus den Unternehmen, weitergeführt. Die Kampagne in den Tageszeitungen ist geschaltet. Insbesondere sollen die Möglichkeiten zur Weiterbildung, z.b. das duale Studium sowie die Karriere-Chancen im TH aufgezeigt werden. Angeregt wurde auch ein möglicher Austausch von Azubis zwischen der Lieferindustrie und dem Technischen Handel. Im Vordergrund stand die Planung für ein Großereignis: das VTH-Forum Thema wird Ersatzteilmanagement in der Industrie Grundlagen/ Chancen/Risiken" sein (siehe dazu Seite 3). Als eine wichtige Aktivität wurde die neue Azubi-Kampagne von allen Anwesenden einhellig positiv beurteilt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich die Branche dem Thema der Ausbildung bzw. dem Wettbewerb um die Auszubildenden aktiv stellt. Die Azubi-Kampagne wird deshalb auch 2015, z.b. mit Dipl.-Kfm. Peter Mühlberger, Vorsitzender VTH, Geschäftsf. Gesellschafter der Mühlberger-Gruppe (Mainz-Kastel): Ersatzteilmanagement ist für den Technischen Handel ein entscheidendes Thema, über das wir beim VTH-Forum auf hohem Niveau diskutieren wollen. Oliver Steinmann (Dräger) präsentiert die Chancen und mögliche Umsetzungsbeispiele von Push- und Pull-Marketing am Beispiel Dräger. Es gilt, so Steinmann, starke Marken durch umfassende Marketing-Aktionen auf allen Ebenen publik zu machen. Entscheidender Punkt ist, die Marke und die Leistung des Unternehmens in Kooperation mit dem Handelspartner beim Endanwender in den Fokus zu stellen und Dialog zu erzeugen. Dazu müssen mit Blick auf das Internet gemeinsame Landing-Pages vorhanden sein wie die Branchen-Plattform Ein weiterer wichtiger Punkt ist hier die künftige Darstellung der Marken der Lieferindustrie auf tectop-vth und der Branchen-App bei den Unternehmensprofilen der Technischen Händler. Im Rahmen des TOP-Partner-Marketings finden bereits eine ganze Reihe von Push- und Pull-Aktivitäten statt. Insbesondere das Referenz-Marketing zur Darstellung der gemeinsamen Leistung von Lieferindustrie und Technischem Handel in der relevanten Fachpresse ist, neben der übergeordneten Pressearbeit, den Experten-Gesprächen und der Anzeigenkampagne z.b. in der Die wichtigsten Stichworte zur aktuellen/künftigen Entwicklung in unseren Märkten: Digitalisierung, E-Commerce/-Procurement, Online-Handel, verstärkte Internationalisierung, Konsolidierung der Märkte führen zu: verändertem Einkäuferverhalten, gut vorbereiteten Kunden, Verlust der Informationshoheit, mobiler Zukunft, Preistransparenz und zwingen zu: klarer Positionierung des Technischen Handels, Differenzierungsstrategien, neuem Mitarbeiterdenken, Change-Management, Datenmanagement. Dies setzt voraus: starken Zusammenhalt zwischen stationärem Fachhandel und Herstellern im nationalen Interesse, um dem Verlust der Gestaltungshoheit vorzubeugen und mündet in: Multi-Channel-Strategien, intelligente Formen der Kundenakquisition an jedem Point-of- Sale, Pull-Marketing auf allen Kanälen. BIP, dem Verbandsorgan des BME, ein wichtiger Baustein. Zum Thema Dienstleistung gibt es umfassende Wortbeiträge und eine rege Diskussion. Tenor ist einheitlich die Anforderung, die erbrachten Dienstleistungen beim Kunden auch in Rechnung stellen zu können. Im Gespräch: (v.l.n.r.) Frank Küsters, Oliver Steinmann, Peter Mühlberger, Dr. Jens Reppenhagen. Oliver Steinmann, Dräger-Teamleiter Fachhandel Deutschland: Der Erfolg liegt in der geschickten Kombination von Push- und Pullmarketingelementen bei ganzheitlicher Integration unserer Fachhandelspartner. Dr.-Ing. Jens Reppenhagen, Geschäftsführer RS Roman Seliger Armaturenfabrik GmbH (Norderstedt) und Sprecher der VTH TOP-Partner. Engagierte Diskussion: (v.l.n.r.) Dr. Jens Reppenhagen, Peter Mühlberger, Thomas Vierhaus. Auftaktveranstaltung vor der Bundestagung: VTH TOP-Partner-Tagung in Leipzig. 5

6 REFERENZ Industrie 4.0 mit 3D-Druck: Technischer Handel dreidimensional 3D-Druck macht eine Zukunftsvision zur Realität, wie sie Science-Fiction-Fans aus der Fernsehserie Star Trek kennen. Dort gab es ein Wundergerät mit dem Namen Replikator, das dreidimensionale Objekte wie aus dem Nichts entstehen ließ. Auch im Technischen Handel und bei VTH TOP-Partnern aus der Zulieferindustrie hat die Zukunft längst begonnen: Dienstleistung 4.0 für die Industrie 4.0. Additiv statt subtraktiv Natürlich sind 3D-Drucker keine Drucker, aber das Verfahren hat gewisse Ähnlichkeit. Statt der Druckertinte aus der Druckdüse kommt der verwendete Kunststoff z.b. eine Schnur aus ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol (Copolymerisat) oder PLA (Polylactide) aus einem Extruder, der den Kunststoff zur Druckerfarbe verflüssigt. 3D-Drucker arbeiten nach dem additiven Prinzip, das heißt die Maschine produziert den gewünschten Artikel schichtweise von unten nach oben. Diese Entwicklung stellt einen gewaltigen Wandel zum nachhaltigeren Produzieren dar. Denn die additive Fertigung überholt zumindest in bestimmten Bereichen das jahrhundertealte Prinzip des subtraktiven (z.b. spanabhebenden) Verfahrens, bei dem Produkte aus Rohlingen hergestellt werden, also naturgemäß mit mehr oder minder großen Verschnittmengen. 3D-Drucker dagegen setzen nur soviel Material ein, wie tatsächlich benötigt wird. Es müssen auch keine Werkzeuge hergestellt werden bis auf das Werkzeug der CAD-Programmierung für den Druckauftrag. Prototyp instant Im Einsatz befinden sich die Drucker vor allem in einem Bereich, der bei traditionellen Fertigungsverfahren allein durch die Herstellung der Werkzeuge schon sehr zeitaufwendig war: der Entwicklung von Prototypen. Während zuvor oft in wochenlangen Prozessen neue Formen produziert werden mussten, lässt sich das per 3D- Technologie auf wenige Stunden reduzieren. Prototypen und größere Modelle können jetzt ganz einfach und schnell gedruckt werden. Was heute noch die Herstellung eines Modells, eines Prototypen oder einer Kleinserie ist, kann in Zukunft in der industriellen Instandhaltung die Herstellung eines (vergriffenen) Ersatzteils durch den Technischen Handel sein. Die Vorteile liegen auf der Hand: 3D-Modelle können sehr einfach angepasst, personalisiert und sofort gedruckt werden. Objekte sind umsetzbar, die mit konventionellen Produktionsmethoden nicht oder nur sehr aufwendig herzustellen sind, und vorhandene 3D-Modelle können innerhalb kürzester Zeit erneut gedruckt werden. Produktion on Demand Der Technische Handel, soweit er bisher schon in diesen Fertigungsbereichen tätig war, tut gut daran, auf die neue Dipl.-Volkswirt Thomas Vierhaus, VTH-Hauptgeschäftsführer Die Vorteile der additiven Fertigung liegen auf der Hand: flexible Produktion, geringere Lagerhaltung, Designfreiheit, schnelles Änderungsmanagement, keine Fertigungswerkzeuge, geringere Time-to-Market, individualisierte Produkte, Schutz vor Produktpiraterie, schnellere Entwicklungszyklen. Der Technische Handel als für technische und wirtschaftliche Trends besonders sensitive Branche war schon immer Avantgarde für neue Entwicklungen. So auch für innovative Fertigungsmethoden wie den 3D- Druck, die vor allem die Produktion von Prototypen in eine technisch und ökonomisch ganz neue Dimension rücken. Mit dieser prototypischen Dienstleistung macht der Technische Handel einmal mehr seine enorme Bedeutung als Entwicklungspartner, Lieferant und Impulsgeber seiner Industriekunden deutlich. Technologie zu setzen, bevor es seine Kunden tun. Es ist eine Chance, bestehende Geschäfte zu erweitern und neue zu generieren. Eine Chance, die nicht zu ergreifen allerdings auch zur Folge haben kann, dass man vom innnovativeren Wettbewerb und den eigenen Kunden abgehängt wird. Denn wo immer der Technische Handel technologisch innovativ agiert, wird er noch mehr zum Partner der Wahl, wenn es um Entwicklung von Prototypen oder die Produktion von Einzelteilen oder Kleinserien geht, die bei der Großindustrie ökonomisch nicht darzustellen oder bei kleinen Industriebetrieben technisch nicht sinnvoll zu leisten sind. Die 3D-Drucktechnologie weckt und deckt Bedürfnisse bei der Industrie. Innovative Technik für innovative Produkte: 3D-Drucker von GuK in Berlin mit einem Druckerbauraum: 260 x 260 x 200 mm. Peter Leue, Geschäftsführer der GuK Technische Gummi und Kunststoffe GmbH (Berlin): Heute zählen Qualität, Flexibilität und Zuverlässigkeit mehr denn je. Aus diesem Grund freuen wir uns, dass wir noch mehr für unsere Kunden tun können. Mit unserem hochmodernen 3D- Drucker und der patentierten PolyJet -Technologie sind wir jetzt in der Lage, Konstruktionsdaten und Ideen blitzschnell in anfassbare Objekte umzusetzen. GuK damit aus Ideen Produkte werden Zu den Unternehmen, die in die innovative Technik investiert haben, zählt die Technische Großhandlung GuK Technische Gummi und Kunststoffe GmbH in Berlin, die damit ihren Unternehmensslogan Damit aus Ideen Produkte werden auf modernste Weise umsetzt. Je kleiner die Stückzahl und je komplizierter das gewünschte Bauteil geformt ist, desto eher rechnet sich der 3D-Druck, so GuK-Geschäftsführer Peter Leue. Mit unserem neuen, hochmodernen 3D-Drucker und der patentierten PolyJet - Technologie sind wir in der Lage, die Konstruktionsdaten und Ideen unserer Kunden blitzschnell in anfassbare Objekte umzusetzen. Bei der in Berlin angewandten PolyJet -Technologie werden Photopolymer-Materialien in sehr feinen Schichten von 16 µ auf eine Bauplattform aufgetragen und sofort mit UV-Licht vollständig gehärtet. Die einzigartige Fähigkeit, mit mehreren Modellmaterialien gleichzeitig zu arbeiten, ermöglicht die Erzeugung von Mehrkomponentenmodellen in einem einzigen Druckvorgang. Die Teile bestechen durch eine hohe Genauigkeit und Präzision, mit glatten Oberflächen und äußerst feiner Detailtreue. Die umfangreiche Auswahl an möglichen Modellmaterialien beginnt bei gummiartigen, weichen Werkstoffen und beinhaltet auch ABS- und PP-ähnliche technische Kunststoffe. Des Weiteren sind blickdichte, transparente, temperaturbeständige und digitale Materialen möglich. Demo-Produkt von GuK: keine Einschränkung in der Form, keine Einschränkung bei Zahl und Farbe der Materialien. 6

7 REFERENZ Skizze der PolyJet -Technologie bei GuK. Herstellung von Prototypen leicht gemacht: 3D-Drucker von KARASTO in Backnang. 3D-Modell in der Druckeransicht. KARASTO am Puls der Zeit Die gleichen Überlegungen, die GuK zur Investition in die 3D-Technik veranlassten, führten auch bei der Lieferindustrie zur technischen Aufrüstung. In der heutigen Zeit werden Produktlebenszyklen immer kürzer, erklärt Dipl.- Ing. (FH) Klaus Schluchter, Geschäftsführer des VTH TOP- Partners KARASTO Armaturenwerk Oehler GmbH (Backnang). Das hat zur Folge, dass auch Entwicklungs- und Produktionszeiten (Time-to-Market) immer kürzer werden müssen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt KARASTO seit Anfang 2014 einen 3D-Drucker im Entwicklungsprozess ein. Dadurch können bereits in der frühen Konzeptphase Muster zur Begutachtung, Bewertung und für erste Tests hergestellt werden. Ein langwieriger und teurer Musterbau wird dadurch vermieden, Verbesserungspotentiale können frühzeitig erkannt und realisiert werden. So kann KARASTO durch den Einsatz der modernen 3D- Technologien 3D-Konstruktion und 3D-Druck individuelle Entwicklungen zum Beispiel von Kunden seiner Partner im Technischen Handel schnell und günstig umsetzen. Dafür wird gemeinsam mit dem Technischen Händler und seinem Kunden ein Lastenheft erstellt. Basierend auf dem Lastenheft kann über die Vorkalkulation ein relativ konkreter Teilepreis ermittelt werden. Dipl.-Ing. (FH) Klaus Schluchter, Geschäftsführender Gesellschafter KARASTO Armaturenfabrik Oehler GmbH (Backnang) Bei KARASTO hat Zukunft eine lange Tradition. Seit der Gründung 1928 investieren wir in innovative Produkte. Unsere Erfahrung in der Konstruktion und Herstellung von Armaturen, basierend auf unterschiedlichen Materialien, wollen wir auch unseren Kunden zur Verfügung stellen. Die Ausarbeitung von kundenspezifischen Problemlösungen hat bei KARASTO in der Zwischenzeit einen zunehmend wichtigen Stellenwert eingenommen. Dafür war die Investition in das 3D-Druckverfahren sicher entscheidend. 3D-Drucker in Aktion. 57

8 VTH-AUSBILDUNG Duales Studium Fachrichtung Internationaler Technischer Handel: Technischer Handel akademisch Die duale Ausbildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell. Sie sichert im Handel wie im Handwerk eine vorbildliche berufliche Qualifikation. Eine gute Lösung taugt für viele Anwendungen, sagte man sich in Baden-Württemberg ( Wir können alles außer Hochdeutsch! ) und erfand 2009 als Fortführung der Berufsakademien die Duale Hochschule mit Theorie- und Praxisphasen. Das Modell fand Nachahmer, aber bis heute ist die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Marktführer bei dualen Studiengängen. Hier sind fast 50 Prozent aller dual Studierenden in Deutschland eingeschrieben. Die DHBW wurde 2012 als eine der ersten staatlichen Hochschulen komplett systemakkreditiert. Jetzt gingen die Baden-Württemberger noch einen Schritt weiter. Seit gibt es im Campus Mosbach (Nordbaden) im Studiengang Betriebswirtschaft der Studienrichtung Handel das Studienprofil Internationaler Technischer Handel. Sofort Geld verdienen und studieren mit engem Praxisbezug - das ist attraktiv und überzeugt. Im 1. Semester haben sich neun Studenten immatrikuliert, in einem Jahr sollen es 30 sein. In drei Jahren werden die ersten Studenten ihren Bachelor of Arts mit dem Studienschwerpunkt Technischer Handel in der Tasche haben. Theorie und Praxis Die sechs Studiensemester wechseln sich ab mit intensiven Praxiszeiten in den Unternehmen z.b. des Technischen Handels, in denen die dualen Studenten angestellt sind. So wird wissenschaftliches Arbeiten permanent auf seine Anwendbarkeit in der Praxis überprüft, und die Fragen und Anforderungen aus der Praxis finden theoretisch fundierte Antworten in den Studienphasen. In den Theoriephasen werden neben den betriebswirtschaftlichen Fächern auch begleitend zur Ausbildung in den Betrieben Kenntnisse der relevanten Werkstoffe Gummi, Kunststoff, Metall, ihrer Eigenschaften sowie Techniken der Werkstoffprüfung vermittelt. Weitere Lehrinhalte sind das Lesen und Verstehen technischer Zeichnungen, die Grundlagen der Konstruktion und die produktionstechnische Verarbeitung. Weiteres Kennzeichen des neuen Angebots ist das übergreifende Denken in der gesamten Wertschöpfungskette Hersteller / Technischer Handel / Industrie / kommunale Einrichtungen und Handwerk, auch unter Berücksichtigung dessen, dass der Handel seine Handelsfunktionen Campus Mosbach: Technik und Hochschule auf Sichtweite. (Quelle DHBW Mosbach, Foto: Wilhelm Mierendorf) längst um produzierende und verarbeitende Tätigkeiten, aber auch vertriebliche Dienstleistungen im Bereich Vollversorgung erweitert hat. Den Trends zum Single Sourcing der Abnehmer, dem Global Sourcing im Großhandel und der weiteren Vereinfachung der Beschaffungs- und Vertriebsprozesse über das Internet tragen entsprechende Lehrangebote im neuen Studienangebot Rechnung. Praktiker in der Lehre Es passt ins Bild des praxisorientierten dualen Studiums, dass auch der Lehrkörper nicht aus akademischen Theoretikern besteht. Prof. Dr. oec. Dipl.-Kfm. Dietrich Emmert, Betriebswirtschaft Handel der DHBW Mosbach, war bis 2009 Mitglied der Geschäftsleitung der Technischen Großhandlung Sahlberg in Feldkirchen bei München. Thomas Stein, Lehrbeauftragter für Marketing und Vertriebsmanagement, ist den Älteren der Branche noch aus seiner Zeit beim VTH TOP-Partner Henkel Teroson bekannt. Weitere Lehrbeauftragte sind als Geschäftsführer oder Mitarbeiter z.b. der Technischen Großhandlungen Berger s2b in Mannheim oder Reiff in Reutlingen noch heute Aktive im Tagesgeschäft der Branche. Vor allem diese Praktiker wissen, wie schwierig es heute ist, gute Nachwuchskräfte ins eigene Unternehmen zu holen die demographische Entwicklung macht den Wettbewerb um die Guten immer schwieriger. Das Angebot eines dualen Studiums mit dem Profil Internationaler Technischer Handel macht den Technischen Handel attraktiv auch für die potenziellen Bewerber, die vor der Alternative Ausbildung im Technischen Handel oder Studium bisher das Studium vorgezogen hätten. Prof. Dr. oec. Dipl.- Kfm. Dietrich Emmert, Leiter des Studiengangs Betriebswirtschaft Handel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Mosbach) Die dualen Hochschulen haben nicht das Ziel, Wissenschaft im Elfenbeinturm zu betreiben. Wir wollen die künftigen Topleute des Handels ausbilden, und zwar so, dass sie in und mit ihren Betrieben den größtmöglichen Erfolg haben. Unternehmen erwarten auf ihre Branche und den jeweiligen Fokus abgestimmte Studienangebote. Letztlich ist auch das neue Studienprofil darauf zurückzuführen, dass wir aus intensiven Gesprächen mit bestehenden und potenziellen Ausbildungsbetrieben aus dem Bereich des Technischen Handels bzw. Produktionsverbindungshandels wissen, dass diese mit den bisherigen Studienangeboten nicht optimal bedient wurden. Hier will das neue Studienangebot Internationaler technischer Handel ansetzen und spezifische Kenntnisse im Hinblick auf technische Produkte, insbesondere technische Verbrauchsgüter und Komponenten, sehr gute Detailkenntnisse der eigenen Branche sowie eine starke Vertriebsprofilierung für erklärungsbedürftige Produkte vermitteln. Thomas Stein, IMTS Interims Management (Mannheim), Dozent für Marketing (seit 2010) und Vertriebsmanagement (seit 2011) an der Dualen Hochschule Baden- Württemberg Die Industrie und das gilt für die herstellende ebenso wie für die abnehmende Industrie braucht gute Leute auf der anderen Seite, nämlich beim Partner im Technischen Handel. Partner, mit denen man auf Augenhöhe verhandeln kann und die dank ihrer exzellenten Ausbildung bestens verstehen, was ihre Partner auf Lieferanten- wie auf Kundenseite brauchen. Und genau das wird angesichts des oft zitierten "war for talents" immer schwieriger. Die Möglichkeit eines Dualen Studiums macht den Technischen Handel für junge Leute attraktiver. Hinzu kommt, dass die Vernetzung mit den künftigen Spitzenleuten der Branche aus dem gemeinsamen Studium ein unschätzbarer Vorteil ist. Attraktives Angebot: Studieren in Mosbach, Geld verdienen im Technischen Handel. (Quelle DHBW Mosbach, Foto: Wilhelm Mierendorf). 8

9 Geprüfter Handelsfachwirt (IHK) Eine weitere Ausbildung, die zwischen der Ausbildung z.b. zum/zur Großund Außenhandelskaufmann/frau und dem Studium zum B.A. angesiedelt ist, ist die Aufstiegsausbildung zum geprüften Handelsfachwirt (IHK). Die Ausbildung kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden und dauert in der Regel zwischen drei und 24 Monaten. Eine Anmeldung zur Prüfung ist aber auch ohne Lehrgang möglich. Der Abschluss als Handelsfachwirt erfolgt nach einer bundeseinheitlichen Prüfungsordnung vor einer Industrie- und Handelskammer und ist ein öffentlich-rechtlich anerkannter Abschluss auf Meisterebene. Er gilt als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Mein Technik-Wikipedia Es ist das Standardwerk für die warenkundliche Aus- und Fortbildung im Technischen Handel auf allen Ebenen, vom Azubi über Quereinsteiger der Branche bis zu BWL-Studenten der Fachrichtung Internationaler Technischer Handel. Natürlich ist es auch das digitale Lehrbuch für die Ausbildungsbeauftragten auf allen Stufen: das Warenkundliche Handbuch des VTH. Es gibt Azubis und Studenten im Technischen Handel online Auskunft zu (fast) allen Fragen. Seit 2011 ist es im geschützten Bereich von online verfügbar. Beispiel COENEN NEUSS: Azubi-Kampagne umgesetzt Aus dem Inhalt: Antriebstechnik Armaturentechnik Chemotechnik Dichtungstechnik Gummitechnik Klebetechnik Persönliche Schutzausrüstungen Schlauchtechnik Technische Textilien Flyer In der letzten kontakt wurde die Azubi-Kampagne der VTH TOP-Partner vorgestellt mittlerweile wird sie in der Branche umgesetzt. Beispiel: COENEN Neuss. Hier wird auf Plakaten und in Anzeigen für Praktika und die Ausbildung in allen vier Ausbildungsberufen geworben, die der Technische Handel anzubieten hat. Die Chancen stehen gut, dass COENEN NEUSS zum Ende des nächsten Abschlussschuljahrs alle Ausbildungsplätze mit motivierten und qualifizierten Azubis besetzen kann. Anzeigen... Einleger... Theke... Poster... PR- Meldungen... Newsletter... Azubi-Börse... Bildpool... Drehscheibe Rollups 9

10 VTH TOP-Partner top-aktuell BIG Innovative MaxiCut UltraTM Schnittschutz-Handschuhe von ATG, die bei nur 1 mm Materialstärke die Schnittschutzklasse 5 nach EN 388 erreichen. Leistungsstarke Garne und Fasern gewährleisten optimale Sicherheit bei angenehmem Tragekomfort. CONTITECH Die ContiTech Power Transmission Group präsentiert ihr umfangreiches Keilriemenprogramm für die Industrie im neuen Katalog CONTI-V. Auf insgesamt 40 Seiten finden sich Keilriemen, die exakt auf die spezifischen Anforderungen der Industrie zugeschnitten sind. CRC Mit SILICONE CLEANER hat CRC ab sofort einen hochwirksamen Silikonentferner und Entfetter im Programm. Er entfernt schnell und rückstandsfrei Schmutz, Wachs und silikonhaltige Öle und Fette. Nach der Anwendung trocknet er schnell und rückstandsfrei ab. Deb-STOKO Zwei Hautschutzspezialisten kommen zusammen, um das weltweit beste Unternehmen für professionellen Hautschutz am Arbeitsplatz zu sein. Unter dem neuen Namen Deb-STOKO Europe GmbH werden die bekannten Produkte von STOKO auch weiterhin vertrieben. Dräger Dräger präsentiert den neuen Mietgeräte- Online-Shop. Einfach, schnell und unkompliziert. Einloggen, Geräte auswählen, Zeitraum bestimmen Anfrage absenden. Mehr als Produkte stehen zur Miete bereit. ELTEN Der L10 Sicherheitssneaker AZUR Mid ESD S3 in leuchtendem Blau hat das Potenzial zum Lieblingsschuh. Die Reißverschlüsse neben der Schnürung sind ein modisches Highlight und machen den Einstieg extrem bequem. FRENZELIT Neben der bewährten novamica THERMEX mit Edelstahleinlage gibt es jetzt auch novamica 200 als Plattenwerkstoff ohne Einlage für stark oxidierende Medien/Elektroisolationsanforderungen und novamica 100 als Rollenware für Semi-Metalldichtungen. Gummi Hansen Gummi-Hansen bietet seit einiger Zeit neue Produkte an: Extrudate aus Perfluorkautschuk (FFKM) und geschäumte Platten aus FKM-Moosgummi. Henkel AG & Co. KGaA So schnell wie ein Cyanacrylat - so stark wie ein Epoxid: Henkel hat mit Loctite 4090 einen innovativen Hybridklebstoff eingeführt, in dem die wichtigsten Eigenschaften von Struktur- und Sofortklebstoffen vereint sind Festigkeit und Geschwindigkeit. KARASTO Die KARASTO Armaturenfabrik hat ihren Webauftritt komplett überarbeitet. Frisch, übersichtlich, benutzerfreundlich und informativ Besucher finden alle wichtigen Informationen zu den Produkten und zum Unternehmen. KCL Die Honeywell Safety Products-Akademie am Standort Eichenzell bietet auch 2015 wieder viele Schulungen rund um das Thema PSA an, für welche Sicherheitsfachkräfte auch VDSI-Punkte angerechnet bekommen. KLINGER KLINGER KGS-Flon: Die bewährten KLINGER-Gummi-Stahl-Dichtungen aus EPDM und FKM gibt es jetzt auch mit zusätzlicher PTFE-Hülle zum Einsatz in der chemischen Industrie und bei besonders aggressiven Medien. KÜBLER Wer im Freien arbeitet, muss auch bei Regen, Kälte und schlechten Sichtverhältnissen voll einsatzbereit sein. Mit der neuen, funktionellen Wetterjacke und dem Wetterparka von Kübler, nach EN 343 Klasse 3/3 zertifiziert, gelingt das ganz einfach. Möller Industrietechnik Damit der Technische Handel Elastomere für den jeweiligen Einsatz spezifisch anbieten kann, gibt es ElaQprem ab sofort in drei geprüften Qualitäten. ElaQprem Basic (10% phr Polymeranteil), ElaQprem Standard (30% phr) und ElaQprem Premium (100% phr). MSA Die weltweit zugelassene PremAire Combination, ein an der Hüfte getragener Isolieratemschutz mit Druckluftflasche und anwendungsspezifischen Konfigurationen, verstärkt die Lösungspalette für die Öl-, Gas- und Chemieindustrie in aller Welt. NORRES Schlauchtechnik NORRES-Schlauchfinder präsentiert sich als mobile Web-App Der einfache Weg zum richtigen Schlauch. Die Kunden können sich die App einfach und schnell auf ihr Smartphone laden. download/der-mobile-schlauchfinder/. OKS Neu im Sortiment: der OKS 2681 Klebstoff- und Lackentferner. Ein hocheffizienter Reiniger zur Entfernung von Klebstoff- und Etikettenresten, Rückständen von Lacken und Folienbeklebungen, eingebrannten Dichtstoffresten u.a.m. von harten Oberflächen. OPTIBELT Mit OPTIBELT fest im Sattel unter diesem Motto präsentiert sich die zweite Ausgabe der neuen OPTIBELT-Kundenzeitschrift mybelt. Das mit Exemplaren auflagenstarke Magazin erschien Anfang November und wird in fünf Sprachen veröffentlicht. OTTER SCHUTZ Ab sofort ist die Premium Protect- Sicherheitsschuhserie auch in kleinen Größen ab 36 lieferbar. Ausgestattet sind die Schuhe mit einer Nitril-PU-Sohle für eine perfekte Rutschhemmung (SRC) und einem modular aufgebauten Einlegesohlensystem. PLANAM Gerade unter extremen Bedingungen sind PLANAM-Anwender optimal geschützt. Für die Arbeiten bei geringer Strahlungshitze und bei Gefährdung durch Metallspritzer sind sie mit der neuen Speziallinie Weld Shield dauerhaft auf der sicheren Seite. RIEGLER Der neue Hauptkatalog 2015 DRUCKLUFT- TECHNIK UND PNEUMATIK ist da. Das Programm umfasst Produkte aus Druckluftaufbereitung, -verteilung und -anwendung. Den Schwerpunkt der über neuen Artikel bildet der Ausbau unserer Produktreihen. 10 RS Roman Seliger Die extremen Temperaturen bei tiefkalt verflüssigten Gasen in Kryo- Leitungssystemen stellen besondere Anforderungen an die Konstruktion von Sicherheitskomponenten. RS hat speziell dafür eine Produktserie von Trocken- und Nottrennkupplungen entwickelt. Ausführliche Infos unter: RUDERER KLEBETECHNIK Mit technicoll 9119 (feines Sprühbild) und technicoll 9188 (kräftiges Sprühbild) lassen sich zuverlässige Verklebungen zahlreicher Materialien erzielen. Sie sind sauber und schnell zu verarbeiten und lieferen präzise Ergebnisse. Mehr dazu unter Sika Sika präsentiert sich im Internet in neuem Gewand. Im Zuge der Aktualisierung des Corporate Design werden nach und nach sämtliche Kommunikationsmedien an das neue Erscheinungsbild angepasst, so auch jetzt der frisch und modern wirkende Internetauftritt. TRELLEBORG Erstmals wurden die Trelleborg-Lebensmittelschläuche auf der Messe Polagra Food in Posen (29. September bis 2. Oktober 2014) präsentiert. Die nächste für uns anstehende Messe ist die Agromashexpo" in Budapest vom 28. bis 31. Januar 2015.

11 JUNGE UNTERNEHMER/INNEN Generationenwechsel: Auf den ersten oder zweiten Blick Manchmal ist die Aufgabe, von der vorigen Generation die Verantwortung zu übernehmen, eine Liebe auf den ersten Blick. Das ist gut. Manchmal kommt die Liebe auch auf den zweiten oder dritten Blick. Und das ist auch gut. So wie bei der Karl Dengler GmbH in Frankfurt. Matti Dengler: Der Lockruf der Praxis An zwei Aussagen aus seiner Kindheit erinnert sich Matti Dengler noch gut. Die eine: Ich an der Ladentheke stehen und Schuhe verkaufen? Niemals! Die andere: Ich will auf jeden Fall mein eigener Chef sein. Beides ist wahr geworden wenn auch anders, als er es sich dachte. Heute ist Matti Dengler zusammen mit seinem Bruder René Geschäftsführender Gesellschafter des väterlichen Betriebs. Und er sorgt als Chef dafür, dass möglichst viele Arbeitsschuhe und andere PSA, aber auch technische Artikel über die Ladentheke gehen. Nur sind das neben der Theke im Verkaufsraum sieben weitere Theken vor Ort beim Kunden, vor allem aber virtuelle Theken im Rahmen des ecommerce. Equipment für Profis per ecommerce Die Nachfolgefrage hatte sich im Hause Dengler nicht unmittelbar gestellt der zwölf Jahre ältere Bruder René war schon früh ins Unternehmen eingestiegen. So konnte Matti Dengler nach dem Abitur erst einmal seinen Interessen nachgehen: Als Mitarbeiter im Eventmanagement in einer Agentur für Marketingkommunikation jettete er durch die Republik und lernte praktisch das, was ihn heute als Unternehmer noch prägt: viel Sinn für Marketing und Werbung und Netzwerkbildung. Beim Studium der Volkswirtschaft erwarb er eine solide theoretische Grundlage. Dann aber lockte doch die Praxis mehr. Nachdem er 1999 ins väterliche Unternehmen eingestiegen und im Schnelldurchgang alle Tätigkeitsbereiche durchlaufen hatte, zeigte sich rasch seine Handschrift. Matti Dengler entwickelte das neue Logo mit der roten 67, dem Gründungsjahr. Gleichzeitig kümmerte er sich um die IT. Aus einem Unix-Server und ein oder zwei PC wurden heute 40 vernetzte PC-Arbeitsplätze, und ein guter Teil des Geschäfts vollzieht sich mittlerweile im Internet. Eine total spannende Aufgabe, den Kunden zu bedienen, der mit dem handgeschriebenen Einkaufszettel an der Ladentheke steht, und gleichzeitig den Kunden, der das volle eprocurement- Angebot nutzt. Kompetenz bündeln 2004 stieg Matti Dengler in die Geschäftsführung auf. Vater Karl Dengler zog sich in den Ruhestand zurück. Heute führen die Brüder Matti und René als gleichberechtigte Geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen und bündeln ihre Kompetenzen: René als Betriebsleiter und Fachmann für PSA und Technik, Matti als Administrator von Marketing/Kommunikation und IT. Seither hat sich viel getan. In Frankfurt- Niedereschbach erwarben die Brüder erstmals eigene Räume. Neben die Versorgung regionaler Unternehmen aus Handwerk und Industrie trat die bundesweite Versorgung von Konzernunternehmen mit Dengler-Shops in den Werksstandorten. Aus Produkten im Warenwirtschaftssystem wurden In den letzten zehn Jahren verdreifachte sich der Umsatz, Matti Dengler: Wir wollen weiter wachsen. Da habe ich einfach Spaß dran! und durch den Beitritt zur KOMPASS-Gruppe ist Dengler zusätzlich Teil einer bundesweit agierenden Kooperation. Netzwerkbildung ist Matti Dengler ohnehin ein Herzensanliegen. Ich bin Netzwerker. Die Kontakte, die ich bei den VTH-Junioren oder im Zukunftskreis der Nordwest- Gruppe knüpfe, die Informationen und Tipps, die man austauscht, das ist unbezahlbar! Vernetzt hat sich Matti Dengler auch privat. Seit seine Frau und er vor zweieinhalb Jahren Zwillinge bekamen, müssen allerdings Hobbys wie Laufen, Wandern, Rad- und Skifahren, Tennis oder Eintracht Frankfurt in den Hintergrund treten. Auch sein alter Zuffenhausener, den er sich gebraucht gekauft hatte, bleibt mittlerweile zu häufig in der Garage. Für seine Frau und die beiden Jungs des Dengler- Juniorenkreises ist der einfach zu eng und zu schnell. Matti Dengler (38): Unsere Maxime: Haben wir nicht, gibt s nicht! Lebenslauf Matti Dengler wurde 1976 in Frankfurt geboren, wuchs in Oberursel auf und machte dort 1996 auch Abitur. Danach studierte er Volkswirtschaft an der Universität Frankfurt und arbeitete im Bereich Eventmarketing einer Marketing- & Kommunikationsagentur. Nach Abschluss des Grundstudiums folgte er dem Ruf der Praxis und stieg 1999 in das väterliche Unternehmen ein. Gleichzeitig ging Matti Dengler abends auf eine Privatakademie und machte dort 2003 seinen Fachwirt Marketing- Kommunikation wurde er in die Geschäftsführung berufen und wurde 2009 Geschäftsführender Gesellschafter. Matti Dengler ist verheiratet und hat zwei Söhne. Dengler 67: Industrie Handwerk Logistik! 1967 gründete Karl Dengler in Kalbach (heute Frankfurt) seine Technische Großhandlung. Die Geschichte seines Unternehmens ist eine Geschichte von Umzügen. Die längste Zeit hatte die Karl Dengler GmbH ihren Sitz in Oberursel ging es zurück zu den Wurzeln. Man bezog in Frankfurt-Niedereschbach ein eigenes Haus mit m² Lagerfläche auf einem m²-grundstück. Seit 2010 ist das Unternehmen Mitglied der KOMPASS-Gruppe der Nordwest Handel AG. Neben dem eigenen Laden verfügt das Unternehmen heute über eigene Shops an sieben Werksstandorten. Geschäftsführende Gesellschafter sind die Brüder Matti und René Dengler, sie beschäftigen mehr als 30 Mitarbeiter, davon zwei Azubis. Genug Platz auf m². Dengler steht für fachkompetente Beratung und umfassenden Service rund um die Themen Arbeitsschutz, Sicherheit, Industrieservice, Beratung und Systembelieferung. Mit den Geschäftsfeldern Industrie, Handwerk, Produktion und Logistik ist die Karl Dengler GmbH der etablierte Arbeitsschutz-Systemlieferant im Rhein-Main-Gebiet. Zu ihren Kunden zählen Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen sowie Industriekonzerne aus unterschiedlichen Branchen. Durch zeitgemäße Servicekonzepte zur Prozesskostenoptimierung (z.b. C-Teile Management sowie Shop-in-shop-Lösungen) steht das Unternehmen für bedarfsgerechte Kundenlösungen. Dengler ist Mitglied der VTH-Fachgrupe PSA. Zeigt die Handschrift von Matti Dengler: flottes Logo, pfiffige Anzeigen gebaut, 2009 gekauft: Das frühere Speditionsgebäude passt perfekt für die Anforderungen einer Technischen Großhandlung, Wachstumspotential inklusive. 11

12 Aktuell Marketing-Tool auf Höchstpersönlich Hans Nappert VTH TOP-Partner-Lenkungsausschuss: Ende einer Ära Joachim Stricker, einer der Gründungsväter der VTH TOP-Partner-Initiative und von Anfang an dabei, beendete nach vielen Jahren seine Mitarbeit an diesen Aktivitäten und scheidet aus dem Lenkungsausschuss aus. Generationswechsel Als Vertreter der jungen Generation im Technischen Handel wurden Philipp Mitzscherlich, Geschäftsführender Gesellschafter Industriebedarf Niemann-Laes GmbH (Lüneburg) und Mario Ernst, Geschäftsführender Gesellschafter PIEL Die Technische Großhandlung GmbH (Soest), vom Gesamtvorstand in den Lenkungsausschuss gewählt. VTH-Vorsitzender Peter Mühlberger würdigt die herausragende Leistung seines Vorgängers, der die Weichen für den Start der VTH TOP-Partner-Initiative gestellt und sie lange Jahre wesentlich geprägt hat. Er bedankt sich im Namen des VTH und der TOP-Partner für das weit überdurchschnittliche und immer zukunftsgerichtete Engagement von Joachim Stricker. Hans Nappert, 45 Jahre, Leiter Produktbereich Schlauch- und Armaturentechnik bei Sahlberg (Feldkirchen bei München), Mitglied im Vorstand der VTH- Fachgruppe SAT auf einem Rettungsboot der Wasserwacht. Was machen Sie eigentlich, wenn Sie mal nicht für Ihr Unternehmen oder für die VTH-Fachgruppe tätig sind? Ich versuche zunächst einmal, ausreichend Zeit für meine Familie zu finden. Ferner bin ich ehrenamtlich bei der Wasserwacht tätig, dort innerhalb einer Ortsgruppe des Bayerischen Roten Kreuzes und zusätzlich in einer regional zuständigen Schnelleinsatzgruppe. Schließlich treibe ich Sport, wenn auch zu wenig ich hätte gerne mehr Zeit dafür. Was sind Ihre besonderen Stärken, was Ihre Schwächen? Eine Stärke ist sicherlich, zeitnah Entscheidungen zu treffen. Eine Schwäche, die aber mit großer Freude, habe ich für gutes Essen. Das macht ja auch siehe oben den Sport notwendig. Joachim Stricker: Wir haben 1998 in Potsdam ein gemeinsames Kommunikationskonzept beschlossen, das in seiner Wirkung wegweisend sein sollte. Grundlage für die positive Entwicklung war die Kernaussage auf dieser Veranstaltung der Markt gehört uns allen. Wir wollten also gemeinsam die nötigen Dinge tun und die Technischer Handel: Blick in die Sterne Fische (20. Februar bis 20. März) Oh, Sie sind das Jahr zu langsam angegangen? Und jetzt geraten Sie arbeitsmäßig schon völlig ins Schwimmen? Blöd, aber was will man machen die Sterne habe es so vorherbestimmt. Das können Sie ruhig auch Ihrem Chef sagen! Widder (21. März bis 20. April) Mal Sonne, mal Regen beim Aprilwetter sind sich auch die Sterne nicht einig. Eine gute Chance, bei der Schutzbekleidung den Verkauf der Sommerkollektion zu starten, aber auch die Reste der Winterkollektion noch abzuverkaufen. Stier (21. April bis 21. Mai) Höchste Zeit für den Frühjahrsputz, mahnen die Sterne! Das gilt natürlich nicht nur für den eigenen Laden, sondern noch mehr für Ihre Kunden. Eine freundliche Erinnerung, Ihre (industriellen) Reinigungsprodukte zu kaufen, kommt immer gut an. haben wir seit nunmehr 16 Jahren richtig gemacht. Wir haben mit der TOP-Partner-Aktivität die Klammer geschaffen zwischen Lieferanten und Technischen Händlern, Vertrauen aufgebaut, und wir haben gelernt, uns gegenseitig zu verstehen und zu akzeptieren. Wir haben wichtige Branchenthemen bearbeitet und neue Formen der Kommunikation umgesetzt. Hier möchte ich stellvertretend nur das VTH-Forum nennen, oder die so wichtige Azubi-Kampagne, die helfen wird, den Nachwuchs für unsere Branche zu sichern. Ich wünsche diesem Team für die Zukunft, dass es die Bodenhaftung nicht verliert, dass wir die Menschen mit unseren Maßnahmen da abholen, wo sie stehen, dass wir den Nutzen unserer Arbeit die Verbesserung unseres Branchenimages erkennbar machen. Ich danke Ihnen allen persönlich für Ihr tolles Engagement für dieses übergreifende Branchenmarketing, das seinesgleichen sucht. Mario Ernst: Von der VTH TOP-Partner- Marketinginitiative profitieren wir gemeinsam, Handel und Industrie. Sich hier zu engagieren lohnt sich und ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Philipp Mitzscherlich: Es ist mir wichtig, von Branchenverantwortung nicht nur zu reden, sondern sie zu leben. Wer sollte das sonst tun, wenn nicht wir Unternehmer im Technischen Handel? VTH TOP-Partner Terminkalender: Tagesaktuell im Internet Nichts ist so alt wie der Termin von gestern, und nichts kann so aktuell gehalten werden wie das Internet. Daher finden Sie die TOP- Termine tagesaktuell unter termine/ Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen Menschen am meisten, welche ärgern Sie? Mich beeindruckt Ausdauer: Wenn jemand durch eine sehr gute Leistung Erfolg hat, egal in welcher Form. Ob mit langjährigem Training (plus einer guten Portion Talent) als Spitzensportler oder mit einer sehr guten und langjährigen Arbeit als Top-Manager. Ferner schätze ich soziales Engagement, z.b. ehrenamtliche Helfer, Pflegekräfte in Krankenhäusern, Altersheimen oder auch in Kindergärten für körperlich/geistig behinderte Kinder. Ärgerlich finde ich Verschwendung auch wieder: egal in welcher Form. Was ist Ihr Lieblingsreiseland? Ich war vor einigen Jahren in Nepal, mit dem Rucksack im Himalaya unterwegs. Viel zu Fuß da wird das Bereisen des Landes ein Stück weit schon zur Meditation. Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen? Weitere Fernreisen später, wenn die Kinder erwachsen sind. Ziele? Zum Beispiel der Inka-Trail in Peru oder Lhasa in Tibet. Ach, da fällt mir spontan noch viel mehr ein. Mit wem würden Sie in der Kneipe nebenan am liebsten über welches Thema diskutieren? Mit dem aktuellen russischen Präsidenten über sein derzeitiges Vorgehen in der Ost-Ukraine. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten was würden Sie Ihrer Branche wünschen? Dass die verschiedenen Dienstleistungen des Technischen Handels beim Kunden als echter Mehr-Wert auch verstanden werden, da diese meist schwerlich über einen Meter-/Stück- Preis ausgedrückt werden können. Das fängt schon beim sehr Kleinen an, etwa einer guten, qualifizierten telefonischen Fachberatung. Wenn dann das Ergebnis ist, dass der Einkäufer meinen Preis im Internet vergleicht, ist das sehr ärgerlich. Vor allem, wenn diese Plattform nur ein rei-ner Sales-Platz ist, keinerlei Dienstleistung anbieten kann und auch nicht die Manpower dafür vorhalten und bezahlen muss. IMPRESSUM - kontakt - 1/2015 Herausgeber: VTH Verband Technischer Handel e.v. Hauptgeschäftsführer Thomas Vierhaus Prinz-Georg-Straße 106, D Düsseldorf Fon: Fax: Internet: Verlag, Redaktion und Gestaltung: HS Public Relations GmbH Gesamtverantwortung: Louis Schnabl Online-Redaktion: Sebastian Schnabl Marbacher Straße 114, D Düsseldorf Fon: Fax: Internet: Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und sonstige Verwendung - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung. Rechtliche Ansprüche können aus dieser Zeitung nicht abgeleitet werden.

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