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1 Projektdokumentation Autor: Ausbildungsberuf: Ausbildungsbetrieb: Sascha Nowak Fachinformatiker Systemintegration DBV-Winterthur Lebensversicherung AG Frankfurter Straße Wiesbaden

2 Inhaltsverzeichnis 1 Intention des Projekts Projektdefinition und Planung Ist Zustand des Microsoft SUS Servers Projektumfeld Projektplan Konzeption SUS Server AU Clients Realisierung Vorgehensweise Windows 2003 Server Installation und Konfiguration Basissysteme Test IIS Server Installation und Konfiguration Test SUS Server Installation und Konfiguration Test AU Clients Installation und Konfiguration Test Test des Gesamtsystems Testkonzept AU Client Test vollautomatisiertes Update Übergabe und Abnahme Fazit SUS Server Projektabschluss Projektplanung Soll / Ist Vergleich Projektfazit Anlagen...19 A1 Glossar A2 Quellen Sascha Nowak

3 1 Intention des Projekts Bei der DBV-Winterthur werden alle Sicherheitsupdates für Windows basierende Serversysteme, die von Microsoft zur Verfügung gestellt werden, zunächst nach Notwendigkeit geprüft. Wird ein Update benötigt, wird dieses zunächst in einer Entwicklungsumgebung getestet. Erst wenn dieser Test erfolgreich und ohne Probleme abgelaufen ist, darf das Update auch in der Produktivumgebung eingespielt werden. Nach der Freigabe des Updates für die Produktivumgebung spielt der Serververantwortliche auf jedem Windows 2003 Server das Update manuell ein. Da dieser manuelle Ablauf sehr zeitaufwändig ist, wurde nach einem Weg der Verkürzung oder sogar vollständigen Automatisierung gesucht. Prinzipiell könnte die Automatische Update Funktion, die seit Windows 2000 in die Microsoft Betriebssysteme implementiert ist, genutzt werden. Allerdings verbieten die Sicherheitsrichtlinien der DBV-Winterthur den hierfür notwendigen transparenten Internetzugang. Aus den zuvor genannten Aspekten entstand mein Projekt Software Update Service (SUS). Die Entscheidung fiel auf den SUS, da dieser einerseits von Microsoft kostenlos angeboten wird und andererseits seine Teilkomponenten bereits in das Betriebssystem Windows 2003 Server integriert sind. Folgende Rahmenparameter wurden festgelegt: Es sollen nur die Windows 2003 Server Systeme berücksichtigt werden. Der Serververantwortliche soll weiterhin die Verantwortung für die zu installierenden Updates tragen und entscheiden können, welche Updates auf welchem Server installiert werden. Man hat sich für einen Halbautomatismus entschieden. Die Updates sollen in einem festen Wartungsfenster eingespielt werden, um so einen Stillstand im Betrieb zu vermeiden. SUS benötigt einen Zugang zum Internet. Auch wenn die Updates von Microsoft immer im.exe Format angeboten werden, sollen die Sicherheitsrichtlinien der DBV-Winterthur nicht berührt werden. Die bestehende Internetbandbreite soll nicht durch mehrfache Downloadanfragen jedes Windows 2003 Servers geschmälert werden. 2 Projektdefinition und Planung 2.1 Ist Zustand des Microsoft SUS Servers Der SUS Server von Microsoft wurde vorwiegend für mittlere und große Organisationen entwickelt, um kritische Sicherheitsupdates (Updates, Sascha Nowak -1-

4 welche sicherheitsbezogene Fehler beheben) und kritische Updates (Hotfixes g), die von Microsoft als kritisch eingestuft wurden) über das Netzwerk auf andere Workstations und Server zu verteilen. Der Administrator des SUS Servers entscheidet, welche Updates die Workstations und Server installieren dürfen. Der SUS unterstützt Windows 2000, Windows XP Home/Professional und Windows 2003 Server als Updatefähiges Betriebssystem. Seit September 2003 können auch Netzwerk Service Packs über den SUS Server verteilt werden. Weiterhin werden der Internet Information Server (IIS) und der Internet Explorer aktualisiert. Windows NT / Server oder Windows 9x Computer werden genauso wenig unterstützt, wie Microsoft Office Produkte. Außerdem bietet SUS keine Funktion zur Deinstallation bereits installierter Updates an. Die Updates können nur an der jeweiligen Workstation oder dem jeweiligen Server deinstalliert werden. 2.2 Projektumfeld Das Projekt wird in der OE 364 Engineering Client/Server Applikationen im Ressort Organisation und Informatik der DBV-Winterthur durchgeführt. Der SUS Server und die beiden weiteren Windows 2003 Server werden in der Laborumgebung, die physikalisch von der Produktionsumgebung abgeschottet ist, eingerichtet. Für die Microsoft Windows 2003 Server standen folgende Hardwarekonfigurationen zur Verfügung: 1 x Compaq Proliant 3000 Server PII 333 MHz, 448MB RAM, 12 GB Festplatte 2 x HP VectraVE Clients PIII 450 MHz, 256MB RAM, 6 GB Festplatte 2.3 Projektplan Der Projektplan, auch Gantt - Diagramm genannt, dient dazu, das betriebliche Projekt zeitlich, auf Grund von Schätzungen, einzuteilen. Diese grafische Übersicht erleichtert die zeitliche Projektplanung und hilft bei der Einhaltung der gesetzten Meilensteine. g) Zu jedem Begriff, der mit diesem Zeichen markiert, befindet sich eine Erklärung im Glossar. Sascha Nowak -2-

5 Der Abschluss eines jeden Teilprojektes bedeutet, dass ein Meilenstein erreicht wurde. 3 Konzeption Der Software Update Service besteht aus zwei Komponenten. Zum einen aus dem SUS Server und zum anderen aus den Automatic Update (AU) Clients. 3.1 SUS Server Der SUS Server ist ein eigenständiger Server. Er stellt die Internetverbindung zur Microsoft Seite her und lädt die dort zur Verfügung stehenden Updates herunter und bietet die heruntergeladenen Updates dann den anfragenden Clients an. Da bei der DBV-Winterthur der Weg zu und aus dem Internet durch eine Firewall g) und einen Proxy g) geschützt ist, muss sichergestellt werden, dass die entsprechenden Rechte an der Firewall oder dem Proxy eingestellt sind. Um die Filterregel korrekt einstellen zu können, bekommt der SUS Server eine feste IP-Adresse. Für die IP-Adresse des SUS Servers muss nun in den Proxy Filterregeln festgelegt werden, dass der Download von ausführbaren Dateien von der Internetadresse gestattet ist. Folgende Einstellungen müssen am SUS Servers noch getätigt werden: Sascha Nowak -3-

6 - Proxy für den Internetzugang eintragen - der Zeitpunkt für die geplante Synchronisation des SUS Servers mit dem Microsoft Update Server - für welche Sprachen der SUS Server die Updates herunterladen soll (bei der DBV-Winterthur: Englisch und Deutsch) - der SUS Server soll bereits freigegebene Updates, welche von Microsoft noch einmal neu herausgegeben werden, nicht automatisch wieder freigegeben Auf die Konfigurationseinstellungen wird in Punkt 4.4 SUS Server noch näher eingegangen. 3.2 AU Clients Der SUS Server liefert keine Updates aus. Vielmehr muss der AU Client eine Anfrage beim SUS Server stellen. Liegen neue Updates auf dem SUS Server bereit, dann lädt der AU Client diese Updates herunter. Den gesamten Prozess der Anfrage, des Herunterladens und der Installation wird also von dem Automatic Update (AU) Client übernommen. Konfiguriert wird der AU Client über den Gruppenrichtlinieneditor. Der AU Client muss so konfiguriert werden, dass er die Updates vom SUS Server herunterlädt und nicht direkt bei Microsoft. Weiterhin muss, wie bereits in den Rahmenparametern festgelegt, die halbautomatisierte Updateverwaltung konfiguriert werden. Bei der halbautomatisierten Updateverwaltung wird AU Client so konfiguriert, dass neue Updates automatisch auf den Windows 2003 Server heruntergeladen werden. Ist das Update vollständig heruntergeladen, wird der Serveradministrator hierüber mit einem PopUp- Fenster informiert und zur Installation der Updates aufgefordert. Der Serveradministrator kann einzelne Updates abwählen und die Installation auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. 4 Realisierung 4.1 Vorgehensweise - Installation und Konfiguration der drei Windows 2003 Server - Funktionstest der Windows 2003 Server - Installation des IIS Servers auf dem Windows 2003 Server für SUS - Installation und Konfiguration des SUS Servers - Funktionstest des SUS Servers - Konfiguration der AU Clients - Funktionstest der AU Clients - Abschließender Test des Gesamtsystems Sascha Nowak -4-

7 4.2 Windows 2003 Server Installation und Konfiguration Basissysteme Als Betriebssystem wird Microsoft Windows 2003 Server auf allen drei Servern nach dem Windows 2003 Styleguide für Server der DBV- Winterthur installiert Test Es traten keine Probleme oder Fehler bei der Installation und Konfiguration auf. 4.3 IIS Server Installation und Konfiguration Da der SUS Server für den Betrieb Internet Information Service (IIS) 5.0 oder höher voraussetzt, wird dieser auf dem Windows 2003 Server für den SUS Server installiert. Der Internet Information Service ist ein Webserver. Ein Webserver stellt Webseiten bereit, die andere Benutzer über ihren Browser abrufen können. SUS Server funktioniert auch auf IIS Servern, die bereits eine Webseite hosten g). Mit diesen Webseiten kann der SUS koexistieren. Windows 2003 Server bringt bereits die Version 6.0 des IIS mit. Um den IIS auf dem Windows 2003 Server zu installieren geht man wie folgt vor: Unter Administrative Tools Configure Your Server Wizard starten. Hier wird dann zunächst der Server nach bereits installierten Services durchsucht. Sascha Nowak -5-

8 Bis zum folgenden Fenster einfach mit Next bestätigen. Hier muss dann Application server (IIS, ASP.NET) ausgewählt und mit Next bestätigt werden. Dieses Bild ohne Auswahl von FrontPage Server Extensions und Enable ASP.NET mit Next bestätigen. Zum Schluss kommt nun noch eine Zusammenfassung der ausgewählten Installationsoptionen. Auch diese mit Next bestätigen. Sascha Nowak -6-

9 Nun noch den richtigen Laufwerkspfad (R: = CD-ROM Laufwerk) angeben und der IIS wird von der Windows 2003 Server CD installiert. Mit Finish wird die Installation vollständig beendet. Es sind keine weiteren Einstellungen am IIS vorzunehmen. Alle benötigten Einstellungen werden vom SUS selbst erledigt Test Es traten keine Probleme oder Fehler bei der Installation und Konfiguration des IIS auf. Sascha Nowak -7-

10 4.4 SUS Server Installation und Konfiguration Nach Aufruf der Installation mit Next die Installation starten. Das End-User License Agreement mit I accept the terms in the License Agreement akzeptieren und mit Next bestätigen. Den Setup Typ wählen. Typical installiert den SUS Server in das Verzeichniss, aus dem das Setup aufgerufen wurden. Mit Custom kann der Installationsordner und der Ordner für die Updates frei gewählt werden. Für die Testumbebung wurde die Sascha Nowak -8-

11 Installationsart Typical gewählt. Im späteren Produktivbetrieb muss, nach den Styleguide Vorgaben, der SUS Server in den Ordner D:\Programs\SUS installiert werden. Bevor nun die Installation mit Install gestartet wird, gibt die Installationsroutine noch die URL für die Downloads der AU Clients bekannt. Diese URL entsteht aus dem NetBios Namen (Computername) des Servers. Am Ende der Installation wird noch die Adresse zur Administrationsoberfläche bekannt gegeben. Diese Adresse ist mit jedem Browser erreichbar, der sich im selben Netzwerk wie der SUS Server befindet. Die gesamte Administration des SUS Servers erfolgt über den Browser. Ein physikalischer Zugang oder ein Remotezugriff auf den Server sind somit nicht zwingend notwendig. Mit der Adresse gelangt man auf die Administrationsoberfläche des Servers. Sascha Nowak -9-

12 Ein Blick auf die Administrationsoberfläche des SUS: Nach der ordnungsgemäßen Installation des SUS Servers folgt die Konfiguration. Über Set options kann der zum Download der Updates benötigte Proxy Server eingetragen sowie die Sprachen der Updates ausgewählt werden. Falls ein weiterer SUS Server für z.b. eine Testumgebung der Updates besteht, kann der SUS Server auch von diesem die von ihm freigegebenen Updates beziehen. ( Select which server to synchronize content from: ) In unserem Fall wird Synchronize directly from the Microsoft Windows Update servers ausgewählt. Sascha Nowak -10-

13 Weiter unten kann ausgewählt werden, wie mit Updates umgegangen wird, die bereits freigegeben wurden, aber von Microsoft erneut herausgegeben wurden. ( Select how you want do handle new versions of previously approved updates: ). Auch diese sollen noch einmal neu freigegeben werden und deshalb wird Do not automatically approve new versions of approved updates. I will manually approve these updates later. ausgewählt. Sollten diese Updates automatisch wieder freigegeben werden, so wäre der andere Punkt auszuwählen. Nachdem diese Einstellungen nun getätigt sind, müssen sie noch mit Approve übernommen werden. Sascha Nowak -11-

14 Jetzt wird über Synchronize Server noch die automatische Synchronisation eingestellt. Schedule Synchronization auswählen und folgendes Fenster erscheint: Hier Synchonize using this schedule auswählen und die Standardzeit von 03:00 auf eine für den Betrieb bessere Zeit stellen. Microsoft rät davon ab, die Zeit auf 03:00 zu belassen, da hier davon auszugehen ist, dass zu dieser Zeit die Server von Microsoft überlastet sind. Um schnellstmöglich an die kritischen Sicherheitsupdates zu kommen, stellen wir On the following day(s): auf Daily. Die Anzahl der Synchronisationswiederholungen bei einem Fehler ( Number of synchronization retries to attempt on a scheduled synchronized failure: ) kann auf 3 stehen bleiben. Bei einem Fehler wird der SUS Server drei mal mit einer Pause von je einer halben Stunde bei Microsoft nach neuen Updates anfragen. Unter Approve Updates können nun die Updates ausgewählt und freigegeben werden, welche für das jeweilige System benötigt werden. In diesem Fall langt es vollkommen, wenn alle Updates, welche für Windows 2003 Server bestimmt sind, freigegeben werden. Wird fälschlicherweise ein Update über Approve für Windows XP freigegeben, ist dies nicht weiter tragisch, da die AU Clients nur die Updates vom SUS Server herunterladen, welche auch für ihr System benötigt werden. Das Synchonization Log zeigt das Ergebnis der letzten Synchronisation. Es zeigt z.b. welche Updates neu heruntergeladen wurden und welche Updates auf Grund eines Fehlers noch nicht heruntergeladen werden konnten Test Bei diesem ersten Testabschnitt wurde die Downloadfähigkeit der Updates von der Microsoft Seite getestet. Schon bei diesem Schritt traten Fehler auf. Zum einen konnten die Updates beim ersten und zweiten manuellen Versuch nicht mit der Microsoft Download Seite kommunizieren. Hiernach wurde dann über das Wochenende die Schedule Synchronization gestartet. Wie dann später das Synchronize Log zeigte, brauchte der Sascha Nowak -12-

15 SUS Server 48 Stunden, um alle bereits von Microsoft veröffentlichten Updates herunterzuladen. Erst nach diesem Zeitraum konnten neue Updates ohne Fehler heruntergeladen werden. Dieses Problem kann zum einen am Internetzugang der DBV-Winterthur in der Laborumgebung liegen oder an möglichen Überlastungen des Microsoft Update Servers. Da dieses Problem nur zum Anfang des SUS Serverbetriebs vorlag und nach 48 Stunden auch nicht mehr auftrat, kann es weitestgehend vernachlässigt werden. Ein viel wichtigerer Aspekt stellte sich allerdings auch bei der Einsicht in die Synchronization Log heraus. Die Updates werden nämlich nicht, wie zunächst angenommen, von heruntergeladen, sondern von Diese Änderung ist für den späteren Produktivbetrieb eine wichtige Erkenntnis. Denn so muss die Proxy Filterregel den Download von ausführbaren Dateien von einer anderen Seite gestatten. Während der weiteren Beobachtung der SUS Server Synchronisation traten keine neuen Besonderheiten auf. 4.5 AU Clients Installation und Konfiguration Da der AU Client in den Windows 2003 Server integriert ist, bedarf es keiner weiteren Installation. Der AU Client kann direkt über den Lokalen Gruppenrichtlinieneditor konfiguriert werden. Start und dann Run auswählen. Hier gpedit.msc eingeben. Dies öffnet den lokalen Gruppenrichtlinieneditor. In einem Active Directory g) können Gruppenrichtlinien (Group Policy) über die Active Directory Management-Konsole administriert werden. Auf dem Windows 2003 Server mit laufender Active Directory DAS.msc anstatt, wie oben genannt, gpedit.msc unter Run eingeben und man befindet sich im Snap-In für Benutzer und Computer in der Active Directory. Weiter mit den Einstellungen für die lokale Gruppenrichtlinie. Sascha Nowak -13-

16 In der Computer Configuration den Ordner Administrative Templates Windows Components Windows Update wählen. Hier zunächst Configure Automatic Updates wählen, um das Verhalten des AU Clients bei neuen Updates zu konfigurieren und den Zeitpunkt der Update Kontrolle zu bestimmen. Configure Automatic Updates auf Enabled stellen. Configure automatic updating auf 3 Auto download and notify for install stellen, um neue, freigegebene Updates automatisch auf den Client herunterzuladen und abzuwarten, bis der Serveradministrator die Installation der Updates bestätigt. Erst nach der Bestätigung wird das Update auch durchgeführt. Nun sind hier alle benötigten Einstellungen getätigt und können mit OK bestätigt werden. Sascha Nowak -14-

17 Damit der AU Client die Updates nicht von Microsoft direkt herunterladen will, muss ihm noch unter Specify intranet Microsoft update service location der Name des SUS Servers eintragen. Hier auch wieder Specify intranet Microsoft update service location auf Enabled stellen, damit die Adresse des SUS Servers in Set the intranet update service for detecting updates eingetragen werden kann. Set the intranet statistics server ist der IIS Server, der die Aktivitäten des Clients protokolliert; im Normalfall die gleiche Adresse, wie die des SUS Servers. Auch diese Einstellungen sind nun getätigt und können mit OK bestätigt werden. Der Lokale Gruppenrichtlinieneditor kann nun geschlossen werden. Jetzt sollten die Clients automatisch die neuen Updates herunterladen Test Nach der ersten Konfiguration der AU Clients wurden die Updates auch innerhalb kürzester Zeit (höchstens 2 Stunden) vom SUS Server heruntergeladen und warteten danach mit einem PopUp-Fenster auf die Installationsbestätigung des Serveradministrators. Diese Installation konnte einfach bestätigt und sofort gestartet oder mit einem Remind Me Later verschoben werden. Die Konfiguration war erfolgreich. Es traten keine Probleme auf. 5 Test des Gesamtsystems 5.1 Testkonzept Zum Testen wurde das Update KB824146, welches der SUS Server bereits von Microsoft heruntergeladen hatte, am SUS Server freigegeben. Das freigegebene Update wurde automatisch vom SUS Server heruntergeladen. Der Serveradministrator wurde mit dem bereits erwähnten PopUp-Fenster davon in Kenntnis gesetzt, dass das neue Update KB heruntergeladen wurde und zur Installation bereitsteht. Sascha Nowak -15-

18 Die Installationsaufforderung wurde bestätigt. Nach der Fertigstellung der Installation wurde über Control Panel, Software kontrolliert, ob das Update erfolgreich installiert wurde. Desweiteren wurde im Event Log des Windows 2003 Servers nachgeschaut, ob dort Fehler oder Hinweise verzeichnet sind, welche den AU Client oder die Installation des Updates KB betreffen. Da das Update KB in der Software Liste des Windows 2003 Servers auftauchte und im Event Log keine Fehler verzeichnet waren, konnte auch der Test des Gesamtssystems erfolgreich abgeschlossen werden. 5.2 AU Client Test vollautomatisiertes Update Zusätzlich zu dem im Konzept festgelegten halbautomatisierten Updatevorgang war ein Test des vollautomatisierten Updatevorgangs in Auftrag gegeben worden. Beim vollautomatisierten Updatevorgang lädt der AU Client das Update herunter und installiert es, ohne jeglichen Eingriff des Serveradministrators. Der vollautomatisierter Updatevorgang sollte zu keinen Serverausfallzeiten führen, wenn die Server redundant ausgelegt sind und unterschiedliche Update Zeiten in den beiden AU Clients der Server eingetragen sind. Bevor das vollautomatisierte Update getestet werden konnte, mussten die Updates aus dem Test des halbautomatisierten Updatevorgangs manuell aus dem Softwarekatalog des jeweiligen Windows 2003 Servers deinstalliert werden. Erst nach der Deinstallation konnte dann der vollautomatisierte Updatevorgang getestet werden. Zum einen wurde der AU Client so konfiguriert, dass er die Updates automatisch herunterlädt und diese dann auch automatisch installiert, unabhängig davon, ob hierfür ein Neustart erforderlich ist. Zum anderen wurde der AU Client so konfiguriert, dass er nur Updates installiert, welche keinen Neustart erfordern. Wird von dem AU Client aber doch ein Update heruntergeladen, welches einen Neustart fordert, erscheint ein PopUp-Fenster. Das PopUp-Fenster muss der Serveradministrator bestätigen, damit das Update installiert und der Server neu gestartet werden kann. Auch bei den Tests für den automatischen Updatevorgang traten keine Probleme oder Fehler auf. 6 Übergabe und Abnahme Die Projektdokumentation und die installierte Umgebung wurden an den Auftraggeber des Projekts, Markus Joppich (OE 364), übergeben und von diesem abgenommen. Sascha Nowak -16-

19 7 Fazit SUS Server Der von Microsoft kostenlos angebotene SUS Server erfüllt die geforderten Rahmenparameter der DBV-Winterthur. Dennoch ist zu sagen, dass der SUS Server nicht alle Updates, welche Microsoft veröffentlicht, installieren kann. Hier eine Übersicht: Veröffentlichungen von Microsoft Updates von SUS Server eingeschlossen kritische Updates kritische Sicherheitsupdates unkritische Updates Treiberupdates Servicepacks Eine umfangreichere Alternative zum SUS könnte zum einen Update Expert von Sunbelt sein. Update Expert unterstützt die selben Betriebssysteme wie SUS. Hinzu kommen aber noch Updates für Microsoft Exchange und SQL Server und der größere Funktionsumfang der es erlaubt normale Updates über das System einzuspielen. Die Lizenzkosten betragen 780 US Dollar für 1-50 Clients. Als weitere Alternative wäre HFNetChkPro Security Patch Management von Shavlik zu nennen. HFNetChkPro hat einen noch größeren Funktionsumfang als Update Expert. Zu den bereits genannten Betriebsystemen kommt bei HFNetChkPro noch Windows NT und bei den Updatefähigen Programmen kommt Outlook, Microsoft Office und Java Virtual Machine hinzu. Die Lizenzkosten betragen US Dollar für Lizenzen. 8 Projektabschluss 8.1 Projektplanung Soll / Ist Vergleich In diesem Projekt gab es kleinere, zeitliche Abweichungen. Sascha Nowak -17-

20 Zum einen wurde die Installation des ersten Windows 2003 Server vorgezogen, um während der laufenden Installation weiter an der Konzeption des SUS Servers arbeiten zu können. Zum anderen konnten durch die vorgezogene Windows 2003 Server Installation die Installation und Konfiguration des SUS Servers parallel zur Installation der beiden weiteren Windows 2003 Server geschehen. Beim Test traten keinerlei Fehler oder Probleme auf. Somit blieb auch die Fehleranalyse und Fehlerbehebung aus. Aus diesen Gründen nahm der Test insgesamt weniger Zeit in Anspruch. Insgesamt belief sich nun die Projektzeit auf 34 Stunden. 8.2 Projektfazit Bei diesem Projekt hat sich für mich herausgestellt, dass ein frühzeitiger Einblick in die Thematik von Vorteil ist. Sobald man die Komplexität eines jeden Teilprojektes überschaut hat kann man auch noch während der Projektlaufzeit in den Verlauf des Projektes eingreifen und diesen zum positiven verändern. Weiterhin ist mir noch bewusster geworden, wie wichtig eine gut geplante Konzeption ist, denn sie ist das Herzstück eines erfolgreichen Projektverlaufs. Sascha Nowak -18-

21 Anhang A1 Glossar Active Directory Microsoft Produkt zur Verwaltung von Computern und Benutzern, sowie deren Rechte in einem Netzwerkverbund. Firewall Rechner, der einem lokalen Netzwerk (LAN) vorgeschaltet ist. Er dient als Sicherheitssystem, das helfen soll, ein geschlossenes Netzwerk vor Hackern und anderen nicht autorisierten Nutzern zu schützen. Hosten Speicherplatz für einen Internetauftritt bereitstellen. Hotfix Ein Patch für Microsoft-Produkte. Patch Fehlerbehebungsroutine für von Anwendern und Herstellern nach Auslieferung einer Software festgestellte Fehler. Proxy Ein Proxy verfügt über eine Verbindung zum Internet. Alle Clients sind so konfiguriert, dass sämtliche Internetanfragen zunächst an den Proxy und erst von dort an das Internet bzw. die Antworten zunächst an den Proxy und erst von dort an den Client gesendet werden. Redundanz Bezeichnung für die Eigenschaft eines Rechnersystems, bei dem bestimmte Hard- und/oder Software-Komponenten mehrfach installiert sind, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Bei Ausfall einer Komponente übernimmt die redundante Komponente automatisch deren Funktion. A2 Quellen Microsoft TechNet Microsoft-Sicherheitstools: Software Update Service (Teil 1) Glück & Kanja Consulting AG: SoftwareUpdate Service Documentation Microsoft SUS Whitepaper: Deploying Microsoft Software Update Services Sascha Nowak -19-

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