Schule: Peter-Hille Schule Städtische Realschule der Sekundarstufe 1 Zur Warte Nieheim Tel: Fax:

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1 Schule: Peter-Hille Schule Städtische Realschule der Sekundarstufe 1 Zur Warte Nieheim Tel: Fax: Website: Projektleiterin: Heike Kröckel-Kettler Zur Warte Nieheim Tel: (privat) Fax: Fachlicher Partner Dipl. Restauratorin Maja Hänsel Talstr Marienmünster Tel: Der Schwerpunkt des Projektes lag in der Beschäftigung mit den örtlichen Kulturdenkmälern der Stadt Nieheim. Im Vordergrund stand dabei die Baukultur der Stadt Nieheim. Die SchülerInnen übernahmen eine Patenschaft für eine Denkmal vor Ort und setzten sich intensiv damit auseinander.

2 Die Punkte des Konzeptes im Einzelnen Denkmäler in Nieheim Die SchülerInnen machten eine Stadtrallye und entdeckten Denkmalgeschütztes in Nieheim. Darüber hinaus fanden sie Gebäude und anderes, was ihrer Meinung nach denkmalgeschützt werden sollte. Denkmal? Was ist das eigentlich? Definition und Einordnung des Denkmalbegriffes: Recherche, auch im Internet. Auch das Kennenlernen verschiedener Baustile und Epochen war hier in Form von Referaten bzw. Vorträgen von Bedeutung. Die Patenschaft SchülerInnen entschieden sich für ein Denkmal und machten eine Bestandsaufnahme: Pastorengruften Ein Fachwerkhaus Ein Bildstock Was hat dein Denkmal alles erlebt? Das Archiv der Stadt Nieheim befindet sich unter unserer Schule in einem Keller. Wir bekamen Gelegenheit dort zu recherchieren, allerdings gab es neben der Schwierigkeit, dass das Archiv nur ansatzweise geordnet ist, die Problematik, alte Akten zu lesen (Schrift) und zu entziffern. Es wurde auch ein Treffen mit dem Heimatpfleger der Stadt Nieheim gemacht, der uns sehr viel zu den Pastorengrüften und dem Bildstock erzählen konnte. So stellte sich heraus, dass der Bildstock, der im Eingangsbereich des Friedhofes steht, ein Kindergrabstein war, der früher vor der katholischen Kirche stand. Als der WDR anlässlich des Nieheimer Brunnens zur Aufnahme kam, rückte unser Fachwerkhaus in den unmittelbaren Mittelpunkt unserer Arbeit, da dieses Haus das erste Nieheimer Haus mit Wasserversorgung in der Küche war. So konnten wir Zeitzeugen befragen und erhielten viele Informationen. Darüber hinaus hatte der Kurs einen Fernsehauftritt, was ungemein motivierend für die SchülerInnen war. Wie war das früher? Arbeiten wie im Mittelalter o Wir machten eine Exkursion zu unserem fachlichen Partner, dem Steinmetz, wo die SchülerInnen Gelegenheit bekamen, mit Hammer und Meißel zu arbeiten. o Die SchülerInnen legten übertünchte Gemälde frei, mit Skalpell und viel Vorsicht konnten sie nach einiger Zeit entdecken, was sich mal in Wirklichkeit unter ihrem Gemälde verbarg.

3 o In der Vorweihnachtszeit wurden Putten gegossen und vergoldet. So lernten die SchülerInnen einfache Abformtechniken kennen und Kunst des Vergoldens. o An unserem Abschlusswochenende, an dem wir in der Schule übernachtet haben, erstellten die SchülerInnen ein Fresko. Sie verstanden einerseits die chemischen Reaktionen (Kalk-Sand-Farben), andererseits waren sie wie die alten Kirchenmaler, abgesehen der Auswahl ihrer Motive, tätig. Und heute? Berufe rund ums Denkmal Die intensive Betreuung unserer fachlichen Partnerin, der Restauratorin Maja Hänsel, ermöglichte tiefere Einblicke in die Berufe rund um das Denkmal. Darüber hinaus wurden die verschiedenen Schülerworkshops von dem Treffen in Raesfeld im Unterricht thematisiert. Bedeutenden Denkmale in unserer Gegend Leider konnten diese Exkursionen nicht stattfinden, da die zweite Rate der Stiftung fast von dem Treffen Raesfeld verschlungen wurde (siehe Abrechnung). Geplant war eine Exkursion in das Freilichtmuseum Detmold und nach Corvey. Eine Diagnose vom Denkmal erstellen Die SchülerInnen erstellten eine Zeichnung ihres Denkmals und lernten einfache Techniken zur Erfassung von Schäden an Denkmalen kennen. Sie fotografierten Schäden und nahmen Schadenskartierungen vor. Erste Hilfe dringend nötig? Die SchülerInnen ermittelten die unterschiedlichen Einflüsse, die ein Denkmal gefährden und überlegten, wie man Schäden oder Verfall sichern bzw restaurieren könnte. An unserem Denkmalwochenende wurden die Gruften und der Bildstock gereinigt, dh. von Moosen und Flechten befreit, Efeu und Unkraut wurde entfernt. Der vorher nachher Effekt war beeindruckend. Schau mal Mein Denkmal Öffentlichkeitsarbeit war ein elementarer Punkt in diesem Kurs. Das lag sicherlich einerseits daran, dass der Praxisanteil (siehe wie war das früher) sehr hoch war und die SchülerInnen Produkte herstellten: Fresken, vergoldete Putten etc. wurden im Foyer in einer Vitrine ausgestellt, daneben waren Stellwände, die mit Referaten, Plakaten, Postern und auch Fotos unsere Arbeit dokumentierten. Die Presse, ebenso die Schülerzeitung, war stark vertreten sogar das Fernsehen (WDR) zeigte eine kurze Sequenz zu unserem Kurs.

4 Die Bewohner Nieheims beobachteten wohlwollend die Arbeiten an unseren Denkmälern und lobten die SchülerInnen für ihren Einsatz und ihr Engagement. Am Tag der offenen Tür stellten wir unseren Kurs vor und erstellten mit einer Buttonmaschine Buttons, die mit dem Denkmallogo und unserem Schulnamen bereits versehen waren und von den Interessenten bunt gestaltet werden konnten. Mein Fazit: Ein gelungener Kurs, der sowohl mir als auch den SchülerInnen sehr viel geboten hat. Wir haben auf ganz vielen verschiedenen Ebenen gearbeitet. Historische, technische, chemische, künstlerische, journalistische und denkmalerische Seiten wurden angesprochen und intensivst bearbeitet. Dieser Facettenreichtum sorgte für hohes Engagement und viel Freude. Durch die Auseinandersetzung mit den Denkmälern vor Ort [...] ergibt sich der Blick für die alltäglichen Fragen des Denkmalschutzes, der Erhaltung, Pflege, Restaurierung und Nutzung von historischen Bauwerken und Stätten (Denkmal aktiv, Kulturerbe macht Schule, Arbeitsblätter für den Unterricht, S. 4). Auch dieses Ziel haben wir erreicht. Die langfristige Projektarbeit, die Dokumentation der eigenen Ergebnisse und das Führen des Denkmaltagebuches unterstützte das eigenverantwortliche Arbeiten.

5 Kostenplan Unterstützt wurde der Kurs von der Schule. Die anfallenden Kosten für Papier, Kopien, (Farb)drucke, Mappen, Plakate, CDs etc sowie das Ausleihen der Buttonmaschine und die Rohlinge am Tag der offene Tür übernahm die Schule komplett. Die fachlichen Partner verlangten überhaupt kein Geld der Steinmetz stellte zb. seine Werkstatt zwei Nachmittage zur Verfügung, ebenso Material (Steine zum Bearbeiten) Schutzmasken und Werkzeuge (Als Dank bekam er natürlich einen schönen Artikel in der Presse) Die Stadt Nieheim unterstützte uns in Sachen Recherche und Archivarbeit und stellte jedes mal einen Mitarbeiter ab, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Ebenso der Heimatpfleger, der uns aufschlussreiche Informationen zu unseren Denkmälern vor Ort gab. Eltern halfen bei Transporten und sorgten für Material und Verpflegung an unserem Denkmalwochenende. Etwas kritisch sehe ich allerdings die hohen Kosten für das Treffen in Raesfeld. Angereist sind wir mit zwei Lehrern und zwei Schülern wie angedacht. Das Wochenende hat uns, ohne Fahrtkosten, 650 Euro gekostet. Mit Fahrtkosten, die ich mit 30 cent pro km berechnet habe, entsteht eine Summe von 780, 75 Euro. Effektiv konnte ich also 20 Euro von der zweiten Rate nutzen. So habe ich letzten Endes einige der entstandenen Kosten selbst tragen müssen.

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