I. 1 Internet: Grundlagen und Kontext. Georg Holzer, , Medienlehrgang Universität Graz

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1 I. 1 Internet: Grundlagen und Kontext Georg Holzer, , Medienlehrgang Universität Graz

2 Organisatorisches Voraussetzungen für Note und Prüfung Anwesenheit Folien Download und später weiterführende Links sowie eine YouTube Playlist und Ankündigungen Unklarheiten? Fragen stellen, Wikipedia lesen oder kontaktieren Sie mich jederzeit (Antworten können dauern). Kontaktdaten: Georg Holzer E Mail: Telefon:

3 Benotung & Prüfung Schriftliche Prüfung Multiple Choice Test (75 Punkte) Schriftliche Arbeit Kurze schriftliche Arbeit (500 Worte, max. 25 Punkte) Themen folgen noch = 2 ECTS-Punkte entsprechen einem Gesamtaufwand von 50 Stunden á 60 Minuten

4 Zum Inhalt Teil 1: 12. Oktober Kontext: Entstehung und Funktionsweise des Internets Begriffsdefinitionen und grundlegende Techniken im Netz Das Web als Plattform: Entstehung, Technik und Möglichkeiten auf vielen verschiedenen Endgeräten Teil 2: 25. Oktober Technische Grundlagen des Web: http, HTML, CSS, JavaScript, RSS, APIs etc. Aufbereitung von Inhalten für das Web: Content Management Systeme, Multimedia Mobiles Web und Apps Erfolgsmessung und Anpassung von Online Angeboten Teil 3: 23. November Onlinewerbung, Social Web und Privatsphäre Praktisches für die Arbeit als Journalist und Medienmanager: E Mail Verschlüsselung, Quellenrecherche, Lizenzmodelle etc. Aktuelle Trends

5 Zum Inhalt Wer durfte sich mitteilen? Wer hatte eine Stimme? Wir konnte Pamphlete verteilen. Man verabredete sich per Telefon. Wer die Massen erreichen wollte, brauchte Geld. Das Internet ist das großartigste Werkzeug, das die Menschheit je hervorgebracht hat. Es gibt jedem eine Stimme. Es ist destruktiv und verändert alles. Es schafft die ultimative Gleichheit von Menschen.

6 Das größte Werkzeug der Menschheit Es steht für mich auf einer Ebene mit anderen, ganz großen Erfindungen der Menschheit. Feuer Rad Druckerpresse Automobil

7 Eine unzensierbare Revolution Iran 2008: Monatelang war Online Kommunikation über Twitter & Co. nicht abstellbar China heute: Die größte Gefahr kommt von innen Zensoren, in der 50 Cent Army kommentieren Das Netz ist per Design nicht zensierbar

8 die jeden einzelnen Bereich erfasst hat. Das Internet macht die Globalisierung erst vollständig. Was änderte sich? Welche Branchen unterliegen dem Wandel am meisten? Finanzen, Banken, Versicherungen? Milliarden werden mit Lichtgeschwindigkeit über Netze zwischen Kontinenten verschoben. Medien? Jeder ist heute ein Medium, Nachrichten verbreiten sich in Sekundenschnelle rund um den Erdball, Produktion wurde billiger Handel, Reisen? Preisvergleiche sind am Handy möglich, Logistik wird billiger, jeder kann alles überall anbieten Industrie? Produktentwicklung wurde dramatisch beschleunigt. Die Gesellschaft? Wissen ist für jeden unendlich verfügbar. Onlinesucht Unterhaltungsindustrie? Napster lässt grüßen Josef Schumpeter (Österr. Schule der Volkswirtschaft) lässt grüßen! Kreative Zerstörung: Nichts und niemand kann sich dem Wandel durch das Netz entziehen.

9 Die ultimative Machtverschiebung EINST UND JETZT Gott Papst & Kirche Jeder hat eine Stimme. Jeder, der dies will, hat gleiche Chancen. Es gibt keine bzw. eine sehr flache Hierarchie. Kaiser(innen) Geldadel Beamte Bürger

10 1 Vom Telegraphen zum WWW

11 Das British Empire Ein großes Reich braucht Kommunikation.

12 Telegraphen für ein Weltreich 1730: Alessandro Volta entdeckte, dass sich elektrischer Strom entlang eines Leiters bewegt 1833: erste telegrafische Nachrichtenübertragung innerhalb von Göttingen durch Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß 1844 entwickelte Samuel Morse den Schreibtelegrafen 1850 wurde mit der Entwicklung der Seekabel begonnen gelang die erste Verlegung eines transatlantischen Kabels. Es war aber nur wenige Wochen in Betrieb waren große Teil der Welt verkabelt

13 See und Landkabel anno 1901 Kommunikation wurde binnen weniger Jahrzehnte enorm beschleunig Was zuvor Wochen dauerte (Brief per Schiff), ging nun in Lichtgeschwindigkeit Erste Telekommunikations Konzerne entstanden Anzahl der telegrafischen Nachrichten explodierte:

14 Das Telefon 1670 gab es die ersten Versuche, Sprache mit Instrumenten zu übertragen, die Trompeten ähnelten. Anfang 19. Jahrhundert: Sprachrohrleitungen in Schiffen. 1854: Erste Sprachübertragung über elektrische Leitungen 1876 erstes praktikables Telefon in Boston durch Alexander Graham Bell 1878: Kondensatormikrofon durch David Edward Hughes und Hörer durch Werner von Siemens 1913: Das Impulswahlverfahren ersetzte das Fräulein vom Amt

15 und der Netzwerkeffekt Theodore Vail, Präsident von Bell Telephone (1908): Gäbe es nur einen einzigen Kunden mit einem Telefon, ist der Wert für ihn gleich Null. Gibt es sehr viele mit einem Telefon, hat das einen unglaublich großen Wert. Je größer die Zahl der Teilnehmer, umso eher steigt die weitere Verbreitung einer Technologie Das geht zum Monopol entlang einer Spirale nach oben. Konkurrenten werden sukzessive aus dem Markt gedrängt. Heutige Parallele: Facebook oder Google

16 3 Trends bei Entstehung des Internets Der Kalte Krieg Unis hatten knappe Rechenkapazitäten Libertäre Gegenkultur Hippies

17 Sputnik: A Beep from the Sky Eine fußballgroße Blechkugel mit vier Antennen schockt 1957 die USA. Alarmsignal bei den Amerikanern: Wenn die Russen völlig ungehindert alles über Amerika bewegen können was können sie sonst noch? Die ARPA (Advanced Research Projects Agency) Kennedys Mond Auftrag (1962) und viele weitere Projekte sind direkt auf Sputnik zurückzuführen. Auch das Internet

18 1 Unmöglicher Gegenschlag? Frage 1: Was passiert, wenn die Sowjetunion zum Erstschlag angreift? Frage 2: Gibt es dann noch eine Möglichkeit zum Gegenschlag? Der wunde Punkt waren damals die Telekommunikationsnetze, die zentrale Vermittlungspunkte haben mussten. Sind diese Punkte zerstört, ist keine Kommunikation möglich. Gibt es keine Kommunikationsmöglichkeiten, kann kein Gegenschlag eingeleitet werden.

19 1 Telefon: Circuit Switching Telefone setzen geschlossene Schaltkreise (circuit switching) voraus. Telefonnetze sind zentral rund um Hubs organisiert und daher nicht redundant/ausfallssicher.

20 2 Erste Großrechner Die ersten Computer füllten Räume. Man brauchte sie zum Rechnen. Sie wurden nicht erfunden, um zu kommunizieren. Um den Sputnik Schock aufzuholen, brauchten die USA enorme Rechenleistung. Doch daran gab es einerseits einen Mangel andererseits unterschiedliche Auslastungen. J. C. R. Licklider formulierte 1960 die Grundlagen für diese Vernetzung Verteilte Kontrolle: Kein Computer sollte das gesamte Netz kontrollieren.

21 3 Counter culture & liberitarianism Bürgerrechtsbewegung, Kampf für die Rechte von Minderheiten und der Protest gegen den Vietnamkrieg vermischten sich in Kalifornien zu einer Gegenkultur. Libertarismus Liberalismus Heute wären Teile dieser Ideologie mit der Tea Party vergleichbar. Libertäre Hippies lehnten Obrigkeiten ab, anerkannten keine Autoritäten. Es waren Techno Libertäre, die das Internet entwickelten. Es ist KEIN ZUFALL, dass das Netz keine Autorität kennt und nicht einfach abgeschalten werden kann.

22 Großcomputer und erste Vernetzung Basierend auf Lickliders Konzepten sollte Paul Baran der Netz für die ARPA bauen. Routenplanung: Hot Potato Routing Header: Packets Switching mit einem Briefkopf (woher, wohin?) Knoten: Wie Postamt, das jedoch Kopien behält 1969 realisiert

23 Packet Switching Große Datenmengen werden zerlegt Der Server schickt ein zerhacktes Bild weg Alle Teile suchen sich irgendeine Route Die Punkte dazwischen überprüfen, ob das Paket erfolgreich zum nächsten Punkt weitergereicht wurde Am Client Computer werden die Teile wieder zusammengefügt Vorteil: Schneller und ausfallsicher

24 Wie funktioniert das Internet?

25 ARPAnet Man konnte sich über einen Computer im Ort A (Terminal) auf einem Server im Ort B einloggen. Für jeden Server brauchte man jedoch einen eigenen Terminal Server direkt Spezielle verbinden? Netzcomputer Jeder müsste alle übernehmen anderen verstehen. Kommunikation Wenn alle Computer in einem identen Netzwerk wären, bräuchte man nur einen Terminal für alle Server. Teure Ressourcen sollten geteilt werden. 1 Million Dollar für diese weltbewegende Idee Interface Message Processors (IMP) waren das Herz des ersten ARPAnets

26 ARPAnet Die Telcos glaubten nicht an die Machbarkeit Hunderte Firmen wurden eingeladen, diese IMPs zu bauen Eine kleine Firma in Boston, BBN, versuchte es Niemand glaubte an die Machbarkeit Im Dezember 1969 lief alles Die Vernetzung lief über Telefonleitungen, die ausfallsicher gemacht werden mussten

27 Die Rettung vor den Telcos Wenn Telekom Firmen das Internet erfunden hätten Bob Metcalfe band als Student das M.I.T. ans ARPAnet Machte eine Liste von 19 Scenarios for the ARPAnet (vom Dateitransfer sogar bis hin zu Spielen) 1972 präsentierte er sie 12 AT&T Managern Doch es gab Fehler, die Präsentation floppte, die AT&T Manager lachten Heute sind Telcos weitestgehend Bit Spediteure Metcalfe entwickelte das Ethernet Kabel und gründete 3Com

28 Personal Computer Revolution Der Whole Earth Catalogue war die Bibel der Gegenkultur in Kalifornien. Bill Gates schrieb Basic für den Altair und handelte sich den Streit mit dem Homebrew Computer Club ein. Der Mac entstand, DOS und der PC erblickten das Licht der Welt.

29 TCP/IP In den 1970er Jahren gab es viele verschiedene Computersysteme Es brauchte auch eine Verbindung zwischen Netzwerken Bob Kahn und Vint Cerf entwickelten TCP/IP Die Entwicklung startete 1973 und sollte zehn Jahre dauern. Das Internet war geboren. Bob Kahn & Vint Cerf

30 Internet: Ein Netzwerk von Netzwerken Verbindung zwischen vielen verschiedenen Netzwerken Es

31 IP Adressen & DNS Server DNS Server Jeder Computer hat eine eindeutige IP Adresse Damit wir uns das besser merken können, gibt es Domainnamen. DNS Server dienen quasi als Telefonbuch. Web Server IP Adressen sind knapp IPv4 ist aktuell im Einsatz. Wir müssen mit Tricks arbeiten, um überhaupt noch neue Computer online nehmen zu können. Workaround NAT: Alle Computer eines Netzwerks teilen sich eine IP Adresse. Lösung IPv6: IPv6 Adresse: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344 ipv4 Adresse: aktuell: 4,3 Milliarden Adressen künftig: 340 Sextillionen Adressen

32 Domain Name System.at wurde am eingeführt. John Postel Stand: Ende 2006 Bis 1983 gab es im Internet nur numerische IP Adressen. Ab da werden sie von DNS Servern übersetzt. 13 Root Server kontrollieren die Übersetzung aller zehntausenden Name Server. Sechs der 13 Server sind auf hunderte andere Server verteilt. Das DNS System ist hierarchisch (aber verteilt) aufgebaut. Abschalten? Nicht einmal für die USA möglich!

33 Wer kontrolliert das Internet? Das Internet regiert selbst Der Internet Society ist eine NGO gehören 6000 Einzelpersonen sowie 130 Organisation aus 170 Staaten an Sie sind der Förderung des freien Internets verpflichtet. Die Telcos arbeiten dagegen Sie haben die letzte Meile Sie bieten Konnektivität/Verbindung an Sie können Dienste ausschließen Sie verkamen zwischenzeitlich aber zu Bit Spediteuren. Sprache war ein Mehrwertdienst. Jetzt läuft alles über IP. Sie wollen am Erfolg anderer mitverdienen. Bits müssen Bits bleiben, um die Innovationskraft des Netzes zu erhalten. Provider sind auch Angriffspunkt #1 für Überwachung und Zensur Ruf nach NETZNEUTRALITÄT

34 Die Kommerzialisierung des Internet 9. Juni 1992: Congress Bill Das Gesetz legt fest, dass die National Science Foundation das Internet frei weiterentwickeln darf Das Gesetz nahm es aus der Hand der US Regierung und gab es der Allgemeinheit (was ohnehin bereits Status Quo war). Das Gesetz öffnet es für den kommerziellen, für jedweden Nutzen Enorme Kreativität wurde frei Ein Aber Milliarden Geschäft entstand

35 Die Unabhängigkeitserklärung John Perry Barlow war einer jener Hippies aus dem Silicon Valley, die von Anfang an die Chancen des Internets erkannt haben. Am 8. Februar 1996 publizierte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Declaration of Independence of Cyberspace. Sie wurde Kult und steht dafür, sich gegen Gefahren für das Netz zu wehren. Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather. Barlow ist auch Mitbegründer der Electronic Frontier Foundation (EFF), die sich etwa für Bürgerrechter im Netz oder gegen Zensur weltweit einsetzt. Haltet uns nicht auf. Wir sind schon weg.

36 Gibt es das Leveled Playingfield? Gibt es ultimative Chancengleichheit? Jein! Nein: Wer mehr Ressourcen (Geld, Entwickler, Personal, Marketing Power) hat, kann lauter schreien. Nein: Netzwerkeffekte sprechen dagegen. Facebook ist nicht das beste soziale Netzwerk und dennoch ist es die #1. Warum? Weil alle Freunde dort sind. Nein, weil Telcos mehr Macht bekommen. Ja: Jeder kann alles machen ohne irgendwen anderen fragen zu müssen. Ja: Niemand kann gute Ideen verbieten.

37 2 Protokolle Wie vielfältig das Web ist

38 Offenheit des ARPAnets & E Mail Das ARPAnet (und später das Internet) war so konzipiert, dass es einfach nur Datenpakete (Bits & Bytes) hin und herbewegen kann. Was in diesen Datenpaketen stand, interessiert das Netzwerk nicht. Request for Comments (RFCs) Jeder sollte Ideen für das Netz einbringen können Es gab eine Tradition, Wissen zu teilen Weil jeder etwas beitragen kann, ist das Innovationstempo enorm Request for Comments (RFCs) bringen neue Funktionalität Verwaltet werden sie von IETF (Internet Engineering Task Force) 1971 schrieb Ray Tomlinson die Software für E Mails und gab dem ARPAnet seine erste Killeranwendung. Mit Sign gab er der Welt auch gleich das Symbol für Vernetzheit mit. Es steht für Empfänger AT Server.

39 Internet vs. The Web Sagen Sie niemals Homepage zu einer Website Internetseite zu einer Website oder Homepage Eine Webseite ist ein einzelnes Dokument, geschrieben in der Auszeichnungssprache HTML Eine Homepage ist die Startseite einer Website Eine Auswahl an Diensten, die auf der Internet Infrastruktur laufen: E Mail besteht aus mehreren Protokollen: Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) zum Wegschicken Post Office Protocol (POP) zum Empfangen Internet Message Access Protocol (IMAP) ist das moderenere POP) File Transfer Protocol (FTP): Dient der Übertragung von Dateien Hypertext Transfer Protocol (HTTP): die Basis für das World Wide Web Network Time Protocol (NTP) zur Übertragung der korrekten Zeit Secure Shell (SSH) zur Übertragung von Befehlen an entfernte Computer/Server Bittorrent dient der Übertragung großer Dateien mithilfe vieler verteilter Computer (Filesharing) Und viele mehr

40 3 Das Web

41 Wie lief das vor dem Web? Man war umgeben von jeder Menge Information. Es konnte jedoch wissen, wo man nachzusehen hatte. Es gab kein Verzeichnis und keine Verbindungen zwischen Dokumenten (Hyperlinks). Vorläufer des World Wide Webs waren u.a. Usenet (Newsgroups, seit 1979) oder Gopher (1991)

42 Das CERN & Tim Berners Lee Am CERN werden enorme Datenmengen bewegt, die vielen Forschern weltweit zur Verfügung gestellt werden müssen Dort tätig war um das Jahr 1990 Tim Berners Lee Im März 1989 skiziierte er das Web in einem Paper Beurteilung mit vague but exciting Durfte sich in der Freizeit weiter damit befassen.

43 Was macht das World Wide Web aus? TBL verband zwei Techniken (Adressierung und Hypertext) und gab dem Internet ein weiteres Protokoll. HTTP: Regeln, wie Dokumente übertragen werden URLs: Jedes Dokument hat eine eindeutige Adresse HTML: Dokumente können formatiert und verlinkt werden. So wird zwischen Ihnen eine Verbindung geschaffen. Zu Weihnachten 1990 war der Webserver geschrieben auf TBLs Next Computer fertig.

44 Der Erfolg des Webs 1 Usenet Posting am 6. August 1991 in alt.hypertext (Eintrag existiert heute noch) Free for all TBL hätte das Geschäft seines Lebens gemacht, aber er hat der Menschheit das wertvollste Geschenk überhaupt gemacht. Jeder konnte Websites machen Jeder konnte Webhosts betreiben

45 Der Erfolg des Webs 2 Copy & Paste: Jeder konnte nachschauen, wie etwas gemacht werden kann Die Auszeichnungssprache HTML ist für jeden lesbar. Alle Techniken sind feinsäuberlich dokumentiert

46 Mosaic & Marc Andreessen TBLs Browser war nicht gerade benutzerfreundlich 1992 gab es gerade einmal 50 Websites Revolution kam erst, als Marc Andreessen (22) vom National Center for Supercomputing Applications (NCSA) den Mosaic Browser entwickelte. Daraus wurde später Netscape.

47 Der Browserkrieg Microsoft Bill Gates erkannte erst spät das Potenzial des Internets. Doch war mit aller Macht und Nachdruck dabei. Dem Bundeling vom IE mit Windows 95 folgte das Kartellverfahren gegen Microsoft. Netscape Mark Andreessen kommerzialisierte seinen Browser (NCSA Mosaic) in Netscape mit einem gewaltigen Börsegang. Schlussendlich scheiterte Netscape 1999 an der Marktmacht von Microsoft. Der Code wurde offengelegt, der Firefox ist das Enkel.

48 World Wide Web Consortium (W3C) Im Browserkrieg entwickelte jeder Hersteller seine eigenen Erweiterungen. Websites schauten je nach Browser anders aus. Um universelle Standards zu schaffen und die Weiterentwicklung voranzutreiben wurde Das World Wide Web Consortium (kurz W3C) geschaffen. Standardisierungsgremium für alle Angelegenheiten rund um das WWW. Vorsitz: Tim Berners Lee Sitz: M.I.T, Boston, USA Unterstützung: DARPA & EU Web: bzw.

49 Das Web als Platform Content ist nur eine Anwendung Ganze Softwareprogramme wandern ins Netz: Gmail, Outlook.com, Yahoo Mail Office Bildbearbeitung Videoschnitt Unternehmenssoftware Backup (Dropbox etc.) Dienste und Applikationen kommunizieren untereinander Apps beziehen Daten über http

50 Connected Devices Smartphones und Tablets haben auch Browser TV Geräte zeigen YouTube Stereoanlagen und Autoradios bringen Webradios Bilderrahmen stellen Fotos von Webdiensten dar dar E Reader holen Bücher von Shops ab Apps für Smartphones & Tablets holen Daten von Servern Heimautomation wartet auf Steuerbefehle aus dem Web

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