LAPTOP KLASSE MPG PROFILKLASSEN AM MAX- PLANCK-GYMNASIUM

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1 LAPTOP KLASSE MPG Dezember 2007 PROFILKLASSEN AM MAX- PLANCK-GYMNASIUM 1. Bevor die Arbeit beginnen kann, müssen die Laptops so eingerichtet werden, dass sie dem damit verbundenen Konzept der Schule entsprechen. 2. Welchen Mehrwert soll die Arbeit mit Laptops haben? 3. Gibt es Kritik an der Arbeit mit Laptops in der Schule? 4. Warum MacBooks? Diesen Gesichtspunkten wollen wir auf den folgenden Seiten nachgehen. [1]

2 EINRICH Sommerferien 2007 Das Organisationsteam Herr Hain (Angestellter für das Netzwerk am Max-Planck-Gymnasium), Herr Küpper ( Apple Experte) und Herr Doering (Lehrer am Max-Planck-Gymnasium und Projektleiter) beim Auspacken und Einrichten der Laptops. [2]

3 Mehrwert des Mobilen Lernens, realisiert durch persönliche Notebooks Die folgende Auflistung haben wir entnommen aus: Mobiles Lernen unterstützt: 1. den flexiblen, mobilen Einsatz digitaler Werkzeuge a) planerische Flexibilität Unterstützt sowohl den geplanten Unterricht, als auch spontane Anforderungen, die sich aus einer Unterrichtssituation ergeben b) räumliche Flexibilität: An jedem Ort in der Schule: Unterrichts- und Fachräume, Bibliotheken, Aula, Aufenthaltsräume schneller Wechsel, je nach Anforderung, ist möglich Einsatz außerhalb der Schule, insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern zu Hause, in öffentlichen Bibliotheken, auf dem Schulweg Möglichkeit des flexiblen Einsatzes verschiedener Lernformen c) zeitliche Flexibilität Einsatz für längere und kürzere Sequenzen (geplant und spontan, individuell und in Gruppen) Schülerinnen und Schüler können auf Daten zurückgreifen, die sie selbst in den vorangegangenen Jahren erstellt haben (digitale Heftführung) d) mediale Flexibilität Die Schülerinnen und Schüler können an vielen Stellen selbst und individuell über den Einsatz der vorhandenen Medien entscheiden. Schülerinnen und Schüler können selbst über den Einsatz der verschiedenen, auf ihrem Notebook installierten Programme entscheiden (Fachübergreifender Einsatz der erlernten Programme, stärkere Unabhängigkeit von den Programmkenntnissen des Fachlehrers) e) Flexibilität in der Wahl der Arbeits- und Unterrichtsformen Frontalunterricht, in Kombination mit einem Beamer oder einer pädagogischen Oberfläche, unter der Leitung des Lehrers oder von Schülerinnen und Schülern Gruppenunterricht Individuelles, selbstverantwortliches Arbeiten Arbeiten mit Lern- und Kommunikationsplattformen 2. die verschiedenen Lerntypen a) visueller Lerntyp (auch hörbehinderte Schülerinnen und Schüler) allgemeine Lernhilfen: Bücher, Skizzen, Bilder, Lernposter, Videos, Lernkarteien Präsentationen, Fotos, Filme, TV, DVD digitale Tafelbilder sind jederzeit wieder abrufbar Beamer, Scanner und digitale Kamera als Unterstützung b) auditiver Lerntyp (Sehbehinderte Schülerinnen und Schüler) allgemeine Lernhilfen: Kassetten, Gespräche, Vorträge, Musik, ruhige Umgebung Töne (auch Tierstimmen), Radio, PodCasting kann sich Texte vorlesen lassen (Blindenschule Marburg) Kopfhörer, Lautsprecher, Mikrofon c) motorischer Lerntyp (Jungs in der Pubertät) allgemeine Lernhilfen: Bewegungen, Nachmachen, Gruppenaktivitäten, Rollenspiele Maus, Tastatur, Mikrofon, Scanner, Digitalkamera d) Kommunikativer Lerntyp allgemeine Lernhilfen: Dialoge, Diskussionen, Lerngruppen, Frage-Antwort-Spiele Projekt- und Gruppenarbeit Online-Communities [3]

4 3. das Lernen und Arbeiten in einer persönlichen, gleich bleibenden Lern- und Arbeitsumgebung a) Gleiche Programme (Lizenzfragen für zu Hause sind geklärt) b) Gleiche Einstellungen innerhalb der Programme = persönliche Lernumgebung c) Gleiche Formatierungen (Präsentationen werden gerne zerschossen ) d) Arbeiten mit Lern- und Kommunikationsplattformen 4. das eigenständige, selbstgesteuerte Lernen a) Lehrkräfte werden nach Bedarf und häufig eher als Berater und Trainer aktiv von den Schülerinnen und Schülern angefragt b) Schülerinnen und Schüler setzen Programme ein, die sie bei anderen Lehrern in anderen Unterrichtsfächern erlernt haben c) Schülerinnen und Schüler können auch in Fächern, in denen keine medienaffine Lehrkraft unterrichtet, mit ihren digitalen Arbeitsmedien arbeiten. d) Das Erledigen der Hausaufgaben ist mit den gleichen Mitteln und Ressourcen wie in der Schule möglich (Programme, Content, Lernprogramme, Simulationen) e) Eigene Lerngruppen können mittels Lern- und Kommunikationsplattformen geschützt miteinander kommunizieren f) differenziertes Arbeiten lässt individuelles Lerntempo zu g) individuelle Auswahl der geeigneten digitalen Arbeitsmaterialien, da diese ständig verfügbar sind, Zugriff auf das Informationsangebot des Internets 5. strukturiertes Arbeiten und Langzeitdokumentation a) Digitale Heftführung durchgehende digitale Ergebnissicherung und Dokumentation ermöglicht zeitnahe, didaktisch sinnvolle, Korrektur alter Fehler ermöglicht kontinuierliches Weiterarbeiten an einer Sache über einen längeren Zeitraum fachübergreifender Zugriff auf Daten Zugriff auf die individuelle Lernhistorie, Informationsrecherche neben dem vorgegebenen Content und Internet auch in den eigenen Daten möglich (sichten, werten und weiterverarbeiten der gefundenen Informationen) Absprachen für die strukturierte gemeinsame Datenablage einer Klasse / Gruppe Sichtbarkeit der eigenen Daten fördert korrekteres Arbeiten (intuitive Annahme der Öffentlichkeit und Einsehbarkeit der abgelegten Daten können als Grundlage für späteres gemeinsames Arbeiten genutzt werden) b) Präsentationen, Mediengestaltung und Textarbeit Sicherheit schafft Raum für Kreativität - das schülereigene persönliche Notebook ist ein gewohntes, beherrschtes Werkzeug. Visualisierung und Präsentationen und die Reduktion auf das Wesentliche können Grundlage für klare Diskussionen innerhalb der Lerngruppe sein Struktur und Anknüpfungspunkte für verschiedene Lerntypen. Präsentieren und das Üben der freien Rede, unterstützt durch multimediale Einheiten geben Selbstvertrauen. Veröffentlichung in HTML-Form die eigene Arbeit kann auch außerhalb der Schule Interessierten zugänglich gemacht werden Stolz auf die eigene Arbeit 6. Unterstützt den Erwerb der Medienkompetenz Übung macht den Meister a) Umgang mit Anwenderprogrammen b) Bearbeiten multimedialer Daten: Film / Foto / Ton c) Umgang mit digitalen Geräten: Notebook, Beamer, digitale Fotoapparate, Scanner, Drucker 7. positive soziale Rollenfindungen neue Nischen entstehen a) Schülerinnen und Schüler [4]

5 Es entstehen neue Rollen für Schülerinnen und Schüler: technik- und anwendungsbezogene Hilfestellung untereinander, Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Gruppensituationen sind mal Beratende, mal Lehrende, mal Lernende Chancengleichheit, Vermeidung der digitalen Spaltung innerhalb einer Klasse durch gleiche Voraussetzungen (Notebook mit allen Programmen, Online- Zugang, Zugriff auf Lern- und Kommunikationsplattformen) Stärkeres Verantwortungsgefühl der Schülerinnen und Schüler für ihr persönliches Arbeitsgerät und den eigenen Lernweg (siehe selbstgesteuertes Lernen) Verbesserung der eigenen Lernleistung, da auch andere Sinne zum Lernen angesprochen werden damit auch Förderung von Schülerinnen und Schülern, die bisher bezüglich ihres Lerntyps vernachlässigt wurden Beziehungsaufbau zu den Lehrerinnen und Lehrern ist durch Community- Bildung (online) auch außerhalb der Schule auf mehr Wegen möglich b) Lehrerinnen und Lehrer Lehrkräfte können öfter die Rolle des Beraters und Trainers einnehmen dies betrifft auch den außerunterrichtlichen Bereich (Ort und Zeit) Wandel vom stärker lehrerzentrierten Unterricht zum stärker schülerzentrierten Unterricht mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler aktive Aufforderung zur Unterstützung ist häufiger Sache der Schüler Verstärkte Kommunikation im Lehrerkollegium, Teambildung, Absprachen häufiger gerade mit den engagierteren Kolleginnen und Kollegen gemeinsame Materialien, Hilfestellung bei Technik und Inhalten Selbstvertrauen durch beherrschen des Gerätes, Zutrauen in die Schülerinnen und Schüler mehr miteinander als gegeneinander Vorteile durch Synergien und fachübergreifende Medienkompetenz c) Eltern Chance für eine stärkere Einbeziehung der Eltern in den schulischen Alltag Ihrer Töchter und Söhne Verstärkte Kommunikation mit dem Lehrerkollegium Chance für Unterstützung auf technischer, organisatorischer Ebene - Nischenfindung d) Unternehmen Markt für Hard- und Software medienkompetente Auszubildende und zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.. [5]

6 Zur Kritik an der Arbeit mit Laptops in der Schule. Lernen mit Laptops in der Schule ist ein seit vielen Jahren diskutiertes Thema in unserem Schulsystem. In den USA gibt es dazu schon weit verbreitete Beispiele und immer wieder auch kontrovers diskutierte Auseinandersetzungen. Ein Beispiel dafür findet sich in einem Spiegel Online Artikel aus diesem Jahr. Damit sie sich davon ein Bild machen können, haben wir diesen Link hier eingefügt, der sie auf eine Seite des Stiftischen Gymnasiums in Gütersloh führt, einer Schule, die seit über 10 Jahren Erfahrungen mit der Laptoparbeit in Schulen hat. Ulrich Engelen, der Schulleiter des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums Gütersloh hat sich dazu auf der folgenden Seite geäußert. Warum haben wir uns am Max-Planck-Gymnasium für eine Apple MacBook Lösung entschieden? Im Vorfeld wurde die Systemfrage von der Projektgruppe Laptopklasse, Herr Jöckel für die Schulleitung, Herr Doering als PC Lehrer, Herr Wittig als Klassenlehrer und der Arbeitsgruppe Medien diskutiert. Angebote verschiedener Firmen wurden eingeholt, die spezifischen Vorteile einer Windows bzw. Apple Lösung wurden verglichen und Erfahrungen anderer Schulen wurden analysiert. Die Entscheidung fiel dann für ein Mobiles Classroom System der Firma Apple. Ein Erfahrungsbericht eines Gymnasiums in Hamburg mit diesem System finden sie auf der Seite: Nachdem die Eltern unserer zukünftigen Schüler der Klasse sich für die Anmeldung ihrer Kinder in dieser Klasse entschieden hatten konnten die Laptops bestellt werden. Als Partner hat sich das Max-Planck-Gymnasium für die Firma Scnet ( ) in Essen entschieden. In den nächsten Monaten werden wir sie auf der Homepage des Max-Planck-Gymnasiums mit den Ergebnissen der Arbeit in der Laptopklasse vertraut machen. Also, schauem sie von Zeit zu Zeit mal auf unsere Seiten, die Schüler haben jetzt, Anfang Dezember, ihre ersten Erfahrungen gemacht und am den zukünftigen Schülern beim Tag der offenen Tür die Arbeit in der Klasse vorgestellt. [6]

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