Projekt SolarSTARK 10

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1 Projekt SolarSTARK 10 Bau einer Photovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Lorsch Projektbeschreibung der Energiegenossenschaft Starkenburg eg Stand: 4. Oktober 2013

2 INHALTSVERZEICHNIS 1 Energiegenossenschaft Starkenburg eg Standort Anlagenbeschreibung Beitrag zum Klimaschutz Wirtschaftlichkeit Betriebsführung Finanzierung Beteiligung Projektumsetzung/ Inbetriebnahme Risiken Steuerliche Aspekte Kontakt Impressum Anlagen Berechnung nach PVGIS Moduldaten IBC PolySol 260 TX...11

3 Sehr geehrte Freunde der Photovoltaik, sehr geehrte Interessentinnen und Interessenten an der Energiegenossenschaft Starkenburg, mit dieser Projektbeschreibung wollen wir Sie über die Details einer Beteiligung an der Photovoltaikanlage auf dem Dach einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Lorsch informieren (SolarSTARK 10). Doch erlauben Sie uns zunächst einige grundsätzliche Anmerkungen zu den Zielen unserer Energiegenossenschaft in Sachen Photovoltaik. Nicht jeder Bürger verfügt über ein geeignetes Dach zur Nutzung der Photovoltaik oder hat die entsprechenden finanziellen Mittel, um eine Dachfläche mit PV-Modulen zu bestücken. Damit aber möglichst viele Menschen an den Vorteilen dieser klimaschonenden und nachhaltigen Form der Energieerzeugung teilhaben können, werden von der Energiegenossenschaft Starkenburg eg gemeinschaftliche Anlagenprojekte entwickelt. Dabei werden gezielt die Menschen vor Ort einbezogen. Auf diese Weise verbinden wir Klimaschutz mit finanziellen Vorteilen für viele Bürger. Wir möchten daher bei SolarSTARK 10 ausdrücklich Bürger der Stadt Lorsch einladen, sich hier zu beteiligen. Mit dieser Projektbeschreibung informieren wir über die Chancen und die Risiken, die mit einer finanziellen Beteiligung an dem Projekt SolarSTARK 10 verbunden sind. Denn jeder, der sein Geld investiert, geht dabei zwangsläufig auch ein gewisses Risiko ein. Entscheidend dabei ist jedoch, dass man versteht, was mit seinem Geld geschieht und wofür es arbeitet. Wir sind allerdings der Auffassung, dass gerade nach einer sorgfältigen Abwägung die Chancen und Vorteile bei weitem überwiegen. Wir würden uns daher freuen, Sie als Investor/in für dieses Projekt und damit gleichzeitig als Mitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg eg gewinnen zu können. Herzliche Grüße Micha Jost Dr. Alois Mair Georg Schumacher Vorstand Vorstand Vorstand Seite 3 von 11

4 1 Energiegenossenschaft Starkenburg eg Am 15. Dezember 2010 wurde die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) mit Sitz in Heppenheim gegründet. Sie zählt derzeit 509 Mitglieder. Vorstand und des Aufsichtsrat engagieren sich ehrenamtlich in dieser Bürgergenossenschaft. Ziel unserer unabhängigen Energiegenossenschaft ist es, die Nutzung aller Regenerativen Energien in der Region durch den Bau eigener Anlagen voranzubringen. Die Erträge aus diesen Projekten sollen dabei vor allem den Bürgern vor Ort zugute kommen. Auf diese Weise kann Klimaschutz zu einem neuen Volkssport in der Region werden. Bisher hat die ES schon 10 Bürgersolaranlagen realisiert. Zusätzlich wurde, ein Bürgerwindrad und eine Beteiligung an einem Windpark realisiert. Zusätzliche Projekte werden noch folgen. Jedes Mitglied der Genossenschaft hat eine Stimme, unabhängig von der Anzahl seiner Genossenschaftsanteile. Damit gelten demokratische Grundregeln. Eine externe Übernahme oder die Dominanz einzelner Interessengruppen werden durch diese Struktur wirksam verhindert. Das höchste Gremium ist die Generalversammlung, die aus allen Mitgliedern besteht. Die Mitglieder wählen einen Aufsichtsrat, der wiederum den 3- köpfigen Vorstand bestimmt. Dessen Aufgabe ist die Erledigung des Tagesgeschäftes der Energiegenossenschaft. Es bestehen umfangreiche Berichts- und Rechenschaftspflichten der gewählten Gremien gegenüber der Generalversammlung. Eingetragene Genossenschaften stehen unter ständiger Aufsicht eines unabhängigen Kontroll- und Prüfverbandes. Die Energiegenossenschaft Starkenburg wird daher jährlich vom Genossenschaftsverband geprüft und nach strengen Kriterien bewertet. Der Generalversammlung muss alljährlich über die Inhalte des Prüfberichtes informiert werden. 2 Standort Der Projektstandort befindet sich auf dem Dach einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle (In den langen Ruten 19; Lorsch). Seite 4 von 11

5 3 Anlagenbeschreibung Modultyp: IBC Polysol 260 TX polykristalin, Nennleistung: 260 Wp (Modulfertigung in Europa) Installierte Leistung: 70,2 kwp prognostizierte durchschnittliche jährliche Strommenge pro kwp: 917 kwh (gemäß GIS-PV; siehe Anlage) prognostizierte jährliche Strommenge: kalkulierte jährliche Strommenge pro kwp: kalkulierte jährliche Strommenge: Wechselrichter: kwh 900 kwh kwh 2 x Photovoltaikwechselrichter Sungrow SG 30KTL von IBC-Solar technische Lebensdauer der Module: 25 Jahre lineare Leistungsgarantie 10 Jahre Garantie auf Material und Verarbeitung Das Dach ist mit Trapezblech belegt und hat 20 Neigung. Die Ausrichtung der Halle beträgt 170 und weist damit eine Ostabweichung um 10 auf. 4 Beitrag zum Klimaschutz Mit unserem Projekt SolarSTARK 10 können: - rund 20 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden; - ca. 30 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden, was über eine Betriebszeit von 20 Jahren der Menge von rund 600 Tonnen CO 2 entspricht. Seite 5 von 11

6 5 Wirtschaftlichkeit Investitionskosten: ca ,- (netto) erwartete jährliche Erträge aus der Einspeisevergütung: Einspeisevergütung: ca ,- 13,3 Cent/ kwh (gemäß Erneuerbaren Energien Gesetz - EEG - für 20 Jahre fest) 10% Eigenstromverbrauch (Verkauf an den Grundstückseigentümer) jährliche Betriebskosten: (Versicherungen, Reparaturen, Anlagenüberwachung, Rücklage für Anlagenrückbau) Dachmiete: ca. 750,- Einmalzahlung (5% des Ertrages) kalkulierte jährliche 0,4 % (Sicherheitsabschlag) Einnahmeminderung: Annahme für Inflation: 2 % Rückbau: Nach Ablauf der Nutzungszeit stehen ausreichende Mittel für einen Rückbau bzw. für die Entsorgung der Module zu Verfügung. Der Dachnutzungsvertrag mit dem Gebäudeeigentümer ist für 20 Jahre abgeschlossen und beinhaltet eine Option auf Verlängerung. Für die Anlage ist eine Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen. Auch nach Ablauf der garantierten Einspeisevergütung von 20 Jahren (gemäß EEG), produzieren die PV-Module weiterhin Strom, der genutzt bzw. verkauft werden kann. Daher ist auch ab dem 21. Betriebsjahr mit weiteren Einnahmen aus dem Anlagenbetrieb zu rechnen. 6 Betriebsführung Die PV-Anlage ist bereits mit einer Online-Überwachung (SolarLog) ausgerüstet. Damit wird die optimale Betriebsführung der Anlage gewährleistet. Ein technischer Defekt, ein Leistungsabfall der Module oder der Wechselrichter wird automatisch per gemeldet und kann somit zeitnah behoben werden. Entsprechendes Fachpersonal wird die Anlagenbetreuung im Auftrag der ES übernehmen. Alle Ertragsdaten können ständig über das Internet (www.energiestark.de) eingesehen werden. Seite 6 von 11

7 7 Finanzierung Die Energiegenossenschaft Starkenburg eg plant über die Bürgerbeteiligung Kapital in einer Höhe von ,- aufzubringen und somit eine Eigenfinanzierungsquote von 100% zu erreichen. 8 Beteiligung Eine Beteiligung an dem Projekt SolarSTARK 10 ist ab 2.000,- möglich. Von dieser Summe dienen 200,- dem Erwerb von 2 Geschäftsanteilen (á 100,- ) bei der Energiegenossenschaft Starkenburg eg. Für das Solarprojekt stellt das Mitglied der Genossenschaft ein nachrangiges Darlehen in Höhe von 1.800,- zur Verfügung. Der Zinssatz für dieses Darlehen beträgt 3,75 % bei einer Laufzeit von 20 Jahren. Die kumulierten Zinszahlungen belaufen sich auf 891,- über den gesamten Darlehenszeitraum. Die Tilgung des Darlehens erfolgt ab 2016 in einer Höhe von 5%. Die letzte Tilgungsrate beträgt 360,-. Weitere Beteiligungen in Stückelungen von je 2.000,- sind möglich. Dieser Betrag setzt sich wiederum aus den Geschäftsanteilen und nachrangigem Darlehen zusammen. Mit dem Geschäftsanteil wird man Miteigentümer an der Energiegenossenschaft Starkenburg eg und ist damit am Gesamtertrag und am Eigentum aller Anlagen der Energiegenossenschaft beteiligt. Der Geschäftsanteil bildet die Grundlage für die Ausschüttung von Erträgen, die über die kalkulierten Einnahmen der verschiedenen Genossenschaftsprojekte hinausgeht. Hinsichtlich der Beteiligungsmöglichkeit kommen die Bürger der Stadt Lorsch als erstes zum Zuge. Nach dem Zwiebelschalenprinzip wird dann der Radius bei Bedarf stufenweise vergrößert. Für dieses Vorgehen bitten wir um Verständnis, da der lokale Ansatz das Herzstück des Genossenschaftsprinzips bildet Verlauf von Zins und Tilgung Tilgung Zins Darstellung für jeweils volle Jahre - (Beträge sind gerundet). im Jahr 2013 ist ein zeitanteiliger Zinsbetrag anzusetzen Seite 7 von 11

8 9 Projektumsetzung/ Inbetriebnahme Die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage erfolgte bereits am Risiken Die Projektplanung für SolarSTARK 10 wurde mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Alle Angaben und Ertragsprognosen beruhen auf dem heutigen Stand der Planungen und abgeschlossener Verträge. Die vorliegenden Berechnungen und Prognosen stellen den aus heutiger Sicht wahrscheinlichen Verlauf des Projektes dar. Abweichungen von den erwarteten Ergebnissen sind dennoch möglich. Ursachen hierfür können u.a. Änderungen in der Gesetzgebung oder Rechtsprechung sein, Abweichungen des Solarpotentials oder sonstige Unwägbarkeiten. Eine Garantie und Haftung für den tatsächlichen Eintritt der prognostizierten Ergebnisse kann daher nicht übernommen werden. Für den Betrieb der Anlage werden die notwendigen Versicherungen abgeschlossen, die alle zu erwartenden Risiken abdeckt. Die Betriebsführung erfolgt mit größtmöglicher fachlicher Sorgfalt. Bei der Gesamtbetrachtung ist von Bedeutung, dass die Lebensdauer der PV- Module deutlich über 20 Jahre hinausgeht. Nach Ende der Abschreibungen und Tilgungen besteht dann noch weiteres Ertragspotential. Das Haftungsrisiko jedes Genossenschaftsmitglieds besteht in Höhe seiner Geschäftsanteile. Gemäß der Satzung der Energiegenossenschaft Starkenburg eg ist eine Nachschusspflicht (Haftung aus Privatvermögen) allerdings ausgeschlossen. Das nachrangige Darlehen hat, wie es der Name schon sagt, Nachrangcharakter. Das nachrangige Darlehen gilt als Eigenkapital der Genossenschaft. Im Falle einer eventuellen Genossenschaftsinsolvenz steht dieses Darlehen hinter Forderungen anderer Gläubiger zurück und somit wäre dann theoretisch ein Gesamtverlust in Darlehenshöhe möglich. 11 Steuerliche Aspekte Die Zinsen für das Nachrangdarlehen und die Ausschüttungen (für Geschäftsanteile) sind steuerpflichtig. Die Zinsen auf das Nachrangdarlehen stellen Einnahmen aus Kapitalvermögen ( 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG) dar. Sie unterliegen der Abgeltungssteuer ( 32d EStG). Für die auf das Nachrangdarlehen ausgezahlten Zinsen wird seitens der Genossenschaft keine Kapitalertragsteuer einbehalten. Die Zinsen sind im Jahr der Vereinnahmung in der Einkommensteuererklärung zu berücksichtigen. Bitte halten Sie gegebenenfalls mit Ihrem steuerlichen Berater Rücksprache. Die Dividenden auf die Geschäftsanteile stellen ebenfalls Einnahmen aus Kapitalvermögen ( 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG) dar und unterliegen auch der Abgeltungssteuer ( 32d EStG). Seite 8 von 11

9 12 Kontakt Wenn Sie weitere Informationen wünschen, können Sie sich auch gerne direkt an uns wenden. Energiegenossenschaft Starkenburg eg Weiherhausstr. 8b Heppenheim Tel.: 06252/ Fax.: 06252/ Internet: 13 Impressum Energiegenossenschaft Starkenburg eg Weiherhausstraße 8b Heppenheim Sitz der Genossenschaft: Heppenheim Registergericht Darmstadt GnR USt-IdNr.: DE Aufsichtsratsvorsitzender: Manfred Conrad Vorstand: Micha Jost, Dr. Alois Mair, Georg Schumacher Alle Angaben Stand: 4. Oktober 2013 Seite 9 von 11

10 14 Anlagen 14.1 Berechnung nach PVGIS Seite 10 von 11

11 14.2 Moduldaten IBC PolySol 260 TX Alle Module des PolySol TX-Serie werden in Europa gefertigt. Seite 11 von 11

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