Holzbau und Bauphysik
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- Gerhard Färber
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1 Universität für Bodenkultur Wien University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna Curriculum für das Individuelle Masterstudium Holzbau und Bauphysik Kennzahl
2 Inhalt 1 Qualifikationsprofil Aufbau des Studiums Lehrveranstaltungen Freie Wahllehrveranstaltungen Pflichtpraxis Masterarbeit Abschluss Akademischer Grad Prüfungsordnung Inkrafttreten...7
3 1 Qualifikationsprofil Das aus dem Bachelorstudiums Holz- und Naturfasertechnologie erworbene Fachwissen über Holztechnologie schafft eine optimale Basis für ein weiterführendes Studium im Bereich Holzbau. Da der Holzbau besondere Herausforderungen an die Bauphysik stellt, ist die Kombination dieser beiden Fachgebiete sinnvoll. Dadurch kann Holz im Bauwesen bestmöglich eingesetzt werden. Bei der zunehmenden Technologisierung im Holzbau wird der Bauphysiker für ein schadenfreies Konstruieren unentbehrlich. Derzeit ist es in Österreich nicht möglich ein vergleichbares Studium mit dieser Spezialisierung zu finden. Das interuniversitäre Masterstudium ist auf einen energieeffizienten und nachhaltigen Holzbau ausgerichtet und wird durch das einbeziehen des Bauphysikinstitutes der TU Wien ermöglicht. Das individuelle Masterstudium Holzbau und Bauphysik ist ein Studium, das der Vertiefung und Ergänzung der wissenschaftlichen Berufsvorbildung auf der Grundlage eines Bachelorstudiums dient. ( 51 Abs. 2 Z 5 UG 2002 BGBl. I Nr. 81/2009). Das Studium erfüllt die Anforderungen des Art. 11 lit e der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, 2005/36/EG. 1a) Kenntnisse, Fertigkeiten, persönliche und fachliche Kompetenzen Der Absolvent beherrscht den Umgang mit Fragestellungen der Bauphysik. Ebenso ist er spezialisiert auf den Holzbau wobei der Fokus auf dem nachhaltigen und energieeffizienten Einsatz von Ressourcen liegt. Darüber hinaus versteht er den Einsatz von Technik zur energetischen Optimierung von Gebäuden sowie den Umgang mit ökonomischen und ökologischen Betrachtungen im Bauwesen. 1b) Berufs- und Tätigkeitsfelder Die zukünftigen Berufsfelder erstreckten sich über bauphysikalische, bauökologische und baubiologische Bereiche der Bauwirtschaft. Dieses Tätigkeitsfeld ist in Planungsbüros, Entwicklungs- und Forschungsbetrieben, Consulting und Gutachtertätigkeiten in den Bereichen Holzbau, Bauphysik, Gebäudetechnik und Energieberatung zu finden. 2 Aufbau des Studiums 2a) Dauer, Umfang (ECTS-Punkte) und Gliederung des Studiums Das Studium umfasst einen Arbeitsaufwand im Ausmaß von 120 ECTS-Punkten. Das entspricht einer Studiendauer von vier Semestern (gesamt Stunden à 60 Minuten). Das Studium gliedert sich in Lehrveranstaltungen: 75,5 ECTS-Punkte Pflichtpraxis: 3 ECTS-Punkte (Ersatzleistung) Masterarbeit: 30 ECTS-Punkte Masterseminar: 2 ECTS-Punkte Freie Wahlfächer: 10 ECTS-Punkte Fremdsprachenanteil 1 **: 10 ECTS-Punkte 1 Die Studierenden haben facheinschlägige englischsprachige Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 10 ECTS-Punkten zu absolvieren. Auf diese Lehrveranstaltungen sind Lehrveranstaltungen,
4 2b) 3-Säulenprinzip Das 3-Säulenprinzip ist das zentrale Identifikationsmerkmal sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudien an der Universität für Bodenkultur Wien. Im Masterstudium besteht die Summe der Inhalte der Pflicht- und Wahllehrveranstaltungen aus mindestens 15% Technik und Ingenieurwissenschaften, 15% Naturwissenschaften sowie 15% Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Ausgenommen vom 3-Säulenprinzip sind die Masterarbeit, die Pflichtpraxis sowie die freien Wahllehrveranstaltungen. 3 Lehrveranstaltungen Das Studium setzt sich aus folgenden Lehrveranstaltungen zusammen: LVA Nr. LVA Titel LVA Typ ECTS- Punkt e Anteil/Säule (in%) Na Wi Techn. /Ing. WiSo Re Studium/ Kennzl. Holzbau und Holztechnologie * Holzbau II VO * Entwicklung des konstruktiven Bauens mit Holz VO Composites** (in Eng.) VO Aktuelle Fragen aus der angewandten Holzforschung und dem Prüfwesen für die Holzwirtschaft VS FW Holzindustrielle Prozesse: Massivholzbe- und Verarbeitung VO Engineered wood products** (in Eng.) VO Bauphysik Bauphysik VO * Bauphysik 2 VU * Bauphysikalische Konstruktionslehre VO Bauphysikalische Projektierung - Ausgewählte * Nachweisverfahren VO * Bauschäden, Diagnose und Sanierung VO * Wärmebrücken VU FW * Bauphysikalische Diagnose LU * Schallschutz und Akustik VO * Schallschutz und Akustik - Laborübung UE * Baulicher Brandschutz VO * Energieeffiziente Gebäude VO FW Fachexkursion III EX * Thermische Gebäudesimulation VU Spezielle Baustoffkunde VO Ökologie und Nachhaltigkeit Pflichtpraxis, freie Wahllehrveranstaltungen sowie Lehrveranstaltungen, die an Universitäten im fremdsprachigen Ausland absolviert wurden, anzurechnen
5 Ökobilanzen von Holz und Naturfaserwerkstoffen VO Ökolgische und Ökonomische Belange im Bauwesen VO FW Ökologische Aspekte beim Planen und Bauen SE FW Ressourcenorientiertes Bauen VU * Bauökologie** VU * Lehmbau VO Projektmanagement und Umweltberatung Umweltberatung VU Project Management** (in Eng.) PS Rhetorik und Präsentationstechnik VU FW Freie Wahlfächer und Pflichtpraxis 12.5 Freie Wahlfächer 10 Pflichtpraxis 3 Masterseminar und Masterarbeit Masterseminar SE 2 Masterarbeit ECTS-Punkte Techn./ Ing. Anteil/Säule (in%) NaWi WiSo Re 3 Säulen Gesamt * Vorlesungen der TU-Wien 3 Säulen selbst angenommen 120, ** in englischer Sprache FW = Keine Zuordnung, Freie Wahllehrveranstaltung Anteile Boku TU % ECTS Freie Wahllehrveranstaltungen Im Rahmen des Studiums sind 10-ECTS-Punkte in Form von freien Wahllehrveranstaltungen zu absolvieren. Diese können aus dem gesamten Angebot an Lehrveranstaltungen aller anerkannten in- und ausländischen Universitäten gewählt werden. Die freien Wahllehrveranstaltungen dienen der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten sowohl aus dem eigenen Fach nahe stehenden Gebieten als auch aus Bereichen von allgemeinem Interesse. 5 Pflichtpraxis (1) Die Pflichtpraxis dient der Vertiefung der im Studium vermittelten Kompetenzen. Weiters hat sie zum Ziel, die aufgabenorientierte Anwendung des Gelernten und die Herstellung von Beziehungen zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern.
6 (2) Die Pflichtpraxis dauert mindestens 4 Wochen. Es wird empfohlen, die Pflichtpraxis zwischen dem 2. und 3. Semester zu absolvieren. Eine Absolvierung in Teilen ist möglich. (3) Die fachliche Aufarbeitung der Pflichtpraxis erfolgt im Rahmen des Pflichtpraxisseminars. (4) Kann trotz redlichen Bemühens keine Stelle für eine Pflichtpraxis im Sinne von Abs. (1) gefunden werden, ist im Einvernehmen mit dem Leiter/der Leiterin des Pflichtpraxisseminars eine Ersatzform zu wählen. Als Ersatzform kommt z.b. die Mitarbeit in einem Projekt an der Universität für Bodenkultur Wien oder an einer anderen facheinschlägigen Forschungsinstitution in Frage. (5) Die ordnungsgemäße Absolvierung der Pflichtpraxis bzw. Erbringung der Ersatzleistung wird mit der Absolvierung des Pflichtpraxisseminars bestätigt. 6 Masterarbeit Eine Masterarbeit ist eine einem wissenschaftlichen Thema gewidmete Arbeit, die im Rahmen eines Masterstudiums abzufassen ist (Ausnahme siehe Satzung der Universität für Bodenkultur Wien, Teil III-Lehre, 30 Abs. 9). Sie umfasst 30 ECTS- Punkte und ist an der Universität für Bodenkultur zu absolvieren. Mit der Masterarbeit zeigen Studierende, dass sie fähig sind, eine wissenschaftliche Fragestellung selbstständig sowie inhaltlich und methodisch vertretbar zu bearbeiten ( 51 Abs. 8 UG 2002 BGBl. I Nr. 81/2009). Die Aufgabenstellung der Masterarbeit ist so zu wählen, dass die Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten möglich und zumutbar ist. Die gemeinsame Bearbeitung eines Themas durch mehrere Studierende ist zulässig, wenn die Leistungen der einzelnen Studierenden gesondert beurteilbar bleiben ( 81 Abs. 2 UG 2002 BGBl. I Nr. 81/2009). Die Masterarbeit ist in Deutsch oder Englisch abzufassen. Eine andere Sprache ist nur nach Bescheinigung des Betreuers bzw. der Betreuerin möglich. Die Defensio ist jedenfalls in Deutsch oder Englisch durch zu führen. 9 Abschluss Das individuelle Masterstudium Holzbau und Bauphysik gilt als abgeschlossen, wenn alle Lehrveranstaltungen, die Pflichtpraxis sowie die Masterarbeit (inkl. Defensio) positiv beurteilt wurden. 8 Akademischer Grad An Absolvent/innen des individuellen Masterstudiums Holzbau und Bauphysik wird der akademische Titel Dipl.-Ing. (DI) verliehen. Wird der akademische Titel geführt, so ist dieser dem Namen voranzustellen.
7 9 Prüfungsordnung (1) Das Studium ist abgeschlossen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind 2 : - Die positive Absolvierung der Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 80 ECTS-Punkten ( 3) inkl. Pflichtpraxis (Ersatzleistung). - Die positive Absolvierung der Lehrveranstaltungen der freien Wahllehrveranstaltungen im Ausmaß von 10 ECTS-Punkten ( 4). - Die positive Beurteilung der Masterarbeit inkl. Defensio (30 ECTS). (2) Die Beurteilung des Studienerfolges erfolgt in Form von Lehrveranstaltungsprüfungen. Die Lehrveranstaltungsprüfungen können schriftlich und/oder mündlich nach Festlegung durch den Leiter oder die Leiterin der Lehrveranstaltung unter Berücksichtigung des ECTS-Ausmaßes absolviert werden. (3) Der Leistungsnachweis erfolgt für jedes Fach durch den Leistungsnachweis der zum Fach gehörenden Lehrveranstaltungen. Die Gesamtbeurteilung für ein Fach ergibt sich aus dem nach ECTS-Punkten gewichteten Mittelwert der innerhalb des Faches absolvierten Lehrveranstaltungen. Ist der Mittelwert nach dem Dezimalkomma kleiner oder gleich 5, wird auf die bessere Note gerundet, sonst auf die schlechtere Note. (4) Die Prüfungsmethode hat sich am Typ der Lehrveranstaltung zu orientieren: Vorlesungen sind mit mündlichen und/oder schriftlichen Prüfungen abzuschließen, sofern diese nicht vorlesungsbegleitend beurteilt werden. Lehrveranstaltungen des Typs SE und PJ können mit selbstständig verfassten schriftlichen Seminararbeiten, deren Umfang vom Leiter oder der Leiterin der Lehrveranstaltung festzulegen ist, abgeschlossen werden. Bei allen anderen Lehrveranstaltungen wird die Prüfungsmethode vom Leiter oder der Leiterin der Lehrveranstaltung festgelegt. 10 Inkrafttreten Das Curriculum des individuellen Masterstudiums Holzbau und Bauphysik tritt am 30. März 2014 in Kraft. 2
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