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1 Informationssicherheit

2 Informationssicherheit im Freistaat Sachsen Eine moderne Verwaltung funktioniert heutzutage nicht mehr ohne Computer. Als Dienstleister stellt der Freistaat Sachsen für Bürger und Unternehmen Angebote im Internet bereit, wie das Amt24 oder den Sachsenatlas. Ein deutlicher Ausbau dieser Angebote und die Umstellung der internen Geschäftsprozesse auf die elektronische Vorgangsbearbeitung ist erklärtes Ziel. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der zunehmenden Medienberichte über Datenschutzpannen und Cyberangriffe wird immer deutlicher, dass die Gewährleistung der Informationssicherheit wesentliche Grundlage bei allen elektronischen Verfahren sein muss. Auch Sachsen ist Ziel von Cyberangriffen Dass auch die Landesverwaltung Sachsen Ziel von Angriffen ist, verdeutlichen die Zahlen zur Sicherheitslage des Sächsischen Verwaltungsnetzes (SVN). Danach konnten im Jahr 2014 über 300 Angriffe auf das SVN abgewehrt werden. Außerdem wurden über 69 Mio. Spam- s durch die Kopfstelle des SVN abgewiesen. In den ausgelieferten knapp 23,5 Mio. s wurden über Viren gefunden und entfernt. Auch im eingehenden Internetverkehr konnten mehr als Schadprogramme entdeckt und unschädlich gemacht werden. Insgesamt gab es 2014 zwar mehrere Sicherheitsvorfälle in Sachsen, u.a. die Verunstaltung einer Webseite eines Landkreises, aber die Auswirkungen blieben im tragbaren Bereich. Aktuelle Beispiele aus der Öffentlichen Verwaltung in Deutschland - z.b. der millionenfache Datendiebstahl von Identitätsdaten u.a. auch staatlicher Stellen, Ausfälle von Internetseiten von Bund und Ländern nach gezielten Überlastungsangriffen oder auch die Entdeckung von hochentwickelter Spionagesoftware auf einem Rechner des Bundeskanzleramts - zeigen jedoch, dass erhebliche reale Gefahren drohen.

3 Maßnahmen des Freistaates Sachsen Mit der Verabschiedung der Verwaltungsvorschrift Informationssicherheit im September 2011 als verbindlicher Leitlinie für die Landesverwaltung Sachsen wurde eine wichtige Grundlage für den Aufbau einer leistungsfähigen Organisation der Informationssicherheit geschaffen. Sie enthält vier Grundelemente: den Beauftragten für Informationssicherheit des Landes (BfIS Land) als zentrale Sicherheitsinstanz, die Arbeitsgruppe Informationssicherheit (AG IS) als Plattform der ressortübergreifenden Zusammenarbeit, die Beauftragten für Informationssicherheit (BfIS) der Ressorts, der Polizei und des Staatsbetriebs Sächsische Informatik Dienste und das Sicherheitsnotfallteam ( Computer Emergency Response Team - CERT) im Staatsbetrieb Sächsische Informatikdienste (SID). Auf Basis dieser Organisationsstruktur werden die Vorgaben und Maßnahmen zur Informationssicherheit im Freistaat Sachsen abgestimmt und ausgebaut.

4

5 Ebenenübergreifende Informationssicherheit Die immer stärkere Durchdringung aller Bereiche mit Informationstechnik führt zu neuen Möglichkeiten der verwaltungsübergreifenden Zusammenarbeit. Mit Hilfe der neuen Technologien werden mehr und mehr Verwaltungsdaten elektronisch zwischen Bund, Ländern und Kommunen ausgetauscht, die bisher noch per Post oder Kurier übermittelt werden mussten. Hier reicht es nicht mehr, dass jede Behörde für sich gesonderte Sicherheitsregeln definiert; einheitliche Informationssicherheitsstandards sind zu schaffen, die für alle am Datenaustausch Beteiligten verbindlich gelten müssen. Der Freistaat Sachsen setzt im Bereich Informationssicherheit wie die meisten Bundesländer auf die Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), kurz BSI Grundschutz. Sachsen war aktiv an der Erarbeitung der im März 2013 in Kraft gesetzten Informationssicherheitsleitlinie für Bund und Länder sowie am Aufbau des länderübergreifenden Verwaltungs-CERT-Verbundes beteiligt. Als Mitglied der Arbeitsgruppe Informationssicherheit des IT-Planungsrates wird der Freistaat Sachsen auf diesem Gebiet auch weiterhin eng mit den anderen Ländern und dem Bund zusammenarbeiten. Die Abstimmung mit den Kommunen des Freistaats Sachsen ist durch einen ständigen kommunalen Vertreter in der regelmäßig tagenden sächsischen Arbeitsgruppe Informationssicherheit gewährleistet. Wollen Sie mehr über das Thema Informationssicherheit in Sachsen erfahren, wenden Sie sich bitte an: Sächsisches Staatsministerium des Innern Beauftragter für Informationssicherheit des Landes Wilhelm-Buck-Straße 4, Dresden

6 Herausgeber Sächsisches Staatsministerium des Innern Wilhelm-Buck-Straße Dresden Redaktion Referat 65 Informationssicherheit in der Landesverwaltung, C ybersicherheit Gestaltung und Satz: Haus E, Chemnitz Druck: Flyeralarm GmbH Redaktionsschluss: Februar 2015 Copyright: Diese Informationsschrif t wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von politischen Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung. Motive: Haus E, Chemnitz; [2015]

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