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1 1 kapitel kapitel 1 berufsbildung» berufserfolg Autonome Provinz Bozen-Südtirol Deutsche und ladinische Berufsbildung Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung Dantestraße 11, I Bozen Tel: Fax: können mehr«die Südtiroler Meisterausbildung

2 2 rechtsgrundlagen inhalt/impressum 3 inhalt Meister können mehr!... 5 Der Meisterbrief bringt Vorteile... 6 Die Meisterprüfung... 7 Der Weg zum Meister 1. Die Zulassung zur Meisterprüfung Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung Die Meisterprüfung Meisterkurse und -prüfungen im Ausland Der Meisterbetrieb Mit dem Meister an die Uni Liste der Meisterberufe Rechtliche Grundlagen der Meisterausbildung in Südtirol > Landesgesetz vom 14. Dezember 1988, Nr. 58,»Gastgewerbeordnung«> Landesgesetz vom 17. Februar 2000, Nr. 7,»Handelsordnung«> Landesgesetz vom 25. Jänner 2008, Nr. 1,»Handwerksordnung«> Beschluss der Landesregierung vom 1. März 2010, Nr. 335,»Bestimmungen zu den Meisterkursen und -prüfungen«aus Gründen der Lesbarkeit wird nur die männliche Schreibweise verwendet. Sie steht stets stellvertretend für die weibliche und männliche Bezeichnung Autonome Provinz Bozen Deutsche und ladinische Berufsbildung Verantwortlich für den Inhalt: Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung Titelfoto: digital photo image ohg, Gestaltung: Buck et Baumgärtel, Druck: Druckerei A. Weger Brixen,

3 4 meister können mehr 5 meister können mehr! Mehr Kompetenz Der Meistertitel ist die höchste Qualifikationsstufe, die Sie in Südtirol in 75 praktischen Berufen des Handwerks, des Gastgewerbes und des Handels erreichen können. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Meisterprüfung zeigen Sie, dass Sie mehr können als der Durchschnitt. Mehr Ansehen Eine Umfrage hat ergeben, dass Südtiroler Kunden mit dem»meister«begriffe wie»qualität«,»kompetenzvertrauen«verbinden. Holen Sie sich den Meister, um auf diesen Vertrauensvorschuss aufzubauen. Mehr Chancen Die Meisterausbildung ist der richtige Weg, wenn Sie in Ihrem Beruf weiter kommen wollen: Nutzen Sie unser Angebot, wenn Sie Ihre Position im Unternehmen verbessern selbständig werden möchten. Mehr Biss Meister fallen nicht vom Himmel, sondern haben eine anspruchsvolle Ausbildung hinter sich. Damit beweisen Sie, dass Sie an einer Sache dranbleiben und ein Ziel konsequent verfolgen.

4 6 meisterbrief meisterprüfung im überblick 7 der meisterbrief bringt vorteile die meisterprüfung >> Meister sind anerkannte Fachexperten im eigenen Beruf. Im berufsspezifischen Teil der Meisterausbildung erweitern Sie Ihr fachliches Können. Wir legen Wert auf praxisorientierte Kurse und Prüfungen. >> Meister sind gut auf die Selbstständigkeit auf andere Führungsrollen im Unternehmen vorbereitet. Als Meister besitzen Sie Kenntnisse in allen wichtigen Bereichen eines Unternehmens: Sie haben gelernt Produkte und Leistungen zu kalkulieren, einen Betrieb zu organisieren, Kunden zufrieden zu stellen. >> Meister erhalten die Befähigung zur Lehrlingsausbildung. Ein Meister weiß, wie man junge Menschen führt und wie man sein Können weiter gibt. Als Meister können Sie bis zu zwei Lehrlinge gleichzeitig ausbilden. >> Handwerksmeister dürfen das Qualitätssiegel»Meisterbetrieb«verwenden. Sie dürfen dieses Qualitätszeichen führen, wenn Sie als Meister Inhaber eines Betriebes im Handwerk sind. >> Meister werden durch das Land Südtirol unterstützt. Als selbständig arbeitender Meister erhalten Sie vom Land einen Zuschlag von 5 % bei materiellen Investitionen. Dasselbe gilt für Betriebe, in denen 30 % der Mitarbeiter Meister sind. Die Meisterprüfung besteht aus vier getrennten Prüfungsteilen 1 : unternehmensführung fachtheorie berufspädagogik Die aktuellen Prüfungsprogramme aller Meisterberufe finden Sie unter»meisterberufe und Prüfungsprogramme«auf unserer Homepage Das Programm für Berufspädagogik ist für alle Berufe gleich. Für den Prüfungsteil Unternehmensführung gibt es zwei unterschiedliche Programme, die auf die Sektoren Handwerk und Gastgewerbe zugeschnitten sind. Wenn Sie alle vier Teile der Meisterprüfung bestehen, erhalten Sie den Meisterbrief. 1 Der Meister des Handels besteht aus einem Prüfungsteil, gegliedert in mehrere Module.

5 8 zulassung zulassung 9 mein weg zum meister 1. die zulassung zur meisterprüfung Der 1. Schritt auf dem Weg zum Meister ist die Zulassung zur Prüfung. >> Prüfen Sie anhand der folgenden Übersicht, ob Sie die nötigen Voraussetzungen für die Zulassung erfüllen. Diese unterscheiden sich je nach Tätigkeitsfeld und Prüfungsteil: zulassung im: gastgewerbe handwerk handel Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung über Unternehmensführung Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung über Berufspädagogik, Fachtheorie und Fachpraxis > Lehr- Fachschulabschluss > fünfjährige qualifizierte Berufserfahrung* > Lehr- Fachschulabschluss und nachfolgende dreijährige Berufserfahrung* > insgesamt siebenjährige qualifizierte Berufserfahrung* > Gesellenbrief > vierjährige qualifizierte Berufserfahrung > Fachschulabschluss > Gesellenbrief und nachfolgende zweijährige Berufserfahrung > insgesamt sechsjährige qualifizierte Berufserfahrung > Fachschuldiplom und nachfolgende dreijährige Berufserfahrung > Abschluss einer Verkäuferlehre > Abschluss einer zweijährigen Fachschule mit nachfolgender dreijähriger Berufserfahrung > Abschluss der Handelsoberschule mit anschließender einjähriger Berufserfahrung > insgesamt sechsjährige Berufserfahrung * für die Berechnung der Berufserfahrung werden Saisonbeschäftigungen von wenigstens acht Monaten pro Kalenderjahr als ein Jahr gewertet. >> Auch wenn Sie über abweichende, aber gleichwertige Voraussetzungen, wie z. B. eine Matura, verfügen, haben Sie die Chance, zur Prüfung zugelassen zu werden. Genauere Informationen erhalten Sie beim Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung.

6 10 zulassung vorbereitung 11 >> Suchen Sie schriftlich beim Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung um Zulassung zur Meisterprüfung in Ihrem Beruf Das notwendige Formular finden Sie unter Wir überprüfen Ihr Gesuch und informieren Sie schriftlich über das Ergebnis. Erfüllen Sie die Zugangsvoraussetzungen, erhalten Sie von uns laufend Informationen zu den aktuell angebotenen Kursen und Prüfungen. Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die Zulassung (noch) nicht, werden Sie über den Grund in Kenntnis gesetzt. Fehlende Unterlagen können nachgereicht werden. >> Suchen Sie auf jeden Fall um Zulassung an, auch wenn gerade kein Meisterkurs für Ihren Beruf geplant ist! Nur so erfahren wir von Ihrem Interesse. 2. die vorbereitung auf die meisterprüfung Das Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung bietet in Zusammenarbeit mit den Landesberufsschulen Vorbereitungskurse für alle vier Prüfungsteile an. Der Besuch der Kurse ist nicht verpflichtend! Kursteilnehmer haben aber den Vorteil, dass sie das Prüfungsprogramm mit Hilfe von Experten erarbeiten und sich dabei mit Kollegen ihrer Berufsgruppe austauschen können. Das Land Südtirol trägt den Großteil der Kosten für die Meisterausbildung. Daher kann das zuständige Amt Ihnen Kurse in hoher Qualität zu einem attraktiven Preis anbieten. Die Kurse für»unternehmensführung«und»berufspädagogik«finden jährlich statt. Die Mindestteilnehmerzahl für die Vorbereitungskurse der Prüfungsteile»Fachtheorie«und»Fachpraxis«in den einzelnen Berufen beträgt 8 Informationen zu den aktuell angebotenen Kursen finden Sie unter»meisterkurse und Prüfungstermine«auf unserer Homepage

7 12 meisterprüfung meisterprüfung die meisterprüfung Die Meisterprüfung richtet sich nach dem jeweils gültigen Meisterprüfungsprogramm. Drei der vier Prüfungsteile sind, wie in der Grafik dargestellt, in Module gegliedert. module unternehmensführung Befreiung von der Meisterprüfung Sie besitzen eine Qualifikation, die dem aktuellen Meisterprüfungsprogramm entspricht? Zum Beispiel eine Matura, einen im Ausland erworbenen Meisterbrief einen anderen Bildungsabschluss? Dann können Sie um die Befreiung von der Meisterprüfung auch von einzelnen Teilen ansuchen. unternehmensführung berufspädagogik >> Schicken Sie Ihr Ansuchen und die entsprechenden Unterlagen an das Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung und legen Sie auch das Programm Ihrer Ausbildung bei. fachtheorie module fachtheorie fachpraxis module fachpraxis Um einen Prüfungsteil abzuschließen, müssen Sie alle dazugehörigen Modulprüfungen mit der Mindestnote 6 bestehen. Die Gesamtnote der Meisterprüfung ergibt sich aus dem Mittelwert der vier Das Formular»Befreiung von der Meisterprüfung«finden Sie unter»formulare«auf unserer Homepage >> Achtung: Es werden nur Qualifikationen berücksichtigt, die nicht älter als 10 Jahre alt sind. Wird jemand von Teilen der Meisterprüfung befreit, hat er/ sie 6 Jahre Zeit die Meisterprüfung abzuschließen. Ihr Meisterbrief wird mit dem Prädikat»mit Auszeichnung bestanden«versehen, wenn Sie eine Gesamtnote von 8,5 höher erreichen. >> Achtung: Ab der ersten erfolgreich abgelegten Prüfung haben Sie 6 Jahre lang Zeit, alle restlichen Prüfungen zu absolvieren.

8 14 kurse und prüfungen im ausland kurse und prüfungen im ausland meisterkurse und -prüfungen im ausland In einigen Berufen gibt es in Südtirol nicht genug Anwärter, um die Mindestzahl an Teilnehmern für einen Meisterkurs zu erreichen. Im Ausland abgelegte Meisterprüfungen werden in bestimmten Bereichen dem Südtiroler Meisterbrief gleichgestellt. Dafür müssen Sie einen entsprechenden Antrag an die zuständige Institution stellen: Gehören Sie einer solchen Berufsgruppe an, können Sie den Kurs und die Prüfungen in Fachtheorie und Fachpraxis in Deutschland Österreich ablegen. Informationen zu den Vorbereitungskursen in unseren Nachbarregionen finden Sie u.a. WIFI-Tirol: Handwerkskammer für München und Oberbayern: >> Belegen Sie einen Meisterkurs im Ausland, können Sie beim Landesamt für Schulfürsorge um einen Beitrag für»studienaufenthalte im Ausland«ansuchen. Ausbilderprüfung (Berufspädagogik) Erhöhung der Förderung für Investitionen Im Sinne der EU-Berufsqualifikationsrichtlinie (2005/36/ EG) für die selbständige Berufsausübung Tätigkeit als Fachlehrer/-in an den Landesberufsschulen Zuständige Institution: Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung Zuständige Ämter in den Abteilungen Handwerk, Industrie und Handel bzw. Tourismus Amt für Handwerk Abteilungen für Landesamt für Schulfürsorge Tel /51, [email protected]

9 16 meisterbetrieb mit dem meister an die uni 17 der meisterbetrieb Die Südtiroler Meisterbetriebe im Handwerk dürfen ein amtlich geschütztes Gütezeichen tragen, das so genannte Meisteremblem. Es ist das Südtiroler Markenzeichen für Qualität im Handwerk. Das Meisteremblem erhalten qualifizierte Fachleute, die selbständig ein handwerkliches Gewerbe ausüben und im Besitz des Meisterbriefes sind. Es wurde mit Dekret des Landeshauptmannes vom 24. August 1995, Nummer 40, eingeführt. Das Meisteremblem erhalten Sie beim Amt für Landesamt für Handwerk Tel: , [email protected] mit dem meister an die uni Der deutsche Meisterbrief öffnet seit 2009 die Tür zu deutschen Fachhochschulen und Universitäten. Möchten Sie als Südtiroler Meister in Deutschland studieren, brauchen Sie eine offizielle Gleichstellung Ihres Meisterbriefs mit dem deutschen Meister. Dafür gibt es zurzeit noch keine gesetzliche Regelung, es ist aber ein Gesetz zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen geplant. Der Zugang zu den Fachhochschulen und Universitäten mit Meisterbrief ist auch nach Inkrafttreten eines Gleichstellungs- Gesetzes durch die Bundesländer geregelt. Solange die offizielle Gleichstellung des Südtiroler Meisterbriefs in Deutschland nicht möglich ist, kann Ihnen die Hochschule, an der Sie studieren möchten, die Zulassung zum Studium erteilen. Welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, hängt dabei sowohl vom Bundesland als auch von universitätsinternen Regelungen Sie streben als Meister ein Studium an? Wir unterstützen Sie dabei gerne. Wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter/- innen des Amtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung.

10 18 meisterberufe auf einen blick meisterberufe auf einen blick 19 Anlagenelektroniker/Anlagenelektronikerin Bäcker/Bäckerin Bau- und Galanteriespengler/Bau- und Galanteriespenglerin Bodenleger/Bodenlegerin Buchbinder/Buchbinderin Büchsenmacher/Büchsenmacherin Büromaschinentechniker/Büromaschinentechnikerin Dachdecker/Dachdeckerin Damenmaßschneider /Damenmaßschneiderin Drechsler/Drechslerin Elektromechaniker/Elektromechanikerin Elektrotechniker/Elektrotechnikerin Fahrradmechaniker/Fahrradmechanikerin Fassmaler/Fassmalerin Federkielsticker/Federkielstickerin Feuerungsanlagenmonteur/Feuerungsanlagenmonteurin Flexodrucker/Flexodruckerin Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin Florist/Floristin Fotograf/Fotografin Friseur/Friseurin Gärtner/Gärtnerin Gerber/Gerberin Glaser/Glaserin Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Graveur/Graveurin Hafner/Hafnerin Herrenmaßschneider/Herrenmaßschneiderin Holzbildhauer/Holzbildhauerin Holzschnitzer/Holzschnitzerin Installateur von Heizungs- und sanitären Anlagen/ Installateurin von Heizungs- und sanitären Anlagen Kälte- und Klimatechniker/Kälte- und Klimatechnikerin Kaminkehrer/Kaminkehrerin Karosseriebauer/Karosseriebauerin Keramiker/Keramikerin Kfz-Elektriker/Kfz-Elektrikerin Kfz-Mechaniker/Kfz-Mechanikerin Kfz-Techniker/Kfz-Technikerin Kommunikationstechniker/Kommunikationstechnikerin Konditor/Konditorin Küchenmeister/Küchenmeisterin Kürschner/Kürschnerin Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin Maschinenbaumechaniker/Maschinenbaumechanikerin Maschinenschnitzer/Maschinenschnitzerin Maurer/Maurerin Mediengestalter/Mediengestalterin Meister des Handels Metzger/Metzgerin Molkereifachmann/Molkereifachfrau Müller/Müllerin Offsetdrucker/Offsetdruckerin Orgelbauer/Orgelbauerin Restaurant- und Barmeister/Restaurant- und Barmeistrin Restaurator von Möbeln und Holzgegenständen/ Restauratorin von Möbeln und Holzgegenständen Sägewerker/Sägewerkerin Sattler/Sattlerin Schlosser/Schlosserin Schmied/Schmiedin Schönheitspfleger/Schönheitspflegerin Schuhmacher/Schuhmacherin Speiseeishersteller/Speiseeisherstellerin Steinbildhauer/Steinbildhauerin Steinmetz/Steinmetzin Stricker/Strickerin Tapezierer/Raumausstatter/Tapeziererin/Raumausstatterin Textilreiniger/Textilreinigerin Tiefbauer/Tiefbauerin Tischler/Tischlerin Uhrmacher/Uhrmacherin Vergolder/Vergolderin Verzierungsbildhauer/Verzierungsbildhauerin Wagner/Binder/Wagnerin/Binderin Weber/Weberin Werkzeugmacher/Werkzeugmacherin Zimmerer/Zimmerin

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