Konzeptionsentwicklung. Waldemar Stange
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- Sophie Kopp
- vor 9 Jahren
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1 Konzeptionsentwicklung Waldemar Stange
2 Kategorisierung von Konzepten Entwicklungsimpuls Konzeptionsart Abstraktionsgrad von innen - - Selbst von außen Selbstvergewisser-ungspapier / Steuer-ungsinstrument - Verkaufspapier Grobkonzept Feinkonzept - Seite 2 mitwirku ng!
3 Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie 2 LJ 2 Merkblatt für die Erstellung der pädagogischen Konzepte im Rahmen der Niedersächsischen Kooperations- und Bildungsprojekte (NiKo) Leicht bearbeitet! 3
4 Einleitung Ein Konzept umfasst die grundlegende Planung eines sozialpädagogischen Angebots. Konzepte sollen auf einer möglichst sachhaltigen und differenzierten Beschreibung der Lebensbedingungen, Lebensentwürfe und Lebensstile Jugendlicher einerseits sowie auf einer möglichst informierten Auseinandersetzung mit relevanten fachlichen Rahmenentwürfen der Jugendarbeit basieren. Sie sollen vor diesem Hintergrund relevante Zielsetzungen begründen und möglichst präzise ausweisen, was vor diesem Hintergrund die spezifischen Aufgaben konkreter Einrichtungen und Projekte sind. Konzepte engen einerseits die Vielfalt potentieller Handlungsmöglichkeiten ein und vermitteln andererseits die Sicherheit, in realen Handlungssituationen verschiedene geplante und reflektierte Alternativen zu wählen. 4
5 Grundlagen eines Konzeptes 1. Konzepte sind spezifisch statt allgemein. Sie sind auf bestimmte Lebenswelten und Sozialräume konkreter Zielgruppen von Kindern und Jugendlichen bezogen. Hierzu bedarf es einer differenzierten Situationsanalyse, die alle für das Vorhaben wichtigen Informationen enthält. Konzepte müssen sich auf die Lebenswirklichkeit der Zielgruppen beziehen. Das geht nur, wenn deren Situationen auch von den beteiligten PädagogInnen detailliert analysiert und verstanden werden. 5
6 2. Ein Konzept bedarf einer Problem- oder Aufgabendefinition. Aus dem breiten Spektrum von möglichen Themenstellungen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen grenzen Konzipierungen auf der Grundlage fachlicher Erwägungen bestimmte Probleme, die bearbeitet werden sollen ( Aufgaben ) ein. 3. Daraus resultierend werden Ziele gesetzt. Konzepte müssen möglichst konkrete Zielsetzungen ( Handlungsziele) beinhalten. Gesetzte Ziele sollen wenn möglich - operationalisiert werden. 6
7 4. Diese Zielsetzungen müssen durch geeignete Evaluationen in ihrem Zielerreichungsgrad messbar sein. Konzepte müssen Kategorien und Wege zur Evaluation liefern, aber immer wieder muss neu eingeschätzt werden was Erfolg, Wirksamkeit und Qualität der jeweiligen Maßnahme im jeweiligen Falle sei. 5. Die entsprechenden Schritte zur Ziel-Erreichung müssen definiert werden. Konzepte beschreiben dabei typische pädagogische Handlungsformen und die entsprechenden Methoden. Nur wenn Handlungsprinzipien deutlich bestimmt werden, kann auch geklärt werden, in welcher Weise sie erfolgreich sind oder inwieweit eine Revision der Konzeptziele- oder inhalte nötig wird. Aus diesem Grund ist darzulegen, mit welchen Methoden die gesetzten Ziele bzw. Teilziele erreicht werden sollen 7
8 6. Geplant werden in einem Konzept zudem die strukturellen Bedingungen für pädagogisches Handeln wie z. B. Ressourcen, Räume, Finanzen, Zeiten, Personal, Sachmittel usw. Hierzu gehört auch eine Analyse der vorhandenen Infrastruktur pädagogischer und sonstiger Angebote für die Zielgruppen Bestandsaufnahme und -bewertung). 7. Ein Konzept muss einen Zeitplan und eine ungefähre geplante Abfolge aufeinander aufbauender Aktivitäten (Meilensteine) beinhalten. 8. Alle in einem Konzept beteiligten oder zu beteiligenden Instanzen oder Gremien inklusive der an sie gerichteten Erwartungen sind aufzuführen. Dabei sind die je spezifischen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten darzustellen. 8
9 9. Dort wo Konzepte neue Bedarfslagen bearbeiten, sind strukturelle und organisatorische Veränderungen zu berücksichtigen. Diese müssen in die Bewertung von Zielen und Teilzielen mit eingehen. 9
10 Also: regelmäßige Überprüfung und Fortschreibung von Konzeptionen Dienen die Maßnahmen tatsächlich der Behebung der festgestellten Defizite... unter Berücksichtigung der vereinbarten Zielsetzungen? Können wir alle beschlossenen Maßnahmen finanziell, personell, politisch usw.... durchsetzen und auch einen mittelfristigen Erhalt gewährleisten? Werden die Maßnahmen entsprechend der Vorgaben umgesetzt und auch von der Zielgruppe angenommen? Haben sich Bedarfe evtl. verändert? Seite 10 mitwirku ng!
11 Gibt es neue, evtl. nicht planbare oder übersehene Problemlagen? Sind Anpassungen und Korrekturen notwendig,... um Aufgaben effizienter wahrnehmen zu können? Gibt es neue fachliche Erkenntnisse, Trends, Methoden in der sozialen Arbeit,... die in die Konzeption einfließen sollten? Muss das Angebots umstrukturiert werden? Hat das Konzept Erfolg? Seite 11 mitwirku ng!
12 Zusammenfassung der Inhalte 1. Zielgruppe 2. Analyse der Situation 3. Problemstellung und Aufgabe 4. Ablaufplanung: Strategien, Methoden, Handlungsformen 5. Ziele (inkl. Teilziele) 6. Methoden, mit denen die (Teil-)Ziele erreicht werden sollen 7. Ressourcen (Was ist mit den vorhandenen Ressourcen leistbar?) 8. Wer / Welche Institution ist mit welchen Ressourcen, Aufgaben Zuständigkeiten beteiligt? 9. Reflexion/ Evaluation 10. Grenzen 11. Perspektiven 12
13 Alternativer Gliederungsvorschlag für einen Konzeptionstext 1. Einführung Präambel 2. Werte, Leitziele (Richtziele), Leitbild 3. Ausgangslage 3.1 Allgemeines zum Standort (Ort, beteiligte Institutionen, ggf. zur Einrichtung) 3.2 Beschreibung und Analyse der Situation a. Sozialraum- und Lebensweltanalyse, Zielgruppenanalyse, b) Bestand, c) ggf. Institutions- und Organisationsanalyse d) politische, administrative, finanzielle Rahmenbedingungen 3.3 Zusammenfassung und Bündelung der Analyse zu 3.2 a d 13
14 4. Zu lösende Probleme Bedarfe Ziele 4.1 Bestandsbewertung 4.2 Zielformulierungen 1. Output: 2. Outcome 3. ggf. auch Impact 4.3 Bedarfsfeststellung: aus 4.1 und 4.2 resultierend 14
15 5.Theoretische Grundlagen 5.1Theoretische Hintergründe der Konzeption und ihrer Grundausrichtung (Ansatz, Gesamtstrategie), Schüsselbegriffe und Schlüsselaussagen 5.2 Strategische Konsequenzen: Grundansatz, d. h. Grundrichtung des Projektes oder Programms (des pädagogischen Ansatzes, des Partizipations- und Präventionskonzeptes u. Ä.) 15
16 6. Das Programm ( Output ): Maßnahmen, Projekte, Angebote 6.1 Kurze Liste: Gesamtüberblick zu allen Programmteilen / Angeboten (Maßnahmen, Projekten) 6.2 Der geplante Output : Darstellung der einzelnen Angebote (Skizzen) als Einheit von Themen, Zielen und Methoden 6.3 Aufgaben Die für die Herstellung und Realisierung des Programms zu erledigenden Auf-gaben ( Arbeitspakete ) 16
17 7. Erforderliche Rahmenbedingungen, Ressourcen für das Angebot (Programm) 8. Gemeinwesenbezug und Vernetzung 9. Ablaufplanung des Gesamtprojektes (Phasen, Zeitplan) 10.Reflexion Evaluation Qualitätssicherung 11. Grenzen und Perspektiven der Konzeption 17
18 Weitere Gliederungsbeispiele für Konzeptionen: siehe Handouts 18
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