Waldkindergarten Felsberg
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- Paul Winter
- vor 9 Jahren
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Transkript
1 Konzept kindergarten kindergarten Felsberg
2 Inhalt Pädagogischer Ansatz... 3 Standort... 5 schulzimmer... 6 Grundsatz der Gleichwertigkeit... 7 Wahlfreiheit... 7 Treffpunkte / Logistik... 7 Leitungsteam... 7 Tages- und Wochenplan... 8 Versicherungen... 8 Übergangsregelung... 9 Sicherheit... 9
3 Pädagogischer Ansatz Der geplante kindergarten ist ab Schuljahr 2015/2016 ein Teil der Kindergärten der Schule Felsberg. Der Felsberger kindergarten ist ein erweiterndes gleichwertiges Angebot nebst den bisherigen drei Kindergärten. Um eine umfassende Förderung zu gewährleisten wird eine Kombination von - und konventionellem Kindergarten angestrebt. Die Wahlfreiheit ist durch eine freiwillige Anmeldung vollumfänglich garantiert. Der Erziehungsplan des Kantons St. Gallen bildet die Grundlage für die Erarbeitung der Lernziele. Bei der Umsetzung des Erziehungsplans wird das praxiserprobte Modell des kindergarten kinder St. Gallen mitberücksichtigt. Der kindergartenalltag findet über das ganze Jahr hinweg an den Morgen unter freiem Himmel oder den Baumkronen statt. Durch den täglichen Aufenthalt in der freien Natur über alle Jahreszeiten hinweg lernen die Kinder den und seine Umgebung mit allen ihren Geheimnissen kennen. Die Kinder erleben die Natur als Teil ihrer Umwelt, die man achtet und respektiert. Originale Sinnes- und Umwelterfahrungen verhelfen den Kindern zu einem gefestigten Wahrnehmungssystem und zu einer emotionalen Beziehung zur Natur. Die Förderung der Grob- und Feinmotorik, des kognitiven, emotionalen, ästhetisch-kreativen und sozialen Bereichs gehört zu den weiteren Zielen. Die Erreichung dieser Ziele geschieht in erster Linie über das freie Spiel und geführte Lernangebote. Das schulzimmer bietet den Felsberger kindergärtnern Schutz vor extremen Wetterereignissen. Es ermöglicht zusätzlich den Umgang mit den in konventionellen Kindergärten verwendeten Utensilien wie Malstiften, Leim und Scheren. Freies Spiel, freies und geleitetes Lernen Ein wichtiges Element der kinderpädagogik ist das freie Spiel. Die Motivation bei freiem Spiel in der Natur ist hoch. Spielen und Lernen gehören untrennbar zusammen. In der Natur ergeben sich Lernsituationen oft aus dem Spiel. Die Kindergärtnerin kann diese Lernsituation erfassen und im Sinne einer geleiteten Lerneinheit mit den Kindern vertiefen. Das freie Spiel wird von der Kindergärtnerin durch vorbereitete und verpflichtende Sequenzen ergänzt. Lerninhalte beziehen die Flora, Fauna und die Lebenswelt der Kinder mit Ritualen, Bräuchen und Geburtstagen ein. Ergänzend können die Felsberger kinder während den wetterabhängigen Aufenthalten im schulzimmer die für die Kindergartenstufe geforderten Grundfertigkeiten im Basteln, der Graphomotorik und Regelspielen sich aneignen. Unstrukturiertes und strukturiertes Lern- und Spielmaterial Der Lern- und Spielort ist die Natur, die nicht vorstrukturiert wird. Die Kinder basteln sich ihr Spielzeug mit Werkzeug und anderen Mitteln und Materialien im selbst. Die Fantasie der Kinder wird dadurch angeregt und die Kreativität gefördert. Im schulzimmer stehen strukturierte Lehrmittel, Bastelwerkzeuge und Materialien den Kindern zur Verfügung und können von den Lehrpersonen gezielt eingesetzt werden. Dadurch ergibt sich eine sinnvolle Kombination der verschiedenen Spiel- und Lernmaterialen.
4 Soziales Lernen Die Vermittlung sozialer Kompetenzen hat in allen Kindergärten einen hohen Stellenwert. Die Besonderheit eines kindergarten ist, dass die Kinder mehr aufeinander angewiesen sind und dadurch einen grösseren Zusammenhalt entwickeln. Die Kinder lernen, Verantwortung für sich und andere zu tragen. Um gemeinsame Projekte wie zum Beispiel eine Laubhütte zu bauen, umsetzen zu können, sind sie auf die Hilfe anderer Kinder angewiesen. Hierfür müssen die Kinder miteinander kommunizieren und Dinge aushandeln. Förderung der Motorik und der Sinne Im kindergarten haben die Kinder viel Zeit und Möglichkeiten für Bewegungsaktivitäten. Durch die natürliche Beschaffenheit des es wie unebenes Gelände, unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten und Bäume können die Kinder klettern, balancieren und springen. Die Kinder haben die Gelegenheit vieles auszuprobieren und lernen ihre Grenzen und Möglichkeiten besser kennen. Die grobmotorischen Fähigkeiten werden dadurch täglich trainiert. Der und die Wiese bieten vielfältige Sinnesreize an. Die Kinder nehmen viele visuelle, akustische, olfaktorische, gustatorische und taktile Eindrücke in der Natur wahr und lernen sie im Verlauf des Kindergartenjahres immer differenzierter zuzuordnen. Dieses praxisbezogene Lernen ist für die Kinder sehr spannend und nachhaltig. Neben den oben erwähnten fünf allgemein bekannten Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen), werden im kindergarten der kinästhetische Sinn, d.h. die Lageund Bewegungsempfindung (Tiefensensibilität) und der vestibuläre Sinn, d.h. das Gleichgewichtsempfinden durch die alltägliche Bewegungsaktivitäten zusätzlich gefördert.
5 Standort Der Standort des schulzimmers und Ausgangspunkt des kindergartens ist Parzelle 1085 Chälberweid in Felsberg
6 Die Chälberweid ist Ausgangspunkt und Rückzugsort für die kinder. Verschiedene Plätze im Raum Felix Wingert-Eichwald-Spitziga Stei sind Teil des kindergartens. schulzimmer Das schulzimmer soll in der Art der Churer Bärenhütte erstellt werden. (Sanitäre Anlagen, Strom- und Wasseranschluss, Heizung)
7 Grundsatz der Gleichwertigkeit Das Gesetz für die Volksschulen des Kantons Graubündens vom 21. März 2012 regelt die Bildung und Erziehung des kindergartens Felsberg. Die Unterrichtszeiten, die Blockzeiten, die Tagesstrukturen und die Regelungen für Fremdsprachige Kinder sind auch für den kindergarten verbindlich. Alle sonderpädagogischen Massnahmen im niederschwelligen Bereich wie integrativer Unterricht, Logopädie und Psychomotorik und die Schulsozialarbeit stehen auch den kindergartenkindern zur Verfügung. Wahlfreiheit Der kindergarten stellt ein erweiterndes Angebot der Kindergärten Felsberg dar. Es ist den Eltern freigestellt, ihr Kind für den kindergarten anzumelden. Treffpunkte / Logistik Die Kindergärtnerin garantiert mit ihrer Anwesenheit am kindergartenplatz die Auffangzeiten und Unterrichtzeiten des kindergartens. Die Kinder können nach Absprache mit ihren Eltern und der Kindergärtnerin am Morgen entweder selbständig den kindergartenstandort aufsuchen oder sich vor der Schule versammeln. Die vor der Schule versammelten Kinder fahren mit dem Bus zur Haltestelle Rjiterstutz und laufen zu Fuss hoch zum platz. Dabei werden sie von der kindergartenpraktikantin begleitet. Leitungsteam Das Leitungsteam setzt sich aus je einer ausgebildeten Lehrperson Kindergarten und einer/einem Praktikantin/en zusammen. Die Lehrperson weist einen Abschluss im Bereich pädagogik/naturpädagogik vor oder ist bereit, eine solche Weiterbildung zu absolvieren.
8 Tages- und Wochenplan Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Auffangzeit Auffangzeit Auffangzeit Auffangzeit Auffangzeit Vormittag schulzimmer schulzimmer schulzimmer schulzimmer schulzimmer Auffangzeit Auffangzeit Auffangzeit Auffangzeit Auffangzeit Nachmittag schulzimmer schulzimmer schulzimmer Die kindergartenkinder verbringen die Vormittage im. Der kindergartenplatz kann an ausgewählten Halbtagen von den drei konventionellen Kindergärten genutzt werden. Versicherungen Die Schulträgerschaft hat gemäss Art. 52 des Schulgesetzes die folgenden zusätzlichen Versicherungen abgeschlossen: a) Versicherung der Schülerinnen und Schüler gegen Unfälle in der Schulzeit, bei Veranstaltungen der Schule und auf dem Schulweg. b) Haftpflichtversicherung für Schulpersonal sowie Schülerinnen und Schüler im Schulbetrieb.
9 Übergangsregelung Der Fertigstellung des Baus des Felsbergers schulzimmers (analog Bärenhütte siehe oben) ist erst auf das Schuljahr 2015/2016 geplant. Der kindergarten wird deshalb erst ab diesem Zeitpunkt in Betrieb genommen. Eine Anmeldung wird erst im Frühjahr 2015 möglich sein. Im Schuljahr 2014/15 ist aufgrund hoher Kindeergärtnerzahlen in Felsberg bereits ein vierter Kindergarten nötig. Als Übergang bis zum geplanten kindergarten wird für ein Jahr, in einem dafür eingerichteten Schulzimmer im Primarschulhaus, ein Kindergarten eingerichtet. Der neue Übergangskindergarten darf bereits ein Mal pro Woche in den. Dies dient als Vorbereitung für den späteren kindergarten. Sicherheit In Bezug auf die Sicherheit gilt folgendes festzuhalten: Steinschlag/Felssturz: Der kindergarten liegt ausserhalb der Gefahrenzone (rote Zone) der Gemeinde Felsberg) Lawinen: Allfällige Lawinen aus dem Gebiet Rungaleidner Rüfi werden durch den Lawinenkanal abgeleitet und stellen keine Gefahr für den kindergarten dar. Blitz: Bei Gewittern finden die kindergärtner zusammen mit ihren Begleitern Schutz vor allfälligen Blitzen im schulzimmer (Blockhütte mit Blitzableiter). Wolf/Raubwild: In Bezug auf das Wolfsrudel am Calanda hat das Amt für Jagd und Fischerei dem Schulrat Felsberg im Frühjahr 2014 schriftlich mitgeteilt, dass die Gefahr für Übergriffe auf Menschen zwar nicht zu 100% ausgeschlossen werden kann, aber das Risiko von Übergriffen von Wölfen auf Menschen eigentlich so gut wie ganz ausgeschlossen werden kann. Zecken: Zecken können Krankheiten übertragen. Es ist deshalb empfehlenswert körperbedeckende Kleider im zu tragen und nach dem besuch Körper und Kleider nach Zecken ab zu suchen. Nach einem Zeckenstich sollte die Zecke möglichst rasch entfernt werden, um eine Erregerübertragung zu verhindern. Die Frühsommermeningoenzephalitis (Entzündung von Hirnhaut und Hirn) wird durch einen Virus verursacht, von dem eine Zecke befallen sein kann. Durch eine Schutzimpfung lässt sich eine Infektion verhüten (Antibiotika sind unwirksam). Die Borreliose wird durch ein Bakterium verursacht, das bei einem Zeckenbiss auf den Mensch übertragen werden kann. Um die Einstichstelle entwickelt sich meist eine kreisförmige, im Verlauf von Tagen wandernde Rötung. Die Borreliose lässt sich mit Antibiotika behandeln (keine Impfung vorhanden).
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