Nationaler Aktionsplan Ernährung

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1 Nationaler Aktionsplan Ernährung NAP.e / 2012

2 NAP.e Nationaler Aktionsplan Ernährung inkl. Maßnahmenübersicht und Planung 2012 Impressum Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Bundesministerium für Gesundheit, Radetzkystraße 2, 1030 Wien Für den Inhalt verantwortlich: Mag. a Petra Lehner, Mag. a Verena Sgarabottolo, Mag. Dr. Alexander Zilberszac (BMG) Titelbild: Quelle BMG Redaktionelle Betreuung: Mag. a Verena Sgarabottolo, Nadine Peischl MA, BA, Mag. a Lisa-Maria Wagner, Mag. a Gabriela Wamprechtsamer, (BMG) Druck: Kopierstelle des BMG Bestellmöglichkeiten: Telefon: (max. 0,1/Minute) [email protected] Internet: Jänner 2012 Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwertung (auch auszugsweise) ist ohne schriftliche Zustimmung des Medieninhabers unzulässig.

3 Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren! Eine ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Grundpfeiler für Gesundheit und Wohlbefinden. Fehl- und Überernährung sind Mitverursacher von heute sehr häufigen Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Krebs oder Diabetes. Durch Veränderung in der Ernährung und ein Einpendeln des Gewichts im Normbereich können Lebensjahre in Gesundheit gewonnen werden. Durch wirksame Maßnahmen nur im Bereich Übergewicht könnten wir unser Gesundheitswesen um etliche hundert Millionen Euro entlasten und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Daher habe ich 2009 beschlossen, einen nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) von Expertinnen und Experten erarbeiten zu lassen und diesen anschließend einem breit angelegten Konsultationsprozess zu unterziehen Die Endversion lag Ende 2010 vor und wurde im Jänner 2011 einstimmig im Ministerrat angenommen. Damit bekam Österreich 2011 erstmals eine nationale Ernährungsstrategie, angelehnt an europäische bzw. internationale Initiativen. Um eine evidenz- und prozessorientierte sowie qualitätsgesicherte Vorgehensweise zu gewährleisten, wird der NAP.e kontinuierlich überarbeitet. Mit dem NAP.e 2012 geschieht dies zum ersten Mal. Die Aktualisierung des Überblicks über internationale Entwicklungen und der strategischen Lösungs- und Handlungsansätze sowie die erweiterte Dokumentation der gesetzten Maßnahmen entspricht dem Ziel, mit dem NAP.e ein rollierendes und dynamisches Planungs- und Handlungsinstrument zur Verfügung zu haben. Ein neues Kapitel widmet sich der Nationalen Ernährungskommission (NEK), die Ende 2010 zu meiner Beratung eingerichtet wurde und die mich seither professionell bei der Weiterentwicklung der Österreichischen Ernährungspolitik unterstützt, beispielsweise durch den Beschluss der Leitlinie Schulbuffet oder der Ernährungspyramide für Schwangere. Ich danke allen, die uns ihre Maßnahmen für die Dokumentation der österreichweiten Aktivitäten zur Verfügung stellten, ebenso wie den Mitgliedern der NEK für ihre wertvolle Unterstützungsarbeit. Der NAP.e 2011 war der Initialschritt - nun liegt es an uns allen, weiterhin die Umsetzung des Aktionsplans breit und auf allen Ebenen zu fördern, damit in Österreich längerfristig die gesündere Wahl die leichtere werden kann! Herzlichst, Ihr Alois Stöger Bundesminister für Gesundheit

4 Inhaltsverzeichnis 1. Herausforderungen Ernährungs- und lebensstilassoziierte Erkrankungen Übergewicht und Adipositas Bewegungsmangel und andere Lebensstilfaktoren Inadäquate Nährstoffaufnahme Europäische und internationale Maßnahmen 8 2. Ziele und Aufgaben Allgemeine Zielsetzung Ziele und Aufgaben des österreichischen Aktionsplans Rahmenbedingungen Grundsätze Zentrale Aktionsfelder Nationale Ernährungskommission Prioritäten Allgemeine Ausrichtung NAP.e Prioritäten Maßnahmen im Rahmen der österreichischen Vorsorgestrategie Überblick über die bundesweiten Maßnahmen Literatur 22 Anhang 1: Maßnahmenübersicht bis Ende 2011 und Planung Anhang 2: Beschreibung der Handlungsfelder und mögliche Maßnahmen 59 Anhang 3: NEK-Mitglieder 69 Anhang 4: Mitglieder der Arbeitsgruppen und Task Forces der NEK 71 Anhang 5: Jahresberichte der NEK Arbeitsgruppen und Task Forces 73

5 Einleitung Seit dem Jahre 2002 gab es mehrere politische Willensbekundungen der europäischen Gesundheitsminister/innen (Ratsschlussfolgerungen) zur Verbesserung der Ernährungssituation in der EU-Bevölkerung. Um diese europaweiten Zielsetzungen auch national umzusetzen, gab Gesundheitsminister Alois Stöger die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplan Ernährung Mitte 2009 in Auftrag. Mit dem nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) werden seit 2011 in Österreich erstmals ernährungspolitische Maßnahmen und Strategien bundesweit gebündelt, um eine erkennbare Verringerung von Fehl-, Über- und Mangelernährung sowie eine Trendumkehr der steigenden Übergewichts- und Adipositaszahlen bis 2020 zu erreichen. Die gesündere Wahl soll durch eine akkordierte, die Verhaltens- und Verhältnispräventionsebene gleichermaßen bedienende Umsetzung mittelfristig die leichtere werden. Der NAP.e ist kein statisches Dokument, sondern ein rollierender Strategie- und Handlungskatalog. Daher werden die Ziele und Handlungsfelder sowie der Überblick über laufende Maßnahmen (Anhang 1) mit dem NAP.e 2012 erstmalig aktualisiert. Die Darstellung möglicher Maßnahmen (Anhang 2) wird dabei überdacht und gegebenenfalls ergänzt. So ist eine prozessorientierte, qualitätsgesicherte Vorgehensweise gegeben. Dem Vorgängerdokument dem NAP.e 2011 ging Anfang 2010 ein breit angelegtes Konsultationsverfahren voraus. Bürger/innen, Expertinnen/Experten, Fachorganisationen, Berufsverbände, Interessensgruppen, Sozialpartner, andere Ministerien, Länder, Kommunen etc. hatten die Gelegenheit, Wünsche, Anregungen und geeignete Strategien mitzuteilen. Der Konsultationsentwurf enthielt einen umfassenden Katalog möglicher Maßnahmen, der den Rückmeldungen entsprechend ergänzt wurde. Vor der öffentlichen Konsultation erfolgte eine Vorkonsultation unter Expertinnen/Experten in den Bereichen Ernährung, Ernährungsmedizin und Public Health, wodurch bereits im Vorfeld ein Mindestmaß an Qualitätssicherung zum Tragen kam. Aus dem Konsultationsverfahren gingen als prioritär zu behandelnde Themen mit breitem Konsens über alle Rückmeldungen Maßnahmen in den Settings Kindergärten, Horte und Schulen sowie das Thema Lebensmittelkennzeichnung hervor. Gewünscht wurde zudem mehrheitlich, dass nachhaltige Strukturveränderungen erfolgen und einheitliche Hilfsmittel zur Vermittlung von Ernährungswissen zur Verfügung stehen. Nach Beschluss der NEK werden im Jahr 2012 die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen und Schwerpunkt-Zielsetzungen weitergeführt. Der Fokus des NAP.e 2012 liegt somit weiterhin bei den Zielgruppen Kleinkinder, Kinder und Jugendliche sowie Schwangere und Stillende und konzentriert sich auf Settings, wo diese Zielgruppen häufig anzutreffen sind bzw. auf die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Hilfsmitteln ( Tools ) zur Informationsvermittlung und zum Empowerment. Als weitere Zielgruppe kommt 2012 die sehr heterogene Gruppe der älteren Menschen hinzu. Zudem sollen auf Vorschlag der NEK auch die Themen Prädiabetes und Gestationsdiabetes näher beleuchtet werden. 1

6 Ein wichtiger Schwerpunkt des NAP.e 2012 wird weiterhin die Schulverpflegung sein. Seit September 2011 liegen mit der Leitlinie Schulbuffet national akkordierte und präzisierte Empfehlungen für das Speisen- und Getränkeangebot an Schulbuffets vor. Eine breite Umsetzung der Leitlinie soll in den nächsten zwei Jahren durch eine intensive Unterstützung von Schulbuffetbetreiber/innen bei der Umstellung auf ein gesundheitsförderliches Speisenund Getränkeangebot erreicht werden. Das Kooperationsprojekt Richtig essen von Anfang an (REVAN) wird weitergeführt (Kooperationspartner: Gesundheitsministerium, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit). Insbesondere die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der österreichischen Beikostempfehlungen, Ernährungsberatung für Schwangere (siehe unten) und Vorarbeiten für Empfehlung für Ein- bis Dreijährige stehen hier im Zentrum der Aktivitäten Umsetzung finden einige der genannten Themenfelder auch in den von der Bundesgesundheitskommission (BGK) im Sommer 2011 beschlossenen Maßnahmen, die in den nächsten zwei Jahren aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur (BGA) finanziert werden. Die Vorsorgemittel der BGA werden damit erstmals für Präventionsmaßnahmen im Ernährungsbereich eingesetzt. Beispielsweise sind der flächendeckende Roll-Out der Ernährungsberatung in der Schwangerschaft, die als Teilinitiative von REVAN in Pilotregionen bereits erfolgreich etabliert ist, sowie die Unterstützungsmaßnahmen für Buffetbetreiber/innen bei der Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet Maßnahmen, die im Rahmen der österreichischen Vorsorgestrategie aus den Mitteln der BGA finanziert werden. Zudem sollen die Baby-friendly Hospital Initiative weiter ausgebaut und strukturelle Verbesserungen im Bezug auf die Stillberatung erreicht werden. Von diesen Maßnahmen können insbesondere auch Kinder, Jugendliche und Familien aus sozial schwächeren Schichten, wo nachweislich der größte Handlungsbedarf besteht, profitieren. Auch die wissenschaftlichen Vorarbeiten für akkordierte lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen werden aus den Vorsorgemitteln finanziert, die einerseits als Grundlage für evidenzbasierte Empfehlungen notwendig sind und andererseits die Basis für konkrete, nach Setting, Lebensumständen und Gesundheitszustand der älteren Menschen differenzierten Handlungsempfehlungen bilden. 2

7 1. HERAUSFORDERUNGEN Eine adäquate Ernährung als Teil eines gesundheitsförderlichen Lebensstils ist ein wesentlicher Grundpfeiler und Voraussetzung für die Gesundheit. Internationale Studien haben gezeigt, dass sieben der 15 Hauptrisikofaktoren für Krankheit und Tod in die Bereiche Ernährung und Lebensstil fallen und damit wichtige Ansatzpunkte für die Gesundheitsförderung und Primärprävention darstellen. Schätzungen der WHO gehen davon aus, dass chronische Erkrankungen im Jahr 2020 für mehr als drei Viertel aller Todesfälle in den Industriestaaten verantwortlich sein könnten. Die Ernährung spielt in der Entwicklung dieser Krankheiten eine wesentliche Rolle [WHO/FAO 2003]. Auch die österreichische Gesundheitsberichterstattung zeigt einen Anstieg der ernährungsund lebensstilassoziierten Erkrankungen. Insbesondere die Zunahme an Übergewicht und Adipositas und die dadurch verursachten Folgeerkrankungen und Kosten machen integrative Maßnahmen im Bereich der ernährungsbezogenen Prävention notwendig [Statistik Austria 2007, Kiefer et al 2006, Elmadfa et el 2009] Ernährungs- und lebensstilassoziierte Erkrankungen Ernährungs- und lebensstilassoziierte Erkrankungen mit mehr oder weniger multifaktorieller Genese sind Ursache für Morbidität und Mortalität. Neben einem erhöhten Blutdruck sowie Tabak- und Alkoholkonsum sind auch erhöhte Blutcholesterinspiegel, Übergewicht, ein niedriger Obst- und Gemüsekonsum und geringe körperliche Aktivität Hauptrisikofaktoren für Erkrankungen und Tod [WHO 2005]. Der präventive Aspekt der Ernährung lässt sich am Beispiel von Obst und Gemüse verdeutlichen. Ein regelmäßiger Konsum von Obst und Gemüse ist ein klares Merkmal einer gesundheitsförderlichen Ernährungsweise. Metaanalysen zeigen, dass pro zusätzlich verzehrter Portion Obst und Gemüse pro Tag das Risiko für koronare Herzerkrankungen um vier Prozent und das Risiko für Schlaganfall um fünf Prozent sinkt [Dauchet et al 2006, Dauchet et al 2005]. Schätzungen der WHO zufolge sind in Europa 18 Prozent der Krebserkrankungen des Verdauungstraktes, 28 Prozent der ischämischen Herzerkrankungen und 18 Prozent der Schlaganfälle auf einen zu geringen Obst- und Gemüseverzehr zurückzuführen [WHO 2006]. Dennoch ist der Obst- und Gemüsekonsum in Österreich verbesserungswürdig, in einigen soziodemographischen Gruppen wird klar zu wenig Obst und Gemüse gegessen [Schätzer et al 2009, Elmadfa et al 2009]. Schätzungen zufolge setzen weniger als ein Viertel der Bevölkerung die Empfehlung 5x am Tag Obst und Gemüse um [Schätzer 2007]. Im Jahr 2000 waren in Europa 41 Prozent der verlorenen gesunden Lebensjahre durch Krankheit und Tod (DALY = disability adjusted life years) auf Erkrankungen zurückzuführen, bei deren Entwicklung die Ernährungsweise eine bedeutende Rolle spielt [WHO 2004]. Innerhalb der Gruppe der maßgeblich von Ernährungsfaktoren abhängigen Erkrankungen 3

8 rauben vor allem Herz-Kreislauferkrankungen (61 Prozent), Krebs (32 Prozent) und Diabetes mellitus (fünf Prozent) den Europäer/innen ihre Jahre in Gesundheit [WHO/FAO 2003]. Auch in Österreich waren im Jahr 2008 die größten Anteile an der Gesamtsterblichkeit auf Herz-Kreislauferkrankungen (43 Prozent) und Krebs (26 Prozent) zurückzuführen [nach Statistik Austria 2009]. Basierend auf den selbstberichteten Angaben der Befragten wird die Diabetesprävalenz in Österreich auf etwa sechs Prozent geschätzt [Statistik Austria 2007]. Zur Prävalenz von ernährungsassoziierten Erkrankungen (z.b. Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Metabolisches Syndrom) wurden in Österreich bislang wenig repräsentative Messdaten publiziert. Selbstberichtete Daten und Auswertungen aus zum Teil nicht repräsentativen Gesunden- und Screeninguntersuchungen stellen derzeit die Datenbasis zur Einschätzung der Erkrankungshäufigkeiten dar. Die internationale Vergleichbarkeit der vorliegenden Daten wird durch die Verwendung unterschiedlicher Referenzwerte zur Definition und Diagnose sowie durch die Heranziehung unterschiedlicher Kollektive und Stichprobengrößen limitiert. Der stetige Ausbau der Datenbasis zu ernährungsassoziierten Erkrankungen und deren Risikofaktoren unter Anwendung validierter und vergleichbarer Methoden ist Voraussetzung für eine evidenzbasierte Vorgehensweise in der Vorbeugung dieser Erkrankungen und für die Entwicklung geeigneter Maßnahmen und somit ein wichtiges Vorhaben im Rahmen des NAP.e Übergewicht und Adipositas Übergewicht und Adipositas sind direkte Folgen eines Ungleichgewichts von Energiezufuhr und Energieverbrauch. Adipositas ist mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität verbunden und geht mit einer Reihe von adipositasassoziierten Begleiterkrankungen einher, wie z.b. Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Bei Adipositas besteht ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, Gallenblasenerkrankungen, Atemlosigkeit und Schlafapnoe sowie für kardiovaskuläre Erkrankungen, Osteoarthritis, Hyperurikämie und Gicht. Adipositas kann auch das Risiko für einige Krebserkrankungen, hormonelle Störungen, Rückenschmerzen sowie für Komplikationen bei Operationen und fetale Defekte (bei mütterlicher Adipositas) erhöhen [WHO/FAO 2003, Kiefer et al 2006]. Neben der verminderten individuellen Lebensqualität stellen Übergewicht und Adipositas einschließlich deren Folgeerkrankungen auch eine massive Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Adipositas ist sowohl mit erhöhten direkten Kosten (Kosten im Gesundheitssystem z. B. durch Hospitalisierungen, Medikamente, etc.) als auch indirekten Kosten verbunden (Ressourcenverlust und Produktivitätsausfälle infolge von Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Frühpension oder vorzeitigem Tod). Schätzungen zufolge machten die direkten adipositasassoziierten Kosten in Europa 2005 bis zu fünf Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben aus [Carter und Moodie 2005]. Umgelegt auf Österreich sind das mehr als 1,1 Milliarden Euro bzw. 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts [Kiefer et al 2006], Tendenz steigend. Die WHO sprach 2006 bereits von sechs Prozent der Gesundheitskosten in Europa [WHO European Ministerial Conference on Counteracting Obesity 2006]. Auch in Österreich hat die Zahl der Übergewichtigen bzw. Adipösen in allen Altersgruppen zugenommen [Elmadfa et al 2009, Statistik Austria 2007]. Nach den Angaben des 4

9 Österreichischen Ernährungsberichts 2008 sind rund 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig oder adipös [Elmadfa et al 2009]. Bei den österreichischen Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren sind zehn Prozent der Mädchen und zwölf Prozent der Buben übergewichtig sowie sieben Prozent der Mädchen und zwölf Prozent der Buben adipös [Elmadfa et al 2009]. Die Häufigkeit von Übergewicht bzw. Adipositas steigt mit zunehmendem Alter, erst ab ca. 65 Jahren ist ein rückläufiger Trend erkennbar [Elmadfa et al 2009]. Buben bzw. Männer sind dabei in allen Altersgruppen häufiger übergewichtig als Mädchen oder Frauen [Elmadfa et al 2009, Statistik Austria 2007]. Seit 1991 stieg allein die Prävalenz für Adipositas (auf Basis eines BMI > 30 kg/m 2 ) in der österreichischen Bevölkerung von 8,5 Prozent auf 13,1 Prozent (2006/07) [Statistisches Zentralamt 1991, Statistik Austria 2007]. Die Untersuchungsergebnisse der letzten Jahre machen außerdem den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Adipositas und sozioökonomischen Faktoren deutlich. Die Adipositasprävalenz ist vor allem in den unteren Einkommensschichten sowie bei niedrigem Bildungsniveau höher. Dieser Zusammenhang ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen erkennbar, wobei das sozioökonomische Gefälle bei Frauen stärker ausgeprägt ist [Statistik Austria 2007, Kiefer et al 2006]. Gezielte Maßnahmen in sozial benachteiligten Zielgruppen sind daher ein wichtiger Ansatz in der Prävention von Übergewicht und Adipositas und stellen somit ein primäres Handlungsfeld im Rahmen des NAP.e dar. Besonders deutlich zeigt sich die soziale Ungleichheit bei den Adipositasprävalenzdaten von Jugendlichen. Hauptschüler/innen weisen eine doppelt so hohe Adipositasprävalenz auf wie Schüler/innen von allgemein bildenden höheren Schulen [Zwiauer et al 2007]. Bei Berufsschüler/innen ist die Prävalenz übergewichtiger bzw. adipöser Personen mit einem Anteil von 26 Prozent besonders hoch [Elmadfa et al 2009]. Hochgradiges Übergewicht im Kindes- und Jugendalter ist nicht nur ein Risikofaktor für Adipositas im Erwachsenenalter, sondern legt auch den Grundstein für frühzeitige Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und degenerative Skeletterkrankungen. Damit stellt die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter ein ernstzunehmendes Problem im Gesundheitssystem dar. Ziel des NAP.e ist daher eine Umkehr bzw. zumindest ein Stoppen des auch in Österreich erkennbaren Trends zur Zunahme von Übergewicht und Adipositas, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen Bewegungsmangel und andere Lebensstilfaktoren Eine bedarfsgerechte Ernährung als Teil eines gesundheitsförderlichen Lebensstils ist ein wesentlicher Aspekt in der Vorbeugung von ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen und deren Risikofaktoren. Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich unter anderem präventiv auf chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 sowie auf manche Krebserkrankungen aus und stärkt zudem gesundheitsförderliche Ressourcen wie beispielsweise Immunabwehr des Körpers, Stressbewältigung, Selbstwert und soziale Integration. Bewegungsmangel bei gleichzeitig zu hoher Energieaufnahme führt zu Gewichtszunahme, weshalb Bewegung in der Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas eine besondere Bedeutung zukommt. 5

10 Nach Angaben der Gesundheitsbefragung 2006/2007 sind rund 45 Prozent der Österreicher/innen ab 15 Jahren in ihrer Freizeit körperlich kaum aktiv (weniger als 1 x pro Woche) [Statistik Austria 2007]. Auch der Österreichische Ernährungsbericht 2008 zeigt, dass die erwachsene Bevölkerung zu wenig körperlich aktiv ist, um von dem präventiven Potenzial zu profitieren [Elmadfa et al 2009]. Kinder und Jugendliche verbringen ebenfalls einen Großteil ihrer Freizeit sitzend. Dies zeigt sich einerseits im Bewegungsverhalten, aber andererseits auch in der Zeit, die vor dem Fernseher oder Computer verbracht wird. Rund ein Drittel der elf- bis 15-jährigen Jugendlichen ist nur ein Mal pro Woche oder seltener in ihrer Freizeit körperlich aktiv [Dür und Griebler 2006]. Die Kombination von Ernährungs- und Bewegungsprogrammen sowie die Implementierung von niederschwelligen Bewegungsangeboten und die Schaffung von attraktiven Bewegungsreizen im Alltag sind wichtige Flankierungsmaßnahmen, um einen gesunden Lebensstil zu fördern. Dabei ist die Verlinkung der Themen Ernährung und Bewegung wesentlich. Bewegung ist ein wichtiger kausaler Faktor im Zusammenhang mit Adipositas, steht aber nicht im Fokus des NAP.e. Vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport wird an einem Nationalen Aktionsplan Bewegung gearbeitet. Zudem hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit dem Fonds Gesundes Österreich im April 2010 Bewegungsleitlinien herausgegeben (download unter Inadäquate Nährstoffaufnahme Eine vielfältige und gesundheitsförderliche Lebensmittelauswahl garantiert eine optimale Zufuhr an Makro- und Mikronährstoffen. Die aktuellen Aufnahmedaten zeigen allerdings, dass weder Vielfalt noch Ausgewogenheit im Essalltag der Österreicher/innen ausreichend Berücksichtigung finden. Der Österreichische Ernährungsbericht 2008 zeigt, dass die Aufnahme an Fett, insbesondere an gesättigten Fettsäuren, sowie Zucker bei Kindern und Jugendlichen und Cholesterin bei Männern zu hoch ist. Die Ballaststoffaufnahme ist allgemein gering (Tabelle 1). Die Fettqualität ist verbesserungswürdig. Bei Folsäure, Vitamin D und Calcium zeigt sich in allen Altersgruppen eine unzureichende Aufnahme im Vergleich zu den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr. Bei Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Frauen ist auch die Aufnahme von Eisen (bis < 51 Jahre) und Jod (bis < 25 Jahre) im Mittel zu gering. Auch Magnesium wird in einigen Altersgruppen in zu geringen Mengen zugeführt. Eine zu hohe Zufuhr ergibt sich bei Natrium, das vorwiegend aus Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen wird. Eine zu hohe Kochsalzzufuhr ist mit gesundheitlichen Nachteilen wie Hypertonie oder Nierensteine assoziiert. 6

11 Tabelle 1 Zufuhr an Makronährstoffen in der österreichischen Bevölkerung [nach Elmadfa et al 2009] Alter in Jahren D-A-CH 7-<10 10-<13 13-<15 18-<65 w m w m w m w m Eiweiß [E%] Kohlenhydrate [E%] Zucker [E%] >50 < 10* Ballaststoffe [g/d] > 30** Fett [E%] davon GFS [E%] davon MUFA [E%] davon PUFA [E%] max. 30 max Cholesterin [mg/d] < Alkohol [E%] - k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. 1,3 3,4 Die Altersklassen ergeben sich aufgrund der im Ernährungsbericht 2008 durchgeführten Studien. E%: Energieprozent, GFS = gesättigte Fettsäuren, MUFA = einfach ungesättigte Fettsäuren, PUFA = mehrfach ungesättigte Fettsäuren * [WHO 2003], **für Erwachsene In der Gesamtbevölkerung sind vor allem Folsäure, Calcium und Vitamin D als kritisch bezogen auf die Zufuhr zu bewerten. Daneben zeigt sich, dass in unterschiedlichen Altersund Bevölkerungsgruppen auch andere Mikronährstoffe in ungenügendem Maße aufgenommen werden. Kritisch bedeutet, dass die Zufuhr über die Ernährung (ermittelt aus Befragungen) im Mittel nicht den Zufuhrempfehlungen entspricht. Dies lässt für sich alleine noch keine validen Rückschlüsse auf den tatsächlichen Status zu (z. B. Unterversorgung, latenter Mangel oder manifester Mangel). Neben Aufnahmedaten sind daher Statuserhebungen zur Untermauerung von Aussagen und insbesondere zur Planung und Abstimmung von Maßnahmen notwendig. Die Herausforderungen der Zukunft sind gestützt auf verlässliche kontinuierlich aktualisierte Daten - einerseits die Verhinderung von Über- und Fehlernährung und andererseits die Vorbeugung von Mangelernährung bei besonderen Zielgruppen, im Alter und bei chronisch kranken Menschen. In den derzeit in Erarbeitung befindlichen Österreichischen Ernährungsbericht 2012 werden deshalb neben den Auswertungen von Befragungen zum Ernährungsverhalten und anthropometrischen Messungen auch erstmals Auswertungen von Blut- und Harnanalysen einfließen. Repräsentativen Daten hinsichtlich des Status aller relevanten Nährstoffe und einiger Gesundheitsindikatoren (Lipidprofil, Blutbild, Antioxidanzkapazität, u.a.) werden somit die Aussagekraft des kommenden Ernährungsberichts als Basis für gezielte gesundheitspolitische Zielsetzungen stärken und auch Aufschluss darüber geben, ob das kostengünstigere, überwiegend auf Befragungsdesigns und Berechnungsmodelle aufgebaute Berichtswesen revidiert werden muss

12 1.3. Europäische und internationale Maßnahmen Die Prävention von ernährungsassoziierten Erkrankungen hat auch international hohe Priorität, wie verschiedenen Aktivitäten auf unterschiedlichen Ebenen zeigen. Die folgende Aufzählung gibt einen (nicht kompletten) Überblick. Aktivitäten auf EU-Ebene: 2005: Gründung der Europäischen Plattform für Ernährung, körperliche Bewegung und Gesundheit 2005: Grünbuch zur Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung: eine europäische Dimension zur Verhinderung von Übergewicht, Adipositas und chronischen Krankheiten [KOM(2005)637] 2007: Weißbuch der Europäischen Kommission Ernährung, Übergewicht, Adipositas: Eine Strategie für Europa [KOM(2007)279] Fokus auf Gesundheitsförderung und Prävention u.a. im Bereich Ernährung und körperliche Aktivität im Zweiten Aktionsprogramm der Gemeinschaft im Bereich der Gesundheit Mehrere Ratsschlussfolgerungen seit 2002, die Ernährung bzw. die Prävention von ernährungsabhängigen Erkrankungen zum Inhalt haben Installierung der High Level Group on Nutrition and Physical Activity zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten Aktivitäten auf internationaler Ebene: 2006: Europäische Ministerkonferenz der WHO zur Bekämpfung der Adipositas und Annahme der Europäischen Charta zur Bekämpfung der Adipositas mit Bezugnahme auf die Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit (2004) - Darstellung der vorrangigen Handlungsfelder im Zweiten Europäischen Aktionsplan Nahrung und Ernährung : Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen betreffend die Prävention von nicht übertragbaren Erkrankungen Mit dem gemeinsamen Ziel, den ansteigenden Trend in der Entwicklung von ernährungsassoziierten Erkrankungen insbesondere von Adipositas und deren Folgeerkrankungen umkehren oder zumindest aufhalten zu können, werden diese Aktivitäten auch im österreichischen Aktionsplan berücksichtigt und auf nationale Bedingungen abgestimmt. 8

13 Tabelle 2 Vorrangige Themen und Handlungsfelder zur Reduktion von Übergewicht und Adipositas in Europa EU-Weißbuch Ernährung, Übergewicht, Adipositas: Eine Strategie für Europa Besser informierte Verbraucher/innen - Gesunde Lebensmittel zur Verfügung stellen - Förderung der körperlichen Bewegung - Vorrangige Gruppen und Settings (Schwerpunkt Kinder) - Ausbau der Evidenzbasis zur Unterstützung des Vorgehens - Entwicklung von Überwachungssystemen Europäischer Aktionsplan Nahrung und Ernährung der WHO Bereitstellung umfassender Informations- und Aufklärungsangebote für Verbraucher/innen - Gewährleistung einer sicheren, gesunden und nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung - Durchführung integrierter Maßnahmen zur Bekämpfung der maßgeblichen Determinanten - Förderung eines gesunden Lebensanfangs - Überwachung, Evaluation und Forschung - Stärkung der Elemente Ernährung und Lebensmittelsicherheit im Gesundheitsbereich 9

14 2. ZIELE UND AUFGABEN 2.1. Allgemeine Zielsetzung Die allgemeine Zielsetzung entspricht den Zielen der ernährungsbezogenen Prävention: Reduktion von Krankheitsrisiken Reduktion von ernährungsassoziierten Erkrankungen Vorbeugung von Behinderungen sowie Verbesserung der Mobilität im Alter Erhaltung der Arbeitsfähigkeit Verhinderung von Frühverrentung Vermeidung von vorzeitigen Todesfällen Vermeidung von chronischen Krankheiten bzw. Verschiebung des Beginns ins höhere Alter Verbesserung des Gesundheitszustands der Bevölkerung Verringerung der Kosten im Gesundheitswesen Ziel der ernährungsbezogenen Prävention ist die Verlängerung der Lebenszeit, die in Gesundheit verbracht wird, als Beitrag zur Verbesserung der Gesamtlebensqualität. Primäre Ernährungsziele: Angepasste Energiezufuhr bei ausreichender Vitamin- und Mineralstoffzufuhr sowie gleichzeitige Vermeidung von Überversorgung Optimierung der Fettqualität Optimierung der Flüssigkeitszufuhr Verringerung der Fettzufuhr Verringerung der trans-fettsäurenaufnahme Verringerung der Zufuhr an gesättigten Fettsäuren Verringerung der Zuckerzufuhr Verringerung der Salzzufuhr Vermehrung der Zufuhr an komplexen Kohlenhydraten 1 Vermehrung der Zufuhr an Ballaststoffen Der Fokus der primären Ernährungsziele liegt auf den Nährstoffen. Die Umsetzung dieser Ziele erfordert einheitliche lebensmittelbasierte Empfehlungen, einerseits in Form von wissenschaftlichen Empfehlungen und andererseits in Form von leicht verständlichen Informationen und Umsetzungshilfen für die jeweilige Zielgruppe. 1 zusammengesetzte Kohlenhydrate wie sie beispielsweise in Getreide- und Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse oder Obst vorkommen 10

15 Mit der Lancierung der Österreichischen Ernährungspyramide sowie einer eigenen Pyramide für Schwangere, beides begleitet von einfach verständlichen Kurzinformationen und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten, wurden im Laufe des Jahres 2011 erste Schritte bereits erfolgreich umgesetzt. Entsprechende Arbeiten für lebensmittelbasierte Empfehlungen für weitere Zielgruppen laufen und werden Schritt für Schritt veröffentlicht werden, nach Konsultation von jeweils fachkompetenten Expertinnen/Experten und nach Diskussion in und Beschlussfassung durch die NEK. Wie bisher werden neue akkordierte Empfehlungen durch einfach verständliche Informationen und Umsetzungshilfen ergänzt. Durch eine idealerweise akkordierte Öffentlichkeitsarbeit aller involvierten Gruppen und durch zielgerichtete Aktivitäten in und mit den jeweils betroffenen Verkehrskreisen soll eine entsprechende Nutzung bzw. Umsetzung der Empfehlungen durch die jeweilige Zielgruppe bzw. der für die jeweilige Zielgruppe relevanten Betreuungspersonen erreicht werden Ziele und Aufgaben des österreichischen Aktionsplans Vision Mehr Gesundheit und Lebensqualität der österreichischen Bevölkerung durch Förderung eines gesunden Ernährungsverhaltens und durch Schaffung von Strukturen, die ein besseres, im Idealfall optimales Ernährungs- und Gesundheitsverhalten ermöglichen. Die gesündere Wahl muss für alle Österreicher/innen die leichtere werden. Strategische Ziele Steigerung der Gesundheit und Lebensqualität durch Verbesserung des Ernährungs- und Gesundheitsverhaltens in Österreich Stärkung des Bereichs Ernährung in allen gesellschaftlichen Bereichen Abbau von sozial-, alters- oder geschlechtsspezifischer gesundheitlicher Ungleichheit Verbesserter Zugang zu gesunder Ernährung für alle Stärkung der Ernährungstherapie im Gesundheitswesen Inhaltliche Ziele Senkung der Prävalenz ernährungsassoziierter Erkrankungen und deren Risikofaktoren Verminderung der Zahl übergewichtiger/adipöser Kinder, Jugendlicher und Erwachsener Verbesserung der Ernährung der österreichischen Bevölkerung gemessen an den Ernährungszielen Zeitrahmen Bis 2020 sollen Verbesserungen in Bezug auf die Prävalenz von ernährungsassoziierten Erkrankungen bzw. deren Determinanten erkennbar sein und der Trend in der Zunahme der Zahl von Übergewichtigen und Adipösen zumindest gestoppt werden. Aufgaben Schaffung von Rahmenbedingungen, die ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten in Österreich unterstützen 11

16 Durchführung und Bündelung integrierter Maßnahmen zur Bekämpfung von ernährungsassoziierten Erkrankungen, insbesondere von Adipositas Förderung von Netzwerken und Einbindung aller wichtigen Akteure aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Forschung, Monitoring und Evaluierung der Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit Bereitstellung personeller und finanzieller Ressourcen Der NAP.e definiert Ernährungsziele und dient der Darstellung der strategischen und strukturellen Rahmenbedingungen, in die entsprechende Maßnahmen und Interventionen eingehängt werden können. Der NAP.e ist ein dynamisches Instrument, das stetig weiterentwickelt wird und damit eine bedarfs- und evidenzbasierte Vorgehensweise ermöglicht. Abbildung 1 Regelkreis für die Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von integrativen Maßnahmen im Bereich der ernährungsbezogenen Prävention Internationale Vorgaben WHO EU IST Ziele Nationale Bedingungen IST-Analyse und ernährungswissenschaftliche Risikobewertung Abweichung Spezifische Handlungsfelder Darstellung der Evidenzbasis Identifikation von Handlungsbereichen Aktionsplan Festlegung von Schwerpunktthemen Formulierung von Maßnahmen Evaluierung Überprüfung der Evidenz für die Wirksamkeit von Maßnahmen Strukturierte Maßnahmen Durchführung von integrativen Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung, der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention für verschiedene Settings und Zielgruppen 12

17 3. RAHMENBEDINGUNGEN Ernährungswissenschaftliche Empfehlungen als Basis Das gesundheitsförderliche Potenzial einer bedarfsgerechten Ernährung ist wissenschaftlich belegt. Ernährungswissenschaftliche und ernährungsmedizinische Empfehlungen sowie Leitlinien für die Nährstoffzufuhr und lebensmittelbasierte Empfehlungen sind daher die Basis für die Zielsetzung, Planung und Durchführung von Maßnahmen und Interventionen. Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik Die Förderung eines gesunden Ernährungsverhaltens und Lebensstils ist Aufgabe vieler Politikbereiche. Nur durch die Verankerung von Querschnittsthemen in unterschiedlichen Politikfeldern wie beispielsweise in den Bereichen Bildung, Arbeit, Soziales, Konsumentenschutz, Wirtschaft, Familie, Umwelt und Landwirtschaft, Verkehr und Städteplanung sowie Wissenschaft und Forschung können wesentliche und nachhaltige Weichenstellungen gelegt werden. Im Sinne eines Health in all Policies -Ansatzes sollen Maßnahmen und Entscheidungen hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Gesundheit unter besonderer Berücksichtigung des Aspektes Ernährung überprüft und abgestimmt werden. Eine koordinierte Ernährungspolitik unter Einbeziehung aller relevanten Politikfelder auf allen politischen Ebenen, von der europäischen Ebene über Bundes- und Länderebene bis hin zu den Gemeinden, soll dazu beitragen, das Ernährungs- und Gesundheitsverhalten der österreichischen Bevölkerung nachhaltig zu verbessern (siehe Abbildung 1). Abbildung 2 Ausgewählte Einflussfaktoren auf die Prävalenz von ernährungsassoziierten Erkrankungen 13

18 4. GRUNDSÄTZE Verhaltens- und Verhältnisprävention Ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten entsteht nicht losgelöst von konkreten Alltagssituationen, sondern findet immer in der unmittelbaren Lebenswelt der Menschen statt. Individuelle Gesundheitsressourcen spielen dabei ebenso eine Rolle wie soziale und umweltbedingte Faktoren. Durch integrative Maßnahmen wird sowohl den Aspekten der Verhaltens- als auch der Verhältnisprävention Rechnung getragen. Es sollen Rahmenbedingungen und Lebensverhältnisse geschaffen werden, die eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise begünstigen und die individuell zu einem selbstbestimmten gesundheitsförderlichen Handeln befähigen. Maßnahmen auf der Verhaltensebene zielen darauf ab, durch Information und Aufklärung sowie durch Bildung und Anreize Ernährungskompetenz zu vermitteln und Handlungsmotivation zu erzeugen, sodass die im persönlichen Ernährungs- und Lebensstil verankerten Verhaltensmuster aktiv geändert werden. Verhaltensprävention will in der Regel die Vermeidung von gesundheitsgefährdendem Verhalten erzielen [Oberender et al. 2002]. Die Verhältnisprävention befasst sich mit technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen des Umfeldes und der Umwelt sowie deren Auswirkung auf die Entstehung von ernährungsabhängigen Krankheiten bzw. Übergewicht. Durch Interventionen auf der Verhältnisebene können in der Regel eine Vielzahl von Personen erreicht werden, ein aktives Involvement jeder Einzelnen/jedes Einzelnen ist nicht nötig. Mikro-, Meso- und Makroebene Integrative Konzepte erfordern Maßnahmen auf allen Ebenen. Sie berücksichtigen Determinanten des Ernährungsverhaltens wie individuelle Bedürfnisse, Ressourcen und Barrieren, um die Einzelne/den Einzelnen dabei zu unterstützen, eine gesundheitsförderliche Lebensmittelauswahl zu treffen (Mikroebene). Auch soziale Systeme und Lebenswelten, in denen sich der Alltag der Menschen abspielt (wie beispielsweise Schule, Arbeitsplatz, Wohnumfeld und Freizeiteinrichtung), beeinflussen das Ernährungsverhalten maßgeblich. Dadurch ist die Berücksichtigung und Einbeziehung dieser Settings wesentlicher Kernpunkt für den Erfolg gesundheitsförderlicher Maßnahmen (Mesoebene). Entsprechende gesetzliche und strukturelle Rahmenbedingungen schaffen langfristig die Basis für die nachhaltige Wirksamkeit von Maßnahmen (Makroebene). Die verstärkte Integration des Themas Ernährung in Maßnahmen und Konzepte der Gesundheitsförderung unter Berücksichtigung der Mikro-, Meso- und Makroebene ist unter anderem Ziel des NAP.e. Diese Vernetzung schafft Plattformen, in denen Kompetenzen und Ressourcen für Planung, Steuerung und Umsetzung gebündelt und Schritt für Schritt umgesetzt werden können. 14

19 Zielgruppenorientierung Verschiedene Personengruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Zugänge zum Thema Ernährung und unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Lebenswelten, in denen das Ernährungsverhalten ausgeübt wird. Um Problemstellungen und Herausforderungen im Bereich der ernährungsbezogenen Prävention optimal adressieren zu können, ist es notwendig, Interventionen und Maßnahmen bestmöglich auf die entsprechenden Zielgruppen abzustimmen. Kerngedanke der zielgruppenorientierten Vorgangsweise ist die Reduktion gesundheitlicher Ungleichheit (health inequalities) bezogen auf das Thema Ernährung. Durch Schaffung spezieller Programme (z. B. für bildungs- und einkommensschwache Schichten und Menschen mit Migrationshintergrund) soll vermieden werden, dass sich soziale Unterschiede negativ auf das Ernährungsverhalten und somit langfristig auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Um die Akzeptanz und Effektivität von Maßnahmen zu erhöhen, werden im Sinne eines partizipatorischen Ansatzes Vertreter/innen der Zielgruppen verstärkt in Planungsprozesse einbezogen. Evidenzbasierte Vorgehensweise, Qualitätskontrolle und Evaluierung Für die nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen ist eine evidenzbasierte Vorgehensweise wesentlich. Voraussetzung dafür ist der Ausbau der Datenlage zu ernährungsrelevanten Themen, die Durchführung von IST-Analysen zur Festlegung von Handlungsfeldern und die Orientierung an Modellen guter und wirksamer Praxis (Models of Good Practice). Darauf aufbauend werden angemessene Strategien und Maßnahmen entwickelt sowie deren Ergebnisse zur Sicherstellung der Qualität im gesundheitspolitischen Kontext evaluiert und bewertet. Prozessorientierung Der NAP.e ist ein dynamisches Instrument, der einem stetigen Weiterentwicklungsprozess unterliegt. Diese prozessorientierte Vorgehensweise umfasst vor allem die Schärfung der Zielsetzungen und Weiterentwicklung des Maßnahmenkatalogs auf Basis der Ergebnisse aus Bedarfsanalysen und Evaluation, unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen (wirkungsorientierter Mitteleinsatz). Capacity Building Die Förderung von Netzwerken auf lokaler, regionaler, nationaler und auch internationaler Ebene sowie der Aufbau und die Verbesserung von Strukturen (Capacity Building) ist wesentlich, um die optimale Wirksamkeit von Maßnahmen zu gewährleisten und nachhaltig zu festigen. Solche Netzwerke ermöglichen die Weiterentwicklung von Wissen und Fähigkeiten für die Praxis, die Nutzung bestehender Strukturen und die Ausweitung der Infrastruktur in der ernährungsbezogenen Prävention und fördern die Entwicklung von Partnerschaften zur Umsetzung von koordinierten Maßnahmen in verschiedenen Bereichen. 15

20 5. ZENTRALE AKTIONSFELDER Der NAP.e konzentriert sich auf vier definierte Aktionsfelder, denen entsprechende Maßnahmen zugeordnet werden. Angestrebt wird eine in etwa gleichmäßige Verteilung der geplanten und durchgeführten Maßnahmen in allen vier Aktionsfeldern. Die Aktionsfelder sind zum Teil überschneidend, sodass Maßnahmen auch mehreren Aktionsfeldern zuordenbar sind. Durch gemeinsame Planung, eine vorausschauende Diskussion von möglichen Umsetzungsproblemen in der NEK und eine Steuerung und Koordinierung der Vorhaben sowie sukzessive auch einer zentralen Erfassung der Methoden und Ergebnisse, ergeben sich Synergien und ein effizienter Einsatz von Mitteln und Ressourcen. 1. Stärkung des Bereichs Ernährung im Gesundheitswesen und im öffentlichen Bereich - Allgemeine Maßnahmen - Maßnahmen im Gesundheitswesen - Primärprävention - Sekundär- und Tertiärprävention - Maßnahmen im öffentlichen Bereich 2. Durchführung integrierter Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention von ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen - Information, Aufklärung, Ernährungsbildung - Gesunde Ernährung von Anfang an - Förderung einer gesunden Lebensmittelauswahl - Allgemeine Maßnahmen - Verfügbarkeitsverbesserungen - Angebotsoptimierungen - Förderung eines gesunden Lebensstils 3. Ausbau der Datenbasis zur evidenzbasierten Vorgehensweise und Qualitätskontrolle - Ernährungsberichterstattung und Monitoring - Forschung - Evaluierung und Qualitätssicherung 4. Förderung von Netzwerken auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Im Anhang 1 werden den Aktionsfeldern zugeordnet bereits abgeschlossene, laufende und in Planung befindliche Maßnahmen dargestellt. Im Anhang 2 werden Einzelziele der jeweiligen Aktionsfelder detailliert beschrieben und zentrale Ansatzpunkte für mögliche Maßnahmen beispielhaft aufgezählt. 16

21 6. NATIONALE ERNÄHRUNGSKOMMISSION Eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik erfordert eine angemessene Wissensgrundlage, personelle und finanzielle Ressourcen sowie entsprechende Strukturen und Partnerschaften. Auf Grundlage des 8 des Bundesministeriengesetzes 1986, BGBl. Nr. 76/1986 idgf wurde Ende 2010 eine Nationale Ernährungskommission (NEK) eingerichtet, die dem Bundesminister für Gesundheit in Ernährungsfragen berät und sich aus Vertreter/innen relevanter Organisationen und Institutionen zusammensetzt. Im Rahmen der Plenarversammlungen werden in den Arbeitsgruppen (AG) bzw. Task Forces (TF) erarbeitete Vorschläge diskutiert und abgestimmt, d.h. die NEK erarbeitet und verabschiedet unter Berücksichtigung internationaler Vorgaben und nationaler Bedarfs- und Risikoanalysen Handlungsempfehlungen an den Gesundheitsminister. Sie ist das zentrale Gremium für die Prioritätensetzungen des NAP.e und damit für die strategische Weiterentwicklung der österreichischen Ernährungspolitik. Seit Gründung der NEK fanden vier Plenarsitzungen und zahlreiche Arbeitstreffen der AG/TF statt. Derzeit sind folgende AG/TF eingerichtet: Arbeitsgruppe Dietary Guidelines & Ernährungskommunikation (AGDEK) Arbeitsgruppe Ernährung in Kranken- und Pflegeeinrichtungen (AGKRAPF) Arbeitsgruppe Internationale Ernährungspolitik (AGIPO) Task Force Adipositasprävention (TFADIP) Task Force Gemeinschaftsverpflegung (TFGV) Task Force Kleinkinder, Stillende & Schwangere (TFKISS) Die von den laut Geschäftsordnung der NEK nominierungsberechtigten Organisationen entsandten Vertreter/innen wurden vom Bundesminister für Gesundheit im November 2010 für fünf Jahre zu Mitgliedern/Ersatzmitgliedern der NEK bestellt. Zusätzlich kann der Bundesminister für Gesundheit weitere Expertinnen/Experten zu Mitgliedern ernennen (derzeit drei Ernennungen). Mitglieder und Ersatzmitglieder können grundsätzlich an allen Sitzungen der NEK bzw. der AG/TF teilnehmen. Jedes Mitglied bzw. Ersatzmitglied hat im Laufe des Jahres 2011 selbst für sich eine Zuordnung zu einer oder mehreren AG/TF getroffen. Auf Vorschlag der jeweiligen Leiter/innen der AG/TF können nach Beschluss des NEK-Präsidiums weitere Expertinnen/Experten längerfristig zu den AG/TF beigezogen werden, sind jedoch nicht zur Teilnahme an den Plenarversammlungen berechtigt. Anhang 3 listet die Mitglieder bzw. Ersatzmitglieder der NEK auf. Anhang 4 listet die Vertreter/innen in den AG/TF auf. Anhang 5 gibt einen Überblick über die Tätigkeiten in den AG/TF im Jahr

22 7. PRIORITÄTEN 7.1. Allgemeine Ausrichtung NAP.e Der aktuelle Ernährungsbericht (Österreichischer Ernährungsbericht 2008) zeigt, dass die Österreicher/innen zu viel Fett und Salz aufnehmen. Die Ernährungsweise der Kinder und Jugendlichen ist zusätzlich durch einen erhöhten Zuckerkonsum charakterisiert. Die Ballaststoffaufnahme ist generell zu niedrig. Der Konsum von Obst und Gemüse ist verbesserungswürdig, insbesondere in einigen soziodemographischen Gruppen (sozial schwache und bildungsferne Schichten) ist der Obst- und Gemüsekonsum klar zu niedrig. Die Verbesserung der Ernährungssituation generell und eine Umkehr bzw. zumindest ein Stoppen des auch in Österreich erkennbaren Trends der Zunahme von Übergewicht und Adipositas, v.a. bei Kindern und Jugendlichen stehen daher im Zentrum der Bemühungen. 2 Vordergründig werden Maßnahmen und Initiativen darauf abzielen, eine adäquaten Energieund Nährstoffzufuhr insbesondere in den bildungsfernen und sozial benachteiligen Schichten zu erreichen, wo nachweislich der größte Handlungsbedarf besteht. Im Fokus der kommenden Jahre stehen die Reduktion des Salzanteils und die Modifikation der Fett- und Kohlenhydratzufuhr, auch durch Verbesserung des ernährungsphysiologischen Wertes von Lebensmitteln durch entsprechende ordnungspolitische Maßnahmen und/oder Schaffung von Anreizen für Reformulierungen. Die Verbesserung der Verfügbarkeit von Lebensmitteln, die im Rahmen einer gesundheitsförderlichen Ernährungsweise vermehrt konsumiert werden sollen (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Fisch, kalorienarme bzw. -freie Getränke) und die Optimierung des Angebots in der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie durch Anreiz- und Unterstützungsmodelle sowie begleitende geeignete Marketingmaßnahmen sind die prioritären Handlungsfelder für die nächste Zukunft. Wichtige Daten zum Status Quo und die Basis für die weitere gesundheits- und ernährungsstrategische Ausrichtung der künftigen Aktivitäten wird der Österreichische Ernährungsbericht 2012 liefern, der erstmals auch Auswertungen von umfassenden Analysedaten von Blut und/oder Harn enthalten wird Prioritäten 2012 Die NEK hat beschlossen, die Prioritäten von 2011 auch 2012 weiterzuführen. Somit liegt der Fokus weiterhin bei den Zielgruppen Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Stillende und Schwangere und konzentriert sich auf Settings, wo diese Zielgruppen häufig anzutreffen 2 Hier bedarf es vor allem Änderungen des Ernährungsverhaltens in Kombination mit körperlicher Betätigung. Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport arbeitet an einem nationalen Aktionsplan Bewegung. 18

23 sind bzw. auf die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Hilfsmitteln ( Tools ) zur besseren Informationsvermittlung. Die bisherigen Aktivitäten werden vertieft bzw. neu akzentuiert. Ein besonderes Augenmerk wird 2012 auf das Empowerment dieser Zielgruppen gelegt. Einheitliche, akkordierte lebensmittelbasierte Empfehlungen für Kinder und Jugendliche sollen 2012 erarbeitet werden, ebenso wie für Schwangere, begleitet von passenden Informationsmaterial für die jeweilige Zielgruppe und maßgeschneiderten Verbreitungs- und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten. Als weitere Zielgruppe kommt 2012 die sehr heterogene Gruppe der älteren Menschen hinzu. Zudem sollen auf Vorschlag der NEK auch die Themen Prädiabetes und Gestationsdiabetes im Jahr 2012 näher beleuchtet werden. Das Kooperationsprojekt Richtig essen von Anfang an (REVAN) wird weitergeführt (Partner: Bundesministerium für Gesundheit, Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit). Schwangere, Stillende, Neugeborene und Kleinkinder sind, ebenso wie die für diese Personengruppen relevanten Multiplikator/innen und Bezugspersonen, die Zielgruppe dieses Projektes. Eine Teilinitiative daraus, die qualitätsgesicherte Ernährungsberatung in der Schwangerschaft, die als Pilotprojekt bereits in einigen Regionen umgesetzt wird, wird mithilfe der Vorsorgemittel der Bundesgesundheitsagentur (BGA) flächendeckend ausgerollt und begleitend evaluiert (siehe unten). Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der letztes Jahr präsentierten Beikostempfehlungen sowie neue evidenzbasierte und akkordierte Empfehlungen für die Altersgruppe der Ein- bis Dreijährigen stehen 2012 ebenfalls am Programm von REVAN. Ein wichtiger Schwerpunkt des NAP.e 2012 wird die Schulverpflegung sein. Seit September 2011 liegen mit der Leitlinie Schulbuffet national akkordierte und präzisierte Empfehlungen für das Speisen- und Getränkeangebot an Schulbuffets vor. Die Leitlinie wird vom Gesundheitsministerium herausgegeben und richtet sich an Betreiber/innen von Schulbuffets. Sie wurde von Expertinnen/Experten unter Einbindung der betroffenen Verkehrskreise erarbeitet und von der NEK nach geringfügiger Überarbeitung einstimmig angenommen. Die Leitlinie stellt einen (freiwilligen) nationalen Mindeststandard dar. Eine breite Umsetzung der Leitlinie soll durch eine intensive Unterstützung von Schulbuffetbetreiber/innen bei der Umstellung auf ein gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot erreicht werden Maßnahmen im Rahmen der österreichischen Vorsorgestrategie Einige der 2011 anvisierten Aktivitäten können mithilfe der Vorsorgemittel der Bundesgesundheitsagentur (BGA) nach Beschluss der entsprechenden Maßnahmen durch die Bundesgesundheitskommission (BGK) realisiert und flächendeckend implementiert werden. Hier ist vor allem der flächendeckende Roll-Out der Ernährungsberatung in der Schwangerschaft bzw. die Unterstützungsinitiative für Schulbuffetbetreiber/innen zur Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet zu nennen, ebenso wie der weitere Ausbau der Babyfriendly Hospital Initiative oder notwendige wissenschaftliche Vorarbeiten für Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen. 19

24 Insgesamt zehn Millionen Euro stellt die BGA bis Ende 2013 für gezielte und nachhaltige Vorsorgemaßnahmen in den Bereichen Ernährung und Kindergesundheit bereit. Vergeben werden die Mittel auf Basis einer Gesamtstrategie, die von der Gesundheit Österreich GmbH in Kooperation mit der Unterarbeitsgruppe Public Health der Arbeitsgruppe für Strukturveränderungen der BGK erarbeitet wurde. Mittelempfänger sind der Bund, die Länder/Gesundheitsfonds und die Sozialversicherungsträger, die in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich für die Umsetzung Sorge tragen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass alle Regionen gleichermaßen von den Mitteln profitieren. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die Maßnahmen über einen längeren Zeitraum hinweg konzentriert und unter Beteiligung möglichst vieler gesundheitspolitischer Akteurinnen/Akteure umgesetzt werden. Die Vorsorgemittel werden ausschließlich für qualitätsgesicherte Maßnahmen herangezogen. Um einen möglichst zielgerichteten Mitteleinsatz sicherzustellen, empfahl die Strategie zur Verwendung der Vorsorgemittel mehrere Modelle guter Praxis. Die von Bund, Ländern/Gesundheitsfonds und Sozialversicherung eingereichten Maßnahmen wurden vor Gewährung der Mittel in Hinblick auf Wirksamkeit und Qualität überprüft und von der Unterarbeitsgruppe Public Health der Arbeitsgemeinschaft für Strukturveränderungen einstimmig empfohlen. Diese Unterarbeitsgruppe ist auch für das laufende Monitoring und die Berichterstattung an die BGK zuständig. Eine Koordinationsstelle im Bundesministerium für Gesundheit begleitet die Mittelempfänger/innen von der Beantragung der Mittel bis hin zur Prüfung der Endberichte im Sinne der Qualitätssicherung. Ein wichtiger verhältnispräventiver Schwerpunkt wird mit den Maßnahmen im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung gesetzt. Durch Veränderung der Rahmenbedingungen in eine gesundheitsförderliche Richtung soll die gesündere Wahl die leichtere werden. Die Gemeinschaftsverpflegung bietet zudem gute Möglichkeiten, auch sozial und gesundheitlich benachteiligte Gruppen mit effektiven Interventionen zu erreichen. Gleiches gilt für die flächendeckende Ausrollung der Ernährungsberatung in der Schwangerschaft, die allen Schwangeren und Neugeborenen in Österreich einen guten Start ins Leben ermöglichen soll, denn ein gesunder Lebensstil beginnt bereits im Mutterleib, und das Essverhalten der Mutter in der Schwangerschaft beeinflusst die späteren Ernährungsgewohnheiten und Geschmacksvorlieben der Kinder. Österreichweit werden einheitliche, qualitätsgesicherte Materialien und Vorgangsweisen zum Einsatz kommen. Die Maßnahme wird durch das BMG evaluiert. Auch die wissenschaftlichen Vorarbeiten für akkordierte lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für die sehr heterogene Gruppe der älteren Menschen werden aus den Vorsorgemitteln finanziert. Durch die Aufbereitung der vorliegenden Daten und Auswertung relevanter Literatur wird die notwendige Grundlage für evidenzbasierte Empfehlungen und die Basis für konkrete, nach Setting, Lebensumständen und Gesundheitszustand der älteren Menschen differenzierte Handlungsempfehlungen geschaffen. Die Website enthält Informationen zur österreichischen Vorsorgestrategie und zu allen Maßnahmen, die im Rahmen der österreichischen Vorsorgestrategie aus den Mitteln der BGA bis 2013 umgesetzt werden. 20

25 Überblick über die bundesweiten Maßnahmen - Ernährungsberatung in der Schwangerschaft Seitens der Gebietskrankenkassen werden österreichweit Workshops angeboten (in Kärnten, Salzburg, Steiermark und Tirol in Kooperation mit den Ländern/Gesundheitsfonds). Sie basieren auf einem einheitlichen Konzept ( und werden über den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger vernetzt. Die Maßnahme wird durch das BMG evaluiert. - Gemeinschaftsverpflegung Wien, Oberösterreich und Tirol setzen Maßnahmen zur Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung in Kindergärten, flankiert von verhaltenspräventiven Maßnahmen und der Schulung der Kindergartenpädagoginnen/Kindergartenpädagogen. Das Burgenland setzt im Bereich Kindergarten primär auf Verhaltensprävention. Steiermark und Niederösterreich streben über Kindergärten hinaus eine Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung auch in anderen Settings an. Vorarlberg widmet sich dem Setting Schulen. - Maßnahmen im Rahmen des NAP.e und der Kindergesundheitsstrategie Das BMG verwendet seine Mittel für Maßnahmen im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes Ernährung und der Kindergesundheitsstrategie. Zentrale Maßnahme: die österreichweite Initiative Unser Schulbuffet, mittels derer bis Ende 2013 Buffetbetriebe praxisbezogen vor Ort dabei unterstützt werden, ihr Angebot an der Leitlinie Schulbuffet auszurichten. Unterstützt werden weiters u. a.: die Initiative Baby-friendly Hospital, Frühe Hilfen (Grundlagen), Empfehlungen für die Ernährung von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren; wissenschaftliche Aufbereitung für Empfehlungen zur Ernährung im Alter in verschiedenen Lebenssituationen. 21

26 8. LITERATUR Beauchamp GK, Mennella JA. Early flavor learning and its impact on later feeding behavior. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2009; 48 Suppl 1: S Carter R, Moodie M. The cost-effectiveness of obesity prevention. In: Crawford M, Jeffery RW (Ed.). Obesity Prevention and Public Health. Oxford University Press, Cucó G, Arija V, Iranzo R, Vilà J, Prieto M T, Fernández-Ballart J. Association of maternal protein intake before conception and throughout pregnancy with birth weight. Acta Obstet Gynecol Scand. 2006; 85 (4): DACH. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE), Schweizerische Vereinigung für Ernährung (SVE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Frankfurt am Main, Verlag Umschau Braus, Dauchet L, Amouyel P, Hercberg S, Dallongeville J. Fruit and vegetable consumption and risk of coronary heart disease: a meta-analysis of cohort studies. J Nutr 2006; 136: Dauchet L, Amouyel P, Dallongeville J. Fruit and vegetable consumption and risk of stroke: a metaanalysis of cohort studies. Neurology 2005; 65: Dür W, Griebler R. Die Gesundheit der österreichischen SchülerInnen im Lebenszusammenhang. Ergebnisse des WHO-HBSC-Survey 2006 (Hrsg. BMGFJ), Fertig gestellt Elmadfa I, Freisling H, Nowak V, Hofstädter D, et al. Österreichischer Ernährungsbericht Auflage, Wien, Kiefer I, Rieder A, Rathmanner T, Meidlinger B, Baritsch C, Lawrence K, Dorner T, Kunze M. Erster Österreichischer Adipositasbericht. (Hrsg.): Verein Altern mit Zukunft Kumanyika S, Jeffery RW, Morabia A, Ritenbaugh C, Antipatis VJ. Public Health Approaches to the Prevention of Obesity (PHAPO) Working Group of the International Obesity Task Force (IOTF). Obesity prevention: the case for action. Int J Obes Relat Metab Disord. 2002; 26 (3): Oberender P, Hebborn A, Zerth J. Wachstumsmarkt Gesundheit. Stuttgart 2002 Romieu I, Torrent M, Garcia-Esteban R, Ferrer C, Ribas-Fitó N, Antó JM, Sunyer J. Maternal fish intake during pregnancy and atopy and asthma in infancy. Clin Exp Allergy. 2007; 37 (4): Sausenthaler S, Koletzko S, Schaaf B, Lehmann I, Borte M, Herbarth O, von Berg A, Wichmann H E, Heinrich J. Maternal diet during pregnancy in relation to eczema and allergic sensitization in the offspring at 2 y of age. Am J Clin Nutr. 2007; 85 (2): Schätzer M, Rust P, Elmadfa I. Fruit and vegetable intake in Austrian adults: intake frequency, serving sizes, reasons for and barriers to consumption, and Potenzial for increasing consumption. Public Health Nutr. 2009; 7: 1-8. Schätzer M. Stellenwert von Obst und Gemüse in der Ernährung der erwachsenen Österreicher. Dissertation an der Universität Wien, Oktober

27 Shiell A W, Campbell D M, Hall M H, Barker D J. Diet in late pregnancy and glucose-insulin metabolism of the offspring 40 years later. BJOG. 2000; 107 (7): Statistik Austria. Gestorbene in Österreich ab 1970 nach Todesursachen und Geschlecht. k/index.html (Letzte Änderung / Download am ) Statistik Austria. Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007. Hauptergebnisse und methodische Dokumentation (im Auftrag von Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend), Wien Statistisches Zentralamt. Prozentverteilung des Body-Mass-Index der Bevölkerung ab 20 Jahren. Mikrozensus 1991, interne Mitteilung. In: Kiefer I, Kunze M, Rieder A. Epidemiologie der Adipositas. Journal für Ernährungsmedizin 2001; 3 (1): WHO. Die Herausforderung Adipositas und Strategien zu ihrer Bekämpfung in der Europäischen Region der WHO. Europäische Ministerkonferenz der WHO zur Bekämpfung der Adipositas. Ernährung und Bewegung für die Gesundheit. Istanbul, November WHO. Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas. Europäische Ministerkonferenz der WHO zur Bekämpfung der Adipositas. Ernährung und Bewegung für die Gesundheit. Istanbul, WHO. Food and health in Europe: a new basis for action, WHO Regional Publications European Series, No. 96, World Health Organization, Geneva, WHO. The European health report Public health action for healthier children and populations, WHO. Europäischer Aktionsplan Nahrung und Ernährung WHO/FAO. Diet, nutrition and the prevention of chronic diseases. Report of a joint WHO/FAO expert consultation, January 28 - February 1, 2002, Geneva, World Health Organ Tech Rep Ser 2003; 916: i- viii, Willers SM, Devereux G, Craig LC, McNeill G, Wijga AH, Abou El-Magd W, Turner SW, Helms PJ, Seaton A. Maternal food consumption during pregnancy and asthma, respiratory and atopic symptoms in 5-year-old children. Thorax. 2007; 62 (9): Zwiauer K, Burger P, Hammer J, Hauer A, Lehner A, Lehner P, Mutz I, Rust P, Baierl A. Studienbericht: Österreichweite Feldstudie zur Erhebung der Prävalenz von Übergewicht bei 6- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schülern. Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit,

28 ANHANG 1: MAßNAHMENÜBERSICHT BIS ENDE 2011 UND PLANUNG 2012 Eine wichtige Funktion des NAP.e ist eine möglichst umfassende Dokumentation der in ganz Österreich durchgeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung, von möglichst vielen Organisationen und Institutionen auf allen denkbaren Ebenen. Der Überblick ist vorläufig eine einfache Informationssammlung und soll aufzeigen, woran gearbeitet wurde und wird, z.b. was an Hilfsmitteln und/oder Standards bereits vorliegt, welche Daten bisher gesammelt wurden, welche Netzwerkaktivitäten und Capacity-Building-Initiativen liefen und laufen, welche Praxisprojekte umgesetzt wurden und werden und woran geforscht wird. Die Maßnahmen sind den zentralen Aktionsfeldern des NAP.e zugeordnet, um einen Überblick darüber zu bekommen, welchen Aktionsfeldern künftig unter Umständen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Damit werden zwei weitere Funktionen des NAP.e erfüllt, nämlich einerseits ein Planungs- und Steuerungsinstrument zu sein, um mittelfristig eine gleichmäßige Verteilung der Maßnahmen möglichst über alle vier zentralen Aktionsfelder zu erreichen und andererseits durch die den Aktionsfeldern zugeordnete Dokumentation zur Vermeidung von Doppelarbeiten beizutragen (gleiche Zielsetzung, selbes Handlungsfeld), wodurch ein effizienter und wirkungsorientierter Einsatz der begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und personellen Ressourcen erreicht werden soll. Die Übersicht enthält alle dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bekannten bzw. bekannt gemachten Maßnahmen, Initiativen und Projekte mit einer Kurzcharakterisierung der jeweiligen Aktivität. Um den Überblick erstellen zu können, wurden alle Mitglieder der NEK bzw. etliche andere Organisationen und Akteurinnen/Akteure, die im Ernährungsfeld tätig sind, im Herbst 2011 vom BMG angeschrieben und um Mitteilung entsprechender Aktivitäten in ihrem Zuständigkeitsbereich bzw. um Weiterleitung des Schreibens in ihrem Wirkungskreis ersucht. Ein vom BMG entworfenes Formblatt zur Kurzcharakterisierung der jeweiligen Aktivität wurde mitgeschickt. Je Aktivität sollte ein Formblatt ausgefüllt, die Aktivität den zentralen Aktionsfeldern des NAP.e von den jeweils verantwortlichen Organisationen selbst zugeordnet und die Hauptzielrichtung(en) der Maßnahme angegeben werden. Der Rücklauf an Informationen war vielfältig und durchaus breit gestreut. Benötigte Informationen zur klaren Charakterisierung einzelner Aktivitäten sind leider nicht durchgängig vorhanden bzw. unterschiedlicher Qualität, zum Teil auch mangels Deutlichkeit des Formblattes. Die Zuordnungen und Kurzcharakterisierungen der jeweils Zuständigen wurden dennoch in den Maßnahmenkatalog übernommen, auch wenn aus Zeitgründen eine Qualitätskontrolle der Angaben nicht mehr möglich war. Die vorgenommene stichprobenartige Plausibilisierung der übermittelten Informationen durch die Mitarbeiter/innen des BMG stellt ein Mindestmaß an Qualitätssicherung dar. Lediglich die Informationen über die Maßnahmen des BMG bzw. jene Maßnahmen, an denen das BMG beteiligt ist bzw. mitwirkt, sind durchgängig qualitätskontrolliert. In der Beschreibung der Maßnahmen werden die Hauptzielrichtungen entsprechend der Kurzbeschreibung und Charakterisierung der jeweiligen Verantwortlichen nach Einschätzung des BMG wiedergegeben. 24

29 Abkürzungsverzeichnis Maßnahmenkatalog AG.. Arbeitsgruppe AGES.. Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit A/I.. Aufklärung/Information AK.. Arbeiterkammer (Bundesarbeitskammer) AKE.. Arbeitsgemeinschaft Klinische Ernährung AK OÖ Arbeiterkammer Oberösterreich aks GV aks Gesundheitsvorsorge GmbH ASKÖ.. Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur Österreich ASVÖ Allgemeiner Sportverband Österreichs Avomed. Arbeitskreis für Vorsorgemedizin und Gesundheitsförderung Avos.. Arbeitskreis für Vorsorgemedizin BGA Bundesgesundheitsagentur BGKK Burgenländische Gebietskrankenkasse BFN.. British Nutrition Foundation BMASK.. Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz BMG.. Bundesministerium für Gesundheit BMLFUW.. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft BMLVS.. Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport BMUKK. Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur CB.. Capacity Building DGE.. Deutsche Gesellschaft für Ernährung DIÖ.. Diabetes Initiative Österreich DS.. Datensammlung EB.. Ernährungsbildung EK Europäische Kommission F.. Forschung FAO.. Food and Agriculture Organization of the United Nations FEM.. Institut für Frauen- und Männergesundheit FGÖ.. Fonds Gesundes Österreich FHG.. Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol FH OÖ Fachhochschule für Gesundheitsberufe Oberösterreich GIVE.. give - Servicestelle für Gesundheitsbildung GKK OÖ. Gebietskrankenkasse Oberösterreich GÖG.. Gesundheit Österreich GmbH GSÖ.. Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs HM.. Hilfsmittel HV.. Hauptverband der Sozialversicherungsträger IfEW.. Institut für Ernährungswissenschaften LBI HPR. Ludwig Boltzmann Institute for Health Promotion Research Leg (EU).. Legistische Maßnahme auf EU-Ebene Leg (AT). Legistische Maßnahme in Österreich LSR Landeschulrat MA.. Magistratsabteilung der Stadt Wien 25

30 Meduni. Medizinische Universitäten Österreich Meduni Ibk... Medizinische Universität Innsbruck NAP.e.. Nationaler Aktionsplan Ernährung NEK.. Nationale Ernährungskommission NW.. Netzwerkaufbau NÖGUS Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds ONGKG.. Österreichisches Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen OÖGKK Oberösterreichische Gebietskrankenkasse ÖDG Österreichische Diabetesgesellschaft ÖGB OÖ. Österreichischer Gewerkschaftsbund Oberösterreich OSR.. Oberster Sanitätsrat ÖGE.. Österreichische Gesellschaft für Ernährung ÖGGG.. Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie ÖGPH.. Österreichische Gesellschaft Public Health ÖGKJ.. Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde ÖGSMP.. Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention OÖ JCUV Oberösterreichischer Jungendcenter-Unterstützungsverein ÖJRK Österreichisches Jugendrotkreuz ÖSG. Österreichische Sportwissenschaftliche Gesellschaft ÖSI.. Österreichische Salzinitiative QS... Qualitätssicherung SGE.. Schweizer Gesellschaft für Ernährung SIPCAN. Special Institute for Preventive Cardiology And Nutrition ST.. Standard SGKK.. Steiermärkische Gebietskrankenkasse Salk.. Salzburger Landeskliniken TGKK.. Tiroler Gebietskrankenkasse TILAK.. Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH U.. Umsetzung/Praxisprojekt UMIT.. The Health and Life Sciences University Hall/Tyrol Uni Wien.. Universität Wien VA.. Veranstaltung VAEB.. Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau VDÖ.. Verband der Diätologen Österreichs VGKK Vorarlberger Gebietskrankenkasse Vs.. Verhältnisprävention (Verbesserung der Rahmenbedingungen) Vn.. Verhaltensprävention (Verbesserung des individuellen Lebensstils) VKI.. Verein für Konsumenteninformation VMI.. Vorsorgemittelinitiative WGKK.. Wiener Gebietskrankenkasse WKO.. Wirtschaftskammer Österreich WK Stmk.. Wirtschaftskammer Steiermark WHO.. Weltgesundheitsorganisation WiG.. Wiener Gesundheitsförderung 26

31 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung 1. Stärkung des Bereichs Ernährung im Gesundheitswesen und im öffentlichen Bereich Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) Verantwortliche bzw. Mitwirkende erledigt Praxisleitfaden Getränke (Schulen) X X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG, Expert/inn/en Praxisleitfaden Milchprodukte (Schulen) X X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG, Expert/inn/en Verankerung Baby-friendly Hospital Initiative im ONGKG X X X A/I, CB, NW, QS HV, ONGKG, BMG Nationale Empfehlungen zur Verpflegung an Schulbuffets ( Leitlinie Schulbuffet ) X X A/I, CB, ST, QS BMG, NEK, Expert/inn/en Projekt Das perfekte JUZ-Dinner ; Ernährungsbildung im Jugendzentrum X X X A/I, EB, CB, NW GKK OÖ, ÖGB OÖ, OÖ JCUV, FGÖ, BMG Projekt Jausenampel für Schulbuffets X X X A/I, DS, HM, SIPCAN, FGÖ, Rauch Projekt Der Schulbuffet-Check X X A/I, DS, HM SIPCAN Projekt Schlau trinken ; Initiative für gesundheitsförderndes Trinken an Schulen X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch Konsensus-Statement Geriatrie - Empfehlungen für die Ernährung des älteren X X A/I, CB, QS AKE, ÖGGG, VDÖ Menschen in der Langzeitpflege Positionspapier Hypertonie und Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE Positionspapier gesundheitliche Bedeutung der Fettqualität in der Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE Einheitliche Nährwerttabelle und X X X A/I, Leg (EU) BMG Mindestschriftgröße auf Lebensmitteln Zufüttern im Krankenhaus beim gestillten X X A/I ÖGKJ reifen Neu- und späten Frühgeborenen Ernährung Frühgeborener nach Entlassung X X A/I ÖGKJ, AK Neonatologie ÖGKJ 27

32 Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Wissenschaftliche Datenaufbereitung für Empfehlungen Ernährung im Alter in verschiedenen Lebenssituationen Gesunde Ernährung für gesunde Soldaten ; Optimierung Gemeinschaftsverpflegung im Bundesheer inkl. Verbesserung der Informationen in den Gemeinschaftsküchen Gütesiegel für ein nährstoffoptimiertes Speisenangebot Gemeinschaftsverpflegung ( ÖGE-Gütesiegel ) Aktualisierung und Verbreitung Praxisleitfaden Getränke Evaluation und Projektmanagement des Roll- Out Baby-friendly Hospital Initiative 28 Verantwortliche bzw. Mitwirkende X CB, DS, QS AGES, Expert/inn/en, BMG X X X X A/I, CB, NW, ST BMLVS X X CB, NW, ST ÖGE X X A/I, HM, DS, QS SIPCAN, BMG X CB, DS, QS LBH PRI, ONGKG, BMG X Projekt Gesunde Küche X X X A/I, CB Land OÖ Checklisten Gesunde Jause in OÖ Kindergärten und Gesunde Schuljause X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ Schlaue Kinder essen anders ; Ernährungsbildung Volkschule (Ernährungsführerschein) X X CB, EB, NW, QS Land Tirol, TGKK Rund(um) g sund ; geschlechts- und kultursensible Gesundheitsförderung bei Adipositas X X X A/I, CB, NW Projekt Das gute Schulbuffet ; Optimierung Schulbuffets an mittleren/höheren Schulen Projekt Wiener Jause ; Essen und Trinken an Volksschulen Regionales Kindergarten- und Schulprojekt im Kontext der Gesundheitsziele Steiermark X X X A/I, CB, HM, NW X X X A/I, EB, CB, NW X X X A/I, CB, NW, QS FEM Süd, WiG, WGKK, MA 15, ASKÖ, Bezirksvertretungen, FGÖ FGÖ, Bio Austria, Plattform Schulverpflegung FGÖ, WiG, AMA, Plattform Schulverpflegung Styria vitalis, Land Stmk, Päd. Hochschulen, FGÖ VMI

33 Initiative Natürlich abnehmen X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK Avomed T, Land Tirol, TGKK, AG Gesunde Schule Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Fortbildungsinitiative Gesundheit ist essbar, Essen und Trinken in Kinderbetreuungseinrichtungen Initiative Unser Schulbuffet, Unterstützung von Buffetbetreiber/innen bei der Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet X X A/I, EB, CB, NW Verantwortliche bzw. Mitwirkende SIPCAN, Gesund mit Bildung (Sbg), Land OÖ, Land Ktn, Stadt Klagenfurt X X X A/I, HM, NW, QS BMG, AGES X Richtig essen von Anfang an X X X X A/I, CB, DS, HM, NW BMG, AGES, HV X Richtig essen von Anfang an Tirol, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK X Richtig essen von Anfang an Kärnten, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW KGKK, Land Ktn, VHS Ktn X Richtig essen von Anfang an NÖ und Bgld, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW NÖGKK, BGKK, Land NÖ, FH St. Pölten X Richtig essen von Anfang an Wien, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW WGKK X Gesund Essen von Anfang an OÖ X X A/I, EB, CB, NW OÖGKK X Richtig essen von Anfang an Vbg, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, HM, NW VGKK X VMI teenpower X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel Initiative D. i. d. A. - Diätologin in der Arztpraxis X X X A/I, EB, CB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel Initiative Genussvolles Essen und Trinken an Tirols Kindergärten und Schulen X X X A/I, HM, NW 29

34 Verantwortliche bzw. Status VMI Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Küchenprojekte im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung X X X A/I, CB, HM OÖGKK Initiative Gemeinsam Bewegen - leicht genießen X A/I, CB, HM OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz Ernährungsworkshops im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK Ernährungsworkshops und Lehrer/innenfortbildung im Rahmen der schulischen X X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK Gesundheitsförderung Projekt Kim Kilo - Der gesunden Ernährung auf der Spur X X A/I, CB, HM, NW OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz Netzwerk Gesunder Kindergarten X X X A/I, CB, QS, NW Land OÖ X Initiative Gemeinsam besser essen X X X A/I, CB, QS, NW NÖGUS X Initiative Gemeinsam essen in Vorarlberger Bildungseinrichtungen X X X A/I, CB, QS, NW aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, Netzwerk Schulverpflegung X Initiative Gemeinsam g sund genießen - Gesunde Ernährung in der Steiermark X X X A/I, CB, QS, NW Gesundheitsfonds Stmk, SGKK X Netzwerk Schulverpflegung Vbg X X X A/I, CB, QS, NW aks GV, Netzwerkpartnern X Projekt Genussdetektive X X A/I, EB, HM aks GV, Land Vbg Maxima, Gesundheitsförderung im Kindergarten X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, Kindergarteninspektorat, FGÖ Projekt KiVi - Kids vital!, Gesundheitsförderung in Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, AG GF in Volksschulen, FGÖ Projekt MehrWERT für Körper und Geist X X X A/I, CB, HM, NW BS Lochau, aks GV, FGÖ, Wirtschaftspartner 30

35 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Verantwortliche bzw. Status Mitwirkende AKE, Meduni Wien, europ. Gesell. klinische Ernährung Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Initiative Nutrition Day worldwide X X X X DS, CB, NW Aktualisierung Leitlinie Getreide- und Kartoffelprodukte X X A/I, CB, DS ÖGE Aktualisierung Leitlinie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte X X A/I, CB, DS ÖGE geplant Adaptierung/Differenzierung ÖGE-Gütesiegel X X NW, ST ÖGE, BMG, BMLFUW Etablierung Beratung/Unterstützung für Interssent/inn/en, Anwender/innen X X CB, HM, QS, NW ÖGE, BMG, BMLFUW, AK ÖGE-Gütesiegel Gastro-Informationsinitiative (bessere X X A/I, Leg (AT) BMG, WKO Information über Allergene, Nährwerte) Entwicklung Website Lebensmittelcheck X X X A/I, DS, EB VKI, BMG, BMASK Projekt Surf dich schlank X X A/I, EB, HM OÖGKK, Kilocoach Projekt Winning Team X X A/I, HM, NW Stadt Wien MA 15 Initiative Baby-Info X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, VGKK, betroffene Berufsgruppen Ausweitung Projekt Schlau trinken X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch Aktualisierung und Verbreitung Praxisleitfaden Milchprodukte X X A/I, DS, HM, QS SIPCAN, BMG 31

36 2. Durchführung integrierter Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention von ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Optimierung der Angebote im Bereich Information, Aufklärung und Ernährungsbildung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Aufklärung Fettkonsum, gesättigte und Transfettsäuren in der Ernährung begleitend zur Erlassung der Transfettsäuren-VO Informationskampagne zu ausgewählten Ernährungsthemen (Obst/Gemüse, Milch/ Milchprodukte, Alkohol, Drittelansatz) Vereinheitlichung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen, Veröffentlichung Österreichische Ernährungspyramide X X A/I BMG, AGES X X A/I, HM BMG X X A/I, CB, DS, ST Folder zur Ernährungspyramide X X A/I, HM BMG Erarbeitung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Schwangere, Veröffentlichung Schwangerenpyramide Folder zur Schwangerenpyramide (deutsch und türkisch) Projekt Ernährungsführerschein für Volksschulen in Tirol Veröffentlichung Ernährungspixi, niederschwellige, handliche Basisinformation zur Ernährung 32 Verantwortliche bzw. Mitwirkende BMG, OSR, FGÖ, ÖGE, Expert/inn/en X X A/I, CB, DS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK X X A/I, HM BMG, AGES X X A/I, CB, EB Land Tirol X X A/I, HM BMG, AGES Praxisleitfaden Getränke (Schulen) X X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG, Expert/inn/en Praxisleitfaden Milchprodukte (Schulen) X X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG, Expert/inn/en Positionspapier Hypertonie und Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE

37 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Verantwortliche bzw. Status Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Positionspapier gesundheitliche Bedeutung der Fettqualität in der Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE Nationale Empfehlungen zur Verpflegung an Schulbuffets ( Leitlinie Schulbuffet ) X X X A/I, CB, ST BMG, NEK, Expert/inn/en Rezeptbroschüren für diverse Zielgruppen zur gesunden Ernährung im Alltag X X A/I, HM BMG, AGES Sicher Kochen Initiative (Poster, Plakate, Folder für den Handel) X X A/I, HM BMG, WKO Internetkampagne für eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung X X A/I, Leg (EU) BMG Projekt Der kritische Medienschüler ; Entwicklung präventiv pädagogischer Maßnahmen X X A/I, DS, EB Inst. f. Kinderrechte & Elternbildung, Kinderfreunde, BMG im Bereich Food- und Medialiteracy Broschüre Gesunde Jause von Zuhause (deutsch; bilingual de/bks, de/türkisch) X X A/I, HM HV, BMG Akkordierte Beikostempfehlungen (wissenschaftliche Guidelines) X X A/I, CB, DS, HM, ST AGES, HV, BMG, NEK, Expert/inn/en Elternbroschüre Babys erstes Löffelchen X X A/I, HM AGES, HV, BMG Projekt Das perfekte JUZ-Dinner ; Ernährungsbildung im Jugendzentrum X X X A/I, CB, EB, NW GKK OÖ, ÖGB OÖ, OÖ JCUV, FGÖ, BMG Projekt Jausenampel für Schulbuffets X X X A/I, DS, HM SIPCAN, FGÖ, Rauch Projekt Der Schulbuffet-Check X X A/I, DS, HM SIPCAN Projekt Schlau trinken ; Initiative für gesundheitsförderndes Trinken an Schulen X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch Zufüttern im Krankenhaus beim gestillten reifen Neu- und späten Frühgeborenen X X A/I ÖGKJ Ernährung Frühgeborener nach Entlassung X X A/I ÖGKJ, AK Neonatologie ÖGKJ 33

38 Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Übersetzung der Datenbank (Good Practice Modelle Ernährungsprojekte ältere Menschen) Konsensus-Statement Geriatrie - Empfehlungen für die Ernährung des älteren Menschen in der Langzeitpflege laufend Multiplikator/inn/enschulungen für Schwangere, Stillende, Kleinkinder ird. Baby-friendly Hospital Initiative X A/I, CB, DS, QS BMG, ÖRK Verantwortliche bzw. Mitwirkende X A/I, CB, NW, QS AKE, ÖGGG, VDÖ X X A/I, CB, EB, QS ONGKG,LBH PRI, BMG X European Food Framework X CB, HM, NW BFN, ÖGE, SIPCAN, ÖJRK, GIVE Projekt Trink- und Jausenführerschein X X A/I, EB, HM SIPCAN, FGÖ, Rauch, BMG Ernährungshotline des FGÖ (Durchführung durch VKI) X X A/I, CB, DS, S, VKI, FGÖ, BMG Projekt Gesunde Küche X X X A/I, CB Land OÖ Checklisten Gesunde Jause in OÖ Kindergärten und Gesunde Schuljause X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ Zielgruppenspezifisches Informationsmaterial der GIVE Servicestelle Gesundheitsbildung X X A/I, HM, NW GIVE, BMUKK, BMG, ÖJRK Internetportal zum NAP.e X A/I, CB, HM BMG Information für Expert/inn/en und Eltern auf X A/I, CB, HM AGES, HV, BMG Qualitätsgesicherte Ernährungsinformation auf X A/I, CB GÖG, AGES, BMG Aktualisierung und Verbreitung Praxisleitfaden Getränke X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG Grüner Teller X X X A/I, CB, HM, NW Styria vitalis, FGÖ, Lehrlingshäuser WK Stmk VMI 34

39 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Schlaue Kinder essen anders ; Ernährungsbildung Volkschule (Ernährungsführerschein) Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Kinder (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) Rund(um) g sund ; geschlechts- und kultursensible Gesundheitsförderung bei Adipositas Verantwortliche bzw. Mitwirkende X X CB, EB, NW, QS, Land Tirol, TGKK X X X A/I, HM, QS, ST X X X A/I, CB, NW AGES, BMG, NEK, Expert/inn/en FEM Süd, WiG, WGKK, MA 15, ASKÖ, Bezirksvertretungen, FGÖ Kochworkshops - Gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung X X X A/I, CB, EB, NW FGÖ, WiG, Styria vitalis, PGA (Bgld, OÖ), Avos Sbg, Avomed T, aks Vbg, Gesundheitsland Ktn Projekt Das gute Schulbuffet ; Optimierung Schulbuffets an mittleren/höheren Schulen X X X A/I, CB, HM, NW FGÖ, Bio Austria, Plattform Schulverpflegung Projekt Wiener Jause ; Essen und Trinken an Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW FGÖ, WiG, AMA, Plattform Schulverpflegung Fortbildungsinitiative Gesundheit ist essbar, Essen und Trinken in Kinderbetreuungseinrichtungen X X A/I, EB, NW SIPCAN, Gesund mit Bildung (Sbg), Land OÖ, Land Ktn, Stadt Klagenfurt Initiative Unser Schulbuffet - Unterstützung von Buffetbetreiber/innen bei der X X X A/I, CB, HM, NW BMG, AGES X Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet Richtig essen von Anfang an X X X X A/I, CB, DS, HM, NW BMG, AGES, HV X Richtig essen von Anfang an Tirol, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK X Richtig essen von Anfang an Kärnten, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, HM, NW KGKK, Land Ktn, VHS Ktn X Gesund Essen von Anfang an OÖ X X A/I, EB, HM, NW OÖGKK X 35

40 Initiative Gesundes Dorf X X X A/I, CB, HM, NW Land Bgld, BGKK, FGÖ Land Bgld, BGKK, andere burgenländ. KV-Träger Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Richtig essen von Anfang an Vbg, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft Richtig essen von Anfang an NÖ und Bgld, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, HM, NW Richtig essen von Anfang an Wien, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft ÖGE - Lebensmittelintoleranz Datenbank X A/I, DS ÖGE Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung X X X A/I, CB, HM, NW WiG Serious Games for Health in der VAEB X X A/I, CB, EB, HM VAEB Verantwortliche bzw. Mitwirkende X X A/I, EB, HM, NW VGKK X NÖGKK, BGKK, Land NÖ, FH St. Pölten X X A/I, EB, HM, NW WGKK X VMI X Projekt GEHE Adipositas X X X A/I, CB, HM, NW Sportunion, Meduni Wien und Graz, FGÖ, Wilhelminenspital Wien, Salk Diabetesbetreuung Modell Burgenland X X A/I, EB, NW, QS Initiative D. i. d. A. - Diätologin in der Arztpraxis X X X A/I, CB, EB, NW teenpower X X A/I, EB, HM, NW 36 Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel Initiative Genussvolles Essen und Trinken an Tirols Kindergärten und Schulen X X X A/I, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, AG Gesunde Schule Initiative Natürlich abnehmen X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK Projekt Gemeinsam bewegen - leicht genießen X X A/I, CB, HM OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmed. Dienst Linz Küchenprojekte im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung X X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK

41 Verantwortliche bzw. Status VMI Mitwirkende Styria vitalis, Land Stmk, Päd. Hochschulen, FGÖ MA10, ÖGE, WiG, IfEW, Wirtschaftspartner/innen Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Regionales Kindergarten- und Schulprojekt im Kontext der Gesundheitsziele Steiermark X X X A/I, CB, HM, NW Aktualisierung Leitlinie Getreide- und Kartoffelprodukte und Leitlinie Obst, X A/I, CB, DS ÖGE Gemüse und Hülsenfrüchte Ernährungsworkshops im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK Ernährungsworkshops und Lehrer/innenfortbildung im Rahmen der X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK schulischen Gesundheitsförderung Projekt Kim Kilo - Der gesunden Ernährung auf der Spur X X A/I, CB, HM, NW OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz Netzwerk Gesunder Kindergarten X X X A/I, CB, HM, NW Land OÖ X Initiative Gemeinsam besser essen X X X A/I, CB, HM, NW NÖGUS X Initiative Gemeinsam essen in Vorarlberger Bildungseinrichtungen X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, Netzwerk Schulverpflegung x Initiative Gemeinsam g sund genießen - Gesunde Ernährung in der Steiermark X X X A/I, CB, HM, NW Gesundheitsfonds Stmk, SGKK X Netzwerk Schulverpflegung Vbg X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Netzwerkpartnern X GeKiBu - Gesunde Kindergärten im Bgld X X A/I, CB, HM, NW BGKK, Land Bgld, aks Vbg X Ernährungsworkshops Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern X X A/I, CB, EB, HM WGKK Ernährungsakademie der ÖGE (Schulung für ÖGE, WiG, MA10, IfEW, X X A/I, EB, CB, NW Kindergärtner/innen) Wirtschaftspartner/innen Wiener Ernährungsakademie - Lehrgang für Stadt Wien MA 15 und Leiter/innen, Pädagog/inn/en, Assistent/inn/en in Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen X X EB, NW, QS 37

42 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Verantwortliche bzw. Status Mitwirkende aks GV, Land Vbg, Kindergarteninspektorat, FGÖ Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Maxima, Gesundheitsförderung im Kindergarten X X X A/I, CB, HM, NW Projekt KiVi - Kids vital!, aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, X X X A/I, CB, EB, NW Gesundheitsförderung in Volksschulen AG GF in Volksschulen, FGÖ Projekt Genussdetektive X X A/I, EB, HM aks GV, Land Vbg Projekt MehrWERT für Körper und Geist X X X A/I, CB, HM, NW BS Lochau, aks GV, FGÖ, Wirtschaftspartner/innen D-A-CH Referenzwerte x A/I, CB, DS, QS DGE, ÖGE, SGE geplant Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter BMG, AGES, Expert/inn/en, Ernährungsempfehlungen für Stillende (inkl. X X X A/I, HM, QS, ST NEK Pyramide und Informationsmaterial) Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen (inkl. Pyramide und X X X A/I, HM, QS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK Informationsmaterial) Projekt Surf dich schlank X X A/I, CB, HM OÖGKK, Kilocoach Projekt Winning Team X X A/I, HM, NW Stadt Wien MA 15 Initiative Baby-Info X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, VGKK, betroffene Berufsgruppen Ausweitung Projekt Schlau trinken X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch 38

43 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Förderung einer gesunden Ernährung von Anfang an Verantwortliche bzw. Status Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Akkordierte Beikostempfehlungen (wissenschaftliche Guidelines) X X A/I, CB, DS, NW, ST AGES, HV, OSR, NEK, BMG Erarbeitung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Schwangere, X X A/I, CB, DS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK Veröffentlichung Schwangerenpyramide Folder Schwangerenpyramide (deutsch und türkisch) X X A/I, HM BMG, AGES Elternbroschüre Babys erstes Löffelchen X X A/I, HM AGES, HV, BMG Fachenquête Richtig essen von Anfang an Public Health Ansätze für Österreich (Jänner X X X A/I, CB, NW, VA AGES, HV, BMG 2010) Bedarfsanalysen ird Projekts Richtig essen von Anfang an ; Identifikation von Handlungsfeldern (Basisliteraturrecherche); X X X CB, DS, NW AGES, HV, BMG Maßnahmenkatalogerstellung Zufüttern im Krankenhaus beim gestillten X X A/I ÖGKJ reifen Neu- und späten Frühgeborenen Ernährung Frühgeborener nach Entlassung X X A/I ÖGKJ, AK Neonatologie ÖGKJ laufend Marktüberblick und Auswertung Beikost in Österreich X CB, DS, NW AGES, HV, BMG, IfEW Projekt Ernährung des Säuglings und Kindes in Tirol X X X X A/I, CB, DS, NW Babyfit Multiplikator/inn/enschulung, Ernährungsmodul von GIVE X X A/I,EB, HM GIVE Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung X X X A/I, CB, HM, NW WiG FHG, Land Tirol, Meduni Ibk, TILAK, UMIT, Kontakt & Co WIR 39

44 Verantwortliche bzw. Status VMI Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Evaluation und Projektmanagement des Roll- Out Baby-friendly Hospital Initiative X CB, DS, QS LBH PRI, ONGKG, BMG X Übersetzung Broschüre Babys erstes Löffelchen (bilingual de-bks, de-türkisch) X X A/I, HM AGES, HV, BMG Assessment Tiermilchkonsum in den ersten drei Lebensjahren X DS AGES, HV, BMG, Donau Uni Krems Erarbeitung von Empfehlungen über gesundheitliche Aspekte des Tiermilchkonsums in den ersten drei Lebensjahren; X X A/I, HM, QS AGES, HV, BMG, NEK Einarbeitung in die Beikostguidelines und in die Elternbroschüre Rund(um) g sund ; geschlechts- und FEM Süd, WiG, WGKK, kultursensible Gesundheitsförderung bei Adipositas X X X A/I, CB, NW MA 15, ASKÖ, Bezirksvertretungen, FGÖ Projekt Wiener Jause ; Essen und Trinken an Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW FGÖ, WiG, AMA, Plattform Schulverpflegung Genussvoll Essen und Trinken an Tirols Kindergärten und Schulen X X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, AG Gesunde Schule Richtig essen von Anfang an X X X X A/I, CB, DS, HM, NW BMG, AGES, HV X Richtig essen von Anfang an NÖ und Bgld, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW NÖGKK, BGKK, Land NÖ, FH St. Pölten X Richtig essen von Anfang an Tirol, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK X Richtig essen von Anfang an Kärnten, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW KGKK, Land Ktn, VHS Ktn X Richtig essen von Anfang an Wien, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW WGKK X Gesund Essen von Anfang an OÖ X X A/I, EB, CB, NW OÖGKK X 40

45 Verantwortliche bzw. Status VMI Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Richtig essen von Anfang an Vbg, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, EB, CB, NW VGKK X GeKiBu - Gesunde Kindergärten im Bgld X X A/I, CB, HM, NW BGKK, Land Bgld, aks Vbg X Initiative Gemeinsam besser essen X X X A/I, CB, NW, QS NÖGUS X Initiative Gemeinsam g sund genießen - Gesunde Ernährung in der Steiermark X X X A/I, CB, QS, NW Gesundheitsfonds Stmk, SGKK X Wiener Ernährungsakademie - Lehrgang für Leiter/innen, Pädagog/inn/en, Assistent/inn/en in Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen X X EB, NW, QS Stadt Wien MA 15 und MA10, ÖGE, WiG, IfEW, Wirtschaftspartner/innen Regionales Kindergarten- und Schulprojekt im Kontext der Gesundheitsziele Steiermark Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Kinder (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) X X X A/I, CB, NW, QS, X X X A/I, HM, QS, ST Styria vitalis, Land Stmk, Päd. Hochschulen, FGÖ AGES, BMG, NEK, Expert/inn/en geplant Projekt Winning Team X X A/I, HM, NW Stadt Wien MA 15 Initiative Baby-Info X X X A/I, CB, HM, NW Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Stillende (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) X X X A/I, HM, QS, ST aks GV, Land Vbg, VGKK, betroffene Berufsgruppen AGES, BMG, NEK, Expert/inn/en 41

46 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Förderung einer gesunden Lebensmittelauswahl Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Senkung Transfettsäuren in Lebensmitteln (Transfettsäuren-VO) X X Leg (AT) BMG Vereinheitlichung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen, Veröffentlichung Österreichische Ernährungspyramide X X A/I, CB, DS, ST Folder zur Ernährungspyramide X X A/I, HM BMG Erarbeitung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Schwangere, Veröffentlichung Schwangerenpyramide Folder zur Schwangerenpyramide (deutsch und türkisch) Informationskampagne zu ausgewählten Ernährungsthemen (Obst/Gemüse, Milch/ Milchprodukte, Alkohol, Drittelansatz) Projekt anders essen ; Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine gesunde Speisenauswahl und eine optimierte Ernährungssituation in steirischen Lehrlingshäusern Verantwortliche bzw. Mitwirkende BMG, OSR, FGÖ, ÖGE, Exerpt/inn/en X X A/I, CB, DS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK X X A/I, HM BMG, AGES X X A/I, HM BMG X X X A/I, CB, HM, NW Styria vitalis, FGÖ Praxisleitfaden Getränke X X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG, Expert/inn/en Praxisleitfaden Milchprodukte X X A/I, DS, HM SIPCAN, BMG, Expert/inn/en Nationale Empfehlungen zur Verpflegung an Schulbuffets ( Leitlinie Schulbuffet ) X X A/I, CB, QS, ST BMG, NEK, Expert/inn/en Projekt Das perfekte JUZ-Dinner ; Ernährungsbildung im Jugendzentrum X X X A/I, CB, EB, NW GKK OÖ, ÖGB OÖ, OÖ JCUV, FGÖ, BMG Projekt Jausenampel für Schulbuffets X X X A/I, DS, HM SIPCAN, FGÖ, Rauch 42

47 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung bzw. Status Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) Verantwortliche erledigt Projekt Der Schulbuffet-Check X X A/I, DS, HM SIPCAN Projekt Mariahilf is(s)t gesund! - Erhöhung ARGE Mariahilf is(s)t gesund, des Angebots von gesunden Mittagessen X X X A/I, EB, HM, NW WGKK, WiG, WKO, Stadt und gesünderen Snacks in der lokalen Wien, IG Naschmarkt, BMG Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung Zufüttern im Krankenhaus beim gestillten reifen Neu- und späten Frühgeborenen X X A/I ÖGKJ Projekt Schlau trinken ; Initiative für gesundheitsförderndes Trinken an Schulen X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch laufend Positionspapier Hypertonie und Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE Positionspapier gesundheitliche Bedeutung der Fettqualität in der Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE Schulfruchtprogramm X X A/I Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Kinder (inkl. Pyramide und Informationsmaterial)r Förderung des Trinkwasserkonsums im Rahmen der Initiative generation blue ( Österreichische Salzinitiative (ÖSI) - Senkung des Salzgehalts in Brot und Gebäck Monitoring und Evaluierung der Österreichischen Salzinitiative (ÖSI) Gütesiegel für ein nährstoffoptimiertes Speisenangebot Gemeinschaftsverpflegung ( ÖGE-Gütesiegel ) X X X A/I, HM, QS, ST X X A/I, CB, HM, NW 43 BMLFUW, BMUKK, AMA, AGES, BMG, EK AGES, BMG, NEK, Expert/inn/en BMLFUW, BMUKK, Wirtschaftspartner/innen X X X A/I, CB, HM, BMG, WKO, Bäcker/innen X X DS, QS AGES, BMG X X CB, NW, ST ÖGE Projekt Gesunde Küche X X X A/I, CB Land OÖ

48 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Verantwortliche bzw. Status Mitwirkende Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Checklisten Gesunde Jause in OÖ Kindergärten und Gesunde Schuljause X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ Aktualisierung und Verbreitung Praxisleitfaden Getränke X X A/I, DS, HM, QS SIPCAN, BMG Gesunde Ernährung für gesunde Soldaten ; Optimierung Gemeinschaftsverpflegung im Bundesheer inkl. Verbesserung der X X X A/I, CB, NW, ST BMLVS Informationen in den Gemeinschaftsküchen Schlaue Kinder essen anders ; Ernährungsbildung Volkschule (Ernährungsführerschein) X X CB, EB, NW, QS Land Tirol, TGKK Rund(um) g sund ; geschlechts- und FEM Süd, WiG, WGKK, kultursensible Gesundheitsförderung bei X X X A/I, CB, NW MA 15, ASKÖ, Adipositas Bezirksvertretungen, FGÖ Projekt Trink- und Jausenführerschein X X A/I, EB, HM SIPCAN, FGÖ, Rauch, BMG ÖGE - Lebensmittelintoleranz Datenbank X A/I, DS ÖGE Kochworkshops - Gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung X X X A/I, CB, EB, NW FGÖ, WiG, Styria vitalis, PGA (Bgld, OÖ), Avos Sbg, Avomed T, aks Vbg, Gesundheitsland Ktn Projekt Das gute Schulbuffet ; Optimierung Bio Austria, Plattform Schulbuffets an mittleren/höheren Schulen WiG, AMA, Plattform Gesund mit Bildung Land OÖ, Land Ktn, Klagenfurt X X X A/I, CB, HM, NW FGÖ, Schulverpflegung Projekt Wiener Jause ; Essen und Trinken an Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW FGÖ, Schulverpflegung Fortbildungsinitiative Gesundheit ist essbar, Essen und Trinken in Kinderbetreuungseinrichtungen X X A/I, CB, EB, NW SIPCAN, (Sbg), Stadt Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung X X X A/I, CB, HM, NW WiG 44

49 Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Initiative Unser Schulbuffet, Unterstützung von Buffetbetreiber/innen bei der Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet Verantwortliche bzw. Mitwirkende X X X A/I, HM, NW, QS BMG, AGES X Serious Games for Health in der VAEB X X A/I, CB, EB, HM VAEB Initiative Gesundes Dorf X X X A/I, CB, HM, NW Land Bgld, BGKK, FGÖ Projekt G scheit essen im Burgenland X X A/I, CB, HM, NW Land Bgld, BGKK Initiative D. i. d. A. - Diätologin in der Arztpraxis X X X A/I, CB, EB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel VMI teenpower X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel Initiative Natürlich abnehmen X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK Genussvoll Essen und Trinken an Tirols Kindergärten und Schulen X X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, AG Gesunde Schule Küchenprojekte im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung X X X A/I, CB, HM OÖGKK Initiative Gemeinsam Bewegen - leicht genießen X A/I, CB, HM OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz Ernährungsworkshops im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK Ernährungsworkshops und Lehrer/innenfortbildung im Rahmen der schulischen Gesundheitsförderung X X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK Projekt Kim Kilo - Der gesunden Ernährung Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz auf der Spur X X A/I, CB, HM, NW OÖGKK, VHS Netzwerk Gesunder Kindergarten X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ X Initiative Gemeinsam besser essen X X X A/I, CB, NW, QS NÖGUS X 45

50 Verantwortliche bzw. Status VMI Mitwirkende X Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Initiative Gemeinsam essen in Vorarlberger Bildungseinrichtungen X X X A/I, CB, NW, QS aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, Netzwerk Schulverpflegung X Initiative Gemeinsam g sund genießen - Gesunde Ernährung in der Steiermark X X X A/I, CB, NW, QS Gesundheitsfonds Stmk, SGKK X Netzwerk Schulverpflegung Vbg X X X A/I, CB, NW, QS aks GV, Netzwerkpartner X Richtig essen von Anfang an X X X X A/I, CB, DS, HM, NW BMG, AGES, HV X Richtig essen von Anfang an Tirol, X X A/I, CB, EB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X Richtig essen von Anfang an Kärnten, X X A/I, CB, EB, NW KGKK, Land Ktn, VHS Ktn Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X Richtig essen von Anfang an NÖ und Bgld, NÖGKK, BGKK, Land NÖ, FH X X A/I, CB, EB, NW Ernährungsberatung in der Schwangerschaft St. Pölten Richtig essen von Anfang an Wien, X X A/I, CB, EB, NW WGKK Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X Gesund Essen von Anfang an OÖ X X A/I, CB, EB, NW OÖGKK X Richtig essen von Anfang an Vbg Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW VGKK X GeKiBu - Gesunde Kindergärten im Bgld X X A/I, CB, HM, NW BGKK, Land Bgld, aks Vbg X Wiener Ernährungsakademie - Lehrgang für Leiter/innen, Pädagog/inn/en, Assistent/inn/en in Kindergärten und X X EB, NW, QS Stadt Wien MA 15 und MA10, ÖGE, WiG, IfEW, Wirtschaftspartner Tagesbetreuungseinrichtungen Grüner Teller X X X A/I, CB, HM, NW Styria vitalis, FGÖ, Lehrlingshäuser WK Stmk Regionales Kindergarten- und Schulprojekt X X X A/I, CB, NW, QS Styria vitalis, Land Stmk, Päd. im Kontext der Gesundheitsziele Steiermark Maxima, Gesundheitsförderung im Kindergarten X X X A/I, CB, HM, NW 46 Hochschulen, FGÖ aks GV, Land Vbg, Kindergarteninspektorat, FGÖ

51 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) Verantwortliche bzw. Mitwirkende laufend Projekt Genussdetektive X X A/I, EB, HM aks GV, Land Vbg Projekt KiVi - Kids vital!, Gesundheitsförderung in Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, AG GF in Volksschulen, FGÖ Projekt MehrWERT für Körper und Geist X X X A/I, CB, HM, NW BS Lochau, aks GV, FGÖ, Wirtschaftspartner Aktualisierung Leitlinie Getreide- und Kartoffelprodukte X X A/I, CB, DS ÖGE Aktualisierung Leitlinie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte X X A/I, CB, DS ÖGE geplant Projekt Winning Team X X A/I, HM, NW Stadt Wien MA 15 Initiative Baby-Info X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, VGKK, betroffene Berufsgruppen Ausweitung Projekt Schlau trinken X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch Aktualisierung und Verbreitung Praxisleitfaden Milchprodukte X X A/I, DS, HM, QS SIPCAN, BMG Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Stillende (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) X X X A/I, HM, QS, ST AGES, BMG, NEK, Expert/inn/en Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) X X X A/I, HM, QS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK 47

52 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Förderung eines gesunden Lebensstils Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Österreichische Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung ( Vereinheitlichung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen, Veröffentlichung Österreichische Ernährungspyramide X X A/I, CB, ST X X A/I, CB, DS, ST Folder zur Ernährungspyramide X X A/I, HM BMG Erarbeitung lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Schwangere, Veröffentlichung Schwangerenpyramide Folder zur Schwangerenpyramide (deutsch und türkisch) Projekt anders essen ; Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine gesunde Speisenauswahl und eine optimierte Ernährungssituation in steirischen Lehrlingshäusern Verantwortliche bzw. Mitwirkende FGÖ, BMG, BSO, ÖGPH, ÖGSMP, ÖSG, BMG, OSR, FGÖ, ÖGE, Exerpt/inn/en X X A/I, CB, DS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK X X A/I, HM BMG, AGES X X X A/I, CB, HM, NW Styria vitalis, FGÖ Nationale Empfehlungen zur Verpflegung an Schulbuffets ( Leitlinie Schulbuffet ) X X A/I, CB, QS, ST BMG, NEK, Expert/inn/en Projekt Das perfekte JUZ-Dinner ; Ernährungsbildung im Jugendzentrum X X X A/I,CB, EB, NW GKK OÖ, ÖGB OÖ, OÖ JCUV, FGÖ, BMG Projekt Jausenampel für Schulbuffets X X X A/I, DS, HM SIPCAN, FGÖ, Rauch Projekt Schlau trinken ; Initiative für gesundheitsförderndes Trinken an Schulen X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch Zufüttern im Krankenhaus beim gestillten reifen Neu- und späten Frühgeborenen X X A/I ÖGKJ 48

53 Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) erledigt Übersetzung der Datenbank (Good Practice Modelle Ernährungsprojekte ältere Menschen) X A/I, CB, DS, QS BMG, ÖRK Positionspapier Hypertonie und Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE Positionspapier gesundheitliche Bedeutung der Fettqualität in der Ernährung X A/I, CB, DS, QS ÖGE laufend Gütesiegel für ein nährstoffoptimiertes Speisenangebot Gemeinschaftsverpflegung ( ÖGE-Gütesiegel ) X X CB, NW, ST ÖGE 49 Verantwortliche bzw. Mitwirkende GIVE-Infopaket Zahngesundheit für Schulärztinnen/ärzte Expert/inn/en X X A/I, HM GIVE, BMUKK, BMG, ÖJKR GIVE interaktives Methodenset GutDrauf- Gesundheitsparcour X X A/I, EB, HM, NW GIVE, BMUKK, BMG, ÖJKR ÖGE - Lebensmittelintoleranz Datenbank X A/I, DS ÖGE Evaluation und Projektmanagement des Roll- Out Baby-friendly Hospital Initiative X CB, DS, QS LBH PRI, ONGKG, BMG X Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter AGES, BMG, NEK, Ernährungsempfehlungen für Kinder (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) X X X A/I, HM, QS, ST Projekt Gesunde Küche X X X A/I, CB Land OÖ Checklisten Gesunde Jause in OÖ Kindergärten und Gesunde Schuljause X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ Schlaue Kinder essen anders ; Ernährungsbildung Volkschule (Ernährungsführerschein) X X CB, EB, NW, QS Land Tirol, TGKK Rund(um) g sund ; geschlechts- und kultursensible Gesundheitsförderung bei Adipositas X X X A/I, CB, NW FEM Süd, WiG, WGKK, MA 15, ASKÖ, Bezirksvertretungen, FGÖ Projekt Trink- und Jausenführerschein X X A/I, EB, HM SIPCAN, FGÖ, Rauch, BMG VMI

54 Verantwortliche bzw. Mitwirkende FGÖ, WiG, Styria vitalis, PGA (Bgld, OÖ), Avos Sbg, Avomed T, aks Vbg, VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Kochworkshops - Gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung X X X A/I, CB, EB, NW Gesundheitsland Ktn Projekt Das gute Schulbuffet ; Optimierung Schulbuffets an mittleren/höheren Schulen X X X A/I, CB, HM, NW FGÖ, Bio Austria, Plattform Schulverpflegung Projekt Wiener Jause ; Essen und Trinken an Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW FGÖ, WiG, AMA, Plattform Schulverpflegung Fortbildungsinitiative Gesundheit ist essbar, Essen und Trinken in Kinderbetreuungseinrichtungen X X A/I, CB, EB, NW SIPCAN, Gesund mit Bildung (Sbg), Land OÖ, Land Ktn, Stadt Klagenfurt Initiative Unser Schulbuffet, Unterstützung von Buffetbetreiber/innen bei der X X X A/I, HM, NW, QS BMG, AGES X Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet Richtig essen von Anfang an X X X X A/I, CB, DS, HM, NW BMG, AGES, HV X Richtig essen von Anfang an Tirol, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK X Richtig essen von Anfang an Kärnten, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW KGKK, Land Ktn, VHS Ktn X Richtig essen von Anfang an NÖ und Bgld, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW NÖGKK, BGKK, Land NÖ, FH St. Pölten X Richtig essen von Anfang an Wien, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW WGKK X Gesund Essen von Anfang an OÖ X X A/I, CB, EB, NW OÖGKK X Richtig essen von Anfang an Vbg, X X A/I, EB, HM, NW VGKK Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X Serious Games for Health in der VAEB X X A/I, CB, EB, HM VAEB Initiative Gesundes Dorf X X X A/I, CB, HM, NW Land Bgld, BGKK, FGÖ 50

55 Verantwortliche bzw. VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Mitwirkende Diabetesbetreuung Modell Burgenland X X A/I, EB, NW, QS Land Bgld, BGKK, andere burgenländ. KV-Träger Projekt G scheit essen im Burgenland X X A/I, CB, HM, NW Land Bgld, BGKK Projekt GEHE Adipositas X X X A/I, CB, HM, NW Sportunion, Meduni Wien und Graz, FGÖ, Wilhelminenspital Wien, Salk Initiative D. i. d. A. - Diätologin in der Arztpraxis X X X A/I, CB, EB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel teenpower X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel Initiative Natürlich abnehmen X X A/I, EB, HM Avomed T, Land Tirol, TGKK Genussvoll Essen und Trinken an Tirols Kindergärten und Schulen Küchenprojekte im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung Initiative Gemeinsam Bewegen - leicht genießen Ernährungsworkshops im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung Ernährungsworkshops und Lehrer/innenfortbildung im Rahmen der schulischen Gesundheitsförderung X X X A/I, EB, HM, NW X X X A/I, CB, HM OÖGKK X A/I, CB, HM X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK X X X A/I, CB, EB, HM OÖGKK 51 Avomed T, Land Tirol, TGKK, AG Gesunde Schule OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz Projekt Kim Kilo - Der gesunden Ernährung Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz auf der Spur X X A/I, CB, HM, NW OÖGKK, VHS Netzwerk Gesunder Kindergarten X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ X Initiative Gemeinsam besser essen X X X A/I, CB, NW, QS NÖGUS X

56 Status VMI Vbg, X MA 15 und ÖGE, WiG, IfEW, aks GV, Land Vbg, Kindergarteninspektorat, FGÖ aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, AG GF in Volksschulen, FGÖ BS Lochau, aks GV, FGÖ, Wirtschaftspartner Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) Verantwortliche bzw. Mitwirkende laufend Initiative Gemeinsam essen in Vorarlberger aks GV, Land Vbg, LSR X X X A/I, CB, NW, QS Bildungseinrichtungen Netzwerk Schulverpflegung Initiative Gemeinsam g sund genießen - Gesunde Ernährung in der Steiermark X X X A/I, CB, NW, QS Gesundheitsfonds Stmk, SGKK X Netzwerk Schulverpflegung Vbg X X X A/I, CB, NW, QS aks GV, Netzwerkpartner X GeKiBu - Gesunde Kindergärten im Bgld X X A/I, CB, HM, NW BGKK, Land Bgld, aks Vbg X Regionales Kindergarten- und Schulprojekt Styria vitalis, Land Stmk, Päd. X X X A/I, CB, NW, QS im Kontext der Gesundheitsziele Steiermark Hochschulen, FGÖ Ernährungsworkshops Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern X X A/I, CB, EB, HM WGKK Wiener Ernährungsakademie - Lehrgang für Leiter/innen, Pädagog/inn/en, Assistent/inn/en in Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen X X EB, NW, QS Stadt Wien MA10, Wirtschaftspartner Maxima, Gesundheitsförderung im Kindergarten X X X A/I, CB, HM, NW Projekt KiVi - Kids vital!, Gesundheitsförderung in Volksschulen X X X A/I, CB, EB, NW Projekt MehrWERT für Körper und Geist X X X A/I, CB, HM, NW Aktualisierung Leitlinie Getreide- und Kartoffelprodukte X X A/I, CB, DS ÖGE Aktualisierung Leitlinie Obst, Gemüse und X X A/I, CB, DS ÖGE Hülsenfrüchte D-A-CH Referenzwerte x A/I, CB, DS, QS DGE, ÖGE, SGE geplant Initiative Baby-Info X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, VGKK, betroffene Berufsgruppen Ausweitung Projekt Schlau trinken X X X A/I, EB, HM SIPCAN, GSÖ, Rauch 52

57 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) geplant Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für Stillende (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) Erarbeitung nationaler lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen (inkl. Pyramide und Informationsmaterial) X X X A/I, HM, QS, ST Verantwortliche bzw. Mitwirkende BMG, AGES, Expert/inn/en, NEK X X X A/I, HM, QS, ST BMG, Expert/inn/en, NEK 3. Ausbau der Datenbasis zur evidenzbasierten Vorgehensweise und Qualitätskontrolle Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) VMI erledigt Monitoring und Evaluierung des Ernährungsverhaltens in Österreich und des Ernährungszustands der Bevölkerung (Ernährungsberichte 1998, 2003 und 2008) Erhebung Salzgehalt in Lebensmitteln in Österreich (Grundlage für ÖSI) Bundesweite Erhebung zur Ausbildung von Tageseltern Bedarfsanalysen ird Projekts Richtig essen von Anfang an ; Identifikation von Handlungsfeldern (Basisliteraturrecherche); Maßnahmenkatalogerstellung 53 Verantwortliche bzw. Mitwirkende X DS, QS BMG, AGES, Uni Wien/IfEW X DS BMG, AGES X DS, NW AGES, BMG, HV X CB, DS, NW AGES, BMG, HV Bedarfsanalyse Stillkoordinator X DS AGES, BMG, HV Österreichische Ernährungsstudie 2010 X A/I, DS BMLFUW, GFK

58 Status Uni Edinburgh, Uni St. Andrews Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) Verantwortliche bzw. Mitwirkende erledigt Positionspapier Hypertonie und Ernährung X A/I, CB, DS, QS, ÖGE Positionspapier gesundheitliche Bedeutung der Fettqualität in der Ernährung X A/I, CB, DS, QS, ÖGE laufend Marktüberblick und Auswertung Beikost X DS, CB, NW AGES, HV, BMG, IfEW Ernährungsstatusbestimmungen ird X DS, QS BMG, Uni Wien/IfEW, UBA Ernährungsberichts 2012 Ernährungs- und Bewegungsverhalten LBI HPR, BMUKK, BMG, WHO, 11-, 13-, 15- und 17-jähriger Schüler/innen ird 8. Österreichischen Health Behaviour in X DS, QS School-aged Children-Survey (2010/11) Erhebung ernährungs- und bewegungsbezogener Schulstrukturen ird 8. Österreichischen Health Behaviour in Schoolaged Children-Survey (2010/11) X DS, QS Monitoring und Evaluierung der Österreichischen Salzinitiative (ÖSI) X X QS, DS AGES, BMG ÖGE - Lebensmittelintoleranz Datenbank X A/I, DS ÖGE Datenerhebung Schulbuffets in Österreich ird Initiative Unser Schulbuffet Initiative Nutrition Day worldwide X X X X DS, CB, NW Aktualisierung Leitlinie Getreide- und Kartoffelprodukte und Leitlinie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte 54 LBI HPR, BMUKK, BMG, WHO, Uni Edinburgh, Uni St. Andrews X DS AGES, BMG X X X A/I, CB, DS ÖGE AKE, Meduni Wien, europ. Gesell. klinische Ernährung union, DIÖ, Salk, Meduni Wien, regionale Partner D-A-CH Referenzwerte x A/I, CB, DS, QS DGE, ÖGE, SGE geplant PRAEDIAS+ X X X CB, DS, HM, NW ÖDG, ASKÖ, ASVÖ, Sportunion, VMI

59 VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung 4. Förderung von Netzwerken auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Status GKK OÖ, ÖGB OÖ, OÖ JCUV, FGÖ, BMG Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) Verantwortliche bzw. Mitwirkende erledigt Installierung der NEK nicht relevant CB, NW BMG Installierung AG Ernährung im OSR nicht relevant CB, NW BMG, OSR Workshop Gesundheits- und Ernährungsziele ; Austausch Ö, DE, CH nicht relevant CB, NW, AGES, BMG, Expert/inn/en Fachenquête Richtig essen von Anfang an Public Health Ansätze für Österreich nicht relevant A/I, CB, NW, VA BMG, AGES, HV Vorstellung und Diskussion des NAP.enicht Entwurfs in der BGK relevant CB, NW BMG, BGK Mitwirkung in den ernährungsrelevanten Gremien FAO/WHO und Codex Alimentarius nicht relevant CB, NW BMG, WHO/FAO, Codex Alimentarius ONGKG Konferenz Gesunde Ernährung für Patienten, Mitarbeiter und die regionale nicht relevant A/I, CB, NW, VA ONGKG, HV, FGÖ, BMG Bevölkerung umsetzen Projekt Das perfekte JUZ-Dinner ; Ernährungsbildung im Jugendzentrum X X X A/I,CB, EB, NW laufend Ausbau der regionalen Netzwerke zur Unterstützung und Beratung für Schwangere, nicht relevant CB, NW AGES, HV, Länder, GKKs Stillende und Kinder bis zum 3. Lebensjahr Teilnahme an EU-High Level Group Nutrition and Physical Activity (Austausch unter den EU-Ländern zur Adipositasbekämpfung und nicht relevant CB, NW BMG, NEK Prävention; Koordinierung durch EK) Gütesiegel für ein nährstoffoptimiertes Speisenangebot Gemeinschaftsverpflegung X X CB, NW, ST ÖGE ( ÖGE-Gütesiegel ) 55

60 Verantwortliche bzw. Status VMI Mitwirkende FGÖ, WiG, AMA, Plattform Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Evaluation und Projektmanagement des Roll- Out Baby-friendly Hospital Initiative X CB, DS, QS LBH PRI, ONGKG, BMG X Projekt Gesunde Küche X X X A/I, CB Land OÖ Checklisten Gesunde Jause in OÖ Kindergärten und Gesunde Schuljause X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ Schlaue Kinder essen anders ; Ernährungsbildung Volkschule (Ernährungsführerschein) X X CB, EB, NW, QS Land Tirol, TGKK Rund(um) g sund ; geschlechts- und kultursensible Gesundheitsförderung bei Adipositas X X X A/I, CB, NW FEM Süd, WiG, WGKK, MA 15, ASKÖ, Bezirksvertretungen, FGÖ Projekt Das gute Schulbuffet ; Optimierung Schulbuffets an mittleren/höheren Schulen X X X A/I, CB, HM, NW FGÖ, Bio Austria, Plattform Schulverpflegung Projekt Wiener Jause ; Essen und Trinken an X X X A/I, CB, EB, NW Volksschulen Fortbildungsinitiative Gesundheit ist essbar, Essen und Trinken in Kinderbetreuungseinrichtungen Initiative Unser Schulbuffet, Unterstützung von Buffetbetreiber/innen bei der Umsetzung der Leitlinie Schulbuffet X X A/I, CB, EB, NW 56 Schulverpflegung SIPCAN, Gesund mit Bildung (Sbg), Land OÖ, Land Ktn, Stadt Klagenfurt X X X A/I, HM, NW, QS BMG, AGES X Richtig essen von Anfang an X X X X A/I, CB, DS, HM, NW BMG, AGES, HV X Richtig essen von Anfang an Tirol, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK X Richtig essen von Anfang an Kärnten, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW KGKK, Land Ktn, VHS Ktn X Richtig essen von Anfang an NÖ und Bgld, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft X X A/I, CB, EB, NW NÖGKK, BGKK, Land NÖ, FH St. Pölten X Gesund Essen von Anfang an OÖ X X A/I, CB, EB, NW OÖGKK X

61 Initiative Gesundes Dorf X X X A/I, CB, HM, NW Land Bgld, BGKK, FGÖ Land Bgld, BGKK, andere burgenländ. KV-Träger Avomed T, Land Tirol, TGKK, Ärzteschaft, Sozial- und Gesundheitssprengel VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Richtig essen von Anfang an Wien, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft Richtig essen von Anfang an Vbg, Ernährungsberatung in der Schwangerschaft Verantwortliche bzw. Mitwirkende X X A/I, CB, EB, NW WGKK X X X A/I, EB, HM, NW VGKK X Projekt GEHE Adipositas X X X A/I, CB, HM, NW Sportunion, Meduni Wien und Graz, FGÖ, Wilhelminenspital Wien, Salk Diabetesbetreuung Modell Burgenland X X A/I, EB, NW, QS Initiative D. i. d. A. - Diätologin in der Arztpraxis X X X A/I, CB, EB, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK, teenpower Gesundheitssprengel Vbg, LSR Vbg, Schulverpflegung X X X A/I, EB, HM, NW Ärzteschaft, Sozial- und Initiative Natürlich abnehmen X X A/I, EB, HM, NW Avomed T, Land Tirol, TGKK Genussvoll Essen und Trinken an Tirols Avomed T, Land Tirol, TGKK, X X X A/I, EB, HM, NW Kindergärten und Schulen AG Gesunde Schule Projekt Kim Kilo - Der gesunden Ernährung OÖGKK, VHS Linz, Arbeitsmedizinischer Dienst Linz X X A/I, CB, HM, NW auf der Spur Netzwerk Gesunder Kindergarten X X X A/I, CB, NW, QS Land OÖ X Initiative Gemeinsam besser essen X X X A/I, CB, NW, QS NÖGUS X Initiative Gemeinsam essen in Vorarlberger Bildungseinrichtungen X X X A/I, CB, NW, QS aks GV, Land Netzwerk X Initiative Gemeinsam g sund genießen - Gesundheitsfonds Stmk, X X X A/I, CB, NW, QS Gesunde Ernährung in der Steiermark SGKK Netzwerk Schulverpflegung Vbg X X X A/I, CB, NW, QS aks GV, Netzwerkpartner X 57

62 Stadt Wien MA 15 und MA10, ÖGE, WiG, IfEW, Wirtschaftspartner VMI Nationaler Aktionsplan Ernährung Status Maßnahme Vs Vn F U Hauptzielrichtung(en) laufend Internetportal Gesunde Schule ( Verantwortliche bzw. Mitwirkende nicht relevant A/I, CB, NW BMG, BMUKK, HV Initiative Nutrition Day worldwide X X X X CB, DS, NW AKE, Meduni Wien, europ. Gesell. klinische Ernährung Wiener Ernährungsakademie - Lehrgang für Leiter/innen, Pädagog/inn/en, Assistent/inn/en in Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen X X EB, NW, QS Grüner Teller X X X A/I, CB, HM, NW Styria vitalis, FGÖ, Lehrlingshäuser WK Stmk. Regionales Kindergarten- und Schulprojekt Styria vitalis, Land Stmk, Päd. X X X A/I, CB, NW, QS im Kontext der Gesundheitsziele Steiermark Hochschulen, FGÖ Maxima, Gesundheitsförderung im aks GV, Land Vbg, Kindergarteninspektoriat, FGÖ X X X A/I, CB, HM, NW Kindergarten Projekt KiVi - Kids vital!, aks GV, Land Vbg, LSR Vbg, X X X A/I, CB, EB, NW Gesundheitsförderung in Volksschulen AG GF in Volksschulen, FGÖ Projekt MehrWERT für Körper und Geist X X X A/I, CB, HM, NW BS Lochau, aks GV, FGÖ, Wirtschaftspartner D-A-CH Referenzwerte x A/I, CB, DS, QS DGE, ÖGE, SGE geplant Initiative Baby-Info X X X A/I, CB, HM, NW aks GV, Land Vbg, VGKK, betroffene Berufsgruppen 13. Dreiländertagung (Ö, DE, CH) nicht relevant A/I, CB, NW, VA ÖGE, DGE, SGE 58

63 ANHANG 2: BESCHREIBUNG DER HANDLUNGSFELDER UND MÖGLICHE MAßNAHMEN Dieses Kapitel soll einen Überblick über mögliche Maßnahmen in den vier Aktions- bzw. Handlungsfeldern des NAP.e geben. Diese können als Orientierung für künftige Überlegungen (Maßnahmeninitiierung, Projektplanung, Aktivitätensetzung, etc.) bedeutender Stakeholder in der Gesundheitsförderung dienen. Bereits erfolgte, laufende und geplante Maßnahmen sowie Initiativen werden im Anhang 1 - Maßnahmenübersicht bis Ende 2011 und Planung 2012 aufgelistet. Auf diese Weise ist eine prozessorientierte sowie qualitätsgesicherte Vorgehensweise für die Zukunft gesundheitsförderlicher Aktivitäten möglich. 1. Stärkung des Bereichs Ernährung im Gesundheitswesen und im öffentlichen Bereich Eine nachhaltige Stärkung des Themas Ernährung und die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und im öffentlichen Bereich sind wesentlich, um die Wahrnehmung der österreichischen Bevölkerung in Bezug auf das präventive Potenzial der Ernährung zu schärfen und das Ernährungsverhalten zu ändern. Dies umfasst die Verankerung des Themas Ernährung in allen relevanten Politikfeldern und Entscheidungsprozessen, die weitere Integration von Ernährungsaspekten im Gesundheitswesen und die verstärkte Einbindung von qualifizierten Ernährungsfachkräften in der Primärprävention, Beratung und Ernährungsbildung sowie im Bereich der vorschulischen, schulischen und betrieblichen Gesundheitsförderung und der Gemeinschaftsverpflegung. Vor allem dem Gesundheitssektor kommt bei der Reduzierung der Krankheitslast durch ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen eine erhebliche Verantwortung zu. Eine frühzeitige, konsequente und fachkundige Ernährungsberatung im Rahmen der Gesundheitsversorgung kann dazu beitragen, das individuelle Ernährungsverhalten positiv zu beeinflussen. Auch im stationären Bereich ist die Ermittlung von Basisdaten des Ernährungszustands unerlässlich. Damit kann Problemen, die mit einem schlechten Ernährungsstatus assoziiert sind, frühzeitig entgegengewirkt werden. Mögliche Maßnahmen: Allgemeine Maßnahmen: Berücksichtigung von evidenzbasierten Aspekten der Gesundheitsförderung bei der Vergabe öffentlicher Gelder Fokussierung auf das Thema Ernährung in Kombination mit einem gesundheitsförderlichen Lebensstil bei der Abstimmung von Förderschwerpunkten Vermehrte Berücksichtigung von Health Impact Assessments bzw. von Gesundheitsfolgenabschätzungen bei künftigen bundesweiten Maßnahmen und Entscheidungen zur Stärkung von gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen Interdisziplinarität bei Planung und Durchführung von Maßnahmen 59

64 Optimierung der Kapazitäten im Bereich der Ernährungstherapie und -beratung, Betreuung und Prozessbegleitung Maßnahmen zur Stärkung des Bereichs Ernährung im Gesundheitswesen: Primärprävention: Erweiterung des Beratungs-, Schulungs- und Aufklärungsangebots über Ernährung und Lebensmittel durch die Mitarbeiter/innen der primären Gesundheitsversorgung und qualifizierte Ernährungsfachkräfte (Ernährungswissenschafter/innen, Diätologinnen/ Diätologen, Ernährungsmediziner/innen) Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen/Ärzten, Psychologinnen/Psychologen, Apotheker/innen und qualifizierten Ernährungsfachkräften) Schulungen für Ärztinnen/Ärzten und Apotheker/innen (Schwerpunkt Übergewicht, Adipositas, ernährungsassoziierte Erkrankungen) Sensibilisierung der Mediziner/innen für ernährungsassoziierte Erkrankungen bereits im Frühstadium der Erkrankungen Überarbeitung der Lehrpläne für Gesundheitsberufe Einbindung und strukturierter Dialog mit Führungskräften von Krankenanstalten, Altenund Pflegeheimen Erweiterung der Reichweite des Beratungsangebots Integration des Themas Ernährung in den Bereich der aufsuchenden Betreuung Verstärktes Schulungsangebot im Ernährungsbereich für das Pflegepersonal Einbau von Ernährungsanamnesefragen in die Gesundenuntersuchung insbesondere im Fall von Risikogruppen Schaffung von niederschwelligen, kostengünstigen Beratungsangeboten Ermöglichung der Ernährungsberatung im Rahmen von Jugendlichenuntersuchungen und in Rahmen der Musterungen bei den Stellungskommissionen Sekundär- und Tertiärprävention: Verbesserung der Qualität der Leistungserbringung bei der Prävention, Diagnose und Behandlung ernährungsassoziierter Krankheiten (ambulant und stationär) Erarbeitung und Anwendung evidenzbasierter Leitlinien für Untersuchung, Behandlung und Beratung für alle betroffenen Berufsgruppen Ermittlung von Basisdaten des Ernährungszustands bei der stationären Aufnahme Einführung von strukturierten Mangel- und Fehlernährungs-Screenings sowie Monitoring in stationären Einrichtungen Eingabe der relevanten Daten zum Ernährungsstatus in das Krankenhausinformationssystem und damit Übernahme dieser Daten in den Entlassungsbrief Leitlinienerstellung zur Integration der Ernährungsthematik in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Schaffung von Ernährungsteams, Nutzung entsprechender Software und Datenübermittlung zwischen den Abteilungen Erweiterung des Beratungs- und evidenzbasierten Diagnostikangebots sowie Ausbau der Anlaufstellen für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien Optimierung der Qualität der Verpflegung in Krankenhäusern auf Basis von ernährungswissenschaftlichen Standards für Krankenhausküchen Einheitliche Empfehlungen zur oralen, enteralen und parenteralen Ernährung 60

65 Einbeziehung von Ernährungsberatung in die Behandlungsprotokolle verschiedener ernährungsassoziierter Erkrankungen Entwicklung neuer Modelle von niederschwelligen Zugängen (Kosten und Verfügbarkeiten) zur qualifizierten Ernährungsberatung insbesondere bei der Diagnose von Risikofaktoren Register für amtlich anerkannte Ernährungsberater/innen Maßnahmen zur Stärkung des Bereichs Ernährung im öffentlichen Bereich: Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Förderung einer gesunden Ernährung in Gemeinschaftseinrichtungen im Bereich Erziehung, Bildung, Pflege und Gesundheit Verankerung des Themas Ernährung in betrieblichen Gesundheitsförderungsprogrammen (Bund, Länder und Gemeinden nehmen diesbezüglich als Arbeitgeber im öffentlichen Bereich eine Vorbildwirkung ein) Verbesserung des Nahrungsmittelangebots in allen öffentlichen Bereichen wie Kindergärten, Horten, Schulen, Arbeitsplätzen, Gemeinschafts- und Freizeiteinrichtungen sowie an Kiosken, Verkaufsautomaten und in der Gastronomie (siehe dazu auch Punkt Verbesserung der Verfügbarkeit von gesunden Lebensmitteln) Weiterentwicklung und Differenzierung der Standards für die Gemeinschaftsverpflegung, Erstellung von praxistauglichen Leitlinien und Evaluierung 2. Durchführung integrierter Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention von ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen 2.1. Optimierung der Angebote im Bereich Information, Aufklärung und Ernährungsbildung Das individuelle Ernährungsverhalten ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Persönliche Faktoren wie Nahrungspräferenzen, Vorlieben und Einstellungen sind dabei ebenso von Bedeutung wie Kultur und Tradition sowie das soziale und physische Umfeld. Information ist ein wichtiger Bestandteil dieses Umfelds und kann das Ernährungswissen und die Einstellung zur Ernährung langfristig positiv beeinflussen. Unrichtige, mangelnde, widersprüchliche oder irreführende Informationen sind hingegen mit Ursache für ein falsches Ernährungsverhalten. Die Bereitstellung von wissenschaftlich fundierter und einheitlicher Information, spielerische Aufklärungsangebote sowie Ernährungsbildungsprogramme in Kindergärten und Schulen sind daher wichtige Maßnahmen, um das Ernährungsverhalten in Österreich nachhaltig zu verbessern Ernährungsinformation und Aufklärung Wissenschaftliche Empfehlungen sind Grundlage für Aufklärungsangebote und Ernährungskampagnen und richtungsweisend für die Entwicklung weiterführender Maßnahmen. Die verständliche und zielgruppenorientierte Übermittlung von Informationen ist für die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wesentlich. Der NAP.e fungiert dabei als Koordinierungsdrehscheibe, um Informationen und Maßnahmen zielgerichtet einsetzen zu können. 61

66 Mögliche Maßnahmen: (Weiter-)Entwicklung einheitlicher lebensmittelbasierter Ernährungsempfehlungen und Entwicklung von einfach verständlichen Darstellungen von komplexen Informationen Akkordierte Richtlinien und Ernährungsempfehlungen für spezifische Zielgruppen wie Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, erwachsene Frauen und Männer, Schwangere und Stillende sowie ältere Menschen inklusive einfach verständlicher Aufbereitung der Informationen für die jeweilige Zielgruppe Bereitstellung von zielgruppenorientierten Informationen über Lebensmittel und gesundheitsförderliche Faktoren der Ernährung sowie über Aspekte der Lebensmittelsicherheit, Lagerung, Lebensmittelzubereitung und Hygiene Durchführung und Koordinierung öffentlicher Aufklärungsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung von sozioökonomischen Faktoren und Risikogruppen Förderung einer verständlichen Lebensmittelkennzeichnung und Bereitstellung von verlässlichen, schnell verfügbaren Nährwertinformationen am Point of Sale Aufklärungsangebote über die Bedeutung der verschiedenen Lebensmittel(kategorien) für die Nährstoffversorgung und über den Einfluss verschiedener Lebensmittelver- und Bearbeitungsformen sowie der Zubereitungsarten auf die Nährstoffverwertung Ernährungswissenschaftlich geprüfte Informationsangebote (z.b. Internet) zu Ernährungsfragen Gezielte und vorbeugende Risikokommunikation in Bezug auf die Ernährung und die verschiedenen damit zusammenhängenden Lebensmittelsicherheitsthemen Ernährungsbildung Das frühe Auftreten von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter unterstreicht die Notwendigkeit von Maßnahmen insbesondere in schulischen und vorschulischen Einrichtungen. Internationale Studien zeigen, dass dies ein günstiges Interventionsfenster ist. Wesentlich im Bereich der Ernährungsbildung ist der ganzheitliche Ansatz, der das gesamte Setting Schule mit einbezieht, sowie die Verlinkung des Themas mit Bewegung und einem gesundheitsförderlichen Lebensstil. Mögliche Maßnahmen: Verankerung des Themas Ernährung im Lehrplan, auch im Lehrplan der Pädagogischen Hochschulen Maßnahmen im Bereich Ernährungsbildung für Lehrer/innen und Eltern Weiterentwicklung von integrativen Konzepten für den Vorschul- und Kindergartenbereich Optimierung der Schulung und Ausbildung von Multiplikatorinnen/Multiplikatoren, Lehrer/innen, Bediensteten und Personal in der Gemeinschaftsverpflegung im schulischen und vorschulischen Bereich Einsatz von Ernährungsexpertinnen/Ernährungsexperten im Unterricht bzw. bei schulischen Begleitmaßnahmen Maßnahmen zur Verbesserung des Verständnisses von Inhalten und Absichten der Werbung (Media Literacy) bei Kindern und Jugendlichen Weiterentwicklung von Qualitätskriterien für Ernährungsbildungsmaßnahmen 62

67 Entwicklung von Handbüchern für die Umsetzung von akkordierten Ernährungsbildungsmaßnahmen 2.2. Förderung einer gesunden Ernährung von Anfang an Eine gesunde Ernährung in den ersten Lebensjahren ist wesentlich für die körperliche und geistige Entwicklung. Die Qualität der Ernährung spielt gerade bei Kindern eine besondere Rolle, da sie aufgrund des Wachstums einen hohen Bedarf an einzelnen Nährstoffen haben. Auch die Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit hat langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes [Shiell et al 2000, Cucó et al 2006] und der Mutter. Eine bedarfsgerechte Ernährung der Mutter begünstigt eine optimale Entwicklung des Kindes im Mutterleib, verringert das Risiko für bestimmte angeborene Erkrankungen und beeinflusst auch die Pathogenese diverser Erkrankungen im Erwachsenenalter [Sausenthaler et al 2007, Willers et al 2007, Romieu et al 2007]. Zudem gibt es Hinweise, dass das mütterliche Ernährungsverhalten in der Schwangerschaft und Stillzeit das Ernährungsverhalten des Kindes maßgeblich mitbestimmt. Nahrungspräferenzen werden bereits früh entwickelt und beeinflussen das künftige Ernährungsverhalten [Beauchamp und Menella 2009]. Daher ist es wichtig, sowohl das Ernährungsverhalten der Mütter als auch das Nahrungsangebot der Kinder nachhaltig zu optimieren. Im Hinblick auf eine langfristige Gesundheitsförderung stellen Mütter und ihre Kinder eine wichtige Zielpopulation für Präventionsprogramme dar. Der erste Lebensabschnitt eines Kindes ist eine besonders sensible Phase für die ganze Familie, in der die Eltern zudem sehr aufnahmefähig für Ernährungsmaßnahmen sind. Mögliche Maßnahmen: Förderung von Maßnahmen, die eine optimale Ernährung für das ungeborene Kind gewährleisten (Ernährung der Mutter vor und während der Schwangerschaft) Verstärkung des Beratungsangebots von Schwangeren und Erarbeitung von Leitlinien, Standards und zielgruppenorientierten Kurzinformationen Ausweitung des Beratungsangebots für Tageseltern und in der Kinderbetreuung tätige Personen Spezielle niederschwellige Beratungs- und Hilfsangebote für Eltern aus sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten Beachtung der Kriterien babyfreundlicher Krankenhäuser in allen geburtshilflichen Abteilungen Regelmäßige Überprüfung, inwieweit Empfehlungen des FAO/WHO Codex Alimentarius (Fachkomitee CCNFSDU) für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten und die einschlägigen Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung angewandt werden Maßnahmen zur Förderung des Stillens Unterstützende Maßnahmen bei der Beikosteinführung Qualitätsgesicherte Informationen zum Thema Kinderernährung und Zahngesundheit Vermehrte Sensibilisierung auf Gestationsdiabetes 63

68 2.3. Förderung einer gesunden Lebensmittelauswahl Die Förderung einer adäquaten Lebensmittelauswahl ist eine wesentliche Herausforderung der ernährungsbezogenen Prävention. Damit sich Verbraucher/innen für potenziell gesunde Lebensmittel entscheiden, müssen diese leicht verfügbar, erkennbar und erschwinglich sein. Viele rasch zum Konsum verfügbaren Lebensmittel und fertig angebotenen Speisen haben eine ungünstige Nährstoffzusammensetzung und führen so zu einer erhöhten Aufnahme an Energie, Fett, Zucker und/oder Salz. In Hinblick auf die Bewusstseinsbildung und Vorbildwirkung wird auch auf die integrative Vermittlung des Themenkreises Nachhaltigkeit und Frische" (damit regionale Lebensmittel, kurze Transportwege) als erweiterte Rahmenbedingungen des NAP.e geachtet Förderung einer gesunden Ernährung und Lebensmittelauswahl Im Sinne von Make the healthy choice the easier choice umfasst die Förderung einer gesunden Ernährung alle Maßnahmen, die Verbraucher/innen dabei unterstützen, eine gesundheitsförderliche Kaufentscheidung und Lebensmittelauswahl zu treffen. Dazu gehören neben agrarpolitischen Maßnahmen auch die Schaffung von entsprechenden Kaufanreizen und Marketingstrategien sowie die Berücksichtigung von ökonomischen Faktoren, die bei der Kaufentscheidung ebenfalls eine Rolle spielen. Mögliche Maßnahmen: Entwicklung von geeigneten Strategien, um die Nachfrage nach gesundheitsförderlichen Lebensmitteln zu erhöhen Vernetzte Marketingstrategien, die die Ziele von Gesundheitsförderungsprogrammen unterstützen und möglichen Barrieren in der Umsetzung einer gesundheitsförderlichen Ernährung entgegenwirken Entwicklung gezielter Maßnahmen, die eine gesundheitsförderliche Lebensmittelauswahl bei Risikogruppen fördern Schaffung von Anreizen zur Erhöhung des Verzehrs von Obst und Gemüse durch entsprechende Maßnahmen in der Förderpolitik Maßnahmen, die den Verbraucherinnen/Verbrauchern die gesündere Wahl erleichtern (Leitlinien für Platzierungen, leicht verständliche Produktinformation am Point of Sale) Einheitliche Nährwertkennzeichnung und begleitende Maßnahmen zur Verbesserung des Verständnisses der Verbraucher/innen für Produkteigenschaften Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Maßnahmen in den Bereichen Gastronomie und Handel Privat-öffentlichen Partnerschaften, um Werbung für Lebensmittel des oberen Drittels der Pyramide, die sich an Kinder richtet, entgegenzuwirken (Standards, Selbstverpflichtungen der Werbetreibenden) Datensammlung hinsichtlich Werbung und Marketing für Lebensmittel und ihre Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten 64

69 Verbesserung der Verfügbarkeit von Lebensmitteln für eine gesunde Ernährung Durch veränderte Essgewohnheiten und die Zunahme des Außer-Haus-Verzehrs gewinnt das Lebensmittelangebot in der Gemeinschaftsverpflegung und in unterschiedlichen Bereichen des Alltags wie Schule, Arbeitsplatz und Freizeit zunehmend an Bedeutung. Die Verfügbarkeit von gesundheitsförderlichen Lebensmitteln in diesen Settings sowie die Berücksichtigung von ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen bei der Erstellung des Speisenangebots in der Gemeinschaftsverpflegung und in der Gastronomie könnte die Ernährungsweise der österreichischen Bevölkerung nachhaltig verbessern. Mögliche Maßnahmen: Verbesserung der Verfügbarkeit und Leistbarkeit von Lebensmitteln, die im Rahmen einer gesundheitsförderlichen Ernährung häufiger konsumiert werden sollen Optimierung des Speisenangebotes nach ernährungsphysiologischen Kriterien in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung (Schulen, Vorschuleinrichtungen, Betriebskantinen, Werksküchen, Kasernen, Pensionisten- und Pflegeheimen, Essen auf Rädern, Krankenhausküchen, im Bereich der Kinderbetreuung) Evaluierung des Speisenangebots in Schulen und Kindergärten und Entwicklung von einheitlichen Leitlinien für Mahlzeiten und Pausenverpflegung Ausbau und Differenzierung des ÖGE-Gütesiegels für die Speisenqualität (Nährstoffoptimierung) in Caterings, Kantinen und Buffets Durchführung von Schulungsmaßnahmen für das in der Gemeinschaftsverpflegung und im Catering tätige Personal Optimierung des Angebots und Bereitstellung von gesünderen Wahlmöglichkeiten an Verkaufsstellen im privaten und öffentlichen Bereich Entwicklung von Maßnahmen, die das Lebensmittel- und Speisenangebot in der Gastronomie und in Freizeitanlagen ernährungsphysiologisch verbessern Unterstützung von Maßnahmen, die den Konsum von Trinkwasser in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Freizeit fördern Entwicklung von Maßnahmen und Anreizen zur Verbesserung der Getränke- und Snackangebote in Automaten in Schulen und Jugendzentren Sicherung der Nachhaltigkeit der Veränderungsprozesse in der Schulverpflegung Angebotsoptimierungen Ein Großteil unserer Nahrung besteht aus verarbeiteten Lebensmitteln, die häufig durch einen hohen Anteil an Fett, insbesondere an gesättigten Fettsäuren, sowie an Zucker oder Salz charakterisiert sind. Die Verbesserung der Zusammensetzung dieser Lebensmittel durch Reformulierung ist ein vielversprechender Ansatz, um langfristig die Ernährung der österreichischen Bevölkerung zu verbessern. Mögliche Maßnahmen: Reformulierung vor allem von häufig konsumierten Lebensmitteln (Reduzierung von Fett, gesättigten Fettsäuren, Salz und zugesetztem Zucker, Fettoptimierung, Ballaststofferhöhung) im Rahmen der technologischen Möglichkeiten 65

70 Förderung des Dialogs mit den Lebensmittelherstellern sowie Bereitstellung fachlicher Unterstützung für (kleine) Betriebe Schaffung von Anreizen im Bereich Gesundheitsförderung durch Nährstoffoptimierung durch zertifizierte Prüfzeichen und genehmigte Gütezeichen Regelmäßige Überprüfung der Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Mikronährstoffen unter Berücksichtigung der Kosteneffektivität und unter Überwachung ihrer Auswirkungen und potenziellen Risiken (z. B. Jodkonzentration im Speisesalz, Einsatz von jodiertem Salz in der Lebensmittelproduktion) Schaffung von Anreizen zum verstärkten Einbau von Frischeprodukten in der Gemeinschaftsverpflegung 2.4. Förderung eines gesunden Lebensstils Kombination von Ernährung und Bewegung Die Verhütung von ernährungs- und lebensstilassoziierten Erkrankungen erfordert sektorenübergreifende Maßnahmen, die das Thema Ernährung im Kontext eines insgesamt gesundheitsförderlichen Lebensstils erfassen. Durch die Kombination des Themas Ernährung mit anderen Lebensstilfaktoren, wie beispielsweise Bewegung oder Alkoholkonsum bzw. anderen Aspekten des Gesundheitsverhaltens, können Synergieeffekte genutzt und den Risikofaktoren sowie deren Determinanten umfassend entgegengewirkt werden. Die Verlinkung zum Thema Bewegung ist nicht nur für das Gewichtsmanagement, sondern auch für die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und für manche Krebserkrankungen von Bedeutung. Maßnahmen im Bereich Bewegung sind jedoch nicht vordergründig Thema des NAP.e und daher an anderer Stelle dargestellt (Österreichische Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung; Mögliche Maßnahmen: Maßnahmen zur Verringerung des Alkoholkonsums bzw. zum maßvollen Konsum Förderung von Maßnahmen zur Zahngesundheit Vernetzung des Themas Ernährung mit anderen Lebensstilthemen wie Bewegung, Tabakkonsum, seelische Gesundheit, Stress- und Konfliktmanagement Vernetzung mit den Aktivitäten zu Mobilität und Alltagsbewegung des österreichischen Kinder-Umwelt-Gesundheits-Aktionsplans des BMLFUW 3. Ausbau der Datenbasis zur evidenzbasierten Vorgehensweise und Qualitätskontrolle Um die Wirkung von Maßnahmen zu erhöhen, ist eine evidenzbasierte Vorgangsweise unter Berücksichtigung von IST-Analysen und Best-Practice-Modellen essenziell. Der Ausbau der Datenbasis zu ernährungsassoziierten Erkrankungen und zum Ernährungsverhalten in verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie die Evaluierung der Maßnahmen sind wichtige Faktoren der Qualitätskontrolle. Die Förderung der staatlichen und privaten Forschung trägt dazu bei, das Verständnis der Bedeutung von Ernährung in der Prävention von Krankheiten zu vertiefen, die Evidenzbasis für Interventionen und Handlungskonzepte zu stärken und innovative Lösungsansätze zu entwickeln. 66

71 Mögliche Maßnahmen: Ernährungsberichterstattung und Monitoring Ausbau der Datenbasis zur Prävalenz von ernährungsassoziierten Erkrankungen (Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Metabolisches Syndrom, Lebensmittelunverträglichkeiten und allergien) Ausbau der Datenbasis zum Ernährungsverhalten, zum Lebensmittelkonsum und zur Nährstoffaufnahme sowie zu den wesentlichen Determinanten Erfassung des Ernährungsstatus zur ernährungswissenschaftlichen und ernährungsmedizinischen Risikobewertung Sammlung von Daten über Einflussfaktoren des Ernährungsverhaltens allgemein und in Risikogruppen, verschiedenen Altersgruppen und sozialen Schichten Forschung Vernetzung der staatlichen und privaten Forschung im Bereich Ernährung Förderung des Einstiegs in EU-geförderte Forschungsprojekte Entwicklung von geeigneten, evaluierten und international vergleichbaren Methoden Entwicklung einer effizienten Methode für die Bewertung der Ernährungsqualität Evaluierung: Entwicklung und verstärkte Berücksichtigung von Qualitätsstandards, die bei präventiven Interventionen eine Qualitätssicherung und Evaluation ermöglichen Zusammenfassung vorhandener Projekte und Strukturmaßnahmen (IST-Analysen) Identifikation und Sammlung von wirksamen Modellprojekten (Models of Good Practice) als Basis für die Entwicklung von adäquaten Maßnahmen in Österreich Wirkungsevaluation von Programmen und Konzepten anhand von Input-, Prozess- und Output-Indikatoren in sozioökonomisch verschiedenen Bevölkerungsgruppen Berechnung der Kosteneffektivität von Maßnahmen und Interventionen, Entwicklung von einheitlichen Modellen zur Berechnung Überprüfung der Wirkung sozialer Vermarktungskonzepte, neuer Kommunikationskanäle, ökonomischer Instrumente und verschiedener Kennzeichnungssysteme in Bezug auf die Kaufentscheidung und Lebensmittelauswahl 4. Förderung von Netzwerken auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Zur Umsetzung des nationalen Aktionsplans ist die optimale Nutzung vorhandener Strukturen und die Förderung von Netzwerken auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene entscheidend. Mögliche Maßnahmen: Netzwerkbildung und Strukturaufbau im Bereich Forschung, Fort- und Weiterbildung Zusammenarbeit mit Gesundheitsorganisationen beim Aufbau von Strukturen zur Durchführung von Maßnahmen und Interventionsprogrammen 67

72 Unterstützung beim Einstieg und bei der Teilnahme an Forschungsprojekten und/oder Förderungsprogrammen der EU Aufbau von Partnerschaften auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Verstärkte punktuelle und/oder strategische Zusammenarbeit mit Bereichen der Landwirtschaft, Lebensmittel- und Getränkeindustrie Intensivere Vernetzung von Ernährungsfachkräften mit Ärztinnen/Ärzten, Apotheker/innen und anderen Vertreter/innen des Gesundheitswesens, um bessere Kooperationen insbesondere auf regionaler Ebene zu ermöglichen Nutzung bestehender Strukturen in Form von Kooperationsprojekten Vernetzung der Partner, die gesundheitsförderliche Maßnahmen in der Praxis umsetzen Zusammenarbeit mit Kommunen Spezielle Förderpools (themenbezogen) Regelmäßige Ernährungskonferenzen zum Netzwerkaufbau und Capacity Building 68

73 Die Nominierungsrechte für die Mitglieder der nationalen Ernährungskommission (NEK) sind in der Geschäftsordnung der NEK festgelegt. Für jedes Mitglied kann auch ein stellvertretendes Mitglied (Ersatzmitglied) nominiert werden. Alle Mitglieder und Ersatzmitglieder können grundsätzlich an allen NEK-Sitzungen und Sitzungen der Arbeitsgruppen/Task Forces teilnehmen. Der Bundesminister für Gesundheit kann zudem weitere Expertinnen oder Experten zu Mitgliedern der NEK ernennen (in diesen Fällen sind keine Ersatzmitglieder vorgesehen). Zu den Arbeitsgruppen und Task Forces können auf Vorschlag der jeweiligen Leiter/innen und nach Beschluss durch das NEK-Präsidium weitere Expertinnen/Experten längerfristig beigezogen werden. Ein einmaliges Beiziehen zu Arbeitsgruppen oder Task Forces liegt im Entscheidungsbereich der jeweiligen Leiter/innen. Die Vorsitzende der Nationalen Ernährungskommission ist Mag. a Petra Lehner (BMG), als Stellvertreter fungiert Dr. Ulrich Herzog (BMG). Folgende Personen sind Mitglieder der NEK: Institution Mitglied stellvertretendes Mitglied BMG Mag. a Judith delle Grazie Dr. Fritz Wagner BMG Dr. Alexander Zilberszac Dr. in Amire Mahmood BMG (NEK-Geschäftsstelle) Mag. a Verena Sgarabottolo Mag. a Gabriela Wamprechtsamer BMASK Dr. in Michaela Kropatschek derzeit offen BMLVS ObstA. Dr. Matthias Emich Bgdr. Prim. Dr. Peter Wittels BMLFUW Mag. a Bettina Brandtner Dr. Erhard Höbaus, Msc. BMUKK Mag. Gerhard Orth Dr. in Martina Gerhartl BMWFJ Mag. a Irene Langes ADir. in Hildegard Rheindorf - Tiefenbacher AGES Dr. in Alexandra Wolf Mag. Markus Zsivkovits Bundesländer Prim. Univ.Prof. Dr. Peter Fasching Dr. in Andrea Michaela Ferge Österreichische Apothekerkammer Mag. Max Wellan Mag. a Birgit Plank Österreichische Ärztekammer o. Univ.-Prof. Dr. Kurt Widhalm Dr. Rudolf Schmitzberger Bundesarbeitskammer DI Heinz Schöffl DI in Maria Burgstaller Österreichischer Gewerkschaftsbund Gerhard Riess derzeit offen Nationaler Aktionsplan Ernährung ANHANG 3: NEK-MITGLIEDER 69

74 Stand: 1.Jänner 2012 Nationaler Aktionsplan Ernährung Institution Mitglied stellvertretendes Mitglied Österreichischer Seniorenrat NR a.d. Manfred Lackner LAbg. LVors. Ingrid Korosec Hauptverband der Sozialversicherungsträger Mag. Stefan Spitzbart Mag. a Bettina Maringer Landwirtschaftskammer Österreich DI Christian Jochum Mag. Andreas Graf Wirtschaftskammer Österreich Mag. a Claudia Janecek Dr. Reinhard Kainz Fachhochschulen Diätologie Mag. a Anna-Elisabeth Purtscher Elisabeth Pail, MSc. Fachhochschulen Public Health Dr. in Eva Adamer-König derzeit offen Medizinische Universitäten - Fachbereich Ernährungsmedizin und Public Health Univ. Prof. Dr. Michael Hiesmayr Univ. Doz. in Dr. in Karin Schindler Universitäten - Fachbereich Ernährungswissenschaften ao. Univ. Prof.Dr. Karl-Heinz Wagner Univ. Prof. Dr. DI Wolfgang Kneifel Gesundheit Österreich GmbH Mag. a Christa Peinhaupt Mag. a Rita Kichler Oberster Sanitätsrat Univ. Doz. in Dr. in Ingrid Kiefer derzeit offen Verband der Diätologen Hofbauer Andrea, MSc., MBA Christine Pall, MSc. Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs Mag. a Helga Cvitkovich - Steiner Mag. a Katharina Phillipp Österreichische Adipositasgesellschaft Univ. Prof. in Dr. in Anita Rieder ao. Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak Österreichische Diabetesgesellschaft ao. Univ. Prof. Dr. Bernhard Ludvik Univ. Doz. Dr. Bernhard Paulweber Österreichische Gesellschaft für Ernährung Ass. Prof. in Dr. in Petra Rust Mag. a Alexandra Hofer Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie Univ. Prof. in Dr. in Regina Roller-Wirnsberger Prim. a Dr. in Katharina Pils Österreichische Gesellschaft für Kinder-und Jugendheilkunde Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer Ass. Prof. in Dr. in Nadja Haiden vom Bundesminister nominierte Experten emer. o. Univ. Prof. Dr. Ibrahim Elmadfa Mag. Andreas Kadi Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn 70

75 ANHANG 4: MITGLIEDER DER ARBEITSGRUPPEN UND TASK FORCES DER NEK Arbeitsgruppe Dietary Guidelines & Ernährungskommunikation Univ. Doz. in Dr. in Ingrid Kiefer (Leitung) Mag. a Bettina Brandtner Mag. a Helga Cvitkovich-Steiner Mag. a Alexandra Hofer Dr. Reinhard Kainz Mag. a Rita Kichler ao. Univ. Prof. Dr. Bernhard Ludvik Univ. Doz. Dr. Bernhard Paulweber Mag. a Katharina Phillipp Mag. a Anna-Elisabeth Purtscher Univ. Prof. in Dr. in Regina Roller-Wirnsberger Ass. Prof. in Dr. in Petra Rust Univ. Doz. in Dr. in Karin Schindler Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak Dr. in Alexandra Wolf Mag. a Verena Sgarabottolo (Schriftführung) Zusätzliche Expert/inn/en: Dr. in Magdalena Arouas (BMG) Dr. Thomas Frühwald (KAV) Dipl. Pflegew. in Magdalena Schreier (PUS) Mag. a Renate Plasser (BMG) Arbeitsgruppe Kranken- und Pflegeeinrichtungen Univ. Prof. Dr. Michael Hiesmayr (Leitung) Mag. a Helga Cvitkovich-Steiner Univ. Prof. Dr. Peter Fasching Andrea Hofbauer, MSc., MBA NR a.d. Manfred Lackner Univ. Prof. in Dr. in Regina Roller-Wirnsberger Univ. Doz. in Dr. in Karin Schindler Mag. a Gabriela Wamprechtsamer (Schriftführung) Zusätzliche Expert/inn/en: Emmanuel Eisl (Fa. Contento) Mag. a Brigitte Schobesberger (AKH Wien) Arbeitsgruppe Internationale Ernährungspolitik Dr. Aleksander Zilberszac (Leitung) Mag. a Bettina Brandtner emer. o. Univ. Prof. Dr. Ibrahim Elmadfa Andrea Hofbauer, MSc., MBA Mag. a Alexandra Hofer Mag. Andreas Kadi NR a.d. Manfred Lackner Dr. Fritz Wagner ao. Univ. Prof. Dr. Karl-Heinz Wagner Dr. in Alexandra Wolf Mag. a Lisa-Maria Wagner (Schriftführung) Zusätzliche Expert/inn/en: Dr. Michael Blass (FV LM) Mag. a Marlies Gruber (FV LM) 71

76 Stand: 1.Jänner 2012 Nationaler Aktionsplan Ernährung Task Force Adipositasprävention Univ. Prof. in Dr. in Anita Rieder (Leitung) Dr. in Eva Adamer-König DI Christian Jochum Univ. Doz. in Dr. in Ingrid Kiefer LAbg. LVors. Ingrid Korosec NR a.d. Manfred Lackner Elisabeth Pail, MSc. Univ. Doz. Dr. Bernhard Paulweber Ass. Prof. in Dr. in Petra Rust Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak o. Univ. Prof. Dr. Kurt Widhalm Nadine Peischl, MA, BA (Schriftführung) Zusätzliche Expert/inn/en: Univ. Prof. in Dr. in Alexandra Kautzky-Willer (MedUni) Univ. Prof. Dr. Rudolf Schoberberger (MedUni) Task Force Gemeinschaftsverpflegung Ass. Prof. in Dr. in Petra Rust (Leitung) Mag. a Bettina Brandtner Dr. in Michaela Ferge Dr. in Martina Gerhartl Mag. a Alexandra Hofer Mag. a Claudia Janecek Mag. a Rita Kichler Dr. in Michaela Kropatschek NR a.d. Manfred Lackner Mag. Gerhard Orth Mag. Stefan Spitzbart o. Univ. Prof. Dr. Kurt Widhalm ObstA. Prim. Dr. Peter Wittels Mag. a Verena Sgarabottolo (Schriftführung) Zusätzliche Expert/inn/en: Mag. Georg Frisch (BMLVS) Dr. Manuel Schätzer (SIPCAN/AGES) Task Force Kleinkinder, Stillende & Schwangere Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer (Leitung) Dr. in Andrea Michaela Ferge Ass. Prof. in Dr. in Nadja Haiden Mag. a Birgit Plank Ass. Prof. in Dr. in Petra Rust Mag. Stefan Spitzbart Mag. a Verena Sgarabottolo (Schriftführung) Zusätzliche Expert/inn/en: Mag. a Ariane Hitthaller (AGES) Astrid Holubowsky (KAV) ao. Univ. Prof. Dr. Herbert Kiss (MedUni) 72

77 ANHANG 5: JAHRESBERICHTE DER NEK ARBEITSGRUPPEN UND TASK FORCES Arbeitsgruppe Dietary Guidelines & Ernährungskommunikation (AGDEK) Die AG unter dem Vorsitz von Doz. in Dr. in Ingrid Kiefer, Leiterin der Unternehmenskommunikation der AGES und Scientific Coordinator des dortigen Zentrum für Ernährung & Prävention sowie Mitglied des OSR, traf sich 2011 zu drei Sitzungen. Die AG beschäftigt sich vordergründig mit der Erstellung von lebensmittelbasierten Ernährungsempfehlungen für diverse Zielgruppen. Empfehlungen für Schwangere wurden erarbeitet, der Plenarversammlung der NEK vorgestellt, von dieser angenommen und Ende Juni wurde die Ernährungspyramide für Schwangere von Bundesminister Stöger und der Leiterin der AG der Öffentlichkeit vorgestellt. Als weitere Zielgruppen wurden in der AG Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen festgelegt, für welche im Rahmen von Workshops an niederschwelligen, akkordierten Empfehlungen gearbeitet wurde, unter spezieller Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse sowie sozioökonomischer und genderspezifischer Faktoren. Der erste Workshop Seniorinnen und Senioren fand im März statt. Es wurden einzelne Settings definiert, die in der Plenarversammlung der NEK vorgestellt und zur weiteren Bearbeitung freigegeben wurden. Für die spezifischen Settings wird derzeit von Expertinnen und Experten ein wissenschaftlicher Basisbericht Ernährung im Alter in verschiedenen Lebenssituationen erstellt, der anschließend im Rahmen eines Delphi Verfahrens finalisiert wird. Dieser stellt die Basis für die Erstellung von differenzierten Empfehlungen für die heterogene Zielgruppe der älteren Menschen im Laufe des nächsten Jahres in der AG dar. Daneben beschäftigte sich ein kleiner Kreis von Mitgliedern der AG mit der Erarbeitung von lebensmittelbasierten Empfehlungen für Kinder und Jugendliche. Ein Entwurf für Zehn- bis 14-Jährige liegt bereits vor. Daraus wird eine Ernährungspyramide für Jugendliche inklusive einer begleitenden Kurzinformation entstehen, welche im ersten Halbjahr 2012 nach Annahme durch die Plenarversammlung der NEK - der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Ein weiterer Workshop war dem Thema Metabolisches Syndrom gewidmet. Das Thema wurde aber nicht weiter vertieft. Eine konkrete Bearbeitung wird erst nach Abstimmung mit anderen Arbeitsgruppen der NEK stattfinden. Arbeitsgruppe Internationale Ernährungspolitik (AGIPO) Die AG unter dem Vorsitz von Dr. Aleksander Zilberszac, Leiter der Abteilung II/B/14 im BMG, traf sich 2011 zu zwei Sitzungen. Als Ziel der AG wurde die Erfassung der Gesamtsituation ernährungspolitischer Vorgaben und Stoßrichtungen auf europäischer und internationaler Ebene anvisiert. Dafür wurden folgende Workshops abgehalten: - Bestandsaufnahme ernährungspolitischer Vorgaben und Stoßrichtungen auf europäischer und internationaler Ebene Erfassung der Aktivitäten der Teilnehmer/innen 73

78 - Evaluierungsansätze und -instrumente auf europäischer und internationaler Ebene Den Resultaten der Workshops zufolge soll eine Fokussierung der AG auf Themenbereiche, die mit den im NAP.e festgelegten Zielen und Schwerpunktthemen übereinstimmen, v.a. mit den Prioritäten des NAP.e 2012 (siehe Kapitel 7), erfolgen. Darauf basierend sollen im nächsten Jahr Empfehlungen für die NEK formuliert werden. Arbeitsgruppe Ernährung in Kranken- und Pflegeeinrichtungen (AGKRAPF) Die AG unter dem Vorsitz von Univ. Prof. Dr. Michael Hiesmayr traf sich im Jahr 2011 viermal. Im Rahmen der Sitzungen wurde die Ernährungssituation von kranken- und pflegebedürftigen Menschen diskutiert und einzelne Lösungsansätzen zur Verbesserung der Situation grob besprochen. Aufgrund der Komplexität der Thematik bedarf es weiterer Sitzungen, um entsprechend dem Ziel der AG konkrete Empfehlungen für strukturelle und individuelle Verbesserungen zu erarbeiten und an die Plenarversammlung der NEK weiterleiten zu können. Task Force Adipositasprävention (TFADIP) Die TF unter der Leitung von Univ. Prof. in Dr. in Anita Rieder, Präsidentin der Österreichischen Adipositasgesellschaft, traf sich 2011 zu insgesamt drei Arbeitsgruppensitzungen. Im Focus der Diskussionen standen die Themensammlung zu verschiedenen Aspekten der Adipositasprävention. Die TF identifizierte viele thematische Schnittmengen mit den anderen AG/TF, auch in Bezug auf die Formulierung von Empfehlungen und Prioritäten. Ernährungsempfehlungen sollen auf ihre Nachhaltigkeit, ökologische und soziale Konsequenzen hin formuliert werden und müssen gesellschaftliche Akzeptanz finden, um Schritt für Schritt umgesetzt werden können. Das Projekt TOBI (Targeting OBesity driven Inflammation) wurde vorgestellt, das molekulare Mechanismen der Entzündungsreaktionen im Fettgewebe erforscht und Schlüsselmoleküle für wirksame Therapien identifizieren möchte. Im Jahr 2012 sollen in der TF Adipositas Präventionsziele für Österreich formuliert werden, unter Berücksichtigung der Zielgruppen Normalgewichtige, Übergewichtige und Adipöse. Zudem sind Zielformulierungen zur Gewichtstabilisierung im allen BMI-Gruppen und konkrete Vorschläge zur Erstellung eines Adipositasberichts anvisiert. Auch die Zielgruppe der Prä-Diabetiker/innen soll behandelt werden. Task Force Gemeinschaftsverpflegung (TFGV) Die TF unter der Leitung von Ass. Prof. in Dr. in Petra Rust, Vizepräsidentin der ÖGE, traf sich 2011 zu zwei Sitzungen. Die Schaffung von einheitlichen Rahmenbedingungen und praktikablen Standards (auf Basis von Good-Practice Modellen) für diverse Gemeinschaftsverpflegungsmodelle wurde als Ziel festgelegt rückten Kinder und Jugendliche und damit die Schulverpflegung, die Gemeinschaftsverpflegung von älteren Menschen sowie die Betriebsverpflegung in den Mittelpunkt der Arbeitsprozesse. Mitte des Jahres wurden mit der Leitlinie Schulbuffet einheitliche, wissenschaftsbasierte Empfehlungen für das Speisen- und Getränkeangebot an Schulbuffets vorgelegt. Der Entwurf wurde in einem Arbeitskreis, der auch externe Expertinnen/Experten umfasste, erstellt, in 74

79 der TF diskutiert, erweitert und angenommen. Nach Beschlussfassung durch die Plenarversammlung der NEK wurde die Leitlinie Schulbuffet von Bundesminister Stöger und der Leiterin der TF im August der Öffentlichkeit präsentiert. Durch die im Rahmen der österreichischen Vorsorgestrategie aus Mitteln der BGA finanzierte Initiative Unser Schulbuffet, werden bis Ende 2013 Buffetbetriebe praxisbezogen vor Ort dabei unterstützt, ihr Angebot an der Leitlinie Schulbuffet auszurichten ist die Finalisierung von Empfehlungen für die Gemeinschaftsverpflegung von älteren Menschen geplant. Zudem möchte sich die Task Force mit der betrieblichen Gesundheitsförderung auseinandersetzen. Vordergründig sollen bestehende Empfehlungen zusammengeführt und adaptiert werden bzw. ist eine Differenzierung nach Klein-, Mittelund Großbetrieben angedacht. Task Force Kleinkinder, Stillende & Schwangere (TFKISS) Die TF unter der Leitung von Univ.-Prof. Prim. Dr. Karl Zwiauer, Mitglied der österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), traf sich im Jahr 2011 zweimal. Die TF bestätigt, dass insbesondere für die hochsensiblen wie auch prägenden Lebensabschnitte Schwangerschaft, Stillzeit und frühe Kindheit kongruente und präzisierte Empfehlungen für die Zielgruppe selbst sowie für alle betroffenen Berufsgruppen dringend notwendig sind konnten mit der Ernährungspyramide für Schwangere und den Beikostempfehlungen erstmalig national gültige und einheitliche Empfehlungen erarbeitet werden. Für die Früh-und Reifgeborenen sind in Zusammenarbeit mit der ÖGKJ bereits probate Standards erstellt worden, welche im Frühjahr der Plenarversammlung der NEK vorgestellt werden sollen. Zudem werden derzeit auch Konzepte, die zur bundesweiten Erhöhung der nachweislich geringen Stillraten beitragen sollen, intensiv diskutiert. Die TF möchte im kommenden Jahr Empfehlungen für Stillende sowie für die Altersgruppe der Ein- bis Dreijährigen erarbeiten. Auch eine intensive Beschäftigung mit den Inhalten von Säuglingsstarterpaketen ist vorgesehen. Bedarfsgerechte und stringente Kriterien/Mindestanforderungen für die Zusammensetzung der Pakete sollen erstellt werden. Ein weiteres Anliegen der TF ist die (Mit)erhebung von epidemiologischen Kennzahlen der Zielgruppen Säuglinge und Kleinkinder mittels geeigneter, eventuell vorhandener Instrumentarien. Diesbezüglich sollen ebenfalls Vorschläge erarbeitet werden. 75

80 Der Nationale Aktionsplan Ernährung NAP.e gibt einen Einblick über die Herausforderungen und Ziele im Bereich gesunde Ernährung. Unter Berücksichtigung der Grundprinzipien der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung ( Vernetzen, Planen und Steuern, Empowerment ) werden mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation in Österreich aufgezählt, ein Überblick über bereits getätigte Aktivitäten 2011 sowie die Prioritäten und Vorhaben für 2012 gegeben. Das dynamische Konzept dieses Aktionsplans wird mit der jährlichen Adaptierung und Aktualisierung weiterentwickelt, um eine Umsetzung in hoher Qualität zu gewährleisten.

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