Artikulatorische Phonetik
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- Götz Gerhardt
- vor 9 Jahren
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1 Universität Bielefeld Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft Phonetik k Phonologie Artikulatorische Phonetik (Hall, Kapitel ; Clark & Yallop, Chapter 2 & 3) [email protected]
2 Grundlegendes Statt des Begriffs Sprachlaut benutzt man auch die Begriffe Segment oder Phon. Konvention: Phonetische Symbole (d.h. die phonetische Form/Repräsentation) werden in eckigen Klammern geschrieben. Orthographische Repräsentationen stehen (wenn nötig) in spitzen Klammern. Beispiele: <groß> <mich> [g³o:s] [mic]
3 Artikulation Zur Erinnerung: Ein egressiver pulmonischer Luftstrom durchströmt als erstes den Kehlkopf (Larynx) bzw. die darin befindliche Stimmritze (Glottis), wo die Stimmbildung stattfindet. Anschliessend wird der Luftstrom im Mund-/Nasen-/Rachenraum dem Ansatzrohr weiter geformt.
4 Artikulation Ansatzrohr Querschnitte durchs Ansatzrohr von realistisch zu schematisch Vorlage: Karl-Heinz Wagner, Skript zur Phonetik und Phonologie
5 Artikulation Ansatzrohr Zunächst lassen sich drei Resonanzräume unterscheiden: Vorlage: Karl-Heinz Wagner, Skript zur Phonetik und Phonologie Nasenhöhle Mundhöhle Rachenraum (Pharynx) Der weiche Gaumen (das Velum) kann gesenkt ( ð Luft strömt auch durch die Nasenhöhle) oder gehoben ( ð Luft strömt nur durch die Mundhöhle) werden.
6 Artikulation Artikulatoren Befinden sich Hindernisse in einer Strömung so kommt es je nach Form des Hindernisses zu verschiedenartigen Turbulenzen (vgl. Windkanal). Nach diesem Prinzip funktioniert die Artikulation: durch die Bildung von Hindernissen in den Resonanzräumen im Ansatzrohr wird der Luftstrom modifiziert und der Laut charakteristisch geformt.
7 Artikulation Artikulatoren Die Hindernisse werden mit den sogenannten Artikulatoren gebildet. Harter Gaumen (Palatum) Zahndamm (Alveolen) (Schneide-)zähne (Dentes) Weicher Gaumen (Velum) Zäpfchen (Uvula) Ober-/Unterlippe (Labiae) Rachenwand Zunge (Lingua) Stimmritze (Glottis)
8 Artikulation Artikulatoren Die Zunge, die einer der beweglichsten Artikulatoren ist, wird noch weiter unterteilt. Zungen -spitze (Apex) -blatt (Lamina) -rücken (Dorsum) -wurzel (Radix)
9 Artikulation Artikulatoren Deutsch Englisch Latein Adjektiv Zunge tongue lingua lingual linguo- Zungenspitze tongue tip apex apikal apico- Zungenblatt tongue blade lamina laminal lamino- Zungenrücken tongue body dorsum dorsal dorso- Zungenwurzel tongue root radix radikal radico- Lippen lips labiae labial labio- Zähne teeth dentes dental Zahndamm teeth ridge (alveolen) alveolar harter Gaumen hard palate palatum palatal palatoweicher Gaumen soft palate velum velar Zäpfchen uvula uvula uvular Rachen/-wand pharynx pharynx pharyngal Stimmritze glottis glottis glottal
10 Artikulation Konsonantenklassifikation Bei Konsonanten wird der Luftstrom supraglottal tatsächlich behindert, bei Vokalen entweicht die Luft mehr oder weniger unbehindert: Konsonanten ó Geräusche Vokale ó Klänge Drei Parameter dienen zur Klassifizierung von Konsonanten: (1) Die Hindernisse im Mundraum werden gebildet, indem sich je zwei Artikulatoren einander annähern oder berühren. Durch die beteiligten Artikulatoren bestimmt sich der Artikulationsort (bzw. die Artikulationsstelle). (2) Weiterhin ist wichtig, wie genau die Annäherung/Berührung den Luftstrom beeinflusst ( ð Artikulationsart). (3) Daneben kann der erzeugte Laut noch stimmhaft oder stimmlos sein ( ð Stimmbeteiligung)
11 Artikulationsort Bei der Bildung eines Hindernisses im Mundraum nähert sich ein aktiver Artikulator einem passiven Artikulator. Aktive Artikulatoren sind die (mehr oder weniger) beweglichen Artikulatoren im unteren Mundraum. Passive Artikulatoren sind die (mehr oder weniger) unbeweglichen Artikulatoren im oberen Mundraum. Obere Schneidezähne Palatum Oberlippe Zahndamm Velum Uvula Unterlippe Apex Untere Schneidezähne Dorsum Lamina Radix Pharynx
12 Artikulationsort Für die Angabe des Artikulationsorts benutzt man ein Paar aktiver Artikulator passiver Artikulator mit den entsprechenden Adjektiven. Feinere Unterteilung notwendig: Postalveolar (palatoalveolar) bezeichnet den Teil direkt hinter des Zahndamms vor dem Palatum. labial postalveolar dental palatal alveolar velar labial dorsal apikal laminal radikal dental sublaminal uvular pharyngal Sublaminal bezeichnet den unteren Teil der Zunge, der dem Zungenblatt gegenüberliegt.
13 Artikulationsort Labiale Labio-labial: Die Unterlippe nähert sich der Oberlippe und bildet dort eine Engstelle. Da beide Lippen beteiligt sind nennt man die so gebildeten Laute auch bilablial. Zu den bilabialen Lauten gehören z.b. [m] wie in <Mutter> und <immer>, [p] wie in <Panik> und <Apotheke> und wie in <Biene> und <aber>. [b]
14 Artikulationsort Labiale Labio-dental: Die Unterlippe tritt mit der Unterkante und Vorderseite der oberen Schneidezähne in Kontakt. Zu den labio-dentalen Lauten gehören z.b. [f] wie in <Vogel>, <Frevel> und <Affe> und wie in <Vase>, <Wein> und <Löwe> [v]
15 Artikulationsort apikal ó laminal / dental ó alveolar Apiko-/Lamino-dental: Hierbei liegt die Zungenspitze/das Zungenblatt an der Unterkante / Innenseite der oberen Schneidezähnen. Beispiele für apiko-/lamino-dentale Laute sind im Englischen [T] wie in <thick> und <thin> und wie in <then> und <these>. [D] Da die Unterscheidung zwischen apikal/laminal in den meisten Sprachen irrelevant ist, spricht man auch nur von dentalen Lauten.
16 Artikulationsort apikal ó laminal / dental ó alveolar Apiko-/Lamino-alveolar: Die Zungenspitze/das Zungenblatt liegt am Zahndamm. Beispiele für apiko-/lamino-alveolare Laute sind [t] wie in <Tag> und <Butter>, [d] wie in <Dose> und <wieder>, [n] wie in <Nase> und <Biene>, [s] wie in <Skat> und <nass>, und [z] wie in <Sahne> und <Vase> Auch hier spricht man wieder nur von alveolaren Lauten.
17 Artikulationsort apikal ó laminal / dental ó alveolar Viele der oben gezeigten Laute können apikal, laminal, dental, oder alveolar gebildet werden. Zur genauen Unterscheidung gibt es im IPA diakritische Symbole, wobei man von einem alveolaren Laut (als Standard) ausgeht: [dï] dental [d ] [dø] apikal laminal In den meisten Sprachen gibt es entweder dentale Laute (Russisch, Spanisch) oder alveolare (Deutsch) aber selten beide. Ausnahme z.b. Malayalam: pvnïnïi (Schwein) vs. kvnni (Jungfrau)
18 Artikulationsort Postalveolare Apiko-postalveolar: Die Zungenspitze liegt unmittelbar hinter dem Zahndamm Ein apiko-postalveolarer Laut ist beispielsweise das Britisch-Englische [ ] wie in <trip> und <try>. Lamino-postalveolar: Das Zungenblatt nähert sich der Stelle hinter dem Zahndamm. Beispiele für lamino-postalveolare sind [S] wie in <schön>, <Kirsche>, <Spiel> und <Anstalt>, [Z] wie in <Journal>, <Garage> und <Loge>.
19 Artikulationsort Postalveolare Sublamino-postalveolar: Die Unterseite der Zunge gegenüber dem Zungenblatt liegt unmittelbar hinter dem Zahndamm. Sublamino-postalveolare Laute nennt man auch retroflex. Ein Beispiel für einen retroflexen Laut ist in vielen Dialekten des Englischen die Aussprache des 'r' als [²] wie in <read> und <red>. Retroflexe Laute wie [ µ ] kommen im Hindi und anderen indischen Sprachen vor.
20 Artikulationsort Palatale und Velare Dorso-palatal: Der Zungenrücken nähert sich dem harten Gaumen. Ein palataler Laut des Deutschen ist der ich-laut [C] wie in <ich> und <Milch>. Dorso-velar: Der Zungenrücken nähert sich dem weichen Gaumen. Velare Laute des Deutschen umfassen den ach-laut [x] wie in <Dach> und <Bucht> und weiterhin [k] wie in <König> und <lackieren>, [g] wie in <gut> und <Egge> und [N] wie in <lang>, <Zange> und <denken>.
21 Artikulationsort Uvulare und Pharyngale Dorso-uvular: Der Zungenrücken nähert sich dem Zäpfchen. Ein uvularer Laut des Deutschen ist die 'normale' Aussprache des 'r' [³] wie in <rein>. Radiko-Pharyngal: Die Zungenwurzel nähert sich der Rachenwand. Pharyngale Laute wie z.b. [ ] kommen im Arabischen vor.
22 Artikulationsort Glottale/Laryngale Wie in der letzten Sitzung schon kurz angedeutet, hat die Glottis neben ihrer prominenten Stellung bei der Stimmbildung auch Artikulationsfunktion. Ein Laut der mit der Glottis produziert wird ist der Glottisverschlusslaut (engl. glottal stop) [?] Zur Bildung von [?] werden die Stimmlippen geschlossen und abrupt geöffnet ð es entsteht ein Knacklaut. Der Glottisverschlusslaut steht im Deutschen am Wortanfang vor Vokalen (vgl. dazu die englische Entsprechung): [?]Anna [?]aß [?]ein [?]Ei. Anna ate an egg.
23 Artikulationsort Glottale/Laryngale Diese Tatsache ist mit dafür verantwortlich, dass für Nicht-Deutsch- Muttersprachler die deutsche Sprache abgehackt und stakkatoartig klingt. [?] steht auch zwischen zwei Vokalen, insbesondere wenn der zweite betont ist... cha[?]ótisch Ru[?]íne Be[?]ámter O[?]áse...oder auch zwischen nasalen Konsonanten in Verneinungen: [V?V] [a?a] [m?m] Ein weiterer glottaler (oder auch laryngaler) Laut ist [h] wie in <Haus> und <Ahorn>.
24 Artikulationsort Zusammenfassung Einige Kombinationen aus aktivem und passivem Artikulator scheiden als Artikulationsorte von Sprachlauten aus anatomischen Gründen aus, z.b. labio-velar, apiko-uvular, radiko-dental, etc. Die Angabe des Artikulationsorts lässt sich abkürzen, indem man (1) spezielle Ausdrücke verwendet (z.b. bilabial für labio-labial, retroflex für sublamino-postalveolar), oder (2) nur den passiven Artikulator angibt (z.b. velar, palatal, uvular, pharyngal). Weitere Zusammenfassungen gemäß dem aktiven Artikulator sind: koronal dorsal radikal mit Zungenspitze oder Zungenblatt gebildete Laute mit dem Zungenrücken gebildete Laute mit der Zungenwurzel gebildete Laute
25 Artikulationsort Zusammenfassung labial bilabial Unterlippe Oberlippe [p b m] labiodental Unterlippe obere Schneidezähne [f v] koronal alveolar Apex/Lamina Zahndamm [t d n s] postalveolar Apex/Lamina vorderer harter Gaumen [S Z] retroflex Sublamina vorderer harter Gaumen [² µ ] dorsal palatal Dorsum harter Gaumen [C] velar Dorsum weicher Gaumen [k g x N] uvular Dorsum Uvula [³] radikal pharyngal Zungenwurzel Rachenwand [ ] laryngal Stimmlippen Stimmlippen [? h] nach Hall (2000): Phonologie, S. 8
26 Artikulationsmodus Neben dem Artikulationsort ist die Artikulationsart (oder der Artikulationsmodus) der zweite wichtige Parameter zur Klassifizierung von Konsonanten. Beispiel: [t s] sind beides alveolare Laute ð gleicher Artikulationsort [k x] sind beides velare Laute ð gleicher Artikulationsort [t k] werden dadurch gebildet, dass ein vollständiger oraler Verschluss gebildet und plötzlich gelöst wird ð gleicher Artikulationsmodus [s x] werden dadurch gebildet, dass eine Engstelle gebildet wird, sodass die vorbeiströmende Luft ein Reibegeräusch produziert ð gleicher Artikulationsmodus
27 Artikulationsmodus Plosive Plosive (Verschlusslaute) werden gebildet indem ein totaler oraler Verschluss gebildet und anschliessend plötzlich gelöst wird. Das Velum ist dabei angehoben und die Luft strömt ausschliesslich durch den Mundraum. stimmlos stimmhaft bilabial [p] [b] alveolar [t] [d] retroflex [µ] [] Hindi palatal [c] [] Ungarisch velar [k] [g] uvular [q] [] Tlingit glottal [?] Knacklaut im Deutschen
28 Artikulationsmodus Frikative Frikative (Reibelaute) die beiden Artikulatoren bilden eine Engstelle, sodass die vorbeiströmende Luft ein Reibegeräusch produziert. stimmlos stimmhaft bilabial [ ] [B] Ewe labiodental [f] [v] dental [T] [D] Englisch alveolar [s] [z] postalveolar [S] [Z] retroflex [ ] [À] Mandarin-Chinesisch palatal [C] [] Deutsch / Margi velar [x] [G] Deutsch / Grönländisch uvular [X] [R] Deutsch / Grönländisch pharyngal [] [ ] Arabisch glottal [h] [] Deutsch / Tschechisch
29 Artikulationsmodus Affrikaten Affrikaten sind Kombinationen aus Plosiv + Frikativ, wobei der Plosiv nahtlos in den Frikativ übergeht und beide homorgan sein müssen, d.h. an derselben Artikulationsstelle gebildet werden. Homorganizität kann dabei bzgl. des passiven oder des aktiven Artikulators definiert sein (wir einigen uns auf letztere Variante). Affrikaten (wie z.b. [tþs] in <Zeit>) werden als ein Segment gesehen und nicht als Abfolge von zwei Lauten [ts]. Der Grund dafür ist, dass sich bei dieser Betrachtung Wohlgeformtheitsbedingungen für den Silbenaufbau besser beschreiben lassen. Zur Kennzeichnung von Affrikaten benutzt man einen Bogen þ, der Plosiv und Frikativ überspannt.
30 Artikulationsmodus Affrikaten Beispiele im Deutschen sind [tþs] in <Zeit> koronal alveolar koronal alveolar [pþf] in <Pfeife> labio - labial labio - dental [tþs] in <rutschen> koronal alveolar koronal postalveolar Keine Affrikaten sind dagegen [ks] in <Hexe> dorsal velar koronal alveolar [ps] in <Psalm> labio - labial koronal alveolar Beispiele aus dem Englischen und Schweizerdeutschen sind [dþz] in <Job> koronal alveolar koronal postalveolar [kþx] in <Kind> dorsal velar dorsal velar
31 Artikulationsmodus Nasale Nasale ein totaler oraler Verschluss wird gebildet, aber (im Gegensatz zu Plosiven) kann durch das gesenkte Velum der Luftstrom durch den Nasenraum entweichen. bilabial [m] labiodental [F] Teke alveolar [n] retroflex [ ] Hindi palatal [J] Spanisch <ñ> velar [N] dt. <Ding>, <Bank> uvular [ª] Japanisch
32 Artikulationsmodus Approximanten Approximanten ähnlich wie bei Frikativen wird eine Engstelle gebildet, die zwar enger als bei Vokalen ist, jedoch nicht eng genug um zu einem Reibegeräusch zu führen. Die Approximanten lassen sich nach Art der Engebildung weiter unterteilen. Bei den Lateralen bildet die Zunge einen zentralen Verschluss und die Luft strömt an der Zungenseite vorbei. Bei den zentralen Approximanten entweicht die Luft nicht seitlich sondern zentral (ohne ein Reibegeräusch zu produzieren). Zunge Zunge
33 Artikulationsmodus Approximanten lateral Folgende Approximanten sind Laterale: alveolar [l] retroflex [] Toda palatal [L] Italienisch <gli> [Li] velar [ ] Mittel-Waghi Lateralität ist unabhängig vom Approximantenstatus, da es in indianischen Sprachen Nord- und Südamerikas auch Lateralfrikative gibt. stimmlos stimmhaft alveolar [K] [ ]
34 Artikulationsmodus Approximanten zentral Folgende Laute sind zentrale Approximanten: labiodental [P] niederld. <water> alveolar [ ] engl. <try> [t ai] retroflex [²] engl. <red> [²Ed] velar [ ] Aranda Die beiden folgenden zentralen Approximanten werden auch als Halbvokale, Gleitlaute oder Glides bezeichnet. 'labiovelar' [w] engl. <wed> [wed] palatal [j] dt. <ja>
35 Artikulationsmodus Vibranten & geschlagene Laute Vibranten (Trills) werden erzeugt indem ein Artikulator wiederholt gegen einen anderen schlägt. labial [] Pferdeanhaltgeräusch alveolar [r] süddt. gerolltes 'r' uvular [³] dt. 'r'
36 Artikulationsmodus Vibranten & geschlagene Laute Geschlagene Laute (Taps & Flaps) werden erzeugt indem ein Artikulator (Zungenspitze/Uvular) einmalig gegen einen anderen schlägt und einen kurzen Verschluss verursacht. alveolar [4] Im amerikanischen Englisch als Aussprache von <t>: <sitting> [si4in] Im Spanischen im Konstrast zu [r]: <pero> (aber) [pe4o] <perro> (Hund) [pero] retroflex [±] in indischen Sprachen
37 Artikulationsmodus Weitere Klassifizierungen Sibilanten (Zischlaute) sind diejenigen Frikative (und Affrikaten), die einen intensiven hochfrequenten Geräuschanteil besitzen, nämlich [s z S Z À] (das ist also eine auditive Charakterisierung). Plosive, Frikative und Affrikate fasst man zu Obstruenten zusammen. Alle Nicht-Obstruenten heissen Sonoranten. Sonoranten werden in der Regel nur stimmhaft realisiert und erinnern eher an Klänge (wie Vokale), Obstruenten eher an Geräusche. Rhotics bezeichnet die Klasse der 'r'-laute und umfasst die zentralen Approximanten [ ²], Vibranten wie [r ³] und geschlagene Laute wie [4]. Die Rhotics ergeben zusammen mit den 'l'-lauten (d.h. den lateralen Approximanten) die Klasse der Liquide.
38 Stimmbeteiligung Der dritte Parameter der bei der Lautproduktion von Konsonanten eine Rolle spielt ist die Stimmbeteiligung. Die Stimmlippen können durch entsprechende Stellung der Glottis, siehe letzte Sitzung zum Schwingen angeregt werden und der produzierte Laut ist stimmhaft, sonst stimmlos. Obstruenten kommen in beiden Varianten vor, Sonoranten (wie z.b. Nasale, Laterale, etc.) sind normalerweise spontan stimmhaft. In manchen Sprachen gibt es allerdings auch stimmlose Sonoranten, z.b. stimmlose Nasale im Burmesischen: [maè] (gesund) vs. [mßaè] (Ordnung) Stimmlosigkeit wird durch das Diakritikum ß gekennzeichnet.
39 Stimmbeteiligung Aspiration Bei Plosiven ergibt sich eine weitere Artikulationsart, wenn die Verschlusslösung nicht genau auf den Einsatz der Stimmlippenschwingung (voice onset) fällt. Beispiel: Bei der Aussprache von <Opa> ist der Laut [o:] für <O> zunächst stimmhaft, dann folgt ein stimmloser Plosiv [p], dann ein (stimmhafter) Laut [a:] für <a>. Folgende Artikulationen sind für den Plosiv möglich: (1) vollständig stimmhaft: [o:] [b] [a:] Artikulatorendistanz Verschluss Stimmlippendistanz Stimmlippenschwingung
40 Stimmbeteiligung Aspiration (2) partiell stimmhaft: [o:] [b] [a:] Artikulatorendistanz Stimmlippendistanz Stimmlippenschwingung Verschluss (3) unaspiriert stimmlos: [o:] [p] [a:] Artikulatorendistanz Stimmlippendistanz Stimmlippenschwingung Verschluss
41 Stimmbeteiligung Aspiration (4) aspiriert stimmlos: [o:] [p] [a:] Artikulatorendistanz Stimmlippendistanz Stimmgebung Verschluss Setzt die Stimmlippenschwingung nach der Aspiration Verschlusslösung ein, so entsteht ein Hauchgeräusch bis zum voice onset ð der Plosiv wird aspiriert. Aspiration kommt im Deutschen vor (insbes. betonten) Vokalen und wortfinal vor, im Burmesischen auch bei Frikativen, z.b. [s]. Im IPA wird Aspiration mit dem Diakritikum gekennzeichnet.
42 Artikulation IPA-Tabelle: Konsonanten
43 Aufgabe 2 (1) Besuchen Sie die Interactive IPA Chart auf der Webseite und hören Sie sich die Konsonantenbeispiele an. (2) Notieren Sie das entsprechende IPA-Symbol für folgende Laute: (a) alveolarer Vibrant (c) stimmhafter uvularer Frikativ (b) palataler Lateral (d) palataler Glide (3) Beschreiben Sie folgende Laute: (a) [n] (b) [pþf] (c) [t] (d) [±] (4) Warum hat der stimmlose Plosiv [?] als einziger Plosiv kein stimmhaftes Gegenstück?
Konsonanten
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