Genetische Variabilität

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Genetische Variabilität"

Transkript

1 Genetische Variabilität 1. SNPs Indels 1000 Genom Program 2. Kodierende sequenzen 3. Cis-regulatorische Sequenzen 4. Trans-regulatorische Sequenzen 5. Alternative Prozesse 6. Kopien Anzahlvariationen (CNV) 7. usw.

2 Variabilität Phänotypische Variabilität= Genetische Variabilität + Umgebung Die Wirkung der Umgebung häng vom Merkmal ab: die Umgebung Beeinflusst das Verhalten stärker, als die körperlichen Merkmale 2

3 Ursprung der genetischen Variabiltät Vielfalt der Phänotypen (innerhalb einer Art und zwischen den Arten) Die Vielfalt ist der Rohstoff der Evolution Genetische Variabilität: 1.In der kodierenden Region der Gene 2.In der nicht-kodierenden regionen der DNA 3.Im Struktur der ncrnas 4.In der Regulatorregion der Gene 5.In der alternativen mrna-reifung 6.Kopiennummer-Variationen 7.In den Gennetzwerken 8.Im Chromosomenstruktur 9.In der epigenetischen Regulierung 10.In den Proteinmodifikationen PhänotypischeVariabil ität: I. Morphologisch II. Physiologisch III. Im Verhalten IV. Krankheiten 3

4 Die Nutzen der genetischen Rekombination Die Nutzen der sexuellen Reproduktion 1. Erhöht die genetische Variabilität der Nachkommen und der Population. 2. Die voneinander unabhängig entstandenen nützlichen Mutationen können in einem Genom vereint werden. (Bei asexuellen Reproduktion es ist unmöglich.) 4

5 Genetischer Hintergrund der Phänotypvariationen Was erklärt die intraspezifische Variabilität? 1. Genfunktionstheorie: Unterschiede in der Genfunktion 2. Genregulationstheorie:Unterschiede in der Genregulierung 5

6 1. Genetische Variabiltät (1) Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP, Single Nucleotide Polymorphismus) (2) Indels (Deletionen oder Insertionen) (3) Chromosomenaberrationen (4) Kopienzahlvariationen (CNV, copy number variations) 6

7 SNPs, Indels, CNVs und Chromosomenaberrationen: Das HapMap und das 1000-Genom-Projekt HapMap Projekt: SNP Kartierung der menschlichen Population ( ) 3,1 Millionen SNPs, 270 Menschen 1000 Genom Program: 15 Millionen SNPs, 1 Million kurze Indels, Chromosomenaberrationen ( ) Niedrige Ganauigkeit: alle Genome 3x (30x wäre notwendig!) Alle haben durchschnittlich 75 verschiedene Genvarianten, die eine Neigung zu einer Krankheit verursachen 7

8 Kopienzahlvariationen (CNVs) Gen 1 Durchschnittlich: 100 Variationen/Person Durchschnittslänge: 250,000 Bp (Genlänge ca. 60,000 Bp) Gen 1 Gen 1 Selten: frühe Embryogenese, Zellzyklus Häufig: Immunsystem, Gehirnentwicklung Krankheiten: Neuronale Krankheiten, z.b. Parkinson und Alzheimer gén 1 gén 2 gén 3 gén 4 Gen 1 Gen 4 8

9 Variabilität in der kodierenden Regionen der Gene P P P P Gen A Gen A Gen A Gen A Individuen Enhancers Promotoren Verschiedene funktionelle 9 Varianten des A Gens

10 Variabilität in der kodierenden Regionen 1. Punktmutation, Indel: der Gene 0,1 0,5%, beeinflusst die phänotypische Variabilität selten. Diese Mutationen sind neutral, oder machen das Gen funktionsunfäig (Krankheit). Sehr selten sind die nützlichen Mutationen z.b.: 1. Hämoglibinvarianten binden O 2 besser bei Arten in den Bergen 2. FoxP2 (Sprache); ASPM (grosses Gehirn), usw. 2. Trinukleotid Wiederholungen: Hunde: phänotypische Variabilität Mensch: nur Krankheitsverursachende Triplet-Veränderungen wurden gefunden 3. Exontausch: Extrem selten, innerhalb einer Art gibt es keine Variabilität 10

11 Genstruktur vs Genregulierung - Sind während der evolution die genetischen Werkzeuge (Gene) besser geworden oder wir arbeiten anders mit den alten Werkzeugen? Evolution? 11

12 Genfunktion oder Genexpression? Ist die Vielfalt der Funktion der Gene/Proteine oder die Vielfalt ihrer Regulierung für die phänotypische Variabilität verantwortlich? 12

13 Neutralitätstheorie Motoo Kimura 1968 Genvarianten (Allele) unterscheiden sich funktionell voneinander nicht! - In den meisten Fällen verändert der Aminosärentausch die Funtionsfähigkeit der Proteine nicht (konservativer Tausch: chemisch ähniche Aminosären verden ausgetauscht) Neutrale Mutationen: (1) Stille Mutationen (2) Austausch chemisch ähnlicher Aminosäuren (3) Mutationen im nichtkodierenden Regionen des Genoms (nicht umbedingt neutral) Neutralismus vs. Selektionismus 13

14 Variabilität der cis-regulatoren Die Variabilität der Regulatorregionen der Gene Individuen Enhancers Promotoren P P P P Gen A Gen A Gen A Gen A Im Maus sind 50% der 2500 sehr konservierten nichtkodierenden Sequenzen sind Enhancers, die die Onthogenese regulieren Die Bindungsstellen der menschlichen Transkriptionsfaktoren funktionieren in Ratten nicht (Chip-on-chip). Es gibt eine riesige Variabilität der Regulatorregionen auch innerhalb einer Art. 14

15 18. Genetische Regulierung ist wicthiger! Die Funktion von vielen Genen wird nur in großen evolutionären Distanzen verändert - Viele homologe Gene (z.b.:hox) des Mauses und der Fruchtfliege sind austauschbar Evolution verändert die Genexpression und nicht die Genfunktion - in verschiedenen Arten, ist das gleiche Gen in verschiedenen Zeitpunkten, in verschiedenen Geweben eingeschaltet und in verschiedenen Mengen expremiert Expression von 1056 Genen im Leber: Die gleiche Genexpression rhesus macaque orangutan chimp human Expression von Transkriptionsfactoren ist verschieden Expression von 12,000 Genen im Gehirn: im Menschen ist die Expression 5,6-mal höcher (human chimp) 15

16 Genetische Regulierung ist wicthiger! 18. Die Streifen der Zebra Streifen iniziiert am (Tag) 21. Die Beine der Schlange Überlappen zwischen Hoxc-6 und Hoxc-8 Induziert die Formation der Rippen Zebra (26 Streifen) 28. Bergzebra (43 Streifen) 35. Schlangen verloren ihre Beine in zwei Schritten: (1) Vorderbeine, (2) dann Hinterbein Grevy s zebra (80 Streifen) Pythons haben verkümmerte Oberschenkelknochen, Vipern haben keine Beine 16

17 Die Veränderung der Onthogenese Neotenie-Hypothese der Menschenbildung Neotenie: Verzögerung der Entwicklung, die juvenilen Merkmale bleiben bis ins Erwachsenenalter bestehen die spärliche Körperbehaarung die Rundung des Kopfes die Größe des Kopfes die kleine Gesichtspartie im Vergleich zum ganzen Kopf 1. Allometrie Das Verhältniss zwischen der Grösse der Körperteile 2. Heterokronie evolutionäre Änderung des zeitlichen Verlaufs der Individualentwicklung Komplexes Phenotyp durch eine Mutation? 17

18 Variabilität der trans-regulatoren Die Variabilität der Regulatorgene 1. Variabilität der Trinukleotid-Wiederholungen in den Regulatorgenen (innerhalb einer Art): - Transkriptionsfaktoren - Proteinfaktoren der Signalübertragungsgene 2. Variabilität der Phosphorillierungsstellen der Regulatorproteine (zwischen den Arten): - Transkriptionsfaktoren - Proteinfaktoren der Signalübertragungsgene 3. Andere Typen der Variabilität der Regulatorproteine (zwischen den Arten): - Methylierung, Acethylierung: Epigenetische Varianten -Transport 18

19 Der Fall des Hundes - Genfunktion oder Regulierung? Harold Garner and John W. Fondon Die Varianz in der Sequenz der Transkriptionsfaktoren (Runx-2 Gen) verursacht morphologische Variabilität. Q19A runx-2 gene Q19A bull terrier Q Q Q A A A... CAACAAGCACAAGCAGCA... Q: glutamine A: alanine Die Variabilität der Codierung: Numer der Triplet - repeats (Glutamine, Alanine Wiederholungen) 19

20 Die Variabilität der nichtkodierenden RNAs (ncrnas) Konservierte ncrnas wurden bei während der menschlichen Evolution stark verändert. Beispiel: Har-1 Die Entwicklung des Gehirns Har-2 Die Entwicklung der Finger Adaptive Evolution oder GC-bias? 20

21 2. Epigenetische Variabilität Das epigenetische Program selbst kann variabel sein. Dazu genügt, die epigenetische Veränderung eines einzigen Transkriptionsfaktors, die die Exprimierung vieler Gene beeinflusst. Die Ursachen der Epigenetischen Variabilität: 1. Genetische Ursache: wird vererbt 2. Umweltfaktor: wird nicht vererbt Lcyc Gen des echten Leinkrauts ist 21 methyliert und inaktiv in den Mutanten.

22 Ein Gen hat mehrere Funktionen Alternative Gennutzung Ein Gen trägt verschiedene Informationen von mehreren Proteinen! ein Gen mehrere Proteine Theorie ist das richtige 22

23 18. Variationen in der alternative RNA-Produzierung Alternative Splicing, Poliadenilation, Capping, Promoternutzung In einem Art: nicht wahrscheinlich Inter Arten: keine Datei 23

Evolution II. Molekulare Variabilität. Bachelorkurs Evolutionsbiolgie II WS 2013/14

Evolution II. Molekulare Variabilität. Bachelorkurs Evolutionsbiolgie II WS 2013/14 Evolution II Molekulare Variabilität Bachelorkurs Evolutionsbiolgie II WS 2013/14 Molekulare Variabilität 1) rten der molekularen Variabilität und ihre Entstehung (rten der Mutation) 2) Wie kann man molekulare

Mehr

Evolution & Genetik (Beispiel Hämoglobin) Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 [email protected]

Evolution & Genetik (Beispiel Hämoglobin) Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 akrause@fh-bingen.de Evolution & Genetik (Beispiel Hämoglobin) Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 [email protected] DNA (Desoxyribonukleinsäure) 5 3 CGATGTACATCG GCTACATGTAGC 3 5 Doppelhelix Basen: Adenin,

Mehr

Das Human-Genom und seine sich abzeichnende Dynamik

Das Human-Genom und seine sich abzeichnende Dynamik Das Human-Genom und seine sich abzeichnende Dynamik Matthias Platzer Genomanalyse Leibniz Institut für Altersforschung - Fritz-Lipmann Institut (FLI) Humangenom - Sequenzierung 1. Methode 2. Ergebnisse

Mehr

II. GENOMIK: GLEICHZEITIGE UNTERSUCHUNG VON MEHREREN MAKROMOLEKÜLEN

II. GENOMIK: GLEICHZEITIGE UNTERSUCHUNG VON MEHREREN MAKROMOLEKÜLEN II. GENOMIK: GLEICHZEITIGE UNTERSUCHUNG VON MEHREREN MAKROMOLEKÜLEN Strukturelle Genomik Genomische Bibliothek, EST Datenbank DNA-Sequenzierung Genomprogramme Polymorphismen RFLP Herstellung einer DNA-Bibliothek

Mehr

Grundlagen der Molekulargenetik

Grundlagen der Molekulargenetik Mathematik und Naturwissenschaften Psychologie Differentielle- & Persönlichkeitspsychologie Grundlagen der Molekulargenetik Dresden, 11.11.2010 Charlotte Bauer Gliederung 1. Speicherung genetischer Information

Mehr

Das humane Genom. Alle Genome sind individuell, selbst jene eineiiger Zwillinge! Molekulare Diagnostik. satellites and single repeats

Das humane Genom. Alle Genome sind individuell, selbst jene eineiiger Zwillinge! Molekulare Diagnostik. satellites and single repeats Das humane Genom satellites and single repeats protein coding & non-protein coding mobile (transposable) DNA elements Alle Genome sind individuell, selbst jene eineiiger Zwillinge! 1 Variationen im humanen

Mehr

Übung II. Einführung, Teil 1. Arbeiten mit Ensembl

Übung II. Einführung, Teil 1. Arbeiten mit Ensembl Übung II Einführung, Teil 1 Arbeiten mit Ensembl Ensembl Genome Browser (Bereitstellung von Vielzeller Genomen) Projekt wurde 1999 initiiert Projektpartner EMBL European Bioinformatics Institute (EBI)

Mehr

Grundlagen Genetik. Dipl.- Psych. Silja Bellingrath

Grundlagen Genetik. Dipl.- Psych. Silja Bellingrath Grundlagen Genetik Dipl.- Psych. Silja Bellingrath Infos zur Klausur Dauer: 11/2 Stunden (maximal) Keine Noten, nur bestanden versus nicht bestanden Inhalt: Grundlage sind die Folien zum Seminar; geprüft

Mehr

Mechanismen funktioneller Varianten: die Liste wächst

Mechanismen funktioneller Varianten: die Liste wächst Mechanismen funktioneller Varianten: die Liste wächst Martin Hersberger Abteilung für Klinische Chemie und Biochemie Universitäts-Kinderspital Zürich Genetische Varianten gestern Funktionelle Varianten

Mehr

Statistische Analyse von hochdimensionalen Daten in der Bioinformatik

Statistische Analyse von hochdimensionalen Daten in der Bioinformatik Statistische Analyse von hochdimensionalen Daten in der Bioinformatik Florian Frommlet Institut für medizinische Statistik, Medizinische Universität Wien Wien, November 2013 Einführung DNA Molekül Zwei

Mehr

Faktor-V-Leiden Mutation: Diagnose und Klinik

Faktor-V-Leiden Mutation: Diagnose und Klinik INRswiss-Tag Solothurn, 21. November 2009 Faktor-V-Leiden Mutation: Diagnose und Klinik Dr. Giuseppe Colucci Universitätsklinik für Hämatologie und Hämatologisches Zentrallabor Inselspital Bern Faktor-V-Leiden

Mehr

2. Übung: Chromosomentheorie

2. Übung: Chromosomentheorie Konzepte: 2. Übung: Chromosomentheorie Mitose/Meiose Geschlechtschromosomale Vererbung Chromosomentheorie Regeln zur Vererbung Autosomal rezessiv: - Merkmal tritt auf in Nachkommen nicht betroffener Eltern

Mehr

erläutern Eigenschaften des genetischen Codes und charakterisieren mit dessen Hilfe Experimentelle Entschlüsselung (SF)

erläutern Eigenschaften des genetischen Codes und charakterisieren mit dessen Hilfe Experimentelle Entschlüsselung (SF) Schulinterner Kernlehrplan Biologie Q1 : Genetik Inhaltsfelder Schwerpunkt Basiskonzept Konkretisierte Kompetenzen 1.1 Vom Gen zum Genprodukt Wiederholung - DNA und Replikation Aufgaben DNA und Replikation

Mehr

Übungsblatt Molekularbiologie und Genetik für Studierende der Bioinformatik II 1. Übung

Übungsblatt Molekularbiologie und Genetik für Studierende der Bioinformatik II 1. Übung Übungsblatt Molekularbiologie und Genetik für Studierende der Bioinformatik II 1 Name des Studierenden: Datum: Einführung Übung Bitte bereiten Sie folgende Probleme vor der Übung am Mittwoch. Die Klausur

Mehr

Expressionskontrolle in Eukaryonten

Expressionskontrolle in Eukaryonten Expressionskontrolle in Eukaryonten Warum muss Genexpression kontrolliert werden? 1. Gewebsspezifische Kontrolle - nicht jedes Genprodukt ist in allen Zellen erforderlich - manche Genprodukte werden ausschliesslich

Mehr

Vorlesung 2 GRUNDLAGEN

Vorlesung 2 GRUNDLAGEN Vorlesung 2 GRUNDLAGEN Überblick Genetische Faktoren Quantitative Genetik Molekulare Genetik Untersuchungsdesigns 2 Genetische Faktoren Davey-Smith et al., 2007 Genetische Faktoren sind nicht korreliert

Mehr

1. Genetische Vielfalt innerhalb einer Population

1. Genetische Vielfalt innerhalb einer Population Biologie für Nebenfächler Prof. Dr. W. Stephan 1. Genetische Vielfalt innerhalb einer Population Zentraler Begriff der Populationsgenetik und Evolutionsbiologie Ohne genet. Variation gäbe es keine Evolution

Mehr

Biochemie Tutorium 9. RNA, Transkription

Biochemie Tutorium 9. RNA, Transkription Biochemie Tutorium 9 RNA, Transkription IMPP-Gegenstandskatalog 3 Genetik 3.1 Nukleinsäuren 3.1.1 Molekulare Struktur, Konformationen und Funktionen der Desoxyribonukleinsäure (DNA); Exon, Intron 3.1.2

Mehr

Vom Gen zum Protein. Zusammenfassung Kapitel 17. Die Verbindung zwischen Gen und Protein. Gene spezifizieren Proteine

Vom Gen zum Protein. Zusammenfassung Kapitel 17. Die Verbindung zwischen Gen und Protein. Gene spezifizieren Proteine Zusammenfassung Kapitel 17 Vom Gen zum Protein Die Verbindung zwischen Gen und Protein Gene spezifizieren Proteine Zellen bauen organische Moleküle über Stoffwechselprozesse auf und ab. Diese Prozesse

Mehr

Zentronukleäre Myopathien von der Diagnose zur Therapie

Zentronukleäre Myopathien von der Diagnose zur Therapie MTM Familientreffen Göttingen, 5./6. Juni 2014 Zentronukleäre Myopathien von der Diagnose zur Therapie Dr. Johann Böhm IGBMC, Strasbourg Ein paar Worte über Strasbourg.and über das IGBMC Ein paar Worte

Mehr

Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick

Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick Dr. Bernd Timmermann Next Generation Sequencing Core Facility Max Planck Institute for Molecular Genetics Berlin, Germany Max-Planck-Gesellschaft 80 Institute

Mehr

Einblicke in das menschliche Erbgut (Genom) am Computer

Einblicke in das menschliche Erbgut (Genom) am Computer Einblicke in das menschliche Erbgut (Genom) am Computer Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 [email protected] Binger Nacht der Wissenschaft - 16.04.2010 Das menschliche Genom ist entschlüsselt

Mehr

Individuelle Genomsequenzen Aussichten für die Tierzucht

Individuelle Genomsequenzen Aussichten für die Tierzucht Individuelle Genomsequenzen Aussichten für die Tierzucht Ruedi Fries WZW / Lehrstuhl für Tierzucht Agrarw. Symposium - 1 Auswirkungen der Genomischen Revolution auf die Tierzucht (und Pflanzenzucht) Agrarw.

Mehr

Arten der Intronen. Spliceosome Struktur des snrnp U1. Spliceosome. Vorlesung 3: Evolution des eukaryotischen Genoms 4/20/11

Arten der Intronen. Spliceosome Struktur des snrnp U1. Spliceosome. Vorlesung 3: Evolution des eukaryotischen Genoms 4/20/11 Vorlesung 3: Evolution des eukaryotischen Genoms Struktur des eukaryotischen Gens Intronen und Exonen Genduplikation--Familien des Gens Eiweißdomänen (Protein domains) Domänen und Exonen: sind sie verwandt?

Mehr

Moderne Evolutionsforschung in Wien: Entwicklungen und Herausforderungen

Moderne Evolutionsforschung in Wien: Entwicklungen und Herausforderungen Univ.-Prof. Dr. Joachim Hermisson Moderne Evolutionsforschung in Wien: Entwicklungen und Herausforderungen 150 Jahre nach Charles Darwins "Origin of Species" führen neue DNA- Sequenzierungstechnologien

Mehr

4. ERGEBNISSE. 4.2. Untersuchung des umgelagerten IgH Gens in Hodgkinzelllinien

4. ERGEBNISSE. 4.2. Untersuchung des umgelagerten IgH Gens in Hodgkinzelllinien 36 4. ERGEBNISSE 4.1. Immunglobulin Gentranskripte in Hodgkinzelllinien Mit Hilfe der RT PCR untersuchten wir die Expression umgelagerter Ig Gene in den Hodgkinzelllinien L1236, L428, L591 und KM-H2 sowie

Mehr

Gene Silencing: was ist das noch mal?

Gene Silencing: was ist das noch mal? Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Gen Silencing macht einen zielstrebigen Schritt nach vorne Das

Mehr

Einführung in die Bioinformatik

Einführung in die Bioinformatik Einführung in die Bioinformatik Kay Nieselt SS 011 9. It s hip to chip - von Microarrays zu personalisierter Medizin WSI/ZBIT, Eberhard Karls Universität Tübingen Das menschliche Genom (.000.000.000 Basenpaare)

Mehr

Meine Gene, meine Gesundheit

Meine Gene, meine Gesundheit AIW-Hauptversammlung, SportSchloss Velen, 4. Mai 2006 Prof. Dr. Dr. Christian De Bruijn IPMG Institut für präventiv-medizinisches Gesundheitsmanagement, Velen Die Molekularmedizin ist die Medizin von Morgen

Mehr

Warum habe ich Diabetes? Sind die Gene schuld?

Warum habe ich Diabetes? Sind die Gene schuld? Warum habe ich Diabetes? Sind die Gene schuld? Lenka Bosanska medicalxpress.com 17. Welt Diabetes Tag Was sind Gene? Gene bei Diabetes Polygene vs. Monogene Formen Ich und meine Gene - was kann ich tun?

Mehr

Begleittext zum Foliensatz Erbgänge beim Menschen

Begleittext zum Foliensatz Erbgänge beim Menschen Für ein besseres Verständnis der Folien werden vorab einige Begriffe definiert: Gen Genom Allel Ein Gen ist die physikalische und funktionelle Einheit der Vererbung. Biochemisch ist es eine geordnete Abfolge

Mehr

27 Funktionelle Genomanalysen Sachverzeichnis

27 Funktionelle Genomanalysen Sachverzeichnis Inhaltsverzeichnis 27 Funktionelle Genomanalysen... 543 27.1 Einleitung... 543 27.2 RNA-Interferenz: sirna/shrna-screens 543 Gunter Meister 27.3 Knock-out-Technologie: homologe Rekombination im Genom der

Mehr

8. Translation. Konzepte: Translation benötigt trnas und Ribosomen. Genetischer Code. Initiation - Elongation - Termination

8. Translation. Konzepte: Translation benötigt trnas und Ribosomen. Genetischer Code. Initiation - Elongation - Termination 8. Translation Konzepte: Translation benötigt trnas und Ribosomen Genetischer Code Initiation - Elongation - Termination 1. Welche Typen von RNAs gibt es und welches sind ihre Funktionen? mouse human bacteria

Mehr

Nutriomic - komplexe Analyse der Interaktion zwischen Ernährungsumwelt und biologischer Individualität

Nutriomic - komplexe Analyse der Interaktion zwischen Ernährungsumwelt und biologischer Individualität Nutriomic - komplexe Analyse der Interaktion zwischen Ernährungsumwelt und biologischer Individualität Frank Döring Biogenese, Technogenese Lebensmittel Ernährungsumwelt Mensch (...om) Gesundheit/ Krankheit

Mehr

Transcriptomics: Analysis of Microarrays

Transcriptomics: Analysis of Microarrays Transcriptomics: Analysis of Microarrays Dion Whitehead [email protected] Division of Bioinformatics, Westfälische Wilhelms Universität Münster Microarrays Vorlesungsüberblick : 1. Überblick von Microarray

Mehr

Übung II. Einführung. Teil 1 Arbeiten mit Sequenzen recombinante DNA

Übung II. Einführung. Teil 1 Arbeiten mit Sequenzen recombinante DNA Übung II Einführung Teil 1 Arbeiten mit Sequenzen recombinante DNA Recombinante DNA Technologie Protein Synthese In vitro Expression Libraries Gene Transfer in Tieren und Pflanzen Recombinante DNA Technologie

Mehr

Domestikation. Haustierwerdung. Haustiere:

Domestikation. Haustierwerdung. Haustiere: Domestikation Haustierwerdung Haustiere: Teile von Wildarten Umweltbedingung ist der Hausstand Reichtum an gesteuerten erblichen Entwicklungsmöglichkeiten Mensch lenkt die Entwicklung in Bahnen Vielseitiger

Mehr

Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion

Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion 07 - Identifizierung von ARF1 + Hinweise für Vorträge Folien: http://tinyurl.com/modul-mms http://www.pnas.org/content/111/14/5427/f1.large.jpg neues Modell

Mehr

Voraussetzungen für die Genomische Selektion beim Pferd

Voraussetzungen für die Genomische Selektion beim Pferd Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät Institut für Tierzucht und Tierhaltung Voraussetzungen für die Genomische Selektion beim Pferd Prof. Dr. Georg Thaller 32. Jahrestagung zur Pferdegesundheit

Mehr

1. Definition und Mechanismen

1. Definition und Mechanismen Zusammenfassung 1. Definition und Mechanismen Epigenetik (von griechisch epi- über ) bezeichnet erbliche Veränderungen in der Genexpression, die nicht von Veränderungen in der DNA Sequenz (Mutationen)

Mehr

Aufbau und Funktion des Genoms: Von der Genstruktur zur Funktion

Aufbau und Funktion des Genoms: Von der Genstruktur zur Funktion Assoc. Prof. PD Mag. Dr. Aufbau und Funktion des Genoms: Von der Genstruktur zur Funktion Wien, 2013 Währinger Straße 10, A-1090 Wien [email protected] www.meduniwien.ac.at/medizinische-genetik

Mehr

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Konzepte: Differentielle Genexpression Positive Genregulation Negative Genregulation cis-/trans-regulation 1. Auf welchen Ebenen kann Genregulation stattfinden? Definition

Mehr

Evolution, Genetik und Erfahrung

Evolution, Genetik und Erfahrung Chromosomen, Fortpflanzung und Genkopplung Entscheidende Entdeckung: Gene sind auf Chromosomen lokalisiert! 1 CHROMOSOM fadenförmige Strukturen im Kern der Zellen (wikipedia) Chromosomen in Körperzellen

Mehr

RNA-guided editing of bacterial genomes using CRISPR-Cas systems

RNA-guided editing of bacterial genomes using CRISPR-Cas systems RNA-guided editing of bacterial genomes using CRISPR-Cas systems Wenyan Jiang, David Bikard, David Cox, Feng Zhang, and Luciano A. Marraffini Nature Biotechnology, 31, 233 239, 2013 Nadja Kleisch Biotechnologie,

Mehr

Proseminarvortrag. Markov-Ketten in der Biologie (Anwendungen)

Proseminarvortrag. Markov-Ketten in der Biologie (Anwendungen) Proseminarvortrag Markov-Ketten in der Biologie (Anwendungen) von Peter Drössler 20.01.2010 2 Markov-Ketten in der Biologie (Peter Drössler, KIT 2010) Inhalt 1. Das Wright-Fisher Modell... 3 1.1. Notwendige

Mehr

ANDROLOGY LETTER. Christian Sigg. DNA Methylation und idiopathische Infertilität des Mannes

ANDROLOGY LETTER. Christian Sigg. DNA Methylation und idiopathische Infertilität des Mannes ANDROLOGY LETTER Christian Sigg DNA Methylation und idiopathische Infertilität des Mannes Die Epigenetik revolutioniert die andrologische Diagnostik Allein schon die Tatsache, dass bis zu 15% aller Paare

Mehr

Humangenetik 3. 1 Sexuelle Fortpflanzung

Humangenetik 3. 1 Sexuelle Fortpflanzung Humangenetik 3. 1 Sexuelle Fortpflanzung Lehrplaneinheit Keimzellenbildung und Befruchtung 1 3. Genetik Hinweise Bedeutung der Meiose ohne Betrachtung der einzelnen Phasen Bedeutung der Meiose (Reduktion

Mehr

Foto: Kate Whitley, www.biotechnologie.de

Foto: Kate Whitley, www.biotechnologie.de Foto: Kate Whitley, www.biotechnologie.de Inhalt o Was kann die genomische ZWS nicht? o QTL: Erfahrungen aus genomweiten Studien o Begriffklärung [Re-]Sequenzierung o Hochdurchsatzsequenzierung technische

Mehr

DNA-Fingerprint. (Syn. DNA Profiling)

DNA-Fingerprint. (Syn. DNA Profiling) DNA-Fingerprint (Syn. DNA Profiling) Dient dazu Individuen genetisch zu unterscheiden Dazu braucht man genetischen Polymorphismus (Bsp. Blutgruppen-Polymorphismus/Landsteiner). Als Polymorphismus ( Vielgestaltigkeit

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Die klassische Genetik: T.H. Morgan und seine Experimente mit Drosophila melanogaster Das komplette Material finden Sie hier: Download

Mehr

Genetische Grundlagen der Legasthenie

Genetische Grundlagen der Legasthenie Fraunhofer Institut für f r Zelltherapie und Immunologie Leipzig Genetische Grundlagen der Legasthenie Dipl. Psych. Arndt Wilcke, M.A. Definition der Legasthenie Legasthenie ICD-10 F81.0 Lese- und Rechtschreibstörung

Mehr

1. Beschriften Sie in der Abbildung die verschiedenen Bereiche auf der DNA und beschreiben Sie ihre Funktion! nicht-codogener Strang.

1. Beschriften Sie in der Abbildung die verschiedenen Bereiche auf der DNA und beschreiben Sie ihre Funktion! nicht-codogener Strang. ARBEITSBLATT 1 Transkription 1. Beschriften Sie in der Abbildung die verschiedenen Bereiche auf der DNA und beschreiben Sie ihre Funktion! Bindungsstelle für RNA-Polymerase RNA-Polymerase nicht-codogener

Mehr

Entwicklungsstörungen und Intelligenzdefekte im Licht neuer gendiagnostischer Verfahren

Entwicklungsstörungen und Intelligenzdefekte im Licht neuer gendiagnostischer Verfahren Institut für Medizinische Genetik Entwicklungsstörungen und Intelligenzdefekte im Licht neuer gendiagnostischer Verfahren Prof. Dr. med. Anita Rauch Seite 1 Häufigkeit von Intelligenzminderung (ID) IQ

Mehr

Terminologie der Formalgenetik zur Identifizierung genetischer Modulatoren

Terminologie der Formalgenetik zur Identifizierung genetischer Modulatoren Terminologie der Formalgenetik zur Identifizierung genetischer Modulatoren Stefan-Marcel Loitsch, Christian von Mallinckrodt, Tim Hirche, Thomas OF Wagner Pneumologie und Allergologie, Medizinische Klinik

Mehr

FOOD PROFILING: Authentizitätsüberprüfung von Edelkakao basierend auf Sequenzunterschieden im Chloroplastengenom

FOOD PROFILING: Authentizitätsüberprüfung von Edelkakao basierend auf Sequenzunterschieden im Chloroplastengenom FOOD PROFILING: Authentizitätsüberprüfung von Edelkakao basierend auf Sequenzunterschieden im Chloroplastengenom HAMBURG SCHOOL OF FOOD SCIENCE Institut für Lebensmittelchemie Universität Hamburg, AiF/

Mehr

Klinik für Hepatologie. Christoph Malenke

Klinik für Hepatologie. Christoph Malenke Dense genotyping of immune-related disease regions identifies nine new risk loci for primary sclerosing cholangitis Nat Genet. 2013 June; 45(6): 670 675 Christoph Malenke Klinik für Hepatologie 2 Gliederung

Mehr

Was sagen mir meine Gene? Individuelle Gendiagnostik Pro und Contra

Was sagen mir meine Gene? Individuelle Gendiagnostik Pro und Contra Was sagen mir meine Gene? Individuelle Gendiagnostik Pro und Contra Theo Dingermann und Ilse Zündorf, Frankfurt/Main Wie sehr wir im Gen-Zeitalter angekommen sind, haben wahrscheinlich viele noch gar nicht

Mehr

Eine wunderbare Reise durch die Laborwelten.

Eine wunderbare Reise durch die Laborwelten. Eine wunderbare Reise durch die Laborwelten. DNA-Chip-Technologie in der Molekularbiologie medi Zentrum für medizinische Bildung Biomedizinische Analytik Max-Daetwyler-Platz 2 3014 Bern Tel. 031 537 32

Mehr

Chromosomen & Populationsgenetik (1)

Chromosomen & Populationsgenetik (1) Übungsblatt Molekularbiologie und Genetik für Studierende der Bioinformatik II 1 Name des Studierenden: Datum: 1 Karyogramme Chromosomen & Populationsgenetik (1) Bestimmen Sie den Karyotyp der folgenden

Mehr

Homologie und Sequenzähnlichkeit. Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 [email protected]

Homologie und Sequenzähnlichkeit. Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 akrause@fh-bingen.de Homologie und Sequenzähnlichkeit Prof. Dr. Antje Krause FH Bingen 06721 / 409 253 [email protected] Homologie Verwandtschaft aufgrund gleicher Abstammung basiert auf Speziation (Artbildung): aus einer

Mehr

Auswertung von Unterschieden der Androgene bei SBMA-Patienten

Auswertung von Unterschieden der Androgene bei SBMA-Patienten Auswertung von Unterschieden der Androgene bei SBMA-Patienten Nicholas Di Prospero, MD, PhD National Institute of Neurological Disorders and Stroke NIH Von der Genetik zu einem Gen Spinale und Bulbäre

Mehr

Neuer Gentest für erbliche Augenerkrankung

Neuer Gentest für erbliche Augenerkrankung Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung Abschlussbericht Neuer Gentest für erbliche Augenerkrankung aus der gkf-info 34 Dezember 2011 Info 33 Dezember 2011 Grußwort Abschlussbericht Neuer Gentest

Mehr

Kapitel 8 Ò Chromosomen und Genregulation

Kapitel 8 Ò Chromosomen und Genregulation Kapitel 8 Ò Chromosomen und Genregulation 8.1 Struktur eukaryontischer Chromosomen Ein menschlicher Zellkern ist nur zehn Mikrometer gross und (10-9 ) hat zwei Meter DNA drin. Damit es da kein Durcheinander

Mehr

Eine neue RNA-Welt. Uralte RNA-Welt Am Anfang der Entstehung des Lebens. Bekannte RNA-Welt Protein-Synthese. Neue RNA-Welt Regulatorische RNA-Moleküle

Eine neue RNA-Welt. Uralte RNA-Welt Am Anfang der Entstehung des Lebens. Bekannte RNA-Welt Protein-Synthese. Neue RNA-Welt Regulatorische RNA-Moleküle RNAs Eine neue RNA-Welt 1. Uralte RNA-Welt Am Anfang der Entstehung des Lebens Bekannte RNA-Welt Protein-Synthese Neue RNA-Welt Regulatorische RNA-Moleküle 2. Eine neue RNA-Welt die Anzahl der nicht-kodierenden

Mehr

Die Evolution. Molekularer Netzwerke. Sarah A. Teichmann

Die Evolution. Molekularer Netzwerke. Sarah A. Teichmann Die Evolution Molekularer Netzwerke Sarah A. Teichmann Embryonale Entwicklung des Seeigels (Strongylocentrotus purpuratus) Systembiologie: Biologen als molekulare Ingenieure Schaltkreise der embryonalen

Mehr

Implikationen der omics Revolution für die moderne Onkologie- Microarray-unterstützte Diagnose und pharmako-genomic basierende Therapiestrategien

Implikationen der omics Revolution für die moderne Onkologie- Microarray-unterstützte Diagnose und pharmako-genomic basierende Therapiestrategien Implikationen der omics Revolution für die moderne Onkologie- Microarray-unterstützte Diagnose und pharmako-genomic basierende Therapiestrategien III. Interdisziplinärer Kongress JUNGE NATURWISSENSCHAFT

Mehr

Klonierung von S2P Rolle der M19-Zellen. POL-Seminar der Biochemie II 13.02.2007 Sebastian Gabriel

Klonierung von S2P Rolle der M19-Zellen. POL-Seminar der Biochemie II 13.02.2007 Sebastian Gabriel Klonierung von S2P Rolle der M19-Zellen POL-Seminar der Biochemie II 13.02.2007 Sebastian Gabriel Inhalt 1. Was ist eine humane genomische DNA-Bank? 2. Unterschied zwischen cdna-bank und genomischer DNA-Bank?

Mehr

2.) Wie lautet in der Genomforschung das Fachwort für Vielgestaltigkeit? a) Polytheismus b) Polymerisation c) Polymorphismus d) Polygamismus

2.) Wie lautet in der Genomforschung das Fachwort für Vielgestaltigkeit? a) Polytheismus b) Polymerisation c) Polymorphismus d) Polygamismus Lernkontrolle M o d u l 2 A w i e... A n k r e u z e n! 1.) Welche gentechnischen Verfahren bildeten die Grundlage für das Humangenomprojekt (Mehrfachnennungen möglich)? a) Polymerase-Kettenreaktion b)

Mehr

Transgene Organismen

Transgene Organismen Transgene Organismen Themenübersicht 1) Einführung 2) Komplementäre DNA (cdna) 3) Vektoren 4) Einschleusung von Genen in Eukaryontenzellen 5) Ausmaß der Genexpression 6) Genausschaltung (Gen-Knockout)

Mehr

Biowissenschaftlich recherchieren

Biowissenschaftlich recherchieren Biowissenschaftlich recherchieren Uber den Einsatz von Datenbanken und anderen Ressourcen der Bioinformatik Nicola Gaedeke Birkhauser Basel Boston Berlin Inhaltsverzeichnis Vorwort xi 1 Die Informationssucheim

Mehr

Diskussion 62 6 DISKUSSION

Diskussion 62 6 DISKUSSION Diskussion 62 6 DISKUSSION Kartierungsergebnisse Sowohl die Analyse von Deletionssyndromen, wie dem WAGR-Syndrom, als auch Beobachtungen von Allelverlusten der Region 11p13 14.1 in verschiedenen Tumoren

Mehr

Projektskizze: Studie/ Auswertung/ Publikation

Projektskizze: Studie/ Auswertung/ Publikation Projektskizze: Studie/ Auswertung/ Publikation Name: PD Dr. Dr. Robert Bals, CAPNetz C11 Datum: 30. 8. 2007 Institution(en)/Autor(en): Klinikum der Universität Marburg Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt

Mehr

In unseren Beispielen bilden Valeria und Arnold ein theoretisches Paar - und geben wir zu, ein Paar das viel Pech im Leben hat das selber und auch

In unseren Beispielen bilden Valeria und Arnold ein theoretisches Paar - und geben wir zu, ein Paar das viel Pech im Leben hat das selber und auch In unseren Beispielen bilden Valeria und Arnold ein theoretisches Paar - und geben wir zu, ein Paar das viel Pech im Leben hat das selber und auch Ihre Familien an zahlreichen genetischen Krankheiten leiden.

Mehr

Welche drei Faktoren bestimmen nach Auffassung der modernen biopsychologischen. Verhalten?

Welche drei Faktoren bestimmen nach Auffassung der modernen biopsychologischen. Verhalten? Welche drei Faktoren bestimmen nach Auffassung der modernen biopsychologischen Forschung das Verhalten? 1 Was versteht man unter Phrenologie? 2 Was versteht man unter Präadapation? 3 Wie gelangte Homo

Mehr

SNPs, Indels, VNTRs. Gründe für ein Interesse an der genetischen Diversität

SNPs, Indels, VNTRs. Gründe für ein Interesse an der genetischen Diversität Genetische Diversität: SNPs, Indels, VNTRs Gründe für ein Interesse an der genetischen Diversität Aufklärung der Geschichte von Populationen (Migrationen, demographische Ereignisse) Forensik / Aussagen

Mehr

Genotyp und Phänotyp. In der Genetik steht der Ausdruck Genotyp (auch Erbbild ) für die Gesamtheit der

Genotyp und Phänotyp. In der Genetik steht der Ausdruck Genotyp (auch Erbbild ) für die Gesamtheit der Genotyp und Phänotyp In der Genetik steht der Ausdruck Genotyp (auch Erbbild ) für die Gesamtheit der chromosomengebundenen Erbanlagen in der Zelle eines Organismus, seine Gene. Der Ausdruck Phänotyp (auch

Mehr

Genome Engineering in der Ratte

Genome Engineering in der Ratte Boris Jerchow 41. Seminar über Versuchstiere und Tierversuche 08. Mai 2012, BfR, Berlin Genome Engineering in der Ratte Stehen wir vor der Renaissance eines Modellorganismus? SEITE 1 1828 Geschichte Laborratte

Mehr

Zielgerichtete Therapie mit Olaparib bei BRCA1/2- Mutationsträgerinnen

Zielgerichtete Therapie mit Olaparib bei BRCA1/2- Mutationsträgerinnen Zielgerichtete Therapie mit Olaparib bei BRCA1/2- Mutationsträgerinnen Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger 670513011/15 Olaparib Zulassung in Europa: Rezidiv eines Platin-sensitiven Ovarialkarzinoms

Mehr

Vorlesung Evolutionäre Algorithmen

Vorlesung Evolutionäre Algorithmen Vorlesung Evolutionäre Algorithmen Dr. Nicole Drechsler, AG Rechnerarchitektur Raum 3480, Tel. 7391, [email protected] Vorschlag für Prüfungskriterien: Bearbeitung einer praktischen (Programmier-) Aufgabe Fachgespräch

Mehr

Identifikation von genetischen Kopienzahl-Variationen in Zusammenhang mit der komplexen Lungenkrankheit Sarkoidose

Identifikation von genetischen Kopienzahl-Variationen in Zusammenhang mit der komplexen Lungenkrankheit Sarkoidose Identifikation von genetischen Kopienzahl-Variationen in Zusammenhang mit der komplexen Lungenkrankheit Sarkoidose Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät

Mehr

Nothing in Biology makes sense except in the light of evolution.

Nothing in Biology makes sense except in the light of evolution. Meine Referenz an Charles Darwin...ist ein Zitat von Theodosius Dobzhansky: Nothing in Biology makes sense except in the light of evolution. Collegium Generale, 18. März 2009 Genetik versus Epigenetik

Mehr

Funktionelle Genomik. praktische Anwendungen

Funktionelle Genomik. praktische Anwendungen Funktionelle Genomik praktische Anwendungen Schmelzpunkt der DNA Einzelsträngige DNA absorbiert UV-Licht effektiver SYBR Green fluoresziert nur wenn es an doppelsträngiger DNA bindet Fluoreszenz erhöht

Mehr

Large Scale SNP Daten beim Pferd: Erste Erfahrungen und Anwendungen

Large Scale SNP Daten beim Pferd: Erste Erfahrungen und Anwendungen Fotos: M. Rindlisbacher Large Scale SNP Daten beim Pferd: Erste Erfahrungen und Anwendungen H. Hasler 1, F. Berruex 3, B. Haase 2, C. Flury 1, T. Leeb 2, V. Gerber 4, H. Simianer 5, D. Burger 3, P.A. Poncet

Mehr

Genetische Disposition für r Infektion und Sepsis

Genetische Disposition für r Infektion und Sepsis Genetische Disposition für r Infektion und Sepsis Martijn van Griensven TRAUMA Forschungszentrum für Traumatologie der AUVA Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie Lorenz

Mehr

Exkurs 4: Oligonucleotide als Antisense Wirkstoffe

Exkurs 4: Oligonucleotide als Antisense Wirkstoffe Exkurs 4: ligonucleotide als Antisense Wirkstoffe Pharmazeutische Biochemie Antisense Wirkstoffe am Markt Fomivirsen (INN) Handelsname Vitravene Einsatz: Lokale Behandlung von Zytomegalie-Virus Infektionen

Mehr

Winterschool Obergurgl. Molekulare Typisierung CF-relevanter Erreger

Winterschool Obergurgl. Molekulare Typisierung CF-relevanter Erreger Winterschool Obergurgl Molekulare Typisierung CF-relevanter Erreger Barbara C. Kahl Institut für Medizinische Mikrobiologie Universitätsklinikum Münster Warum Typisierung? Individueller Patient Persistierende

Mehr

Die Paten)erbarkeit von Gensequenzen - von Biomarkern. Prof. Dr. iur. Dr. rer. pol. Jürgen Ensthaler, TU Berlin

Die Paten)erbarkeit von Gensequenzen - von Biomarkern. Prof. Dr. iur. Dr. rer. pol. Jürgen Ensthaler, TU Berlin Die Paten)erbarkeit von Gensequenzen - von Biomarkern Prof. Dr. iur. Dr. rer. pol. Jürgen Ensthaler, TU Berlin Was sind Biomarker? Defini)on: Ø Es gibt noch keine einheitliche Defini)on für Biomarker.

Mehr

Codierung und Repräsentation

Codierung und Repräsentation Codierung und Repräsentation - Biologie - Block 4 Codierung und Repräsentation Folie: 1 Codierung: Genotyp und Phänotypebene Vier Übergänge eines evolutionären Zyklus (nach Lewontin, 1974) T 1 : Die Verteilung

Mehr

Q1 B1 KW 49. Genregulation

Q1 B1 KW 49. Genregulation Q1 B1 KW 49 Genregulation Transkription Posttranskription elle Modifikation Genregulation bei Eukaryoten Transkriptionsfaktoren (an TATA- Box) oder Silencer (verringert Transkription) und Enhancer (erhöht

Mehr

Genregulation bei Eukaryoten II

Genregulation bei Eukaryoten II Genregulation bei Eukaryoten II Aktivierung und Repression der Transkription erfolgen durch Protein-Protein-Wechselwirkungen Protein-Protein-Wechselwirkungen spielen bei der Genregulation der Eukaryoten

Mehr

Die kleinsten Viren kommen daher mit einem sehr geringen Informationsgehalt von nur 4 Genen aus, von denen

Die kleinsten Viren kommen daher mit einem sehr geringen Informationsgehalt von nur 4 Genen aus, von denen Aus der Reihe Daniels Genetik-Kompendium Erstellt von Daniel Röthgens Inhalt 1. Einleitung 2. RNA-Viren 3. DNA-Viren 1. Einleitung Im folgenden werden einige für die Genetik bedeutungsvolle Viren vorgestellt.

Mehr

Nationales Centrum für Tumor Erkrankungen. Genom Aktivitäten

Nationales Centrum für Tumor Erkrankungen. Genom Aktivitäten 2.5 µm Nationales Centrum für Tumor Erkrankungen Genom Aktivitäten Grundlegende Ebenen funktioneller Analysen DNA RNA Protein Methylation Transcription Expression Structure Localisation Splicing Organisation

Mehr

VORANGEGANGENE MODELLE

VORANGEGANGENE MODELLE VORANGEGANGENE MODELLE UNSER THEMA HEUTE Ziel dieses Papers: - Nähere Charakterisierung der AuxREs - Analyse eines zu den AuxREs gehörenden Transkriptionsfaktors WAS BEREITS BEKANNT WAR: - Auxin moduliert

Mehr

Sie sagen Kartoffel. Huntington-Krankheit zu entwickeln.

Sie sagen Kartoffel. Huntington-Krankheit zu entwickeln. Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Übersetzungsprobleme? Neue Einblicke in die Entstehung des Huntington-Proteins

Mehr

h. g. f. e. Vater: e. O M Rh- f. A M Rh+ g. O MN Rh+ h. B MN Rh+ AB N Rh- B MN Rh-

h. g. f. e. Vater: e. O M Rh- f. A M Rh+ g. O MN Rh+ h. B MN Rh+ AB N Rh- B MN Rh- 5. Übung 1) Neben dem ABO- Genlokus bes8mmen auch der Rhesus- (Rh) und der MN- Genlokus die Blutgruppe beim Menschen (d.h. die Ausprägung von An8genen auf der Oberfläche von Erythrozyten). Im Falle des

Mehr