Prävention von Internet Sucht
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- Mareke Baumgartner
- vor 8 Jahren
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Transkript
1 Vernetzungstreffen Gewalt-Schule-Medien Prävention von Internet Sucht Angebote des Instituts Suchtprävention Mag. Peter Eberle Institut Suchtprävention Hirschgasse Linz
2 Aktivitäten am Computer & Smartphone OÖ Medienstudie 2015; Jugendliche J. Am Computer macht man Am häufigsten genutzte Funktionen am Smartphone
3 Beliebte Apps zur Kommunikation WhatsApp Nachrichten, Fotos, Videos an andere WhatsApp Teilnehmer und WhatsApp Gruppen senden. Instagram Fotos aufnehmen, bearbeiten, benennen und mit Millionen von Instagram NutzerInnen teilen. Bilder an andere senden, die nach wenigen Sekunden automatisch gelöscht werden. SnapChat Facebook Ein Profil zur Selbstdarstellung einrichten und seine Freunde über aktuelle Ereignisse aus dem Leben berichten. Nachsehen, was bei den Freunden los ist.
4 Exzessive Nutzung von Smartphones steigt Ergebnis einer Nachfrage in österreichischen, deutschen und schweizer Therapieeinrichtungen für Verhaltenssüchte: In jüngster Zeit werden einzelne Fälle (tendenziell Mädchen) mit einer Abhängigkeit von Facebook und WhatsApp behandelt. Der Großteil der Klienten sind aber männliche Jugendliche, die Online Rollenspiele wie World of Warcraft, oder Ego Shooter spielen. Insbesondere bei Kommunikationsanwendungen gibt es eine kleine Gruppe exzessiver NutzerInnen: Diese Gruppe sieht so häufig auf dem Smartphone nach, ob es neue Nachrichten gibt, dass ihr Alltagsleben darunter stark leidet. Zusammenhang mit einer Angst etwas zu verpassen (FoMO) Besonders bei Menschen mir ausgeprägter FoMO ist ein exzessives Nutzungsverhalten zu beobachten
5 FoMO Fear of Missing Out Die Angst etwas zu verpassen Bezeichnet die allgegenwärtige Furcht, dass die Anderen etwas Aufregendes erleben, während man nicht dabei ist. daraus resultiert das starke Verlangen durchgehend mit den Anderen verbunden zu sein, um zu wissen was läuft. FoMO-Fragebogen zur Reflexion: Ich habe Angst, die Erfahrungen anderer Menschen seien reichhaltiger und intensiver als meine. Ich werde nervös, wenn ich nicht weiß, was meine Freunde gerade tun. Wenn ich mit Freunden Spaß habe, ist es mir wichtig, das den Anderen online mitzuteilen. Es ist mir wichtig, die Witze zu verstehen, für die man eingeweiht sein muss. Quelle: Przybylski, A. et al.; (2013), Motivational, emotional, an behavioral correlates of fear of missing out
6 FoMO Fear of Missing Out Risiko- & Schutzfaktoren Menschen die eine starke FoMO entwickeln, neigen dazu diese durch intensive Nutzung von sozialen Medien zu lindern. Risikofaktoren für FoMO - niedriges Alter (je jünger desto mehr FoMO) - Mangelnde Erfüllung von psychischen Grundbedürfnisse: - Erleben von Kompetenz - Erleben von Autonomie - Soziale Verbundenheit - Fehlende Strategien um Umgang mit unangenehmen Gefühlen Quelle: Przybylski, A. et al.; (2013), Motivational, emotional, an behavioral correlates of fear of missing out
7 Smartphones Übung Was ist eine sinnvolle Handynutzung Ausgangspunkt: Z.B. ein Tag Handyfasten oder Artikel Sieben Tage Handy fasten ein Selbstversuch. Konsumprofil (z.b. nach Häufigkeit oder FoMO) Reflexion eigener Erlebnisse der Gefühle bei der Nutzung (Nichtnutzung) Gemeinsame Diskussion von Strategien, die hilfreich sein können z.b. Freiwillige Selbstbeschränkung in der Pause Schaffung von Alternativen Beim Fortgehen alle Handys in der Mitte auf den Tisch legen Verhaltensvereinbarung für die Schule definieren Facebook
8 Computerspiele und Spielgenres Spielegenres Sportspiele & Simulationen Rollenspiele in virtuellen Welten Shooterspiele Spiele für das Smartphone Virtual Reality (VR)
9 VR - Entwicklungen Entspannung in Walking-Simulatoren Schusswaffen-Controller mit Rückstoß Simulation und richtigem Gewicht... Spannendes Erforschen von Traum/ und Fantasiewelten... zum Abschießen von Käfern... Empathieförderung durch das Erleben der Lebenswelt von anderen Menschen... aber auch Menschen ( Terroristen )
10 Allgemeine und spezifische Ansätze Setting Schule und Familie (über die Schule) Familie Schule Förderung von Lebenskompetenzen allgemeine Prävention spezifische Medien Prävention Allg. Elternvorträge: Erziehung die Selbstvertrauen und Selbstwert fördert und die Wahrnehmung von Gefühlen unterstützt Spez. Elternvorträge Information über aktuelle Internet-Phänomene; Tipps für die Begleitung der Jugendlichen im Erziehungsalltag Lebenskompetenzförderung durch mehrjährige evaluierte Präventionsprogramme sowie Übungen zur Unterstützung der Gruppenentwicklung Lehrerfortbildungen zu aktuellen Phänomenen; spezifische Übungen zu einzelnen Problemfeldern die im Zusammenhang mit Neuen Medien auftreten.
11 Allgemeine Prävention in der Schule Präventionsprojekt PLUS Suchtpräventives Präventionsprogramm für die Schulstufe auf Basis der Lebenskompetenzen das Programm besteht aus 10 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr Umsetzung der Unterrichtseinheiten in der Klasse erfolgt durch die Lehrkräfte Intensive Begleitung der Lehrkräfte über alle vier Schuljahre Unterrichtsmanual wird zur Verfügung gestellt Einbeziehung der Eltern (Elternvorträge durch das Institut, Elternbriefe, Elternaktivitäten)
12 PLUS Inhalte 5 Themen à 2 Einheiten pro Schuljahr 5. Schulstufe Die Klasse Ich selbst Die anderen Konsum Miteinander 7. Schulstufe Selbstbewusstsein Verantwortung übernehmen Freunde Buben und Mädchen Nikotin 6. Schulstufe Identität Umgang mit Stress Konflikte Helfen und helfen lassen Medien 8. Schulstufe Werbung Streiten Scheitern und Verlieren Freizeit und feiern Alkohol
13 Beispiel: Die Ich-Ausstellung Je 7 SchülerInnen gestalten einen Tisch mit den Dingen, die ihnen im Leben wichtig sind. Die anderen schauen zu.
14 8 Jahre PLUS in Oberösterreich 2016/17 wurde der achte Durchgang mit 140 Lehrkräften gestartet. Insgesamt führen 720 Lehrer/innen in 100 NMS und 50 AHS Schulen das Projekt PLUS durch. Damit werden ca Schüler und Schülerinnen erreicht. 2017/18 können wieder 120 neue Lehrkräfte ausgebildet werden. DANKE!
15 Seminare und SCHILFs Prävention problematischer Medienkonsum Inhalte: Computerspiele: aktueller Überblick, Suchtpotenzial, Problembereiche Aktuelle Kommunikations-Apps und Phänomene Cybermobbing, Sexting, Sextorsion, Cybergrooming Was macht die starke Faszination der digitalen Medien aus? Risikofaktoren und Schutzfaktoren für die Nutzung Konkrete Präventionsansätze für den Bereich Schule
16 Allgemeine Prävention / Spezifische Prävention
17 Elternvortrag Nur noch dieses eine Level Interesse zeigen Vereinbarungen treffen Alternativen fördern
18 Selbstreflexion der Mediennutzung Wir können Kinder nicht erziehen, die machen uns eh alles nach. Karl Valentin
19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Mag. Peter Eberle 0732 /
Neue Medien. Phänomene und Präventionsansätze problematischer Nutzung. Mag. Peter Eberle
Neue Medien Phänomene und Präventionsansätze problematischer Nutzung Mag. Peter Eberle Institut Suchtprävention Hirschgasse 44, 4020 Linz 0732 / 77 89 36 DW 27 Email: [email protected] www.praevention.at
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Neue Medien und problematischer Medienkonsum Phänomene und Präventionsansätze Mag. Peter Eberle Institut Suchtprävention Hirschgasse 44, 4020 Linz 0732 / 77 89 36 DW 27 Email: [email protected]
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Nur noch dieses eine Level Wie begleite ich mein Kind in die Welt der digitalen Medien? Mag. Peter Eberle Institut Suchtprävention Hirschgasse 44, 4020 Linz 0732 / 77 89 36 DW 27 Email: [email protected]
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