Inklusion in Kindertageseinrichtungen

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1 Inklusion in Kindertageseinrichtungen Egal, wie ein Kind beschaffen ist, es hat das Recht, alles Wichtige über die Welt zu erfahren, weil es in der Welt ist (Georg Feuser 1998)

2 Überblick Austausch über das Inklusionsverständnis Begriffsannäherung Inklusion Bausteine der Umsetzung von Inklusion Index für Inklusion Anmerkungen, Fragen, Austausch

3 Fragen für den Austausch: 1) Was bedeutet Inklusion für Sie? 2) Welche Rolle nimmt die Erzieherin/Inklusionsassistentin ein? 3) Wie wird Inklusion in Ihrer Einrichtung umgesetzt?

4 Inklusionsverständnis

5 Inklusionsverständnis Inklusion hat kein festgelegtes Ergebnis, sondern ist ein Prozess, in den alle Beteiligten mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen einbezogen sind. (Index für Inklusion)

6 Inklusion als Prozess beinhaltet... Streben nach größtmöglicher Partizipation Sensibilität Aufdecken von Barrieren und Stereotypien Aktives Verhindern von Exklusion

7 Anspruch: Jedes Kind ist willkommen. Kein Kind muss befürchten, ausgeschlossen zu werden. (vgl. Ainscow et. al 2006)

8 Bezug zur Realität Eine inklusive Kita/Schule muss nicht perfekt sein, sondern sich auf den Weg gemacht haben. (vgl. Tony Booth) Reflexion (Wo stehen wir gerade?)

9 Inklusion bedeutet......eine veränderte Blickrichtung einzunehmen: nicht das einzelne Kind ist das Problem, nicht sein abweichendes Verhalten, nicht der Grad der Behinderung sondern die Frage, wie das Umfeld und die Entwicklungsbedingungen gestaltet werden müssen, um für jedes Kind unter Berücksichtigung seiner individuellen Ausgangslage bestmögliche Entwicklung und Entfaltung zu ermöglichen.

10 Inklusion Inklusion ist Menschenrecht Inklusion ist mehr als Integration Inklusion ist ein Prozess, der das System grundlegend verändern kann Die Umsetzung von Inklusion ist vielfältig Inklusion braucht gute Rahmenbedingungen für professionelles Handeln Mut, Durchhaltevermögen, Freude, Anerkennung

11 Umsetzung von Inklusion Gelingende Inklusionsprozesse Organisation und Beratung Kind und Einrichtung/Assistenz Qualifizierung

12 Umsetzung von Inklusion Organisation und Beratung Geregelte Zuständigkeiten, Ansprechpartner*innen Bedarfsgerechte, vorausschauende und personalsensible Steuerung der Assistenz-Einsätze Konzeptionelle Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit Vernetzung mit anderen Netzwerkpartnern (Landkreis/Stadt/Regierungsbezirk) Inklusionsassistenz als trägerinterne Leistung Inklusionsprozess als gemeinsame Aufgabe

13 Die neue Konzeption - Verfahren Vereinfachtes und beschleunigtes Verfahren: Schnellerer Zugang zu Leistungen Niedrigere Barrieren bei der Antragsstellung

14 Die neue Konzeption Neue Vergütungssystematik Wahlmöglichkeiten zwischen: Einzelfallbezogene Pauschale Die zusätzliche Personalkapazität muss nicht zwingend für die direkte Arbeit mit dem jeweiligen Kind mit Behinderung eingesetzt werden. Betreuung des Kindes während der gebuchten Betreuungszeit. Liste von Integrationskräften beim Landkreis.

15 Die neue Konzeption Neue Vergütungssystematik Einrichtungsbezogene Lösungen Die zusätzliche Personalkapazität muss nicht zwingend für die direkte Arbeit mit dem jeweiligen Kind mit Behinderung eingesetzt werden. Betreuung des Kindes während der gebuchten Betreuungszeit. Feste Personalstellen. Übergangszeiten bei Abmeldung eines Kindes.

16 Die neue Konzeption Neue Vergütungssystematik Einrichtungsbezogene Lösungen Beauftragte für Inklusion Weiterentwicklung der Konzeption Jährlicher Kurzbericht

17 Die neue Konzeption Ergänzende Aspekte Handreichung für Fachkräfte und Eltern Nach Möglichkeit in Einrichtungen unterschiedliche konzeptionelle Ausrichtung Wenn möglich Aufbau von Intensivkooperationen mit Schulkindergärten

18 Umsetzung von Inklusion Organisation und Beratung Finanzierung der Assistenzleistung über die Pauschalen der Eingliederungshilfe Befristete Arbeitsverhältnisse Oft geringer Stundenumfang

19 Umsetzung von Inklusion Organisation und Beratung Wer übernimmt die Stunden? Päd. FK aus dem Team Zusätzliche neue FK für Assistenz Bereits vorhandene FK für Assistenz

20 Umsetzung von Inklusion Kind und Einrichtung/Assistenz

21 Umsetzung von Inklusion Kind und Einrichtung/Assistenz Die pädagogische Fachkraft ist herausgefordert, die vorgefundene Vielfalt anzuerkennen, sie als Bereicherung zu verstehen und sich mit Bildungsbarrieren auseinanderzusetzen, diese abzubauen und Zugangswege zu erweitern (Orientierungsplan B-W, Kap. 1.6)

22 Umsetzung von Inklusion Personale Kompetenzen Fachkompetenzen Reflexionsfähigkeit Offenheit Transparenz Soziale Kompetenzen Kommunikative Fähigkeiten Entwicklungspsychologische und soziologische Grundkenntnisse

23 Umsetzung von Inklusion Qualifizierung...benötigt Raum für: Individuelle Praxisbegleitung Fachgruppentreffen Fortbildungen Seminare Austauschmöglichkeiten, kollegiale Beratung

24 Die neue Konzeption Qualifizierung Tandem-Fortbildungen (geplant: viermal jährlich) möglichst als Tandem aus einem Team. Durchführung eines Fachtags alle zwei Jahre. Ein- bis zweimal jährlich: Veranstaltung von Netzwerktreffen.

25 Umsetzung von Inklusion Qualifizierung Die Umsetzung von Inklusion über Leistungen der Eingliederungshilfe ist ein Baustein inklusiver Pädagogik. Es bedarf einer gezielten konzeptionellen Verknüpfung mit dem Gesamtprozess inklusiver Praxis.

26

27 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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