Qualitätsbericht 2004
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- Lisa Fürst
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1 Albert-Schweitzer-Therapeutikum Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
2 BASISTEIL A A-1.1 Allgemeine Struktur- und Leistungsdaten Allgemeine Merkmale des Krankenhauses Anschrift Albert-Schweitzer-Therapeutikum Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie Pipping Holzminden Telefon Fax Adresse [email protected] Internetadresse Krankenhausleitung Ärztlicher Leiter: Geschäftsführer: Dr. med. Heinz-Dieter Jung Heiner Theiß A-1.2 Institutionskennzeichen des Krankenhauses I A-1.3 Name des Krankenhausträgers Albert-Schweitzer-Familienwerk e.v. Jahnstr Uslar A-1.4 Akademisches Lehrkrankenhaus Handelt es sich um ein akademisches Lehrkrankenhaus? ja nein Albert-Schweitzer-Therapeutikum 2
3 A-1.5 Anzahl der Betten im gesamten Krankenhaus nach 108/109 SGB V (Stichtag ) KHG-geförderter Bereich insgesamt Planbetten Tagesklinik Plätze Kinder- und Jugendpsychiatrie 21 A-1.6 Gesamtzahl der im abgelaufenen Kalenderjahr behandelten Patienten Stationäre Patienten: aufgenommen 111 Stationäre Patienten: entlassen 106 A-1.7 A Fachabteilungen Schlüssel nach 301 SGB V Name der Fachabteilung Zahl der Fälle Verweilda uer in Tagen Berechnung s- tage Auslastun g in % 0101 Kinder- und Jugendpsychiatrie , ,7% Albert-Schweitzer-Therapeutikum 3
4 A-1.7 B Mindestens TOP-10 ICD 10 Schlüssel (nach L4 Statistik BPflV) des Gesamtkrankenhauses im Berichtsjahr 2004) Wir als psychiatrisches Fachkrankenhaus bilden unsere Leistungen nicht in DRG ab. Rang ICD 10 Schlüssel (3stellig) 1 F92.8 Text Sonstige kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen Entlassungen 2 F43.2 Anpassungsstörungen 15 3 F F92.9 Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen, nicht näher bezeichnet 5 F32.2 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome 6 6 F93.8 Sonstige emotionale Störungen des Kindesalters 6 7 F91.2 Störung des Sozialverhaltens bei vorhandenen sozialen Bindungen 8 F92.0 Störung des Sozialverhaltens mit depressiver Störung 4 9 F93.2 Störung mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalters 4 10 F94.2 Bindungsstörung des Kindesalters mit Enthemmung A-1.8 Besondere Versorgungsschwerpunkte und Leistungsangebote des Krankenhauses Im 2004 werden folgende besonderen Versorgungsschwerpunkte und Leistungsangebote wahrgenommen: Versorgungsschwerpunkte Vollversorgung KJP Besteht eine regionale Versorgungsverpflichtung? In Niedersachsen besteht keine regionale Versorgungsverpflichtung für den Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Klinik hat sich selbst verpflichtet, für den Landkreis Holzminden eine Versorgungsverpflichtung einzugehen. Für den Fall, dass eine längerfristige geschützte Unterbringung erforderlich sein sollte, besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hildesheim. Albert-Schweitzer-Therapeutikum 4
5 Albert-Schweitzer-Therapeutikum 5
6 Pflichtaufnahmegebiet Landkreis Holzminden A-1.9 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten Im Albert-Schweitzer-Therapeutikum bestehen folgende ambulante Behandlungsmöglichkeiten: Ambulante Behandlungsmöglichkeiten Institutsambulanz Albert-Schweitzer-Therapeutikum 6
7 A-2.0 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft Da wir ein psychiatrisches Fachkrankenhaus sind, entfällt diese Angabe für unser Haus. A-2.1 Apparative Ausstattung und therapeutische Möglichkeiten A Apparative Ausstattung Apparative Ausstattung Computertomographie (CT) Magnetresonanztomographie (MRT) Röntgenabteilung Sonographie Elektrokardiogramm (EKG) Elektroenzephalogramm (EEG) Schlaflabor chemisches Labor erweiterte Labordiagnostik im Krankenhaus vorhanden Kooperation mit externem Anbieter A Diagnostische und therapeutische Angebote Diagnostische und therapeutische Angebote psychiatrische Pharmakotherapie Gruppenpsychotherapie Einzelpsychotherapie Psychoedukation tiefenpsychologisch fundierte/ psychodynamische Psychotherapie systemische und Familientherapie Verhaltenstherapie Milieutherapie Albert-Schweitzer-Therapeutikum 7
8 Diagnostische und therapeutische Angebote übende und soziotherapeutische Verfahren Testpsychologie Zu den weiteren therapeutischen Angeboten zählen u.a.: Arbeits- und Beschäftigungstherapie ergotherapeutische Diagnostik sonstige Ergotherapieverfahren Musiktherapie Bewegungstherapie Motopädie Tiergestützte Einzel- und Gruppenarbeit Kreativ- und Aktionsgruppen Sonstige Angebote Sporthalle, Sportplatz Kunstwerkstatt Schwimmbad Bibliothek Internetnutzung für Patienten Teich mit Floß Spielplatz Naturbelassener Urwald B-1 Fachabteilungsbezogene Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses B-1.1 die Fachklinik besteht aus einer einzigen Fachabteilung (Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie). Deshalb entfallen sämtliche Punkte unter B 1 Albert-Schweitzer-Therapeutikum 8
9 B-2 Fachabteilungsübergreifende Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses B-2.1 Ambulante Operationen nach 115 b SGB V Da wir als psychiatrisches Fachkrankenhaus keine Operationen/ Eingriffe durchführen, entfallen Angaben für unser Haus. B-2.2 B-2.3 TOP-5 der ambulanten Operationen der Fachabteilung Da wir als psychiatrisches Fachkrankenhaus keine Operationen/ Eingriffe durchführen, entfallen Angaben für unser Haus. Sonstige ambulante Leistungen Fallzahlen für 2004 Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz 946 B-2.4 Personalqualifikation im Ärztlichen Dienst (Stichtag ) Anzahl der beschäftigten Ärzte in Köpfen Abteilung insgesamt in der Weiterbildung mit abgeschl. Weiterbildung im Praktikum KJP stationär und Institutsambulanz Gesamt zusammengefasst für die Gebiete Nervenheilkunde, Psychiatrie sowie Psychiatrie und Psychotherapie Albert-Schweitzer-Therapeutikum 9
10 Anzahl der Ärzte mit Weiterbildungsbefugnis im Fachgebiet (KJP) 1 Anzahl der Ärzte mit Zusatzqualifikation 1 Pädiatrie 1 B-2.5 beiden Stationen Köpfen Personalqualifikation im Pflege- und Erziehungsdienst der (Stichtag ) Anzahl der beschäftigten Pflegekräfte in Qualifikation Anzahl Examinierte Krankenpflegekräfte 6 HeilerziehungspflegerInnen 3 DiplompädagogInnen 3 Ergotherapeuten 2 ErzieherInnen 5 Grundschullehrerin 1 Dipl. SozialpädagogInnen 2 Gesamt 22 Anzahl der Pflegekräfte mit Zusatzqualifikation 3 Zusatzausbildung tiergestützte Pädagogik psychomotorischer Zusatzausbildung Krankenpfleger mit Erzieherausbildung Alle stationären Mitarbeiter haben an einer klinikinternen Fortbildung über systemische Beratung und Behandlung über insgesamt zehn Arbeitstage teilgenommen. Albert-Schweitzer-Therapeutikum 10
11 B-2.6 Übrige Berufsgruppen in Köpfen (Stichtag ) Abteilung Psychologen Ergotherapeuten Musiktherapeut Motologin KJP stationär 2,5 1 0,6 0,6 Davon psychologische Psychotherapeuten. Albert-Schweitzer-Therapeutikum 11
12 C Weitere Daten Fachkliniken für Psychiatrie und Psychotherapie fallen nicht unter die Verpflichtung zur externen Qualitätssicherung nach 135a Abs. 2 SGB V (bzw. 137 und 115 sowie 112 SGB V). Die folgenden Parameter sind etabliert in der psychiatrischen Ergebnisdarstellung. C-1 Bettenmessziffern im Pflichtaufnahmegebiet (Stichtag ) in Niedersachsen sind für den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie keine Pflichtaufnahmegebiete definiert. C-2 Aufnahmedaten (im Berichtsjahr 2004) Aufnahmen im KHG-geförderten Bereich (voll- und teilstationäre Aufnahme) Anzahl der Aufnahmen im Krankenhaus (vollstationär) 111 Anzahl der Erstaufnahmen berechnet als Zahl der Aufnahmen auf Einwohner des Pflichtaufnahmegebietes im Krankenhaus (einschließlich Tageskliniken; jeweils ohne Tagesstätte, abgegrenzten Pflegebereich, MRV-Betten, usw.) entfällt Prozentualer Anteil der nicht aus dem Pflichtaufnahmegebiet kommenden Patienten Nicht definiert Prozentualer Anteil der stationären Erstaufnahmen 94,4% Albert-Schweitzer-Therapeutikum 12
13 Prozentualer Anteil der mehrfach aufgenommenen Patienten (stationär) 5,4 % davon: ein Mal 4,5% zwei Mal 0,9 % drei bis zehn Mal 0% mehr als zehn Mal 0% C-3 Rechtsgrund der Aufnahme (im Berichtsjahr ) 1. Aufnahmen pro Einwohner des Pflichtaufnahmegebietes Rechtsgrund Aufnahmen Freiwillige Aufnahmen 108 Aufnahmen mit Zulässigkeitsbeschluss ( 1631b) 3 NPsychKG 0 Sonstige 0 2. Prozentualer Anteil bezogen auf die Gesamtaufnahmen Rechtsgrund Prozentualer Anteil Freiwillige Aufnahmen 97,2 % Betreuungsrecht ( 1631b) 2,8 % NPsychKG 0 % Sonstige 0 % Albert-Schweitzer-Therapeutikum 13
14 C-4 Einweisende Institutionen (Stichtag ) Mehrfachnennungen möglich Ärztliche Einweisungen % Nicht-Ärztl. Veranlassung % Allgemeinärzte 32 % Polizei, Ordnungsamt 2 % Allgemeinkrankenhäuser 4 % Angehörige, Bekannte 67% Nervenärzte/ Therapeuten 18 % Betreuer % Gesundheitsamt % Patient selbst 8 % Notärzte 1 % Heim % eigene Ambulanz 25 % JVA % fremde Ambulanz % Begutachtung % Psychiatrische Krankenhäuser % Suchtberatung % heimbetreuende Ärzte % Psychosozialer Dienst % sonstige Fachärzte 17 % Allg. soziale Dienste 6 % sonstige Ärzte % Werkstatt für Behinderte % andere Suchteinrichtung % Sonstiges % Psychiatrischer Notdienst % unbekannt % primär ohne ärztliche Einweisung 2 % fehlende Angaben % Sonstiges % unbekannt 1 % fehlende Angaben % C-5 Zuordnung der Patienten zu Behandlungsbereichen in Prozent im Berichtsjahr 2004 (PsychPV) (Jahresmittel aus 12 Stichtagserhebungen) Berei ch Anzahl Patiente n % Berei ch Anzahl Patiente n % Bere ich Anzahl Patienten % Bereich Anzahl Patienten % A 1 S 1 G 1 K ,8 A 2 S 2 G 2 K ,8 A 3 S 3 G 3 K ,4 A 4 S 4 G 4 K 4 A 5 S 5 G 5 K 5 A 6 S 6 G 6 K 6 Summe % K 7 Albert-Schweitzer-Therapeutikum 14
15 C-6 Zahl der Entlassungen (Mehrfachnennungen möglich) (im Berichtsjahr 2004) Entlassungsart Absolut Prozent Regulär entlassen, verlegt 87 78,4 % Behandlung aus sonstigen Gründen beendet 23 20,7 % gegen ausdrücklichen ärztlichen Rat 1 0,9 % Ort Absolut Prozent Betreutes Wohnen WG / Einzel 9 8,1 % Heim für Kinder und Jugendliche 12 10,8 % Elterliche Wohnung 87 78,4 % Fehlende Angaben 0 % Sonstige 3 2,7 % Albert-Schweitzer-Therapeutikum 15
16 C-7 Entlassungsdiagnosen ICD-10 im Berichtsjahr 2004 Patienten) ( L4 Diagnosestatistik für die Fachabteilung Allgemeine Psychiatrie, vollstationär behandelte entlassene Störungen Absolut Prozent F 0 Organische, einschl. symptomatischer psychischer Störungen F 1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen F 2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen F 3 Affektive Störungen 10 9,3% F 4 neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen F 5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen oder Faktoren % % % 19 17,8% 2 1,9% F 6 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen % F 7 Intelligenzminderung 1 0,9% F 8 Entwicklungsstörungen % F 9 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend 76 70,7% C-8 Pflegesätze (jahresdurchschnittliche Pflegesätze, ohne Ausgleiche und Zuschläge) Basispflegesatz vollstationär ,23 Abteilungspflegesatz vollstationär ,71 Albert-Schweitzer-Therapeutikum 16
17 C-9 Personal Gesamtes Krankenhaus nach vereinbarten Budgets in Vollkräften: Ärzte und Psychologen (gesamt, mit Leitung) 4,74 Pflege- und Erziehungsdienst (gesamt, mit Leitung und Schülern, 1:7) 23,62 Medizinisch-technischer Dienst (mit ärztl. Schreibdienst) 2,19 Funktionsdienst 1,31 Sonstiges Personal 0,75 Verwaltungsdienst 2,00 Wirtschafts- u. Versorgungsdienst, technischer Dienst, sonstige Dienste, Hauspersonal 7,28 Gesamt 41,89 Albert-Schweitzer-Therapeutikum 17
18 SYSTEMTEIL D Qualitätspolitik Folgende Grundsätze sowie strategische und operative Ziele der Qualitätspolitik werden im Krankenhaus umgesetzt: Die Förderung von Kommunikation und Kooperation ist in der Arbeit des Albert- Schweitzer-Therapeutikums von zentraler Bedeutung. Strukturen und Abläufe sollen so gestaltet sein, dass sowohl innerhalb und zwischen den Arbeitsbereichen der Klinik als auch mit Patienten- und Helfersystemen und allen fachlich oder institutionell beteiligten Personen ein wertschätzender, lösungsorientierter Austausch unterstützt wird. In den Arbeitseinheiten der Klinik erörterten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die jeweils bereichsspezifischen Ziele, Inhalte und Abläufe. Eine berufsgruppen- und arbeitsbereichübergreifend besetzte Gruppe sammelte die Diskussionsergebnisse und entwickelte sie weiter, trug die neuen Ideen in die Abteilungen zurück und in einer kontinuierlichen gemeinsamen Reflexion von Leitideen und zielen sowie Inhalten, Strukturen und Prozessen entstand auf diese Weise eine von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entworfene Konzeption des Albert-Schweitzer-Therapeutikums. Diese Konzeption stellt die verbindliche Leitlinie für die Arbeit der Klinik dar und ist auf der Internetseite des Albert-Schweitzer-Therapeutikums veröffentlicht. In Absprache mit dem Trägerverein und unter Beteiligung der leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Albert-Schweitzer-Therapeutikums benennt die Klinikleitung die konkreten Qualitätsziele der Klinik. So wurden im Berichtszeitraum die räumlichen und personellen Voraussetzungen für eine Erweiterung des Angebotsspektrums vorangetrieben, mit dem Ziel, auch solche Kinder und Jugendlichen aufnehmen zu können, die vorübergehend einer geschützten Unterbringung bedürfen. Ziel der Klinikleitung ist es, angesichts des schwach strukturierten ländlichen Einzugsgebietes eine möglichst umfassende ambulante und stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung anzubieten und zur Vernetzung der beteiligten Helfersysteme beizutragen. E Qualitätsmanagement und dessen Bewertung E-1 Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements Der Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements im Krankenhaus stellt sich wie folgt dar: In Anlehnung an das Modell der European Foundation for Quality Management (ESOM) bereitet das Albert-Schweitzer-Therapeutikum die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems vor, um die Strukturen, Prozesse und Ergebnisse fortwährend zu verbessern. Albert-Schweitzer-Therapeutikum 18
19 Qualitätsmanagement wird als zentrale Aufgabe der Klinikleitung gesehen, daher werden die Vorbereitungen sowie die Durchführung der einzelnen Projekte in enger Abstimmung von leitendem Arzt und leitender Psychologin koordiniert. Ziele, Inhalte und Vorgehensweisen werden kontinuierlich mit den leitenden Mitarbeitern der Arbeitsbereiche in der wöchentlich tagenden Leitungsrunde erörtert und von den Leitungspersonen zu den Teams transportiert, um die Anregungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Planung einzubeziehen und gleichzeitig die Akzeptanz der Projekte in den Abteilungen zu erhöhen. Für konkrete Pläne werden Projektgruppen gebildet, die möglichst multiprofessionell besetzt sein sollen. Ein Mitglied der Krankenhausleitung ist stets in diesen Gruppen vertreten. Zwischenergebnisse werden sowohl in der Leitungsrunde als auch im Rahmen der regelmäßigen Stations- und Ambulanzkonferenzen mitgeteilt und diskutiert und auch im Rahmen der internen Weiterbildung werden Informationen über geplante Qualitätsprojekte oder Ergebnisse von (Teil-)projekten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erörtert. Ziele und Vorgehensweisen der Projekte sollen transparent sein, die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst hoch. E-2 Qualitätsbewertung Das Krankenhaus hat sich im Berichtszeitraum an folgenden Maßnahmen zur Bewertung der Qualität bzw. des Qualitätsmanagements beteiligt (Selbst- oder Fremdbewertungen): Das Albert-Schweitzer-Therapeutikum hat im Jahr 2004 keine umfassende Selbstbewertung durchgeführt. Im Bereich der Hauswirtschaft wurden über mehrere Monate schriftliche Befragungen von Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern zur eingeschätzten Qualität der Klinikverpflegung durchgeführt. Die Befragten bewerteten die gereichten Mahlzeiten und nannten Verbesserungsvorschläge. Die Ergebnisse der monatlichen Bewertungen sowie die Anregungen der Teilnehmer bildeten die Grundlage für regelmäßige Rückmeldungen an und Diskussionen mit den Hauswirtschaftsleiterinnen und führten zu deutlichen Verbesserungen der internen Dienstleistung durch Veränderung von Produktauswahl, Speiseplänen und Arbeitsabläufen im Küchenbereich. Die Bewertung der psychotherapeutischen Arbeit wurde durch eine Projektgruppe vorbereitet. Hier entstand ein Leitfaden für die ab 2005 von allen Therapeutinnen und Therapeuten geforderten Katamnesen. Diese Gespräche mit Kindern, Jugendlichen und Eltern über ihre Erfahrungen mit der abgeschlossenen Therapie und ihre Einschätzung der Behandlung in Ambulanz oder Stationen des Albert-Schweitzer- Therapeutikums sollen aufgezeichnet und im Rahmen der internen Weiterbildung zur weiteren Verbesserung der therapeutischen Arbeit oder der organisatorischen Abläufe genutzt werden. Albert-Schweitzer-Therapeutikum 19
20 Die Projektgruppe bereitete außerdem eine umfangreiche schriftliche Befragung zur Patientenzufriedenheit, bei stationär aufgenommenen Kindern, Jugendlichen und deren Familien oder anderen Bezugssystemen vor. Die am Therapieprozeß beteiligten Personen werden nach jedem Familiengespräch befragt, hierzu wurden Fragebogen für Therapeuten, Bezugsbetreuer, Kinder, Jugendliche und Eltern entwickelt. Zum Entlassungszeitpunkt wird ein bereits vorliegender, gut evaluierter Fragebogen gegeben. Die Befragung wird im Jahr 2005 durchgeführt. Neben diesen patientenbezogenen Projekten plante die Klinikleitung die Einführung von Mitarbeitergesprächen vor. Ab 2005 wird jährlich einmal ein strukturiertes Mitarbeitergespräch zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren direkten Vorgesetzten geführt werden. Themen hierbei sind die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation und der Zusammenarbeit, wechselseitige Erwartungen aneinander sowie die Formulierung verbindlicher Zielvereinbarungen für das kommende Jahr. In jedem Arbeitsbereich wurde mit den Leitungspersonen der Sinn dieses Instrumentes erörtert und die Vorgehensweise, Gesprächsführung und Protokollierung der Ergebnisse erarbeitet. Im Rahmen der internen Weiterbildung wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die geplanten Qualitätsprojekte informiert. Nach Abschluß der Mitarbeitergespräche werden die Leitungspersonen die Kurzprotokolle auswerten und die darin enthaltenen Anregungen, Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgreifen. Eine Zusammenfassung dieser Ergebnisse wird an die Teams rückgemeldet. Weitere mitarbeiterbezogene Projekte stellten die Vereinbarung eines Verfahrens zur Konfliktregulierung als Abfolge von selbstorganisierten und moderierten Gesprächen sowie die Installierung eines internen Beschwerdemanagements dar. E-3 Ergebnisse in der externen Qualitätssicherung gemäß 137 SGB V Fachkliniken für Psychiatrie und Psychotherapie fallen nicht unter die Verpflichtung zur externen Qualitätssicherung nach 135 a Abs. 2 SGB V (bzw. 137 und 115 sowie 112 SGB V). Externe Qualitätssicherung in den therapeutischen Abteilungen des Albert- Schweitzer-Therapeutikums erfolgt durch regelmäßige externe Supervision. In beiden Stationen sowie der Institutsambulanz nehmen berufsgruppenübergreifend alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an diesen monatlichen Reflexionen teil. Darüber hinaus wird die Möglichkeit zur Gestaltung von Konsultationsprozessen oder Co-Therapie genutzt sowie regelmäßige Intervision, Fallbesprechungen und eine Vielzahl an unterschiedlich formalen Beratungssituationen. Eine Projektgruppe bereitet für 2005 die Teilnahme der Stationen und der Institutsambulanz des Albert-Schweitzer-Therapeutikums an einem Benchmarking-Projekt. Durch wechselseitige Besuche systemisch arbeitender Albert-Schweitzer-Therapeutikum 20
21 kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken wird ein Austausch über Strukturen und Arbeitsabläufe ermöglicht und damit ein gemeinsamer Lernprozeß begonnen. Die EDV-gestützte Patientenverwaltung mittels eines speziell für den Bedarf des Albert- Schweitzer- Therapeutikums entwickelten Krankenhaus- Informations-Systems erlaubt vielfältige statistische Auswertungen der gespeicherten Daten. Die Bearbeitung der Daten erfolgt regelmäßig, über die Datensicherheit wacht der Datenschutzbeauftragte des Albert-Schweitzer Familienwerkes. F Qualitätsmanagementprojekte im Berichtszeitraum Im Krankenhaus sind folgende ausgewählte Projekte des Qualitätsmanagements im Berichtszeitraum durchgeführt worden: Projektname Projektbeschreibung Projektziel und -ergebnisse Konzept 2004 Mitesser Grundlegende Fragen wie Menschenbild, professionelles Selbstverständnis, theoretischer Rahmen u.v.m. werden in einer geplanten und moderierten Abfolge von Diskussions- und Reflexionsschleifen in allen Abteilungen bearbeitet und zu einem Rahmenkonzept verwoben. Im nächsten Schritt folgt die Differenzierung der Stationskonzepte. Schriftliche Befragung von Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern zur Qualität der Klinikverpflegung über mehrere Monate Rückmeldung an Küchenleitung Aufnahme der Anregungen zur Verbesserung der Ergebnisqualität Entwicklung von Leitideen und Erarbeitung von Vorgehensweisen zu deren Umsetzung in der täglichen Arbeit Verbindlicher Rahmen für alle Mitarbeitenden Orientierung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Entscheidungshilfe für Patienten Information für Fachleute Verbesserung des Angebotes an Speisen, Reorganisation und Optimierung von Arbeitsabläufen im Bereich der Küche Albert-Schweitzer-Therapeutikum 21
22 Aus-, Fort- und Weiterbildung im Jahr 2004 Im Berichtszeitraum wurde für alle Stationsmitarbeiter berufsgruppenübergreifend eine Weiterbildungsreihe zum Thema Grundlagen systemischen Denkens und Handelns durchgeführt (NIK, Bremen) Weiterbildungen einzelner Mitarbeiter am Institut in Königslutter wurden fortgesetzt, der Besuch von Tagungen und Kongressen wurde großzügig unterstützt. G Weitergehende Informationen Verantwortlich für den Qualitätsbericht Dr. med. Heinz-Dieter Jung Dr. phil. Katharina Pietsch Weitere Ansprechpartner Links/ Verweise Lage und Verkehrsanbindung Das Albert-Schweitzer-Therapeutikum liegt im malerisch-beschaulichen Weserbergland. Aus Richtung Göttingen, Bielefeld oder Hannover führen Bundesoder Landstraßen nach Holzminden. Außerdem gibt es einen Bahnhof, der Nahverkehrszüge aus Braunschweig oder Paderborn sieht. Betriebsteile Albert-Schweitzer-Therapeutikum 22
23 Entwicklungsperspektiven des Albert-Schweitzer-Therapeutikums Albert-Schweitzer-Therapeutikum 23
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