Gerstenmodell Bayern
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- Fritzi Richter
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1 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Institut für Pflanzenschutz Umweltgerechter Pflanzenbau Gerstenmodell Bayern -erweitert- Arbeitsanleitung zum gezielten Fungizideinsatz in Praxisbetrieben nach dem erweiterten Gerstenmodell Bayern Stand: März 2017
2 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 2 Inhalt 1. Allgemeine Hinweise Erläuterung des erweiterten Gerstenmodells Bayern Durchführung des Gerstenmodells Bekämpfungsschwellen und Befallsermittlung Parasitärer Halmbruch (Pseudocercosporella herpotrichoides) Echter Mehltau (Erysiphe graminis) Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis) Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres) Zwergrost (Puccinia hordei) Entscheidungsschema und Präparatewahl Erste Schwellenbehandlung in BBCH ( Folgebehandlung nötig) Erste Schwellenbehandlung in BBCH ( Einfachbehandlung) Keine Schwellenüberschreitung bis BBCH Anmerkungen zu den Bonituren (Befallsfeststellungen) Bekämpfungsschwellen und -zeiträume Boniturblatt zum Gerstenmodell Bayern Entscheidungsschema zur Rhynchosporium-Bekämpfung Erfassungsblatt Erfassungsblatt Beispiel. 17 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit sind sämtliche Aufwandmengen nur in l bzw. kg angegeben, sind jedoch immer auf 1 ha bezogen.
3 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 3 1. Allgemeine Hinweise In Zusammenarbeit von Lehrstuhl für Phytopathologie der TU Weihenstephan, der ehemaligen Bayerischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau (LBP) und den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) wurde das Gerstenmodell Bayern im Rahmen von Arbeitsgruppen in die Praxis eingeführt. Seit 1993 betreuten die ÄELF Arbeitsgruppen mit Landwirten, die bereit waren, die Entscheidungskonzeption Gerstenmodell Bayern in ihrem Betrieb anzuwenden. Durch die Neuorganisation der Beratung fällt die Betreuung solcher Arbeitsgruppen nun in den Aufgabenbereich der ÄELF mit Fachzentrum Pflanzenbau. Ein entsprechendes Vorgehen bietet sich darüberhinaus auch bei Einzel- oder Gruppenberatungen im Rahmen der Verbundberatung an. Bei Problemsituationen wenden sich die Berater an das jeweilige Fachzentrum Pflanzenbau des zuständigen AELF oder an den Koordinator der LfL für das Gerstenmodell: Stephan Weigand, LfL Freising, Tel / Erläuterung des erweiterten Gerstenmodells Bayern Das Gerstenmodell Bayern beinhaltet ein Bekämpfungsschwellenkonzept, in Einzelteilen durch einen Witterungsbezug ergänzt, zur integrierten Bekämpfung der wichtigsten Pilzkrankheiten. Die Festlegung der Bekämpfungsschwellen erfolgte durch umfangreiche Epidemiestudien in Verbindung mit Exaktversuchen. Das Modell umfasst folgende Krankheiten: Halmbruch (Pseudocercosporella herpotrichoides) Echter Mehltau (Erysiphe graminis) Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis) Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres, frühere Bezeichnung: Drechslera teres) Zwergrost (Puccinia hordei) Braunfleckigkeit (Bipolaris sorokiniana) Grundlage des Modells ist das exakte Ansprechen der Krankheiten auf vom Entwicklungsstadium abhängigen Indikationsblattetagen. Zur Absicherung der Bonitur mit dem bloßen Auge, insbesondere zur Unterscheidung der Befallssymptome von Pyrenophora teres und unspezifischen Nekrosen, sind optische Hilfsmittel zu empfehlen (z.b. Lupe, Diagnosesystem nach Verreet/Hoffmann oder Stereomikroskop). Erweiterung des bisherigen Gerstenmodells Langjährige Untersuchungen in Bayern zeigen sowohl das regelmäßige Auftreten als auch in vielen Jahren die hohe Schadrelevanz des sogenannten späten Blattfleckenkomplexes der Gerste, der durch den Schadpilz Ramularia collo-cygni mit ausgelöst wird. Ab dem Jahr 2014 wurden daher die Entscheidungsgrundlagen des ursprünglichen Gerstenmodells Bayern ergänzt um einen risikobasierten Ansatz zur Vermeidung des späten Blattfleckenkomplexes. Eine Überprüfung dieses Ansatzes hat sich in den zurückliegenden Jahren als ökonomisch vorteilhaft erwiesen. Da die typische Symptomatik des Blattfleckenkomplexes meist erst nach dem Ährenschieben, teils erst nach der Blüte auftritt und frühe Indikatoren bislang fehlen, ist ein Vorgehen nach dem Schadschwellenprinzip nicht möglich. Auch Unterschiede in der Anfälligkeit der Sorten oder im regionalen Auftreten erlauben bislang keine Differenzierung. Daher werden bei der Bekämpfung der oben genannten pilzlichen Schaderreger ab BBCH 39 nur noch Präparate oder Mischungen eingesetzt, die auch eine gute Wirkung gegen den späten Schadkomplex besitzen.
4 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 4 Auch für den Fall, dass bis BBCH 51 keine Bekämpfungsschwelle erreicht wird, werden entsprechend wirksame Präparate empfohlen. Diese Spätbehandlung sollte lediglich bei Bestände unter Trockenstress unterbleiben, sowie auf schwächeren Standorten, wo regelmäßig mit eher rascher Abreife zu rechnen ist. Das Entscheidungsschema und die Präparatewahl sind unter Nr. 5 aufgeführt. 3. Durchführung des Gerstenmodells Jeder beteiligte Betrieb wählt einen repräsentativen Gerstenschlag aus, auf dem das Gerstenmodell angewandt wird. Hinsichtlich Sortenwahl, Saatzeit und N-Düngung sollen die Grundsätze des Integrierten Pflanzenschutzes berücksichtigt werden. Pro Vegetationsperiode werden an 3-5 Boniturterminen im Abstand von ca Tagen (je nach Infektionsgefahr) die Befallsfeststellungen für eventuelle Bekämpfungsentscheidungen getroffen. Die Bonituren werden an 30 Pflanzen durchgeführt, welche die Betriebsleiter zu den gemeinsamen Terminen mitbringen. Die Pflanzen sollen nicht abgeschnitten sein, sondern mit Wurzeln herausgezogen werden, damit keine Blätter verloren gehen. Die Befallsfeststellungen beginnen Anfang bis Mitte April im Entwicklungsstadium BBCH 30/31. Zur Erfolgskontrolle kann je Modellschlag ein fungizidfreies Spritzfenster angelegt werden. Um grobe Ertragsvergleiche zwischen Unbehandelt und nach Gerstenmodell behandeltem Schlag zu ermöglichen, sollte als Spritzfenster eine Fahrgassenbreite auf Schlaglänge vorgesehen werden, die getrennt beerntet wird. Zur Überprüfung der Bekämpfungsentscheidungen ist es zweckmäßig, eine erregerspezifische Endbonitur in BBCH 75 als Vergleich zwischen Unbehandelt und Modell durchzuführen. In der Anlage befindet sich ein Erfassungsblatt, auf dem der Betreuer der Arbeitsgruppe Schwellenüberschreitungen und Behandlungen festhalten soll. 4. Bekämpfungsschwellen und Befallsermittlung Welche Krankheiten bonitiert und evtl. bekämpft werden müssen, hängt vom Entwicklungsstadium (BBCH) der Gerste ab. Für alle Pathogene gilt: Eine Erstbehandlung aufgrund einer Schwellenüberschreitung wird unabhängig von den Befallswerten nicht vor BBCH 31 ausgebracht. Krankheitserreger BBCH Erysiphe graminis Rhynchosporium secalis Pyrenophora teres Puccinia hordei P. herpotrichoides (als Nebenindikation nur für Wintergerste) sh. Anmerkung * * * * Bonituren vor BBCH 31 können zusätzlich zur Information durchgeführt werden. Eine exakte Bestimmung des Entwicklungsstadiums und der Indikationsblattetagen ist die absolute Voraussetzung für eine korrekte Anwendung der Bekämpfungsschwellen. Vor allem bei niedrigen BBCH-Stadien (bis zum Erscheinen des Fahnenblattes) ist eine exakte Bestimmung oftmals schwierig. Am besten werden hierzu der Halm aufgeschnitten und die noch eingerollten Blätter abgezählt. Gute Hilfestellung zur Bestimmung des Entwicklungsstadiums und zur Diagnose können die Abbildungen des Fächers leisten, der zum Getreide-Diagnose-System nach Verreet/Hoffmann ausgeliefert wurde, der Farbdruck der LfL "Gerstenkrankheiten, Diagnose- und Entscheidungshilfe zum Gerstenmodell Bayern" sowie die Veröffentlichung in Pflanzenschutz-Praxis, Heft 1/1995 "Die häufigsten Blattflecke bei Gerste".
5 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 5 Für die Ertragsbildung bei Gerste sind v.a. der mittlere und obere Blattbereich (F-4 bis F-1) von entscheidender Bedeutung. Aufgrund natürlicher Seneszenz sterben zu Beginn der Vegetation bzw. mit Einsetzen der Schoßphase die unteren, häufig von Krankheiten gezeichneten Blattetagen (F-7 bis F-5) rasch ab. Sie leisten demzufolge nur einen geringen Beitrag zur Assimilatbildung. Wegen seiner meist geringen Größe (verglichen mit Weizen) kann auch das Fahnenblatt wenig zur Ertragsleistung beitragen und ist deswegen von untergeordneter Bedeutung. Da ausgesprochene Ährenkrankheiten wie bei Weizen (Septoria-Spelzenbräune, Fusarium sp.) nicht oder nur in geringem Ausmaß (Rhynchosporium) auftreten, muss das Hauptziel einer gezielten Krankheitsbekämpfung in der Gesunderhaltung des mittleren und oberen Blattapparates liegen. Für alle Pathogene gilt: Eine Erstapplikation wird nicht vor BBCH 31 durchgeführt. Eine Zweitbehandlung ist bei Anwendung der empfohlenen Aufwandmengen frühestens 14 Tage nach der ersten Bekämpfung durchzuführen. Bei einem raschen Befallsanstieg innerhalb einer Woche ist es sinnvoll, eine Bekämpfung auch unterhalb der Schwelle durchzuführen, wenn der weitere Witterungsverlauf befallsfördernd ist. Bei hoch anfälligen Sorten ist entsprechend früher zu reagieren als bei wenig anfälligen Sorten. Bei einer Erstbehandlung ab einschließlich BBCH 39 ist keine Zweitapplikation mehr erforderlich. Es werden ausschließlich Präperate oder Mischungen empfohlen mit guter Wirkung gegen Ramularia collo-cygni / Nichtparasitäre Blattverbräunung. Kommt es bis BBCH 51 zu keiner bzw. nach einer Erstbehandlung vor BBCH 39 zu keiner weiteren Schwellenüberschreitung, wird zur Vermeidung des späteren Blattfleckenkomplexes eine gezielte Spätbehandlung mit reduzierten Aufwandsmengen empfohlen. Lediglich bei Beständen die Trockenstress zeigen oder auf schwächeren Standorten, wo regelmäßig eine rasche Abreife auftritt, sollte diese Abschlussbehandlung unterbleiben. Hinweise zur Sommergerste Obwohl die Sommergerste nur den aktuellen Befall zeigt, also (bei Erstapplikation) die Gefahr der Bekämpfung abgestorbener Pilzstrukturen nicht besteht, erfolgt auch hier eine Bekämpfung nicht vor BBCH 31. Während die Wintergerstenbestände sich bereits zu Vegetationsbeginn (Ende März / Anfang April) in der Endphase der Bestockung bzw. am Beginn des Schossens befinden, treten diese Entwicklungsabschnitte in der Sommergerste etwa 4 bis 5 Wochen später ein. Die Anfang bis Mitte Mai normalerweise höheren Temperaturen begünstigen v.a. das Auftreten von wärmebedürftigen Krankheiten wie Mehltau und Zwergrost. Die extrem kurze Generationsdauer (ca. 6 Tage) bei günstigen Witterungsverhältnissen und die damit unter Umständen verbundene explosionsartige Vermehrung im Bestand können in seltenen Fällen bereits vor BBCH 31 eine Bekämpfung nötig machen. * Anmerkung: Die im Rahmen der Zulassung festgelegten Anwendungstermine erlauben den Einsatz von Fungiziden in Gerste nur bis zum Beginn der Blüte (BBCH 61). Bei der Entwicklung des ursprünglichen Gerstenmodells Bayern bestand diese rechtliche Beschränkung noch nicht. Auf Grund der epidemiologischen Studien wurden daher für die Krankheiten, die auch nach Blühbeginn bekämpfungsrelevant auftreten können, Bekämpfungszeiträume bis zum Ende der Blüte (BBCH 69) festgelegt. Im Folgenden werden die Bekämpfungszeiträume auf BBCH 59 begrenzt. Das ursprüngliche Ende nach den Modellgrundlagen wird in eckigen Klammern angegeben. Bei der Auswahl der Präparate (unter 5.) werden ggf. weitere Einschränkungen des Anwendungszeitraumes hinter dem jeweiligen Mittel ergänzt.
6 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe Parasitärer Halmbruch (Pseudocercosporella herpotrichoides) Bekämpfungszeitraum: BBCH kein Zielorganismus für eine allein gegen diesen Erreger gerichtete Fungizidapplikation Miterfassung bei der Bekämpfung anderer schwellenüberschreitender Pathogene über die Fungizidwahl bei Wintergerste von BBCH 31-37, wenn die amtlichen Untersuchungen Befall über 35 % BH zeigen. 4.2 Echter Mehltau (Erysiphe graminis) Bekämpfungszeitraum: BBCH [69] Schwellenwert für die Erstbekämpfung BBCH % BH auf einer der Blattetagen F-4 oder F-3 BBCH [69] 50% BH auf einer der Blattetagen F-3 oder F-2 d.h. es reicht nicht, wenn z.b. 20% von F-4 und 30% von F-3 Befall aufweisen Schwellenwert für die Zweitbekämpfung (frühestens 14 Tage nach Erstapplikation) 50% BH auf F-1 Befinden sich die Pflanzen im Trockenstress, ist eine Bekämpfung des Mehltaus nicht erforderlich, solange die Trockenheit andauert, da auch der Mehltau in seiner Entwicklung gehemmt wird. 4.3 Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis) Bekämpfungszeitraum: BBCH [69] Schwellenwert für die Erstbekämpfung BBCH % BH auf F-4 und erste Befallsflecken auf F-3 BBCH % BH auf F-3 und erste Befallsflecken auf F-2 BBCH [69] 50% BH auf F-2 Schwellenwert für die Zweitbekämpfung (frühestens 14 Tage nach Erstapplikation) 50% BH auf F-2 und 15% BH auf F-1 Witterungskriterien bei Bekämpfung der Rhynchosporium-Blattflecken berücksichtigen: Rhynchosporium secalis bildet auf den Blattflecken an Konidienträgern Sporen, die durch Regen im Bestand verbreitet werden. Nach einer Neuinfektion (durch Niederschlag von mehr als 1 mm) dauert es zwei bis drei Wochen, bis der Befall sichtbar wird. Der noch nicht sichtbare Befall kann über einen Zeitraum von durchschnittlich 120 Gradtagen (aufsummierte Tagesmitteltemperaturen) zufriedenstellend kurativ bekämpft werden. Für bayerische Verhältnisse gilt, dass nach einem Niederschlag die Infektionen in der Zeit vom 1. bis 15. April 16 Tage, in der Zeit vom 16. bis 30. April 13 Tage, in der Zeit vom 1. bis 31. Mai 8 Tage lang bekämpfbar bleiben. Bei einer Schwellenüberschreitung kann man also vom ersten Niederschlag (= Infektionstermin) bis zu 16, 13 bzw. 8 Tage mit einer Bekämpfung warten. Dann muss eine Bekämpfung mit zugelassenen Aufwandmengen erfolgen (siehe Entscheidungsschema im Anhang). Wird die Aufwandmenge reduziert oder handelt es sich um eine hochanfällige Sorte, verkürzt sich die Spanne. In der Schossphase kann der Fungizideinsatz dadurch unter Umständen soweit hinausgeschoben werden, dass auch ein Neuzuwachs durch das Fungizid geschützt werden kann. Optimal getroffen werden alle ertragsrelevanten Blattorgane ab BBCH 37/39.
7 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 7 Als Infektionstermin wird der erste Niederschlagstag vor dem Boniturtermin ermittelt, der innerhalb der Spanne von 16, 13 bzw. 8 Tagen liegt. Von diesem ausgehend werden 16, 13 bzw. 8 Tage hinzugerechnet, um den spätest möglichen Bekämpfungstermin (mit den in der Fungizidauswahl angegebenen Aufwandmengen) zu ermitteln. Liegt allerdings der letzte Niederschlag schon weiter zurück, ist kein Fungizideffekt mehr zu erwarten. Die Bekämpfung wird dann erst nötig, wenn ein neuerlicher Niederschlag neue Infektionen gesetzt hat. 4.4 Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres) Bekämpfungszeitraum: BBCH [69] Schwellenwert für die Erstbekämpfung BBCH % BH auf F-4 oder F-3 BBCH % BH auf F-3 oder F-2 BBCH [69] 20% BH auf F-2 oder F-1 Schwellenwert für die Zweitbekämpfung (frühestens 14 Tage nach der Erstapplikation) 20% BH auf F-1 Eine Behandlung erfolgt nach Überschreitung der Bekämpfungsschwelle erst dann, wenn es beobachtet ab der zurückliegenden Woche innerhalb von 7 Tagen mindestens einmal geregnet hat (= Blattbenetzung) und zusätzlich an mindestens 3 Tagen die Tageshöchsttemperaturen über 20 C gelegen haben. Eine weitere Entscheidungsbonitur ist nicht erforderlich. Für die Braunfleckigkeit (Bipolaris sorokiniana) gelten die gleichen Schwellenwerte. 4.5 Zwergrost (Puccinia hordei) Bekämpfungszeitraum: BBCH [69] Schwellenwert für die Erstbekämpfung BBCH [69] 30% BH aller untersuchten Haupttriebe Schwellenwert für die Zweitbekämpfung (frühestens 14 Tage nach der Erstapplikation) 30% BH auf F-1 Eine Bekämpfung erfolgt nach Überschreitung der Bekämpfungsschwelle erst dann, wenn beobachtet ab der zurückliegenden Woche an drei Tagen innerhalb einer Woche die Tageshöchsttemperatur über 20 C lag. 5. Entscheidungsschema und Präparatewahl Es soll möglichst das für den Erregerkomplex leistungsfähigste Fungizid ausgewählt werden. Die Auswahl richtet sich zunächst nach dem Erreger, der die Bekämpfungsschwelle überschritten hat (= Hauptindikation). Die aufgeführten Fungizide oder Fungizidkombinationen erfassen aber auch weitere Pathogene unterhalb der Schwelle (= Nebenindikation). Überschreiten mehrere Erreger gleichzeitig die Bekämpfungsschwelle, richtet sich die Hauptindikation nach der in der vorliegenden Situation als am gefährlichsten einzuschätzende Krankheit. Die nachstehende Fungizidauswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ebenso spiegelt die Reihenfolge der weitgehend wirkungsgleichen Alternativen keine bevorzugte Empfehlung der erstgenannten Präparate wider. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch andere als die aufgeführten Produkte Problemlösungen darstellen können. Reduzierungen der aufgeführten Aufwandmengen sind in Eigenverantwortung durchzuführen.
8 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 8 Ist eine Bekämpfungsschwelle zum Zeitpunkt der Bonitur weit überschritten oder wird der bei Berücksichtigung der Witterungskriterien mögliche Handlungsspielraum voll ausgenutzt sollten keine Einsparungen vorgenommen werden. In wenig anfälligen Sorten ist eine Reduktion eher möglich als in anfälligen Sorten. Resistenz-Management beachten: Bei dem Erreger der Netzflecken wurden in Bayern erstmals im Jahr 2013 Isolate mit Resistenzen gegen SDHI (Carboxamid)-haltige Fungizide gefunden, die sich 2014 und 2015 kaum, 2016 jedoch weiter ausbreiteten. Hinweise über eine verminderte Feldwirkung liegen bislang noch nicht vor. Auch gegen Strobilurine zeigt der Netzflecken-Erreger bereits seit einigen Jahren genetische Anpassungen (Teilresistenz), allerdings wirken sich diese bislang noch nicht bzw. nur moderat auf die Wirksamkeit im Feld aus. Gegen Ramularia collo-cygni, der als Erreger der Sprenkelkrankheit den späten Blattfleckenkomplex mit auslöst, zeigen die Strobilurine bereits seit vielen Jahren keine Wirkung mehr (Mutation G143A). Da im Resistenzmonitoring im Jahr 2015 erstmals Ramularia-Isolate mit stark verminderter Sensitivität gegenüber SDHI-Wirkstoffen auftraten, ebenso wie gegen den bislang ramulariastarkenwirkstoff Prothioconazol, sind entsprechende Anpassungen in den Fungizidstrategien nötig. Daher enthalten alle Mischungen ab BBCH 39 einen Chlorthalonil-Partner, den einzigen Wirkstoff der, zumindest als Kontaktwirkstoff, noch eine sichere Ramularia-Kontrolle zeigt. Um die Entstehung bzw. die weitere Ausbreitung der Resistenzen zu vermindern sollten daher: gegen Netzflecken ein Strobilurin-haltiges Fungizid eingesetzt werden, Carboxamide ebenso wie Strobilurine in Spritzfolgen je nur einmal eingesetzt werden, in Mischungen auf ausreichend hohe Mengen anderer Wirkstoffgruppen (Triazole, Anilinopyrimidine) geachtet werden, gegen Ramularia collo-cygni sollten Behandlungen ab BBCH 39 mindestens 500 g/ha, in regelmäßigen Befallslagen mindestens 600g/ha Chlorthalonil enthalten (Credo, Amistar Opti) Folgende Gerstenfungizide enthalten Carboxamide (SDHI): Adexar, Bontima, Ceriax, Champion, Elatus Era, Seguris, alle Xpro-Präparate. Strobilurine: Acanto, Amistar Opti, Azoxystar, Credo, Diamant, Fandango, Juwel Top, Torero. Prothioconazol: Elatus Era, Fandango, Input Classic, Proline, Prosaro, alle Xpro-Präparate. Chlorthalonil: Amistar Opti, Credo Bei den nachfolgenden Empfehlungen sind für Behandlungen bis BBCH 34 Fungizide mit einer ausreichenden Wirkung gegen den parasitären Halmbruch mit * markiert. 5.1 Erste Schwellenbehandlung in BBCH ( Folgebehandlung nötig) Hier werden vorzugsweise Azol-Präparate in reduzierter Aufwandmenge empfohlen. Auch ein starker Anfangsbefall wird damit noch gut bekämpft, bei allerdings verkürzter Dauerwirkung, sowie fehlender Schutzwirkung für den Neuzuwachs. Sollten für diese Behandlung bereits Strobilurin- oder Carboxamid-haltige Präparate eingesetzt werden (wie z.b. unter Nr. 5.2 aufgeführt), dann ist im Rahmen des Resistenzmanagements der Wirkstoffgruppen-Wechsel für die nötige Folgebehandlung zu beachten.
9 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe Erstbehandlung (BBCH 31-34) Hauptindikation: Mehltau (Erysiphe graminis) 0,2 l Vegas + 0,6 l * Proline Alternativen: 1,4 l * Capalo 0,8 l * Input Classic 1,6 l * Kantik 0,5 l Gladio 1,0 l Ceralo (treten keine weiteren Krankheiten auf, genügt 0,2 l Vegas, 0,5 l Agent oder 0,6 l Corbel) Rhynchosporium-Blattflecken (Rhynchosporium secalis) Alternative: Netzflecken (Pyrenophora teres) Alternative: Zwergrost (Puccinia hordei) Alternative: 0,8 l * Input Classic 0,2 l Vegas + 0,6 l *Proline 0,8 l * Input Classic 1,0 l Cirkon (zur Mehltau-Ergänzung: 0,5 l Corbel oder 0,15 l Vegas) 0,8 l Agent 2,0 l * Eleando (zur Mehltau-Ergänzung: 0,5 l Corbel oder 0,15 l Vegas) 1,4 l * Capalo 0,5 l Gladio 1,6 l * Kantik 2,0 l * Eleando (zur Mehltau-Ergänzung: 0,5 l Corbel oder 0,15 l Vegas) Folgebehandlung (BBCH 37-51) a) Bei einer zweiten Schwellenbehandlung in BBCH 37-51: Präparate-Wahl wie unter Nr. 5.2 aufgeführt (Aufwandmenge um ca. 20 % reduziert) oder b) Falls keine zweite Schwellenüberschreitung bis BBCH 51 erfolgt: dann Behandlung 1) gegen die Ramularia-Sprenkelkrankheit in BBCH 51 mit: 0,6 l Aviator Xpro, 0,8 l Input Xpro, 1,0 l Adexar, 0,8 l Elatus Era, 1,0 l Bontima, 0,6 l Input Classic, 0,5 l Gladio oder 0,8 l Ceralo, jeweils +1,0 l Credo bzw. + 1,25 l Amistar Opti 1,2 l Credo 1,5 l Amistar Opti 1) Diese Maßnahme sollte unterbleiben, bei Beständen, die unter Trockenstress leiden, sowie auf schwächeren Standorten, wo regelmäßig mit einer raschen Abreife zu rechnen ist. 5.2 Erste Schwellenbehandlung in BBCH ( Einfachbehandlung) In diesem Entwicklungsabschnitt können alle Blätter mit Fungizid bedeckt werden. Es werden leistungsfähige Präparate mit guter Dauerwirkung in Regelaufwandmenge empfohlen, so dass keine Folgebehandlung nötig wird. Hauptindikation:
10 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 10 Mehltau (Erysiphe graminis) Alternativen: Rhynchosporium-Blattflecken (Rhynchosporium secalis) Alternativen: Netzflecken (Pyrenophora teres) Zwergrost (Puccinia hordei) Alternativen: Alternativen: 1,2 l Input Xpro + 1,2 l Credo 1,2 l Adexar + 1,2 l Credo + 0,2 l Vegas 0,8 l Aviator Xpro + 1,2 l Credo + 0,2 l Vegas 1,5 l Credo + 0,75 l Input Classic 1,5 l Credo + 1,0 l Ceralo 1,5 l Credo + 1,5 l Kantik 0,8 l Aviator Xpro + 1,2 l Credo 1,5 l Credo + 1,0 l Input Xpro 1,5 l Credo + 0,75 l Input Classic 1,0 l Elatus Era + 1,25 l Credo / 1,5 l Amistar Opti 1,2 l Adexar + 1,2 l Credo 0,8 l Aviator Xpro + 1,2 Credo 1,0 l Seguris + 1,5 l Amistar Opti 1,0 l Seguris + 1,25 l Credo 1,5 l Bontima + 1,5 l Amistar Opti 0,75 l Input Classic + 1,5 l Credo 1,0 l Elatus Era + 1,25 l Credo / 1,5 l Amistar Opti 1,0 l Seguris + 1,5 l Amistar Opti 1,2 l Adexar + 1,2 l Credo 1,0 l Seguris + 1,25 l Credo 0,8 l Aviator Xpro + 1,2 l Credo 0,6 l Gladio + 1,8 l Amistar Opti 5.3 Keine Schwellenüberschreitung bis BBCH 51 Falls kein klassischer Schaderreger bis BBCH 51 die Bekämpfungsschwellen überschreitet wird eine Behandlung 1) gegen den späten Blattfleckenkomplex in BBCH empfohlen mit situativ angepasster Aufwandmenge (AWM) 2) : 0,6 l - 0,8 l Aviator Xpro + 1,0-1,2 l Credo (in BBCH 51) oder + 1,2-1,5 l Amistar Opti 1,0 l - 1,2 l Input Xpro + 1,0-1,2 l Credo (in BBCH 51) oder + 1,2 l - 1,5 l Amistar Opti 0,6 l - 0,8 l Input Classic + 1,0 l - 1,2 l Credo (in BBCH 51) oder + 1,2 l 1,5 l Amistar Opti 1,2 l 1,5 l Amistar Opti 1,0 l 1,2 l Credo (in BBCH 51) 1) Diese Maßnahme sollte unterbleiben, bei Beständen, die unter Trockenstress leiden, sowie auf schwächeren Standorten, wo regelmäßig mit einer raschen Abreife zu rechnen ist. 2) geringere AWM v.a. bei: höhere AWM v.a. bei: Sommergerste Wintergerste gering anfälliger Sorte stärker anfälliger Sorte Krankheiten weit unter den Schwellen Krankheiten nahe den Schwellen spätem Termin frühem Termin eher trockeneren Bedingungen eher feuchteren Bedingungen raschere Abreife zu erwarten längere Abreifedauer möglich erhöhtem Fusariumrisiko (mit Xpro-Produkt oder Input Classic)
11 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe Anmerkungen zu den Bonituren (Befallsfeststellungen) Am unproblematischsten dürften die Bonituren von Rhynchosporium-Blattflecken und Mehltau sein, da deren Symptome in der Regel eindeutig zuzuordnen sind. Etwas schwieriger ist die Zwergrostbonitur. Die Pusteln sind sehr klein, und besonders anfänglicher Befall kann leicht übersehen werden. Zwergrost wird am leichtesten auf den unteren, schon vergilbenden Blättern in "Grünen Inseln" gefunden. Eindeutig zu diagnostizieren ist Pyrenophora teres, wenn die Krankheit Nekrosen mit Netzstruktur verursacht. Der Spot-Typ bildet dagegen ovale Nekrosen mit gelblich-chlorotischem und unscharfem Rand, in der Mitte manchmal aufgehellt. Häufig treten Mischinfektionen mit Schwächeparasiten und bei warmer Witterung u.u. mit Bipolaris sorokiniana, der Braunfleckigkeit auf. Der Schwächeparasit Alternaria sp. ist gut zu erkennen an der kettenförmigen Bildung seiner Sporen. Die Sporen sind keulenförmig und mehrfach septiert. Die Sporenträger eines weiteren Schwächeparasiten (Cladosporium sp.) stehen in Büscheln auf dem Blatt. Sporenträger der Braunfleckigkeit sind gegenüber denen der Netzfleckenkrankheit dunkler gefärbt, und die Konidien (Sporen) sind etwa kleiner, schwarz glänzend und spindelförmig (an beiden Ecken zugespitzt). Nichtparasitäre Blattverbräunungen entstehen verstärkt in Stresssituationen (hohe Sonnenstrahlung, Kälte, Hitze, Trockenheit, Nährstoffmangel). Innerhalb weniger Tage entwickeln sich kleine, eng begrenzte dunkelbraune Flecke, ohne Chlorosen. Der stärkste Schaden findet sich auf den der Sonne zugewandten Blattteilen. Unterschiede in der Sortenanfälligkeit sind vorhanden. Fungizidmaßnahmen können das Schadgeschehen verzögern. Untersuchungen weisen besonders bei später Symptomatik regelmäßig auch Ramularia collo-cygni, den Erreger der Sprenkelkrankheit nach (Symptome: 1 bis max. 5 mm große braune Nekrosen, seitlich durch die Blattadern begrenzt, mit einem hellen Hof, später sind mit einer Lupe die weißen Sporenträgerbüschel auf der Blattunterseite als silbrig schimmernder Belag erkennbar). Pollenabwehrnekrosen sind hell- bis schmutzigbraun. Auf der Blattoberfläche sind meist noch einzelne Pollen zu finden, die auf den dunkel verfärbten Blattstellen liegen. Andere Blattflecken entstehen durch Nährstoffmangel. Magnesiummangel äußert sich in anfangs punktförmigen Blattgrünanhäufungen entlang der Blattadern und sonst aufgehelltem Blatt. Später verbräunt das Blatt. Magnesiummangel tritt meist auf leichten sauren Böden bei viehloser Bewirtschaftung auf. Magnesiummangel zeigt sich zuerst auf älteren Blättern. Manganmangelstandorte sind humose Böden mit hohem ph-wert. Bei Trockenheit bilden sich auf diesen Standorten schnell Manganmangelsymptome in Form von graugrünen bis hellbraunen Streifen mit dunkelbraunen Nekrosen, die perlschnurartig angeordnet sind. Manganmangel zeigt sich zuerst auf mittleren und jüngeren Blättern. Befall mit Gelbmosaikvirus äußert sich anfangs in zufällig verteilten Blattaufhellungen, die mit der Zeit dunkel werden und schließlich zusammenfließen, verbräunen und vertrocknen. Die Pflanzen sind insgesamt im Wachstum gehemmt. Es ist selten der ganze Schlag betroffen, vielmehr finden sich in Bearbeitungsrichtung ausgedehnte Befallsnester im Bestand. Die Gelbverzwergungsvirose äußert sich bei starkem Herbstbefall in Form von verzwergten Pflanzen. Bei weniger starkem Herbst- oder Frühjahrsbefall zeigen sich meist nur rötlich verfärbte Fahnenblätter.
12 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 12 Bekämpfungsschwellen und -zeiträume 2017 Eine Zweitbehandlung erfolgt frühestens 14 Tage nach der Erstbehandlung und nur, wenn die Erstbehandlung vor BBCH 39 lag. Kein Zielorganismus für eine allein gegen diesen Erreger gerichtete Fungizidapplikation nur Miterfassung bei der Bekämpfung anderer schwellenüberschreitender Pathogene in Wintergerste Die Bekämpfungszeiträume wurden bei der Modellentwicklung festgelegt. Eine Anwendung von Fungiziden ist heute jedoch in der Regel nur bis BBCH 61 zugelassen, für einige Präparate auch nur bis BBCH 51.
13 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 13 Boniturblatt zum Gerstenmodell Bayern
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15 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 15 Entscheidungsschema zur Rhynchosporium-Bekämpfung Schwellenüberschreitung? nein erneute Bonitur in etwa 1 Woche ja Welches Datum ist heute? 1. bis 15. April 16. bis 30. April 1. bis 31. Mai Sind in den vergangenen 16 Tagen Niederschläge gefallen? Sind in den vergangenen 13 Tagen Niederschläge gefallen? Sind in den vergangenen 8 Tagen Niederschläge gefallen? nein nein nein ja erneute Bonitur in etwa 1 Woche ja erneute Bonitur in etwa 1 Woche ja Die Bekämpfung muss bis 16 Tage nach erstem Niederschlag erfolgen. Die Bekämpfung muss bis 13 Tage nach erstem Niederschlag erfolgen. Die Bekämpfung muss bis 8 Tage nach erstem Niederschlag erfolgen.
16 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 16 Erfassungsblatt Haupt- und Nebenindikationen sowie Fungizidmaßnahmen Arbeitsgruppe AELF Betrieb Sorte Fungizidmaßnahmen l bzw. kg/ha Halmbruch-Befallswert Färbetest Endbonitur Abkürzungen: PSE = Pseudocercosporella herpotrichoides TER = Pyrenophora teres M = Mehltau R = Zwergrost RHY = Rhynchosporium secalis Anmerkung: Fungizidmaßnahmen ohne Schwellenüberschreitungen sind in Klammern zu setzen, 2 Hauptinidikationen sind mit + zu verbinden, Haupt- und Nebenindikation mit -.
17 Gerstenmodell Bayern 2017 Arbeitsanleitung für Praxisbetriebe 17 Erfassungsblatt Beispiel Haupt- und Nebenindikationen sowie Fungizidmaßnahmen Arbeitsgruppe AELF BEISPIEL Betrieb Sorte Fungizid- Halmbruch-Befallswert maßnahmen l bzw. kg/h Färbetest Endbonitur A Sandra TER 1,0 l Seguris + 1,5 l Amistar Opti - - B California (-R) 1,0 l Credo - 40 C KWS Meridian M+TER D Wintmalt RHY TER-RHY 1,2 l Input Xpro + 1,2 l Credo 1. 0,8 l Input Classic 2. 1,0 l Adexar + 1,0 l Credo 20% - 15% 25 Abkürzungen: PSE = Pseudocercosporella herpotrichoides TER = Pyrenophora teres M = Mehltau R = Zwergrost RHY = Rhynchosporium secalis Anmerkung: Fungizidmaßnahmen ohne Schwellenüberschreitungen sind in Klammern zu setzen, 2 Hauptinidikationen sind mit + zu verbinden, Haupt- und Nebenindikation mit -.
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Getreidekrankheiten: Roste, Resistenzmanagement, Versuchsergebnisse, Empfehlungen 2015
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Fungizide für Getreide und deren Wirksamkeit gegen Krankheiten 2017
Kapitel 8 Getreidebau Fungizide für Getreide und deren Wirksamkeit gegen Krankheiten 7 260 Zulassung G W R T FRAC Wirkstoff Gehalt Mittel Einsatz (EC) g je l/kg Zulassung bis: ha /ha l/kg Carboxamide (SDHI)
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Resistenzmanagement bei Getreidefungiziden am Beispiel von Ramularia collo-cygni in Gerste und Septoria tritici in Weizen
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