SynCage. Operationstechnik
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- Ewald Holtzer
- vor 8 Jahren
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1 SynCage Operationstechnik
2 Bildverstärkerkontrolle Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendung der DePuy Synthes Produkte nicht aus. Eine Einweisung in die Handhabung dieser Produkte durch einen darin erfahrenen Chirurgen wird dringend empfohlen. Aufbereitung, klinische Aufbereitung, Wartung und Pflege Allgemeine Richtlinien und Informationen zur Funktionskontrolle und Demontage mehrteiliger Instrumente sowie Richtlinien zur Aufbereitung von Implantaten erhalten Sie bei Ihrer lokalen Vertriebsvertretung oder unter: Allgemeine Informationen zur klinischen Aufbereitung, Wartung und Pflege wiederverwendbarer Medizinprodukte, Instrumentensiebe und Cases von Synthes sowie zur Aufbereitung unsteriler Synthes Implantate entnehmen Sie bitte der Broschüre,,Wichtige Informationen" (SE_023827), als Download erhältlich unter:
3 Inhaltsverzeichnis Produktübersicht Verwendungszweck 2 Beschreibung des Implantats 3 Beschreibung der Instrumente 4 AO-Spine Prinzipien 5 Indikationen und Kontraindikationen 10 Operationstechnik Präoperative Planung 11 Operativer Zugang 11 Operationstechnik für anterioren Zugang 12 Operationstechnik für anterolateralen Zugang 18 Zusätzliche posteriore Stabilisierung 23 Postoperative Nachsorge 23 Produktinformationen Zusätzliche Instrumente 24 Implantate 25 Instrumente 27 SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 1
4 Produktübersicht Vorgesehene Verwendung SynCage ist ein System aus Implantaten und Instrumenten für die anteriore lumbale Wirbelkörperfusion (ALIF). Es wurde für folgende Zwecke entworfen: Wirbelkörperfusion in einer optimalen anatomischen Position Distraktion des Bandscheibenraums und Wiederherstellung der Bandscheibenhöhe, der Lordose und somit auch die Erweiterung der neuralen Foramina Erhalt der Integrität der Wirbelkörperendplatten Optimale Implantat-Endplattenschnittstelle, wodurch das mögliche Risiko des Einsinkens angrenzender Wirbelkörper erheblich verringert wird Unterstützung von knöchernem Durchbau durch den Cage hindurch 2 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
5 Beschreibung des Implantats Das SynCage-Implantat bietet konvexe obere und untere Oberflächen, die die Krümmung der natürlichen Endplatte widerspiegeln sollen. Die keilförmige Bauweise hilft dabei, die natürliche lordotische Krümmung der Wirbelsäule und die Höhe der Bandscheibe wiederherzustellen. Ferner bieten die oberen und unteren Flächen Löcher für den knöchernen Durchbau. Das Muster der Löcher dient zusammen mit der großen Kontaktoberfläche des Implantats mit der Endplatte dazu, das mögliche Absenkungsrisiko in die Endplatte und die Übertragung von Belastungen auf den starken peripheren Knochen des Wirbelkörpers zu mindern. Der SynCage ist in fünf Größen verfügbar, von denen jede in einer anderen Farbe eloxiert wurde, um die Unterscheidung zu erleichtern. Die SynCages werden aus hochfester Titanlegierung (TAN) hergestellt, die MR-/CT-Kompatibilität bietet. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 3
6 Produktübersicht Beschreibung der Instrumente Der Inhalt des SynCage-Sets ist zwar minimal, doch sind die Instrumente so gebaut, dass sie dem Operateur die Flexibilität bieten, den operativen Zugang und die Einbringungstechnik auszuwählen. SynCage-Probeimplantate ( , , , , ) Erlaubt die präzise Auswahl der SynCage-Größe und kann auch verwendet werden, um den Bandscheibenzwischenraum zu öffnen. 4 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
7 AO Spine-Prinzipien Die bei der korrekten Versorgung von Wirbelsäulenpatienten zu beachtenden vier Grundprinzipien begründen und untermauern Aufbau und Methodik des Curriculums: Stabilität Ausrichtung Biologie Funktion. 1 2 Stabilität Stabilisierung zur Erreichung eines spezifischen therapeutischen Ergebnisses axial sagittal koronal Ausrichtung Herstellung und Erhalt des dreidimensionalen Wirbelsäulengleichgewichts Biologie Ätiologie, Pathogenese, Schutz der Nerven und Gewebeheilung Funktion Erhalt und Wiederherstellung der Funktion zur Verhinderung von Invalidität Copyright 2012 AOSpine 1 Aebi M, Thalgott JS, Webb JK (1998): AO ASIF Principles in Spine Surgery. Berlin: Springer. 2 Aebi M, Arlet V, Webb JK, (2007): AOSPINE Manual (2 vols), Stuttgart, New York: Thieme. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 5
8 Produktübersicht Griff für SynCage-Probeimplantate, gerade ( ), und Griff für SynCage-Probeimplantate, abgewinkelt ( ) Das Probeimplantat wird auf den Probeimplantatgriff an einer Ausrichtung aufgeschraubt, die 0, 45 oder 90 zur Mittellinie der Wirbelsäule liegt. Die Wahl der Ausrichtung hängt vom operativen Zugang ab. Eine Alternative zur geraden Version ist der abgewinkelte Griff, der speziell zur Verwendung bei L5-S1 vorgesehen ist. 6 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
9 Distraktorgriff für anterioren Zugang ( ) und Distraktorklingen ( , ) Wird verwendet, wenn das Implantat von anterior eingebracht wird. Der Distraktor (Klingen an Handgriff befestigt) ermöglicht die simultane Distraktion und Einbringung des Implantats, ohne dass dabei der zum Platzieren des Implantats zur Verfügung stehende Platz in der Bandscheibenregion eingeschränkt wird. Distraktor für lateralen Zugang ( ) und Seldrill Schanzsche Schraube 6.0 mm ( ) (Schrauben hier nicht abgebildet) Wird verwendet, wenn das Implantat von anteriorlateral eingebracht wird. Dieses Instrument soll unterstützen, wenn ein,,mini-alif -Eingriff vorgenommen wird oder wenn die Gefäße nicht mobilisiert werden können. Es wird am besten mit Seldrill-Schrauben verwendet, die ohne Bohren oder Gewindeschneiden eingebracht werden. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 7
10 Produktübersicht Implantathalter, gerade ( ) Erlaubt die sichere Steuerung des SynCage während der Implantierung. Das Instrument kann das Implantat an den anterioren oder lateralen Flächen greifen. Stellen Sie sicher, dass das Instrument fest in den Einschub des Syn- Cage eingeführt ist, bevor Sie die Handstücke des Instruments schließen; andernfalls kann es zu Beschädigungen am SynCage und/oder Instrument kommen. Der SynCage wird über den Implantathalter fixiert, indem die Handstücke des Instruments geschlossen und die Verriegelungsmutter angezogen werden. Implantathalter für lateralen Zugang, abgewinkelt ( ) Erlaubt die sichere Steuerung des SynCage während der Implantierung. Dieses Instrument ist hilfreich zur Einbringung des Implantats von anterolateral. Der SynCage wird auf dem Instrument angebracht, indem die Markierung,,A (anterior) auf dem Implantat mit der Markierung,,A auf dem Instrument ausgerichtet wird. A 8 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
11 Füllblock für SynCage ( ) und Spongiosastößel, gerade ( ) Erlaubt einfache Einbringung des Knochentransplantats in den SynCage. Der Deckel des Füllblocks wird nach oben und weg geschwenkt, um den Cage einfach einbringen zu können. Der Deckel ist danach wieder über das Implantat geschwenkt, um das Implantat zur Befüllung zu fixieren. Hinweis: Der Implantathalter muss vor der Befüllung am Implantat befestigt werden. Laterale radiologische Ansicht: SynCage bei L5-S1 mit translaminarer Schraubenfixierung. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 9
12 Indikationen und Kontraindikationen Indikationen Lumbale und lumbosakrale Erkrankungen, die eine segmentale Arthrodese indizieren, wie zum Beispiel: degenerative Bandscheibenerkrankung und Wirbelsäuleninstabilität Ersteingriff bei bestimmter fortgeschrittener Bandscheibenerkrankung Revisionseingriff nach Diskektomie-Syndrom Pseudoarthrose oder gescheiterte Arthrodese degenerative Spondylolisthese isthmische Spondylolisthese Kontraindikationen Frakturen der Wirbelsäule spinaler Tumor schwere Wirbelsäuleninstabilität primäre Wirbelsäulendeformitäten 11 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
13 Operationstechnik Präoperative Planung Vor der Operation werden der gewünschte chirurgische Zugang und die ungefähre Größe des SynCage bestimmt. Der gewünschte operative Zugang ist abhängig von der Lokalisation des zu behandelnden Bereichs und der Präferenz des Operateurs. Da sich der SynCage aus anteriorer oder anterolateraler Richtung einbringen lässt, kann der Operateur den Zugang frei wählen. Die Technik zur Einbringung des SynCage unterscheidet sich je nach gewählter Richtung leicht. Eine erste Schätzung der Größe des SynCage kann anhand des Vergleichs der Röntgenschablone für SynCage ( ) mit den benachbarten Bandscheibenhöhen auf einer lateralen Röntgenaufnahme vorgenommen werden. Die Höhe der Schablone ist 1 mm (Hälfte der Höhe der beiden Zahnsätze) geringer als die des entsprechenden SynCage, da die Penetrationstiefe der Zähne in den Wirbelknochen berücksichtigt werden muss. Der SynCage muss eng anliegend mit vollständig distrahiertem Segment genau zwischen die Endplatten der Wirbelkörper passen. Es muss der größtmögliche Syn- Cage verwendet werden, um die Stabilität des Segments aufgrund der Spannung im Ligamentum und Anulus fibrosus zu verbessern. Operativer Zugang Der Patient wird so gelagert, wie es für den ausgewählten Zugang erforderlich ist. Zur Behandlung der unteren Lendenwirbelhöhen von anterior wird der Patient in der Trendelenburg-Position gelagert. Soll der SynCage anterolateral eingebracht werden, zum Beispiel bei höheren Lendenwirbelhöhen, wird der Patient entweder in Rücken- oder Seitenlage gelagert. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 11
14 Operationstechnik Operationstechnik für anterioren Zugang 1. Zugang anlegen Für einen anterioren Zugang wird die Bandscheibe so freigelegt, dass auf beiden Seiten der vertebralen Mittellinie ausreichend Platz ist, jeweils entsprechend der halben Breite des SynCage. Wenn die Gefäße und/oder das Gewebe nicht ausreichend retrahiert werden können, kann die Einbringung über einen anterolateralen Zugang erfolgen. 2. Anteriores Fenster schneiden Ein rechteckiges Fenster in der Größe des SynCage wird in das anteriore Ligamentum longitudinale und den Anulus fibrosus geschnitten. Mit einem Probeimplantat ( , , , , ) lässt sich die Breite des Fensters messen. Es muss darauf geachtet werden, dass möglichst viel von diesen Strukturen erhalten bleibt, da diese für die Stabilität des behandelten Segments wichtig sind. 11 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
15 3. Präparation des Bandscheibenzwischenraums Durch das Fenster im anterioren Ligamentum longitudinale und Anulus fibrosus wird das Bandscheibenmaterial entfernt und die oberflächlichen Lagen der Endplatten werden abgeschabt, bis blutender Knochen vorliegt. Für die Gefäßversorgung des Knochentransplantats ist eine angemessene Reinigung der Endplatten wichtig; durch übermäßige Reinigung können jedoch die Endplatte instabil werden, weil dabei der dichtere Knochen der Endplatte entfernt wird. Wenn möglich wird die Endplatte so vorbereitet, dass deren Krümmung mit der der oberen und unteren Oberfläche des Implantats übereinstimmt. Sobald die Endplatten vorbereitet und jegliche andere operative Verfahren abgeschlossen sind, wird der Syn- Cage mit den folgenden Schritten in den Zwischenwirbelraum wie folgt eingesetzt. Hinweise: Es ist unbedingt notwendig, genügend Material der Bandscheibe zu entfernen, um den SynCage einzufügen; wenn nicht genug Bandscheibenmaterial entfernt wird, kann dieses während der Einführung des Implantats verlagert werden. Übermäßiges Entfernen des subchondralen Knochens kann die vertebralen Endplatten schwächen. Ein Entfernen der gesamten Endplatte kann zum Absacken des Implantats und Verlust der Segmentstabilität führen. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 11
16 Operationstechnik 4. Distraktion des Segments Die Distraktion des Segments ist zwingend erforderlich, um die Bandscheibenhöhe und die Höhe der Neuroforamina wiederherzustellen und die Stabilität des Syn- Cage zu gewährleisten. Distraktion wird vor dem Einbringen des SynCage mithilfe des Distraktorgriffs für anterioren Zugang ( ) mit angebrachten Distraktorklingen ( , ) erreicht. Um zu gewährleisten, dass der SynCage symmetrisch in den Bandscheibenraum eingeführt wird, muss die Linie auf den Klingen, die die Mittellinie des Wirbelkörpers angeben, auf die anteriore Mittellinie der Wirbelkörper ausgerichtet sein. Durch Kompression des Distraktorgriffs den Bandscheibenraum öffnen. Hinweise: Die Distraktion kann auch mithilfe der Syn- Cage-Probeimplantate ( ) und/oder mit einer Wirbelkörperspreizzange durchgeführt werden. Bei Patienten mit bestehenden posterioren Implantaten muss eine übermäßige Distraktion des Bandscheibenzwischenraums verhindert werden, da sich sonst die Klingen des Distraktorgriffs nur schwer entfernen lassen. 11 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
17 5. Implantatgröße mit Probeimplantat bestimmen Das Probeimplantat entspricht der Größe des SynCage, die während der präoperativen Planung ausgewählt wurde; es ist am geraden Griff für SynCage-Probeimplantate ( ) befestigt. Das Probeimplantat zwischen die Distraktorklingen in den Bandscheibenzwischenraum schieben. Wird kein fester Sitz erreicht, das nächstgrößere Probeimplantat probieren. Wenn das Probeimplantat nicht eingeführt werden kann, die nächstkleinere Größe versuchen. Bei vollständig distrahiertem Segment muss das SynCage-Implantat/-Probeimplantat fest und eng anliegend zwischen den Endplatten eingepasst sein, sodass die Bandscheibenhöhe nach Entfernung des Distraktors bestehen bleibt. Wenn die optimale Größe des SynCage ausgewählt wurde, wird die Distraktion zeitweilig gelockert. Vorsichtsmaßnahme: Die SynCage-Probeimplantate sind nicht zur Implantation bestimmt und müssen vor der Einführung des SynCage entfernt werden. 6. Auswahl des Implantats Den SynCage, der dem Probeimplantat entspricht, auswählen. Die SynCages sind farblich nach Höhe markiert: Größe Art.Nr. Farbe XXS hellblau Extraklein golden Klein dunkelblau Mittel violett Groß grün Nachdem der SynCage mit der korrekten Höhe ausgewählt wurde, diesen auf dem geraden Implantathalter ( ) befestigen. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 11
18 Operationstechnik 7. Implantat mit Knochentransplantat füllen Um das Befüllen mit Knochentransplantat zu erleichtern, den SynCage mit angebrachtem Implantathalter in den Füllblock für SynCage ( ) einbringen. Mit dem Spongiosastößel ( ) das Knochentransplantat oder Knochenersatzmaterial fest in das Implantat einbringen und verdichten. Der SynCage muss unbedingt so gefüllt sein, dass das Knochentransplantat oder Knochenersatzmaterial aus den Löchern im SynCage herausragt, um die Blutversorgung zum Transplantat zu optimieren. 8. Implantat einbringen Wenn das SynCage-Implantat zum Einführen vorbereitet ist, das Segment erneut distrahieren. Die Distraktion durch Anziehen der Verriegelungsschraube am Handgriff fixieren. Das SynCage-Implantat nun zwischen den Distraktorklingen durchschieben und in den Bandscheibenraum einführen. Unter Umständen ist leichtes Hämmern nötig, um den SynCage vollständig in den Bandscheibenraum einzubringen. Hinweis: Der Distraktor muss entfernt werden, bevor der Hammer verwendet wird. Vorsichtsmaßnahme: Den SynCage mit Vorsicht behandeln. Beschädigung der Oberflächenbeschichtung und/oder Zähne kann zum Funktionsausfall durch Ermüdung oder Verlagerung des SynCage führen. 11 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
19 9. Instrumente entfernen Sobald der SynCage in der korrekten Position ist, wird die Verriegelungsschraube am Distraktorgriff gelöst und die Distraktion entfernt. Den Distraktor vorsichtig entfernen, während das SynCage-Implantat mit dem Implantathalter fixiert wird. Den Implantathalter dann durch Lockern der Verschlussmutter vom SynCage ablösen, so dass das Syn- Cage-Implantat in optimaler Position verbleibt. 10. Überprüfung der Positionierung Die optimale Position für das SynCage-Implantat liegt zentral innerhalb der Umrandung der Endplatte des Wirbelkörpers. Je nach Größe der Wirbel liegt der vordere Rand des SynCage etwa drei bis vier Millimeter posterior von der Vorderkante des benachbarten Wirbels. Mit Hilfe eines Bildverstärkers sollte in AP-Ausrichtung die Lage des SynCage im Verhältnis zu den Wirbelkörpern überprüft werden. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 11
20 Operationstechnik Operationstechnik für anterolateralen Zugang 1. Seldrill-Schrauben einbringen Sobald die Bandscheibe freigelegt, die umliegenden Gewebe und Gefäße retrahiert und der Bandscheibenzwischenraum vorbereitet sind, wird eine Seldrill Schanzsche Schraube B 6.0 mm, Stahl ( ) in jeden Wirbelkörper neben der zu behandelnden Bandscheibe eingebracht. Da die Schrauben selbstbohrend und selbstschneidend sind, müssen sie mit leichtem Druck und hohem Drehmoment eingebracht werden. Sie müssen parallel zueinander eingeführt werden. Vorsicht, dass die Schrauben nicht zu tief eindringen! Hinweis: Dies ist eine Kurzfassung. Schritte der Operationstechnik, die allgemein für den anterioren Zugang gelten, werden hier nicht im Detail wiederholt. 2. Lateralen Distraktor anbringen Die röhrenförmigen Verlängerungen des Distraktors für den lateralen Zugang ( ) werden über die Schrauben geschoben. Vorsichtsmaßnahme: Die Verwendung des Distraktors für einen lateralen Zugang ( ) ist für Patienten mit Osteoporose kontraindiziert. 11 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
21 3. Segments distrahieren Das Wirbelsegment wird distrahiert, indem der Griff des Distraktors gedreht wird. Bei Bedarf kann zusätzliche Distraktion erreicht werden, indem der Raum mit einem Wirbelkörperspreizer geöffnet und die Distraktion mit dem lateralen Distraktor gehalten wird. Probeimplantate können bei der Öffnung des Segments ebenfalls hilfreich sein. 4. Implantatgröße mit Probeimplantat bestimmen Um die korrekte Größe des SynCage zu bestimmen, wird das Probeimplantat in den distrahierten Bandscheibenzwischenraum geschoben. Wird kein fester Sitz erreicht, die nächstgrößere Probeimplantatgröße versuchen oder, wenn das Probeimplantat nicht eingebracht werden kann, die nächstkleinere Größe versuchen. Bei vollständig distrahiertem Segment muss das SynCage-Implantat fest und eng anliegend zwischen den Endplatten eingepasst sein, sodass die Bandscheibenhöhe nach Entfernung des Distraktors bestehen bleibt. Wenn die optimale Größe des SynCage ausgewählt wurde, wird die Distraktion zeitweilig gelockert. Vorsichtsmaßnahme: Die SynCage-Probeimplantate sind nicht zur implantierung bestimmt und müssen vor der Einführung des SynCage entfernt werden. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 11
22 Operationstechnik 5. Implantat auswählen Den SynCage auswählen, der dem Probeimplantat entspricht. Die SynCages sind farblich nach Höhe markiert: Größe Art.Nr. Farbe XXS hellblau Extraklein golden Klein dunkelblau Mittel violett Groß grün Nachdem der SynCage mit der korrekten Höhe ausgewählt wurde, diesen auf dem gewünschten Implantathalter befestigen. Je nach Winkel des Zugangs wird der SynCage entweder mit dem Implantathalter für lateralen Zugang ( ) oder dem geraden Implantathalter ( ) eingeführt. Für SynCage XXS ( ) den Implantathalter für Syn- Cage XXS, gerade ( ), verwenden. 6. Implantat mit Knochentransplantat füllen Den SynCage mit Knochentransplantat wie zuvor beschrieben füllen (Seite 16). 22 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
23 7. Implantat einbringen Wenn das SynCage-Implantat zum Einführen vorbereitet ist, das Segment erneut distrahieren. Den SynCage danach in den distrahierten Bandscheibenraum einführen. Unter Umständen ist leichtes Hämmern nötig, um den SynCage vollständig in den Bandscheibenraum einzubringen. Vorsichtsmaßnahme: Den SynCage mit Vorsicht behandeln. Beschädigung der Oberflächenbeschichtung und/oder Zähne kann zum Funktionsausfall durch Ermüdung oder Verlagerung des SynCage führen. 8. Instrumente entfernen Sobald sich der SynCage in der korrekten Stellung befindet und der Implantathalter entfernt ist, die Distraktion lösen und den lateralen Distraktor entfernen. Die beiden Seldrill-Schrauben entfernen. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 22
24 Operationstechnik 9. Positionierung überprüfen Die optimale Position für das SynCage-Implantat liegt zentral innerhalb der Umrandung der Endplatte des Wirbelkörpers. Je nach Größe der Wirbel liegt der vordere Rand des Syn- Cage etwa drei bis vier Millimeter posterior der Vorderkante des benachbarten Wirbels. Mit Hilfe eines Bildverstärkers sollte in AP-Ausrichtung die Lage des SynCage im Verhältnis zu den Wirbelkörpern überprüft werden. 22 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
25 Zusätzliche posteriore Stabilisierung Zur Behandlung von Spondylolisthese ist die Verwendung eines zusätzlichen Pedikelschraubenkonstrukts indiziert. In solchen Fällen wird das posteriore Verfahren zuerst durchgeführt. Anschließend muss darauf geachtet werden, dass der Bandscheibenzwischenraum nicht übermäßig distrahiert wird, da andernfalls die Entfernung der Klingen des Distraktionsinstruments schwierig werden kann. Hinweis: Bei Patienten mit bereits vorliegenden posterioren Implantaten, muss eine übermäßige Distraktion des Bandscheibenzwischenraums verhindert werden, da sonst die Klingen des Distraktorgriffs nur schwer entfernt werden können. Postoperative Versorgung Die Patienten können einen Tag nach der Operation mobilisiert werden. In den ersten drei Monaten nach der Operation sollte ein Korsett (T.L.S.O. oder L.S.O.) getragen werden. Patienten sollten grundsätzlich angewiesen werden, eine übermäßige Belastung der Region zu vermeiden. Übermäßige physische Aktivität und Trauma des betroffenen Wirbelkörpers können vorzeitiges Versagen durch Lockerung und/oder Fraktur der Endplatte verursachen. SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 22
26 Zusätzliche Instrumente Andere nützliche Instrumente für das SynCage-Verfahren sind: Universalbohrfutter mit T-Griff ( ) wenn normale Schanzsche Schrauben Ø 6.0 mm ( ) mit dem lateralen Distraktor verwendet und manuell eingebracht werden. Spongiosastößel B 8.0 mm ( ) und Griff mit Schnellverschluss ( ) eine größere Ausführung des Spongiosastößels ( ) Knochenspreizzange ( , ) können zur Distraktion des Wirbelsegments verwendet werden. Hammer 500 g/700 g ( , ) zum abschließenden Zurechtrücken des Implantats und zum Einpressen des Knochentransplantats in das Implantat Wirbelsäuleninstrumente für anteriore Chirurgie eine Reihe von Instrumenten, die speziell für die Anforderungen der anterioren Wirbelsäulenchirurgie konstruiert sind. Dazu gehören Stanzen, Rongeure und Küretten. 22 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
27 Implantate SynCage XXS, mm SynCage, extraklein, anteriore/ posteriore Höhe 13.5/8.5 mm, Titanlegierung (TAN), golden SynCage, klein, anterior/posterior Höhe 15.0/10.0 mm, Titanlegierung (TAN), dunkelblau SynCage, mittel, anterior/posterior Höhe 17.0/12.0 mm, Titanlegierung (TAN), violett SynCage, groß, anterior/posterior Höhe 19.0/14.0 mm, Titanlegierung (TAN), grün SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 22
28 Implantate SynCage-Probeimplantate SynCage-Probeimplantat, XXS, mm SynCage-Probeimplantat, extraklein, zu Nr SynCage-Probeimplantat, klein, zu Nr SynCage-Probeimplantat, mittel, zu Nr SynCage-Probeimplantat, groß, zu Nr DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
29 Instrumente Schanzsche Schraube 6.0 mm, Länge 190/50 mm, Stahl Seldrill Schanzsche Schraube 6.0 mm, Länge 200/80 mm, Stahl Universalbohrfutter mit T-Griff Spongiosastößel, gerade Griff für SynCage-Probeimplantate, gerade Griff für SynCage-Probeimplantate, abgewinkelt Distraktorgriff für anterioren Zugang Distraktorklinge, links, für Distraktorgriff Nr Distraktorklinge, rechts, für Distraktorgriff Nr SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 22
30 Instrumente Distraktor für lateralen Zugang, für Syn- Cage Implantathalter, gerade, für SynCage Implantathalter für lateralen Zugang, abgewinkelt, für SynCage Füllblock für SynCage Implantathalter für SynCage XXS, gerade Griff mit Schnellverschluss Spongiosastößel 8.0 mm, rund 22 DePuy Synthes SynCage Operationstechnik
31 Knochenspreizzange, Gewindesperre, Breite 8 mm, Länge 210 mm Knochenspreizzange, Gewindesperre, Breite 12 mm, Länge 270 mm Hammer 500 g Hammer 700 g SynCage Operationstechnik DePuy Synthes 22
32 DSEM/SPN/0814/0161(2)a 10/17 Synthes GmbH Eimattstrasse Oberdorf Switzerland Tel.: Fax: Derzeit sind nicht alle Produkte in allen Märkten erhältlich. Dieses Dokument ist nicht zur Verteilung in den USA bestimmt. Alle Operationstechniken sind als PDF-Dateien abrufbar unter DePuy Synthes Spine, ein Geschäftsbereich der Synthes GmbH Alle Rechte vorbehalten
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Sakrum-Stäbe. Fixation des posterioren Beckens bei Frakturen oder Frakturdislokationen des Sakroiliakalgelenks. Operationstechnik Dieses Dokument ist nicht zur Verteilung in den USA bestimmt. Instrumente
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Gebrauchsanweisung. HCS 1.5. Die versenkbare Kompressionsschraube.
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