Internet ohne Barrieren



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ALEMÃO. Text 1. Lernen, lernen, lernen

V ist reicher Erbe und verwaltet das von seinem Vater geerbte Vermögen. Immobilien oder GmbH-Anteile gehören nicht hierzu.

Transkript:

Internet ohne Barrieren Chancen für behinderte Menschen Ergebnisse der Umfrage

Zielgruppe In Deutschland leben über 8 Millionen behinderte Menschen, davon 6,6 Millionen mit Schwerbehinderung. Fokus der Umfrage auf Ausbildung und Beruf: Betriebe Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation Selbsthilfe (Nicht im Zentrum: Senioren, Kinder und Schüler/innen an allgemeinbildenden Schulen, Arbeitssuchende und nicht Erwerbstätige) Rücklauf: 3.2 Teilnehmer, davon 2.88 Print / Fax und 422 Internet / E-Mail Behinderung: 37 ohne Behinderung 63 mit Behinderung 5 1

Internetaffinität Behinderte Menschen setzen hohe Erwartungen in das Internet. Es besteht ein starkes Interesse, bestehende Angebote umfassend zu nutzen. Behinderte Menschen sind deshalb für den "Internet-Markt" eine wichtige und interessante Zielgruppe. 9 8 Zugang 82 8 86 89 82 Alter 14-29 Alter - 49 7 6 63 59 56 Alter 5-69 insgesamt 5 31 26 39 32 41 35 16 18 27 14 12 22 1 GFK D Herbst 1 Umfrage insgesamt Eigener Zugang Zugang Arbeit / Ausb. Zugang soz. Umfeld Zugang öffentlich

Internetkenntnis 6 kenne mich gut aus 52 schon ausprobiert 5 46 44 46 44 noch nie im Internet 45 37 33 34 39 41 41 35 28 17 23 21 16 18 1 männlich weiblich < 25 25-39 - 49 5 + Geschlecht Alter insgesamt

Internetkenntnis nach Behinderungsart Sehschädigungen Chron. Krankheiten Gehörschädigungen Allergie und Asthma Schäd. des ZNS Schäd. d. Skelettsyst. Schäd. der Muskulatur kenne mich gut aus schon ausprobiert noch nie im Internet Anfallsleid. / Epilepsie Seel. Erkrankungen Sprachbehinderungen Lernbehinderungen Geistige Behinderungen 1 5 6 7

Chancen 1 93 kenne mich gut aus schon ausprobiert 9 8 7 65 69 65 noch nie im Internet insgesamt 6 5 33 28 1 3 4 4 3 4 viele neue Chancen weiß nicht überwiegend Nachteile

Vorteile des Internets 9 8 78 77 7 6 6 57 55 5 1 man kann sich über fast alles informieren Erleichterung des Alltags kein Unterschied zwischen Behinderten und Nichtbehinderten Leute kennen lernen neue berufliche Chancen

Bedarf an Angeboten Stellenangebote, Praktikumsbörsen, Hilfen zur Bewerbung Kontakte Aus- und Weiterbildung Kultur und Freizeit Informationen Kontakte zu Arbeitsund Integrationsamt Reiseangebote Bankgeschäfte Beratung Reha-Kontakte Einkaufen Anträge an Behörden Telearbeit 1 5 6 7 8 9 1 %

Barrieren Es bestehen noch gravierende Barrieren und Probleme, die behinderten Menschen den Zugang zum Internet und die Nutzung der Angebote erschweren. Dies betrifft vor allem die Navigation und Lesbarkeit. Generelle Einschätzung 5 1 28 32 kenne mich gut aus schon ausprobiert noch nie im Internet insgesamt Das Internet hat noch zu viele Barrieren für Menschen mit Behinderungen.

8 Behindertenspezifische Barrieren 6 55 42 21 43 55 44 32 46 51 52 5 51 19 23 29 23 Lesbarkeit / Navigation Inhalte müssen mit Spezial-Ausgabegeräten für behinderte Menschen abrufbar sein zu wenig Informationsund Schulungsangebote zu schwierige Einrichtung des Computers Allgemeine Barrieren 8 6 64 72 67 68 65 59 59 zu hohe Kosten 47 mangelnde Datensicherheit kenne mich gut aus schon ausprobiert noch nie im Internet insgesamt

Hilfen und Helfer Technische Hilfen 2.94 behinderte Umfrage-Teilnehmer, davon sind % (619) auf technische Hilfen angewiesen. 31 29 Großbildmonitor, Lupenfunktion 15 17 Sprachausgabe 13 1 Braillezeile Spracheingabe Tasthilfe

Personale Hilfen 68 % der Teilnehmer kennen Menschen, die beim Umgang mit PC und Internet helfen können: 86 % Freunde/ Bekannte und Verwandte % Kollegen und Ausbilder 3 % Mitglieder von Selbsthilfeorganisationen Selbsthilfe 34 % haben Interesse an einer Selbsthilfegruppe zum Thema Internet 8 % sind bereit, ihr Wissen in einer Selbsthilfegruppe zu vermitteln 2 % kennen eine solche Selbsthilfegruppe

Soziodemographische Daten Geschlecht: 44 weiblich 56 männlich 6 Altersstruktur: 15 12 bis 25 25-39 21 53-49 5 +

Ausbildungs- und Erwerbssituation: 35 erwerbstätig 7 58 in Ausbildung (Schule, Beruf, Reha) nicht erwerbstätig (auch Arbeit suchend) 6 Berufsspektrum: Das Spektrum der Berufe ist breit gefächert und differenziert erfasst Regionale Verteilung: Teilnehmer stammen aus dem gesamten Bundesgebiet. Regionale Verteilung wurde über Stellen der Postleitzahl ermittelt.

Behinderungsarten Schäd. d. Skelettsyst. Lernbehinderung Schäd. des ZNS Sehbehinderungen Sonstige Chron. Krankheiten Seel. Erkrankungen Gehörschädigung Geistige Behinderung Allergie und Asthma Anfallsleid. / Epilepsie Sprachbehinderungen Schäd. der Muskulatur 5 1 15 Anteil