1.5 User Interface Developer (Nutzerschnittstellenentwickler/in)



Ähnliche Dokumente
1.2 IT Systems Developer (IT-Systemplaner/in)

3.1 Business Systems Advisor (Anwendungssystemberater/in)

3.5 IT Security Coordinator (IT-Sicherheitskoordinator/in)

2.2 IT Configuration Coordinator (IT-Konfigurationskoordinator/in)

5.2 IT Systems Administrator (IT-Systemadministrator/in)

5.1 Network Administrator (Netzwerkadministrator/in)

5.3 Database Administrator (Datenbankadministrator/in)

Die Spezialisten im IT-Weiterbildungssystem

Arbeitsprozessorientierte IT-Weiterbildung und Zusatzqualifikationen

Die Spezialisten im IT-Weiterbildungssystem

Anhang 3 Vereinbarung über die Spezialisten-Profile im Rahmen des Verfahrens zur Ordnung der IT-Weiterbildung

Berufsinformationen einfach finden

Usability Engineering in agilen Projekten

GI / GChACM. Regionalgruppe Muenchen. Berufliche Weiterbildung im IT-Bereich

IT-Basics 2. DI Gerhard Fließ. Vorgehensmodelle

Das neue System der IT-Weiterbildung. Stephan Pfisterer, KIBNET/BITKOM

Architekturplanung und IS-Portfolio-

16 Architekturentwurf Einführung und Überblick

Agiles Design. Dr.-Ing. Uwe Doetzkies Gesellschaft für Informatik mail:

Präsentation zur Vorstellung meiner Bachelor-Arbeit beim BSE- Seminar. Vortrag von Patrick Bitterling

Berufsinformationen einfach finden

Das Pflichtenheft. Dipl.- Ing. Dipl.-Informatiker Dieter Klapproth Ains A-Systemhaus GmbH Berlin

OUTSOURCING ADVISOR. Analyse von SW-Anwendungen und IT-Dienstleistungen auf ihre Global Sourcing Eignung. Bewertung von Dienstleistern und Standorten

Vorlesung Betriebstechnik/Netzplantechnik Operations Research

Werkzeugbau Produktion

Entscheiderfabrik Software as a Service (SaaS)! als neues IT Modell, um integrierte Versorgungslösungen

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel. Stellung der Betriebe in den Berufsgruppen des Handels in der Gesamtwirtschaft darstellen und erläutern

Software Projekt 2 / Gruppe Knauth Lernziele:

SAP Design. Die grafische Entwicklung von ERP

Leistungsstarke Enterprise Apps. Für Menschen erdacht. Für Veränderungen entwickelt.

Tutorials für ACDSee 12: Hochladen von Fotos auf Ihren Account bei ACDSeeOnline.com

PRESman. Presentation Manager. Reduzieren Sie nachhaltig die Kosten für das. Erstellen, Verwalten und Verteilen Ihrer

Aktualisierung der Lizenzierungsrichtlinien für Adobe Produkte

Wir suchen ab sofort eine(n) weitere(n): IT-Projektmanager (m/w) Ihre Aufgabe:

Praktikant / Abschlussarbeit im Bereich Softwareentwicklung / Mechatronik (m/w)

Entwicklungsunterstützende Dienstleistung im Bereich des Usability Engineering

MOC 2195 Windows Server 2003: Planen, Implementieren und Warten einer Active Directory- Infrastruktur

Oktober November Dezember Januar KW39 KW40 KW41 KW42 KW43 KW44 KW45 KW46 KW47 KW48 KW49 KW50 KW51 KW52 KW01 KW02 KW03 KW04 KW05

Windchill Service Information Manager Lehrplan-Handbuch

Ein mobiler Electronic Program Guide für Android

Autorisierung. Sicherheit und Zugriffskontrolle & Erstellen einer Berechtigungskomponente

Partnerschaftsvertrag für Vertrieb- und Service-Leistungen. K&K Internet GmbH Öschlestrasse Radolfzell Deutschland

Von Windows-Forms zu WPF mit Expression Blend? Thomas Müller conplement AG Nürnberg

Entwurf. Anwendungsbeginn E DIN EN (VDE ): Anwendungsbeginn dieser Norm ist...

Soft Skills als Erfolgsfaktoren im anforderungsorientierten, agilen Projektmanagement am Beispiel der IT- Softwareentwicklung

Requirements Engineering I. Der Spezifikationsprozess!

Entwicklung - Synergiemanagement - Zulassung - Produktion

Grundwissen IT 10. Klasse

BIF/SWE - Übungsbeispiel

Software Engineering. Sommersemester 2012, Dr. Andreas Metzger

Produktphilosophie erstellen

Angebot Schulung der PE² Methode

E-Business Architekturen

Outsourcing und Offshoring. Comelio und Offshoring/Outsourcing

DAUERHAFTE ÄNDERUNG VON SCHRIFTART, SCHRIFTGRÖßE

Konsolidierung und Neuimplementierung von VIT. Aufgabenbeschreibung für das Software Engineering Praktikum an der TU Darmstadt

Lösungsvorschlag für Übungsblatt 4 Software Engineering 1 (WS 2012/13)

C++11 C++14 Kapitel Doppelseite Übungen Musterlösungen Anhang

WORKFLOWS UND INITIALISIERUNG DER ARCHITEKTURENTWICKLUNG MANAGEMENT VON IT ARCHITEKTUREN

Projektsteuerung Projekte effizient steuern. Welche Steuerungsinstrumente werden eingesetzt?

17 Architekturentwurf Vorgehen und Dokumentation

Informationsund Interaktionsdesign

Effektivität und Effizienz im Projektgeschäft: Erfolgsfaktor Projektführung durch Soft-Skills

Über den Unterschied zwischen Business Analysis und Requirements Engineering & Management

Mitarbeiterausbildung

Dr. Hanno Schauer Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur. UML-Klassendiagramme als Werkzeug im Unterricht

HANDBUCH LSM GRUNDLAGEN LSM

Pro/INTRALINK Lehrplan-Handbuch

ChemGes. Überblick & Kurzbeschreibung. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche, kostenlose Vorführung in Ihrem Haus oder per WebEx

Bernd C. Toepfer Dipl.-Ing. Techn. Informatik

Digitale Gremienarbeit

VDMA Maximal zulässige Oberflächentemperaturen bei Pumpen in Blockbauweise (Blockpumpen)

Prozessmanagement bei der HPA Instrument für die nachhaltige Prozesse

Kommunikation! Andreas Raum

Die Online-Bestandserhebung im LSB Niedersachsen

Neues Modul für individuelle Anlagen. Änderung bei den Postleitzahl-Mutationen

Informationswirtschaft II Rational Unified Process (RUP)

Informationswirtschaft II

ITIL und Entwicklungsmodelle: Die zwei Kulturen

MB Management GmbH. IT Storage Architekt / Consultant (m/w) SPEZIFIKATION. Für ein bekanntes Systemhaus in Baden. Dezember 2015

Richtlinien für das Design und das Bestellen von Nutzen für Leiterplatten im Pool

Systemvoraussetzungen

Anwendungspraktikum aus JAVA Programmierung im SS 2006 Leitung: Albert Weichselbraun. Java Projekt. Schiffe Versenken mit GUI

COMINN KOMpetenzen für INNovation im Metallsektor DEFINITIONEN DER LERNERGEBNISSE

SharePoint 2016 Training Aus und Weiterbildungen Dienstleistungen

Der SAP BW-BPS Web Interface Builder

Software Systems Engineering

Übungsaufgaben zum Software Engineering: Management

Mobile-Szenario in der Integrationskomponente einrichten

Windchill ProjectLink Lehrplan-Handbuch

Die strategische Entscheidung für moderne IT-Strukturen macht Unternehmen zukunftsfähig. Prof. Dr. Manfred Broy

Transkript:

1.5 User Interface Developer (Nutzerschnittstellenentwickler/in) 1.5.1 Kurzbeschreibung User Interface Developer konzipieren und implementieren Schnittstellen für die Interaktion zwischen IT- Systemen und deren Benutzern. 1.5.2 Arbeitsgebiete und Aufgaben User Interface Developer planen und konzipieren ergonomische Benutzerschnittstellen und implementieren diese bedarfsgerecht und wirtschaftlich zum Beispiel durch den Einsatz von Case-Toolketten (sog. GUI- Builder). Sie unterstützen IT-Systemanalytiker und IT-Systemplaner in Fragen der Ergonomie und der Realisierbarkeit von Benutzerschnittstellen. Sie kommunizieren dabei mit den Fachexperten der Anwendungsdomäne sowie den Endnutzern der Systeme und entwickeln ein tiefes Verständnis für Belange des Problemfeldes. Allgemeine kulturelle, psychologische Prinzipien, ergonomische Richtlinien und Standards aber auch unternehmenspolitische bzw. -strategische Erwägungen geben einen entsprechenden Rahmen für die Gestaltung der Benutzeroberfläche vor. User Interface Developer berücksichtigen Kundenwünsche durch eine iterativ inkrementelle Vorgehensweise und durch die Erstellung von Benutzeroberflächen-Prototypen. Sie integrieren ihre Arbeit in die Architektur und den Entwicklungszyklus des Gesamtsystems. - 23 -

1.5.3 Referenzprozess Analyse des Kundenproblems liegt vor Unterstützen von System-Analyse und -Design (Erstellen von Prototypen o.ä.) Auftrag: Anforderungsmodell, abgestimmtes System-Design Mitwirken bei der Festlegung des Entwicklungsrahmens Entwicklungsrahmen Überprüfen der Anforderungsmodelle und System-Design-Dokumente Gültiges System-Design- Dokument/Pflichtenheft Einbeziehen und Abgleichen invarianter Rahmenbedingungen Dokumentation der Oberflächen- Design-Richtlinie Durchführen des Reverse-Engineering bestehender Komponenten Integrations- und Migrationskonzept für Legacy-Komponenten Verfeinern der Entwürfe der Interaktionslogik Zustandsübergangsdiagramme und Storyboards Verfeinern der Entwürfe der Nutzersicht Oberflächen-Entwürfe: Masken und Screens Festlegen von Szenarien für den Akzeptanztest Akzeptanztestfälle Abstimmen der Spezifikation mit dem Nutzer Oberflächen- Spezifikation Festelegen der Schnittstellen zur Anwendungsbzw. Datenbankschicht Integrationskonzept Festlegen von Daten- Formaten und Constraints Datenhaltungskonzept Entwerfen der Softwaremodule Software- Entwurf (Modelle) Spezifizieren von Modultests Modultestfälle Abstimmen des Entwurfs mit dem Team - 24 -

Software-Feinspezifikation Realisieren der Software-Module Komponenten-Konfiguration Konfigurieren und Anpassen von COTS-Komponenten Integrationsfähige/ installierbare Module und Komponenten Integrieren der Module und Komponenten in die Gesamtarchitektur Unterstützen des Deployment-Prozesses Funktionierende, akzeptierte Nutzerschnittstellen - 25 -

1.5.4 Prozesskompass 1. Unterstützen von System-Analyse und -Design (Erstellen von Prototypen o.ä.) 2. Mitwirken bei der Festlegung des Entwicklungsrahmens 3. Überprüfen der Anforderungsmodelle und System-Design-Dokumente 4. Einbeziehen und Abgleichen invarianter Rahmenbedingungen 5. Durchführen des Reverse-Engineering bestehender Komponenten 6. Verfeinern der Entwürfe der Interaktionslogik 7. Verfeinern der Entwürfe der Nutzersicht 8. Festlegen von Szenarien für den Akzeptanztest 9. Abstimmen der Spezifikation mit dem Nutzer 10. Festelegen der Schnitt- stellen zur Anwendungs- bzw. Datenbankschicht 11. Festlegen von Daten - Formaten und Constraints 12. Entwerfen der Softwaremodule 13. Spezifizieren von Modultests 14. Abstimmen des Entwurfs mit dem Team 15. Realisieren der Software-Module 16. Konfigurieren und Anpassen von COTS-Komponenten 17. Integrieren der Module und Komponenten in die Gesamtarchitektur 18. Unterstützen des Deployment-Prozesses - 26 -

1.5.5 Profilprägende Kompetenzfelder Die Beherrschung der profiltypischen Arbeitsprozesse setzt Kompetenzen unterschiedlicher Reichweite in den nachstehend aufgeführten beruflichen Kompetenzfeldern voraus. Den Kompetenzfeldern sind Wissen und Fähigkeiten sowie typische Methoden und Werkzeuge unterschiedlicher Breite und Tiefe zugeordnet. Grundlegend zu beherrschende, gemeinsame Kompetenzfelder: Unternehmensziele und Kundeninteressen, Problemanalyse, -lösung, Kommunikation, Präsentation, Konflikterkennung, -lösung, Fremdsprachliche Kommunikation (englisch), Projektorganisation, -kooperation, Zeitmanagement, Aufgabenplanung und -priorisierung, Wirtschaftliches Handeln, Selbstlernen, Lernorganisation, Innovationspotenziale, Datenschutz, -sicherheit, Dokumentation, -standards, Qualitätssicherung. Fundiert zu beherrschende, gruppenspezifische Kompetenzfelder: Methoden und Werkzeuge der Softwareentwicklung, Engineering-Prozesse, System-Analyse, Entwicklungsstandards (Leistungsfähigkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit, Innovation), Qualitätsstandards, Datenbanken, Netzwerke. Routiniert zu beherrschende, profilspezifische Kompetenzfelder: Analysetechniken und -werkzeuge, Moduldesign, Designmuster, Programmier- und Darstellungssprachen, Visuelle Gestaltung und Typographie, Ergonomie und Softwareergonomie, Medien- und Urheberrecht, Nutzerorientierte Gestaltung. 1.5.6 Qualifikationserfordernisse Im Regelfall wird ein hinreichendes Qualifikationsniveau auf der Basis einschlägiger Berufsausbildung oder Berufserfahrung vorausgesetzt. - 27 -