Das Magazin der Putzmeister Holding GmbH



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1 Das Magazin der Putzmeister Holding GmbH 81 Mit DVD: Die neue 42-5 Neue Landebahn am größten Flughafen Deutschlands: Großmastpumpen betonieren Rollbrücken Neuer Pumprekord im nordindischen Himalaya Neue Maßstäbe bei Autobetonpumpen: 42-5 Neuer Eisenbahntunnel entsteht in Wien: Betonweitförderung im Lainzer Tunnel PM 4377

Inhalt Vorwort 2 4 Titelstory Lainzer Tunnel in Wien: Beton über 1400 m weit gefördert 4 Die neue 42-5 Revolutionär: Die nächste Generation der 42-5 8 WILL KOM MEN Einsatz Flughafen Frankfurt am Main: Großmast-Autobetonpumpen betonieren Rollbrücken für die Landebahn Nordwest 14 Uttarakhand / Nordindien: BSA pumpt indischen Rekord in der Weitförderung von Beton! 20 Neues Fertigteilwerk für Windkraftanlagen: Betonanalyse mit dem Rheometer 24 50 Fragen Was tut Putzmeister gegen den Verschleiß? 12 4 Tunnelbetonage im Lainzer Tunnel, Wien 8 der Völlig neu: Die nächste Genera tion 42-5 3 5 Wir präsentieren Ihnen im Oktober die neue 42-5 mit einer Roadshow an diesen Orten, jeweils von 11 bis 17 Uhr Di, 04.10. Putzmeister Werk Aichtal Mi, 05.10. Service Center Frankfurt Do, 06.10. Service Center Essen Putzmeister Solid Pumps Ship & Offshore Einsatz Drillcuttings Pump- und Lagersysteme auf norwegischen Schiffen 26 Kurzmeldungen Vorsicht, bissige Werbung! 28 M 52 im Anflug auf die Hoover Dam Bypass Bridge 29 Großprojekt in Saudi-Arabien: King Abdullah Financial District 30 Telebelt senkt Kosten beim Einbringen von Massenbeton in chinesischer Werft 31 Bildnachweis 2 Impressum 3 14 Großbetonage der Rollbrücken am Flughafen Frankfurt Bildnachweis: Soweit nicht anders bezeichnet unterliegen alle Abbildungen dem Copyright der Putzmeister Holding GmbH. 18: Europe_topography_map_en, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-3.0, San Jose 3, 28-35, 37: Die Pumas 36: Fraport AG 39: Public Domain, SKopp 47: India_uttarakhand_locator_map, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-3.0, PlaneMad/Wikipedia 48: bhagirathi_river_map, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-3.0, Fowler&Fowler 49: nanda_devi2, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-2.0, Michael Scalet 53: strabag_gelände_luftbild, www. offshore-basis.de 54: barrow_offshore_wind_turbines, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-3.0, Andy Dingley 55-57, 59-60: Putzmeister Solid Pumps GmbH 58: Valkyrie_by_Robert_Engels_(black_and_white).png, Public Domain 64, 65: www.kingabdullahfinancialdistrict.com Impressum: Herausgeber: Putzmeister Holding GmbH Max-Eyth-Str. 10 72631 Aichtal Deutschland Redaktion/Layout/Satz: Petra Montag Putzmeister Holding GmbH Druck: Offizin Scheufele GmbH & Co. KG Tränkestr. 17 70597 Stuttgart Deutschland 20 Indischer Rekord in der Weitförderung von Beton! Alle Rechte und technische Änderungen vorbehalten. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle über nehmen wir keine Haftung für die Inhalte der angegebenen Web-Links. Für den Inhalt der jeweiligen Web-Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Die Abbildungen zeigen teilweise Sonderausführungen der Maschinen und Momentaufnahmen der Baustellenpraxis, die nicht immer den Vorschriften der Berufsgenossenschaft entsprechen. by Putzmeister Holding GmbH 2011 Printed in Germany (51109) Sa, 08.10. Service Center Hamburg Mo, 10.10. Service Center Berlin Mi, 12.10. Service Center Gera Fr, 14.10. Service Center München 2 PM 4377 PM 4377 3

Rubrik Titelstory Titelstory Rubrik Lainzer Tunnel in Wien: Beton über 1400 m weit gefördert Der Lainzer Tunnel ist ein 12,8 km langer Bahntunnel in Wien zur Verbindung der Westbahn- mit der Südbahnstrecke und der Donauländebahn ab Dezember 2012. Zweck des Vorhabens ist die Erhöhung der Kapazität im Ost-West-Transit. Die Tunnelstrecke beginnt bei der Station Wien-Hadersdorf und verläuft im Westen von Wien unterhalb des Lainzer Tiergartens, ab Speising nahe an der bestehenden Verbindungsbahn und mündet vor der Station Wien-Meidling in die Südbahnstrecke bzw. in Altmannsdorf in die Donauländebahn. Sie ist Teil der Westbahn und der Europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris Budapest. Die ARGE LT 31 (HOCHTIEF Construction AG, Alpine Bau GmbH und Beton- und Monierbau GmbH), unter Federführung der HOCHTIEF Construction AG wurde von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG mit der Errichtung eines Hauptloses des Lainzer Tunnels beauftragt. Für die Ausführung der Innenschale im innerstädtischen Bereich ab Oktober 2008 wurde der Beton zur Entzerrung von unter- und obertägigem Transportverkehr über eine 300 m bis 1400 m lange, fest installierte Betonförderleitung vom Betonmischwerk an der Baustelle direkt bis zur Einbaustelle gepumpt. Die Betonrezeptur wurde auf die besonderen konstruktiven und pumptechnischen Anforderungen ausgelegt und unterlag einer durchgängigen betontechnologischen Überwachung über die Laufzeit der Baumaßnahme. 6 Der Innenausbau des Tunnels erfolgte mit einer wasserdichten Betoninnenschale (d 50 cm), wobei zur Verbesserung des Brandwiderstandes dem Beton PP-Fasern zugesetzt wurden. Zusätzlich wurde die Innenschale mit einer vergrößerten Betonüberdeckung der Armierung von 8 cm ausgeführt (Bewehrungsanteil des Innengewölbes ca. 85 kg/m³ Beton). Die Schalwagenlänge je Tunnelsegment betrug 10 m, damit ergab sich je Betonageabschnitt eine Einbaumenge von ca. 150 m³ Beton für das Innengewölbe und von 90 m³ für die Sohle. Der Innenausbau wurde bereits parallel zu den Vortriebsarbeiten begonnen, und die Zuführung des Betons erfolgte über die zwei Vertikal-Startschächte. Man entschied daher frühzeitig, die Beton- Versorgung der Schalwagen mittels stationärer Betonfördereinrichtung bestehend aus einer stationären Betonpumpe und entsprechend ausgelegter Förderleitung zu realisieren. Durch die von Anfang an guten Erfahrungen wurde diese Betonlogistik auch nach Beendigung der Vortriebsarbeiten beibehalten. In den Bauabschnitten S und M standen je eine Förderleitung für Sohle und Gewölbe für die Betonlogistik zur Verfügung. Somit konnten bis zu vier Schalwagen parallel mit Beton befüllt werden. Betonageleistungen von bis zu 500 m 3 pro Tag bei gleichzeitig laufenden Bewehrungsarbeiten konnten so realisiert werden. Dies hatte den positiven Effekt, dass Einschränkungen und Behinderungen im Tunnel durch gleichzeitigen Beweh- ÄÄZahlen und Fakten Lainzer Tunnel gesamt Streckenlänge 12,8 km Tunnellänge 12,3 km Gesamtlänge Gleisumbauten oder -neubauten 25,3 km Kunstbauten 7 Anfahrtsschächte 4 Portale 28 Sicherheitsausstiege 4 Betriebsgebäude 4 Neu- bzw. Umbauten von S-bahn-Haltestellen 6 Straßenquerungen 10 Bahnquerungen 5 Fuß-und Radquerungen 2 Bachquerungen 3 Einbaukollektoren Baulos LT 31 Maxing Länge Überagerung Tunnelbreite Tunnelhöhe Start- und Förderschächte Tiefe Länge Breite maximal Breite minimal ca. 3050 m 6 26 m 13,60 m 12,56 m ca. 30 m ca. 24 m ca. 17 m ca. 10 m 7 t Vor dem Gewölbeschalwagen ist die Abdichtungsfolie zu erkennen. Sie schützt den Tunnel vor dem Eindringen von Wasser. Über dieser Abdichtungsfolie wird die Stahlarmierung für die abschließende Beton- Innenschale befestigt. 4 PM 4377 PM 4377 5

Titelstory Titelstory 8 brandbeständige (BBG) und selbstverdichtende (SCC) Bauweise genügen, als auch eine wirtschaftlich attraktive Lösung für die Ausführung darstellen. Konstruktiv wurde eine Sieblinie mit erhöhtem Sandanteil (70 %) und einem verringerten Größtkorn (GK 16 mm Rundkorn) gewählt. Mit einem Bindemittelgehalt von 280 kg/m³ CEM I 42,5 R (C3A-frei) und der Zugabe eines Zusatzstoffs Typ I (AHWZ) von 170 kg/m³ wurde ein Mehlkorngehalt über 540 kg/ m³ bereitgestellt. Zugesetzt wurden PP-Fasern mit kurzer Faserlänge (3 mm) in der in der Tabelle beschriebenen Dosierung. Konsistenzuntersuchungen am Frischbeton zeigten ein Fließmaß von 58 cm mit einem sehr guten Fließvermögen und einer ausreichenden Selbstverdichtung. In der weiteren Folge der Baumaßnahme wurde auch für die Bauabschnitte S und W Putzmeister Systemtechnik mit gesamt sechs stationären Betonpumpen, Betonförderleitungen und Funktionsgliedern eingesetzt. Dies nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen und technisch ausgewogen konzipierten stationären Betonfördertechnologie als auch dem hervorragendem Vor-Ort-Service des österreichischen Putzmeister Händlers, Fa. Hans Eibinger GmbH. n Betonzusammensetzung WDI / BBG / SCC Ausgangsstoff Menge Zement CEM I 42,5R HS C3A-frei 280 kg/m 3 Fluamix C 170 kg/m 3 anrechenbares Bindemittel 388 kg/m 3 Wasser lt. Chargenprotokoll 185 kg/m 3 LZF/LZ51 1) LP 100 Stabilisator Strong 5,6 kg/m 3 / 1,24 % v.z. 0,18 kg/m 3 / 0,04 % v.z. 1,6 kg/m 3 / 0,36 % v.z. Fasern PM 3/15 2) 1,2 kg/m 3 Gesteinskörnung (trocken) 1706 0/4 70 % 4/8 10 % 8/16 20 % 1) Die Aufteilung LZF/LZ51 erfolgte im Verhältnis 70/30. 2) Die Fasern PM 3/15 wurden von Hand in den Zwangsmischer zugegeben. 9 p Ein Schlauch wurde an der Förderleitung abgezweigt und beschickte die BSA 1408 E am Gewölbeschalwagen rungs- und Betontransport aufgelöst wurden. Der Bauablauf konnte deutlich beschleunigt werden: 6 Monate Zeitgewinn gegenüber Mischertransport! Betonage Eine stationäre Betonpumpe BSA 2109 H E (später BSA 2107 SHP E) förderte über eine fest im Tunnel installierte Betonförderleitung von übertage den Beton in den maximal ca. 1400 m entfernten Gewölbe- und Sohlschalwagen. Die Ausführung der Sohlbetonage lief dem Gewölbe zeitweise bis zu 600 m voraus. Zur Beschickung des Gewölbeschalwagens wurde an entsprechender Stelle die Förderleitung abgezweigt und mittels Förderschlauch der Beton in die stationäre Relaispumpe BSA 1408 E direkt am Schalwagen geleitet. Kurze Wege zwischen der Besatzung des Schalwagens und dem Pumpenmaschinisten vermieden Druckspannungsspitzen im Schalwagen. Für die Betonage der Querschläge stand eine Feinbetonpumpe P 715 zur Verfügung. Reinigung Die Reinigung der DN 150 Betonförderleitung erfolgte durch Ausdrücken des Restbetons mit Wasser nach vorne. Diese Arbeit erfolgte je nach Leitungslänge durch eine BSA 2109 H D oder eine BSA 1409 D. Die Wasserreinigung nach vorne wird in der Regel bei langen Betonförderleitungen zur Vermeidung großer Mengen Restbeton gewählt. Hierbei wird ein Wechselrohr mit einer Medientrennung ausgestattet, um den Beton vom Wasser während des Ausdrückvorgangs zu trennen. Es wird nach Abschluss des Betonganges unmittelbar hinter der Stationärpumpe eingesetzt. Das Wechselrohr wird gewöhnlich mit einer Kombination von Schwammbällen und Reinigungsmolchen bestückt. Geeignete Medientrennungen müssen je nach Betonförderleitungsinstallation entsprechend konfiguriert werden. Sie sind wichtig bei der Planung der Förderleitung zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der stationären Betonfördereinrichtung. Die BSA 2109 H E (ab April 2009 eine modifizierte BSA 2107 SHP E) förderte über die zuvor beschriebene Distanz ca. 28 m 3 pro Stunde in den Gewölbe- bzw. Sohlschalwagen. Beton Ein Tunnelabschnitt von 20 Tunnelsegmenten mit je 10 m Länge wurde aus selbstverdichtendem Beton (SCC) hergestellt. Hierzu wurde durch das Labor der Pöyry Infra GmbH (MVA Strass) eine speziell auf den Förderprozess abgestimmte Betonrezeptur entwickelt. Die Rezeptur des SCC/WDI/BBG-Betons (siehe Tabelle), musste sowohl den Anforderungen an eine dichte (WDI), u Der vordere Schalwagen ist der Sohleschalwagen. Am Ende dieses Wagens ist die vorbereitete Stahl-Armierung zu erkennen. u Die Abfüllung der Schalungselemente erfolgt durch eine Art Rundverteiler, der direkt durch die BSA 2109 H E mit Beton versorgt wird. 10 6 PM 4377 PM 4377 7

Die neue 42-5 Die neue 42-5 Revolutionär: Die nächste Generation der 42-5 11 12 50 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Betonpumpen haben immer wieder Innovationen hervorgebracht, die das Pumpen und Fördern von Beton revolutionierten. Grundlage sind dabei die bewährten, robusten Betonpumpen von Putzmeister, die stetig verbessert und an moderne Anforderungen angepasst wurden. Mit der 42-5 der neuen Generation sind wir einen Schritt weiter gegangen: Sie wurde von der Basis auf neu durchdacht und konstruiert. Unzählige Vorschläge und Ideen von Kunden, Betreibern, Lieferanten und Putzmeister Mitarbeitern sind in das Projekt eingeflossen. Heraus kam eine Innovation, die Maßstäbe auf dem Markt setzt. Keine Angst vor der Waage Das konsequent neue Design von Mastspitze bis Unterbau ermöglicht ein Gesamtgewicht unter 32 t inkl. ausreichender Reserven für Zuladung, Ausstattung, Wasser und Kraftstoff. Besser in jeder Hinsicht Das Konzept der neuen 42-5 ist rundum durchdacht und hinterfragt worden, immer im Hinblick auf den Anwender. Insbesondere bei Bedienung, Sicherheit, Betriebskosten und Service hat die 42-5 gewonnen. Gerechnet und getestet Alle wesentlichen Komponenten sind mit modernen Methoden berechnet. Umfassende Feldtests bestätigen die Reife und Zuverlässigkeit der Maschine. p Service und Nachrüstung ist einfacher geworden durch geschraubte Rohrhalter und ausschließlichen Einsatz von Standardbögen. Zum Beispiel werden nur noch drei Typen von Standardbögen verwendet statt sieben wie bisher. p Der im Stützbein integrierte Ölkühler sorgt für eine optimale Kühlung des Hydrauliköls, auch im OSS Betrieb. www.dieneue42-5.de 13 8 PM 4377 PM 4377 9

18 Die neue 42-5 Die neue 42-5 p Das neue Ergonic Graphic Display zeigt übersichtlich alle relevanten Daten der Maschine an. Hier die Statusübersicht mit Fehlermanagement 14 15 Zwei Maschinen der neuen 42-5 sind seit Juni bis Ende Oktober 2011 nahezu täglich im Einsatz. Die Touren führen durch Südtirol, die Schweiz, Österreich, Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Luxemburg. Ab September wird zudem eine 42-5 auf Baustellen im heißen Klima von Qatar unterwegs sein. Dies ist ein besonderer Härtetest, da hier neben den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen auch sehr schwierige Betonmischungen die Praxistauglichkeit auf die Probe stellen. Keine Rücksicht auf äußere Umstände! Bei einem Feldtest werden alle Arten von Baustellen bedient: Bodenplatten, Wände, Decken, Tunnel usw. Nur die Erprobung in der Breite zeigt letztlich die umfassende Zuverlässigkeit in der späteren Praxis. Alle Feldtest-Maschinen sind mit einer Vielzahl verschiedenster Sensoren ausgestattet, die neben dem Hydrauliksystem viele weitere Funktionen überwachen. Regelmäßige Inspektionen liefern Ergebnisse vor allem über den mechanischen Zustand der Maschinen. Dies und vor allem das Feedback der Maschinisten fließen in die laufende Optimierungsphase ein mit dem Ziel zum Serienstart ein rundum praxiserprobtes Produkt anbieten zu können. n Zwei neue 42-5 fünf Monate im Feldtest unterwegs q Uwe Fischer von "a3 Beton" ist die neue 42-5 in der Schweiz probegefahren 20 Ä ÄWas sagen die Leute, die mit der neuen 42-5 arbeiten? "Besonders auffällig ist der ruhige Mast. Auch die ganze Maschine steht sehr ruhig während des Pumpens." Uwe Fischer, a3 Beton, Schweiz Die Maschine fährt sich agil auf unseren kurvenreichen bergigen Straßen. Das geringe Gewicht und der kurze Radstand sind hier optimal. Putzmeister hat gute Arbeit geleistet man spürt die hohe Qualität der Maschine Hans-Karl Huber, Rienz Beton, Italien "Ich mag meine alte 42-5, aber der Mast der neuen 42-5 fährt sich einfach hervorragend. Vor allem spricht er auf die Steuerung sehr gut an." Ville Sinko, Transsinko Oy, Finnland Die Maschine gefällt mir sehr gut nicht nur optisch. Sie ist irgendwie elegant. Alle Teile sind gut erreichbar, und auch beim Zubehör hat Putzmeister an uns Maschinisten gedacht. Am liebsten würde ich die Testmaschine gleich behalten. 19 Volkmar Spies, Die Pumas, Deutschland 22 p Ein Wassertank mit 800 Liter Volumen ist Serie. 16 17 21 p Die Schwammkugel ist immer griffbereit im Behälter. p Gut aufbewahrt werden Lieferscheine in der wasserdichten, verschließbaren Dokubox. 10 PM 4377 PM 4377 11

50 Fragen 50 Fragen Technik Frage 28 Was tut Putzmeister gegen den Verschleiß? 23 24 25 26 Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und wo Beton fließt wird, da kratzen Steine extra harte Beschichtungen und doppelwandige Förderrohre sorgen dafür, dass sich der Verschleiß im Rahmen hält. Wo der Beton an Maschinenelementen entlang gleitet, verschleißt das Material im Betontrichter mit Rohrweiche, am Rührwerk, in der Pumpe und besonders in den Förderleitungen. Deshalb spricht man von Gleitverschleiß. Wie viele tausend Kubikmeter hält eure Leitung?, fragen Kunden häufig. Das kommt darauf an, welcher Beton und wie viel gepumpt wird. Verschleiß hängt vor allem von der Art und Verteilung der Zuschlagstoffe (Sieblinie), dem Anteil des Bindemittels (Zement und/oder Flugasche) dem Verhältnis von Wasserzu Zementgehalt (W/Z-Faktor) sowie Form, Härte und Porigkeit der Zuschlagstoffe ab. Allein in Deutschland unterscheiden sich die Härtegrade der Zuschlagstoffe je nach Region um den Faktor 15 bis 20. Beim so genannten Kugellagerbeton aus weichem Rundkornkies kann man mit üblichen Rohrleitungen gut 60.000 Kubikmeter Beton pumpen bei einer Fördermenge von 60 bis 70 Kubikmeter pro Stunde. Pumpt man in der gleichen Leitung einen Beton mit extrem hartem, gebrochenem Material, so hält die Betonleitung das nur circa 4.000 Kubikmeter lang durch. High-Tech-Metallurgie zähmt den Verschleiß Um den Gleitverschleiß zu minimieren, setzte Putzmeister schon früh auf speziell gehärtete Förderrohre. Heute gibt es Förderleitungen mit zwei Lagen. Sie bestehen aus einem Außenrohr und einem Innenrohr aus hochverschleißfestem Material. Gepanzerte Elemente halten länger Auch die Bauteile der Betonpumpe sind gepanzert: Eine mehrlagige Spezialschicht aus Chrom schützt die Förderzylinder, die besonders verschleißanfällig sind. Damit stellt Putzmeister eine Pumpmenge von mindestens 100.000 Kubikmetern sicher auch für die aggressivsten Betonmischungen. Die Rohrweiche, in der sich der Querschnitt des Betonstroms verjüngt und in der der Verschleiß besonders hoch ist, besteht aus einem hochverschleißfesten Sondergussstahl oder ist durch hochverschleißfeste Auftragsschweißungen gepanzert. Daten und Technik machen den Verschleiß kalkulierbar Um den Verschleiß berechnen zu können, hat Putzmeister eine Datenbank aufgebaut. Sie enthält Informationen über das Verschleißverhalten der Zuschlagstoffe in vielen Regionen der Welt. Da der Verschleiß auch von der Pumpgeschwindigkeit abhängt, misst die Betonpumpe die Hübe pro Betriebszeit und berechnet so die mittlere Pumpleistung. Damit lassen sich zuverlässige Aussagen über die Verschleißfestigkeit der Komponenten treffen vorausgesetzt, der Kunde pumpt immer Beton mit dem gleichen Verschleißverhalten. Führend dank geringer Verschleißkosten Viele Maßnahmen tragen dazu bei, dass Putzmeister Produkte besonders wenig verschleißen. Pro Kubikmeter Beton schlagen die Verschleißkosten mit 40 bis 60 Cent für die Gesamtmaschine zu buche. Manche Kunden unterbieten diesen Wert, indem sie langsamer pumpen. Damit reduzieren sie Verschleiß und Energieverbrauch. Mittlerweile unterstützt die rechnergestützte Betonpumpensteuerung die Betreiber beim verschleißminimierenden Betrieb der Maschinen, zum Beispiel mit der Funktion Ergonic Output Control (EOC). Dank der Verschleißmessdaten und des Teleservice lässt sich der Verschleiß auch aus der Ferne überwachen. Die Daten zeigen, wenn es Zeit wird, ein Teil zu tauschen. Die Ergonic -Steuerungssysteme von Putzmeister ermöglichen so eine vorbeugende Wartung. n 28 u Verschleißintensiv oder nicht? Beispiele für Betonmischungen aus vier Ländern: Zu sehen sind die Sieblinien der Zuschlagstoffe. Je ungünstiger die Siebline ist und je niedriger der Wasser- Zement-Faktor ist, desto höher ist der Verschleiß. Dieser Effekt wird durch die Oberflächenstruktur der Zuschläge noch beeinflusst. Von links nach rechts: Gerundete Kiesel aus Österreich; gebrochene Steine aus Indien und Dubai; besonders scharfkantig und hart sind die Zuschlagstoffe der Probe aus der Türkei ganz rechts. Die Zuschlagstoffe unterscheiden sich auch innerhalb eines Landes von Region zu Region. Zum Beispiel: Hartmetall-Verschleißteile p Hartmetall-Verschleißbrille mit 2- bis 4-facher Standzeit gegenüber DURO 22 (Standard) 27 Die Teile einer Betonpumpe, die in direktem Kontakt mit dem meist stark abrasiven Medium stehen, werden einer Vielzahl von Verschleißbeanspruchungen unterworfen: Gleitverschleiß (Abrasion) an beiden Laufflächen der Verschleißteile Strahlverschleiß an Außenkanten des Verschleißringes und Innenkanten von Durchgangsöffnungen der Verschleißbrille Schlagbeanspruchung an der Trenn ebene zwischen Verschleißbrille und Verschleißring Abrasion infolge Durchströmung an Durchgangsöffnungen von Verschleißbrille und Ring Hartmetall-Verschleißteile erhöhen die Standzeiten der Betonpumpe Hartmetall-Verschleißteile bestehen aus einem Grundkörper ( Baustahl ) und aus einer ca. 5 mm dicken Hartmetall- Verschleißschicht. Putzmeister bietet seit ca. 20 Jahren Hartmetall-Verschleißteile an. Aus der langjährigen Erfahrung bei Ex trem einsätzen in der Weit- und Hochförderung von Beton (z.b. Burj Khalifa) wurden unterschiedliche Ausführungen von Hartmetall-Verschleißbrillen entwickelt und eingesetzt. 12 PM 4377 PM 4377 13

Einsatz Einsatz 28 29 M 58-5 M 62-6 M 58-5 M 62-6 M 52-5 RV 10 M 63-5 M 58-5 M 58-5 M 63-5 Ausbau am Flughafen Frankfurt am Main: Großbetonage der Rollbrücken für die neue Landebahn Nordwest DIe genaue Standortplanung war grundlegend, damit sich die Arbeitsbereiche der beteiligten Großmast-Autobetonpumpen treffen konnten. An der Nordseite wurden ein M 58-5 und der M 62-6 eingesetzt, im Süden der Rollbrücke befand sich der zweite M 58-5 und ein M 63-5. 30 DIE PUMAS Betonförderung GmbH & Co. KG ist im Rhein-Mai-Gebiet mit 30 Autobetonpumpen mit Mastgrößen von 24 bis 63 m und mit stationären Betonverteilersystemen beheimatet. Einige der längsten Verteilermaste der PUMAS kamen bei den Großbetonagen im August und September 2010 an den Rollbrücken am Rhein-Main-Flughafen zum Einsatz. Die beiden Rollbrücken führen über die Autobahn und ICE Trasse und verbinden die neue Landebahn Nordwest 07L/25R mit dem jetzigen Rollfeld. Zum Winterflugplan 2011/12 soll die neue Bahn in Betrieb gehen. Spatenstich war im Mai 2009. Rollbrücke West Betonage August 2010 Die Brücke West konnte durch exakte Planung der Standorte von vier Putzmeister Großmastpumpen zügig und termingerecht betoniert werden. Der Überbau wurde mit einem M 63-5, einem M 62-6 und zwei M 58-5 am 20.08.2010 gegen 20:00 Uhr in Angriff genommen. Innerhalb von 20 Stunden wurden 3.240 m³ eingebaut, die durch die Lieferwerke der Sehring Beton GmbH & Co. KG fristgerecht bereitgestellt wurden. 14 PM 4377 PM 4377 15

Einsatz Einsatz 31 32 p Die zweite Maschine auf der Südseite, ein M 58-5, musste in der Kranbahn aufgebaut werden. Rollbrücke Ost Betonage September 2010 Am 17.09.2010 wurde nach wochenlangen Planungen der Überbau der Rollbrücke Ost betoniert. Zum Einsatz kamen ein M 62-6, ein M 58-5 und ein M 52-5 an der Nordseite, sowie ein M 63-5 und ein M 58-5 auf der Südseite. Der Überbau mit einer Breite (O-W) von 345 m und einer Tiefe (N-S) von 91,5 m wurde in drei Betonierphasen aufgeteilt. Begonnen wurde an der tiefsten Stelle des Bauwerks, wo es die ICE-Trasse und beide Richtungsfahrbahnen der A3 überspannt. In der Planung wurde von einer Einsatzdauer von 61,5 Stunden und einer einzubauenden Menge von 10.100 m³ ausgegangen. Hauptbedingung für die wohl erst- und einmalige fugenlose Betonage einer Fläche von fast 19.000 m² war die Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Betonversorgung von vier Einbaukolonnen durch die Betonpumpen der PUMAS. Da trotz Einsatz der Großmastpumpen noch eine Lücke in den Arbeitsbereichen der Verteilermaste bestand, wurde zu- p Sauber eingeparkt: Der M 52-5 findet dank OSS direkt an der ICE Trasse einen geeigneten, sicheren Aufstellplatz. 33 16 PM 4377 PM 4377 17

Einsatz Einsatz 34 Ä ÄAusbau für mehr Flugbewegungen am drittgrößten Flughafen Europas (Quelle: Ausbau Aktuell, März/2011) Im Januar 2011 waren die Erdarbeiten für die Dämme zu den Rollbrücken im Mittelpunkt gestanden. Zur Vermeidung von Druck der Dämme auf die Widerlagerwände der Rollbrücken, die über Autobahn und ICE-Trasse führen, wurden sogenannte Erddruckfänger eingebracht. Auch die Betonarbeiten für die 45 m breite und 2.800 m lange Landebahn liefen wieder an. Die Fertiger begannen in zwei Lagen jeweils 11,25 m breite Streifen zu betonieren, um das noch fehlende Teilstück im 24-Stunden- Dauereinsatz fertigzustellen. Die Betonarbeiten für die Flugbetriebsflächen (Landebahn und Rollwege) werden bis Ende Mai 2011 beendet. Sobald die Arbeiten an den Dämmen abgeschlossen sind, wird auch auf den Rollbrücken Beton aufgebracht. Ziel ist es, auch die insgesamt fünf Brückenkonstruktionen bis Mai fertigzustellen. Der Verkehrsflughafen Frankfurt am Main ist der mit Abstand größte deutsche Flughafen und zugleich eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze. Gemessen am Passagieraufkommen ist er nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle der drittgrößte Flughafen in Europa und liegt im weltweiten Vergleich auf Rang 9. Er weist, nach dem Flughafen in Paris, das zweitgrößte Frachtaufkommen aller europäischen Flughäfen auf. Mit der neuen Bahn soll ein Koordinierungseckwert von 126 Flugbewegungen pro Stunde auf dem Frankfurter Flughafen ermöglicht werden. q Grafik der neuen Landebahn 07L/25R mit den beiden Rollbrücken 36 ÄÄwww.ausbau.fraport.de 35 p Auch diesen kritischen Teil der Betonage über die Fahrbahn der Autobahn A3 hinweg meisterte der M 63-5 zuverlässig und ganze 34 Stunden lang! 37 p Anflug des Rundverteilers RV 10, der in der Mitte der Rollbrücke Ost den Arbeitsbereich des M 58-5 noch etwas erweiterte sätzlich ein Rundverteiler RV 10 eingesetzt. Dieser wurde nur am Anfang für 150 m³ genutzt, alle weiteren Stellen konnten direkt von den Masten der Autobetonpumpen erreicht werden. Bedient wurde der RV 10 vom M 58-5 an der Nordseite der Rollbrücke. Der M 63-5 war direkt an der Fahrbahn der A3 Richtung Frankfurt aufgebaut und musste über die Fahrspuren hinweg den Beton auf die Brücke fördern. Dies stellte höchste Anforderungen an die Sicherheit. Daher wurde die komplette Verrohrung der Maschine vor Einsatzbeginn ausgetauscht. Als fünfte Betonpumpe wurde nördlich der Brücke ein M 52-5 zwischen der ICE- Trasse und der Autobahn A3 Richtung Köln aufgebaut. Sie schloss direkt am Arbeitsbereich des M 58-5 in Richtung Osten an. Nach knapp 20 Stunden und 3.700 m³ Beton war der erste Abschnitt des Überbaus betoniert. Auch beim Beginn des zweiten Abschnitts konnten die Betonpumpen ohne Standortwechsel weiterarbeiten. Der im ersten Abschnitt betonierte mittlere Teil der Brücke wurde in der Zwischenzeit schon mit Flügelglättern endbehandelt. Nach 46 Stunden schließlich und ca. 8.200 m³ hatten die Masten der Betonpumpen Ihre letzten Einbringorte erreicht. n 18 PM 4377 PM 4377 19

Einsatz Einsatz 40 38 Eine stationäre Betonpumpe BSA 1409 D von Putzmeister schaffte im Dezember 2010 einen neuen Rekord: 1100 m horizontale Förderweite in einem Tunnel sind die bisher weiteste in Indien erreichte Distanz. Der Tunnel gesamt 3 km lang und mit einem Durchmesser von 2,50 m ist Teil des Bhilangana III Laufwasserkraftwerks mit einer Leistung von 24 MW. Das Kraftwerk befindet sich in Ghuttu, Tehri Garhwal, im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. 39 Uttarakhand / Nordindien: 1100 m neuer indischer Rekord in der Weitförderung von Beton! Was das Terrain betraf, war das Projekt eine große Herausforderung für alle Beteiligten. In Ghuttu dem letzten per Straße erreichbaren Punkt am Bhilangana Fluss wurde die gesamte Betonierlogistik aufgebaut. Detaillierte Planungen, vom geeigneten Aufstellort der Pumpe bis hin zur Verlegung der Förderleitung und Errichten der Schalungen, waren essentiell für den letztlichen Erfolg. Für mehr Stabilität hatte man die Betonpumpe entgegen der Pumprichtung aufgestellt. Die Förderleitung verlief ab Trichterabgang zunächst über zwei 90 -Bögen, was die Übertragung des Drucks in der Leitung auf die Pumpe verringerte. Die Förderleitung war mit U-Halterungen auf Betonfundamenten verschraubt. Ein Sperrschieber in der Förderleitung verhinderte das Zurück- p Einbringen des Betons in die Schalungen an den Tunnelwänden zur Stützung der Kalotte q Das Putzmeister Projekt Team nach der erfolgreichen Betonage 41 20 PM 4377 PM 4377 21

Einsatz Einsatz drücken von Beton und Wasser, da die Tunnelröhre schräg verlief und gegenüber der Betonpumpe ein Gefälle hatte. Ein speziell angefertigter Betonblock über der Förderleitung vor dem Tunneleingang fing die Schubkräfte der Pumpe auf. 42 45 46 Die Tunnelbetonage erforderte einen kontinuierlichen Pumpvorgang von 105 m 3 Beton der Festigkeitsklasse C25 bis in 1100 m Entfernung. Das hieß für das Team, Tag und Nacht zu betonieren, jeweils in Abschnitten von 67 m Länge für Firste und Ulme und 70 m für die Sohle. War das Ende eines Schalungsabschnittes erreicht, wurde anschließend die Sohle in umgekehrter Richtung betoniert. Eingebracht wurde der Beton über einen Rohrbogen. Die Dicke der Betonschicht betrug zwischen 200 und 250 mm. Vor und während der Betonage wurde die Betonmischung ständig überwacht. n p Rund um die Uhr war das Betonierteam im Tunnel im Einsatz. 43 Technische Daten BSA 1409 D Förderleistung bis zu 94 m 3 /h Betondruck bis zu 106 bar Antrieb 140 kw (Diesel) Förderzylinder Ø 200 mm Hub 1400 mm p Ein Sperrschieber verhinderte das Zurückdrücken von Beton und Wasser aus der mit Gefälle verlaufenden Förderleitung. u In der Puja Zeremonie erhielten Betonpumpe und Ausrüstung göttlichen Segen für die bevorstehende anspruchsvolle Aufgabe. Bundesstaat Uttarakhand INDIEN NEPAL CHINA Ä Ä Wenn zwei Flüsse sich treffen, fließt nur einer weiter Der Fluss Bhilangana ist der Hauptzufluss des Bhagirathi, des Quellflusses des Ganges. Er entspringt am Fuß des Khatling Gletschers im Zentralhimalaya im indischen Bundesstaat Uttarakhand, der im Norden an Tibet angrenzt und im Osten an Nepal. 47 ÄÄAbwechslungsreicher Pfad zum Dach der Welt Entlang des Flusses verläuft die beliebte Trekking Route vom Marktflecken Ghuttu zum Khatling Gletscher (3717 m MSL). Sie führt zunächst durch dichte Wälder und wunderschöne üppige grüne Wiesen. Im weiteren Verlauf werden Pässe über 5000 m, Gletschermoränen und Schneefelder bewältigt. Trekker schwärmen von dieser mehrtägigen Tour. Beeindruckende Ausblicke zu den Giganten des Garhwal Himalaya machen jede Mühe des schwierigen Weges wieder wett. 49 Ghuttu 48 44 Bhilangana Putzmeister India sorgt für kompetente Hilfe zu jeder Zeit! Bhagirathi Putzmeister bietet seinen indischen Kunden mit einer zentralen, gebührenfreien Telefonnummer einen 24 Stunden Service an, 7 Tage die Woche. Die Westwand des Nanda Devi mit 7816 m der zweithöchste Berg Indiens Ganges 22 PM 4377 PM 4377 23

Einsatz Einsatz 50 51 52 Putzmeisters Rheometer im Einsatz auf der Baustelle Zur Untersuchung des Betons steht ein neues Messgerät zur Verfügung. Das von Putzmeister entwickelte Sliding Pipe Rheometer kurz SLIPER ermöglicht eine schnelle Vorabbeurteilung der Pumpbarkeit von Betonen oder anderen Dickstoffen im Labor und auf der Baustelle. Mit Hilfe des Rheometers können aufwändige Pumpversuche reduziert und somit Kosten gespart werden. Gleichzeitig ermöglicht diese neue Technologie eine Qualitätskontrolle sowie eine einfache Prognosemöglichkeit bezüglich des Pumpverhaltens von Beton und anderen Dickstoffen., so Betontechnologe Dr. Knut Kasten von Putzmeister. Förderdruck Betonmischung A Betonmischung B Fördermenge p Das Diagramm zeigt die grundsätzliche Abhängigkeit zwischen Förderdruck und Fördermenge bei Beton. u Messung auf der Baustelle mit dem Sliding Pipe Rheometer 53 Stabile Basis für die Windkraft Schwerkraftfundamente für Offshore-Anlagen Im Rahmen des Projektes Wetfeet wird derzeit die Umsetzung von Schwerkraftfundamenten für Offshore-Windkraftanlagen vorbereitet. Dabei sollen die Windkraftanlagen mit einer Betonsäule und einem Beton-Fußkreuz komplett an Land gefertigt und dann per Spezialschiff aufs Meer transportiert werden. STRABAG Offshore Wind entwickelt, plant und realisiert Schwerkraftfundamente für betriebsfertig montierte Windenergieanlagen für Offshore-Windparks. Mit einem Konzept der kompletten serienmäßigen Anlagenmontage an Land bietet STRABAG dabei entscheidende Vorteile. Mit der Fertigstellung des neuen STRABAG Terminal Cuxhaven wird Offshore Wind großserienfähig. Insgesamt investiert die STRABAG in diese Fertigungsstätte in Cuxhaven über 300 Millionen Euro. In einer ersten Ausbauphase ist die Schaffung von bis zu 500 Arbeitsplätzen in den nächsten Jahren geplant. Anlage wird komplett an Land montiert Eine Besonderheit des STRABAG-Logistikkonzeptes liegt in der Vorinstallation der gesamten Windenergieanlage, bestehend aus Stahlturm, Turbine und Nabe mit Rotorblättern, auf das Schwerkraftfundament im Produktionswerk Cuxhaven, so Dr. Klaus Weber, Geschäftsführer der STRABAG Offshore Wind GmbH. Die 7000 t schwere Anlage wird dann mit einem Spezialschiff zu den Windparks transportiert. Somit erfolgt die Offshore- Installation weitgehend unabhängig von Witterung und Seegang. Für die Errichtung eines Fertigteilwerkes dieser Dimension das Fabrikgelände erstreckt sich über 50 Hektar Fläche müssen viele Details untersucht und vorab getestet werden. Als Vorbereitung für die spätere Serienfertigung und für die Untersuchung der Belastungen am Fußkreuz wird in Cuxhaven ein Testfundament für eine solche Windkraftanlage hergestellt. Für die effiziente Fertigung der Fundamente sollen Betonpumpen eingesetzt werden. Die hohen Anforderungen an die Eigenschaften des Betons haben Auswirkungen auf das Pumpverhalten. Um dieses zu testen, wurden von Putzmeister bei einer Betonage Messungen an der Betonpumpe und gleichzeitig Untersuchungen der Betonmischung mit einem neu entwickelten Rheometer durchgeführt. An einer Autobetonpumpe vom Typ BSF 42-5.16 HLS wurde der Betondruck in der Leitung gleich hinter dem Trichter gemessen. Damit wurde das Pumpverhalten des Spezialbetons C70/85 baustellengerecht analysiert. Übereinstimmende Messungen an der Pumpe und mit dem Rheometer zeigten, welche Eigenschaften der Beton beim Pumpen besitzt: Wie bei modernen hochfesten Betonrezepturen häufig zu beobachten ist, hat auch dieser Spezialbeton einen relativ hohen Druckwiderstand in der Förderleitung erzeugt. Die experimentell ermittelten Eigenschaften helfen bei der zielgenauen und sinnvollen Auslegung der später zum Einsatz kommenden Pumpanlage. Die Untersuchungen mit dem Rheometer werden ausschließlich als Dienstleistung angeboten. n ÄÄRückenwind Der konsequente Ausbau regenerativer Energien in Europa führt dazu, dass mehr und mehr Windenergieanlagen nicht nur an Land aufgebaut, sondern dass dafür auch Flächen in der Nordund Ostsee genutzt werden. p Hier werden in Zukunft Offshore-Windkraftanlagen komplett an Land gefertigt. Die deutsche Bundesregierung beschloss im Spätsommer 2009 einen Raumordnungsplan, wonach bis zum Jahr 2030 bis zu 25.000 Megawatt über Offshore- Windkraft erzeugt werden könnten. Laut Verkehrsministerium sollen 30 Windparks in der Nord- und 10 in der Ostsee gebaut werden. Deutschland liegt bereits auf Platz 2 hinter den USA bei der installierten Windenergiekapazität. 54 24 PM 4377 PM 4377 25

Putzmeister Solid Pumps Putzmeister Solid Pumps Putzmeister Solid Pumps im Ship & Offshore Einsatz t Rem Hrist vor der Bohrplattform Deep Sea Atlantic 55 Technische Daten: Lieferumfang je Versorgungsschiff 2 x Gleitrahmen PDL 6845 2 x Austrags- und Vorpressschnecke SHS 4552 SH 1 x Dickstoffpumpe KOS 1480 HPS 1 x Hydraulkaggregat HA 200 E-SP 1 x Schalt- und Steuerschrank SEP 200 1 X Gleitmittelinjektionsanlage 250/600 Technische Daten PSP-Pumpsystem: Drillcuttings-Lagertank 2 x 200m³ Dickstoffpumpe 50 m³/h, 60 bar Daten Versorgungsschiffe: Länge über alles 88,8 m Breite 19,0 m Tiefe vom Hauptdeck 8,0 m Max. Tiefgang 6,6 m Design Tiefgang 6,0 m Tonnage netto Tonnage brutto Max. Geschwindigkeit 1328 NRT 3969 GRT 15,4 Knoten PSP Lieferumfang: Gleitrahmen mit hydraulischem Antriebszylinder im Lagertank (grau) Unterhalb der Tanks die Austragsund Vorpressschnecken mit hydraulischen Absperrschiebern (blau) Dickstoffpumpe (gelb) Hydraulikaggregat und Gleitmittelinjektionsstation (nicht dargestellt) 57 p Die installierte Dickstoffpumpe im Schiffsrumpf ist am weißen Deckel des Zulauftrichters vor der Person zu erkennen. Im Vordergrund ist die Vorpressschnecke zu sehen. 56 Die norwegische Erdöl- und Erdgasgesellschaft Statoil ist der bedeutendste Erdgaslieferant auf dem europäischen Kontinent und gehört zu den weltgrößten Nettoverkäufern von Rohöl. Hierzu betreibt Statoil eine Vielzahl von Bohrplattformen (Drilling Rigs) und Produktionsplattformen in der Nordsee, dem Nordatlantik und der Barentssee (Offshore). Der enorme Preisanstieg im Rohölbereich führt zu immer tieferen Bohrungen bei Statoil, aktuell bis zu 4000 m Tiefe. Bis September 1991 war es nach norwegischem Recht erlaubt, die bei den Bohrungen anfallenden sogenannten Drillcuttings (Bohrklein) neben dem Bohrloch auf den Meeresgrund abzulagern. Aktuell liegen die Grenzwerte für den Restölgehalt der Drillcuttings, die noch im Meer abgelagert werden dürfen, bei einem Gramm pro Kilogramm Öl. Ausgenommen hiervon sind die Kaltwassergebiete. Zum Beispiel gilt in Norwegen in der Barentssee ein Null-Prozent-Grenzwert (Zero-Emission). Aufgrund dieser gesetzlichen Forderungen und dem begrenzten Platzbedarf auf den Bohrplattformen, wird die weitere Aufbereitung der Drillcuttings an Land durchgeführt. Bisher erfolgte der Transport der Drillcuttings von den Bohrplattformen in geschlossenen Transportcontainern, die zur Entleerung ausgekippt wurden, oder in Druckbehältern, die mittels Vakuumpumpen befüllt und an Land entleert wurden. Die Kranverladung der Container und Druckbehälter auf die Versorgungsschiffe (Supply Vessels) ist eine zeitaufwendige und bei schlechtem Wetter riskante Tätigkeit. Um die Be- und Entladung der Versorgungsschiffe zu optimieren, bietet sich die Förderung der Drillcuttings mittels Dickstoffpumpen und Rohrleitungen an. Die Ulstein Werft, als einer der innovativsten Werften im Bau von Spezialschiffen für die Öl- und Gasindustrie, hat den Auftrag der 2008 von Statoil erstellten Ausschreibung zur Lieferung von zwei Versorgungsschiffen erhalten. Putzmeister wurde als Lieferant für das Drillcuttings Lager- und Pumpsystem ausgewählt. Wesentliche Entscheidungskriterien für die Putzmeister Technologie waren neben der langjährigen Erfahrung in der Förderung verschiedenster schwer fließender Dickstoffe, die von Putzmeister Solid Pumps im Jahre 2007 und 2008 erfolgreich durchgeführten Pumpversuche mit Drillcuttings. Trotz der offensichtlich beengten Platzverhältnisse konnte die Installation servicefreundlich im Bereich unter dem Frachtraum untergebracht werden. Die gute Teamarbeit, langjährige Erfahrungen im Projektgeschäft, gute Zusammenarbeit mit den Schiffsbau- Ingenieuren der Ulstein Werft, sowie hohe Projektmanagement-Kompetenz waren Grundlage für die erfolgreiche Einhaltung der Liefertermine und des Projektbudgets, sowie der für PSP neuen Schiffsbau-Standards. Die beiden Versorgungsschiffe mit den Baunummern 288 und 289 wurden planmäßig im Februar und Mai 2011 der Reederei Remoy Shipping übergeben, die von Statoil einen 8 Jahres Chartervertrag hat, und auf die Namen Rem Hrist (288) und Rem Mist (289) getauft. 59 Neben dem Lager- und Pumpsystem für die Drillcuttings besitzen die Versorgungsschiffe ein Multi Cargo Tank System für Flüssigkeiten und Trockenstoffe und ca. 1000 m² geschützte Lagerfläche an Deck für Container. Im Falle eines Ölaustritts wie z.b. bei der Deep Sea Horizon im Golf von Mexico, kann in den Drillcutting Tanks und dem Putzmeister Pumpsystem auch ORO (mit Wasser vermischtes Öl) gelagert und gepumpt werden. Im Zusammenhang mit diesen Aufträgen wurde von den PSP Servicetechnikern eine mehrtägige speziell erforderliche Sicherheitsausbildung in Norwegen für den Offshore-Einsatz absolviert. n t Drillcuttings nach dem Shaker von der Deep Sea Atlantic, so wie sie in die Drillcutting Tanks der Versorgungsschiffe eingefüllt werden u Rem Hrist im Trockendock der Ulstein- Werft während der Installationsphase des PSP-Pumpsystems ÄÄDie Walküren Hrist und Mist entstammen der norwegischen Mythologie. Walküren sind weibliche Geis terwesen aus Odins Gefolge und erwählen aus den auf dem Schlachtfeld Verstorbenen die Einherjer ( ehrenvoll Gefallenen ) aus, um sie nach Walhall in Odins Burg Asgard zu bringen. 60 58 26 PM 4377 PM 4377 27

Rubrik Kurzmeldungen Kurzmeldungen Vorsicht, bissige Werbung! Seit ich auf meinem M 52 die auffällige Beschriftung habe, ordern meine Kunden nur noch den Big Dog, so Robert Heider, Geschäftsführer des Betonpumpendiensts Heider aus Wolfegg im Allgäu. Da er gerade in der 42 Nähe war, hielt er für einen kurzen Boxen stopp an im Putzmeister Werk Aichtal. u Robert Heider (re.) und Jörg Hermann, Leiter der Zentral-Service Werkstatt (li.) 61 In der Putzmeister Post 79 hatten wir über die spektakuläre Betonage an den Doppelbögen der Hoover Dam Bypass Bridge berichtet, die im Oktober 2009 stattgefunden hatte. Anderthalb Jahre später, im April 2010 war die Brücke erneut Schauplatz eines aufregenden Ereignisses: Ein M 52 wurde per Seilkran an seinen luftigen Arbeitsplatz geflogen. Insgesamt elf Felder mit je 27 x 37 m der zukünftigen Fahrbahn mussten betoniert werden. Pumpendienstleister Quinn aus Las Vegas, der das ganze Projekt hindurch sein Equipment samt Maschinisten im Einsatz hatte, war gefragt mit seinem M 52 als Sattelauflieger. Die große Reichweite war entscheidend für die Wahl, aber auch seine Semitrailer-Konfiguration. Die Autobetonpumpe konnte um ihr Zugfahrzeug erleichtert und per Kran an Ort und Stelle auf eine spezielles Gegengewicht gesetzt werden. Der M 52 wurde am Scheitelpunkt des Bogens positioniert. Um die Last symmetrisch zu verteilen und den Brückenbogen im Gleichgewicht zu halten, betonierte er von dort eine Fläche auf der einen Seite, wurde umgesetzt und betonierte eine Fläche auf der anderen Seite. Immer abwechselnd, bis alle elf Flächen erledigt waren. Das Umsetzen der Pumpe war nötig, da die Zufuhrleitung von der Stationären Betonpumpe, die den M 52 fütterte, sonst im Weg gewesen wäre. Die Hoover Dam Bypass Bridge ist seit Oktober 2010 als Mike O Callaghan Pat Tillman Memorial Bridge in Betrieb. Der Bau der fast 610 m langen Brücke hatte etwa fünfeinhalb Jahre gedauert. 62 M 52 im Anflug auf die Hoover Dam Bypass Bridge 63 28 PM 4377 PM 4377 29

Kurzmeldungen Kurzmeldungen In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad hat der Bau begonnen für den King Abdullah Financial District (KAFD). Das ehrgeizige Projekt mit einem Volumen von 10 Milliarden US$ wird mehr als 40 Hochhaustürme auf einer Fläche von 1,6 Mio. m 2 umfassen und soll innerhalb einer Bauzeit von nur dreieinhalb Jahren fertiggestellt werden. Saudi-Arabien soll die Finanzzentrale des Nahen Ostens werden. Diese Prämisse und das große persönliche Interesse des Staatsoberhaupts und Regierungschefs König Abdullah bin Abdulaziz Al Saud treiben das Vorhaben zügig und konsequent voran. Der Baubeginn für die ersten 10 der 40 Parzellen war Ende 2009, nach nur 30 Monaten sollen sie bereits fertig sein. Für die weiteren Teilprojekte wird dieselbe knappe Bauzeit veranschlagt werden. Mitte 2012 sollen 70 % der Gebäude fertiggestellt sein. Das Konzept des KAFD sieht nicht nur exklusive Büros für Finanzunternehmen vor. Rund ein Viertel der 5 Mio. m 2 Gebäudefläche ist für Wohnappartements vorgesehen. Sechs Hotels sind geplant sowie zahlreiche Geschäfte und Freizeiteinrichtungen. Wichtig ist den Bauherren, eine tags wie nachts lebendige Stadt zu erschaffen, in der Arbeit, Wohnen und Freizeit eine harmonische Verbindung eingehen. Nach dem Prinzip eines Wadi ein Wadi bezeichnet ein trockenes Flusstal, das nach Regenfällen Wasser führt und teils besiedelt ist finden sich in der gesamten Anlage schattige Fußwege mit Wasserspielen und Pflanzen, aber auch viele klimatisierte Skywalks zwischen den Gebäudetürmen sowie eine einspurige Bahn rund um den Distrikt. Jedes Großprojekt in Saudi-Arabien: King Abdullah Financial District Hochhaus hat vier unterirdische Parkdecks. Zusammen mit der komplexen Verkehrsführung bleibt der KAFD praktisch autofrei. Die zum Bau benötigte Betonmenge von 1,6 Mio. m 3 ist gigantisch 2000 m 3 sollen es jeden Tag sein, die eingebaut werden. Putzmeister hilft bei diesem Projekt nicht nur mit zuverlässigen Pumpen und Verteilermasten, sondern steht auch projektberatend zur Seite. 64 65 Telebelt senkt Kosten beim Einbringen von Massenbeton in chinesischer Werft Titan Quanzhou Shipyard Co. in Hui an, Quanzhou in der chinesischen Provinz Fujian gehört zum Konzern Titan Petrochemicals Group Ltd. Die Schiffswerft setzt sich aus einem Fangedamm, Außenkai und vier Trockendocks zusammen. Dock 1 ist die Hauptwerft und besteht aus Dockeinfahrt, Wand, Fundamenten, Durchfahrt, Entwässerungssystem und Pumpenhaus. Projektstart war 2006, die Betonagearbeiten begannen im März 2010. Das erste und zweite Dock werden voraussichtlich Ende Mai 2011 fertiggestellt sein. An der Betoneinbringung sind hauptsächlich ein Putzmeister Telebelt TB 110 G, drei 12 m 3 Fahrmischer und eine 500 m von der Baustelle entfernte 3 m 3 Mischanlage beteiligt. Große Betonmengen bei der Gründung von Werfteinfahrt und Pumpenhaus Das Fundament des Pumpenhauses ist beispielsweise 54 x 41 m groß und 2 m dick mit insgesamt 4.800 m 3 Beton. Um dieses Fundament zu bauen, musste kontinuierlich betoniert werden. Kein Problem: Telebelt war ununterbrochen 67 Stunden in Betrieb und erledigte seinen Job perfekt. Während der Einbringung wurde der Kraftstoffverbrauch gemessen. Das Ergebnis: 1.000 l Diesel für 5.300 geförderte Kubikmeter Beton. Telebelt betoniert Dockwand Der Beton für die Dockwand wurde in drei Lagen eingebracht, die maximale Höhe der Wand betrug 12,6 m. Der Telebelt wurde direkt an der Wand aufgestellt. Mit einer maximalen Arbeitshöhe des Förderbandes von 18 m hatte der Telebelt dabei immer genügend Reserve. Bei der Betonage der Wände war das ruhige Förderband ohne Schwingungen vorteilhafter und sicherer. Förderband ideal für Bodenplatte des Docks Die Dicke der Fundamentplatte betrug 60 cm, die ganze Fläche war aufgeteilt in mehrere Segmente, wobei je eines 225 m 3 Beton benötigte. Der große Vorteil des Telebelt war hier, dass er den Beton horizontal fördern kann. Ideal und zeitsparend für diese Betonage. 66 ÄÄTitan Quanzhou Shipyard Die Lage der Titan Quanzhou Werft an wichtigen Routen der Handelsschiffahrt und ihre relativ geringe Entfernung zu bedeutenden Seehäfen wie Shanghai (502 Nautische Meilen) oder Hongkong (386 Nautische Meilen) machen sie zu einem idealen Anlaufpunkt dieser Küste. 2012 soll die Werft in Betrieb gehen. Dann wird sie eine der größten der Welt sein mit riesigen Kapazitäten für Reparatur und Umbau von Supertankern (VLCC), großen Massengutfrachtern, Ro-Ro Schiffen und sogar den größten Containerschiffen, die derzeit auf der Welt unterwegs sind. Das Werftgelände umfasst 110 Hektar Land mit einer 3,6 km langen Küstenlinie. Die Maße der Docks Dock 1 Dock 2 380 x 80 x 14,4 m 420 x68 14,65 m Dock 3 und 4 je 280 x 46 x 12,8 m Geld und Zeit sparen mit dem zuverlässigen Telebelt Telebelt kann Beton mit geringem Slump und relativ großer Körnung fördern. Betonmischungen dieser Art werden hauptsächlich als Massenbeton eingesetzt, da sie zum einen weniger Hydratationswärme produzieren und zum anderen deutlich günstiger sind als pumpbare Betone und dadurch die Kosten bei einem Projekt wie diesem erheblich senken. Zeit gespart hat der TB 110 G gegenüber anderen Methoden der Betoneinbringung dank seiner großen Förderleistung und hohen Mobilität. Seit Beginn der Betonarbeiten war der Telebelt äußerst zuverlässig im Einsatz. Außer dem geplanten Service während dieser Zeit gab es keine Stillstandszeiten. Bis September 2010 hatte der TB 110 G bereits 45.000 m 3 Beton gefördert, im April 2011 waren es ganze 130.000 m 3 auf dieser Werftbaustelle. [Putzmeister Machinery Shanghai Co. Ltd.] 30 PM 4377 PM 4377 31

Putzmeister Services informiert: Längere Lebensdauer für Ihre Förderleitung Schwammkugel für Ø 120, 125, 140 Jetzt jede Kugel schmutzresistent verpackt Jetzt noch reißfester Optimales Rückstellverhalten 5,10 Art.-Nr. 018841002 67 Sauber & Dicht 68 Die angegebenen Preise sind Nettopreise EXW Aichtal, Stand 09/2011. Preise verlieren ihre Gültigkeit mit Erscheinen einer neuen Ersatzteilepreisliste. Dichtsatz * SK 125 5,5Z Erhöht die Standfestigkeit der Dichtung im Drehgelenk Einsatz in gewöhnliche SK 5,5 Kupplungen möglich 4,10 Art.-Nr. 484216 Mehr Informationen erhalten Sie unter: Tel. +49 (0) 7127 599 297 spareparts@putzmeister.de * Dichtung und Einlagering (blau) PM 4377