Dorothea Thomé & Günther Thomé Richtig einfach lesen nach dem (fast) nur Basisschreibungen Leseprobe, August 2012 IsB. Institut für sprachliche Bildung Verlag
I ch b i n h eu t e M ei n e M a m a sch au t m i ch a n. S ie m ei n t: H a s t du h eu t e k ei n e Au fgaben au f?
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also keine Basisschreibungen Einige Ausnahmen Wie oft? Auslaute und Lautung: unt 4 ob Lautung: op 1 sind Lautung: sint 1 das Mädchen Lautung: Mätchen 1 das Lied Lautung: Liet 1 richtig Lautung: richtich 1 Gemischtes das Spiel Lautung Schpiel 1 weiß Lautung weis 1 Verdoppelung von s das Wasser Lautung: kurzes /a/ 1
Kannst du dichten? Hier hast du einige Wörter für lustige Gedichte die Ziege liebe kriegen diese Wiese riesige liegen dieser Riese fiese wiegen Wiege fliegen Fliege Biene
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Zum Basiskonzept Das Heft soll Kindern helfen, richtig und einfach lesen zu lernen. Die lautlichen und schriftlichen Einheiten werden in einen deutlichen Zusammenhang gestellt und im Text durch große Zwischenräume hervorgehoben. Damit wird das Lesen kindgerecht und zugleich systematisch korrekt vermittelt. Durch die Berücksichtigung der grundlegenden Lesebausteine löst sich das Basiskonzept von der schädlichen Buchstabendidaktik, die besonders Kinder mit Lernschwierigkeiten verwirrt und ihnen den Lese-Erwerb unnötig erschwert. In dem fantasievollen Lesetext werden die schriftlichen Einheiten nach den entsprechenden lautlichen Einheiten gegliedert und deutlich segmentiert dargestellt. Beispielsweise besteht das Wort schön geschrieben aus fünf Buchstaben, gesprochen aber nur aus drei Lauten (Phonemen). Damit Leseanfänger bei diesem Wort nicht unnötig ein s, ein c, ein h, ein ö und ein n buchstabieren, sondern die drei Schrifteinheiten erkennen, die für die drei Laute dieses Wortes stehen, gliedern wir im Text in die Lesebausteine <sch>, <ö> und <n>. Eine weitere Besonderheit zeichnet den Lesetext aus. In der Geschichte werden fast ausschließlich Basisgrapheme verwendet. Basisgrapheme sind die häufigsten Verschriftungen unserer Laute (Phoneme) und damit die grundlegenden Schreibbausteine (vgl. eine aktuelle Auszählung von 100.000
Schrift- und Lauteinheiten in: Katja Siekmann, G. Thomé: Der orthographische Fehler. Oldenburg: IsB Verlag 2012, S. 239-247), die durch ihre Häufigkeit einfacher zu lesen sind als die seltenen Orthorapheme (Nebenschreibungen, z. B. nn, tt, ah, aa, v, qu oder x). Nach unseren Untersuchungen enthalten einfache Texte in deutscher Sprache etwa 90 Prozent Basisgrapheme. Wir haben uns bemüht, diesen Anteil für die Leseanfänger auf über 99 Prozent zu erhöhen. Wir möchten uns ganz herzlich bei Maria Fleiter, Bremen, und unseren drei Kindern für die schönen Bilder und Zeichnungen bedanken. Alle Einnahmen aus dem Verkauf dieser Auflage werden in die Herstellung weiterer Lernmaterialien für den verzögerten und erschwerten Schriftspracherwerb fließen. Preisermäßigungen für ganze Klassensätze können beim Verlag erfragt werden. Dr. Dorothea Thomé und Prof. Dr. Günther Thomé