Dipl.-Geol. Michael Eckardt

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Transkript:

Dipl.-Geol. Michael Eckardt Büro für Ingenieur- und Hydrogeologie Boden- und Felsmechanik Umweltgeotechnik Dipl.-Geol. Michael Eckardt Johanniterstraße 23 52064 Aachen Johanniterstraße 23 52064 Aachen Fon 0241402028 Gemeinde Titz über VdH Projektmanagement GmbH Frau Jakubiec Maastrichter Straße 8 41812 Erkelenz Fax 0241402027 Mail 0241402027@t-online.de.. Aachen, den 3335-1 08.02.2017 Bauvorhaben in Titz Jackerath Hydrogeologisches Gutachten zur die Versickerung von Niederschlagswasser Inhalt 1. Aufgabenstellung 2. Unterlagen 3. Bodenerkundung 4. Morphologie 5. Geologie 6. Bodenschichtung 7. Hydrogeologie 8. Durchlässigkeit 9. Auswertung Anlagen: 1 Lageplan und Schnitte durch den Untergrund Sparkasse Aachen IBAN DE41 3905 0000 0010 0046 20 / SWIFT-BIC AACSDE33 / Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE 121661748

- 2-1. Aufgabenstellung Die VdH VdH Projektmanagement GmbH plant für die Gemeinde Titz die Erschließung des Bebauungsplangebietes Nr. 108, "Römerweg II" im Ortsteil Jackerath. Als Grundlage für die weitere Planung wurde eine Baugrunderkundung mit folgender Aufgabenstellung beauftragt: Erkundung der Boden- und Grundwasserverhältnisse, Beschreibung der hydrogeologischen Verhältnisse, Beurteilung der Möglichkeit der Versickerung von nicht schädlich verunreinigtem Niederschlagswasser. 2. Unterlagen Für die Ausarbeitung wurde mir ein Lageplan M.: 1:2.000 mit Angabe der Bohrpunkte zur Verfügung gestellt. 3. Bodenerkundung Am 17.01.2017 wurden 3 Rammkernbohrungen nach DIN EN ISO 22475-1 mit Entnahme gestörter Bodenproben ausgeführt (B1-B3). Die Ansatzpunkte wurden eingemessen. Die Ansatzhöhen wurden mit Höhenbezug auf den Kanaldeckel im Wendehammer der Friedhofstraße nivelliert ( Die Ansatzpunkte und eine Zusammenstellung der Ergebnisse nach DIN 4023 in Schnitten durch den Untergrund finden sich auf Anlage 1. In den drei Bohrungen wurden Versickerungsversuche nach USBR Earth Manual (Des.7300, Cond. 1) ausgeführt. 4. Morphologie Das Gelände liegt am südöstlichen Rand von Jackerath. Es wurde bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Die Geländeoberfläche ist eben und flach nach Norden ab.

- 3-5. Geologie Nach hydrogeologischen Karten folgen unter einer quartären Deckschicht aus Lößlehm und Löß Terrassensedimente, die tertiären Sanden, Tonen und Braunkohlen auflagern. Die Bodenkarte weist für das Gebiet Parabraunerde aus. Das Baugebiet liegt im Einflußbereich der Sümpfungsmaßnahmen der benachbarten Braunkohlentagebaue. 6. Bodenschichtung Schicht 1 Lößlehm In den Bohrungen wurde zuoberst Mitterboden in Dicken zwischen 40 cm und 50 cm erbohrt. Darunter folgt Lößlehm, in der Kornverteilung von feinsandigem Schluff. Angaben zur Mächtigkeit finden sich in der folgenden Tabelle. GOK Lößlehm Löß m NN m u. GOK m NN m u. GOK m NN B1 112,98 0,4 112,6 1,8 111,2 B2 112,71 0,4 112,3 2,2 110,5 B3 113,48 0,4 113,1 1,9 111,6 Schicht 2 Löß Der Lößlehm geht in Tiefen zwischen 1,8 m und 2,2 m unter GOK in unverwitterten, kalkhaltigen Löß über. Die Bohrungen wurden in dieser Schicht 5,0 m unter GOK abgebrochen. Schicht 3 Terrassensedimente Die Terrassensedimente wurden bis 5 m unter GOK nicht erbohrt.

- 4-7. Hydrogeologie Der Grundwasserspiegel wird durch die benachbarten Tagebaue tief abgesenkt. In Naßzeiten bildet sich in der Deckschicht nach örtlichen Erfahrungen Schichtenwasser aus. Zum Zeitpunkt der Baugrunderkundung waren die erbohrten Schluffe naß. Freies Wasser sammelte sich in den Bohrlöchern aber nicht an. 8. Durchlässigkeit Für den Löß wurden die Durchlässigkeitsbeiwerte wurden nach USBR Earth-Manual wie folgt bestimmt: Bohrung Nr. 1 2 3 Tiefe (m) 5,00 5,00 5,00 Wasserspiegel (m u. GOK) 3,70 3,30 3,45 Radius der Bohrung (m) 0,02 0,02 0,20 Versuchswasserstand (m) 1,30 1,70 1,55 Sickermenge (m³) 2,0E-04 2,0E-04 1,0E-04 Sickerzeit (Sek) 286 156 73 Durchlässigkeitsbeiwert (m/s) 2,6E-07 2,9E-07 1,7E-07 Die Durchlässigkeitsbeiwerte liegen im Rahmen örtlichen Erfahrungen. 9. Auswertung 9.1 Anforderungen Regeln für die Bemessung von Versickerungsanlagen finden sich im Arbeitsblatt DWA-A 138 "Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser" der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA).

- 5 - Art Versickerung ohne Speicherung Versickerung mit oberirdischer Speicherung Versickerung mit unterirdischer Speicherung Bauweise Flächenversickerung Muldenversickerung Beckenversickerung Schachtversickerung Rigolenversickerung Rohrversickerung Nach Abschnitt 3.1.3 des Arbeitsblattes, Qualitative Anforderungen, kommen für Versickerungsanlagen Lockergesteine in Frage, deren k f -Wert zwischen 1,0 * 10-3 m/s und 1,0 * 10-6 m/s liegt. In dem Runderlaß des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft (MURL) vom 18.05.1998, Niederschlagsbeseitigung gemäß 51a Landeswassergesetz, ist als Grenzdurchlässigkeitsbeiwert k f 5 * 10-6 m/s festgesetzt. 9.2 Bewertung Ausreichend durchlässige Schichten wurden in den mit normalen Tiefbaugeräten zu erreichenden Tiefen bis etwa 5,0 m unter GOK in keiner Bohrung nachgewiesen. Eine dauerhafte, vollständige Versickerung des Niederschlagswassers ist bis in diese Tiefen wegen der geringen Durchlässigkeit des Untergrundes nicht möglich. Verteiler: VdH GmbH 1-fach und als Datei