FORMEN DER PARTIZIPATION

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Transkript:

FORMEN DER PARTIZIPATION Offen Projektbezogen Repräsentativ/ Parlamentarisch Quelle: Mitwirkung (er)leben,(hrsg.) Bertelsmannstiftung, Autoren: Waldemar Stange, Sigrid meinhold-henschel, Stephan Schack. 3. Auflg. 2012 Inhalte der Präsentation: Julia Franke, 2018

OFFENE PARTIZIPATION Kinder- und Jugendforen Kinder- und Jugendkonferenzen/ -versammlungen Runde Tische Stadtteilforen -> Alle Angebote die auf Dauer angelegt und ohne vorherige Anmeldung/ Teilnahmebeschränkungen möglich sind

WAS MÜSSEN SIE BEI DER PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG BEACHTEN? Zugang zur Zielgruppe über aktuelle Themen, Betroffenheit, Probleme, Wohn-und Lebensumfeld (z.b. Stadtteil) Mix aus persönl. Ansprache & öffentlicher Bekanntmachung Sollte auf Dauer angelegt sein Unverbindliche TN ermöglichen

Zielgruppengerechte Vorbereitung -> gemeinsam mit den Adressat*innen z.b in den Einrichtungen Fachliche Begleitung und Organisation -> Moderation -> Methodenauswahl -> Organisation der ÖA, z.b. Einladung relevanter Akteure -> Ergebnissicherung -> Unterstützung bei Anträgen

WELCHE ERGEBNISSE SIND MÖGLICH? Bedürfnisse, Bedarfe, Interessen & Wünsche der Teilnehmenden werden sichtbar Projektbezogene Partizipation und auch Wunsch nach Parlamentarischen Formen können auf offene Form aufbauen Ergebnisse können an relevante Akteure z.b. aus Politik/ Verwaltung weitergegeben und im besten Fall bearbeitet werden Ergebnisse können (und sollten) dokumentiert & gesichert werden

PROJEKTBEZOGENE FORMEN 2/3 aller Beteiligungserfahrungen sind Projektorientiert Konkrete, zeitliche begrenzte Vorhaben oder Planungen (z.b. Spielplatzplanung, Gestaltung Jugendhaus, Zukunftswerkstatt, Stadtplanung/ Stadtentwicklung) TN im Idealfall offen möglich Produkt- und Ergebnisorientiert Initiation und TN durch Themen und Wünsche, auch Probleme in der Einrichtung, im Stadtteil, in der Gruppe -> TN initiieren oder Erwachsene laden ein Motivation: Veränderungswunsch

WAS MÜSSEN SIE BEI DER PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG BEACHTEN? Gute Planung & Nachbereitung Transparenz über Entscheidungsspielräume klären Zielgruppengerechte Methodik anwenden Finanzierung absichern Fachliche Begleitung Lebenswelterkundung, Bedarfsabfragen, künstlerisch & mediale Methoden eignen sich zur Themenfindung Über Vorhaben Bescheid wissen Niedrigschwelligen Zugang ermöglichen

WELCHE ERGEBNISSE SIND MÖGLICH? TN erleben Mitbestimmung und Einfluss direkt & zeitnah TN werden in Entscheidungen gleichberechtigt einbezogen Weiter Ideen & Projekte können sich ergeben Verknüpfung mit anderen Angeboten möglich Schnell sichtbare Ergebnisse möglich Aushandlungsprozesse, Bedürfnisformulierung werden erlernt Öffentliches Interesse kann geschärft werden

PARLAMENTARISCHE/ REPRÄSENTATIVE FORMEN Kinder-/ Jugendparlament Klassen-/Schülersprecher*in Kinder-/Jugendbeirat Gremien in Verbands-/Vereinsstrukturen Kinderbürgermeister*in -> alle gewählten Vertreter*innen -> Kommune muss Legitimation erteilen, ernst nehmen & stabile Ressourcen zur Verfügung stellen

WAS MÜSSEN SIE BEI DER PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG BEACHTEN? Klärung & Erarbeitung Organisationsstruktur, Entscheidungswege/ Abstimmungsmodelle und Finanzen institutionalisiert, langfristig, hochschwellig da stark verbindliche Strukturen Kontinuierliche, fachliche Begleitung von Menschen die das können & wollen (Moderation, Methoden, Unterstützung bei Anträgen, Lobbyarbeit etc.) Zielgruppengerechte ÖA zur Bekanntmachung von Abstimmungen, Ergebnissen, Vorhaben für andere Kinder- und Jugendliche

Wie finden Wahlen statt? Wie erfahren alle von den Wahlen? Alterbeschränkung < 14 oder > 15 21 Jahren Unterscheidung zwischen Beratend & Stimm-/Antragsberechtigt -> Klärung der Entscheidungsbefugnisse AG s/ Ausschüsse für bestimmte Themen möglich Ergebnisse aus Sitzungen werden in Stadtrat/ Verein/ Verband oder z.b JHA eingebracht, müssen beachtet und auf Umsetzbarkeit geprüft werden Erfordert ein (aber lernbares) Maß an kommunikativen Fähigkeiten Ergebnisse brauchen Zeit

WELCHE ERGEBNISSE SIND MÖGLICH? Unmittelbare Teilnahme an Diskussions- und Entscheidungsprozessen Lernen von Regeln demokratischer Strukturen, Übernahme von Verantwortung Wenn Themen von TN kommen, ist die Identifikation & Motivation wesentlich höher -> Erwachsene sollten so wenig wie möglich ihre eigenen Themen einbringen & Gremium nicht kontrollieren Wünsche & Vorstellungen der Kinder & Jugendlichen werden in Entscheidungsprozesse eingebracht und helfen eine Stadt Kinder- und Jugendfreundlicher zu gestalten

NICHT OB SONDERN WIE KANN PARTIZIPIERT WERDEN? Gefahr der Alibiteilhabe & unterschiedliche Definition von Partizipation -> eine Stadt sollte alle Formen von Beteiligung ermöglichen und vorhalten Qualitätsstandards, Planung & Evaluation bilden Grundlage Erweiterung durch Nutzung von digitalen Partizipationsplattformen Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf - mehrere Gesetze (aktuell Novellierung der Gemeindeordnung mit 47a) nehmen alle Akteure in die Pflicht, Partizipation zu ermöglichen

KINDER- UND JUGENDBÜRO DRESDEN Wir unterstützten & beraten Sie bei der Entwicklung von passenden Beteiligungsprojekten & Formaten für ihren Stadtteil. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Email: Julia@kijubdd.de Telefon: 0351 275 502 90