Sozialgenossenschaften in Bayern Eine Zwischenbilanz Prof. Dr. Egon Endres Vorsitzender der Expertenrates Sozialgenossenschaften Katholische Stiftungsfachhochschule München
Die Zukunftsinitiative Sozialgenossenschaften Maßnahmen des Bayerischen Sozialministeriums zur Unterstützung des Aufbaus von Sozialgenossenschaften in Bayern: Einberufung des Expertenrats Sozialgenossenschaften selbst organisierte Solidarität Mitte 2012. Anschubfinanzierung von modellhaften Sozialgenossenschaften Veröffentlichung eines Ratgebers zur erfolgreichen Gründung von Sozialgenossenschaften Abrufbar unter www.sozialgenossenschaften.bayern.de
Mitglieder des Expertenrates Prof. Dr. Thomas Beyer Vorsitzender des AWO-Landesverbandes Bayern Prof. Dr. Susanne Elsen Professorin an der Freien Universität Bozen Prof. Dr. Egon Endres Vorsitzender des Expertenrates; Katholische Stiftungsfachhochschule München Gerhard Dix Referatsdirektor Bildung und Soziales des Bayerischen Gemeindetags Dr. Jürgen Gros Bereichsdirektor Vorstandsstab und Kommunikation des Genossenschaftsverbands Bayern e.v. Ralf Haupt Sozialreferent der Stadt Bamberg Prälat Bernhard Piendl Landes-Caritasdirektor des Landescaritasverbands Bayern e.v. Prof. Dr. Klaus Sailer Professor für Entrepreneurship an der Hochschule München und Geschäftsführer des Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) Dr. Klaus Schulenburg Referent Soziales, Jugend und Krankenhauswesen des Bayerischen Landkreistags Christian Stupka Vorstandsmitglied der Wogeno München eg Prof. Dr. Theresia Theurl Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen im Centrum für Angewandte Wirtschaftsforschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Joachim Unterländer, MdL stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Familien und Arbeit des Bayerischen Landtags Markus Zorzi Ministerialdirigent, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Sozialgenossenschaften Lösungsmöglichkeit der neuen Herausforderungen? Neue Herausforderungen durch demografischen Wandel und sich verändernde Familienstrukturen Diese Herausforderungen können nur gemeinsam bewältigt werden. Solidarität und Zusammenhalt gewinnen zunehmend an Bedeutung. Genossenschaften sind hervorragende Basis auf Gegenseitigkeit bedachter Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger. Merkmale von Genossenschaften u.a.: Demokratieprinzip one person- one vote Prinzip Alle für einen, einer für alle Verfolgung auch wirtschaftlicher Ziele
Sozialgenossenschaften ihr Potential Sozialgenossenschaften können weiteren Baustein zum Erhalt und zur Erweiterung der sozialen Infrastruktur darstellen neben der Wohlfahrtspflege, dem Ehrenamt und sozialen Unternehmertum. Mitglieder /Partner einer Sozialgenossenschaft können dabei die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, Organisationen und Institutionen (privat / öffentlich) sowie in engen Grenzen auch die Kommunen selbst sein. Sozialgenossenschaften bieten die Möglichkeit unterschiedlichste Finanzierungsquellen zu kombinieren. Mit Sozialgenossenschaften können Betroffene und Interessierte zu aktiven Gestaltern ihrer eigenen Belange werden (statt passive Leistungsabnehmer zu sein).
Sozialgenossenschaften ihr Potential Sozialgenossenschaften können in ihrer Vielfalt Lösungsmöglichkeiten für viele Lebensbereiche bieten, so z.b.: zum Aufbau oder Erhalt von Mehrgenerationen-Strukturen (u.a. Quartierskonzepte, Dorfläden etc.) für die alltäglichen Bedürfnisse der Familien für ein selbstbestimmtes Leben (Mobilität, Wohnen und Wohnumfeld für Ältere sowie für Menschen mit Behinderung) im Bereich der Nachbarschaftshilfen zur Arbeitsintegration und für Menschen mit Migrationshintergrund.
Best - Practice - Beispiele aus der Förderung der Zukunftsinitiative Sozialgenossenschaften
Best - Practice - Beispiele aus der Förderung der Zukunftsinitiative Sozialgenossenschaften W.I.R. Wohnen Inklusiv Regensburg eg W.I.R. Wohnen Inklusiv Regensburg eg verwirklicht ein bayernweit einzigartiges inklusives Wohnprojekt. Dort leben Menschen mit und ohne Behinderung in einer Hausgemeinschaft zusammen. Auf einem Grundstück der ehemaligen Nibelungenkaserne in Regensburg entsteht eine barrierefreie Wohnanlage mit ca. 50 Wohnungen für Menschen mit und ohne Handicap. Die individuelle Unterstützung wird durch ein trägerübergreifendes persönliches Budget organisiert. Geplanter Einzug: Ende 2016 Näheres unter www.wir-regensburg.de
Best - Practice - Beispiele aus der Förderung der Zukunftsinitiative Sozialgenossenschaften W.I.R. Wohnen Inklusiv Regensburg eg Das Projekt sieht vor, dass die Menschen mit Behinderung selbst Genossenschaftsmitglieder werden. Vorteile einer Genossenschaft: o Die Menschen mit Behinderung erlangen eine starke, eigentümerähnliche Rechtsstellung mit lebenslangem Wohnrecht. o Sie können in den genossenschaftlichen Gremien mitwirken. o Das Konzept gewährleistet damit ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und ist damit eine Form gelebter Inklusion.
Best - Practice - Beispiele aus der Förderung der Zukunftsinitiative Sozialgenossenschaften Gemeinsam e.g. Sozialgenossenschaft im Landkreis Regensburg Zentrale Aufgabe der Gemeinsam e.g. ist die Sicherung und Verbesserung der Daseinsvorsorge für ihre Mitglieder in wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht im unteren Naabtal. Ein sog. Sozial-Scout übernimmt bzw. organisiert beispielsweise Behördengänge, Einkaufs- und Arztfahrten und berät zu Fragen der Lebens- und Wohnsituation. Vorteil der Genossenschaftsform: Alle Beteiligten wie etwa natürlichen Personen, Kommunen, Organisationen und Firmen können sich aktiv einbringen. Näheres unter www.gemeinsam-eg.de
Best - Practice - Beispiele aus der Förderung der Zukunftsinitiative Sozialgenossenschaften Werkstatt für Barrierefreiheit eg i.g. Ziel der Genossenschaft ist eine barrierefreie Infrastruktur im Landkreis Kelheim. In der Genossenschaft arbeiten Menschen mit Behinderung als Experten in eigener Sache, um beispielsweise Gebäude, Texte oder Internetseiten auf Barrierefreiheit zu testen. Vorteile der Genossenschaftsform: o alle Beteiligten können sich aktiv einbringen. o Die Grundprinzipien einer Genossenschaft - Förder-, Demokratie-, Identitäts- und Solidaritätsprinzip - entsprechen dem Grundgedanken der Inklusion, nämlich Teilhabe für alle. Eröffnung am 24.11. geplant
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