Diagrammtypen. 8. Dezember 2012



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Diagrammtypen 8. Dezember 212

DIAGRAMME AUSWAHLMATRIX Zur einfachen Bestimmung eines geeigneten Diagrammtypen sollten Sie sich nach dem Sammeln und Eingeben der Daten fragen, welche Aussage ihr Diagramm haben soll. Die Aussage, für die sie sich entscheiden, wird im Kern immer ein Vergleich sein, und zwar einer der folgenden fünf Grundtypen: Anteile Positionierung Entwicklung Verteilung Korrelation / / / / Struktur Rangfolge Zeitreihe Häufigkeit Basisform Viele Elemente Vergleich-ende Formen Seite 2

HILFESTELLUNG NACH AUSSAGE Wenn Sie... zeigen, welchen Anteil an einer Gesamtheit einzelne Komponenten haben. Wann immer ihre Aussage Worte wie Anteil, Prozent, X Prozent entfielen auf... enthält...heißt der Vergleich Struktur...und das Schaubild: Kreis einzelne Objekte bewertend gegenüberstellen und fragen: Sind sie gleich, oder ist eines größer, kleiner, besser oder schlechter als das andere? Rangfolge Balken weder die Größe noch die Rangfolge einzelner Mengen, sondern ihre Veränderung über Zeit - Steigerung, Rückgang oder Stagnation im Wochen-, Monats- Quartalsoder Jahreserlauf darstellen wollen. Anhaltspunkte sind Worte wie verändern, schwanken, wachsen, steigen, zunehmen, fallen und sinken. Zeitreihe Säule, Kurve darstellen wollen, wie häufig ein bestimmtes Objekt in verschiedenen, aufeinander folgenden Größenklassen auftritt. Daß diese Art von Vergleich vorliegt, verraten Worte wie Bereich, X - Y, Konzentration oder auch Häufigkeit und Verteilung selbst Häufigkeit Säule, Kurve zeigen wollen, ob der Zusammenhang zwischen zwei Variablen dem normalen Muster folgt oder nicht. Wann immer sie also in ihrer Aussage Worte verwenden wie relativ zu..., steigt (nicht) mit..., fällt (nicht) mit..., verändert sich (nicht) parallel zu... Korrelation Doppelbalken, Punkte Seite 3

ANTEILE STRUKTUR BASISFORM 13% 13% 17% Tipps: max 6 Komponenten Sonst die 5 größten nehmen, Rest unter sonstige oder Rest zusammenfassen. Ab der 12 Uhr-Linie vom größten bzw. wichtigsten (stärkste Schraffur bzw. Kontrastfarbe) zum kleinsten im Uhrzeigersinn. Wenn keine Wertung erwünscht, dann keine Schraffur 57% 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Seite 4

ANTEILE STRUKTUR VARIANTEN 17% 13% 7% 57% 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Viele Elemente Um viele kleine Segmente deutlicher darzustellen, können Sie in einem Kreisdiagramm zu einem Element zusammengefasst werden. Die einzelnen Bestandteile dieses Elements werden dann in einem kleineren Kreis- oder Balkendiagramm neben dem Hauptdiagramm detailliert dargestellt. 13% 1% 9% 8% 7% 6% 5% 4% 3% 2% 1% 45,9 46,9 3,6 38,6 2,4 27,4 45 34,6 9 43,9 31,6 2,4 Nord West Vergleichend Sollten verwendet werden, wenn mehr als eine Gesamtheit abgebildet werden soll (z.b. Deckungsbeitrag der Produkte A, B und C in den Quartalen 1 4) % 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Seite 5

POSITIONIERUNG RANGFOLGE BASISFORM 1. Qrtl. Tipps: Balkenbreite immer größer als Balkenabstand. Entweder Ober- oder Unterskalierung (= schneller Überblick über Relationen) oder Zahlen an den Balken (wenn die Aussage davon abhängt). Balken entweder der Größe nach von oben nach unten oder von unten nach oben ordnen. Möglichst runde Zahlen verwenden (einprägsamer). 1 2 3 4 5 West Nord Süd Seite 6

POSITIONIERUNG RANGFOLGE VARIANTEN Viele Datenreihen: 1. Qrtl. Region A Region B Region C Region D Region E Region F Sonstige 1 2 3 4 5 Abweichungsdiagramm: Unterscheidet z.b. Gewinner von Verlierern 1. Qrtl. West Nord Süd -4-3 -2-1 1 2 3 4 5 Seite 7

POSITIONIERUNG RANGFOLGE VARIANTEN Spannen-Balkendiagramm: zeigt die Bandbreite zwischen Höchst- und Tiefstwerten, z.b. bei der Rabattgewährung 1. Qrtl. Gruppierte Balkendiagramm: vergleicht verschiedene Ausprägungen eines Objektes, z.b. Preise mit und ohne Rabatt. 2. Qrtl. 3. Qrtl. West Nord 4. Qrtl. -6-4 -2 2 4 6 8 1 Seite 8

ENTWICKLUNG ZEITREIHE BASISFORM 1 9 8 Tipps: Säulenbreite > Säulenabstand Max. 6-7 Säulen, sonst Kurvendiagramm benutzen, wenn Periodenabschlussdaten vorliegen 7 6 5 4 3 2 1 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Seite 9

ENTWICKLUNG ZEITREIHE VARIANTEN 1 8 6 Abweichungs-Säulendiagramm: hebt zum Beispiel Gewinn- und Verlustjahre deutlich voneinander ab 4 2-2 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. -4 8 7 Spannen-Säulendiagramm: zeigt die Schwankungsbreite zwischen Höchst- und Tiefstwerten, z.b. in einem "Börsenbarometer". 6 5 4 3 Low High Close 2 1 22.5.21 23.5.21 24.5.21 25.5.21 Seite 1

ENTWICKLUNG ZEITREIHE VARIANTEN 6 4 2-2 4. Qrtl. 3. Qrtl. 2. Qrtl. 1. Qrtl. West Nord Gruppierte Säulendiagramm: bei der jeweils zwei Säulen eng zusammenstehen oder überlappen, vergleicht zwei Objekte (z.b. Preise nominal und inflationsbereinigt) zu jedem gegebenen Zeitpunkt und stellt dar, wie sich das Verhältnis zwischen ihnen über Zeit verändert -4-6 18 16 14 12 1 8 6 Nord West Unterteilte Säulendiagramm: zeigt, wie sich die Komponenten der dargestellten Gesamtmenge über Zeit verändern, z.b. Gehalt und Sozialleistungen als Bestandteile der Gesamtvergütung. Die wichtigste Teilmenge muß direkt an die Basislinie, da nur dort ein Vergleich möglich ist. 4 2 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Seite 11

ENTWICKLUNG ZEITREIHE WEITERE VARIANTEN 1 8 6 4 2-2 -4-6 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Staffel-Säulendiagramm: läßt keinen Zwischenraum zwischen den Säulen; es eignet sich besonders zur Darstellung von Daten, die in unregelmäßigen Abständen starken Schwankungen unterworfen sind, z.b. Personalbedarf oder Kapazitätsauslastung. Seite 12

ENTWICKLUNG ZEITREIHE VIELE ELEMENTE 1 9 8 Tipps: für Weiterentwicklung und den Grad der Veränderung (Fortschreibungsdaten) Trendentwicklung Abstufung Dicke: Kurve > Basislinie > Gitternetzlinien 7 6 5 4 3 2 1 1995 1996 1997 1998 1999 2 21 23 24 Seite 13

ENTWICKLUNG ZEITREIHE VARIANTEN 1 9 8 7 6 5 4 3 2 1 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. West Nord Vergleichendes Liniendiagramm: 9 8 7 6 5 4 3 2 1 1999 2 21 22 23 24 Fläche 5 Fläche 4 Fläche 3 Fläche 2 Fläche 1 Unterteiltes Flächendiagramm: Max 5 Einzelwerte Bei mehr die 4 größten, Rest unter sonstige zusammenfassen Wichtigstes Element auf Basislinie Seite 14

VERTEILUNG HÄUFIGKEIT BASISFORM 5 45 4 35 3 25 2 15 1 5 Wert 1 Wert 2 Wert 3 Wert 4 Wert 5 Wert 6 Wert 7 Tipps: Feinheit bzw. Grobheit der Skalierung entscheidend min 5, max 2 Gruppengrenzen nicht überlappen lassen ( bei kontinuierlichen Merkmale < 9,99, 1-19,99; bei diskreten Merkmalen <1, 1-19, 2-29) Variationsmöglichkeiten: Sowohl im Histogramm als auch bei Häufigkeitskurven können kombinierte Darstellungen (in EXCEL sog. Verbund-Diagramme) sinnvoll sein. So lassen sich durch Kurven- und Säulenkombinationen gut die eigene Situation (= Säulen) zum Branchendurchschnitt (= Kurve) darstellen. Anstelle des Histogramms können ebenso kombinierte Säulen- oder unterteilte Säulendiagramme benutzt werden. Anstelle der Häufigkeitskurve sind ebenfalls kombinierte Kurvendiagramme oder unterteilte Flächendiagramme möglich Seite 15

VERTEILUNG HÄUFIGKEIT VARIANTEN Viele Datenpunkte: 1 9 8 7 6 5 4 3 2 1,25,5,75 1 18 16 14 12 1 8 6 4 2 45 34,6 46,9 45,9 43,9 3,6 38,6 9 31,6 2,4 27,4 2,4 1. Qrtl. 2. Qrtl. 3. Qrtl. 4. Qrtl. Nord West Vergleichend: Zeigt, wie sich die Komponenten der dargestellten Gesamtmenge über die Zeit verändern Die wichtigste Teilmenge muss direkt an die Basislinie, da nur dort ein direkter Vergleich möglich ist Seite 16

KORRELATION BASISFORM Tipps: Stellt die Korrelation zwischen 2 Objekten dar. 4. Qrtl. 3. Qrtl. 2. Qrtl. 1. Qrtl. -5 5 1 West Seite 17

KORRELATION VARIANTEN 1 9 8 7 6 5 4 3 2 West Linear () Viele Elemente: in das Schaubild muss zusätzlich die Trendgerade eingezeichnet werden Nur bei mehr als 15 Beobachtungen verwenden. Probleme mit der Legendenbeschriftung der Beobachtungspunkte relativ unübersichtlich 1 1 2 3 4 5 6 5 4 3 2 1 1 2 3 4 5 Testblase 1 Testblase 2 Vergleichend: Max. 15 Datenpunkte unabhängige Variable (z.b. Rabatt) links in von nach unten auf- bzw. absteigender Größenreihenfolge Falls Relation vorhanden, müsste die abhängige Variable (z.b. Umsatz) rechts den Verlauf von Links folgen Seite 18

DIAGRAMM ERSTELLEN UND ABSCHLIEßENDE KONTROLLE Einige abschließende Tipps zu Diagrammen: Benutzen Sie die von Ihnen definierte Aussage als Schaubildtitel (Eindeutigkeit für den Zuhörer) Dreidimensionale Schaubilder verzerren die Darstellung; nur verwenden, wenn es die eigene Aussage unterstützt. Die Größenrelationen (Höhe, Breite, Tiefe) zwischen hoch und schmal bis niedrig und breit der Aussage entsprechend wählen. Skalierung der eigenen Aussage und dem Schaubild entsprechend wählen. Sagt das Schaubild in S/W nicht aus, hilft meist auch keine farbliche Darstellung Farbverwendung soll als Mittel zum Zweck dienen: um hervorzuheben (dunkelste Farbe für das Hervorzuhebende). um ein wiederkehrendes Motiv kenntlich zu machen. um zu unterscheiden (z.b. Vergangenheitswerte von Projektdaten). um zu symbolisieren (z.b. rot = Verlust, gelb = Vorsicht, grün = in Ordnung). Nach Erstellen des Diagramms sollten Sie sich ernsthaft die Frage stellen: SEHE ICH DAS, WAS DER TITEL SAGT? Seite 19

Viel Erfolg! Seite 2 Templeton & Webster GmbH Am Kaltenborn 4 61462 Königstein Telefon: 6174 / 969 17 - Fax: 6174 / 969 17-2 www.templeton-webster.com info@templeton-webster.com