Forum 8: Mit Unternehmen stark im Ehrenamt Bud A.Willim, 07.07.2012 Kontakt: Landeshauptstadt München, Sozialreferat Orleansplatz 11, 81667 München 089-233-48042 engagement.soz@muenchen.de www.muenchen.de/engagement 07.07.2012 Bud A.Willim 1
Aufgaben und strategische Entwicklungsfelder des Bürgerschaftlichen Engagements in Bayern - Grundsatzpapier des Runden Tisches Bürgerschaftliches Engagement im Sozialministerium, Juli 2010 (Auszug) Mit ihrem Engagement leisten Firmen und Unternehmen einen wertvollen Beitrag für eine verantwortungsbewusste und solidarische Bürgergesellschaft. Ihr Wirken zeigt sich vor allem in (Geld-/Sach-)Spenden, Stiften und/oder Sponsoring ( corporate giving ), Freistellung und Förderung der Mitarbeiterinnen& Mitarbeiter für bürgerschaftliche Aktivitäten ( corporate volunteering ), Bereitstellung von Dienstleistungen, Technik, Räumlichkeiten etc.. Das eigene freiwillige, gesellschaftliches und verantwortliches Engagement in ihr unternehmerisches Handeln, in ihre Unternehmensstrategie zu integrieren, gewinnt für Firmen und Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Neben des daraus resultierenden Imagegewinnes, ein guter engagierter Bürger zu sein ( corporate citizen ), liegt der Nutzen auch im (betriebs-)wirtschaftlichen Bereich: Ein umfassendes soziales, ökonomisches und ökologisches Unternehmenskonzept, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbezieht, kann sich positiv auf das Betriebsklima, die Mitarbeitermotivation, die Identifikation mit dem eigenen Betrieb und vor allem auch bzgl. der Standortbindung auswirken. 07.07.2012 Bud A.Willim 2
Fragementarisches zu Corporate Volunteering Bürgerschaftliches Engagement ist ein Markt, in dem neben den bisherigen Anbietern (engagierte Einzelpersonen, Stiftungen, Service-Clubs) nun seit längerem auch Firmen und Unternehmen unterwegs sind, die sich freiwillig für unterschiedlichste Zielgruppen und Projekte aus den Non-Profit-Bereich einsetzen (wollen). Wollen? - Nicht automatisch, einige Firmen bekommen z.b. bei neuer Geschäftsleitung, den Auftrag, sich nun doch auch für das Gemeinwohl freiwillig zu engagieren. Aber auch diesen Unternehmen kann geholfen werden. Mittels Corporate Volunteering (CV) engagieren sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmen und Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum für eine bestimmte Zielgruppe bzw. für eine bestimmtes Projekt. 'Bestimmt' deshalb, da erfolgreiches CV von mehreren Faktoren abhängig ist, auf die im folgenden ein klein wenig näher eingegangen wird. Motiv und Motivation (inkl. die Frage nach dem Nutzen) der Unternehmen Neuer Kundenkreis? Produktpalzierung? Imagegewinn (von positiver Öffentlichkeit bis hin zu Mitarbeitergewinnung) Teamentwicklung Mitarbeiterentwicklung (Individueller Nutzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) 07.07.2012 Bud A.Willim 3
Motiv und Motivation (inkl. die Frage nach dem Nutzen) der NPOs Imagegewinn Konkrete personelle und geldwerte Unterstützung Mitarbeiterentwicklung Rahmenbedingungen Ausreichend Zeit für Planung, Organisation, Durchführung, Nachlese und Organisation unter Beteiligung aller Partner (insbesondere Zielgruppe, Non-Profit-Organisation, Firma/Unternehmen) das Herausfinden der konkreten Angebote des Unternehmens (inkl. Prüfung hinsichtlich Praktikabilität) die Auswahl und Festlegung der geeigneten Zielgruppe und des geeigneten Einsatzbereiches das Briefing des sich engagierenden Unternehmens bzgl. der Zielgruppe und des Einsatzbereiches (u.a. Qualifizierung in Aufsichtspflicht und Versicherungsschutz etc.) Das Briefing der zu beglückenden Zielgruppe Hinweis: Selbstredend ist der zeitliche Umfang der Planung abhängig von der Anzahl der Teilnehmenden und von der Zielgruppe, vom Einsatzort und von der Aktion. 07.07.2012 Bud A.Willim 4
Rahmenbedingungen Kreativität und Phantasie Entscheidungsbefugte Ansprechpersonen bei allen Beteiligten Klärung des Budgets Versicherungs- und haftungsrechtliche Klärung (erw.) Polizeiliches Führungszeugnis Einverständnis- und Selbstverpflichtungserklärung Marketing Im Nachgang zu den erfolgreichen CV-Projekten und Aktionen steht zuweilen die Frage nach der Dokumentation und der Berichterstattung über selbe im Raum. Eine Frage, die hier auch nebenbei beantwortet wird, ist ob Corporate Volunteering überhaupt vermarktet werden darf. Geht es im klassischen Marketing primär um die Profit- und Absatzmaximierung durch genaue Analyse der potentiellen Kunden und Erweckung neuer Bedürfnisse nach Produkten und Dienstleistungen, liegt das Ziel des Non-Profit-Marketing eher im Bestreben soziale Ziele (Mission) zu erreichen, d.h.fundraising, Gewinnen von Ehrenamtlichen, Veränderungen von Einstellungen und Verhaltensmodifikationen 07.07.2012 Bud A.Willim 5
Marketing = Kommunikationspolitik Diese ist für alle Aktionen und Maßnahmen zuständig, die den Austausch von Informationen zwischen einem Unternehmen und seiner Umwelt betreffen. Ein gängiges Modell, um Kunden zu erreichen, ist das sog. AIDA-Modell. Attention Interest Desire - Action Instrumente der Kommunikationspolitik u.a. Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Marketing, bis hin zu Event-Marketing und Sponsoring und CSR im Rahmen von PR/Öffentlichkeitsarbeit. Öffentlichkeitsarbeit oder PR bezeichnet die gezielte Bearbeitung und Gestaltung der Beziehungen zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt. Ziel ist es, eine positive Haltung gegenüber dem Unternehmen zu entwickeln = Image eines Unternehmens. Das Image stellt den Gedanken- und Emotionenkomplex dar, den das Unternehmen bei der Öffentlichkeit hervorruft. Im Mittelpunkt stehen weniger die Produkte des Unternehmens, sondern viel mehr das Unternehmen selbst. Einhergehend mit der Sichtweise des wohlfahrtsorientierten Marketings gelten die Motti Tue Gutes und rede darüber! und Rede über das, was Du tust = CSR!!! Grundsatz jeglicher PR-Maßnahmen ist Ehrlichkeit! 07.07.2012 Bud A.Willim 6
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