Internes Rechnungswesen 1

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Internes Rechnungswesen 1 Prof. Dr. Karsten Lorenz ABWL, Unternehmensrechnung, insbes. IFRS Fachbereich 7 Wirtschaft Fachhochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

Gliederung der Vorlesung 1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht 2. Grundlagen der KLR 2.1 Stellung der KLR im betrieblichen Rechnungswesen 2.1.1 Begriff des betrieblichen Rechnungswesens 2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internen Rechnungswesen 2

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Ort und Zeit Die Veranstaltung Internes Rechnungswesen 1 ist Teil des Prüfungsfaches Externes und Internes Rechnungswesen und findet dienstags von 11.15 bis 12.45 Uhr in Raum 03.86 statt. Ablauf der Veranstaltung Die Veranstaltung wird zwar als klassischer Frontalunterricht abgehalten, dennoch ist die Beteiligung der Studierenden ausdrücklich erwünscht. Dabei werden die Vorlesungsinhalte anhand von Übungsaufgaben im Rahmen von Plenumsübungen, die Bestandteil der Veranstaltung sind, vertieft. 3

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Veranstaltungsunterlagen Die Vorlesungsunterlagen werden grundsätzlich ein bis zwei Tage vor dem jeweiligen Termin als PDF-Datei zum download auf meiner Homepage bereit gestellt. Übungsaufgaben Zahlreiche Übungsaufgaben (mit Lösungshinweisen) zur Vorlesung finden sich in den Lehrbüchern zur Kostenrechnung, die in der Literatur angeben werden. Darüber hinaus werden in der Vorlesung Übungsaufgaben behandelt und deren Lösungen besprochen. Zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesung und zur Bearbeitung von Übungsaufgaben empfiehlt sich die Bildung von Arbeitsgruppen, in denen die Vorlesungsinhalte diskutiert und Lösungswege zu den Übungsaufgaben erarbeitet werden können. 4

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Literaturempfehlungen Däumler, K.-D. / Grabe, J. (2003): Kostenrechnung 1 Grundlagen. 9. Aufl., Herne/Berlin. Haberstock, L. (2004): Kostenrechnung Einführung. 12. Aufl., Berlin. (die genauen Seitenzahlen werden in der jeweiligen Vorlesung bekannt gegeben) Hommel, M. (2005): Kostenrechnung, learning by stories, Frankfurt am Main. Hummel, S./Männel, W. (1990): Kostenrechnung 1 Grundlagen, Aufbau und Anwendung. 4. Aufl., Wiesbaden. 5

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Prüfungsleistung Die Klausur im Fach Internes Rechnungswesen (Dauer: 120 Minuten) umfasst die drei Vorlesungen Internes Rechnungswesen 1-3, d.h. auch meine Veranstaltung Internes Rechnungswesen 2 (dienstags 13.45 Uhr, Raum 03.86) sowie Internes Rechnungswesen 3 von Herrn Professor Markowski (dienstags 9.15 Uhr, Raum 01.85). In der Klausur werden insgesamt 100 Punkte vergeben, die sich auf die drei Teilgebiete anteilig verteilen (Internes Rechnungswesen 1: 33 Punkte, Internes Rechnungswesen 2: 33 Punkte, Internes Rechnungswesen 3: 34 Punkte). Bestandteil des Teils Internes Rechnungswesen 1 der Klausur sind die Vorlesungsinhalte sowie die angegebene Literatur, soweit die Inhalte in der Vorlesung behandelt wurden. 6

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Tutorium Zu den Veranstaltungen Internes Rechnungswesen 2 und Internes Rechnungswesen 3 wird ein Tutorium angeboten. Ziel des Tutoriums ist es, die in den beiden Vorlesungen behandelten Themen anhand von Übungsaufgaben zu veranschaulichen. 7

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Terminhinweise An folgenden Terminen finden keine Veranstaltungen statt: Vorlesung vom 17.4. Vorlesung vom 22.5. Vorlesung vom 26.6. Zu folgenden Terminen werden die oben genannten Veranstaltungen nachgeholt: Montag, 14.5., von 15.45 17.15 Uhr, Raum 03.86 Montag, 22.5., von 13.45 15.15 Uhr, Raum 00.52 Montag, 26.6., von 13.45 15.15 Uhr, Raum 00.52 8

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Sprechstunde Meine Sprechstunde findet dienstags von 17.30 bis 18.30 Uhr in Raum U1.41 statt. Bitte melden Sie sich für meine Sprechstunde vorab per Email an. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, in die Sprechstunde zu kommen, können Sie auch gerne einen individuellen Termin mit mir vereinbaren. Kontakt Prof. Dr. Karsten Lorenz Raum U1.41 Tel. 0211/8114198 E-Mail karsten.lorenz@fh-duesseldorf.de Homepage http://wirtschaft.fh-duesseldorf.de/personen/professorenschaft/lorenz/ 9

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Ziel: Darstellung und Vermittlung der Grundlagen der KLR Inhalt der Veranstaltung sind die folgenden Themen (vgl. Studienordnung Wirtschaft Diplom): - Kostenrechnung und externe Rechnungslegung - Grundsätze und Instrumente der Kostenrechnung - Kostenstrukturen nach Produktionsfunktionen - Verfahren der Kostenrechnung - Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung - Betriebliche Ergebnisrechnung - Optimierungsrechnungen 10

1. Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht Veranstaltungsübersicht Inhalte Internes Rechnungswesen I 1 Einführung, Veranstaltungsziele und Veranstaltungsübersicht 2 Grundlagen der KLR 2.1 Stellung der KLR im betrieblichen Rechnungswesens 2.2 Grundlegende Begriffe der KLR 2.3 KLR und Produktionstheorie 3 Prinzipien der Kostenerfassung und verteilung 4 Kostenartenrechnung 4.1 Aufgaben 4.2 Gliederung der Kostenarten 4.3 Erfassung ausgewählter Kostenarten 5 Kostenstellenrechnung 5.1 Aufgaben der Kostenstellenrechnung 5.2 Kostenstellen und ihre Einteilung 5.3 Ablauf der Kostenstellenrechnung 6 Kostenträgerrechnung 6.1 Überblick und Ablauf 6.2 Arten der Kostenträgerrechnung 11

Eigentümer, Staat, Geld- und Kapitalmarkt 12 2 Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung Die Unternehmung als System Beschaffungsmarkt Finanzsystem: Kapitalzuflüsse und -abflüsse etc. Beschaffungssystem Lagerhaltungssystem Produktionssystem Lagerhaltungssystem Absatzsystem Informationssystem: Planung, Entscheidung, Kontrolle Soziales System, Rechtssystem etc. Informationsgüterströme Realgüterströme Nominalgüterströme Absatzmarkt

2.1.1 Begriff des betrieblichen Rechnungswesens Definition betriebliches Rechnungswesen Unter dem Begriff des betrieblichen Rechnungswesens fasst man sämtliche Verfahren zusammen, die das betriebliche Geschehen zahlenmäßig erfassen und überwachen. Daher wird jeder Geschäftsvorfall, der eine Mengen- oder Wertbewegung zum Inhalt hat, belegmäßig erfasst, weiterverrechnet und ausgewertet. (Wöhe, G.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 15. Aufl., München 1984, S. 865.) Als betriebliches Rechnungswesen bezeichnet man die systematische, regelmäßig und/oder fallweise durchgeführte Erfassung, Aufbereitung, Auswertung und Übermittlung der das Betriebsgeschehen betreffenden quantitativen Daten (Mengen- und Wertgrößen) mit dem Ziel, sie intern für Planungs-, Steuerungs- und Kontrollzwecke und extern zur Information und Beeinflussung Außenstehender zu verwenden. (Däumler, K.-D./Grabe, J., Kostenrechnung 1, 2003, S. 13-14.) 13

2.1.1 Begriff des betrieblichen Rechnungswesens Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens (1/4) 1. Dokumentation 2. Kontrolle 3. Planung 14

2.1.1 Begriff des betrieblichen Rechnungswesens Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens (2/4) 1. Dokumentation Feststellung und Aufzeichnung der Kosten und Leistungen Externe Dokumentationsaufgaben: - gesetzlich vorgeschriebene Rechenschaftslegung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - Freiwillige Rechenschaftslegung über die Vermögens-. Finanz- und Ertragslage 15

2.1.1 Begriff des betrieblichen Rechnungswesens Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens (3/4) 2. Kontrolle: Kontrolle von Wirtschaftlichkeit und Rentabilität des Betriebs Erfassung des tatsächlichen Betriebsgeschehens (Ist-Werte) Vergleich mit dem gewünschten Betriebsgeschehen (Soll-Werte) Analyse von Abweichungen zwischen Ist und Soll und Erarbeitung von Maßnahmen für die zielentsprechende künftige Entwicklung 16

2.1.1 Begriff des betrieblichen Rechnungswesens Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens (4/4) 3. Planung: Bereitstellung von Unterlagen für die Disposition der Geschäftsleitung Kurz- und langfristige Entscheidungen in allen betrieblichen Teilbereichen 17

2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internem Rechnungswesen Teilgebiete betriebliches Rechnungswesen Betriebliches Rechnungswesen Externes Rechnungswesen Internes Rechnungswesen Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Kosten- und Leistungsrechnung Investitionsrechnung Finanzrechnung 18

2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internem Rechnungswesen Teilgebiete des Rechnungswesens Externe Rechnungslegung (Rechnungswesen) Aufgaben der externen Rechnungslegung ist die Ermittlung des Jahreserfolges (GuV) sowie des Vermögens (Bilanz) Die externe Rechnungslegung erfüllt diese Aufgaben durch die belegmäßige Erfassung aller Geschäftsvorfälle, die chronologisch aufgezeichnet und im System der doppelten Buchführung (Bestands- und Erfolgskonten) verbucht werden. Der Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) legt Rechenschaft über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ab und ermittelt den ausschüttbaren Gewinn. Die externe Rechnungslegung ist als Jahresrechnung ausgestaltet und richtet sich überwiegend an Außenstehende. In ihr finden vor allem die Beziehungen zwischen Unternehmen und Außenwelt ihren Niederschlag. 19

2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internem Rechnungswesen Teilgebiete des Rechnungswesens Internes Rechnungswesen (1/2) Aufgaben der Kostenrechnung sind Kontrolle der Wirtschaftlichkeit, Kalkulation der betrieblichen Leistungen und Bereitstellung von Zahlenmaterial für Entscheidungszwecke. Die Kostenrechnung ist nach innen gerichtet und meist als Monatsrechnung ausgestaltet. Sie verfolgt den Weg der Produktionsfaktoren im betrieblichen Kombinationsprozess und erfasst nur den als Kosten bezeichneten Werteverzehr, der durch die Erstellung und Verwertung der Leistungen verursacht wird. Die Kostenrechnung unterscheidet Kostenarten (welche Kosten sind angefallen?), Kostenstellen (wo sind Kosten angefallen?) und Kostenträger (wofür sind Kosten angefallen?) 20

2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internem Rechnungswesen Teilgebiete des Rechnungswesens Internes Rechnungswesen (2/2) Die Kostenkontrolle wird in der Kostenstellenrechnung durchgeführt, die Kalkulation in der Kostenträgerrechnung (Bestandsbewertung nach Handels- und Steuerrecht, kurzfristige Erfolgsrechnung usw.) Zahlenmaterial muss bereitgestellt werden für dispositive Fragestellungen wie Eigenerstellung oder Fremdbezug, Hereinnahme oder Ablehnung von Zusatzaufträgen, kostenminimale Maschinenbelegung usw. 21

2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internem Rechnungswesen Unterschiede externes und internes Rechnungswesen (1/2) Kriterien Adressaten Informations -gegenstand Ziele Vorschriften Externes Rechnungswesen Kapitalgeber (EK und FK), Fiskus Arbeitnehmer (-vertreter) Regionale Institutionen, Kommunen, Unternehmensleitung Erfassung von Vorgängen finanzieller Art zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt Vergangenheitsorientierte Dokumentation und Rechenschaftslegung Handels- und steuerrechtliche Regeln Internes Rechnungswesen Unternehmensleitung Unternehmensbereiche Unternehmensangehörige auf verschiedenen Ebenen Abbildung des Verzehrs von Produktionsfaktoren und der Entstehung von Leistungen Planung, Steuerung und Kontrolle des Betriebsgeschehens Kaum gesetzliche Vorschriften, zweckorientiert BWL-Aspekte 22

2.1.2 Unterschiede zwischen externem und internem Rechnungswesen Unterschiede externes und internes Rechnungswesen (2/2) Kriterien Rechnungstyp Erfassungsbereich Zeithorizont Bezugsgröße Wertansatz Zeitbezug Externes Rechnungswesen Gesamtes wirtschaftliches Unternehmensgeschehen i.d.r. jährlich Pagatorische Kosten Perioden (GuV) und Zeitpunkte (Bilanz) Realisierte bzw. künftige Erträge und Aufwendungen Ex-post Rechnung Internes Rechnungswesen Beschränkt auf den Betrieb Kürzere Perioden Kalkulatorische Kosten Perioden und Produkte Rechnungs- und entscheidungszielabhängige Größen Ex-ante und ex-post Rechnung 23

Literaturhinweise Literaturempfehlung zur Vorlesung Däumler, K.-D. / Grabe, J. (2003): Kostenrechnung 1 Grundlagen. 9. Aufl., Herne/Berlin, S. 11-17, oder Haberstock, Kosten-Rechnung I, 12. Auflage, S. 1 bis S. 29. 24