Mein Schatten und ich Wenn uns manchmal bestimmte Dinge, oder Beziehungen im Leben einfach nicht gelingen wollen, dann könnte das an unserem Schatten liegen, der sich in genau diesem Misserfolg widerspiegelt. Das schwierige dabei ist, dass wir diesen Schatten oft gar nicht bemerken, weil wir ja grundsätzlich, unserer Natur entsprechend, lieber dem Licht zugewandt sind. Und so kann der Schatten ungestört aus seinem Versteck agieren und in unsere Realität hinein alles projizieren, was er beinhaltet. Du kannst Dir das vorstellen wie einen Projektor. Dein Leben ist eine weiße Wand, und Du bist wie im Kino der Projektor der seine Lichter auf die Wand wirft. Und da gibt es Teile in diesem Projektor (in Dir) die Ihr Bild projizieren, die Dir bewusst sind, und auch Teile die Dir nicht bewusst sind, weil sie ja, wie schon gesagt im Schatten liegen. Das bedeutet also, mit manchen Dingen, die Dir dann auf Deiner Lebens- Leinwand (in Deinem Leben) begegnen kannst Du Dich identifizieren, weil Du sie Dir gewünscht hast oder sie Dir einfach bewusst sind, mit anderen kannst Du es nicht, weil Du keinen Bezug zu ihnen hast und nicht nachvollziehen kannst, woher sie kommen. Das sind die Situationen in Deinem Leben, in denen Du Dich fragst: Warum passiert das gerade mir? oder Warum erlebe ich genau dies immer wieder?. Oder Warum bekomme ich nicht, was ich mir wünsche? - oder warum verhält sich Der- oder Diejenige mir gegenüber immer so? Dafür gibt es jedoch eine einfache Erklärung - weil Du es so projizierst. Weil Du mit Deinem Sein, Deinem Licht, genau dieses Bild an die Leinwand Deines Lebens wirfst. Du hast es nur vergessen, oder Dich entschieden, diesen meist irgendwie destruktiven Teil nicht zu sehen. Was es nicht unbedingt besser macht, denn nur weil Du Dich von ihm/ihr abgewendet hast, hört er/sie ja nicht auf auch sein Licht an die Wand zu werfen. In manchen esoterischen Lehren wird viel davon gesprochen, den Schatten heilen zu müssen und dass er sich zeigt, damit Du ihn heilen kannst. Und dass sich Dir bestimmte Dinge im Leben zeigen damit Du heiler werden kannst, oder etwas daraus lernst. Ich persönlich sehe das etwas anders. Ich glaube, dass diese Dinge geschehen, einfach weil diese Schatten in uns da sind. Weil sie dort stehen und projizieren, und wir sie nicht bemerken, oder nicht sehen wollen. Es ist wie es ist, weil es so ist, wie es ist. Und weil es so ist wie es ist, ist es in der göttlichen Ordnung, das es so ist wie es ist. Und in der göttlichen Ordnung ist es, weil es ein geistiges Gesetz ist, dass wir mit unserem Wesen, mit unserer Seele, Bilder an unsere Lebensleinwand werfen. Aber eben mit allen Seelenteilen, auch den destruktiven, die aus irgendeiner Prägung heraus negativ auf das Leben blicken. Herzlicht spirit school Seite 1 von 5
Gott macht da keinen Unterschied, denn er kennt Ihn nicht. Vielen Esoterikern, und den Menschen überhaupt, gefällt die Variante mit der Bestimmung und den Lebenslernaufgaben usw. einfach besser. Denn dann hätte das Ganze zumindest einen Sinn, und käme nicht so überflüssig daher. Ja - die Menschen lieben es, den Dingen einen Sinn zu geben, denn das gibt ihnen Kraft und Mut auch in dunklen Zeiten das Licht nicht aus den Augen, bzw. aus dem Herzen zu verlieren. Leichter wäre es dennoch, einfach anzuerkennen dass das ganze einfach nur einem Gesetz von Ursache und Wirkung folgt, wo ein Projektor, da auch ein Bild, auch wenn das Bild nicht immer gefällt. Aber jeder soll das Glauben was ihm gut tut, aber bitte nur so lange, wie es ihm gut tut. Oder? Für uns, für Dich wären das allerdings sehr gute Nachrichten, wenn das ganze keinen tieferen Sinn hätte, wenn keine mysteriöse Absicht des Universums hinter allem stecken würde, um uns etwas zu lehren. Wenn da kein Gott dahinter stecken würde, der uns auf einen steinigen Pfad geschickt hat, um uns zu prüfen...wenn es einfach nur die noch nicht einmal unbedingt logische, sondern einfach nur die Konsequenz dessen wäre, was wir glauben, oder was wir sind. Dessen, was in uns ist, und in uns wirkt, einfach nur sichtbar gemacht oder sichtbar geworden durch die Materie oder die Realität die wir gerade erleben. Also ich weiß ja nicht wie es Dir geht - aber mich erleichtert das ungemein! So brauche ich auf meinem Weg nicht mehr schwer verständlichen Mysterien nachzuspüren, mich nicht mehr Fragen warum ich mir selbst so schwierige Lebensaufgaben gestellt habe, mich nicht mehr fragen womit ich das verdient habe, wie ich zu Gott finde, ob ich ein schlechter Mensch bin weil mir so etwas passiert, was ich noch an mir verändern, verbessern muss damit es mir nicht mehr passiert. Von nun an wäre die Erklärung einfach: O.K., ich habe das Leben bisher nicht verstanden. Aber jetzt verstehe ich, und mache es anders. Ganz einfach-keine Selbstzweifel, keine Mysterien die ich erst verstehen und nutzen kann, wenn ich spirituell bereits hochentwickelt bin, keine Prüfungen denen ich hilflos ausgeliefert bin. Von nun an kann Ich einfach schauen, wenn etwas in meinem Leben ist das mir nicht gefällt, was für einen Schatten ich darauf werfe, und welcher Teil von mir, den ich nicht sehe, diesen Schatten wirft. Herzlicht spirit school Seite 2 von 5
Die Übung "Mein Schatten und Ich" Beispiel Wenn ich mir zum Beispiel ein tolles, ganz bestimmtes Haus wünsche, und bekomme es nicht, dann kann ich hingehen und sagen:" dann sollte es wohl nicht sein!"oder "es kommt sicher noch ein besseres, deshalb wird es nichts." Oder das ist nicht mein Platz, oder die Kinder werden dort nicht glücklich, deshalb soll es nicht sein...! Das ist zumindest ein schwacher Trost. Für Opfer. Oder ich erlebe es als Schöpfer, und ich mache mir bewusst, dass es dort einen Teil in mir gibt, dessen ich mir nicht bewusst bin. Und weil ich mir dieses Teiles nicht bewusst bin, ich ihn also nicht sehen kann, nennen wir ihn mal "meinen Schatten"! Und dieser Schatten strahlt jetzt genauso in die Welt und erschafft Realitäten wie der lichtvolle Teil ihn mir, den wir so nennen, weil er im Licht ist, also sichtbar. Auch der Schatten wirft sein Licht auf die Projektionsfläche. In diesem Fall auf das Haus, das ich mir wünsche. Jetzt brauche ich mir nur noch anzuschauen, was ich für einen Schatten auf dieses Haus werfe, und es gibt immer einen - sonst hätte ich ja was ich will! In dem Fall stelle ich im Geiste das Haus in einiger Entfernung vor mich hin. und dann schaue und fühle ich einfach, was für Gedanken und Gefühle ich im Bezug auf das Haus habe; was der Schatten beinhaltet, den ich werfe. Vielleicht sind da Gedanken, Gefühle oder Vorstellungen über mich oder das Haus, wie zum Beispiel: 1. Ich glaube nicht an mich. 2. Ich kann es mir nicht leisten. 3. Es macht zu viel Arbeit. 4. Es bedeutet zu viel Verantwortung für mich. 5. Ich bin es nicht wert. So, wenn ich mir diesen Schatten betrachte, braucht es mich nicht mehr zu wundern, warum ich das Haus nicht bekomme, oder? Der ist schon sehr mächtig, kannst Du das fühlen? Da erscheint der Teil von mir, der dieses Haus wirklich will verschwindend gering, im Vergleich zu den Teilen von mir, die glauben, dass ich es nicht haben sollte. Herzlicht spirit school Seite 3 von 5
Und jetzt interessiert mich natürlich noch der Teil der diesen Schatten wirft. Also welcher Teil von mir, für diese Kreation, diese Realität verantwortlich ist. Ich folge einfach dem Schatten und schaue woher er kommt. Du könntest einfach nur den Schatten transformieren, aber wirkungsvoller ist es natürlich, wenn Du auch den "Projektor" transformierst (auflöst, wandelst). Ansonsten hast Du zwar diese Realität transformiert, der Teil (Projektor) in Dir bleibt aber weiterhin dort, und wird wieder beginnen zu projizieren, wenn er im Außen durch irgendetwas getriggert wird. Ich wechsle nun in die Beobachterposition. Das heißt, in eine Position von der aus ich mich und das Haus gut sehen kann. Ich verfolge den Schatten (Gedanken, Gefühle und Vorstellungen) bis zu mir zurück, und schaue mich um. Vielleicht gibt es dort ein Teil von mir, der irgendwie anders aussieht oder auffällig ist. Jünger oder älter, dunkler oder krank, unsicher, traurig, wütend, mächtig, arrogant oder so. In meinem Fall finde ich einen ganz dunklen und enttäuschten Teil (Projektor) von mir. Einen Teil (Projektor), der vom Leben nichts mehr erwartet. Dieser Teil fühlt sich ausgestoßen, isoliert, wertlos und überfordert. Und jetzt gibt es eine ganz einfache Methode, um diesen Projektor zu transformieren: Ich gehe einfach hin, fühle mein Herz und mein Herzchakra. Am besten Du legst Deine rechte Hand auf Dein Herz und fühlst erst mal Deine Herzenergie. Dann nehme ich diese Herzenergie (Liebe) und sende sie diesem Teil. Ich sende diesem Teil von mir (mir!) einfach meine Liebe, ohne wenn und aber. Ohne zu urteilen, ohne Fragen nach dem Warum. Ohne ihn (mich) in irgendeiner Form zu bewerten. Im Bewusstsein: Ich habe nichts falsch gemacht und verdiene es einfach so geliebt zu sein. Ohne jemandem vergeben zu müssen ohne um Vergebung zu bitten ohne aufrichtig bereuen zu müssen oder was wieder gutmachen zu müssen. Ich schicke mir, diesem Seelenteil einfach Liebe. Solange, bis ich das Gefühl habe, dass es gut ist, oder bis sich dieser Teil verändert. Vielleicht richtet er sich auf, wird grösser, fröhlicher, heller, freundlicher. Herzlicht spirit school Seite 4 von 5
Ich sende mir und meinen begrenzenden Vorstellungen und Gefühlen einfach Liebe. Das ist so eine wunderbare und transformierende Begegnung mit mir selbst, und meinen Blockaden, meinen Selbstzerstörungs- und Zerstörungsmechanismen. Wenn Du das einmal ausprobiert hast, willst Du ganz sicher nie mehr darauf verzichten. Es ist so heilsam, und wie ich finde, eine so konstruktive Art und Weise, mit der "Dunklen" Seite (Der Schattenseite) in uns umzugehen. Das gleiche kannst Du natürlich auch mit Menschen, Situationen, Krankheiten, Wünschen und allen anderen erfahrbaren Realitäten machen, die Du gerne verändern würdest. Das Entscheidende dabei ist einfach, dass Du Dich hierbei nicht verurteilst, sondern Dir stattdessen Liebe sendest. Stellt es Dir einfach gegenüber, und schau, welchen Schatten Du darauf wirfst, und dann verfahre damit so, wie im Beispiel. Viel Spaß und Liebe dabei! Herzlicht spirit school Web : Mail : www.herzlicht-zentrum.de Info@Herzlicht-Zentrum.de Tel.: 06836 71 68 940 Herzlicht spirit school Seite 5 von 5