Holger Adolph (DVSG)

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Transkript:

Holger Adolph (DVSG) SOZIALE ARBEIT: BERATUNGSSPEKTRUM, RESSOURCEN UND BELASTUNGEN IM VERGLEICH VON AKUT-UND REHABILITATIONSKLINIKEN Soziale Aspekte in der Gesundheitsversorgung 2. Dezember 2016 in Münster 2 Gliederung 1. Vorstellung der DVSG-Mitgliederbefragung 2015 2. Das Beratungsspektrum der Sozialen Arbeit in Akutund Rehakliniken 3. Ressourcen und Belastungen von SozialarbeiterInnen im Gesundheitswesen 4. Diskussion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Berufsfeldentwicklung 1

3 Vorstellung der Befragung und der Stichprobe Kooperation der DVSG mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und dem Institut für Medizinische Soziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Universität zu Köln (IMVR). Die Befragung wurde im Mai und Juni 2015 als Onlinefragebogen realisiert. Die Befragung richtete sich ausschließlich an DVSG- Einzelmitglieder, die zu diesem Zeitpunkt in der praktischen Versorgungsarbeittätig waren. N=324 (Rücklaufquote 63,9 %) DVSG-Mitgliederbefragung 4 Geschlecht, Tätigkeitsdauer, Alter Geschlecht Männlich 47 19,8% Weiblich 190 80,2% TÄTIGKEITSDAUER IM GESUNDHEITSWESEN weniger als 1 Jahr 0 0,0% 1 bis 4 Jahre 21 7,4% 5 bis 9 Jahre 34 12,0% 10 bis 14 Jahre 43 15,1% 15 bis 20 Jahre 68 23,9% 20 Jahre und mehr 118 41,5% 2

Mitgliederbefragung 2015 5 Akutklinik 187 58,1% Rehaklinik 66 20,4% Psychiatrische Klinik 26 8,1% Andere Arbeitsbereiche 43 13,4% 6 Das Beratungsspektrum der Sozialen Arbeit in Akut- und Rehakliniken 3

Struktur der Produkt-und Leistungsbeschreibung 1 Psychosoziale Intervention 1.1 Hilfen bei der Krankheitsbewältigung 1.2 Hilfen bei Problemen im sozialen Umfeld 1.3 Hilfen bei Problemen in der Familie/Beziehung 1.4 Hilfen bei existenziellen Krisen 1.5 Suchtberatung 2 Soziale Intervention 2.1 Gesetzliche Betreuung 2.2 Wohnungsangelegenheiten 2.3 Versorgung betreuungsbedürftiger Angehöriger 2.4 Praktische Hilfen 3 Wirtschaftliche Interventionen 3.1 Entgeltfortzahlung/Grundsicherung für Arbeitsuchende 3.2 Leistungen nach dem SGB XII 3.3 Rentenleistungen 3.4 Leistungen nach dem SGB IX -Teil 2 3.5 Leistungen nach dem SGB XI 3.6 Weitere Leistungen zur wirtschaftlichen Sicherung 7 4 Ambulante Nachsorge 4.1 Häusliche Pflege 4.2 Haushaltshilfe/Familienpflege 4.3 Betreutes Wohnen 4.4 Ergänzende Maßnahmen der ambulanten Versorgung 5 Stationäre Nachsorge 5.1 Kurzzeitpflege 5.2 Langzeitpflege 5.3 Hospiz 6 Medizinische Rehabilitation 6.1 Anschlussheilbehandlung/Anschlussrehabilitation 6.2 Frührehabilitation 6.3 Geriatrische Rehabilitation 6.4 Stationäre Weiterbehandlung 7 Teilhabe am Arbeitsleben 7.1 Leistungen zur beruflichen Rehabilitation 7.2 Stufenweise Wiedereingliederung 7.3 Belastungserprobung DVSG-Mitgliederbefragung 05.12.2016 8 Beratungsinhalte I Anteile für sehr häufig und häufig 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 4. AMBULANTE NACHSORGE Häusliche Pflege Haushaltshilfe/Familienpflege Betreutes Wohnen Ergänzende Maßnahmen der ambulanten Versorgung (z.b. Hilfsmittel) Sonstige Interventionen zur ambulanten Nachsorge 5. STATIONÄRE NACHSORGE Kurzzeitpflege Langzeitpflege Hospiz Sonstige Interventionen zur stationären Nachsorge 6. MEDIZINISCHE REHABILITATION AHB/Anschlussrehabilitation Frührehabilitation Geriatrische Rehabilitation Stationäre Weiterbehandlung Sonstige Interventionen zur medizinischen Rehabilitation Akutklinik Rehabilitationsklinik 4

9 Beratungsinhalte II Anteile für sehr häufig und häufig 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 3. WIRTSCHAFTLICHE INTERVENTIONEN Entgeltfortzahlung/Grundsicherung für Arbeitsuchende Leistungen nach dem SGB XII Rentenleistungen Leistungen nach dem SGB IX, Teil 2 Leistungen nach dem SGB XI Weitere Leistungen zur wirtschaftlichen Sicherung 7. TEILHABE AM ARBEITSLEBEN Leistungen zur beruflichen Rehabilitation Stufenweise Wiedereingliederung Belastungserprobung Sonstige Interventionen zur Teilhabe am Arbeitsleben SONSTIGE INTERVENTIONEN Akutklinik Rehabilitationsklinik 10 Beratungsinhalte III Anteile für sehr häufig und häufig 1. PSYCHOSOZILAE INTERVENTIONEN Hilfen bei der Krankheitsbewältigung Hilfen bei Problemen im sozialen Umfeld Hilfen bei Problemen in der Familie/Beziehung Hilfen bei existenziellen Krisen Suchtberatung Sonstige psychosoziale Interventionen 2. SOZIALE INTERVENTIONEN Gesetzliche Betreuung Wohnungsangelegenheiten Versorgung betreuungsbedürftiger Angehöriger Praktische Hilfen Sonstige soziale Interventionen 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 Akutklinik Rehabilitationsklinik 5

1. PSYCHOSOZILAE INTERVENTIONEN Hilfen bei der Krankheitsbewältigung Hilfen bei Problemen im sozialen Umfeld Hilfen bei Problemen in der Familie/Beziehung Hilfen bei existenziellen Krisen Suchtberatung Sonstige psychosoziale Interventionen 2. SOZIALE INTERVENTIONEN Gesetzliche Betreuung Wohnungsangelegenheiten Versorgung betreuungsbedürftiger Angehöriger Praktische Hilfen Sonstige soziale Interventionen 3. WIRTSCHAFTLICHE INTERVENTIONEN Entgeltfortzahlung/Grundsicherung für Arbeitsuchende Leistungen nach dem SGB XII Rentenleistungen Leistungen nach dem SGB IX, Teil 2 Leistungen nach dem SGB XI Weitere Leistungen zur wirtschaftlichen Sicherung 4. AMBULANTE NACHSORGE Häusliche Pflege Haushaltshilfe/Familienpflege Betreutes Wohnen Ergänzende Maßnahmen der ambulanten Versorgung (z.b. Hilfsmittel) Sonstige Interventionen zur ambulanten Nachsorge 5. STATIONÄRE NACHSORGE Kurzzeitpflege Langzeitpflege Hospiz Sonstige Interventionen zur stationären Nachsorge 6. MEDIZINISCHE REHABILITATION AHB/Anschlussrehabilitation Frührehabilitation Geriatrische Rehabilitation Stationäre Weiterbehandlung Sonstige Interventionen zur medizinischen Rehabilitation 7. TEILHABE AM ARBEITSLEBEN Leistungen zur beruflichen Rehabilitation Stufenweise Wiedereingliederung Belastungserprobung Sonstige Interventionen zur Teilhabe am Arbeitsleben SONSTIGE INTERVENTIONEN 11 Ressourcen und Belastungen in der Sozialen Arbeit 12 Vergleich der DVSG-Ergebnisse mit Vergleichsstudie aus 2003, in drei Krankenhäusern in NRW und Sachsen N=1010 (darunter 161 Ärzte, 595 Pflegekräfte,). 6

13 Ressourcen Sozialkapital ist ein Maß für gegenseitige Unterstützung, Vertrauen, geteilte Werte und insgesamt für ein gutes Betriebsklima. 14 Ressourcen Sozialkapital ist ein Maß für gegenseitige Unterstützung, Vertrauen, geteilte Werte und insgesamt für ein gutes Betriebsklima. 7

15 Ressourcen Sozialkapital ist ein Maß für gegenseitige Unterstützung, Vertrauen, geteilte Werte und insgesamt für ein gutes Betriebsklima. 16 Ressourcen Tätigkeitsspielraum gilt als wichtige Ressource und umfasst die Möglichkeit, die eigene Arbeit zu gestalten, Lösungen zu erarbeiten und an Entscheidungen mitzuwirken. 8

17 Belastungen Die Intensität der Arbeit kann ein zentraler Belastungsfaktor sein, welche durch ein hohes Arbeitstempo und Zeitdruck charakterisiert wird. 18 Belastungen Der Work-Home-Conflictist ein zunehmend bedeutender werdender Belastungsfaktor und steht für ein nicht gelingendes Zusammenspiel von Erwerbsarbeit und Privatleben. 9

19 Folgen von Beanspruchungen Ein wichtiger Indikator ist das Burnout-Syndrom. Burnout wird dabei als psychologische Antwort auf arbeitsbedingten Stress aufgefasst und durch die drei Dimensionen emotionale Erschöpfung, Zynismus und reduzierte professionelle Effizienz charakterisiert. 20 Folgen von Beanspruchungen Ein wichtiger Indikator ist das Burnout-Syndrom. Burnout wird dabei als psychologische Antwort auf arbeitsbedingten Stress aufgefasst und durch die drei Dimensionen emotionale Erschöpfung, Zynismus und reduzierte professionelle Effizienz charakterisiert. 10

Folgen von Beanspruchungen 21 Wie würden Sie Ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand beschreiben? Angaben zu Gesundheitszustand weniger gut oder schlecht in % 22 Resümee I Ressourcen und Belastungen im Vergleich mit anderen Gesundheitsberufen Tätigkeitsspielräume: vergleichbar mit denen der Ärzte und deutlich höher als bei Pflegenden Niedrigere Arbeitsintensität als Ärzte und Pflegende Gute Work-Life-Balance im Vergleich zu Ärzten und Pflegenden Geringer ausgeprägte Emotionale Erschöpfung 11

23 Resümee II Differenzen innerhalb der Sozialen Arbeit in verschiedenen Settings Die geringsten Tätigkeitsspielräume finden sich in den Akutkrankenhäusern, etwas mehr Spielräume gibt es in den Rehakliniken, Psychiatrien und stärker in anderen Arbeitsfeldern Niedrigste Arbeitsintensität findet sich in den Rehakliniken Gute Work-Life-Balance in allen Settings, am besten in Rehakliniken Emotionale Erschöpfung ist am stärksten in Akutkliniken ausgeprägt, am schwächsten in anderen Arbeitsfeldern 24 Resümee III Soziale Arbeit berät in allen Settings zu wesentlichen sozialen, psychischen, sozialrechtlichen Aspekten bei gesundheitlichen Einschränkungen und ist leistungserschließend tätig Das Beratungsspektrum in den Akutkliniken ist durch die Nachsorgeorganisation und typische Entlassungsmanagementtätigkeiten geprägt. Die Rehakliniken haben sich zu zentralen Orten der Beratung zu krankheitsbedingten Materiellen und beruflichen Risiken entwickelt. Aufgrund der sozialen Selektivität im Zugang zu ambulanten Beratungsstellen aber auch zur Reha bedarf es besser abgestimmter Beratungspfade für besondere Zielgruppen! 12

25 Resümee IV Arbeitsspektrum und Belastungserleben bedingen sich zum Teil: Die Arbeit in den Akutkliniken wird als inhaltliche Beschränkung auf Entlassungsfragen erfahren Fallzahlen sind dort deutlich höher und Dauer der Kontakte deutlich niedriger als in anderen Settings Auch die (abflauende) Legitimations-und Anerkennungskrise der Sozialen Arbeit in den Akutkliniken führt zu hohen Belastungen In der medizinischen Reha wird vor allem die stärkere Berufsorientierung als stärkere Anerkennung und Aufgabenausweitung wahrgenommen 26 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 13