Basisausbildung I

Ähnliche Dokumente
Basisausbildung I Lernabschnitt 10.5 Überwinden von Hindernissen

Basisausbildung I

Basisausbildung I. Schaffung von Zugängen

Basisausbildung I Lernabschnitt Schadenselemente

Basisausbildung I. Einführung Führung und Kommunikation

Info s für Einsatzkräfte

Basisausbildung I

Basisausbildung I. Ein besonderer Dank gilt Robin Hertle (Ausbildergruppe Hamburg) der bei der Entwicklung dieser Unterlage mitgewirkt hat.

Ein besonderer Dank gilt Robin Hertle (Ausbildergruppe Hamburg) der bei der Entwicklung dieser Unterlage mitgewirkt hat

Basisausbildung I. Schutzausstattung

Ein besonderer Dank gilt Matthias Teuber (Bundesschule Neuhausen) der bei der Entwicklung dieser Unterlage mitgewirkt hat.

Oktober 2010, Markus und Sascha

Basisausbildung I Lernabschnitt 8.2 Arbeiten im/am Wasser - Pumpen

Ausbildungskonzeption Kistenstapeln im THW / Anlage 4.1. Curriculum Kistenstapeln im THW Multiplikatoren/Multiplikatorinnen

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

Grundsätzliches Der Bootsführer trägt die Verantwortung für Boot und Bootsbesatzung und hat die Befehlsgewalt auf dem Boot. Einsatzgebiet beachten

Basisausbildung I

Gesetzliche Grundlagen

4.2 Kennwerte von Wasserstand und Strömung entlang der Elbe

Technisches Hilfswerk. THW DV 3 21 Arbeiten am und auf dem Wasser

Januar-Hochwasser 2018 in Deutschland 3. Update

EINSATZPLANUNG/GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG

Juni-Hochwasser 2013 in Deutschland 6. Juni 2013

Schwimmen, Schnorcheln, Schlauchboot

Taktischer Wert der DLRG Strömungsretter.

Posten 2: Experiment Wasserkraft Lehrerinformation

1 Fachliche Hintergründe Geschichtliche Entwicklung Entwicklung der Gewässer, Freizeitanlagen bzw. Wassersportgeräte...

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Stand: Juni Ausbildungsreferat - Entwurf. Curriculum. Fachausbildung der Fachgruppe Brückenbau

mulingula-praxis Kreislesen

Ausbilderunterlage. Basisausbildung II der Bergungsgruppen. Lernabschnitt 8 Überwinden von Hindernissen

Watt wollen wir! Eine Reise über Land mit Wasser

Ausbilderunterlage. Basisausbildung II Der Fachgruppe Räumen. Lernabschnitt 1 Einsatzgrundsätze der FGr Räumen

Gewässerschutz. Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung von Gewässern - Grundlagen. Dr.-Ing. O. Sterger: Gewässerschutz Übung #01 1

Vortrag von H. Schmidt Geschäftsführer EHG Energie Handel GmbH, Hannover und New erneuerbare energie GmbH, Magdeburg

Merkblatt 1: Spuren und Zeichen des Bibers, Symbole und Illustrationen

Merkblatt für den Einsatz vorgefertigter, schwimmender Ölsperren auf Binnengewässern (Stand: 1/92) Bek. d. BMU v. 31. August WA /18

27. Gewässernachbarschaftstag GN 254 Unstrut/Leine Instream River Training Gewässerstrukturierung von innen

Standard-Einsatz-Regeln: Hilfeleistungseinsatz in der Wasserrettung

Schifffahrtspolizeilicher Hinweis Nr. 7/2013. über die Durchfahrtshöhen und -breiten der Brücken im Bereich der Bundeswasserstraße Donau

Geschiebemanagement. Dem Fluss das Bett gemacht.

III. Zwischen Hoch- und Niedrigwasser

Basisausbildung I

Virtuelle Navigation zur Ermittlung von Kurswegen mit PeTra (Pegelabhängige Trassierung) P. Kolarov (Uni Rostock) Th. Dettmann (BAW Karlsruhe)

Ein neues Bett für die Donau

Allgemeiner Teil: Sichtzeichen. Frage Frage Antwort. Wie werden die Uferseiten - rechtes, linkes Ufer - bezeichnet?

Wasserrettung bei der Feuerwehr Wesel Version: Feuerwehr Wesel

Basisausbildung I. hydr. Rettungsgerät

Boote steuern und führen. Steuermannslehrgang FRG Borussia 20. November 2010

Wir machen Schifffahrt möglich. Anna und Mark an der Wasserstraße

Spezifische Richtlinie Wasserdienst (WD) WD20, ASMWD20

Grobplanung Unterrichtsstunde

Fachliche Eckpunkte des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland

Fa. Siemon, Tauchservice Trier

Schulungen zum Präventiven Hochwasserschutz

Arbeiten im Bereich von Gewässern Sicherheitstechnische Aspekte

Zusammenfassung der Ergebnisse von allen Tabellen der vorherigen Seiten: Punktezahl lt. Tabelle

Wasserkraftwerke an der Mosel. Eigentümer und Betreiber der Bundeswasserstraße Mosel: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Leistungsnachweis 2016

Abflussmessungen auf der Saar

WB I Binnenverkehrswasserbau. 8.1 Binnenschifffahrt in Deutschland. 8.2 Schiff und Wasserstraße. 8.3 Fluss- und Wasserstraßen- Ausbau

Eisbekämpfung durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes auf der Elbe

Januar-Hochwasser 2018 in Deutschland

Fahrdynamische Untersuchungen der Versuchsanstalt für Binnenschiffbau e.v., Duisburg, zum Donauausbau Straubing - Vilshofen

Ausbildungskonzeption Kistenstapeln im THW / Anlage 4.3. Curriculum Kistenstapeln im THW Fortbildung

Alternative Ufersicherungen am Beispiel der Weser bei Stolzenau - biologische Aspekte

Drehbuch. Geschiebezugabe

Welchen Einfluss haben sehr hohe Abflüsse der Elbe auf die Wasserstände der Tideelbe?

Überschwemmungsgebiete Hochwasservorhersage. an der oberen Kyll. Bürgerversammlung HW-Partnerschaft Kyll Jünkerath, 14.

Lernziele für die RettungsschwimmAusbildung. Wasserrettungsdienst im Arbeiter-Samariter-Bund

Wasserspiegel und Fahrrinnenverhältnisse bei RNW an der schiffbaren, deutschen Donau

Wanderung durch die Fischregionen / Gewässerregionen

Flussbau und Ufersanierung. Wir gestalten die Flüsse Europas.

Donauausbau Straubing - Vilshofen

WENN DAS WASSER ZUR KATASTROPHE WIRD

DOWNLOAD. Deutsche Flüsse, Gewässer und Inseln. Deutschland. entdecken und erkunden. Deutschland. Jutta Berkenfeld, Silke Krimphove

Presseinformation Seite 1 von 5

Frühjahrshochwasser 2016 in Deutschland

Flussregelungsmaßnahmen im Bereich Köln-Bonn. Betrachtungen zur Hochwasserneutralität

Expedition Dorfbach. Markus Zumsteg, dipl. Kulturing. ETH/SIA Leiter Sektion Wasserbau, Abteilung Landschaft und Gewässer. Seite 1

Dienstvorschrift Impfschutz im THW

Technisches Hilfswerk WIR ÜBER UNS. Technische Hilfe weltweit

Sicherheit im und am Wasser

Umgestaltung der beiden untersten Wehre in der Wied in Neuwied-Irlich

Geographie Europa thematisch 2

Niederschlag und Wasserrückhalt

Transkript:

Basisausbildung I Lernabschnitt 8.1 Arbeiten im/am Wasser Überarbeitet von der Projektgruppe Agenda Ausbildung. Ein besonderer Dank gilt Andreas Poggensee und Klaus-Dieter Skjöth (Ausbildergruppe Hamburg) die bei der Entwicklung dieser Unterlage mitgewirkt haben. 23.07.07 www.thw.de 1

Einführung 23.07.07 www.thw.de 2

Einführung Allgemeines Begriffe am und auf dem Wasser Begriffe am Ufer Unfallverhütungsvorschriften Groblernziele: Der Helfer soll, - die wichtigsten Begriffe für das Arbeiten im und am Wasser kennen. 23.07.07 www.thw.de 3

Allgemeines Ein Haupteinsatzfeld der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sind Einsätze an Gewässern. Die Hochwässer der vergangenen Jahre haben die Bevölkerung, das Technische Hilfswerk und andere Organisationen tagelang zum Teil auch wochenlang in Atem gehalten. 23.07.07 www.thw.de 4

Allgemeines Die große Hochwasser- und Überschwemmungskatastrophen der letzten Jahre waren: 1997 Oderhochwasser 1998 Bayern Hochwasser an Main und Donau 2001 Überflutung nach starkem Regen im Landkreis (Ahlen) Aggertal Hochwasser Weichsel, Polen 2002 Elbe 2003 Frankreich 2006 Elbe 23.07.07 www.thw.de 5

Allgemeines Hinzu kommen noch die jährlichen Hochwässer an Rhein, Main, Donau, Neckar, Saar und Mosel. 23.07.07 www.thw.de 6

Allgemeines Im Hochwassereinsatz ist der Helfer besonderen Gefahren ausgesetzt: kleine Bäche verwandeln sich in reißende Ströme, Uferböschungen werden nass und glitschig, im Gewässer wird Treibgut mitgeschwemmt, der Verlauf der Uferböschung ist wegen des trüben Wassers nicht zu erkennen. Aus diesen Gründen ist eine vorsichtige Erkundung der Schadenslage/Einsatzstelle erforderlich. 23.07.07 www.thw.de 7

Allgemeines Die Helfer des Technischen Hilfswerk kommen verstärkt beim Sandsackbefüllen und -verbau, beim Auspumpen von Kellerräumen und bei der Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel beim Stegebau zu wichtigen Einrichtungen (Apotheke, Post, etc.) und im Bootsverkehr zu vom Hochwasser eingeschlossenen Personen zum Einsatz. 23.07.07 www.thw.de 8

Begriffe auf und am Wasser 23.07.07 www.thw.de 9

Begriffe am und auf dem Wasser Für die Helfer des THW kann es unter Umständen lebenswichtig sein, die wichtigsten Begriffe am und auf dem Wasser zu kennen. Bei der Rettung von Personen aus Gefahrenlagen muss sich die Führungskraft auf seine Mannschaft verlassen können. Ein falsch ausgeführtes Kommando kann eine Rettung nachteilig beeinflussen und Helfer sowie verunfallte Personen gefährden. 23.07.07 www.thw.de 10

Begriffe am und auf dem Wasser Landwärts oder wasserwärts Richtung der Bewegung eines Helfers oder Lage des Wasserfahrzeuges bezogen auf das Ufer landwärts wasserwärts 23.07.07 www.thw.de 11

Begriffe am und auf dem Wasser diesseits oder jenseits auf den eigenen Standort bezogene Ortsangabe jenseits diesseits 23.07.07 www.thw.de 12

Begriffe am und auf dem Wasser Oberstrom oder Unterstrom Quelle auf die Stromrichtung bezogene Ortsangabe Oberstrom Unterstrom Mündung 23.07.07 www.thw.de 13

Begriffe am und auf dem Wasser Rechtes oder linkes Ufer Quelle festgelegte und unveränderliche Begriffe mit Blick in Stromrichtung (Von der Quelle zur Mündung) Rechtes Ufer Linkes Ufer Mündung 23.07.07 www.thw.de 14

Begriffe am und auf dem Wasser Bergfahrt Fahrtrichtung eines Wasserfahrzeuges nach Oberstrom (zur Quelle). Quelle Talfahrt Fahrtrichtung eines Wasserfahrzeuges nach Unterstrom (zur Mündung). Mündung 23.07.07 www.thw.de 15

Begriffe am und auf dem Wasser Wasserspiegel Oberfläche eines Gewässers; der Wasserspiegel kann gleich bleibend oder veränderlich sein (Ebbe und Flut, unterschiedliche Wasserstände). Wasserspiegel 23.07.07 www.thw.de 16

Begriffe am und auf dem Wasser Stromstrich Hauptströmung eines fließenden Gewässers. Es liegt in geraden Flussstrecken meist in der Mitte, in Flusskrümmungen in Ufernähe am Außenradius. Die Richtung des Stromstriches lässt sich mit Hilfe eines Schwimmkörpers ermitteln. 23.07.07 www.thw.de 17

Begriffe am und auf dem Wasser Stromstrich Kunstbauten im Flussbett (z.b. Brückenpfeiler) oder Unebenheiten im Flussgrund Sandbänke, Felsblöcke) können erhebliche Veränderungen der Ursprünglichen Stromrichtung zur Folge haben. 23.07.07 www.thw.de 18

Begriffe am und auf dem Wasser Stromstrich abwerfender Strom Entsteht an der Seite des inneren Bogens einer Flusskrümmung. Hier legt der Fluss Sediment und Treibgut ab. anwerfender Strom Entsteht jeweils an der Seite des äußeren Bogens einer Flusskrümmung, hier wird Ufer weggespült. 23.07.07 www.thw.de 19

Begriffe am und auf dem Wasser Stromstrich Neerstrom umlaufende Strömung zwischen Kunstbauwerken und Hindernissen. Hierzu zählen unter anderem Buhnen, Brückenpfeiler. 23.07.07 www.thw.de 20

Begriffe am und auf dem Wasser Uferböschung Bereich zwischen Uferoberkante und Uferunterkante. Wassertiefe Bereich zwischen Wasserspiegel und Flussbzw. Gewässergrund. 23.07.07 www.thw.de 21

Begriffe am und auf dem Wasser Flussgrund Bereich zwischen den Uferunterkanten; auf Flüssen mit Schiffsverkehr mit ausgebaggerter Fahrrinne. 23.07.07 www.thw.de 22

Begriffe am Ufer Als Ufer wird der Landstreifen zwischen Uferoberkante und Wasserspiegel bezeichnet. Man unterscheidet: Flaches Ufer Ansteigendes Ufer flaches Ufer ansteigendes Ufer und Steilufer Steilufer Uferböschungen können fest, weich, sumpfig, lehmig, sandig, kiesig oder felsig sein. Wasserspiegel = 23.07.07 www.thw.de 23

Begriffe am Ufer Kaimauer und Hochwasserschutzwand Unter künstlichen Ufern sind Kaimauern, Spundwände, Ausmauerungen, gesetzte oder geschüttete Packlagen, Faschinen und Buhnen zu verstehen. Sie dienen sowohl der Regulierung als auch zum Schutz der Uferböschungen gegen Unterspülungen. 23.07.07 www.thw.de 24

Stromgeschwindigkeit Als Stromgeschwindigkeit bezeichnet man die Geschwindigkeit des fließenden Gewässers im Stromstrich. Man unterscheidet hierbei: - schwacher Strom Moor- oder Schlammboden - mittlerer Strom Sand oder Kies - starker bis sehr starker Strom grober Kies oder Fels 23.07.07 www.thw.de 25

Gewässerbreite Die Breite eines Gewässers kann indirekt oder mit Hilfe von Messwerkzeugen ermittelt werden. Die einzelnen Messverfahren werden im Rahmen der Fachausbildung behandelt. 23.07.07 www.thw.de 26

Wasserstand Eine große Anzahl von Flussläufen in Deutschland ist schiffbar. Der Wasserstand eines Flusses kann steigen oder fallen durch: Eis- oder Schneeschmelze starke Niederschläge Stürme Gezeiten Staustufen 23.07.07 www.thw.de 27

Wasserstand HHW HW HsW MW NW NNW Höchster Wasserstand für die Schifffahrtsbenutzung Fahrrinne HHW = Höchster Hochwasserstand HsW = Höchster schiffbarer Wasserstand HW = Hochwasserstand MW = Mittlerer Wasserstand NW = Niedrigwasserstand NNW = Niedrigster Niederwasserstand 23.07.07 www.thw.de 28

Arbeiten am und auf dem Wasser 23.07.07 www.thw.de 29

Sicherung der Helfer Bei der Erkundung von unbekannten Gewässern ist der erkundende Helfer, trägt er eine Wathose, mit einem Auffanggurt und dem Sicherungsseil über einen Festpunkt zu sichern. Bei Arbeiten am Wasser ohne Wathose hat der Helfer eine Rettungsweste zu tragen und ist zusätzlich mit einem Sicherungsseil zu sichern. Das Sicherungsseil wird am Auffanggurt, den der Helfer trägt befestigt. 23.07.07 www.thw.de 30

Sicherung der Helfer Der Uferbereich ist vorsichtig zu erkunden. Wenn vorhanden, soll der Helfer die Erkundung mit einem Holzstab (evt. Fluchtstab) durchführen, mit dem er die Wassertiefe vor sich prüft. An einigen Gewässern fällt die Uferböschung plötzlich steil ab. Dies kann zu einer bedrohlichen Situation für die Einsatzkräfte führen, wenn die Gefahr im Rahmen der Erkundung nicht erkannt wird. 23.07.07 www.thw.de 31

Erkundung eines Gewässers Die Erkundung eines Gewässers zur Durchführung eines Einsatzes, einer technischen Hilfeleistung oder der Ausbildung erstreckt sich auf die Ermittlung der Stromgeschwindigkeit Wassertiefe Gewässerbreite Uferbeschaffenheit 23.07.07 www.thw.de 32

Erkundung eines Gewässers Witterungseinflüsse wie Nebel, starke Regen- oder Schneefälle und Hagelschlag sowie Einsätze während der Dunkelheit erfordern zusätzliche Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen. 23.07.07 www.thw.de 33

Prüfen der Wassertiefe Die Prüfung der Wassertiefe erfolgt am besten mit Hilfe eines Fluchtstabes. Auf Grund des rot/weißen Anstriches lässt sich die Wassertiefe sehr gut schätzen. Die roten bzw. weißen Flächen sind jeweils 50 cm lang. Ein Helfer mit hüftlangen Stiefeln oder mit einer Wathose erkundet vorsichtig den Uferbereich. Der Helfer ist gegen Abrutschen mit einem Sicherheitsseil zu sichern. Zur Beobachtung der Wasserstandsschwankungen ist ein Behelfspegel an der Einsatzstelle einzuschlagen. 23.07.07 www.thw.de 34

Prüfen der Begehbarkeit des Untergrundes Die Prüfung der Begehbarkeit des Untergrundes erfolgt ebenfalls durch einen Helfer, der gesichert mit einem Sicherheitsseil, Auffanggurt und Schwimmweste vorsichtig den Untergrund erkundet. Er kann auch mit der Spitze eines Fluchtstabes die Festigkeit des Untergrundes prüfen. Versinkt die Spitze im Boden handelt es sich um sandigen, kiesigen, morastigen oder schlammigen Untergrund. Hört man die Spitze des Fluchtstabes auf dem Untergrund aufschlagen, handelt es sich um einen felsigen/festen Untergrund. 23.07.07 www.thw.de 35

Tragen von Lasten durch fließendes Gewässer Lasten werden von den Helfern immer auf den Schultern Unterstrom getragen. Wenn die Last auf der Schulter Oberstrom getragen wird, besteht die Gefahr, dass die Last durch das anströmende Wasser auf den Helfer gedrückt wird und dieser dann unter Wasser gedrückt wird bzw. von der Strömung mitgerissen wird. 23.07.07 www.thw.de 36

Unfallverhütungsvorschriften Jeder Helfer ist verpflichtet, bei Arbeiten an und auf dem Wasser eine geschlossene Rettungsweste zu tragen. Ausnahme: In Verbindung mit einer Wathose darf keine Rettungsweste getragen werden. Die Helfer müssen mit einer Leine gesichert werden. Wathosen dürfen außerdem nicht an Bord von Wasserfahrzeugen getragen werden 23.07.07 www.thw.de 37

Unfallverhütungsvorschriften Rettungswesten dürfen die Beweglichkeit des Helfers nicht behindern und müssen zu jeder Jahreszeit getragen werden. Sie müssen leicht an- und ablegbar sein und am Körper des Helfers unverlierbar sowie gegen Verrutschen befestigt werden können. Die Signalfärbung der Weste muss deutlich erkennbar sein. 23.07.07 www.thw.de 38

Unfallverhütungsvorschriften Die Rettungsweste muss aus benzin- und ölfestem, schwer entflammbarem Material sein. Die Konstruktion und der Mindestauftrieb, in Verbindung mit dem Multifunktionsanzug, von 275 N muss gewährleisten, das Mund und Nase einer bewusstlosen Person über Wasser gehalten werden. 23.07.07 www.thw.de 39

Unfallverhütungsvorschriften Bei allen Arbeiten auf dem Wasser, bei denen durch herumfallende und/ oder herunterschlagende Teile, Werkzeuge oder Werkstoffe die Gefahr eines Unfalls besteht, muss ein Helm vorschriftsmäßig getragen. Das heißt für den Helfer, dass ein Helm mit geschlossenen Kinnriemen in Verbindung mit einer Rettungsweste getragen werden muss, wenn auf dem Wasser (gleich ob auf einer Fähre, einem Mehrzweckboot, Schlauchboot oder Ponton) eine entsprechende Gefahr von oben besteht. 23.07.07 www.thw.de 40

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk - Leitung Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) - Provinzialstraße 93 53127 Bonn 2006 Bundesanstalt Technisches Hilfswerk - Bonn Nachdruck und Veränderung - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Ausbildungsreferates in der THW-Leitung. Die Verwendung zu gewerblichen Zwecken ist verboten! ausbildungskonzeption2004@thw.de 23.07.07 www.thw.de 41