Ein Eichhörnchen zeichnen Hast Du Lust ein Eichhörnchen zu zeichnen? Für mich und für viele Kinder und Jugendliche sind diese Tiere Sympathieträger, zumal diese niedlichen Wildtiere im Einzelfall ganz zutraulich werden können. Auch wenn Du zeichnerisch weniger talentiert bist und Dich als Anfänger siehst, bist Du hier nicht falsch. Eichhörnchen haben einen sehr typischen und klaren Umriss, besonders wenn sie in ihrer bekannten Fresshaltung aufrecht auf den Hinterläufen sitzen. Sie können so leicht erfasst werden und prägen sich leicht ein.
Schritt 1 Damit die Proportionen des Eichhörnchens am Ende auch stimmig aussehen, müsstest Du dieses Raster sehr genau auf Dein Zeichenpapier übertragen. Mit 11.5cm x 10cm ist es fast quadratisch und begrenzt die Umrisse des Tieres. Die anderen Linien markieren prägnante Formen des Körpers und dienen Dir als spätere Orientierung beim Zeichnen. Am besten übernimmst Du auch die Beschriftung der Hauptlinien, damit Du eine bessere Übersicht im nächsten Schritt hast. Schritt 2 Markiere die äußere Eichhörnchengestalt mit feinen, unterbrochenen Strichen. Sei dabei so sparsam wie möglich und vermeide durchgehende Linien. Wenn Du nämlich anschließend feststellst, dass noch nicht alles ganz perfekt zusammenpasst, kannst Du diese vorläufig angedeutete Kontur leicht korrigieren. Es ist sinnvoll einen sehr weichen Bleistift(5B) für deine Zeichnung zu benutzen, da sich diese Linien dann gut mit einem Radiergummi bearbeiten und löschen lassen und Konturen weicher wirken. Gerade beim Fell ist dies später von Nutzen. (Kleine kreative Abweichungen sind übrigens erlaubt, aber nur an den Stellen, die Dein Gesamtmotiv nicht zerstören oder verzerren. Es ist wichtig am Eichhörnchenkopf, den Ohren, der Nase und besonderes den Augen sehr genau zu arbeiten. Aber wenn dagegen der Schwanz etwas weniger oder mehr buschig ausfällt, ist dies nicht so schlimm. )
Schritt 3 Von nun an sind Rahmen und Hilfsachsen entbehrlich und sollten verschwinden, bevor Du an die Feinarbeit gehst. Sieh Dir nun an, welche Stellen in Deinem Motiv heller und dunkler sind und arbeite diese Details ungefähr und zunächst nur grob heraus. Grob heißt beim Zeichnen stets: weglassen, aussparen. Sei also vorsichtig beim Auszeichnen dunkler Flächen und lasse heller Flächen beinahe aus. Arbeite hierbei an den äußeren Rändern deiner Kontur entlang und verbessere sie dabei. Arbeite Dich von Außen nach Innen und achte noch nicht auf schwierige Partien. Schritt 4 Nun konzentrierst Du Dich ganz auf das, was Deine Zeichnung später lebendig macht, das Zentrum, auf das alle zuerst sehen und von dem sie magisch angezogen sind. Beim Eichhörnchen ist das der Kopf. Arbeite ihn klar heraus und die Kontur muss jetzt exakt sein. Auch Licht und Schatten sollen zu sehen und die Augen hell umrandet sein. Achtung! Nicht vergessen: Die Augen müssen eine Glanzpunkt haben, damit sie lebendig aussehen. Gleichzeitig verbesserst Du nun noch das Licht und Schattenspiel auf dem ganzen Körper und taste Dich an die Struktur des Fells heran.
Schritt 5 Das Schwierigste ist geschafft. Es sollte kein großes Problem mehr sein, die fehlenden Details wie die Pfoten zu ergänzen. Jetzt ahme das Fell auf dem Körper mit Strichlinien nach. Hierbei empfehle ich eine Nachbearbeitung mit einem noch weicheren Bleistift. Dort, wo Lichtglanz hingehört, zeichne mit einem feinen, weichen Radiergummi helle Linien. Setzte ihn ein wie einen Bleistift, der weiß malt, aber sei hierbei ganz vorsichtig. Dein Endresultat sollte danach so ähnlich aussehen wie meine Zeichnung. Ich hoffe, Du bist zufrieden und das Zeichnen hat Dir Freunde gemacht. Dann kannst Du Dich an ein nächstes Projekt wagen.
Ein Tipp für das Zeichnen eigener Motive Auch jedes andere Motiv lässt sich super zeichnen, wenn Du diesem vorher einen Rahmen gibst. Zeichne diesen knapp und rechtwinklig mit Hilfe eines Geodreiecks an den äußersten Punkten des Bildes, welches Du als Vorlage nutzen willst. Benutze dazu einen wichen Bleistift, den Du so vorsichtig aufdrückst, dass diese Hilfslinien später unauffällig wegradiert werden können. Dieses Rechteck misst Du mit einem Lineal millimetergenau aus. Dann kannst Du es auf ein neues Blatt Zeichenpapier, die eigentliche Grundlage für Deine Zeichnung, übertragen. Überlege Dir nun einige für das Motiv wichtige Achsen, die Dein Rechteck unterteilen. Sie können senkrecht, waagerecht und auch schräg verlaufen. Sie sollten aber auf jeden Fall wichtige äußere Begrenzungspunkte, das Zentrum Deiner Vorlage und die Mitte markieren. Auch besonders wichtige Stellen, wie bei den meisten Motiven der Kopf, sollten davon eingegrenzt werden. Also, sieh dir das Motiv daraufhin nochmal genau an, bevor du die Linien ziehst. Sie sollen Dir helfen, eine in sich stimmige Gesamtzeichnung herzustellen, und werden später, wenn Du sie nicht mehr brauchst, ebenfalls vorsichtig wegradiert. Nun machst Du weiter, wie Du es im Beispiel schon gelernt hast. Und es sollte Dir nicht mehr schwerfallen, die Umrisse Deines Motives zwischen die Achsen zu zeichnen. Bedenke, dass auch während des Zeichnens noch Hilfslinien hinzugefügt werden können, wenn du bemerkst, dass Dir Proportionen nicht gelingen wollen. In den nächsten Schritten hältst Du Dich an die Reihenfolge, die Du in meiner Anleitung gelernt hast. Und so sollte Dir jedes Motiv künftig gelingen.