Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF Wirtschaftliche Landesversorgung Administration und Ressourcen Umweltbericht BWL 30. April 2013 pl RUMBA - Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung 1. Einleitende Bemerkungen Der vorliegende Umweltbericht gibt wiederum einen Überblick über die wichtigsten Umweltzahlen unseres Amtes bzw. der Gebäude Mattenhofstrasse 5 und Belpstrasse 53. Die Umweltkennzahlen zeigen, dass das BWL seine e im Wesentlichen erreicht hat. So konnte der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 2.2 Prozent gesenkt werden. Auch der Papierverbrauch lag mit 18.5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies entspricht einer Abnahme von 9 Kilogramm pro Mitarbeitenden. Leicht getrübt wird dieses gute Resultat durch die Zunahme des Anteils an Frischfaserpapier um 3.2 Prozent. Leider weisen die Kennzahlen beim Wärme- und Wasserverbrauch, beim Kehricht sowie bei den Dienstreisen negative Werte auf. Die gesamte Umweltbelastung (Umweltbelastungspunkte) nahm trotzdem um 4.2 Prozent ab und führte zu einem positiven Gesamtergebnis. Um auch künftig gute Ergebnisse zu schreiben, bitte ich alle Mitarbeitende den Gedanken von RUMBA weiterhin zu unterstützen. In diesem Sinne herzlichen Dank für ihr Engagement bei der Erreichung der e 2013. Der Leiter Umweltteam BWL Peter Lehmann
2. Kennzahlen und erreichung erreicht: Kennzahl Einheit effektiv effektiv Veränderung ggü. Vorjahr nicht erreicht: Wärmeverbrauch (klimabereinigt) MJ / m2 Jahr MJ / MA Jahr 190 9`699 200 10`534 +5.0 % +8.6 % -- -- Stromverbrauch MJ / MA Jahr 12`474 12`202-2.2 % Wasserverbrauch M 3 / MA Jahr 10.1 10.2 +1.2 % -- Papierverbrauch (total) kg / MA Jahr 46 37-18.5% davon Frischfaser- Papier % 44% 47% +3.2 PP* * PP: Prozentpunkte Kehricht kg / MA Jahr 48 Dienstreisen Flugkilometer km / MA Jahr 1`234 Bahnkilometer km / MA Jahr 1`100 Autokilometer km / MA Jahr 244 55 +14.7 % -- 1`537 +24.6% 1`368 +24.3 % -- 250 +2.6 % -- Umweltbelastung (total) UBP / MA Jahr 1`151 1`102-4.2% -- UBP: UmweltBelastungsPunkte MA: Mitarbeiter in Vollzeitstellen 3. Das BWL und seine Umweltauswirkungen 3.1 Unser Amt Aufgabe der wirtschaftlichen Landesversorgung ist es, bei allfälligen Versorgungsengpässen die Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen sicherzustellen. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) beschäftigt 37 Mitarbeitende. Die Büros befinden sich an der Belpstrasse 53, zusammen mit rund 60 Mitarbeitenden des Bundesamts für Landwirtschaft (). Versorgung und Entsorgung dieses Gebäudes erfolgen zusammen mit der Liegenschaft Mattenhofstrasse 5, wo der Grossteil des arbeitet. Bezüglich Versorgung, Entsorgung und entsprechendem Umweltmanagement haben sich BWL und deshalb zusammengeschlossen. Obschon die etwa 300 Kaderleute der Wirtschaft und Verwaltung, welche im Nebenamt für die wirtschaftliche Landesversorgung arbeiten, einen geringen Anteil der Ressourcen mitbeanspruchen, klammern wir sie von unserem Umweltmanagement aus. 2/6
3.2 Umweltauswirkungen Die Tätigkeiten des BWL wirken sich primär im internen Betrieb auf die Umwelt aus (Räumlichkeiten, Arbeitsmittel, Dienstreisen). Gegen aussen (Kantone, Wirtschaft, Verwaltung) beschränken sich unsere Kontakte auf Besprechungen, Tagungen und Schriftverkehr. Die Verordnungen und Weisungen des BWL zur wirtschaftlichen Landesversorgung haben in Zeiten normaler Versorgungslage keine relevanten Umweltauswirkungen. 3.3 Schwerpunkte des Umweltmanagements Beim Umweltmanagement konzentrieren wir uns auf den effizienten Energie- und Ressourceneinsatz im Amt. Im Vordergrund steht die Verminderung des Strom- und Wärmeverbrauchs durch technische Massnahmen und Verhaltensänderungen im Alltag. Wichtig sind auch alle Massnahmen zur Verminderung unseres Papierverbrauchs, zur möglichst weitgehenden Verwendung von Recyclingpapier sowie zur Reduktion der Abfälle. 4. Unsere Umweltziele Für das Jahr setzten wir uns die folgenden Umweltziele: den Stromverbrauch pro Mitarbeitenden zu halten. den Verbrauch von Papier auf das Vorjahresniveau zu senken und gleichzeitig den Anteil Recyclingpapier zu steigern. 5. Massnahmen und Ergebnisse bei den Leistungen nach aussen Wie unter Ziffer 3.2 dargelegt, hat das BWL bei seinen Tätigkeiten und Leistungen nach aussen keine relevanten Umweltauswirkungen. Das Umweltmanagement des BWL beschränkt sich deshalb auf den internen Betrieb. 6. Massnahmen und Ergebnisse beim internen Betrieb (Verwaltung) 6.1 Mitarbeitende, Kommunikation, Ausbildung Im Jahr lag die Zahl der Mitarbeitenden im BWL bei 37 (30,1 Vollzeitstellen). Während des Jahres wurden die Mitarbeitenden auf verschiedene Weise zum Thema Umwelt angesprochen: Der Umweltbericht des BWL wurde allen Mitarbeitenden verteilt. Die Protokolle des Umweltteams standen auf dem Extranet zur Verfügung. Neueintretende wurden bei Stellenantritt auf das Thema aufmerksam gemacht. Bei den im folgenden dargestellten Kennzahlen für Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch werden die Gebäude Mattenhofstrass 5 und Belpstrasse 53 wiederum als eine Einheit mit gemeinsamer Nutzung durch und BWL betrachtet. 3/6
6.2 Wärmeverbrauch Belpstrasse 53 Wegen rückwirkender Anpassung der vom Amt beanspruchten Fläche (neue Berechnungen des BBL ergeben für das BWL eine etwas grössere Bruttofläche) haben sich die Wärmeverbrauchswerte der Vorjahre leicht verändert. Der Wärmeverbrauch hat sowohl pro Mitarbeitenden (8.6%) wie auch pro m2 (5.0%) zugenommen. Neben den erwähnten Anpassungen dürften dafür auch die kalten Monate Anfang Jahr sein, haben doch die ausgewiesenen Heizgradtage für Bern um gut 16% zugenommen. Wärmeverbrauch pro MitarbeiterIn (in MJ) 9'134 2010 9'406 9'699 10'534 6.3 Stromverbrauch Belpstrasse 53 Nach dem Anstieg im Vorjahr sank der Stromverbrauch um 2.2%. Das einer Reduktion des Verbrauchs konnte somit erreicht werden. Mit gezielten Verhaltensänderungen der Mitarbeitenden könnte eine weitere Senkung des Verbrauchs relativ einfach erreicht werden (z.b. Ausschalten der Beleuchtung bei genügend Tageslicht, beim Verlassen des Arbeitsplatzes für mehr als 15 min den Bildschirm ausschalten, bei mehr als 30 min PC in den Ruhezustand setzen). Stromverbrauch pro MitarbeiterIn (in MJ) 12'201 2010 12'204 12'474 12'202 6.4 Papierverbrauch BWL Das angestrebte, den Wert von 2010 zu erreichen wurde nur zum Teil erreicht. Papierverbrauch pro MitarbeiterIn (in kg) Positiv ist die Abnahme sowohl beim Frischfaser- wie auch beim Recyclingpapier um total Recyclingpapier 22 7 18.5%. Beim Frischfaserpapier wurde der wert (Stand 2010) gar unterboten. Beim Recyclingpapier 2010 20 12 ist der Verbrauch auch gesunken, liegt allerdings über dem angestrebten Wert. 20 25 Dabei hat sich das Verhältnis zwischen Frischfaser- und Recyclingpapier negativ entwickelt. 18 19 Es muss künftig noch mehr darauf geachtet werden dass, wenn schon gedruckt / kopiert werden muss, dafür Recyclingpapier verwendet wird. 6.5 Abfälle Belpstrasse 53 Die Abfallmenge setzt sich aus dem Kehricht und dem separat gesammelten Altpapier zusammen. Abfall pro MitarbeiterIn (in kg) Kehricht Papier Während beim Altpapier eine Redukti- on erzielt werden konnte, nahm der Kehricht 78 209 nochmals um 7 Kg zu. Wie schon im Vorjahr dürften die Aufräumarbeiten in den Archiven 2010 37 199 dafür verantwortlich sein. Für die Umweltbelastung wird nur der Kehricht 48 199 einberechnet; das Altpapier wird dem Recycling 55 188 zugeführt. Entscheidend ist beim Kehricht die weitest gehende Trennung des Abfalls. Damit werden die Ressourcen geschont und eine teure Entsorgung wird vermieden. 4/6
6.6 Wasser und Abwasser Belpstrasse 53 Der Wasserverbrauch hat gegenüber dem Vorjahr erneut um 1.2 % zugenommen. Die Schwankungen sind jedoch gering und kaum gänzlich zu vermeiden. Wasserverbrauch pro Mitarb. und Tag (in l) 42.8 2010 45.8 50.6 51.1 6.7 Dienstreisen BWL Die Dienstreisen betrugen insgesamt 3155 Kilometer pro Mitarbeitenden/Jahr und liegen damit 22.4% (577 Km) über dem Wert Dienstreisen pro Mitarb. (in km) Auto Bahn Flug des Vorjahres. Die Werte stiegen sowohl bei den Bahnreisen (+24.3%), den Flugreisen 279 915 1'248 (+24.6%) wie auch bei Reisen mit dem Auto 2010 222 1'162 2'953 (+2.6%). Die Dienstreisen machten im Jahre rund 26% der Umweltbelastung aus. Dennoch ist es sehr schwierig, konkrete e für eine Reduktion der Dienstreisen zu setzen. Zentral ist, dass die Bahn gegenüber dem Auto 244 250 1'100 1'368 1'234 1'537 bevorzugt wird und, wenn immer möglich, auch im Kurzstreckenbereich innerhalb Europas anstelle des Flugzeugs benutzt wird. 6.8 Umweltbelastungs-Punkte Umweltbelastungs-Punkte (UBP) sind Messzahlen, mit welchen die Auswirkungen verschiedener Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden bewertet werden. Die Berechnungen erfolgen gemäss "Schriftenreihe Umwelt Nr. 297" des BAFU. Auch wenn wir nicht in allen Bereichen die Werte verbessern konnten, fiel die Umweltbelastung um 4% besser aus als im Vorjahr. Die Umweltbelastungs-Punkte pro Mitarbeitenden konnten gegenüber dem Basisjahr 2006 um gut 12% gesenkt werden. Damit wird der vom Bundesrat vorgegebene pfad wie schon im Vorjahr erneut deutlich unterschritten. Trotz dieses erfreulichen Resultates müssen wir uns weiterhin anstrengen. Wie die Jahre 2008 und 2010 zeigen, braucht es jeweils nur wenig und der pfad wird wieder überschritten. Umweltbelastungs-Punkte 1000 UBP pro MitarbeiterIn 800 700 600 500 400 300 200 100 0 Veränderung der Umweltbelastung je MA gegenüber 2006 in % 2006 2007 2008 2010 2013 2014 2015 2016 30.0% 27.7% 25.0% 27.7% 20.0% 15.0% 10.0% 116 119 123 134 Veränderung ggü. 2006 exkl. Kompensation Veränderung ggü. 2006 inkl. Kompensation pfad 12.9% 12.9% 507 507 518 507 2010 369 739 329 288 19.2% 19.2% 59 125 60 83 81 98 106 69 Wärme-Verbrauch Strom-Verbrauch Dienst-Reisen Papier Wasser und Entsorgung 5.0% 0.0% 0.0% 0.0% 0% -5.0% -10.0% -15.0% -1% -2% -3% -7.1% -4% -5% -7.1% -9.0% -6% -9.0% -12.8% -12.8% -7% -8% -9% -10% 5/6
7. Unsere Umweltziele 2013 Wir setzen uns zum, Weitere Reduktion des Stromverbrauchs (-1 % gegenüber ). Halten des Papierverbrauchs von. Steigern des Anteils an Recyclingpapier auf 55 % (: 52 %). Senkung Kehricht pro MA auf max. 50 Kg (: 55 Kg). Die e sollen durch die Beibehaltung der bereits erfolgten Massnahmen im Papier- und Stromverbrauch sowie die kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeitenden erreicht werden. 8. Organisation des Umweltmanagements Aufgrund ihrer Hausgemeinschaft haben die beiden Ämter BWL und ein gemeinsames Umweltmanagement aufgebaut. Das Umweltteam hat unterstützende Funktionen (Planung und Vorbereitung von zentralen Umweltmassnahmen, Information der Mitarbeitenden etc.) und stellt entsprechende Anträge an die Geschäftsleitungen der beiden Ämter. Es nahm seine Tätigkeit im September 1997 auf. Kennzahlen zum Strom- und Wärmeverbrauch werden seither quartalsweise, die übrigen Umweltkennzahlen jährlich erfasst und ausgewertet. Die Mitglieder des Umweltteams Fr. M. Bühlmann Fr. M. Frey BWL Fr. Ch. Beyeler Hr. M. Hartmann Hr. A. Candinas (Leitung) Fr. D. Jeker Ngoy Fr. N. Corpataux Hr. H.P. Leu Fr. F. De Giovanni Hr. P. Lehmann (Leitung) BWL Hr D. Felder Fr. R. Schelbert Hr. B. Bärtschi (bei Bedarf) BBL e zum Umweltmanagement Umweltleitbild /BWL Willkommen bei RUMBA Massnahmenplan Umwelt Umweltberichte des BWL (ab 1999) Infoblitze Homepage RUMBA www.rumba.admin.ch/de/index.htm Für Anregungen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Herrn P. Lehmann, Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung Belpstrasse 53, 3003 Bern, Tel 031 322 21 74, Fax 031 322 20 57 E-Mail: peter.lehmann@bwl.admin.ch 6/6