Rundschreiben 5/2005

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Lesefassung November 2016

Transkript:

An die Mitglieder des VKDA-NEK sowie die Kirchenkreise und Kirchengemeinden 04.03.05 050 Rundschreiben 5/2005 I. Tarifvertrag zur Einführung des KTD in dem Marie-Christian-Heime e.v. vom 19. August 2004 (Anlage 1) II. Stundenentgelttabelle zu 14 Abs. 4 Satz 3 KTD (Anlage 2) I. Tarifvertrag zur Einführung des KTD in dem Marie Christian Heime e.v. vom 19. August 2004 Wir freuen uns, den anliegenden Tarifvertrag zur Einführung des KTD in dem Marie- Christian-Heime e.v. nach Unterzeichnung nunmehr veröffentlichen zu können. - 1 -

II. Stundenentgelttabelle zu 14 Abs. 4 Satz 3 KTD In unserer Broschüre zum KTD stellen wir unseren Mitgliedern zu den tarifvertraglich vereinbarten Monatsentgelttabellen regelmäßig auch die entsprechenden Stundenentgelttabellen nach 14 Abs. 4 Satz 3 KTD zur Verfügung. Diese Tabellen sind auf Grund des vertraglich festgelegten Faktors errechnet und sind selbst nicht Bestandteil des KTD. Die in der roten Broschüre veröffentlichte Stundenentgelttabelle mit dem Gültigkeitsdatum ab 1. Juli 2004 basiert auf dem Stundenfaktor, der erst zum 1. Oktober 2004 in Kraft getreten ist. Wir weisen daher darauf hin, dass für die Zeit vom 1. Juli 2004 bis 30. September 2004 die in der Anlage befindliche Stundenentgelttabelle Geltung hat. Diese basiert auf dem bis zum 30. September 2004 geltenden Faktor 1/167,4. Kunst - 2 -

Tarifvertrag zur Einführung des Kirchlichen Tarifvertrages Diakonie (KTD) im Marie-Christian-Heime e.v. vom 19. August 2004 Anlage 1 Zwischen dem Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger Nordelbien (VKDA-NEK), und - einerseits - der Gewerkschaft Kirche und Diakonie - VKM-NE der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirke Hamburg und Nord - andererseits - wird auf Grundlage der Tarifverträge vom 5. November 1979 Folgendes vereinbart: 1 Geltungsbereich Dieser Tarifvertrag gilt für alle Arbeitnehmerinnen i.s.d. 1 und 2 KTD, die in einem Arbeitsverhältnis mit dem Marie-Christian-Heime e.v. stehen. - 3 -

2 Ersetzung Der Kirchliche Tarifvertrag Diakonie (KTD) ersetzt den KAT/KArbT-NEK. 3 Übergangsbestimmungen Für Arbeitnehmerinnen, die sich vor dem Zeitpunkt der Ersetzung bereits in einem Arbeitsverhältnis befanden, das danach fortbesteht und für die bis zur Ersetzung des KAT/KArbT-NEK zur Anwendung kommt, gelten folgende Übergangsbestimmungen: (1) 31 Abs. 1 bis 3, 5 KTD werden nicht angewandt. (2) Die monatlichen Bezüge ergeben sich aus dem Entgelt nach KTD und einer Besitzstandszulage. Die Besitzstandszulage orientiert sich an der Höhe der Vergütung nach KAT/KArbT-NEK am Tage vor der Ersetzung (Grundvergütung, Ortszuschlag, allgemeine Zulage und soweit gegeben, ständige Zulagen nach Tarifvertrag) im Folgenden als alte Vergütung bezeichnet. a) Für Arbeitnehmerinnen, deren alte Vergütung den Wert der höchsten Entgeltstufe in ihrer Eingruppierung nach KTD nicht übersteigt, gilt Folgendes: Abweichend von 14 Abs. 1 KTD wird für die Ermittlung der Entgeltstufe nicht die Beschäftigungszeit zu Grunde gelegt, sondern es wird die höchste Entgeltstufe in der jeweiligen Eingruppierung, deren Wert den Wert der alten Vergütung nicht übersteigt, festgelegt. Die Besitzstandszulage errechnet sich aus dem Unterschied zwischen alter Vergütung und der so ermittelten Vergütung. Es besteht Anspruch auf Zahlung dieser Besitzstandszulage bis zur nächsten Entgeltstufensteigerung. Grundsätzlich wird für diese erste Entgeltstufensteigerung nach der Ersetzung 14 Abs. 1 KTD angewendet, wobei die Beschäftigungszeit ab dem Tage der Ersetzung gewertet wird. Bei weiteren Stufensteigerungen ist die Arbeitnehmerin so zu stellen, als wenn sie die Beschäftigungszeit zurückgelegt hätte, die die Voraussetzung für die Entgeltstufe ( 14 Abs. 1 KTD) wäre, in der sie sich befindet. b) Für die Fälle, in denen die alte Vergütung die unterste Entgeltstufe nicht übersteigt, hat die Arbeitnehmerin weiterhin nur Anspruch auf die alte Vergütung. Diese nimmt an tariflichen Vergütungserhöhungen teil. Nach zwei Jahren erhält die Arbeitnehmerin Entgelt aus der ersten Entgeltstufe, es sei denn, der Unterschied zwischen dem Betrag der alten Vergütung und dem der ersten Stufe beträgt mehr als 100,-. In diesem Fall wird zur alten Vergütung nach zwei Jahren eine Zulage von 100,- gezahlt. Der Anspruch auf Entgelt aus der ersten Stufe entsteht dann erstmals nach vier Jahren. - 4 -

c) Für die Arbeitnehmerinnen, deren alte Vergütung den Wert der höchsten Entgeltstufe ihrer Eingruppierung nach KTD übersteigt, gilt Folgendes: Die Arbeitnehmerin hat neben der Vergütung nach der höchsten Entgeltstufe ihrer Eingruppierung Anspruch auf Zahlung einer Besitzstandszulage, die sich aus der Differenz zwischen alter Vergütung und dem Wert der höchsten Entgeltstufe nach KTD ergibt. Auf die Besitzstandszulage sind zukünftige Tariferhöhungen anzurechnen. Im Gegenzug erhält die Arbeitnehmerin jeweils eine der Tariferhöhung entsprechende Einmalzahlung. Die exakten Werte der Zahlungen und deren Fälligkeit werden tarifvertraglich im Zuge der Entgeltverhandlungen festgelegt. d) Entfallen die Voraussetzungen für einen in den Bezügen, die zum Anspruch auf eine Besitzstandzulage geführt haben, enthaltenen ehe- und/oder kinderbezogenen Anteil des Ortszuschlages nach bisherigem Recht, vermindert sich die Besitzstandszulage entsprechend. Für jedes Kind ist dabei ein Betrag von 91,- anzusetzen. Nach einem lediglich vorübergehenden Wegfall der Voraussetzungen des kinderbezogenen Anteils wegen einer Verpflichtung des Kindes zu Wehrdienst oder Zivildienst bzw. Teilnahme an Freiwilligem Sozialen Jahr oder vergleichbarem besteht der Anspruch auf Antrag erneut. Die Arbeitnehmerin darf dabei nicht bessergestellt werden, als wenn der Anspruch fortbestanden hätte. (3) Arbeitnehmerinnen, die zum Zeitpunkt der Ersetzung gem. 53 Abs. 3 KAT-NEK unkündbar waren, steht dieses Recht auch weiterhin zu. (4) Abweichend von 14 Abs. 3 KTD werden bis zum 30. Juni 2005 die Monatsentgelte am 16. eines jeden Monats für den laufenden Monat fällig. (5) Die vollbeschäftigte Arbeitnehmerin erhält in den Jahren 2005, 2006, 2007 und 2008 jeweils im Juni eines jeden Jahres einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 250,- für die Entgeltgruppen 1 bis 7 und 200,- für die Entgeltgruppen 8 bis 13. Die Teilzeitbeschäftigte erhält den Betrag anteilig. 4 Umstellungsmitteilung Die Arbeitnehmerin erhält bis zum 1. Dezember 2004 eine Mitteilung über alle sie betreffenden Daten zur Umstellung der Tarifverträge auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt geltenden Tarifverträge. - 5 -

5 In-Kraft-Treten Dieser Tarifvertrag tritt am 1. Januar 2005 in Kraft. Abweichend von Satz 1 tritt 4 am 1. Dezember 2004 in Kraft. Kiel, den 19. August 2004 Für den Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger Nordelbien (VKDA-NEK) Für die Gewerkschaften gez. Unterschriften gez. Unterschriften - 6 -

Anlage 2 Stundenentgelttabelle zu 14 Abs. 4 Satz 3 KTD gültig ab 01.07.2004 bis 30.09.2004 (in Euro) Entgeltgruppe 1. Stufe 2. Stufe nach 3 Jahren 3. Stufe nach 7 Jahren 4. Stufe nach 12 Jahren E 1 8,67 8,98 9,28 9,89 E 2 8,98 9,40 10,08 10,81 E3 9,59 10,08 10,81 11,92 E4 10,81 11,49 12,10 13,02 E 5 11,49 12,10 12,71 13,63. E 6 12,10 12,53 13,20 14,30 E 7 12,71 13,51 13,94 15,22 E 8 13,90 14,70 15,79 17,39 E 9 15,00 15,98 16,71 18,00 E 10 16,11 17,20 18,30 19,90 E 11 17,69 19,22 21,12 22,41 E 12 19,41 21,12 23,45 25,54 E 13 21,12 23,33 25,54 28,35 Diese Tabelle ist nicht Bestandteil des KTD - 7 -